Walter will in Leipzig offensiv auftreten – fällt Glatzel aus?

by | 17.10.22 | 438 comments

Ob sich der HSV in eine „Mini-Krise“ spielen wird, wollten die Kollegen der BILD heute wissen. Nach der bislang höchsten Derby-Niederlage und vor dem Spiel beim Pokalsieger RB Leipzig darf man auch mit zwei Niederlagen in Folge rechnen, ohne als Schwarzmaler zu gelten. Aber: Man muss so nicht rechnen. Vor allem muss man das nicht zu einer Krise hochstilisieren. Ebenso wenig wie man vorher die Tabellenführung zur sicheren Meisterschaft machen durfte – und beim HSV auch nie gemacht hat. Nein, es ist alles im Rahmen und alles kann – nichts muss passieren. „Es gibt im Fußball immer ein Auf und Ab. Wir gehen unseren Weg weiter, lassen uns jetzt nicht von zwei Spielen und deren Beurteilung von außen beeinträchtigen. Wir bleiben bei uns“, sagte Trainer Tim Walter in gewohnter Manier und wie zuletzt auch betont kämpferisch. „Wir lassen uns von einer Niederlage jetzt nicht umwerfen und malen deshalb nicht alles schwarz. Widrigkeiten gehören im Fußball einfach dazu.“

Leider scheint heute eine ganz entscheidende Widrigkeit dazugekommen zu sein, denn Torjäger Robert Glatzel brach das Training heute vorzeitig ab, weil seine alten Rückenprobleme offenbar wieder aufgetreten sind. Sein Einsatz in Leipzig ist damit allemal gefährdet. Und wie unser Jonathan beim Training heute (leider ohne Video, weil wieder auf dem nicht einsehbaren Platz trainiert wurde) erfuhr, hat sich auch Glatzel selbst nach dem Training eher pessimistisch zu seinen Einsatzchancen geäußert. Sein Ausfall wäre eine Schwächung – aber lieber im Pokal Pause als in der Liga ausfallen. Behaupte ich.

Glatzel bricht Training ab – fällt er aus?

Das allerdings auch aus taktischer Sicht. Denn wie schon im Derby nach der Roten Karte würde ich auch in Leipzig einen schnellen Mittelstürmer inklusive schnellen Außenbahnspielern als durchaus funktional erachten. Denn im Pokal in Leipzig darf man davon ausgehen, dass der Gastgeber etwas mehr Spielanteile haben wird als der HSV. Oder anders formuliert: So realistisch muss man sein. Und genau deshalb bedarf es meiner Meinung nach der Option eines richtig schnellen Sprinters, der mit seinem Tempo im Sturmzentrum auch bei Kontern gefährlich ist. So, wie es ein Königsdörffer sein könnte. Und dass Königsdörffer in Leipzig beginnt, erscheint durch die neue Situation bei Glatzel recht wahrscheinlich. Trotz des schwachen Auftrittes im Stadtderby. Zumal mit Laszlo Benes ein weiterer Spieler aus der letzten Startelf auszufallen scheint.

Ich weiß, dass hier viele den Pokal als genauso wichtig erachten wie die Liga. Ich gehöre ehrlicherweise nicht dazu. Nicht in der aktuellen Situation des HSV, in der ich alles – wirklich alles – dem Ziel Wiederaufstieg unterordnen würde. Dass ich den Pokal trotzdem ernst nehme, selbstredend! Auch morgen in Leipzig würde ich zusehen, die beste Mannschaft auf den Platz zu bekommen. Allerdings hier und da auch mit gesundem Blick auf die Liga. Wie bei Sebastian Schonlau, der heute für zwei Spiele vom Sportgericht gesperrt wurde. Denn obwohl der bei mir absolut gesetzte Stammspieler im DFB-Pokal spielen dürfte, würde ich ihn in Leipzig draußen lassen.

