So kann der HSV seine Spielerauswahl professionalisieren – kommt Dursun doch?

von | 20.05.21 | 262 Kommentare

Gestern hatte ich es bereits angekündigt, heute ist der Text da. Und es lohnt sich (wie immer!), dieser Expertise Aufmerksamkeit zu schenken. Mich hat sie jedenfalls schlauer gemacht. Vor allem aber weiß ich jetzt auch wieder, woher das Zitat von Mehmet Scholl stammt, das ich gestern in meinem Blog genutzt habe: Olaf hatte es aufgegriffen und mir vor einigen Tagen bereits zugeschickt. Das Zitat war so prägnant, dass ich es im Kopf behalten habe – aber nicht mit Absender. Daher habe ich es gestern noch mal gesucht und im Netz gefunden, um es Euch zu zeigen.

Neben dieser Doppelung werdet Ihr in den folgen Zeilen von Olaf aber einige sehr spannende, neue Erklärungen für das Phänomen finden, das ich sehr pauschal unter „Charakterschwäche“ im Blitzfazit kritisiert hatte. Aber was ich einfach mal so raushaue, kann Olaf nach nunmehr als 25 Jahren, in denen er sich mit der Diagnostik von Führungskräften und Top-Management, beschäftigt, natürlich exponentiell fundierter erklären. Unser Glück: Was sich ansonsten große Firmen einiges kosten lassen, bekommen wir hier als Bonus – der gemeinsamen Leidenschaft für den HSV sei Dank. Aber lest selbst, was Olaf über das „Charakterproblem“ beim HSV schreibt:  

Nicht-Aufstieg – eine Frage des „Charakters“

Wie Scholle und alle anderen hier in der Community war ich vom Osnabrück-Spiel extrem gefrustet. Selten hat Scholle mir so aus der Seele gesprochen wie in seinem Blitzfazit nach dem Spiel. Zu Recht hat er (und viele hier im Blog) vom fehlenden Charakter der Spieler gesprochen. Nachdem ich mich einigermaßen von dem Frust am Sonntag erholte habe, fühle ich mich jetzt aufgefordert etwas dazu zu sagen, denn „Charakter“ ist ja wohl ein Thema für einen Psychologen. 

Es wird viele erstaunen, dass der Begriff „Charakter“ in der Psychologie heute eher selten verwendet wird (früher gab es sogar eine psychologische Disziplin mit dem Namen „Charakterpsychologie“). Dennoch bietet die psychologische Sichtweise einige Ansatzpunkte dafür, die Fragen zu beantworten, die uns HSV-Fans beschäftigen: Wie kann es sein, dass Fußballprofis dermaßen lustlos die Chance auf den Aufstieg verspielen? Wieso verweigern hochbezahlte Arbeitnehmer dem Arbeitgeber die Leistung? Wieso endet die Mannschaft mit dem höchsten Etat der Liga am Ende auf dem fünften Platz? Warum lassen die Spieler die HSV-Ikone Horst Hrubesch so im Stich?

Leistung ist Können mal Wollen

Eine einfache psychologische Grundformel lautet, dass Leistung das Produkt aus „Können“ und „Wollen“ ist. Betrachten wir einmal das „Können“ angesichts des Marktwerts der Mannschaft als gegeben (wobei ich bei einigen Spielern schon Bedenken hinsichtlich deren technischer, taktischer oder intellektueller Fähigkeiten hätte) und richten den Fokus auf das „Wollen“. Dieses setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: der Situation bzw. dem Umfeld und der Persönlichkeit eines Menschen. Beides – das Umfeld und die Persönlichkeit – beeinflussen sich gegenseitig, mal ist das eine stärker, mal das andere. Zum Beispiel wird ein ängstlicher Mensch mitunter mutig, wenn die Situation ihm keine andere Wahl lässt. Oder ein eher schüchterner Mensch kann im Stadion, wenn er/sie in der Kurve steht, plötzlich aus sich herauskommen. 

Dass das Umfeld beim HSV aus meiner Sicht nicht unbedingt leistungsförderlich ist, habe ich hier hinlänglich erläutert und ich will die Community nicht mit erneuten Ausführungen über die fehlende „Hochleistungskultur“ beim HSV langweilen. Heute möchte ich etwas über die andere Seite sagen, die Persönlichkeit. 

„Persönlichkeit“ als Konstanten im Leben

Natürlich ist jeder Mensch anders und jeder verhält sich in verschiedenen Situationen unterschiedlich. Wie man an obigen Beispielen sieht, kann sich auch der Introvertierte mitunter extrovertiert verhalten oder der Ängstliche mutig. Aber: es gibt für jeden Menschen so etwas wie Konstanten, die sich durch sein Leben ziehen. Das kann man übrigens schon bei Babys sehen: manche sind neugierig, andere eher ängstlich, manche suchen Kontakt, andere vermeiden ihn eher. Einen großen Teil der Charakterzüge, die ein Mensch als Baby bzw. Kleinkind zeigt, entdeckt man noch im hohen Erwachsenenalter, auch wenn sie natürlich durch Erziehung (die Werte, die jemandem vermittelt werden) und Erfahrungen weiter ausgeformt werden. Das ist jedoch weniger gruselig als es klingt, da „Persönlichkeit“ kein Schicksal ist, man kann sich immer entscheiden, ob man seinen spontanen Impulsen folgt oder sein Verhalten bewusst steuert. 

Dennoch – diese Konstanten im Verhalten machen es uns möglich, uns selbst und andere zu verstehen und Verhalten anderer Menschen vorherzusagen. Genau das, nämlich vorherzusehen, wie sich Menschen in bestimmten Situationen verhalten werden, ist übrigens mein Job. In dem Beratungsunternehmen, in dem ich arbeite, untersuchen wir relativ hochrangige Manager:innen, die eingestellt oder befördert werden sollen, mit allen Mitteln, die die Psychologie zu bieten hat, darauf hin, ob sie für einen konkreten Job geeignet sind (das nennt man übrigens nicht „Personalberatung“, denn der/die Personalberater:in betreibt „Headhunting“, also Personalsuche, sondern „Management-Diagnostik“). 

Bei den Manager:innen, mit denen wir es zu tun haben, ist es ähnlich wie bei Fußballprofis: auch hier gilt: Leistung ist Können mal Wollen. Und die Könnenseite ist zumeist nicht das Problem, die meisten unserer Kandidat:innen sind intelligent, gut ausgebildet, sozial kompetent und erfahren. Der kritische Punkt ist häufig die Motivation, also das Wollen: passt die individuelle Motivation eines Menschen, sein Wollen und seine Persönlichkeit zu dem, was gefordert ist? 

