Warum der HSV gescheitert ist – und was das für die Zukunft bedeutet

von | 12.04.22 | 183 Kommentare

Ein Gastbeitrag von Robert Hoyer

Am 25. Mai 2014 war es so weit. 86,9% der Mitglieder des Hamburger Sport Vereins stimmten für das Reformmodell „HSVPlus“ und machten damit den Weg frei für die Ausgliederung der Profifußballabteilung. Mit dem Slogan „Aufstellen für Europa“ sollten die im Laufe der Jahre sich häufenden sportlichen und finanziellen Krisen ein Ende finden. Das dies mitnichten so kommen sollte, wissen wir heute. In einigen Büchern und großen Zeitungsberichten wurde bereits eingehend über die Gründe und Wege dieses Niedergangs spekuliert. Realitätsferne Ansprüche, Misswirtschaft und fehlende Leistungskultur, sind nur ein paar der dort aufgeführten Gründe. In diesem Beitrag möchte ich mich den Wegen des Scheiterns etwas strukturierter nähern, um daraus auch für die Zukunft zu lernen. 

In der Forschung des strategischen Managements wurden vier Pfade des Scheiterns beschrieben (Nachzügler, Opportunist, Imperialist, Politisierte). Der ein oder die andere ahnt wahrscheinlich schon, dass sich mit diesen Mustern auch die Geschichte des HSV erklären lässt.

Kategorie 1 – der Nachzügler

Beginnen wir mit dem Nachzügler. Dieser beschreibt ein Unternehmen, welches sich lange Zeit durch Marktführerschaft und ein stabiles Wachstum auszeichnete. In einem zunehmend dynamischer werdenden Umfeld schafft es das Unternehmen jedoch nicht, sich an die sich ändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Es hat einen zu großen Fokus auf seine Tradition. Mangels Anpassung steigt die Gefahr des Nichterfolgs, worauf mit Aktionismus reagiert wird. Der Austausch eines Trainers und Investitionen in den Rückkauf altbewährter Spieler (VdV, Olic) sorgen dabei vielleicht kurzfristig für etwas Besserung, mittelfristig entwickelt sich so jedoch ein zunehmend rückständiger Spielerkader und mit höheren Kostenstrukturen als bei den Wettbewerbern. Die Folge ist ein kontinuierlicher Verlust an Wettbewerbsvorteilen und Marktanteilen, welcher in die Insolvenz (den Abstieg) führt.

Der Opportunist

Auch den Opportunisten können wir in der HSV-Vergangenheit immer wieder finden. Zwar sind damit in der Theorie eher illegale Praktiken gemeint, die durch eine falsche Unternehmenskultur und äußerem Erfolgsdruck angeregt werden und in einem kompletten Legitimitätsverlust des Unternehmens münden. Allerdings lassen sich einige Überschreitungen von normativen Grenzen finden. Denken wir an Pierre-Michel Lasogga. Im ersten Jahr (noch als Leihspieler von Hertha) beim HSV war er mit 13 Toren der Held und Garant für den Klassenerhalt. Folglich forderte das gesamte Umfeld eine feste Verpflichtung des „letzten echten 9ers“ – blöd nur, dass es keine Kaufoption gab. Angeregt durch den öffentlichen Druck begannen die Verhandlungen zunächst mit Berlin dann mit PML selbst. Nach Alternativen wurde erst gar nicht geschaut. Die sportliche Leitung wollte schließlich selbst verkünden, den Held verpflichtet zu haben, um damit die Lorbeeren einheimsen zu können – koste es was es wolle. Das kostete es dann auch. Die 8,5 Mio an Berlin waren da noch das geringste Problem. Die 3,5 Mio Jahresgehalt inkl. 15 000 pro Punkt schon eher. Schon für die erste Liga ein ordentlicher Vertrag, wobei die Punkteprämie dort immerhin nicht allzu sehr zum Tragen kam. Wer nun dachte, dass nach dem nur knapp entgangenen Abstieg diese Konditionen nur für Liga 1 galten, sah sich getäuscht. Die sportliche Leitung dachte sich vermutlich, sollte der HSV absteigen bin ich wahrscheinlich eh nicht mehr im Amt. Also sich lieber jetzt der öffentlichen Meinung fügen, als an langfristige Konsequenzen zu denken. Kritisches Hinterfragen oder Kontrollmechanismen? Fehlanzeige.  

Der Imperialist

Begeben wir uns weiter zum Pfad des Imperialisten. Dieser zeichnet sich durch eine risikoreiche Wachstumsstrategie aus. Durch überzogene externe Ansprüche kommt es zur unkontrollierten Expansion, welche in Missmanagement und der Aushöhlung der eigenen Ressourcen mündet. Auch beim HSV ließ sich dieses Muster beobachten. Mit der Ausgliederung erhielt Klaus-Michael Kühne auf einmal deutlich mehr Macht. Er investierte Millionen in den HSV mit der Hoffnung auf schnellen Erfolg. Und auch wenn vor allem Fans immer wieder Kritik an Kühne verübten, so mussten die Verantwortlichen aufgrund der finanziellen Abhängigkeit doch immer mit Kühne konform gehen. Bestes Beispiel dafür die Verpflichtung von Andre Hahn, welche nur durch Kühne finanziert wurde, weil dieser auf eine Vertragsverlängerung mit Bobby Wood pochte. Teuer wurden dadurch beide Spieler. Auch eine unkontrollierte Expansion ließ sich erkennen, als der HSV in der Saison 16/17 knapp 44 Mio für Neuzugänge ausgab, aber nur knapp 9 Mio einnahm. Anstatt mit den neugewonnenen Ressourcen nach und nach eine funktionierende Mannschaft aufzubauen, wurde befeuert durch den externen Druck (Kühne, Medien, Fans) so schnell wie möglich wieder europäisch zu spielen, ein Millionengrab geschaffen (Hertha BSC lässt grüßen). 