Ich würde Jonas David spielen lassen. So, wie es auch Trainer Tim Walter angekündigt hat. Wobei bei Walter nicht klar ist, an wessen Stelle David in der Abwehr beginnen wird. Anstelle Schonlaus? Oder neben Schonlau? Vielleicht als einer von dreien in der Dreierkette David/Schonlau/Vuskovic? Egal wie, David MUSS meiner Meinung nach spielen, um ihm die Spielpraxis fürs Wochenende gegen Magdeburg und danach in Paderborn zu geben. Denn die Liga bzw. der Aufstieg in die Bundesliga muss (auch aus wirtschaftlicher) aus sportlicher Sicht Priorität haben. Dafür ist es auch wichtig, Spieler „zu aktivieren“, die wichtiger werden.

Trainer Walter bläst zur Offensive in Leipzig

Ansonsten würde ich weiter die Mannschaft spielen lassen, von der ich als Trainer überzeugt bin. Und ich glaube, das wird Walter auch so handhaben. „Wir sind der absolute Underdog. RB Leipzig spielt in der Champions League und ist amtierender Pokalsieger. Wir wissen um die Qualität, die diese Mannschaft hat.  Der HSV-Trainer dürfte seiner grundsätzlich offensiven Ausrichtung treu bleiben. „Wir werden unsere Chance suchen und von unserer DNA nicht abweichen. Wir wollen unser Gesicht zeigen. Wir wollen zeigen, wofür der HSV steht: Mut, Wille und Geschlossenheit. Daher freuen wir uns auf dieses Spiel“, so der Trainer des zweifellosen Außenseiters.

Ich mich auch! Und ich werde mich danach wie immer mit der Einzelkritik und dem Blitzfazit bei Euch melden. Hoffentlich mit einer erfreulicheren als nach dem Stadtderby. Vor allem aber hoffe ich, dass ein Robert Glatzel wieder gesund wird/bleibt. Denn in der Liga, in der der HSV in aller Regel der Favorit und daher auch die spielbestimmende Mannschaft ist, hat der HSV keine echte Alternative zu dem Angreifer. Außer vielleicht in Unterzahl… Und im Ernst: Bis morgen! 

Scholle

P.S.: Auch ich war enttäuscht vom HSV-Auftritt beim FC St. Pauli, weil ich im Gegensatz zu meiner Beobachtung vorher leider nichts von der richtigen Einstellung zum Derby gesehen habe. Die Rote Karte tat sein Übriges und am Ende stand ein extrem bitteres 0:3. ABER: Wenn ich höre und lese, wie sich einige Ultras aufspielen und in der Spitze der Niveaulosigkeit sogar Spieler und andere HSV-Offizielle bespucken, dann muss ich kotzen. Bei aller Liebe zum fanatischen Anfeuern, bei allem Respekt vor der fantastischen Unterstützung der Ultras für den HSV in den letzten, für die Fans absolut nicht leichten Jahren, haben sie nicht das Recht, sich so zu benehmen. Im Gegenteil: Diese kleine Gruppe von „Fans“, sie sind für mich die echten Verlierer des Derbys.

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Darmzotte
3 Monate zuvor

100% Zustimmung für dein Postskriptum.

Aber dieser fehlende Abstand zum Verein lässt sich auch hier beobachten, wo eine gesunde, kritische Distanz in vielen Fällen fehlt und der Verein einziger Lebensinhalt ist.

Jörg Brettschneider
3 Monate zuvor

„Wir werden unsere Chance suchen und von unserer DNA nicht abweichen. Wir wollen unser Gesicht zeigen. Wir wollen zeigen, wofür Darmstadt 98 steht: Mut, Wille und Geschlossenheit. Daher freuen wir uns auf dieses Spiel“, so Lieberknecht.

So würde der Satz viel besser passen!

Wann hat der HSV zum letzten Mal klar und deutlich gewonnen?
Wann hatte er zuletzt den Willen, auch das zweite, dritte und vierte Tor zu machen?

