So geht es für den HSV im Fall Bakery Jatta weiter

von | 07.12.21 | 311 Kommentare

Ich habe meine Meinung zum Thema Jatta jetzt schon mehrfach und mehr als deutlich kommuniziert. Und daran ändert sich auch nichts. Für mich gilt er als unschuldig, bis ihm das Gegenteil bewiesen werden kann. Für mich gilt aber auch ganz eindeutig: Sollte Jatta das deutsche Recht gebrochen haben, muss er die daraus resultierenden Konsequenzen akzeptieren. Allein in Sachen Strafmaß bin ich schon etwas weiter.  Denn für mich gilt Jatta ob des schwebenden Verfahrens und dem damit einhergehenden psychischen Druck schon als bestraft genug. Für mich legt in dem ihm angelasteten Vergehen keine „besondere Schwere“, weshalb eine Geldstrafe meinerseits ausreicht. Das zusammen dem bereits entstandenen Stress seitens der Ermittler und der Berichterstattung vereinzelter Medien ist Strafe genug.

Aber auch der HSV muss in dieser Angelegenheit in Gänze betrachtet werden. So schön und richtig die Solidarität auch ist, so steckt der HSV durch die Anklageerhebung gegen Bakery Jatta in einer Zwickmühle. Sollte man den Flügelstürmer weiterhin einsetzen oder aufgrund der ungewissen juristischen Lage vorerst auf die Tribüne beordern? Denn kommt es zu einer Verurteilung des Gambiers, der nach Ansicht der Hamburger Staatsanwaltschaft nur aufgrund einer falschen Identität eine Aufenthaltserlaubnis erhalten haben soll, kann es kompliziert werden. Spiele könnten nach Protesten gedreht werden, die Tabelle würde dann durchgerüttelt.

Konkurrenz könnte vorsorglich schon Proteste einlegen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) müsste Jatta bei einer Verurteilung die Spielerlizenz aberkennen. In dem Falle stände fest, dass der Profi „nie eine Spielberechtigung hatte. Er hätte dann folglich vom HSV nicht eingesetzt werden dürfen“, sagte Rechtsanwalt Benjamin Keck von der Kölner Kanzlei Steinrücke Sausen gegenüber der DPA. Die Einspruchsfrist gegen Niederlagen oder Unentschieden in Spielen gegen den HSV mit Jatta beträgt zwei Tage. Lediglich bei Spielmanipulationen oder dem Einsatz gedopter Spieler gilt laut Spielordnung der DFL die Zwei-Tage-Frist nicht in der Form. Proteste können schon jetzt vorsorglich eingelegt werden.

Ob Einsprüche berechtigt sind, wird sich entscheiden, wenn das Amtsgericht Altona die Anklage zulässt und Jatta im weiteren Verlauf verurteilt werden sollte. Dann müsste die DFL sieglose Spiele der Konkurrenten, die protestiert haben, in ein 0:2 gegen den HSV umwerten. Da sich das Verfahren aber lange hinziehen wird, sitzen DFL und der Deutsche Fußball-Bund in der Bredouille. Wie soll eine abgelaufene Saison mit Aufsteigern und Absteigern korrigiert werden, wenn die neue Spielzeit schon läuft? Dafür gibt und gab es noch keinen Präzedenzfall.

Der HSV selbst hat gerade unmissverständlich erklärt, dass man nicht auf Jatta verzichten werde. Der Verein steht hinter seinem Spieler. Möglich ist, dass der HSV mit jedem kommenden Gegner eine Einigung in der Form trifft, dass dieser auf einen Protest gegen einen Jatta-Einsatz verzichtet. Ob die Rivalen mitspielen, ist jedoch ungewiss. Die Alternative: Der HSV verzichtet auf den Gambier – für den HSV undenkbar. Der 23 Jahre alte Jatta, der nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Bakary Daffeh heißen und 26 Jahre alt sein soll, hat bislang alle 16 Spiele in dieser Saison absolviert und gehört zum Stammpersonal. 

Gegen Jatta, der weder als Foulspieler in der Liga bekannt ist noch andere Ressentiments der Konkurrenten auf sich gezogen hat, werden sich mögliche Proteste auch nicht richten. Der FC St. Pauli verkündete heute proaktiv seine Solidarität mit Bakery Jatta. Der Tabellenführer twitterte: „Aus gegebenem Anlass! #Kein Mensch Ist Illegal #Jatta #fcsp“. Und auch aus Dresden kommt Unterstützung. „Er hat klar gesagt, dass an den Sachen nichts dran, dass er der ist, als der er sich ausgibt. Daher gibt es für mich keinen Grund, irgendetwas zu bezweifeln», sagte der ehemalige Sportgeschäftsführer des HSV, Ralf Becker, gegenüber „Sport1“.

Becker, aktuell für den Liga-Rivalen Dynamo Dresden tätig, hatte im Januar 2019 den Fünf-Jahres-Vertrag mit dem Flügelspieler bis zum Jahr 2024 ausgehandelt: „Zunächst tut es mir menschlich für ihn leid, was in den letzten Jahren abgelaufen ist», sagte der 51-Jährige über den HSV-Profi: „Baka ist ein hochanständiger Kerl und gut integriert. Jeder drückt die Daumen, dass das Thema bald mal erledigt ist.“ Dennoch, auf derart flächendeckende Solidarität mit Jatta und dem HSV können die HSV-Verantwortlichen nicht hoffen. Wenn es um Platzierungen, TV-Geld, Aufstieg oder Abstieg geht, hört die Nächstenliebe im knallharten Fußballgeschäft auf. „Fußball ist so kommerzialisiert, dass ein Geschäftsführer die Entscheidung nicht völlig frei treffen kann“, sagte Keck, der als Fachanwalt für Arbeitsrecht auf die Sportbranche spezialisiert ist.