Der Politisierte

Abschließend noch der Pfad des Politisierten. Dieser trifft Unternehmen, die einst in gut regulierten Märkten Marktführer sind. Durch einen externen Schock, wie bspw. eine neue gesetzliche Regelung, verändert sich jedoch die Wettbewerbsposition. Durch eine schwerfällige interne Organisation kommt es zu Konflikten und Grabenkämpfen zwischen wirtschaftlichen Interessen des Vorstands und den Interessen der Arbeitnehmer (Fans). Lähmender Stillstand ist die Folge. Auch hier finden sich Beispiele beim HSV. Die Deregulierung des Fußballmarktes hat trotz der „50+1“-Regelung auch Deutschland erfasst. Dadurch haben es Clubs wie RB Leipzig und Hoffenheim, aber auch Leverkusen und Wolfsburg geschafft, mit viel und klug eingesetztem Geld die Traditionsvereine zu überholen. Zudem müssen sich diese Vereine nicht auch noch mit den Interessen der Fans beschäftigen, da diese zum einen nur in geringerem Umfang und Organisationsgrad vorhanden sind und zum anderen keine oder weniger Mitspracherechte im Verein haben. Nicht nur der Kampf um die Ausgliederung, auch die folgenden Präsidiumswahlen haben gezeigt, wie politisiert das Umfeld des HSV ist. Wer weiß, ob eine frühere Ausgliederung nicht nur mehr Geld, sondern auch bessere und vor allem strategische Partner (siehe Bayern München) hervorgebracht hätte?

Der HSV war auf etlichen Pfaden des Scheiterns unterwegs

Es ließe sich sicher noch lange über das Scheitern des HSV schreiben und diskutieren. Die Rolle des Aufsichtsrats – als lange Zeit unfähiges Kontrollorgan – und der verschiedenen VV (Beiersdorfer, Hoffmann und co) habe ich ausgeblendet, da es mir mehr darauf ankam, die strukturellen Probleme zu benennen. Trotzdem haben wir erkannt, dass der HSV in der Vergangenheit nicht nur einen, sondern gleich auf allen vier Pfaden des Scheiterns unterwegs war. Die Zeit zurück drehen können wir leider nicht mehr. Umso mehr gilt es, daraus für die Zukunft zu lernen. Mit dem Bau des Campus und der Installation von Horst Hrubesch hat der HSV bereits in Strukturen und Kompetenz investiert, die länger als ein guter Spieler mit einem nach einem Jahr aufgelösten Dreijahres-Vertrag für Erfolg sorgen könnten.

Das ist wichtig, denn auch der regionale Wettbewerb hat sich verdichtet. Hieß es früher im Norden noch Werder oder HSV, spielen jetzt mit Holstein Kiel und dem Stadtrivalen zwei regionale Konkurrenten in der gleichen Liga. Damit steigt nicht nur der Wettbewerb um lokale Talente, sondern auch der um neue Fans. Der HSV tut also gut daran, den Fannachwuchs an sich zu binden (was übrigens nicht mit einer Preiserhöhung der Kinderkarten zu schaffen sein wird). Was das Tagesgeschäft angeht, so hat der HSV im Sommer intelligente Transfers (Schonlau, Meffert, Reis) getätigt und einen jungen entwicklungsfähigen Kader zusammengestellt und somit möglicherweise den Pfad des Nachzüglers verlassen. Was jedoch ein Scheitern Walters für Auswirkungen nicht nur personell, sondern gerade auch spielphilosophisch auf die Gesamtstruktur hätten, lässt sich jetzt noch nicht sagen – ich bin jedoch skeptisch und wünsche TW deswegen nur das Beste. KMK ist dagegen auf dem Rückzug. Er scheint erkannt zu haben, dass sein imperialistischer Weg gescheitert ist.

Was kann der HSV von Dr. Wüstefeld erwarten?

An Einfluss gewinnt gerade Thomas Wüstefeld. Man darf gespannt sein, ob er es schafft den HSV-Apparat nachhaltig zu verschlanken oder ob er ebenfalls Opportunist oder gar Imperialist wird und lieber den schnellen Erfolg sucht. Unüberlegte Investitionen kann sich der HSV zumindest nicht mehr leisten. Politisiert wird der HSV wohl immer bleiben. Daran ändert auch die Wiederwahl von Marcell Jansen nichts, zumal die etwas fragwürdig zustande gekommen ist (keine Zulassung eines Gegenkandidaten). Dennoch hoffe ich auch hier auch personelle Konstanz. Aber wer weiß, welche Fäden im Hintergrund noch gezogen werden.

Viele Grüße und Danke fürs Lesen,

Robert H.

P.S.: Diesen Beitrag hatte Robert bereits im Februar geschrieben und mir zugeschickt. Thematisch hat er nichts an Aktualität verloren.

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Alex
5 Monate zuvor

Im vorherigen Blog wurde mehrfach der Wunsch geäußert, auf die trainingsfreien Tage einzugehen. Normalerweise wäre das leidige Dauerthema auch einen Kommentar wert gewesen, aber in diesem Fall gab es kaum etwas Ungewöhnliches zu berichten:
 
Nach dem Spiel am Sonntag gab es zwei trainingsfreie Tage (Montag und Dienstag). Das wurde bisher nach jedem Spiel so gehandhabt, nicht selten gab es auch drei freie Tage zum „Durchschnaufen“, in den Länderspielpausen auch gern mal vier freie Tage zum „Kopf freikriegen“.
 
Also alles wie gehabt, könnte man meinen. Auffällig war allerdings, dass der Cheftrainer diesmal sogar auf das Spielersatztraining verzichtet hat, was extrem unprofessionell ist und als deutliches Zeichen einer schwindenden Motivation zu bewerten ist, wahrscheinlich brauchte der umstrittene Übungsleiter eine längere Auszeit im Kreis seiner Familie…

Im Gegensatz dazu muten die Maßnahmen, die Felix MagatHH als neuer Trainer von Hertha BSC angesetzt hat, um den schlingernden Big City Club wieder in die Spur zu bringen, wie aus einer anderen Welt an:

Trainer Felix Magath (68) zieht bei Hertha (Platz 17) nach der Derby-Klatsche (1:4) am Sonnabend gegen Union die Zügel an. Sonntagfrüh mussten die Derby-Verlierer zunächst zweieinhalb Stunden im Theorie-Unterricht nachsitzen! Danach mussten sie eine Stunde nur rennen. Auch der trainingsfreie Montag wurde gestrichen.

 

BILD erfuhr: Der Theorie-Unterricht fand im Hertha-Kino statt, per Video-Analyse wurden viele Szenen des Derbys Spiels gezeigt. Den Hertha-Profis wurde verdeutlicht, dass ihnen bei den ersten beiden Gegentoren – wo sich nur der Gegner mit vollem Körpereinsatz in den Ball warf – der letzte Biss und absolute Wille fehlte.

 

Bemerkenswert: Anschließend forderte Fußballlehrer Magath sein Team auf, selbständige Lösungen zu erarbeiten, wie Hertha sich aus der brenzligen Situation befreien und den Klassenerhalt schaffen kann. Die Mannschaft diskutierte ohne Trainer-Team rund 40 Minuten, stellte Magath anschließend die Lösungsvorschläge vor.