Unternehmen wissen, dass sie diesen Punkt aus eigener Kraft nur aus dem Bauch heraus beurteilen könnten, deshalb beauftragen sie uns, sie dabei zu unterstützen und teure Fehlbesetzungen wichtiger Positionen zu vermeiden.

Falsche Spielerauswahl

Wenn man sich also die Leistungen der Mannschaft in den letzten Jahren anguckt, dann behaupte ich, dass es nicht nur am System HSV, der Taktik oder dem jeweiligen Trainer lag, sondern dass man teilweise auch bei der Auswahl der Spieler Fehler gemacht hat – und zwar indem man zu wenig darauf geachtet hat, wie die Spieler „ticken“. Was treibt sie an? Wie reagieren sie in schwierigen Situationen? Motivieren sie andere oder müssen sie motiviert werden? Warum wollen sie überhaupt zum HSV? 

Vermutlich werden jetzt einige Kommentatoren sagen, „jaaa, man kann aber Fußballspieler nicht mit Manager:innen vergleichen“. Doch genau die Charakterfrage, die jetzt viele stellen, ist etwas, das man gut untersuchen und vorhersagen kann, auch bei Fußballspielern. Wie wichtig dieses Thema im Profifußball ist, haben schon bei weitem kompetentere Experten als ich thematisiert. Mehmet Scholl hat zum Beispiel anlässlich einer Frage zu seinem Sohn Lucas (der m.W. Profi in Österreich ist) dargelegt, worauf es bei Fußballprofis ankommt:

„Zunächst schaue ich mir an: Was kann er technisch, taktisch, wie stoppt er, wie passt er, wie dribbelt er, wie verhält er sich? Da ist Lucas bei 100 Prozent. Der zweite Bereich ist körperlich: Wie ist die Athletik, wie ist die Physis, wie ist die Ausdauer? Da ist er bei 60 Prozent. Und der wichtigste Bereich: Wie ist der Charakter? Wie reagiert ein Spieler, wenn’s eng wird? Wird er besser, lehnt er sich auf, legt er ’ne Schippe drauf oder bricht er weg? Und da ist Lucas bei 30 Prozent.”

Also: Technik, Physis und Charakter. Während man die ersten beiden Punkte gut messen (und übrigens auch durch gezieltes Training verbessern) kann, wird die Charakterfrage zumeist ignoriert bzw. aus dem Bauch heraus beantwortet. 

Dass man Themen wie Motivation, Werte und Persönlichkeit professionell messen und beurteilen kann, zeigt der Blick in die Wirtschaft. Ohne zu sehr in die Details gehen zu wollen, kann man sagen, dass man diese wichtigen Bereiche mit sog. psychometrischen Verfahren (psychologische Tests und Fragebögen) und bestimmten Fragetechniken recht zielsicher einschätzen kann. Professionell geführte Vereine (ich weiß es mit Sicherheit von einigen Clubs in Dänemark, Italien und England) setzen diese Methoden in der Auswahl von Spielern ein. Wenn der HSV eine Lehre aus dem Osnabrück-Spiel ziehen will, dann sollte es die sein, dass er zukünftig bei der Auswahl von Spielern alle drei von Mehmet Scholl angesprochenen Bereiche genau betrachtet. 

Dr. Olaf Ringelband

Personell gibt es heute wieder ein paar Neuigkeiten. Die Guten zuerst: Josha Vagnoman und Amadou Onana konnten heute schon wieder individuelles Training absolvieren, währed der Rest der Mannschaft auf dem Platz stand. Ob es bis zum Sonntag reicht, ist noch offen. Wibei ich mir sicher bin, dass Hrubesch beide nut zu gern spielen lassen würde. Denn jetzt, wo der HSV nichts mehr zu verlieren hat, wird der Horst Hrubesch, den ich kennen, nicht die nominell beste Mannschaft auf den Platz stellen, sondern ganz geau beobachten, wer sich wie präsentiert und wer bereit ist, am Sonntag alles zu geben. Er wird den „Charakter“ an erste Stelle setzen.

Apropos: Ganz oben auf der Einkaufsliste des HSV steht  Serdar Dursun. Nach dem Abgang von Simon Terodde gen Schalke 04 gehört der Angreifer weiterhin zu den Top-Kandidaten. Nachdem es zuletzt eher ruhig um den möglichen Transfer geworden war, weil ihm angeblich andere, finanziell lukrativere Angebote unterbrietet worden sein sollten, heizt nun Dursun (29) selbst die Gerüchte wieder an. „In meiner Kind­heit wollte damals jeder in Ham­burg für den HSV oder den FC St. Pauli spielen. Es sind beides große Ver­eine. Wir werden sehen, was die nächsten Wochen bringen. Ich bin auf jeden Fall offen für alles“, bestätigte der Noch-Stürmer von Darmstadt 98 gegenüber „11Freunde“. Somit scheint auch ein Wechsel zurück in die Hansestadt, genauer gesagt in den Volkspark, noch nicht vom Tisch zu sein.

Allerdings haben auch die Erstligisten Union Berlin und Besiktas Istanbul Interesse am Stürmer. Dursun sagt in „11Freunde“ auch: „Bun­des­liga, Pre­mier League, La Liga … Das würde mich alles reizen, das sind Ligen, von denen ich seit meiner Kind­heit träume. Der Lebens­stil in Istanbul gefällt mir sehr, das wäre super. Ich bin auf jeden Fall heiß, bin ein biss­chen ein Spät­zünder und habe daher noch einiges vor.“ Hoffentlich in Hamburg mit dem HSV. Denn vom Typ her gefällt mir der fleißige Ex-Spieler des SC Concordia sehr. Und dass er Tore schießen kann, beweist er gerade eindrucksvoll.

Aktuell liegt Dursun mit 25 Toren in der Torjägerliste der zweiten Liga sogar zwei Treffer vor HSV-Top-Torschütze Simon Terodde. Trotzdem schwärmt Dursun in dem aktuellen Interview von der Offensive des HSV: „Es ist ja so: Simon spielt beim HSV, da ist es viel­leicht gene­rell etwas leichter Tore zu schießen als in Darm­stadt – ohne das Simon gegen­über despek­tier­lich zu meinen oder seine Leis­tung schmä­lern zu wollen. Da kommen gene­rell noch mehr Bälle nach vorne. Wir haben zwar auch in diesem Jahr als Verein sehr viele Tore geschossen, aber der HSV hat die beste Offen­sive der Liga. Wenn eine Mann­schaft immer um den Auf­stieg mit­spielt, gene­rell auf ein Tor spielt, dann kommen natür­lich viele Bälle in den Sech­zehner.“ Meine Antwort: Das kannste alles haben, Serdar!! Du musst nur den Vertrag unterschreiben…

In diesem Sinne, bis morgen! Dann auch mit Horst Hrubesch, der uns via Pressekonferenz am Nachmittag zugeschaltet sein wird. Bis dahin!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Horizons Inc.
4 Monate zuvor