Der HSV könnte Jatta mit Vertragsauflösung helfen

In AG-geführten Klubs wäre es sogar die Pflicht des jeweiligen Verantwortlichen, Protest einzulegen. Oder anders formuliert: Wäre der HSV umgekehrt in der Situation und der Vorstand würde keinen Protest einlegen – laut AG-Recht könnte ihm das zum Verhängnis werden. Um Jatta zu schützen, wäre auch folgendes Szenario denkbar: eine Auflösung seines Vertrags beim HSV. Jatta könnte in diesem Fall ins Ausland gehen und dort seine Karriere fortsetzen. Sein Vertrag in Hamburg läuft noch bis Sommer 2024.

Bei einer möglichen Verurteilung Jattas wäre nach Erwachsenem-Strafrecht eine Haftstrafe wegen Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz ein denkbarer Schuldspruch. „Im Jugendstrafrecht steht jedoch der Präventionsgedanke im Vordergrund“, sagte Keck. Deshalb liefe es wohl auf eine saftige Geldstrafe hinaus. Sollte sich herausstellen, dass Jatta bei Beantragung eines Aufenthaltstitels in Deutschland nicht wie angegeben 17, sondern 20 Jahre alt war, gilt er als Heranwachsender bis 21 Jahre – immer noch ein Fall für den Jugendrichter. Dieser fällt die Entscheidung über die Anwendung des Jugend- oder Erwachsenenstrafrechts.

So viel zu den nüchtern betrachteten Fakten rund um die Causa Jatta, bei der ich mir auch hier im Blog oftmals mehr sachlich- und vor allem auch Menschlichkeit wünschte. Nicht, um ein Verbrechen zu beschönigen. Das widerstrebt mir. Sehr wohl aber, um dieses „Verbrechen“ korrekt einzusortieren. Und für mich ist die Schwere eines Verbrechens vor allem daran zu bemessen, wie sehr man anderen damit geschadet hat. Und diesen Schaden erkenne ich nur sehr bedingt. Ganz sachlich betrachtet.

In diesem Sinne, bis morgen! Dann wieder mit einem Communitytalk. Fragen dafür könnt Ihr wie gewohnt über Instagram stellen oder mir eine Email an moinvolkspark@gmail.com senden! Bis dahin Euch allen einen schönen Champions-League-Abend. Und: Bleibt gesund!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Paulinho
5 Monate zuvor

Für mich gibt es bisher überhaupt nur ein jahrelanges Hin und Her, klar, die ehrenwerte Bild Postille will ja nur, dass das deutsche Migrantenrecht auch bei Jatta angewandt wird und den Fall aufklären, egal, wie lange und was es kostet. Und das wird eine so grosse Zeitung ja wohl noch machen dürfen. Wo kommen wir Deutsche denn hin, wenn wir auch nach Jahren einfach den Aktendeckel zu knallen. Und wenn es noch weitere fünf Jahre werden, die Bild lässt nicht locker. Schliesslich will sie uns vor solchen Jattas schützen. Ehrenwert? Nein, miese Provinz Possen, die mich nach dieser Zeit auch schon lange nicht mehr interessieren. Bild und dann noch dieser „Chefredakteur“ Reichelt, alle ehrenwert? dabei haben sie so viel auf dem Kerbholz, damit ganz du ganze Wälder bestücken, zum Kotzen. Meine Meinung,sorry.

Last edited 5 Monate zuvor by Paulinho
Jörg Brettschneider
5 Monate zuvor

Der HSV ist jetzt in einer schwierigen Lage. Scholle hat es sachlich nüchtern auf den Punkt gebracht.

Was hat ein ordentlicher, sorgfältiger, vorsichtiger und gewissenhafter Geschäftsführer einer Fußball AG jetzt zu tun?

Riskiert er die Aberkennung von Punkten, indem er weitere Jatta-Einsätze zulässt?

Er müsste sich mit seiner Entscheidung an der heutigen Sachlage messen lassen.

Jatta selbst hat seine Identität mehrmals gegenüber dem Club bestätigt. Niemand weiß, ob er sich konkret zu dem Namen (besser Phantom) „Daffeh“ geäußert hat.

Spekulation:
War „Daffeh“ vielleicht in dem afrikanischen Nachbarland von Gambia, in dem Daffeh gespielt haben soll, eine Fake-Identität?
Ist er vielleicht dort – aus welchen Gründen auch immer – teilweise nicht unter seinem richtigen Namen Jatta aufgetreten?
Das könnte den Strafverfolgungsbehörden eigentlich egal sein. Denn dann wäre Jatta die richtige Identität. Und die hat er beim HSV angegeben.

Man muss aber genauso sachlich nüchtern sehen, dass deutsche Strafverfolgungsbehörden keine Anklage erheben würden, wenn sie nichts in der Hand hätten.

Polemik, emotionale Schnellschüsse und reflexartige Abwehrbekundungen gegenüber deutschen Strafverfolgungsbehörden werden doch meistens – sind wir ehrlich – nicht mehr so heiß gegessen, wenn die Fakten erstmal auf dem Tisch liegen.