In Wirklichkeit hat der HSV schon einige Punkte liegen gelassen. Auch bei den Siegen war teilweise Glück im Spiel. Mindestens gegen Rostock, Darmstadt, Kaiserslautern und St. Pauli stand die Walter-Truppe nicht für Mut, Wille usw. Ein Drittel der bisherigen Saison.

Ich würde schon sagen, der HSV braucht eine Trendwende. Vor allem in Sachen Wille, Biss und Mut!
Das haben die Spiele gegen Lautern und St. Pauli deutlichst bewiesen.

Quergeschiebe meets Ineffektivität meets Zweikampfschwäche meets Tempodefizit in der Zentrale.

Paderborn hat mit seinem Low-Budget-Kader schon deutlich mehr Tore erzielt. Auch deshalb, weil sie es mehr wollen. Und mehr Biss an den Tag legen.
Bei Darmstadt und Paderborn will auch keiner „das Ding ziehen“ und meint damit das Trikot des Gegners bei eigenem Schneckentempo.

Ja, die Saison ist noch nicht alt. Aber auch nicht mehr so jung, dass die Defizite des HSV, die das Potenzial haben, den Aufstieg zu kosten, noch nicht klar erkennbar sind.

Walter wandert weiter auf einem schmalen Grat. Mal sehen, ob er noch den Aufstiegspfad findet.

Flotti McFlott
3 Monate zuvor

comment image

Das kann wohl nicht Waltersens Ernst sein? Offensiv gegen Leipzig? Mit einer Abwehr aus Schleich- und Wackelfüßen?

Also wenn schon abschenken, dann konsequent und gar nicht erst hinfahren … 🤦🏾‍♂️

Scorpion
3 Monate zuvor

Der „WalterBall“ spiegelt sich in seiner Eintönigkeit und Hilflosigkeit in den Statements des Trainers wieder.

Wir bleiben bei uns, wir können weh tun, wir wollen unser Gesicht zeigen, wir wollen zeigen, wofür der HSV steht…

Laber laber laber. Hinzu kommt das von der Medienbteilung geschulte „sympathische“ Lächeln.

Wem´s reicht.

Flotti McFlott
3 Monate zuvor

Prinz Valium tut Prinz Valium Dinge … gut das Waltersen Ambrosius vergrault hat. 🤦🏾‍♂️

Blumi64
3 Monate zuvor

Seit der ersten Halbzeit gegen Kaiserslautern kein Tor mehr geschossen aber bis jetzt 7 Tore gefangen.
Wer stoppt Walter endlich?

Rotkaeppchen1966
3 Monate zuvor

Ich glaube nicht, dass sich Darmstadt oder Heidenheim bei ersatzgeschwächten Leipzigern 4 oder womöglich 5:0 schlagen lassen würden.
Immerhin: Jetzt weiß auch der letzte, dass es im Fußball in erster Linie auf Kompaktheit ankommt und nicht auf Ballbesitz – ich habe Zweifel, ob Walter das begreift.
Und noch größere Zweifel, ob Boldt dem HSV Spieler holen kann, die das zu spielerische Gebilde stabilisieren.

Rotkaeppchen1966
3 Monate zuvor

Henrik Jakobs im Abendblatt: Überschrift: HSV kassiert nächste Schmach.
Fazit: Trainer Walter konnte trotzdem stolz auf die Leistung seiner Mannschaft sein.
Ein weiteres Beispiel für Hamburger Qualitätsjournalismus.
Die Hamburger Journaille und der HSV haben doch so einiges gemeinsam:
Für ganz oben reicht es wohl nicht.
Die verlieren 0:4 und die Presse faselt was von Stolz – in Hamburg hat das Scheitern wirklich jeden Schrecken verloren.
Abendblatt und Mopo liefern sich wirklich ein bemerkenswertes Rennen um das größte Schmierblatt im Norden.