  
Quelle: https://sportbild.bild.de/bild-plus/bundesliga/vereine/hertha-bsc/hertha-bsc-felix-magath-greift-mit-ueberraschenden-massnahmen-durch-79742066.sport.html

Ob es Felix gelingt, den drohenden Abstieg der Berliner Rumpeltruppe mit diesen Trainingsmethoden noch zu verhindern, wird sich zeigen.

Zurück zum HaSiVau: Auf Twitter konnte man heute folgenden Text lesen:

Bei der Torwartschule durch die Lüfte fliegen, beim individualisierten Training an der Technik feilen oder beim Athletiktraining die Schnelligkeit verbessern:


Für einen kurzen Moment keimte die Hoffnung auf, dass irgendjemand „gemacht hat“, dass Ricardo Moniz endlich auf die Teilzeitprofis des HSV losgelassen wird. Leider handelte es sich nur um ein Angebot für die lieben Kleinen…

https://twitter.com/HSV/status/1513828599148728335

Und so war es Mediendirektor Tüt Tüt Pletz vorbehalten, für die Sensation des Tages zu sorgen, indem er folgende Breaking News über das Fischeinwickelpapier verkünden ließ:

https://hsv24.mopo.de/2022/04/12/trainingsfrei-aber-diese-hsv-profis-schufteten-trotzdem-im-volkspark.html

Har har. ENDE

Last edited 5 Monate zuvor by Alex
Darmzotte
5 Monate zuvor

Niedergang des HSV? Hab ich was verpasst? Dachte, es wäre alles supi-endgeil. 🤔

RolloWikinger
5 Monate zuvor

Warum der HSV gescheitert ist ?

1. Kader falsch und zu „dünn“ auf einigen Positionen aufgestellt
2. Ein Trainer mit einer „starren“ und ineffektiven „Spielphilosophie“
3. Eine sportliche Leitung die Punkt 2 zulässt und auch für Punkt 1 die Verantwortung trägt
4. Fans und mediales Umfeld die alles schön reden und fein mit der 2.Bundesliga sind
5. Ein Präsident der nur als Gerücht und lautlos herumschwirrt
6. Resourcen im Verein (z.B, R. Moniz) werden nicht effektiv genutzt
7. Fehlender unbändiger Leistungswille bei den Spielern
8. Scheinbar keine professionelle Leitungs.- und Leistungskultur in der Vereinsführung die u.a. zu Punkt 7 führt
9. … ach „klei mi an Mors“ und Tschüss

P.S.:
Mein Schwager der seines Zeichens „nur“ Inhaber einer A-Trainerlizenz ist versteht es auch nicht das
1. Standards wenig bis gar nicht geübt werden
2. die sehr „sanfte“ Art der „Belastungssteuerung“
3. wenig bis gar kein Training unter Wettkampfbedingungen stattfindet
Um das zu verstehen muss man wohl Fussballlehrer sein oder ?

Last edited 5 Monate zuvor by RolloWikinger
Bramfelder
5 Monate zuvor

Moin zusammen,

bevor wir lange diskutieren wer jetzt woran wieviel Schuld hat – lasst uns vorausschauen. Egal wieviel Mist man gebaut hat – die Vergangenheit ist nicht mehr zu korrigieren. Was falsch gemacht worden ist, ist falsch gemacht worden. So simpel ist das. Die einfache, aber komplexe Frage, ist: was wollen wir in der nächsten Saison mit welchen Mitteln erreichen? Dieses permanente „Wir wollen uns weiterentwickeln und wir schauen nur auf uns selbst“ ist ja schön und gut, aber was heißt das? Wann will der HSV wieder erstklassig sein? 2023? 2024? 2025? Mit welchen Budget will er das erreichen? Welches Spielkonzept verfolgt der HSV? Was passiert mit dem Unterbau? Wird die Entwicklung der U-Mannschaften mit der Profi-Mannschaft synchronisiert oder macht jeder das was er für richtig hält? Wie will man nach 4 Jahren 2. Liga einen Aufbruch erzielen? Wie will man die Fans und die Sponsoren mitnehmen und begeistern. Zu den Zielen zählt natürlich auch eine ehrliche Bestandsaufnahme. Sprich: was haben wir bisher erreicht? Was noch nicht? Und ganz am Ende sollten die Personalentscheidungen stehen. Jetzt Boldt, Mutzel und/oder Walter rausschmeißen, aber gleichzeitig keinen klaren Plan zu haben wäre der absolute Wahnsinn. Wer würde dann noch zum HSV kommen? Und dieser Plan darf nicht in der Schublade von Thomas Wüstefeld liegen. Er muss öffentlich werden.

Ehrlich Leute, ich betreue in der Distribution Hersteller die ähnliche Fragen stellen – nur in Bezug auf Ihre Produkte, Märkte und Kunden. Würden wir alle wie der HSV arbeiten und ähnlich rumschwurbeln wie Didi Beiersdorfer oder Tim Walter, dann würden wir nichts auf die Reihe bekommen. Zahlen, Daten und Fakten – die emotional präsentiert werden müssen. Wir reden und schreiben über das schönste Hobby der Welt, aber keiner braucht den Fußball wirklich. Also Emotion und Fakten. So schwer ist das alles nicht. Dann mal los.

Gruß,
Michael

Last edited 5 Monate zuvor by Bramfelder
abraeumer
5 Monate zuvor

Hallo Robert,

auch diesen Blog finde ich sehr interessant.

Du warst mit diesem Blog auf einem guten Weg, leider ist dein Fazit schlicht falsch.
Der HSV ist in Wirklichkeit ein Scherbenhaufen.
Du folgst zwei Mechanismen des Imperialisten und teilweise auch des Opportunisten, die insbesondere bei der Presse, den Verantwortlichen und den Fans des HSV ausgeprägt sind:

  1. Kultur der blinden Gefolgschaft
  2. Kultur der (Selbst-)Glorifizierung
Last edited 5 Monate zuvor by abraeumer
Kosinus
5 Monate zuvor

@Gravesen vom Nachbarblog:
Bis 30.04. hast du Zeit deinen widerlichen „Blog“ freiwillig einzustellen.

Daraufhin wird’s teuer, keine deiner Lügen, Beleidigungen, Diffamierungen und Hätzkampagnen gegen Leute aus diesem Blog wird ungesühnt bleiben. Keine einzige!