Man darf voraussetzen, dass die Behörden mit viel Aufwand ermittelt haben, bevor sie den Schritt „Anklage“ gegangen sind. Kein Staatsanwalt will vor der mächtigen Fußballgemeinde, die sich bisher sehr solidarisch im Fall Jatta gezeigt hat, als Buhmann dastehen.
Genauso wenig möchte er sich allerdings „Strafvereitelung im Amt“ anhängen lassen.

Alleine aus den im letzten Absatz genannten Gründen muss man davon ausgehen, dass Stichhaltiges gefunden wurde. Man schweigt sich – wie üblich in solchen Verfahren – über die Details aus. Auch die genauen Gegenargumente des Anwalts sind ja nicht bekannt.

Vielleicht sollte der HSV nochmal das Gespräch mit Jatta und seinem Anwalt suchen.
Der HSV hat jetzt jedenfalls den „Dunkelblauen Peter“. Das müsste auch Anwalt Bliwier klar sein.

Die Entscheidung Jatta spielen oder nicht spielen zu lassen, möchte ich auch nicht treffen.
Es könnte die HSV-Geschäftsführung den Job kosten. Wie Scholle schrieb; aktienrechtlich gibt es nicht so viel Spielraum.
Die DFL und die Wettbewerber können aus denselben oder ähnlichen Gründen keine verbindlichen Zusicherungen geben.
St. Pauli würde es aufgrund seiner DNA zwar höchstwahrscheinlich machen. Aber eine breite Rechtssicherheit ist angesichts der vorliegenden Anklage sicher nicht zu bekommen.

Eine elegantere Lösung ist womöglich verpasst worden.

Ob Jatta nochmal für den HSV spielen wird…?

Anmerkung:
Ich hoffe, dass die Sachlichkeit des Beitrags anerkannt wird.
Die „Berichterstattung“ der Bild-Zeitung kritisiere ich wie alle hier. Vor allem die Art und Weise!
Und dass ich Jatta alles Gute und den bestmöglichen Ausgang des Verfahrens wünsche, versteht sich von selbst.

Es ist ein Dilemma für alle Beteiligten. Da nutzt auch kein Draufhauen auf die Behörden.

Last edited 5 Monate zuvor by Jörg Brettschneider
Bastrup
5 Monate zuvor

Der FC St. Pauli ist mir gleich nach dem HSV der liebste Fußballclub der Welt.

Die Art und Weise, wie die Stellung beziehen in dieser Angelegenheit, imponiert mir.

PRO JATTA!! PRO DAFFEH!! PRO HSV!!

Ivan69
5 Monate zuvor

Hallihallo Herr Scholz!
Ich melde mich aus dem selbstverordneten Antitrollexil vorübergehend zurück, um folgendes anzumerken:

Wenn man

erstens genau weiß, daß ein gewisser Teil der hiesigen Stammkommentatoren aus AFD-Symphatisanten oder schlimmerem besteht

und

zweitens nicht in der Lage oder nicht willens ist, diesen Blog angemessen zu moderieren,

sollte man vieleicht zu manchen gesellschaftlich sensiblen Themen
entweder:

a) eindeutig und unzweifelhaft Stellung beziehen

oder

b) einfach mal schweigen!

Hier macht erstmals das folgende Wort Sinn:

ENDE!

Nicolai Alexander
5 Monate zuvor

Lieber Scholle. Bei allem Verständnis für Deine liebenswerte Art und Deine soziale Ader. Ich bin froh, dass Du kein Richter bist.

Zunächst gilt wie immer die Unschuldsvermutung. Und das ist auch gut so. Für den Fall einer Verurteilung Jatta jedoch milde zu bestrafen weil er einer angeblichen Hetzjagd durch die BILD und der Staatsanwaltschaft ausgesetzt gewesen ist, halte ich für vollkommen verkehrt.

Im Gegenteil! Die Vorwürfe stehen bereits seit über 2 Jahren im Raum. Es liegen auch so viele Indizien vor, dass es schon naheliegt, dass da irgendwas nicht stimmt. Sollte dies noch bewiesen werden und ein Rechtskräftiges Urteil erfolgen muss man sich fragen, warum Jatta nicht schon längst ein Geständnis abgelegt hat. Er hätte die „Hetzjagd“ ja selbst beenden können. Wenn es denn so kommen sollte, hat er über Jahre seinen Arbeitgeber, seine Fans und vor allem die Ermittlungsbehörden belogen und die Aufklärung behindert. Dies wird beim Strafmaß sicherlich und zurecht berücksichtigt.

Besonders perfide finde ich dann auch das rumgeheule von ihm. Sich in einer Opferrolle zu suhlen die ihm nicht zusteht ist schon sehr bedenklich.

Silas hat das ganze intelligenter gelöst und trotzdem eine 3monatige Sperre erhalten. Bei Jatta wird sie wohl weitaus höher ausfallen. Zu einer Abschiebung oder Freiheitsstrafe wird es wohl eher nicht kommen.

Fraglich ist, wie der HSV als Arbeitgeber damit umgehen wird. Nach meinem Verständnis wäre eine Weiterbeschäftigung nicht möglich, da er seinen Arbeitgeber trotz mehrfacher Gespräche belogen und betrogen hat. Zumindest hat der HSV immer betont dass es Gespräche gegeben hat in den Jatta glaubhaft versichert hat, dass an den Vorwürfen nichts dran sei und er deshalb die volle Unterstützung des Vereins bekommt. Jeder andere Arbeitgeber würde in so einer Situation eine fristlose Kündigung aussprechen und ggf. Schadesnersatzansprüche zumindest prüfen.