Wie man hört, sei tatsächlich Tim Walter der derzeit aussichtsreichste Kandidat für den Trainerposten beim HSV.
Hierzu möchte ich selber nicht viel sagen, sondern lasse nur die Stuttgarter Nachrichten kurz nach seiner Demission sprechen.
Ich empfehle, das einfach mal wirken zu lassen und mit der Bestandsaufnahme des HSVs abzugleichen:

„Ständige Positionswechsel, aufrückende Abwehrspieler, viel Ballbesitz und Laufarbeit. Das von Tim Walter gepredigte System hatte Charme – weil es so niemand anderes praktiziert. …. Nur: Der Walter-Ball stieß in Stuttgart schnell an seine Grenzen. Die tief stehenden Gegner hatten die Varianten schnell entschlüsselt, für überraschende Läufe fehlten schlicht die Räume. Zwar erspielte sich der VfB dennoch immer wieder Chancen, in der Hektik der Rotationen fehlte aber stets die Ruhe beim Abschluss“

„Der Umgang mit den Spielern: Walters Fußball verlangt volle Identifikation. Nur wer dem Coach bedingungslos folgt und vertraut, geht auf dem Platz auf Anweisung des Trainers ins Risiko, verlässt ständig seine Position und macht Dinge, die er bislang für unmöglich hielt. Zu Beginn der Saison hat sich die Mannschaft komplett darauf eingelassen. Doch das Vertrauen bröckelte, als die Erfolge nur noch unregelmäßig zustande kamen“

„Das grenzte immer wieder an Großmäuligkeit oder gar Arroganz („Uns stellt keiner ein Bein“). Der Verein war stets bemüht, den Coach in der Spur zu halten, stieß dabei aber an Grenzen“

„Kein Spieler erreichte über einen längeren Zeitraum Normalform, schöpfte seine Möglichkeiten voll aus oder machte gar einen Leistungssprung. Die mangelhafte Chancenverwertung bekam Walter nie in den Griff“

Quelle: https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.aus-fuer-den-trainer-beim-vfb-stuttgart-fuenf-gruende-darum-scheiterte-tim-walter.5ff6fe73-1d8d-4dc8-ad52-f346c3929730.html

Walker
4 Monate zuvor

Ich finde es traurig, enttäuschend, ja geradezu grotesk peinlich, dass man bei Fussball PROFIS tatsächlich immer wieder auf den Charakter hinweisen muß.
Das dieses Thema „Charakter“ immer und immer wieder überhaupt angesprochen werden muß.

In meinen Augen MUSS das doch einfach gegeben sein.
Ob nun einer in seiner Freizeit alten Omas ein Bein auf dem Zebrastreifen stellt oder aber täglich bei „Der Tafel“ aushilft, ist ja fast noch egal.
Aber auf dem Platz, da muß ich doch zu jeder Zeit, immer, dauerhaft alles geben, um das Beste für meine Mannschaft rauszuholen.

Anders kann es doch gar nicht sein.
Ich werde es nie verstehen. Nie.

Wenn ich dann sehe, wie dieser Dudziak sich im alles oder nichts Spiel den Zopf richtet…. Alter, da flipp ich aus und schäme mich fremd.

Solch Verhalten ist doch nicht normal, das ist krank!
Das können Spieler machen, die über alle Zweifel erhaben sind und aufgrund ihrer dauerhaft guten Leistungen sich solche Extrawurst verdient haben.

Aber diese ganzen gefönten Menschen auf dem Spielfeld, wo nichts wichtiger ist als das eigene Outfit und vielleicht mal ein gelungenes Dribbling… sorry, nicht meins. Das ist abartig!

Mit solchen Spielern hast du nur eins: Vorab schon verloren.

ENDE

Didi
4 Monate zuvor

„wobei ich bei einigen Spielern schon Bedenken hinsichtlich deren technischer, taktischer oder intellektueller Fähigkeiten hätte“

Lieber Doktor Ringelband,

es ist ja offensichtlich, welche Klientel sie hier im Blog bedienen wollen, aber eine Aussage zum Intellekt von Menschen, die Sie nicht persönlich kennen, ist dann doch völlig daneben.

Bubu
4 Monate zuvor

Gooood moooorniiing @ all,

danke für den Blog Scholle…. Das „Murmeltiertagsgeschehen“ nimmt also munter und träge seinen gewohnten Gang….

Neben der „Charakter – Mentalitäts – Kopf – Hochleitungskultur – Fragerei“ stellt man nun multiple choice für kommende Spieler in Aussicht? 😉

Hier gibt es dann „charakterliche“ Stellenwerte auszumachen;

Ein Gegner stibitzt Ihnen den Ball einfach so vom Fuß, wie reagieren Sie?

a)     Ich bleibe stehen und schaue fassungslos hinterher.
b)     Ich löse das Problem, indem ich den Ball zurückerobere.
c)     Ich übergebe die Aufgabe umgehend an einen Mitspieler

Ein Angriff des Gegners bewegt sich aufs eigene Tor zu, ein gegnerischer Stürmer ist schon auf dem Weg zum Tor, Sie können dies in als letzter Spieler noch verhindern, ihre Reaktion?

a)     Ich gehe sofort ins Tackling und bereinige grätschend die Situation. 
b)     Ich weiche geschickt der drohenden eigenen Verletzungsgefahr aus und simuliere einen Stolperer.
c)     Ich begleite den gegnerischen Stürmer sicher zum Tor und bestaune ihn, Grasflecken bekommt man hinterher eh nur schwer raus.

Wie identifizieren Sie sich mit dem HSV?

a)     Ich küsse regelmäßig öffentlich die Raute auf dem Trikot
b)     Ich fasel der wartenden Presse immer was von „Ein echt geiler Verein“!
c)     Ich gebe alles für meinen Arbeitgeber, ich zerreiße mich vor lauter Motivation und dem winkenden, vollem Bankkonto. ……Was bedeutet eigentlich HSV?

Ihr Team befindet sich kurz vor dem Ende des Spiels im Rückstand. Wären Sie in der Lage ihre Mitspieler noch einmal zu pushen?

a)     Ich trage niemals einen push – up, höchstens mal Adiletten Pushen.
b)     Ich bewahre die Ruhe und warte ab.
c)     Das Kollektiv würde den Rasen umpushen um das Spiel noch gepusht nach Hause zu punishen!

Fußball ist ein……..

a)     Mannschaftssport
b)     hohes Verletzungsrisiko
c)     Wunschkonzert
d)    Magie

Training ist immens wichtig…..

a)     …bitte was?
b)     …um sich stetig zu verbessern, an Fehlern zu arbeiten, die Mannschaft zu festigen etc.
c)     …damit man immer mit seinen Mitspielern zwischen den Mahlzeiten mal zusammen sein kann.