Kuchi
3 Monate zuvor

Offensiv gegen Leipzig? Dafür haben wir viel zu viel lahme Enten im Spiel.
Mein Tipp: 5:0 für Leipzig, wenn das man reicht.

Horst Wegner
3 Monate zuvor

‚Wir werden unsere Chance suchen und von unserer DNA nicht abweichen.‘, so der Trainer. Merkt denn niemand, dass die HSV-DNA auf einem Gendefekt beruht?

Jörg Brettschneider
3 Monate zuvor

Zum Spiel heute Abend:

Wir können sicher nicht erwarten, dass der HSV Leipzig aus dem Pokal wirft. Das wäre vermessen.

Wir können aber erwarten, dass eventuelle Gegentore nicht deshalb fallen, weil der HSV glaubt, die schnellen RB-Spieler hinten ausspielen zu können (so wie beim Pokal-Spiel gegen Freiburg).
Es wäre nicht akzeptabel, wenn der HSV Tore herschenken würde, weil Walter an seinem System klebt und so RB ohne Not Tür und Tor öffnet.

Viel mehr erwarte ich gar nicht. Aber auch nicht weniger.

Rotkaeppchen1966
3 Monate zuvor

Schade, nach guter Anfangs-Halbe-Stunde lassen sie sich zweimal veräppeln.
Die Deckung ist bei weitem nicht so stark, wie es den Anschein hat. Im 1:1 hoffnungslos unterlegen.
Und natürlich die typische Dummheit des HSV sich von dem überraschen lassen, was man von Leipzig erwarten konnte.
War bisher ein ansprechender Auftritt – aber jetzt geht es wohl dahin.

Flotti McFlott
3 Monate zuvor

Wer Ambrosius verjagt und Zitterfuß David behält, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.☝🏼

Polkateddy
3 Monate zuvor

Altes Problem, neue Verpackung. Wir haben einfach zuwenig klare Torgelegenheiten. Die Gegner erhöhen 4-5 mal das Tempo und spielen sauber und wir zerbröseln hinten.
Ergo: Ballbesitz ist in dieser Form sinnlos.

Calimero
3 Monate zuvor

Und jetzt alle…..

Wir holen den DFB-Pokal und wir werden Deutscher Meister (2.Liga)….😂

Blogfan
3 Monate zuvor

Ja nee is klar, Boldt will, dass mit Walter verlängert wird und gleich
danach sein Vertrag ebenso !!
Die nächste AR Sitzung wird es schon machen…..

Was für ein „Schmierentheater“

Calimero
3 Monate zuvor

Schade, der bockstarke David bleibt drin. 😂

Jörg Brettschneider
3 Monate zuvor

Der HSV verkauft sich viel zu billig!

Gefällige zwanzig Minuten sind nicht ausreichend. Hoffentlich sehen jetzt alle, dass man so in der Bundesliga nicht spielen kann. Selbst in guten Phasen ist das brotlos. Das Risiko ist deutlich zu hoch, die Chance viel zu klein.

So geht es nicht, Herr Walter!

Einfach so weitermachen, ist wider jegliche Vernunft.

Nur…wer soll das beim HSV begreifen…? Jansen sicher nicht.

YNWA
3 Monate zuvor

Die Einzig interessante Frage ist nur – wie lange wir diesen Spuk noch ertragen müssen.

Mit Jansen, Boldt, Walter und dem AR geht es niemals nach oben. In Liga 1 wären wir zudem auch vollkommen falsch mit diesem, mit zig verbrannten Millionen, fehlgeplanten Wurst-Kader!

Dieser Kader kann gegen stärkere Gegner niemals diesen schnellen Spielansatz umsetzen. Das geht nicht mit langsamen Spielern und somit wird Walter noch öfter so konsterniert durch die Gegend glotzen, wie eben gerade in der Kameraeinstellung.