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich kann Jattas Beweggründe nachvollziehen. Würden wahrscheinlich einige machen, wenn sie sich dadurch eine wirtschaftlich bessere Zukunft erhoffen. Aber wenn die Vorwürfe schon im Raum stehen, hätte er durch ein Geständnis keine harte Strafe befürchten müssen. Allein Aufgrund seiner guten Integration und da er niemandem direkt geschadet hat.

Bevor ich hier jetzt mit nem shitstorm belegt werde. Alles was ich geschrieben habe gilt nur sofern es zu einer Verurteilung kommt.Bis dahin: in dubio pro reo!

Didi
5 Monate zuvor

https://www.t-online.de/sport/fussball/2-bundesliga/id_91280324/tid_amp/bakery-jatta-vom-hsv-stellen-sie-sich-doch-selbst-mal-die-frage.html

Es gibt halt tatsächlich Menschen, die andere Sorgen haben, als ob Aldi zu Weihnachten frische Erdbeeren hat.

RummsBumms
5 Monate zuvor

Einfach Helm auf und durch.
Jatta weiter einsetzen. Fertig.
Die Solidarität vieler Vereine u Menschen wird gewiss sein. Der HSV muss weiter zu Jatta stehen.
Es gibt doch kein Zurück mehr. Der HSV hätte ansonsten längst Jatta so beraten müssen, dass er reinen Wein einschenkt. Sofern der HSV andere Erkenntnisse hatte.
Die Strafe wird kommen, wenn es bewiesen werden kann. Na und…..dann soll die Liga doch ins rechtliche Nirvana u Chaos stürzen.
Die Vergehen der VARs u Schiris sind gravierender. Da wird jedes Wochenende beschissen.
Der HSV u Jatta können nur Hand in Hand durch diese Scheisse gehen. Auch die Mannschaft steht hinter Jatta.
Und wenn sich einer lächerlich macht, dann der Staat. Dieser Sachverhalt zeigt auf, wie erbärmlich handlungsunfähig der Staat ist. 2 Jahre lang recherchieren teure Gutachter u Staatsanwälte einen solchen Fall. Eigentlich passt der Fall in die Show von Mario Barth, in der er Steuerverschwendung aufdeckt. Denn was ist hieran noch verhältnismäßig?

Baresi
5 Monate zuvor

Ich halte es für rechtlich ausgeschlossen, dass der HSV sportlich gewonnene Punkte abgeben muss für Spiele, in denen er Jatta eingesetzt hat oder derzeit einsetzt. Der Spieler verfügt über eine gültige Lizenz, die ihm nicht der HSV, sondern der DFB/die DFL erteilt hat. Es ist nicht Aufgabe der Vereine, die Lizenzvergabe zu hinterfragen.

Kleine Anmerkung noch: Gegen Jatta wird nicht wegen eines „Verbrechens“, sondern wegen eines „Vergehens“ ermittelt. Der dabei betriebene Ermittlungsaufwand spottet jeder Beschreibung angesichts der Schwere des Tatverdachts.

bahrenfelder
5 Monate zuvor

Als ich anfing den Blog zu lesen dacht ich mir so, dass haste doch schon mal gelesen heute Anklage gegen Jatta: HSV und DFL in der Bredouille | WEB.DE
Gut hier ist noch etwas dazugeschrieben aber mal ehrlich, Journalismus sieht für mich anders aus. Naja, wie schrieb hier jemand, mit Abschreiben kann man auch Außenminister werden.

Zum Fall Jatta möchte ich nur anmerken, bevor man ihn verurteilt sollte man mal in sich reinschauen und sich die Frage stellen – Wie würde ich an seiner Stelle handeln?
Da bin voll bei dem Journalisten von t-online. Er hat alles hinter sich gelassen, seine Familie, seine Freunde etc. und da gehört schon etwas dazu.

abraeumer
5 Monate zuvor

Der Vorstand in Stuttgart hat sofort reagiert. Die Fälle sind daher nicht vergleichbar.

Es wäre gut, wenn hier einige endlich erkennen würden, in welcher Lage sich der HSV, wenn es schlecht läuft, befindet. Auch der AG-Vorstand des HSV hat Pflichten. Aber wichtiger scheint das passende Motto „Vereint 2025“ zu sein. Ich habe das Gefühl, dass die Verantwortlichen es schon schaffen werden, den HSV zu versenken, auf welchem Wege auch immer. Es wäre aus meiner Sicht wichtig, dass insgesamt auch der Verstand wieder gebraucht wird.

Flotti McFlott
5 Monate zuvor

Sollten die Verantwortlichen Flankengott Daffeh weiterhin einsetzen, ohne vorher die verbindliche Aussage der Gegner zum Rechtsmittelverzicht vorliegen zu haben, wäre das nicht nur überragend dämlich, sondern auch absolut fahrlässig. Von daher ist es unserer „Führung“ durchaus zuzuztrauen… ☝🏼

ToniHH
5 Monate zuvor

Wie hier auf die Justiz draufgehauen wird. Respekt

Polnisch-türkische Rechts-Verhältnisse werden hier gewünscht.

Auch hierfür Respekt. Vielleicht noch so ein Hongkong Gesetz obendrauf.

Gesetz für die Aufhebung der Unabhängigkeit der Judikative….

Und gleich Art 92 GG eliminieren..