Im Spiel haben Sie Befürchtungen vor….

a)     …gar Nüscht, da ich immer meine Leistung zu 100% abrufe!
b)     …das die Hose rutscht
c)     …die Nase nicht ganz frei ist
d)    …die Frisur nicht so sitzt
e)     …Schimpfe

Mannschaftstreffen sind wichtig, da….

a)     …sie den Zusammenhalt und das Miteinander der Spieler fördert auch in schwierigen Phasen wegen Problemen, Aussprache etc.
b)     …ich immer Hunger habe.
c)     …man die anderen Mitspieler auch mal kennenlernt.

Der Trainer ist….

a)     …ein echt krasser endgeiler Gott… anfangs…
b)     …für die Mannschaft und deren Leistung / Einstellung / Entwicklung verantwortlich
c)     …ein durchlaufender Posten
d)    …eh nur kurz mal da….. 

Spielwitz für Sie bedeutet….

a)     …eine gewisse Intelligenz ein Spiel zu lesen, Vorausschauen, neue Situationen schnell erkennen und zu lösen, kluge Pässe auf besser positionierte Mitspieler, technisch versiert den Gegner auszuspielen auch mal mit Finesse. Kluge Bewegungen um einen Mitspieler zu helfen, oder anzuspielen.
b)     …der war gut, kannte ich bisher noch nicht… 😉
c)     …auch mal einen Witz während des Spiels zu machen. „Kennste den schon? Läuft ein gegnerischer Spieler alleine aufs Tor zu……. Wo ist die Verteidigung? …..Im Begleitservice….!!“  😉

And so on….. 😉

Euch Allen schöne, erholsame Pfingsten…..!

Bleibt alle gesund..!

Last edited 4 Monate zuvor by Bubu
Alex
4 Monate zuvor

Moin Doc Ringelband! Ergänzend möchte ich noch die Skills Handlungsschnelligkeit, emotionale Intelligenz und Resilienz anführen. Alles Eigenschaften, die den meisten Spielern vollkommen abgehen.

Tragisches Beispiel: Simon Terodde, dem ich in der Rumpeltruppe noch am ehesten eine stark ausgeprägte Resilienz zusprechen möchte. Sein emotionales Interview nach der Niederlage gegen Darmstadt war ein erschreckendes Beispiel dafür, wie sogar ein erfahrener Profi mit nachgewiesener Qualität – den Tränen nah – seine innere Balance unter dem Einfluss der Wohlfühloase verloren hat und kompletten Blödsinn erzählt hat: „Aber ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass wir am Ende was zu feiern haben. Vorher gehe ich nicht nach Hause.“

Spätestens nach dem Spiel hatte Terodde erkannt, dass er dem gesamtdefektiösen Verein dauerhaft fernbleiben muss, um nicht ebenfalls das Schicksal zu erleiden, sich beim HSV irreversibel zu verschlechtern.

Der HSV schafft sie alle. 🙈 ENDE

Last edited 4 Monate zuvor by Alex
Rautenliebe
4 Monate zuvor

Obwohl ich mit den Beiträgen unseres Fan-Kollegen Ringelband nicht immer etwas anfangen kann – dieser Beitrag heute ist einer, den ich sowohl nachvollziehbar (selbst für mich), als auch sehr treffend fand.

Ohne das Narrativ der fehlenden Hochleistungskultur als rein abstrakte Größe wieder einmal aufzublähen, wurden hier die auch meiner Meinung nach entscheidenden Fallstricke aufgedeckt.

Das dies auch noch elegant, ohne sie direkt zu benennen geschah, hat mir besonders gut gefallen.

Auch wenn viele unter uns es nicht wahrhaben wollen: Besondere Aufgaben, zu denen zweifelsohne der Spieler-Job gehört, bedürfen intensivem Recruiting.
Hierbei ist das sportliche Scouting aber eben nur ein Mosaikstein, wie auch aus Scholls Aussage eindeutig zu entnehmen ist.

Die möglichst genaue Erstellung eines charakterlichen Profils ggf. durch psychometrische Verfahren ist hier mindestens genauso wichtig.

Das dies in der Vergangenheit nicht geschehen ist spielt den Ball des Versagens genau in die Spielhälfte wo er hingehört: In die Hälfte der sportlichen Leitung, in derer Verantwortung die Auswahl und Verpflichtung der Spieler nunmal liegt.

Ohne das gottgegeben verläßliche Bauchgefühl, oder eben entsprechende psychologische Skills (ggf. durch Hilfe Dritter) ist man nicht erfolgreich, steigt nicht auf und ist immer wieder gezwungen einen „Neustart“ vom Zaun zu brechen, da man nicht in Teilen falsch entschieden hat, sondern das Fundament eines belastbaren und erfolgversprechenden Konstrukts vergessen hat.

Viele Fans beurteilen Sportdirektoren, Sportvorstände und Teammanager nur an Namen und Summen.
Sicher ist dies auch eine Kennzahl – allerdings nur eine unter vielen…
Kann man einen Dursun vom HSV überzeugen, kann man einen Jung doch noch irgendeinem alkoholkranken Kollegen unterjubeln, zaubert man einen „interessanten Trainer“ aus dem Hut?
Sicher ist dies alles interessant – es hat nur losgelöst so gar keine Verläßlichkeit.

Von Beiersdorfer bis Boldt hatten wir keinen wirklich professionellen sportlich Verantwortlichen.
Es wurden Namen gehandelt und gewürfelt und es wurde über Summen definiert.
Ein Team inkl. Tariner aus passenden Bausteinen, auch fernab des rein sportlichen aufzubauen, beherrschte oder beherrscht keiner in der Reihe der gut abgefundenen Versager.

Nun rollte die Welle weiter rückwärts….:

Warum durften die Herren denn so frei dilletieren und auch noch die Finanzen des Clubs in Schutt und Asche legen?
Weil sie kein geeignetes Korrektiv hatten und haben!
Perfektioniert wurde dieses Manko durch die Abschaffung des VV-Postens und späteren Schrumpfung des Aufsichtsrates.

Womit ich wieder bei der Aussage aus meinem letzten Beitrag bin:

Ohne grundlegende Veränderung und einen strategisch sinnvollen Aufbau brauchen wir über Namen von Zu- und Abgängen eigentlich nicht zu diskutieren.

Die Geschichte wird sich unaufhaltsam wiederholen.

Wenn eine Baufirma beim Fundament geschlampt hat und ihnen die Hütte immer wieder einstürzt, ist es ebenso unsinnig sich damit zu brüsten, dass man sensationell günstig wunderschöne neue Dachpfannen ergattert hat….
Die landen, wie alle anderen zuvor, beim nächsten absehbaren Absturz wieder im Dreck.