Versprochen – dein „Kotzminus“😀

PS: jemand scharrt schon wild mit den Hufen um u.a. rechtlich gegen dich vorzugehen. Die letzten Wochen ging es aber noch um „Absicherungen“

Ansonsten muss hier jeder für sich entscheiden, ob er kritisch-sachlich den HSV begleitet oder auf einen hereinfällt, der mit Putin/Lawrow-Populismus-Methoden („nur ich verkünde die Wahrheit“ usw.) agiert und Leute zusehends gegen diesen Blog hier aufhätzt.
Würde mich nicht wundern, wenn ein Scholle für seinen gratisdienst hier noch reale Drohungen erhält. Genau das ist seine Intention.

Das werden wir nicht zulassen.

Riesum
5 Monate zuvor

Da hier viel über den HSV-Arena Blog geschrieben wird, habe ich mir ein eigenes Bild gemacht. Da dieser Blog hier häufig als non-plus-ultra der kritischen Berichterstattung zum HSV gesehen wird, freute ich mich auf ein stilistisch und inhaltliches Feuerwerk der gut recherchierten HSV Kritik geschrieben von einem Vollblutjournalisten . Wie enttäuscht war ich, dass es gar nicht um den HSV sondern ausschließlich um Marcus Scholz und MoinVolkspark ging. Geschrieben in espritlosem Buchhalter Stil, inhaltlich geprägt von lahmen Wortspielen (TschüssVollspack, KSV, das kann jeder Grundschüler origineller), handzahmen „Beleidigungen“ und schwurbeligen Spekulationen um Scholles Einkommensquellen. Und der Autor ein untalentierter Hobby-Blogger, dessen Antrieb offensichtlich der Neid auf Scholles Akkreditierung als echter Journalist ist. Im Blog vom 11.04. erfuhr ich dann noch, dass Herr Gravesen sich freuen kann, weil der HSV regelmäßig verkackt. Das tun hier ja auch einige User. Bleibt die Frage, warum diese Journalie auf Schülerzeitungsniveau hier so viel Aufsehen erregt 🤔

Kai Lorenzen
5 Monate zuvor

Kann mit dem Blog wenig anfangen. Viel interessanter wäre doch mal die Gerüchteküche. Da ich davon ausgehe, dass man sich jetzt schon mit den Planungen für die nächste Saison auseinandersetzen muss, wäre das doch interessant. Ist der hochgelobte Vagnoman schon bei Erstligisten im Gespräch. Ich hoffe, dass es wirklich einen trotteligen Verein gibt, der für diesen maßlos überschätzten Spieler ein paar Millionen auf den Tisch legt. Des Weiteren bin ich auch froh, dass man mit Alidou nicht verlängert hat. Amen😂

Alex
5 Monate zuvor

Was macht eigentlich der Aufsichtsratsvorsitzende und Präsident des HSV in diesen schweren Zeiten?

comment image

DAZKE, Anika! 👋

Jörg Brettschneider
5 Monate zuvor

Kompliment für die Fleißarbeit!

In Bezug auf den HSV ist die Diagnose leider ganz einfach:
Die verkrusteten Vereinsstrukturen aus dem letzten Jahrtausend verhindern die Installierung einer guten Führung, die ihrerseits wiederum gute Trainer usw. verpflichten würde.

Dazu kommt der unsägliche Einfluss von Fangruppierungen, die moderne Strukturen verhindern.
Dazu fällt mir wieder dieser komische Horn ein (…fein mit der 2. Liga).

Viel mehr muss eigentlich gar nicht analysiert werden.

Alleine die Tatsache, dass man überhaupt überlegt, in der jetzigen Konstellation weiter zu machen, sagt schon alles aus.

Jörg Melzer
5 Monate zuvor

Seht ihr, wie schwer es ist, gegen eine Mannschaft zu spielen, die sich nur hinten reinstellt und nur einen einzigen Schuss aufs Tor abgibt? Die Bayern hatten auch kein Mittel und die sind nun ja wirklich eine ganz andere Liga. Nagelsmann scheint auch total überschätzt zu sein…DFB-Pokal raus in Runde 2. 0-5 gegen Gladbach. CL-Aus im Viertelfinale gegen Villarreal…Meister werden sie auch nur, weil Dortmund total unkonstant und Haaland zu oft verletzt ist. Die Bayern haben schon Trainer entlassen, die viel besser abgeschnitten haben. Bei Nagelsmann geht das ja nicht, weil sie ja immerhin 25 Mio. Ablöse bezahlt haben und ihn unbedingt wollten.
HSV-Bezug…Keiner. Dazu fällt mir immer noch nichts ein…

Last edited 5 Monate zuvor by Jörg Melzer
Kopite
5 Monate zuvor

.
Kein Wort über Boldt, der seinen Job der Tatsache verdankt, dass sein Vorgänger nach einer misslungenen Saison geschasst wurde… Besagter Boldt vergeigt nun schon die dritte Saison – ein Hattrick der Peinlichkeiten!
.
Bitte asap austauschen gegen Nico-Jan Hoogma oder Joris Mathijsen. Beide haben eine positive schwarz-weiß-blaue Vergangenheit und erfolgreich bewiesen, dass sie fähige Sportdirektoren sind.
.

Kosinus
5 Monate zuvor

Starker Blog, die Verbindung zum strategic management gefällt mir.

Für die Zukunft sollten wir hiervon lernen: Ein erneuter Totalumbruch ist zum Scheitern verurteilt und führt uns weiter abwärts.
Ich verstehe den Reflex einiger, aber wann hat er uns denn schonmal weitergebracht?

Ich erwarte von Boldt, dass er seinen Plan für die nächsten Jahren zahlenbasiert vorlegt. Wo will der HSV in 3 Jahren stehen, mit welchen Spielern, mit welchem Budget etc.
Was macht man künftig besser als alle anderen Zweitligisten?
Hierzu gehört auch, dass ein Trainer einen Plan B hat und nicht seine eine Taktik als den heiligen Gral der Trainerlehre betrachtet.

Boldt, Mutzel, Walter – überzeugt eure Anhänger für euren Plan, andernfalls bleibt der Volkspark leer.