Rotkaeppchen1966
3 Monate zuvor

Letztendlich klare Niederlage gegen ein Team, das sich in der Bundesliga bisher weit unter Wert geschlagen hat.
Was wohl gewesen wäre, wenn Nkunku und Werner noch mit gespielt hätten – lieber nicht drüber nachdenken.
Keine Ahnung, ob man Schlüsse ziehen kann gegen einen letztendlich übermächtigen Gegner – für die zweite Liga sicherlich nicht – und Trainer und Team sollten sich über das heutige Spiel keinen großen Kopf machen.
In der Bundesliga würde es für dieses Team wohl sehr schwierig, konkurrenzfähig zu sein.
Was nützt der gute Zusammenhalt, wenn es letztendlich an Klasse, aber vor allem an Kompaktheit, Wucht und Klarheit fehlt.
Ich habe ein wenig den Eindruck, es gibt Paralellen zu 2019: Hier behauptete Wolf „kämpfen können andere besser“ – Walter will meiner Ansicht nach zu viel spielen lassen.
Auch fast immer kurz getretene Ecken, und wenn dann mal am 16er ein freier Spieler gefunden ist – der zieht nicht ab.
Mal sehen, was die nächsten Zweitligaspiele bringen – der Ergebnistrend sollte aber auf jeden Fall gegen Magdeburg zu stoppen sein.

Jovanic Hugental
3 Monate zuvor

Jonas David und Anssi Suhonen heißen die beiden Prospects die in Leipzig Erstligaathmo schnüffeln dürfen und das bedeutet, dass alles andere als eine Niederlage mit weniger als zwei Toren Differenz ein Erfolg wäre.

Das Dosenteam ist mittlerweile gefestigt und vor allem fußballerisch stark genug, um an einem guten Tag sogar in der Champions League gegen die ganz Großen im europäischen Geschäft nicht direkt unterzugehen. Von derartigen Qualitäten ist der HSV noch weit entfernt.

So gesehen fährt der HSV eigentlich als Lehrling nach Leipzig und sollte sich ernsthaft darum bemühen die Dosen ein wenig unter Druck zu setzen, um aufgezeigt zu bekommen wie schnelles und hartes Direktpassspiel auf dem Platz abläuft.

Die Dosen werden wahrscheinlich vier bis fünf Hochgeschwindigkeitsphasen pro Halbzeit einbauen und daraus mit ein wenig Geschick drei bis vier Tore machen.

Der HSV besitzt nicht die Spieler die in der Lage wären diesen Phasen stand zu halten. Dafür sind die Spieler des HSV nicht schnell genug und auch nicht positionssicher genug.

Die Chancen des HSV auf ein Weiterkommen würde ich auf unterhalb von 10% einschätzen. Die Dosen müssten ungefähr vier bis sechs hundertprozentige Torchancen nicht verwerten und der HSV müsste mit sehr viel Glück innerhalb von 90 Minuten ein Tor mehr machen.

Wichtiger als der Trainingskick in Leipzig ist eindeutig das Spiel gegen Magdeburg in der Liga. Dort gilt es den Grundstein für eine erfolgreiche Hinrunde zu legen.

Töftinger
3 Monate zuvor

Mir war beim Erwerb der Eintrittskarte schon bewusst, dass es eine üble Klatsche geben kann. Bin bezüglich der Einschätzung der Wertigkeit dieses Wettbewerbs aber eher bei Scholle. Magdeburg ist definitiv wichtiger.

Leipzig ist aber eine Reise wert und das Stadionerlebnis hatte ich dort auch noch nicht.

Ich konnte mir im Vorfeld beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Pokalspiel (werktags um 18.00 Uhr) gegen einen Zweitligisten auch nur annähernd vor einem vollen Stadion stattfinden könnte.
Laut Leipziger Zeitung ist die Hütte aber wohl fast ausverkauft😳. Respekt!!!👍👍

Mit Silva und Poulsen, anstatt Werner und Nkunku , dürften auch ein paar km/h weniger auf der Wiese sein. Das sollten wir dann schon besser unter „Kontrolle“ bekommen können. Dementsprechend wird es vom Ergebnis wohl eher im Rahmen bleiben.