Somit ist die Frage ob Dursun oder nicht, ob Walter oder Löw usw. derzeit absolut zweitrangig.

Mich interessiert an erster Stelle die Reparatur des Fundaments.

Dann wird es auch keinen Totalschaden geben, wenn mal ein Stein Baumängel hat, oder kaputt geht.

Night King
4 Monate zuvor

Sorry aber ich kann auch mit dem ganzen Psycho Gedönz nicht viel anfangen.
Wie haben die Vereine das bloß früher in den 70er und 80er Jahren gemacht, ohne Psycho Analysen.
Wie hat der Kaiser mal gesagt „Geht’s raus und spielt’s Fußball“, so einfach kann Fußball sein und die Spieler waren in den Eigenschaften sehr unterschiedlich.
Eine Mannschaft besteht nie aus dem gleichen Schlag Spieler.
Es hilft nicht 11 Techniker oder 11 Kämpfer oder 11 charakterlich einwandfreie Spieler zu haben und Spieler, die alles vereinen gibt es glaube ich, eher selten bis gar nicht.
Wie immer ist es ein Mix aus aus allem, was eine erfolgreiche Mannschaft ausmacht.
Ich finde das Bochum, Kiel und Fürth genau diesen Mix in ihren Mannschaften haben.
Der Wille spielt eine ganz entscheidende Rolle, weil darüber kann ich viel wettmachen.
Wie hat Thomas Müller mal den Erfolg der Bayern erklärt. „Wenn einer einen Fehler macht, sind gleich 2-3 andere da, um diesen auszubügeln“
Das geht nur über eine mannschaftliche Geschlossenheit und eben den Willen, für den anderen mitzumachen. Mir kann keiner erzählen, dass die Bayern nur charakterlich einwandfreie Spieler haben. Das sind 11 Ich-AG‘s, die aber wissen, was es für den Erfolg braucht.

Knuspererbse
4 Monate zuvor

Schöner Beitrag von Dr. Ringelband, gerade der Absatz zur Spielerwahl hat mir gefallen. Die Kaderzusammenstellung und, viel schlimmer: Bereits das Scouting sind seit Jahren eine absolute Katastrophe. Man hat seit Ewigkeiten das Gefühl, dass die Transfers von einem 12 jährigen Fifa-Spieler getätigt werden. Das Problem wird hier im Blog zwar von einigen Usern wahrgenommen und auch angesprochen, ansonsten wird es aber leider unter den Teppich gekehrt.

abraeumer
4 Monate zuvor

ToniHH hatte es gestern geschrieben, dass schon die von Scholl zitierte erste Kategorie (Technik) bei vielen Spielern nicht vorhanden ist. Auch die zweite Kategorie ist hinsichtlich der Schnelligkeit bei vielen nicht erfüllt. Zudem sind viele schon nach 60 Minuten platt. Die ersten beiden Kategorien zusammen erfüllen sowieso nur wenige Spieler.

Es ist daher in erster Linie eine Qualitätsfrage. Erst danach kommt die Mentalität und der Charakter. Die Mentalitätsfrage wird mir, wie jedes Jahr, zu sehr in den Vordergrund geschoben. Letztes Jahr war es das Gleiche und dann wurden die Charakterspieler Leistner und Gjasula verpflichtet. Gebracht hat es nichts, weil bei beiden die ersten beiden Kategorien (und damit die Qualität) nicht erfüllt sind.

DerNordfriese
4 Monate zuvor

Der Kommentar von Dr. Ringelband “lustlos und kein Charakter” ist mir zu einfach.

Das dritte Mal in Folge ist eine Mannschaft mit verschiedenen Trainern und Spielern auf die gleiche Art gescheitert.

Das muss objektive Gründe haben und liegt nicht ausschließlich am augenblicklichen Personal.

Gegen Ende der Rückrunde wächst der Druck. Das sieht man auch an den jüngsten Schwankungen von Bochum, Kiel und Fürth. Auch Stuttgart und Köln ließen in der Endphase Punkte liegen.

Beim HSV ist der Druck durch Tradition und Umfeld nochmals größer.

An dem Erwartungsdruck sind bisher alle gescheitert !

Es wäre interessant zu erfahren, wie ein erfahrener Psychologe damit umgeht.

Autosuggestion “Ich bin nicht Goliath, ich binDavid !” wird wohl kaum geeignet sein ?

Last edited 4 Monate zuvor by DerNordfriese
Darmzotte
4 Monate zuvor

Wieder mal ein interessanter Blog dank Dr. Ringelband.

Ich vermute aber leider, dass die Persönlichkeiten, die für die Spielerauswahl verantwortlich sind, keinerlei Ahnung von diesen Themen haben.

Schwache Leute holen schwache Leute. HSV in a nutshell.

Fussballtrainer
4 Monate zuvor

Es gab immer schon Spieler, die waren augenscheinlich nicht mit sehr viel IQ- Punkten gesegnet. Charakterlich war es so, dass die auch schon mal in den Hotelflur gekotzt und gepinkelt haben. Trotzdem haben die sich am Wochenende den Hintern aufgerissen im Spiel. Sind die nun Charakterschwach oder nicht lernfähig?

Die Art und Weise solche Verfahren beim Management anzuwenden und nur beinharte Bestimmer auszuwählen und Söldner die womöglich in der Lage sind auf dem Platz bis aufs Blut zu kämpfen, solche ziehen sich Dank psychologischer Feinauswahl heute durch jeden Großkonzern. Diese haben dann sicher auch Erfolg und wachsen und wachsen. Auf der Strecke bleibt der Mensch und so wie ich meine auch der Charakter.
Übrig bleiben immer funktionierende Roboter, die dem Menschen die „Arbeit erleichtern“
Das Ende wird sein, dass wir alle zum Mindestlohn den Monat rumkriegen.
Das psychologisch ausgewählte Management wird dann auch dafür sorgen, dass der gemeine Fan auch noch den letzten Euro seines Mindestlohnes in seinem Unternehmen abliefert.

Dann verteilt mal die Fragebögen zur Bestimmung der charakterlichen Fähigkeiten und Befähigung. Wenn es geht aber auch hier im Blog.

Last edited 4 Monate zuvor by Fussballtrainer
Ralf Lübbe
4 Monate zuvor

Bitte nicht Tim Walter!!! Bloß nicht. Wie wäre es mit Christian Rahn??? Der hat gerade seine Lizenz gemacht!!! Am besten ohne Aufstiegsdruck. Denn nächste Saison ist es fast unmöglich aufzusteigen.!!!
NUR DER HSV!!!!

LarsUweDoll
4 Monate zuvor

Können wir bitte einmal einen vernünftigen Sechser und Achter verpflichten?