Jürgen Linnenbrügger
5 Monate zuvor

Man kann sich dem HSV auch mal aus diesem Blickwinkel annähern, nur sollten auch die nötigen Rückschlüsse hieraus gezogen werden, aber an den Strukturen des HSV wird sich leider nichts ändern.
Was das Tagesgeschäft angeht, hat der HSV, in meinen Augen, keine intelligenten Transfers getätigt. Man hat Spieler verpflichtet die Ihren Zenit bereits überschritten haben, und nicht mehr entwicklungsfähig sind. (Schonlau,Heyer, Meffert, Glatzel). Man hat mit diesen Transfers die 2. Liga zementiert. Die Spieler Kittel, Leiboldt sind auch in einem Alter,wo die Leistungen eher schlechter als besser werden. Rohr wird sicherlich auch nicht mehr groß entwicklungsfähig sein.
Auch die hier teilweise hochgelobten Nachwuchsspieler sehe ich mit anderen Augen. Suhonen, Reis, Muheim, Vagnoman, David, Krahn etc. haben nicht die Klasse um den HSV kurzfristig auf ein besseres Niveau zu heben. Vuskowic muss auch seine Klasse noch nachhaltig unter Beweis stellen.Es ist z. Zt. nur 2. Liga.unter diesen Umständen ist die gezahlte Transfersumme viel zu hoch, das Geld hätte ich für einen kreativen Mitelfeldspieler/Außenstürmer angelegt,
Um den Kader signifikant zu verändern fehlen den HSV die finanziellen Mittel, und auch ein Scouting, was den Namen verdient.

Last edited 5 Monate zuvor by Jürgen Linnenbrügger
Fluegelzange
5 Monate zuvor

Bericht: HSV-Profis fühlen sich von Walter überfordert (mopo.de)

Wie die „SportBild“ nun schreibt, sollen einige Profis angesichts der von Walter geforderten Spielweise nun sogar in der Kabine darüber diskutieren, ob das mutige Spielen und Kombinieren aus der eigenen Hälfte hinaus immer die richtige Option sei. „Man sei eben nicht der FC Barcelona, sondern der HSV“, heißt es in dem Bericht.

Ja ne kommt gar nicht überraschend

Last edited 5 Monate zuvor by Fluegelzange
Nr.10
5 Monate zuvor

Und ich beschreibe die Probleme mit einem Satz: Es wurden immer und immer wieder Spieler mit zuwenig Qualität geholt.

Jörg Meyer
5 Monate zuvor

Puuuuuuuh, tolle Fleißarbeit an den Ersteller, aber:

– es geht um Fußball, da kann man normale Strukturen aus der Wirtschaft nur sehr bedingt übertragen.
Spieler als unsere Ware kann man vielleicht mit verderblicher Ware beim Börsenhandel vergleichen.

– was fehlt dem HSV tatsächlich?
+etwas für das die Marke HSV stehen soll
+Leute mit Sachverstand und Verbindungen zu Spielern und Verantwortlichen
+ein klares messbares Konzept
+ Zielvorgaben in angemessener Zeit und Erreichbarkeit
+Partner im Hamburger Umfeld die sich mit der Marke HSV identifizieren
+unabhängige kontrollorgane die Spieler, Trainer und Vorstand auf die Zielvorgaben hin kontrollieren

Zuletzt den Fans klar die Ausrichtung und Zielsetzung erklären und auf nicht messbare Floskeln wie
+Entwicklung
+bei sich zu bleiben
+sich von Ergebnissen zu lösen
verzichten. Wenn der Verein seine Mitglieder und Fans ernst und für voll nimmt, wird es auch erwidert werden.
Man sollte jeden Anhänger das Gefühl geben ein wichtiger und wertvoller Teil des neuen HSV werden zu können.

(Natüüüüüürlich wird dies mit unseren fanta 4 Boldt, Mutzel, Walter und Janßen nicht gelingen)

Aradia
5 Monate zuvor

 👧Moin…..

Es gibt nix neues beim HSV.
Der schlechteste Trainer aller Zeiten
darf weitermachen mit dem Kindergarten
Fussball und erwachsene Männer finden das gut.

Wie ein Trainer einen Verein ruiniert sieht man
grade bei Bayern.

Wir kennen das ja schon, mit der Auswahl von
Trainern der Vergangenheit.
Man weckte die Ruheständler auf um mit Kühnes
Schatztruhe, die Stütze zu verbessern.

Es gab Alternativen.
Aber man ignoriert oder verzockt sich bei den Verhandlungen
mit Trainern weil sie zu viel Eigenständigkeiten wollten.

Nun haben wir Einen, der das darf.
Er hatte wohl den treuen Hunde-Blick drauf.
Seine Spielweise ist für gelernte Fussballer ein Graus.
Rennen, rennen wie Langläufer.
Ob denen das Spass macht?

Die Ergebnisse sprechen für sich.
Wer erlöst unseren Trainer damit er wieder bei
seiner Familie sein darf.
Es wird Zeit zum Wechsel.

Polkateddy
5 Monate zuvor

Für mich ist es furchtbar, dass die Fans seit Ewigkeiten in mehrere Lager gespalten sind. So kann sich keine Kultur der Leistung entwickeln, wenn die Vorstellungen von ehrlichem Fussball, sämtliche Ebenen sind gemeint, so entsetzlich weit auseinander liegen. Zudem ist es immer krachend gescheitert, wenn Supporter oder Kühne die große Politik im Verein mitgestalten wollten. Die Lehre daraus war paradoxerweise stets, dass man noch mehr mitbestimmen wollte. Ich frage mich, ob man wirklich ganz unten angekommen ist, wenn man nach dieser Saison noch analysieren muss, ob man eine Entwicklung gesehen hat, der man gemeinsam folgen möchte. Puh, heftige Kost!

Last edited 5 Monate zuvor by Polkateddy
bahrenfelder
5 Monate zuvor

Bayern in der Championslig ausgeschieden.
Vielleicht sollte man mal vorsichtig bei Herrn Nagelsmann anfragen.

Übrigens, das ewig bessere Wissen über Trainingsmethoden geht einem langsam wirklich auf den Nerv. Alternativen nennen wäre hier angesagt. Meckern kann jedes Kleinkind und so kommt es mir hier langsam vor.
Kritisieren ohne Alternative ist NULL.

Neuer Trainer, Trainingsmethoden nennen, dass wäre eine Kritik ansonsten nur ….. ich lass es lieber bevor ich mich über diesen Mumpitz weiter aufrege.

Schönen Abend noch ihr Kritiker und fühlt euch wohl in euer Blase.