Mal schauen ob wir das Spiel bereits in der Anfangsviertelstunde „verlieren“ ( siehe Freiburg), oder vielleicht sogar ohne Gegentor in die Pause gehen. Sofern dies passiert werden sich die ersatzgeschwächten Leipziger schon ein wenig strecken müssen.

Trotz allem ist Leipzig auf jeder Position individuell (vielleicht bis auf den TW) deutlich besser besetzt. Allerdings halte ich das Defensivverhalten der Nationalspieler Raum und Henrichs für überschaubar. Da könnte was über Außen für uns gehen. Für ein vernünftiges Ergebnis bzw. ein auch nur halbwegs offenes Spiel muss aber unsere Abwehr über sich hinauswachsen und sich jegliche Art von Slapstick verkneifen.
🤔Können die das?

Der vermutliche Ausfall von Glatzel wird uns spieltaktisch andere und möglicherweise auch hilfreichere Möglichkeiten geben. Ich würde davon ausgehen, dass auch Suhonen beginnen wird und Walter noch was ganz Wildes (Biblija?) aus dem Hut 🎩 🐰 zaubert.

HF
Heyer David Vuskovic Muheim

Meffert Suhonen

Jatta Reis Biblija (Dompe)

Königsdörffer

Wir haben nichts zu verlieren und deswegen bin ich im Vergleich zu jedem Punktspiel auch völlig relaxt.

Fantomas
3 Monate zuvor

Sorry, David völlig überfordert . Wie früher auch schon immer

Aleksandar
3 Monate zuvor

David ist noch jung und kann noch viel lernen.
Ich schlage vor, David so 4 bis 6 Jahre zu verleihen.

Hamburger-Jung
3 Monate zuvor

Besser so als ein 0:1, was dann wieder nur schöngeredet wird.

Kuchi
3 Monate zuvor

Mein Tipp ist fast eingetroffen.
Aber egal, ist nicht unsere Liga.
Wichtig ist Sonntag.

FrankWestwood
3 Monate zuvor

Alles wie erwartet verlaufen, eben eine Nummer zu gross. Haben aber in meinen Augen ein anständiges Spiel abgeliefert. Mehr ist gegen so eine Truppe eben nicht drin. Abhaken, Mund abwischen und Magdeburg schlagen !

FRANZ HOELSCHER
3 Monate zuvor

… DNA…..= WALTERS HIN & HER GESCHIEBE ?
.. wofür der HSV steht = wann haben wir das letzte Mal Mut und Wille gesehen

ballfernerZehner
3 Monate zuvor

Moin,

„Wir bleiben bei uns“, sagte Trainer Tim Walter.

Ich kanns nich mehr hören und lesen.

bahrenfelder
3 Monate zuvor

Als HSV Fan muss ich sagen das es völlig egal ist ob David spielt oder nicht. An einen Sieg (Pokalüberraschung) glaube ich nicht. Lass mich aber gerne überraschen.
Der 1. oder 2. Platz nach dem 34. Spieltag ist mir wichtiger als ein Erfolg im Pokal, da bin ich bei Scholle.

Zu dem PS von Scholle möchte ich nur anmerken, dass man sich mal das anschauen sollte was heute am Volkspark geschehen ist.
HSV weiht Gedenktafel für Adrian Maleika ein | NDR.de – Sport – Mehr Sport
Muss es erst immer soweit kommen, bis einem bewusst wird das es sich nur um ein Spiel handelt?