Unfassbar- wirklich –

Flotti McFlott
5 Monate zuvor

Doyle Leihe soll vorzeitig abgebrochen werden? Ich kann Man City da verstehen. Wenn die dortigen Verantwortlichen sehen, was hier für Maltafüße mit Stammplatzgarantie ausgestattet sind, während Wim Waltersen Doyle frühestens in der 88. Minute bringt…

Night King
5 Monate zuvor

@Marcus Scholz..“Das zusammen dem bereits entstandenen Stress seitens der Ermittler und der Berichterstattung vereinzelter Medien ist Strafe genug.“

Dann hätte Dagobert damals auch keine Strafe bekommen dürfen, wenn das alleine die Kriterien sind.

Wie ist das eigentlich unter Journalisten Kollegen, man kennt sich ja, wird da auch mal das ganze Vorgehen der BILD hinterfragt, vor allem vor dem Hintergrund der Überschrift im gestrigen Blog (menschenverachtender mediengesteuerter Prestigefall), da wird man doch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, wenn man sich im Volkspark über den Weg läuft und wie lauten die Antworten von Herrn Milani und Herrn Hesse?

Hallenser
5 Monate zuvor

Schön das hier jetzt schon 2 Tage über Jatta diskutiert wird, gibt ja keine anderen Baustellen. Wenn nach so einem Zeitraum Anklage erhoben wird, darf man wohl davon ausgehen das es etwas mehr als Vermutungen gibt und der weitere Ablauf wird sicher spannend. Schön auch das nun wieder alle ihre Solidarität erklären, klar ist der Gutmenschenklub da ganz vorn dabei. Sollte allerdings dann doch was an der Sache dran sein, ist der Kreis der Getäuschten doch recht groß – und so ganz gehe ich dann nicht mit in der Bewertung dies ist doch dann nicht so schlimm! Er hätte sich einen recht gut dotierten Vertrag erschwindelt, dürfte hier gar nicht spielen und leben und hätte viele Leute einige Jahre recht ordentlich verarscht und mißbraucht! Sicher ist der heutige Zeitgeist auf seiner Seite,unter der neuen Regierung wohl auch bald die Gesetze – aber besser würde speziell sein Anteil an der Geschichte nicht wirklich!
Wie gesagt, man darf gespannt sein wie es weiter geht! Sportlich ist Jatta sicher zu ersetzen und eventuell spielt dann auf seiner Position mal jemand der nicht nur schnell laufen kann…!

Boxer
5 Monate zuvor

Zu den Blogs gestern und heute noch zwei Anmerkungen

-„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache – auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört.“ —Quelle : Hanns Joachim Friedrichs

-Ist es als Journalist nicht verpflichtend die Quellen anzugeben von denen man abgeschrieben hat?

Jörg Meyer
5 Monate zuvor

Exakt die Probleme für den HSV die ich im letzten Blog geschrieben habe,beschreibt Scholle. Man muss es von zwei Seiten unabhängig und ganz sachlich betrachten. Zum einen BJ jede Unterstützung geben von Vereinsseite und zum anderen abwägen in wie weit es bei einer Verurteilung Konsequenzen für den HSV geben könnte. Bei aller Menschlichkeit und Wohlwollen, an dem Verein hängen viele direkt und indirekt dran ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Da sollte man sich rechtlich sicher sein was man als vernünftig verantworten kann.

Last edited 5 Monate zuvor by Jörg Meyer
MEFFORT
5 Monate zuvor

Das Geschriebene klingt mir insgesamt zu sehr so, als wäre irgendwas klar geschweige denn erwiesen – …um dieses „Verbrechen“ korrekt einzuordnen….!? So lange der Mann unschuldig ist, gibt’s auch kein Verbrechen!

Alex
5 Monate zuvor

Dank geht raus an den dpa News Kanal… 👋

© dpa-infocom, dpa:211207-99-288115/5

Riesum
5 Monate zuvor

Mal ne ganz andere Frage: Wie viele Menschen arbeiten bei der Staatsanwaltschaft das die die Zeit haben, 2 Jahre lang die Identität von zig Tausend Flüchtlingen zu prüfen 🤔

Zuki
5 Monate zuvor

Ich kann dieser Einschätzung nicht ganz folgen. Jatta hat gültige Dokumente wie eine beglaubigte und apostillierte Geburtsurkunde vorgelegt. Das heißt so lange der Spieler nicht rechtskräftig verurteilt ist, gibt es daran nichts zu rütteln.

Sollte dann irgendwann ein Urteil gegen ihn gefällt werden, kann man doch unmöglich die Punkte rückwirkend aberkennen. Selbst wenn Jatta anders heißen sollte. Es ist immer noch der gleiche Mensch der auf dem Platz stand. Welchen Vorteil soll sich der HSV dann also ergaunert haben?

Ansonsten: Volle Solidarität für Bakery!

Kai Lorenzen
5 Monate zuvor

Mal sehen, was von dem besten Witzeerzähler McFlott zu diesem ernsten Thema kommt.

Pech
5 Monate zuvor

Alleine der Aufwand der betrieben wurde im Fall Jatta ist absolut lächerlich. Würde man das so bei jedem machen der nach Deutschland flüchtet und zweifelhafte Papiere hat oder bei dem nach Jahren seines Aufenthaltes irgendwer Zweifel einbringt, es würde eine Kostenwelle entstehen die niemand rechtfertigen kann. Vom Arbeitsaufwand mal ganz abgesehen. Das kann nur bei einzelnen passieren und deshalb ist es für mich im ganzen gesehen ein sehr zweifelhaftes verfahren das da abläuft.