RolloWikinger
5 Monate zuvor

Alles drin…
Führung in turbulenten Zeiten… Hä 🤔??… was kennt denn Hr. Jansen davon ?
Worklifebalance ? Bei ihm nur Lifebalance !!
Und zur Krönung das einzige wovon er Ahnung hat…. Intimgeruch

ohne.r!es!KO
5 Monate zuvor

Ich hoffe, die Verantwortlichen lesen hier mit und holen sich zukünftig die ausgewiesene Expertise mit ein 😉
Grundsätzlich liest man hier auch die unterschiedlichsten Ansätze und ich komme zu dem Ergebnis: Man kann es keinem recht machen. Egal in welche Richtung das Pendel ausschlägt, eigentlich immer falsch und sofort mit Gegenargumenten torpediert. Ich bin sowohl beruflich als auch geografisch so weit vom HSV weg, dass ich mit Forderungen mich zurückhalte. Zudem bin ich auch kein Fußball-Experte, dass ich es mir anmaßen würde, wie TW zu spielen hat, damit das am Saisonende zum Aufstieg reicht. Könnte auch sein, dass hier User ehemalige Bundesliga-Trainer sind? Dann denke ich lieber an den alten Waldemar Hartmann mit seinem Sport-Club und Motto: Ich red‘ nur drüber 😉 So nimmt man trotz ernsthafter Lage wohl etwas Druck aus dem Kessel.
Ich bin auch kein Freund davon, nach der Saison zum x-ten Male alle Steine umzudrehen. Wie oft wurde am Patienten HSV Diagnosen getroffen, die wenig Erfolg hatten. Stichwort: Umbruch.
Auch wenn ich mich ungern wiederholen möchte, jedoch bin ich davon überzeugt, dass man Erfolg nicht einfach einkaufen kann und nachhaltig erhält. Der Fußball hat sich verändert und Spieler, die hier zukünftig als Transfer gefordert werden, sind doch beim nächstbesseren Angebot weg. Es wird also weiterhin Zeit benötigen, um den HSV erstligareif aufzustellen. Das erfordert von den Fans Geduld und Augenmaß. Die Fehler der letzten Jahrzehnte sind doch nicht einfach in dieser kurzen Zeit auszubügeln?! Weder wirtschaftlich noch im Personalbereich. Der HSV hat die letzten Jahre nahezu immer um den Abstieg „gebettelt“ und konnte sich schon nicht erstligatauglich aufstellen. Intern kann ich mir nicht vorstellen, dass das unbeachtet geblieben wäre. Hier könnte doch Scholle etwas mehr Informationen liefern.
Mitunter erinnert mich die Entwicklung an die des FCN, auch so ein Schiff in unruhigem Fahrwasser. Daher bin ich schon mal nervenfester;-) und bleibe es auch für die nächste Saison… – NUR DER HSV

St.Ade
5 Monate zuvor

„In der Forschung des strategischen Managements wurden vier Pfade des Scheiterns beschrieben.“
Ohne auf den Inhalt einzugehen, scheint mir hier ein Intellektueller sich mal präsentieren zu wollen. Vieles ist sicherlich richtig. Die Art und Weise scheint mir in einem Fußball-Blog allerdings fragwürdig zu sein.

AD1979
5 Monate zuvor

Angesichts der negativen Entwicklungen der letzten Wochen, die vor allem gezeigt haben, wie wenig insbesondere der Trainer zuzusetzen hat, ist es, sagen wir mal „mutig“, diesen Beitrag jetzt noch zu bringen.

Scorpion
5 Monate zuvor

Eine Fleißarbeit, die aber die sehr speziellen Gegebenheite eines Fußallunternehmens zu wenig im Fokus hat.

Das Fußballbusiness ist gänzlich anders und eben nicht mit gängigen Wirtschaftstheorien erfolgreich zu gestalten.
Das zeigen die vielen, in ihren Bereichen erfolgreichen Wirtschaftsbosse, die direkt oder indirekt die Geschicke eines Vereins leiten wollten und abendfüllend gescheitert sind.

Das Einbeziehen oder Überwinden von teils verkrusteten Vereinsstrukturen aus dem vorigen Jahrtausend (manchmal denkt man auch die dort handelnden Personen stammen auch aus dieser Zeit), der Druck von teils emotional (über) reagierenden Fangruppierungen, die Nähe zu sensationslüsternen und sich selbst überschätzenden Journalisten und nicht zuletzt, aber umso wichtiger, die kurzfristige Überarbeitung des Businessplans je nachdem ob der/die Bällee in oder nebendas Tor gehen, sind die täglichen Hersuforderungen, die so in keinem wirtschaftswissenschaftlichen Seminar gelehrt wird.

Dazu eine Personalpolitik, die sich an den Zielen und Wünschen für die nächsten Jahre ausrichtet, ohne zu wissen, ob diese erreicht werden und – wesentlich – ohne die Möglichkeit, die Investitionen in Personal (Spieler und Trainer) kurzfristig anzupassen, wenn diese nicht erreicht werden. Im schlimmsten Fall belasten Abfindungen den finanziellen Spielraum für die nächste Saison.

Von daher sind meiner Meinung nach, gesamtwirtschaftliche/unternehmerische Lösungsansätze auf das Fußballbusiness nur sehr begrenzt anwendbar.

Dass man beim HSV alles was man nur falsch machen konnte auch falsch gemacht hat, zeigt zumindest eine, wenn auch erschreckende Konstanz.

Wobei ich keinem der Protagonisten unterstelle, es nicht versucht zu haben.
Aber beim HSVscheint hinter jeder Ecke ein Problem zu lauern, welches nur mit dem Austasuch der jeweiligen Person zu lösen ist.
Leider sind diese Personen in der absoluten Mehrheit und halten in ihrer Unfähigkeit und Einfältigkeit wie Pattex zusammen.

Besserung nicht in Sicht.

Jörg Meyer
5 Monate zuvor

Das Bayern CL Spiel gestern Abend hat doch eins ganz deutlich gezeigt, nicht der bessere gewinnt am Ende. Es gewinnt derjenige, der mehr Tore schießt!
Was mich zur Überleitung auf den HSV bringt.
Wenn wir mal annehmen das wir fast immer die besseren Spieler auf dem Platz haben, sind die Ergebnisse einfach zu schlecht.
Warum spielen wir selbst nicht mal so defensiv? Ich sehe da durchaus positive Dinge die uns da zugute kommen würden.
Wir haben schnelle offensive Kräfte wie zb Jatta. So würden sie den freien Raum bekommen und können ihre Schnelligkeit ausspielen.
Unsere Abwehr ist wie am Wochenende wieder gesehen oft ohne Ball langsamer als der Angreifer mit Ball.
Stehen wir tief kommt die Technik zum tragen und wir kassieren keine einfachen Gegentore.
Ich weiß was kommt, so kann der HSV nicht spielen, man erwartet das wir das Spiel machen.
Schön , aber in der realen Welt sieht das leider immer öfters sehr kläglich aus. Ein stumpfes anrennen bei wenig bis gar keiner Torgefahr. Über 90 Minuten sollten dann mit Sicherheit Möglichkeiten zu schnellen Kontern entstehen, bei denen wir unsere Schnelligkeit und Technik ausspielen können.
Für mich wäre es definitiv Wert diesen Plan B einmal zu testen.
Natürlich ist das genau das Gegenteil von dem was TW spielen lässt und daher wird es wohl niemals auch nur getestet werden. Aber wie gestern Abend gesehen und so oft gegen den HSV ist es sehr effektiv und schont Kräfte.