Calimero
3 Monate zuvor

Der DFB-Pokalsieg wäre der kürzeste Weg zurück ins internationale Geschäft. Daher wäre alles andere als ein Sieg, eine Niederlage. 😉

Töftinger
3 Monate zuvor

Erst überraschend gut mitgehalten und nichts zugelassen. Fast in Führung gegangen und
dann haben wir Leipzig, die sehr geduldig auf solche Dinger gewartet haben, zweimal ins Laufen gebracht.

Sorry, aber so ein Ding von David kann man nicht fehlender Spielpraxis entschuldigen, dass hat was mit fehlender Klasse zu tun.

Wenn wir jetzt noch mehr öffnen, dann wird es noch eine richtige Packung.

Blumi64
3 Monate zuvor

Tim Walter ist doch nicht mehr zu retten, in Leipzig das Spiel machen zu wollen….hochmütig oder dumm?

Aleksandar
3 Monate zuvor

Kittel schlägt mal wieder gnadenlos zu………

tobyseal
3 Monate zuvor

Total überfordert die Truppe aus Stellingen…aber auch ganz schlecht verkauft…das tut weh…

Aleksandar
3 Monate zuvor

Kittels Körpersprache ….ich fange an Blut zu pinkeln!

Calimero
3 Monate zuvor

Ich bin unglaublich stolz auf diese tolle Truppe und unseren cleveren Übungsleiter. Wer hätte gedacht, dass wir so einen starken Auftritt abliefern? Danke auch an die Ultras für den formidablen Support und unseren Sportvorstand, der unsere Farben immer leidenschaftlich verteidigt. Beste Grüße Eure Alena Hetzhausen

Darmzotte
3 Monate zuvor

Nkunku und Werner fehlen, dann machen es eben Poulsen und Silva.

Habe ich hier nicht häufig gelesen, dass man keine zwei Stürmer haben kann, weil sich dann keiner hinter Glatzel auf die Bank setzen würde? Hmm, wie machen die das bloß.

Fluegelzange
3 Monate zuvor

0:4 aber hauptsache 57% Ballbesitz und 85% Passquote 👍🏼🤠

ParryHotter
3 Monate zuvor

Ich hatte ein Déjà-vu und habe Gideon Jung heute sehr oft gesehen……

Ederraute
3 Monate zuvor

Erstaunlich die unterschiedliche Vorgehensweise von D98 und dem HSV heute: Beide sind als Zweitligist klarer Außenseiter gegen einen individuell klar besseren Bundesligisten.
Bei uns der naive, lahmarschige Ballbesitzfussball.
In Darmstadt werden die Gladbacher in jedem Zweikampf bearbeitet und bekommen in jeder erdenklichen Szene noch einen Check mit.
Man braucht kein Prophet zu sein um zu erkennen, wer am Ende in der Liga oben stehen wird und wer am Ende mal wieder in die Röhre schauen wird.

MeinVerein2021
3 Monate zuvor

Ich teile Scholles Meinung, dass der HSV dem Aufstieg ALLES unterordnen muss. Der Aufstieg ist das Saisonziel. Punkt.

Der Pokal ist Zubrot und sportliches Leckerli. Sportlich ernstzunehmen, klar. Leipzig zu besiegen, wäre für mich eine Überraschung. Gegen so eine Mannschaft kann man auf jeden Fall viel lernen!

Ich würde dazu raten, dass Robert Glatzel seine Rückenprobleme in Ruhe und total ausheilt. Wir werden ihn gesund brauchen und zuletzt wirkte er etwas erschöpft. Kann ja am Rücken gelegen haben.

Positiver Effekt: TW muss variieren. Oft ergibt sich aus solchen Zwängen was Positives.

Kosinus
3 Monate zuvor

Boah Scholle, danke dass du unsere Herzen wieder mit diesem Blog erquicken tust. Ich kann jede Silbe unterschreiben und diese Truppe sollte man unter Walter niemals, aber auch wirklich niemals abschreiben. Diese Mentalität dürfte im Profitum einmalig sein, trotz kleinerer Leistungsdellen, die jedes Team in Europ ab und an ereilt.