Houston
5 Monate zuvor

Ich glaube, jetzt ist alles gesagt. Allerdings noch nicht von jedem.

Vielleicht mal wieder Fussball ?

Kay Hopfe
5 Monate zuvor

Schon irgendwie amüsant, die Klage wurde bislang noch gar nicht zugelassen, aber im Netz findet man schon die schwärzesten Fantasien!
Auch wie Bakery und der HSV, als Betrüger und etc. betitelt werden.
Außerdem wie viele ohne Prozess und einer Verurteilung ihn gleich abschieben wollen, als wenn er der übelste Drogendealer wäre.
Auch HSV-Fans und die Stadt werden , von den besorgten Wutbürger beleidigt, selber mittlerweile auf Facebook erlebt! Übrigens jemand aus Süddeutschland.
Da hat die Springer-Klientel im Zusammenspiel mit Staatsanwaltschaft ganze Arbeit geleistet.
Unsere Gesellschaft ist mitunter, schon ziemlich krank und kaputt!

Last edited 5 Monate zuvor by Kay Hopfe
Rautenhopper
5 Monate zuvor

Aber dieses ganze HickHack ist doch ein Witz. Ich meine wenn Jatta Daffeh wäre dann ist doch auch der HSV betrogen worde, weil er auch beim HSV bestimmte Unterlagen einreichen musste.

Wenn jetzt der HSV einknickt und Jatta nicht mehr einsetzt oder den Vertrag auflöst und am Ende ist Jatta Jatta. Werden dann die Spiele für uns gewertet oder müssen wir die Bild auf Schadenersatz verklagen?

Vorallem denke ich nicht, dass die Spiele korrigiert werden. Dies zeigt schon der Fall Silas. Ich denke Baka bekommt eine ordentliche Sperre. Es spielt eigentlich auch keine Rolle ob Baka nun älter ist oder nicht er spielt im Herren bereich.

Was mich noch interessieren würde, wie der HSV auf eine Verurteilung reagiert, weil baka hat dann die Verantwortlichen getäuscht und dadurch das Vertrauensverhältnis beschädigt.

Ralf Gleitsmann
5 Monate zuvor

Moin. Da braucht der Rechtsstaat Deutschland über 2 Jahre um im Fall Jatta final zu entscheiden. Dann soll die Entscheidung auch heißen, dass der HSV „unrechtmäßige“ Punkte abgeben muss? Vielleicht noch rückwirkend über Jahre? Es ist nicht zu glauben. Schließt den Laden Deutschland einfach zu, wäre das Beste.

Kai Simon
5 Monate zuvor

Und noch mal ’ne Frage, weil ich es tatsächlich nicht weiß, aber neugierig bin:

Es wurde hier ja schon geschrieben, ich weiß leider nicht von wem und ich bin auch zu bequem, um das jetzt zu suchen (sorry!!), aber wenn man bedenkt, dass es für Jatta beglaubigte Dokumente gibt, kann es tatsächlich sein, das Jatta wirklich Jatta ist und den Namen Daffeh nur in Gambia genutzt hat?

Hat jemand in der Berichterstattung mitbekommen, ob es auch für Daffeh eine Geburtsurkunde gjbt bzw., ob die Staatsanwaltschaft diese in Gambia gesucht/angefordert hat?

Shlomo
5 Monate zuvor

„Und für mich ist die Schwere eines Verbrechens vor allem daran zu bemessen, wie sehr man anderen damit geschadet hat. Und diesen Schaden erkenne ich nur sehr bedingt.“

Daraus folgt dann, Scholle, dass es nur dann eine Straftat und nur dann eine Ahndung gibt, wenn ein schützenswertes Individualrechtsgut verletzt wurde. Das ist aber nicht so. Auch Universalrechtsgüter, also solche der Allgemeinheit, lassen sich verletzen mit der Folge, dass eine Straftat festgestellt werden kann. Dass man dann von einer Bestrafung absehen kann, weil ja niemand direkt betroffen ist, wäre mir neu… 😉

Würde ich Jatta persönlich kennen, würde ich ihm raten, reinen Tisch zu machen. Sonst verfolgt ihn das noch ewig. Und letztlich ist doch eh allen klar, wer er ist. Die zu befürchtenden juristischen Konsequenzen sind wohl überschaubar. Daraus ergeben sich dann auch ganz neue Möglichkeiten: Jatta könnte sich einen talentierten Co-Autor suchen und die ganze Geschichte um Daffeh / Jatta in einem Buch erzählen. Auch über die Stationen in Nigeria und dem Senegal und seine „Flucht“. Ich würde das spannend finden und das Buch vorbestellen, keine Frage. Auch wenn ich diese Art von Einwanderung und die Begleitumstände eigentlich nicht gutheiße.

kbe1
5 Monate zuvor

„Aber auch der HSV muss in dieser Angelegenheit in Gänze betrachtet werden. So schön und richtig die Solidarität auch ist, so steckt der HSV durch die Anklageerhebung gegen Bakery Jatta in einer Zwickmühle.“

Vorstände einer AG sind verpflichtet Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Jatta nun bis zur Klärung durch das Amtsgericht nicht einzusetzen, wäre in meinen Augen deshalb geboten. Dies würde ja nicht bedeuten ihm nicht weiterhin vollen Unterstützung vom Verein zugeben.