Michael Kühnke
4 Monate zuvor

Also her mit dem „psychometrischen Verfahren (psychologischen Tests und Fragebögen).“
Klingt zwar irgendwie nicht unplausibel, aber auch nicht sonderlich speziell.
Und ob man das gleiche Verfahren auf einen 35jährigen Manager oder aber 20jährigen Profikicker anwenden kann, wage ich zu hinterfragen.

Peter Mueller
4 Monate zuvor

Sorry, aber ich finde Dr. Ringelband richtig gruselig.

Ich mag Scholles blog und ich anerkenne Scholles rühriges Bemühen neue Impulse in den blog zu bringen, aber mit Dr. Ringelband hatte ich von Anfang an meine Probleme.
Ich finde ihn unglaublich anmaßend.
Er willl also Einstellungstest mit Spielern machen, ihre Persönlichkeit durchleuchten, um vorherssagen zu können, wie sie sich in schwierigen Situationen verhalten werden,

Kann sein, daß sich das zukünftige Jung Manger noch gefallen lassen, aber schon ein paar Gehaltstufen höher wird es dann wohl so sein, wie bei bereits erfolgreichen Fußballspielern:
Sie sind die begehrten Objekte, die man für sich gewinnen muß und werden sich n Teufel auf solche pseudo wissenschaftliche Durchleuchtungen einlassen.

Ich bin überhaupt nich gegen Psychologen beim HSV,

aber ihre Aufgabe sollte besser sein Menschen/Spielern zu helfen sich zu entwickeln und nicht sie mit PsychoTests zu selektieren oder wenn man das weiterdenkt zu mannipulieren, mit dem Ziel vermeintlicher Leistungssteigerungen.

Blogfan
4 Monate zuvor

Finger weg von T.Walter als Trainer.
Dursun (29) soll zu Union Berlin gehen, da kann er mit dem Enkel kicken.
Diese Typ Spieler mit 29 J. bekommen einen letzten Vertrag, haben keinen
Weiterverkaufswert und möchten das Täschle am ENDE noch mal gut füllen:

Der HSV sollte sich endlich mal das RB Leipzig Konzept aneignen und nur
Spieler mit max. 25 J. verpflichten…das muss umgesetzt werden und nicht immer
wieder diese Verpflichtungen, die auch Tante Erna aus Finkenwerder
von ihrer Terrasse aus erledigen kann.

Spielerverpflichtungen wie Schonlau & Co. sind doch nun wirklich kein
Leistungsnachweis für ein gutes Scouting das zum Verantwortungsbereich
Boldt/Mutzel gehört. Alle diese Spieler sieht Tante Erna auch jedes Wochenende.

Diese Art und Weise ist ein Armutszeugnis für einen HSV….das hat mit Arbeit u.
Leistung aber auch gar nichts zu tun.

tobyseal
4 Monate zuvor

TW steht für Harakiri-Fußball…das wäre der Genickbruch für die Truppe…sein Fußball ist für die 2. Liga ungeeignet…übrigens er als Übungsleiter und Anführer einer Mannschaft auch…wäre eine ganz schlechte Wahl, welche definitiv nicht zum Aufstieg führen würde…hoffentlich ist das eine Nebelkerze…

Vamodrive
4 Monate zuvor

Ob Tim Walter oder Oma Freese ist doch wurscht, hier im Block zählen eh nur richtige Granaten.
Notwendig ist ein auf Jahre geplantes Vorgehen, Scoutingabteilung umbauen was da bislang rauskommt hätte meine Oma mit links gestrickt.
Die Torwarttrainer sind auch zu hinterfragen, es sei denn sie haben bei Auswahl und Einsatz keinerlei Mitspracherecht und die Trainer entscheiden an ihren Empfehlungen vorbei. Wenn ich mich recht erinnere war Drobny der letzte Torwart der auch mal ein Spiel Unfallfrei gestalten konnte.

Wer weiß was da noch alles für Luschen in der Geschäftsstelle und im Staff rumlaufen.
Wenn der HSV Leute beschäftigt die von den Spielern nicht ernst genommen werden bekommt man halt den 4,5,6 Platz in der Tabelle, oder schlimmer

Last edited 4 Monate zuvor by Vamodrive
Lucky Luke
4 Monate zuvor

Also ich finde jeder potenzieller Neuzugang muss erstmal 10 Sitzungen bei Dr Ringelband auf der Couch verbringen und dann einen von dem Experten M.Scholl ausgearbeiteten Fragenkatalog beantworten.

Das wird immer verrückter hier….

alles hat seine zeit
4 Monate zuvor

Erfolg geht über mannschaftliche Geschlossenheit.
11 Freunde sollt ihr sein.

Was in der Vergangenheit richtig war, hält heute nicht mehr.
Schuld sind gesellschaftliche Veränderungen. Im Zuge dieser veränderte Sozialisierungspraktiken und -ziele.
In früheren Jahrzehnten konnten Lehrer und Ausbilder die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendliche noch kritisieren. Auch waren Nachbarn wesentlicher Teil während der Sozialisierung junger Menschen.
Heute kaum mehr möglich.

So sorgen u. a. ‚Helikoptereltern‘ dafür, dass zunehmend Egoisten erzogen werden, die nur schwer in der Lage sind, erforderliche Entscheidungen allein zu treffen. Dennoch sind sie in ihrer persönlichen Entwicklung deutlich weiter als ihre Eltern es im gleichen Alter waren.
Diese Eltern sind meist nicht in der Lage erklären zu können, welche Schwächen ihre Kinder haben, schließlich sind sie in allem gut.

Als Profis sind sie, anders als normale Arbeitnehmer, teure Investitionsgüter.
Dennoch müssen sie in der Lage sein, sich in ein Team zu integrieren und als Teil eines Teams zu funktionieren. Und sie müssen ihre jeweiligen Trainer als Autorität anerkennen.

Die Beantwortung der Frage, ob sie es können und auch werden, sollte man Fachleuten anvertrauen.

Last edited 4 Monate zuvor by alles hat seine zeit
Aradia
4 Monate zuvor

Guten Morgen  👩‍🦰

In einem schnellen Spiel bleibt kaum Zeit zum
überlegen.
Man muss sich darauf verlassen, dass die Positionen
beweglich hin und her geschoben werden damit
man weiss, wohin mit dem Ball.

Wenn man sich das genau einprägt und alle machen mit
muss man nur noch genau anspielen.

Das setzt gleiche Kondition voraus.
Bleibt einer stehen, wird es ein Fehlpass.
So verstehe ich ein modernes Spiel.

Instinkt Fussballer haben da kaum eine Chance.
Weil mit Überraschung können die Kollegen
nix anfangen.

Dafür brauche ich keine intelligenten Spieler
aber sie müssen schon die Trainer Tafel
verstehen.