3 Punkte gegen Magdeburg und schon ist wieder alles brutal stark beim HSV.

Last edited 3 Monate zuvor by Kosinus
Sebastian
3 Monate zuvor

Ein offensiver und „mutiger“ Schlagabtausch gegen Leipzig ? Ich denke nicht das dies die richtige Taktik für das Spiel ist, denn die Red Bull „DNA“ ist das sehr schnelle Konterspiel und das kann die Mannschaft nicht verteidigen. Hier wäre eher ein Plan B angebracht ( über welchen Walter bekanntlich ja nicht verfügt) um Leipzig etwas zu ärgern.

Calimero
3 Monate zuvor

Ich hoffe für morgen auf Suhonen und Amaechi in der Startelf. Für den mit Startelfgarantie ausgestatteten David, hätte ich eher Zumberi bevorzugt. Für den behäbigen Meffert, könnte Krahn mal wieder Einsatzzeit erhalten. Um überhaupt eine Minimalchance zu haben, ist Tempo und Handlungsschnelligkeit gefordert. Allerdings ist leider kaum zu erwarten, dass Walter von seiner bisherigen Linie abweicht.

profikommentator
3 Monate zuvor

Ich würde jetzt all die jungen Spieler bringen. Und das Glatzel-Backup namnes keine Ahnung.
Und wenn die alle von Leipzig gebrochen werden muss man sie erstmal nicht spielen lassen, aber sie hatten ihre Chance. Geschickter geht es nicht.

Calimero
3 Monate zuvor

Da nun klar ist, dass bei Leipzig die halbe Mannschaft geschont wird oder ausfällt. Muss man wohl von der schwächsten 2. Runde im DFB-Pokal aller Zeiten sprechen. 😉

Meaty
3 Monate zuvor

Erst kürzlich hat der Torhüter von Kaiserslautern Luthe ein Spiel Sperre für eine Notbremse im Spiel gegen Heidenheim erhalten.
Sebastian Schonlau, der im Stadtderby kurz seinen Gegenspieler fest hält und dafür Rot kassiert, bekommt für ein leichteres Foul vom DFB zwei Spiele Sperre!!!
.
„Fußball – Mafia – DFB!“

Hallenser
3 Monate zuvor

In Leipzig offensiv und mutig? Mit David in der Innenverteidigung? Der Grat zwischen Mut und Übermut ist dünn, bei Walter sogar hauchdünn. Ich befürchte dann mal ein sehr,sehr deutliches Resultat gegen uns – Silva und Poulsen werden zeigen wollen das sie zu unrecht öfter mal auf der Bank sitzen. Schlafmütze David wird sich gar nicht so schnell drehen können und wohl froh sein wenn die 90 Minuten vorbei sind. Aber egal, wir bleiben bei uns…..

Bastrup
3 Monate zuvor

Erste Lektion im Management Studium bei dem von mir sehr verehrten Herrn Gonde Dittmer: Murphys erstes Gesetz: „Alles was schiefgehen kann, geht schief.“
Gleich danach: Murphys zweites Gesetz: „Alles was nicht schiefgehen kann, geht auch schief.“

Wird durch die Verletzung unseres einzigen Mittelstürmers derzeit wieder bestätigt. Herr Boldt scheint eher das Vabanque Spiel zu bevorzugen. Kann man machen. Im Casino zum Beispiel. Vernünftiger wäre es gewesen, Risiken, die das zu erreichende Ziel gefährden, zu identifizieren und dann Maßnahmen einzuleiten um dieses Risiko abzufedern.

Aus meiner Sicht wieder das gleiche Verhalten, wie die zwei ungenutzt verstrichenen Wintertransferperioden. An diesen Kleinigkeiten scheitert die Mission Aufstieg.

Das Pokalspiel ist mir relativ wurscht. Ich hoffe nur man verkauft sich recht teuer.