Negan
5 Monate zuvor

@Alex:

wie immer gut recherchiert, zusammen gefasst und Top Kommentar 👍👌

Für mich hinkt der Vergleich jedoch ein wenig.

Felix Magath muss nicht langfristig denken, sich nicht im Team und im Verein strategisch verhalten. Er hat nur einen Auftrag, und wenn er diesen erfüllt, gibt es Kohle. Denke ich. Er muss auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen, kann alle Register ziehen. Und wenn er Nachts drei Mal trainieren lässt. Jedes Mittel ist recht Unfälle er wird dementsprechend von Bobic lange Leine haben.

Da fällt mir ein: am 30. April bin ich in Bielefeld gegen Hertha 👌

Trotzdem gebe ich dir Recht, ich war diese Saison auch 3 x beim Training, die einfachsten Dinge werden nicht ausreichend trainiert, bzw. penetriert.

Einzeltraining
Flanken
Abschlüsse in Drucksituationen
Technik
Individual im Allgemeinen #monizrockt

Bubu
5 Monate zuvor

Good mooooorning @ all.

Auch diese Saison wird zu Ende gehn, was dann geschieht, man wird sehn.

Alle Verantwortlichen sollen dann zusammenfinden, schonungslose Analysen folgen, und dann ein neues Konzept, wie lange wird man sich noch an diese Klopperliga binden?

Ist die Saison noch so verfahr´n, schmiedet man in der Teppichetage einen neuen oder schon mal da gewesenen Plan.

Alles neu macht jedenfalls der Mai, dann haben der Trainer und die Profis auch endlich einmal frei!

Der Trainer + Verpflichter vielleicht auch n´büschen länger… :mrgreen:

Fraglich ob man den Trainer als neue Konstante mit in die neue Spielzeit nimmt, oder die gesamt – sportliche Desaster – Führung mal auf kompetente Linie bringt und austrimmt?

Darüber wird man in Ruhe im Kontrollgremium sprechen, nichts voreilig oder ohne Überlegung oder Abfindung übers werte Knie brechen!

Schonungslose Aufklärung man jetzt schon dem Umfeld nach der Spielzeit garantiert, noch ist man ja im „Rennen“ und nicht völlig abgeschmiert.

Im Pokal, ja, da könnte man vielleicht noch was erreichen, maroder Hoffnungsschimmer, man möchte ja noch zukünftige Geldgeber (??) erweichen.

Großen Worten sollen sich noch größere Taten anschließen, manch Schweißperle oder Träne wird dann fließen.

Alles stöhnt, jammert und betet nach einem neuen bahn- und umbrechenden Plan, hat man ihn, dann lassen in der Beletage alle erleichtert den Einen oder Anderen mal fah.. äh… 😉

Dagegen hilft auf jeden Fall ein erfrischender Duft im intimen Bereich, ob Fichtennadel oder Laubwäldchen Kreation, egal, es macht auch den Konsequentesten am Ende weich.

Die Mannschaft übt schon ein Saison – Abschluss – Versöhnungsständschen, alle haben sich dann irre lieb und halten sich an den Händschen.

„Wir für uns und ihr für uns, kommt alle und seid nun froh, es ist noch viel möglich und… so…“ 🙂

Bleibt alle gesund…!

Goczol
5 Monate zuvor

„Kleine Rechnerei zum Aufheiterten „
90 . Minute Rostock:HSV 0:1🙈
Schlußpfiff in den Stadien
S 04 – 59 Punkte
D 98 – 57 Punkte
SV W – 60 Punkte
ST P – 60 Punkte
HSV-60 Punkte wenn sie alles gewinnen , Platz 1 schießt Rostock ein Tor in der Nachspielzeit, Platz 4
Die direkten Duelle habe Unentschieden gewertet. 🙈

Ralf Gleitsmann
5 Monate zuvor

Sicher sehr interessante Ausführungen, welche uns heute nicht voran bringen. Auch ich habe 2014 auf der MV für die Ausgliederung gestimmt , in der Hoffnung , dass jetzt kluge Köpfe beim HSV etwas aufbauen. Vielmehr scheint es mir so zu sein, dass in dem Umfeld Hamburg ein längerfristiges und kontinuierliches Arbeiten durch hohe Erwartungen in und um HSV sowie die unterschiedlichsten Befindlichkeiten aller möglichen Personen nicht möglich sind . Ein Freiburg kann es in Hamburg nicht geben da zu laut ,zu bunt und zu groß. Wie das mal anders werden kann, ich weiß es nicht und es lässt mich nun schon viele Jahre ratlos zurück. Trotzdem allen noch einen schönen Abend.

RummsBumms
5 Monate zuvor

Der Blog ist ja vergleichbar mit „trainingsfrei“.

Olaf Hunger
5 Monate zuvor

Ein sehr guter und auch zum nachdenken anregender Artikel. Wirklich sehr gut. Danke dafür

Kosinus
5 Monate zuvor

Morgen geht es von Hessen aus nach Barcelona, über Dublin hinzus und Malle rückzus 🤭 Zugegeben kein Trip, der Greta gefallen würde. How dare you?!

Da mir der HSV die Dosis Europopokal nicht mehr geben kann, hol ich mir die von Zeit zu Zeit bei der Eintracht ab.

Highlight war das Spiel in Chelsea.