Von daher einen Stürmer anspielen der den
Ball verarbeitet ist schwieriger als wenn,
ein Gewusel von mehreren Spielern, vor dem
Tor durch das Mittelfeld gefüttert wird.
Die Wahrscheinlichkeit eines Tores ist grösser.

Das alles habe ich gelernt im laufe der Jahre.

Zu meinem bedauern hat es die letzten Jahre
kein Trainer geschafft den Jungs das bei zu bringen.
Entweder falsch besetzte Position (Spieler, konnte nicht
Position halten weil nicht gewohnt oder zu langsam
dafür.) oder angeschlagen und schonte sich.
Den Trainern fehlte es an Mumm sich durch zu setzen.

Durch die Leihgeschäfte haben wir immer weniger Geld
und können keine Verbesserung kaufen.
Von daher gehen wir dem Exitus entgegen und
es ist egal , wer kommt oder spielt.

Auf Nachwuchs setzen ist wie mit
den Kochtopf auf das frisch gesäte Feld zu gehen
um das Mittagsessen zu ernten/ kochen.🤤 

Toki
4 Monate zuvor

Was muss sich da heute im Blätterwald lesen? Der neue Trainer entscheidet ob der Inbegriff der Erfolgslosigkeit, Hunt wieder einen Vertrag kriegt? Kann ja wohl nicht wahr sein. Solche Spieler sind mit Schuld an dem derzeitigen Zustand des Vereins. Ein gutes hat das ja..sollte der neue Trainer wirklich auch auf Hunt setzen ist das Thema bereits an Tag 1 durch mit dem. Typisch HSV.

harrybooth75
4 Monate zuvor

Ich hatte sowohl letzte als auch diese Saison das Gefühl, dass die Mannschaft eine mögliche Relegation unter allen Umständen vermeiden möchte. Eine Mischung aus Angst und Bocklosigkeit sah ich gegen Sandhausen (1:5) und Osnabrück (2:3) bis auf wenige Ausnahmen an Spielern.

DerWikinger
4 Monate zuvor

Dann sollte Dursun zuerst einmal von Dr. Ringelband durchleuchtet werden, bevor er beim HSV einen Rentenvertrag alla Hunt bekommt😂 Wenn er angeblich Angebote von Bundesligisten hat, aber lieber zum erfolglosen Weltstadtverein in die zweite Liga wechselt, seh ich den Punkt Charakter schon etwas kritisch!

Hans-Werner Rieken
4 Monate zuvor

Hoffentlich gewöhnt sich Scholle jetzt nicht auch den Schreibtisch der Linken, hier von Ringelband eingeführt,an und schreibt demnächst von Fussballer**innen,, Zum kotzen,

Meaty
4 Monate zuvor

„…Das ist jedoch weniger gruselig als es klingt, da „Persönlichkeit“ kein Schicksal ist, man kann sich immer entscheiden, ob man seinen spontanen Impulsen folgt oder sein Verhalten bewusst steuert…“

Aha! In einer perfekten Welt von Dr. R. vielleicht!
Demnach dürften es Mörder, Vergewaltiger, Alkoholiker, Drogenabhängige etc. gar nicht geben, weil es ja so einfach ist, sein Verhalten bewusst zu steuern…!

Finsterste Theorie!

horst schlau
4 Monate zuvor

Morgen,

dann näheren wir uns (ab Montag ?) dem x.ten Mannschaftsumbruch. Na da ja jetzt wirklich die Kriegskasse ziemlich leer sein müsste, kann ja kein Säulenspieler von einem Abstiegsverein kommen – oder doch ?

Gruß Horst 😎

Fussballtrainer
4 Monate zuvor

Letztlich sind die Spieler eines Vereins nichts anderes als Angestellte, wenn auch gut bezahlt und auch, hier bezeichnet als „Investitionsgut“.
Ob sich daraus ein Besitzanspruch auf die Spieler ableitet ist jedoch mehr als fraglich und ich denke, glatt zu verneinen.

Viel wichtiger dürfte es sein, dass die Anwendung und vor allem Auswertung eines psychologischen Tests letztlich auch ein juristisches Problem darstellt, da dies gegen gravierende Grundrechte des Einzelnen verstößt.

Sicher kann eine Verein eine Fragen- und Antwortliste für sich erstellen oder eine Art „Abhakliste“ und daraus für sich Wertungen erzielen, aber sobald die Fragerunde an die Psychologie eine Menschen geht, sind von Seiten des Vereins die Grundrechte und Arbeitsrechte zu wahren.

Jörg Meyer
4 Monate zuvor

Ich bin kein Psychologe oder kann beurteilen wie die Spieler auf die Fragen von Dr. Ringelband antworten würden, aber eins weiß ich.
Wenn man die Spielervertäge und Gehälter extrem nach Leistung und Erfolg des Vereines gestalten würde dann würden sie entweder gleich wegbleiben oder laufen, beißen und kratzen und grätschen wenn es sein muss!!!

Grantler3006
4 Monate zuvor

Wenn man die Dienstleistung temporär, damit meine ich grundsätzlich die psychologischen Tests auf das Charakterprofil eines Profisportlers abstimmen kann, dann sollte der HSV auf solch eine Dienstleistung unbedingt zurück greifen.

Wenn ich neue Kräfte und Führungskräfte suche, mache ich mir auch Gedanken, welche Charaktereigenschaften muss ein neuer Kollege mitbringen, um die Aufgabe zu bewältigen. Dann mache ich mir Gedanken, wie ich die diese Eigenschaften herausfiltern kann. Leider habe ich keinen Fragebogen parat, der das Ganze fundiert in Einklang bringt. Es ist ein bisschen Erfahrung und Erkennen der Körpersprache, aber eben auch der Bauch.
Aber es wäre für den HSV auf jeden Fall eine tolle und langfristig auch profitable Angelegenheit. Mir gefallen die Blogs vom Doc. sehr gut, weil ich glaube, dass sehr viel ohne das große Geld geht. Die richtigen Instrumente und die richtigen Personen mit der richtigen Einstellung an den entsprechenden Schaltstellen können viel bewirken.

Dazu Glaubwürdigkeit und Konsequenz, dann ist die Chance auf Erfolg größer, als bei dem Spieler- Trainer- Manager Gewürfel des HSV der vergangenen Jahre. Und weniger Schulden hätten wir auch, wenn man die Auswahl des Personals auf mehrere Säulen stellt, als sein Kontaktbuch, Sky und Transfermarkt.de

IvanAusKass
4 Monate zuvor

Mal ein großes Lob an Dr. Ringelband !!!
Allein seine Interaktion mit den Fans und Lesern bereichert diese Seite ungemein.

Und lesenswert sind seine Beiträge zudem…. echter Mehrwert, danke Doc !