Last edited 5 Monate zuvor by kbe1
Scorpion
5 Monate zuvor

Bei diesem Fall wird es nur Verlierer geben. Dazu sind die Positionen schon zu gefestigt.

Und ja, für den HSV ist es keine leichte Entscheidung. Einerseits da der Druck von Teilen der Öffentlichkeit und andererseits die Verpflichtung des Vorstandes alles zu tun, um zukünftigen Schaden vom HSV abzuwenden. Und der steht dummerweise im Raum, ebenso wie der Tatbestand der Bösgläubigkeit, den man den HSV Verantwortlichen, nach dem Bekanntwerden der Anklage der Staatsanwaltschaft vorwerfen könnte

Eine leichte Muskelzerrung im Oberschenkel würde den HSV zumindest auf die rechtlich sicherere Seite bringen, wenn auch nicht auf die moralisch gewünschte.

Man stelle sich das Szenario vor, der HSV spielt mit Jatta weiter, steht am Ende der Saison auf Platz 2 und es werden ihm, aufgrund der Verurteilung von Jatta, Punkte abgezogen, die ihn wieder auf Platz 4 stoßen.

Wer ist dann der Buhmann?

Last edited 5 Monate zuvor by Scorpion
Fussballtrainer
5 Monate zuvor

Free Jatta & free Daffeh!

profikommentator
5 Monate zuvor

So könnte man Stammplatz-Jatta mal vom Feld nehmen, ohne den Stammplatz zu gefährden. Win/win/win für alle!

muckomat_34
5 Monate zuvor

Hr Scholz:
„ Denn für mich gilt Jatta ob des schwebenden Verfahrens und dem damit einhergehenden psychischen Druck schon als bestraft genug.“

Falls er schuldig ist, hat er über Jahre gelogen und sich den Druck so selbst zuzuschreiben.

Eine Aussage wann auch immer und der Druck wäre weg gewesen.

Kai Simon
5 Monate zuvor

Was ich bei der Diskussion über die möglichen Konsequenzen für den HSV nicht verstehe:
hätte Jatta im Fall der Fälle nicht auch den HSV und den DFB/die DFL belogen?
Nachdem dem HSV alle (für echt befundenen (!)) Unterlagen vorlagen, und diese für die Erteilung der Spielerlaubnis ja offensichtlich ausgereicht haben, wäre der HSV nicht selbst Opfer?
Und was sagt der DFB/die DFL dazu?
Könnte die Verantwortung für die erteilte Spielerlaubnis unter diesen Umständen tatsächlich ganz allein dem HSV aufgebürdet werden?

Rotkaeppchen1966
5 Monate zuvor

Geht der HSV ein Risiko ein, wenn er Jatta weiter einsetzt? Droht dem Klub möglicherweise ein Punktabzug, wenn der Profi später verurteilt wird?
Nein! Solange er nicht rechtskräftig verurteilt ist, ist seine Spielerlaubnis gültig. Entzogen würde die Jatta erst, wenn seine Aufenthaltserlaubnis nicht mehr gültig wäre.
Schreibt ausgerechnet die „BILD“.
In Rechtsfragen scheint sie nicht so informiert zu sein, oder kann mir jemand erklären, was diese Rechtsfolge zu bedeuten hat?

horst schlau
5 Monate zuvor

Ab wann geht’s denn hier wieder um Fussball ???

Ekstase
5 Monate zuvor

Jatta hat 100% unter falschem Namen gespielt ! In Afrika 😁

Holz1887
5 Monate zuvor

Kein Mensch ist illegal. Damit ist alles gesagt. Ich finde, dass das Thema viel zu viel Mediendrive hat. Ob oder ob nicht, Jatta ist ein Mensch. Das gehört alles in Ruhe besprochen und gelöst. Das muss im Interesse aller sein. Bringt es bitte sauber zu Ende.

Ansonsten möchte ich mehr Fokus auf die Hansa R. Hauen wir die weg, oder was?

Rotkaeppchen1966
5 Monate zuvor

„BILD“ gestern:
Geht der HSV ein Risiko ein, wenn er Jatta weiter einsetzt? Droht dem Klub möglicherweise ein Punktabzug, wenn der Profi später verurteilt wird?
Nein! Solange er nicht rechtskräftig verurteilt ist, ist seine Spielerlaubnis gültig. Entzogen würde die Jatta erst, wenn seine Aufenthaltserlaubnis nicht mehr gültig wäre.
„BILD“ heute:
Geht der HSV ein Risiko ein, wenn er Jatta weiter einsetzt? Droht dem Klub möglicherweise ein Punktabzug, wenn der Profi später verurteilt wird?
Nicht ausgeschlossen. Solange Jatta nicht rechtskräftig verurteilt ist, ist seine Spielerlaubnis gültig. Entzogen würde die dem HSV-Profi erst, wenn seine Aufenthaltserlaubnis nicht mehr gültig wäre. Aber: Einsprüche gegen eine Spielwertung sind innerhalb von 48 Stunden möglich. Das DFB-Sportgericht müsste sich dann damit beschäftigen. Ausgang offen.
Da haben die sich wohl hier schlau gemacht…

anderjan
5 Monate zuvor

Warum spielt Jatta nicht für gambische Nationalmannschaft?

Frank Furt
5 Monate zuvor

Ich wundere mich immer wieder, warum zur Verteidigung Jatta`s nie der Herr Daffeh eingeladen wurde. Hier würde sich die Geschichte doch in Handumdrehen auflösen und aus einer Verurteilung oder Verfahrenseinstellung würde ein Freispruch mit allen daraus resultierenden Vorteilen werden.