Hoffe irgendwann können wir auch als HSVer mal wieder international reisen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Last edited 5 Monate zuvor by Kosinus
Rautenhopper
5 Monate zuvor

Spannender Beitrag, welches vieles richtig beschrieben hat, aber ich finde ein wesentlicher Punkt muss man bei diesem Thema nicht ausser acht lassen und zwar der Umbruch vom Umbruch zum Umbruch. In der Wirtschaftssprach Reorganisation. Beim HSV wurde in den letzten Jahren sobald Ziele verfehlt wurden, und zum Teil heftig, die Hütte wieder eingerissen und man versuchte mit neuem Personal sei es der Trainer, Vorstand oder wer auch immer einen neuen und zu gleich so starken HSV wie früher aufzubauen. Die Idee war die Gleiche aber die Herangehensweise eine andere. Es kamen immer andere Trainer mit anderen Philosophien und am Ende gab es einen bunt Zusammengewürfelten Kader, der nicht zusammen passte. Die Entscheider haben es nie geschafft einen sauberen Cut durchzuführen. Besser gesagt sie hatten nicht den Mut dafür, wie das Beispiel Titz aufzeigt. Becker und Hofmann wollten ihn eigentlich nicht, aber weil er für eine Euphorie sorgte traute man sich nicht ihn wieder in die zweite Reihe zurückzuversetzen. Nein, man suchte den nächst besten Zeitpunkt ihn zu feuern. Anstatt sich wirklich zu überlegen für was der HSV stehen sollte, hat man wieder Trainer geholt und ihnen versucht den best möglichen Kader zu geben. Nur mal die zweit Liga Trainer mit Titz, Wolf, Hecking, Thioune und jetzt Walter. Meist unterschiedliche Trainer, die auf andere Spielertypen setzen und dadurch das Mannschaftsgefüge wieder sich neu finden muss. Der jeweilige Trainer ist immer gekommen, um eine neue Spielidee zu etablieren anstatt die Mannschaft punktuell zu verändern und zu verbessern, ist es immer wieder wir fangen bei Null an.

Aufgrund dieser jeweiligen Neuanfangs verlieren wir im Eiltempo den Anschluss an die Bundesligaclubs. Es ist aber auch noch schlimmer die Konkurrenz schliesst immer mehr zum HSV auf und ist aktuell daran den HSV zu überholen. Ich möchte nicht jetzt die Kontinuität-Karte spielen, vorallem nicht auf der Trainerposition, weil dort finde ich sind wir auch zu altmodisch. Der Trainerberuf ist nicht mehr: ich unterschreibe bei einem Club mit der Hoffnung ich bleibe ewigs, sondern sie wollen sich auch entwickeln und neue höhere Aufgaben angehen. Ein Walter hat es nach Kiel ja auch schon gezeigt. Es muss in Zukunft eine Richtung geben und danach müssen die Leute ausgesucht werden. Ich habe bei der jetztigen Konstellation meine Zweifel, dass es wirklich nachdem geht und möchte es an zwei Personalentscheidungen festhalten. Zum einten bei Ferro von Hecking degradiert und unter Thioune nicht gesetzt und mit Ulreich einen Torhüter von einem grossen Club geholt. Vor der Saison ausschau gehalten nach einer neuen „Nummer 2“ und als er zu Beginn von der neuen Saison gut gehalten hat, wurde der günstige Johansson geholt, der aus meiner Sicht auch nicht zu Walter passt. Hätte es in der Zeit unter Thioune, ein ernstes Angebot für Ferro gegeben, wäre er heute nicht mehr da.

Das andere Beispiel Hofmann vom KSC , der wahrscheinlich zu Bochum geht. Wie lange hat Boldt an ihm gebaggert und wollte ihn verpflichten. Es kam Wzlter und er sagte: nein, der nicht. Ich finde Hofmann einen guten Stürmer, aber wäre Kreuzer dazumals nicht so stur geblieben, hätten wir in einen Stürmer im Kader mit dem der Trainer nichts anfangen kann.

Noch ein Wort zu diesem Kühne-Sommer vor ein paar Jahren. Ja, es wurde viel Geld verballert und ja es waren Flops dabei. Aber es wurden mit Kostic, Hahn und auch Waldschmidt Spieler geholt, die ihre Bundesliga-Tauglichkeit bewiesen, aber nicht beim HSV. So wie ich auch gehört habe, wäre eine Verpflichtung von Sissoko und Zakaria möglich gewesen. Also Kohle und die Spieler wären da gewesen man hatte einfach nicht die gleiche Sprache gesprochen.

alles hat seine zeit
5 Monate zuvor

Der Lebenszyklus der Marke HSV befindet sich seit Jahren in der Degeneration.
Gekennzeichnet durch der Verlust von Marktanteilen und sinkenden Gewinnen.
Produktrelaunches zünden nicht.
was nun ?

Ederraute
5 Monate zuvor

HSV hat schon einen XL-Kader für die neue Saison in der 2. Liga | MOPO

Wenigstens die Propagandamaschinerie läuft noch. Von jeher schon ein Merkmal zusammenbrechender, von innen verfaulter Systeme….
#Entwicklung
#Kontiniutät

RolloWikinger
5 Monate zuvor

Gelöscht

Last edited 5 Monate zuvor by RolloWikinger
FRANZ HOELSCHER
5 Monate zuvor

Dieser KICKER Artikel ist fast eins zu eins auf unseren HSV anzuwenden – nur auf einer anderen Ebene :
https://www.kicker.de/dieser-kader-schreit-nach-neuen-kraeften-897997/artikel

…. und das sogar ohne BMW !

Michael Kühnke
5 Monate zuvor

Eigentlich sind die Kommentare in diesem Blog in Tendenz und Tonalität nur graduell düsterer als die des FC Bayern – Forums vor und nach dem gestrigen Spiel.

HeinSeinVerein
5 Monate zuvor

Finde ich gut, dass Robert Hoyzer hier mal schreibt. 🙂

Frank Müller
5 Monate zuvor

HSV VERSINKT IN BEDEUTUNGSLOSIGKEIT
eigentlich ALLES erfolglos…..:
falscher /unzureichender Kader
äußerst mangelhafte transfers
system/trainer paßt nicht zu den spielern
„philosophie“ des VV…nachwuchs/entwicklung gescheitert; entwicklung= 0; team unreif

schreit nach völligem UMBRUCH; führung und spieler.
bitte jetzt nichts zu kontinuität.
versager sind versager und gehören nicht weiterverpflichtet.

eine neuaufstellung scheint folgerichtig, müßte auch den entscheidern oben klar sein.
NUR….
ich traue es niemandem zu.
es würde einer durchgehenden planung bedürfen, sowohl personell als auch strukturell,
von der spielidee her, usw.
Mützefeld war/ist ein kleiner hoffnungsschimmer….aber allein auf weiter flur.
es wird alles so bleiben.
heißt: wir spielen mit Muheim und Rohr remis gg Sandhausen und kriegen von Titz
0: 3 einen übergebraten.
das entspricht aber nicht so ganz dem standort Hamburg.

3-4-3
5 Monate zuvor

Imperialist, Opportunist, Politisierter oder Nachzügler, man mag sie nennen wie man will.. Das Problem beim HSV ist das zu viele dumme Leute ohne Rückgrat im und um den Verein herum sind und die sind auch noch fleißig!