HorstUweKevin
4 Monate zuvor

Schade, dass es nur über die Dursuns und Terrodes dieser Ligawelt geht. Perspektive ist was anderes. Aber wenn du auf Zwang wieder aufsteigen willst musst du wohl derart handeln.
Fühlt sich alles an wie immer.
Vielleicht sollte man den neuen Trainer in solche Entscheidungen einbeziehen?
Da sollte der Fokus drauf liegen.
Wer weiß, was bzw. wen der noch „mitbringen“ kann.
Bloß nicht jetzt schon handlungsunfähig kaufen.

nur der hsv

bahrenfelder
4 Monate zuvor

Bei Bayern dürfen zum letzten Spiel 250 Zuschauer dabei sein. Bayern hat 100 Karten an Personen aus dem Gesundheitswesen vergeben, 100 Karten werden unter den Fans ausgelost und 50 Karten dem Kids Club gespendet. Das liegt alles daran das in München die 7 Tage Inzidenz weit unter 100 liegt.
Frage jetzt, warum ist sowas nicht in Hamburg möglich (Inzidenz Wert würde ja auch passen). Hat man hier vielleicht Angst das die ausgelosenen Zuschauer dankend absagen?

FC Bayern: Diese Fans dürfen zum Saisonfinale ins Stadion | WEB.DE

Alexander
4 Monate zuvor

Also ich finde den Fußballer oder Profisportler mit Managern zu vergleichen. Das ist was ganz anderes.
Im Sport kommst du zu einfach an Geld und die Karriere ist rel schnell vorbei , dazu noch Berater und die horrenden Gehälter – einmal anstrengen und schon hast du den Vertrag fürs Leben (Wood , arp )
Und das ist natürlich nicht nur beim hsv so
Ich würde auch nicht sagen das man nicht genau hingeschaut hat bei der Wahl der Spieler , denn zu jedem Zeitpunkt wurden Wechsel als absolut top angesehen die sich heute als -6 herauskristallisieren.
Entweder will ein Spieler besser werden und noch mehr Geld verdienen und ggf. Titel holen oder er lässt es ,und gut sein kannst du auch in einer schlechten Mannschaft. Wille schlägt immer talent

Aber der Fußball von heute lässt es einfach nicht mehr zu -ein brutales Geschäft wo du als Verein nur verlieren kannst

abraeumer
4 Monate zuvor

Hallo Scholle und Dr. Ringelband, das Zitat von Scholl hatten wir schon vor einiger Zeit im Kommentarbereich diskutiert.

Sabine Ludwig
4 Monate zuvor

Scholle schöner Beitrag!!! – brauchste vielleicht noch eine RA – Gehilfin zum Korrekturlesen – nicht bös gemeint nur Feststellung einige RS – Fehler… Trotzdem tausend Dank für deine unermüdlich neutrale Berichterstattung!!!

schlunzi
schlunzi
4 Monate zuvor

Ein Frage Herr Dr. Ringelband: Welche Fähigkeiten muss dann der Auswähler besitzen um wirklich erkennen zu können, ob alle Fähigkeiten beim Bewerber vorhanden sind. Big Data Recruiting?? Sollen wir in diese Richtung gehen? Ich bestreite, dass die jetzige Führung in der Lage ist zu entscheiden wer wirklich passt. Outsourcen oder verschwinden.

Fluegelzange
4 Monate zuvor

„Vor allem freue ich mich darauf, auch mal in einer Großstadt zu leben – und
natürlich freue ich mich auch auf Klaus.“

Ich hoffe Schonlau lehnt sich nicht auch noch zurück, aber die Aussage lässt mich etwas daran zweifeln.

André Galler
4 Monate zuvor

Der HSV und türkische Spieler, das hat noch nie gepasst. Ich denke, Dursun sollte nach Istanbul gehen.

Nur der HSV
4 Monate zuvor

Laut Bild: „Vagnoman, seit 2010 beim HSV, will nicht unbedingt weg.

Die Frage ist: Wer hat trotz aller finanziellen Corona-Löcher die Möglichkeit, die Ablöse-Vorstellungen des HSV (rund 7 bis 8 Mio. Euro) zu erfüllen – und ist trotzdem qualitativ nicht so stark aufgestellt, dass Vagnoman auch regelmäßig spielen kann?“

Wie blöd kann man über Vagnoman schreiben???

Last edited 4 Monate zuvor by Nur der HSV
Jörg Brettschneider
4 Monate zuvor

Hallo verehrtes Moin-Volkspark-Team,

ich habe eine bzw. zwei Frage(n) an euch:

Ist – nach euren Informationen – eindeutig geklärt, dass Boldt und Mutzel auch für die Saisonplanung 2021/2022 verantwortlich zeichnen dürfen?

Oder gibt es Hinweise, dass der Aufsichtsrat Boldt kurzfristig von seinen Aufgaben entbindet?

Danke euch im Voraus für eine Antwort.

Gruß vom Brettschneider

Buffy
4 Monate zuvor

„Ein Kunde, der sich das neue St. Pauli-Trikot bestellte, ließ sich das gute Stück mit „Nur der HSV“ beflocken.“ (MOPO)

Genau mein Humor 😆

Micky
4 Monate zuvor

Sehr interessanter Beitrag von Dr. Ringelband. Natürlich wäre mal ein Beispiel der angewandten Fragen interessant.
Dennoch sehe ich bei derartigen Fragen eher eine Momentaufnahme.
Der Charakter ist m M nach durch Erfahrung entwicklungsfähig. Gerade in den betreffenden Jahrgängen. Daher wäre es schade, betroffene Personen zu unterschätzen, ohne ihnen die Möglichkeit einzuräumen, eine auf sie zukommende Chance ergreifen zu können, die dem sich ausbildenden Charakter förderlich sein kann.

Das wirkliche Problem scheint hier eher die Kurzlebigkeit eines Sportes zu sein, der dir nur ein relativ kurzes Zeitfenster zur Entwicklung bietet. Der Erfolg muss also aus dem Stand abrufbar sein. Dafür werden von den Clubs hohe Summen gezahlt. Dieses zu rechtfertigen liegt aber nicht an einem Spieler/Sportler, sondern an der Erfolgsgier der jeweiligen Vereine, deren Führungspersönlichkeiten und der Öffentlichkeit. Ein schwierig zu durchbrechender Kreis.

Und wenn Sedar das hier jetzt lesen sollte:
Komm endlich rüber du alte Landradde. Mach uns stolz, so eine Type wie dich beim HSV zu haben. Ich persönlich fand deine teils schlitzohrig, dynamischen Tore sowieso besser als die von Simon. Ist Geschmacksache, ich weiss. Aber du bist und bleibst Hamburger. Tu uns und deiner Familie das nicht an, und geh wegen dem schnöden Mammon woanders hin. So bald wir wieder ins Stadion können, feiern wir dich ab.
Versprochen !
Alles gute !