Es kann sich jeder selber seinen Teil dazu denken.

alles hat seine zeit
5 Monate zuvor

Wenn Jatta auf dem Weg wäre, ein kommender Weltfußballer zu werden, könnte ich ihm seine täglichen Lügen zur Person nachsehen – aber nur im Interesse des HSV.
Doch leider ist er nur ein durchschnittlicher Zweitligaspieler.

Riesum
5 Monate zuvor

Selbst wenn dem HSV Punktabzüge drohen, sollte man Jatta spielen lassen. Solidarität und Menschlichkeit sind selbstverständlich höher zu bewerten als Punkte und Geld! Und bitte, hört mit der Selbstgerechrigkeit auf. Wir alle hätten so gehandelt, wären wir nicht in einem der reichsten Länder der Welt geboren. Was nicht heißt, das Jatta das gemacht hat, was ihn vorgeworfen wird. 2 Jahre erfolglose Ermittlungen sprechen eher dagegen.

Last edited 5 Monate zuvor by Riesum
Sophies Papa
5 Monate zuvor

Nehmen wir mal an, er hat sich in Gambia als Bakery Daffeh (warum auch immer) ausgegeben. Und Bakery Jatta ist sein richtiger Name. Dann ist Daffeh nicht aufzufinden und Jattas Papiere stimmen hier. So, aber was hat das dann die deutschen Behörden zu interessieren?. Hier hat er echte und originale Papiere. Die einzigen, die sich aufregen könnten, wären die Behörden in Gambia. Vielleicht hat er sich auch in Gambia 2,5 Jahre älter gemacht, alles möglich. Um dort als Erwachsener zu gelten und andere Möglichkeiten zu haben. Dann kam aber der Augenblick in dem er flüchten musste und er war wieder der 17jährige echte Jatta. Kann doch auch möglich sein.

Elefantino
5 Monate zuvor

Danke für diese sehr sachliche, differenzierte und unaufgeregte Betrachtung! Für mich Dein bester Blog-Beitrag überhaupt. Chapeau, Scholle! 👍

Fussball-Magier
5 Monate zuvor

Feuer bekämpft man mit Gegenfeuer.

Ich würde an Jatta Stelle in die Offensive gehen und seine Beweise für seine Identität der Presse und der Öffentlichkeitt zugängig machen. Sind sie eindeutig, wird sich das Problem schnell in Luft auflösen.

Kai Simon
5 Monate zuvor

wenn der HSV Jatta ab jetzt nicht mehr einsetzt um auf der sicheren Seite zu sein,
und vor Gericht würde Jatta dann freigesprochen werden,
von wem könnte Jatta Schadenersatz für die entgangenen Auflauf- und vielleicht, aus Versehen – Siegprämien einfordern? 🤔

Micky
5 Monate zuvor

Fernab des gutmenschlichen Gejammers, sehe ich den HSV jetzt erstmal in der Falle.
Die Konsequenz wäre tatsächlich, Jatta-Daffeh auf die Tribüne zu setzen. Solange, bis das Verfahren beendet ist. Auch um Sanktionen gegen den Verein zu vermeiden.

Es gibt genug Ballspieler, die ihre Verletzung über Monate auskurieren müssen. Darum sehe ich den spielerischen Verlust hier nicht so dramatisch. Eher den HSV auf der sicheren Seite.
Ich würde es nur bedingt verstehen, wenn hier Ausnahmen bei der Strafverfolgung gemacht werden, während andere Wirtschaftsflüchtlinge kein Aufenthaltsrecht erhalten.
(Mit „bedingt“ meine ich allerdings, dass hier in D. inzwischen alles möglich scheint.)

Ich persönlich sehe, dass Bakery seine „Nummer“ durchaus berechnend durchgezogen hat. Er trägt seit einiger Zeit auch keine Fantasiefrisuren mehr, um nicht weiter auf sich aufmerksam zu machen. Er hat genau gewusst, worauf er sich einlässt und das Risiko in Kauf genommen und, er hat seinen Verein belogen und betrogen. Einen Verein, der selber nicht auf Rosen gebettet ist. Das wiegt für mich schwer für jemanden, der hier auf „guten Kumpel“ macht um die Sympathien der Fans zu erobern. Berechnend? Man weiss es nicht.

Ich möchte einen „sauberen“ Verein, der sich am Ende nichts vorhalten muss. Ich kenne Bakery nur vom zusehen bei der Arbeit. So finde ich ihn wie viele andere in der Liga ziemlich nett und Qualitativ eher durchschnittlich. Wenn er aber dazu beiträgt, meinen Lieblingsverein zu schädigen, sollte er sich schnellstens zurück ziehen.

Für mich zählt nämlich: Nur der HSV ! Spieler kommen und gehen. So ist das nunmal.

Ps: Gambia das arme Land… Es gibt genug andere arme Länder im Vergleich zu Deutschland, USA, Luxenburg etc,etc. Klar, hier kann man im Fussball im Verhältnis mehr absahnen, wenn jemand von sich glaubt, er kann es. Warum nicht England? Schwieriger rüber zu kommen, ganz klar. Warum nicht Frankreich, Italien, Spanien? Weil die Gunst der Stunde da war und „Mutti“ die Tür weit aufgestossen hat. Kein anderes europäisches Land hätte diese Nummer gebracht, obwohl das mit Sicherheit auch Menschenfreunde sind.
„Die Welt zu retten“ geht mit Sicherheit anders.