Onana und Kostic sorgen für gute Stimmung beim HSV

von | 09.08.22 | 100 Kommentare

Beim HSV scheinen sich erste Wolken zögernd zu lichten. So scheinen dem HSV nach den sicheren Millionen aus dem Transfer von Amadou Onana vom OSC Lille zu Everton, der heute offiziell vermeldet wurde, nun auch noch Gelder aus einem möglichen Transfer von Filip Kostic zu Juventus Turin zuzukommen. Zumindest vermelden italienische Zeitungen den Wechsel des Linksaußen, an dessen Transfer der HSV mit 10 Prozent beteiligt wäre, als sicher. Mehr oder weniger unerwartete Einnahmen, die dem HSV neuen Handlungsspielraum für Neuverpflichtungen geben würden.

Einen Spielraum, den es noch exakt zu bestimmen gilt. Es wäre ein Spielraum, den nach Jonas Boldt offenbar auch Dr. Thomas Wüstefeld freigeben würde – vorausgesetzt, er schafft es, seinen Ankündigungen entsprechend bis Freitag eine Finanzierung der fehlenden Millionen für die Stadionsanierung vertraglich zu fixieren. Und das ist bislang noch offen. Ergo: Abwarten. Noch erscheint es auch möglich, dass der HSV den allergrößten Teil der Zusatzeinnahmen in die Stadionsanierung stecken muss.

Beim heutigen Training gab es keine Überraschungen zu vermelden. Anssi Suhonen absolvierte ebenso wie Bakery Jatta und Xavier Amaechi eine individuelle Einheit. Und wie ich bereits angekündigt hatte, bin ich es leid, mich über das Vorstandstheater hier auszulassen. Daher bot sich dieser tag hervorragend an, um Euren Gedanken hier den Vortritt zu lassen. Oder besser gesagt: Von einem von Euch. Es freut mich auf jeden Fall sehr, dass sich mein langjähriger Freund und HSV-Kenner Frank Ockens gemeldet hat. Ich habe es Euch in den letzten Jahren immer wieder angeboten: Solltet Ihr mal einen Gedanken lang ausspielen wollen – meldet Euch bei mir.

Ich freue mich über Eure Ausführungen und bin gern bereit, dafür auch den Blog zur Verfügung zu stellen. So, wie ich es heute mit Frank mache, der es nicht minder satthat, was sich derzeit auf Führungsebene abspielt und hat seinen Gedanken freien Lauf gelassen. Vielen Dank dafür, Frank. Und Euch jetzt viel Spaß beim Lesen: 

Quo vadis HSV?

Von Frank Ockens

August 2022, die fünfte Zweitligasaison hat begonnen, wir haben die mit Abstand höchsten Transferausgaben der gesamten zweiten Liga…naja, wir haben sogar mehr ausgegeben als die gesamte zweite Liga zusammen und anstatt nun gemeinsam die katastrophalen letzten 4 Jahre vergessen zu machen, steht vor unserer Haustür ein neuer, fast nicht vorstellbarer Führungsstreit, der sich vom Aufsichtsrat durch den Vorstand bis hin zur sportlichen Leitung durchzieht.

Ich brauche hier jetzt niemandem zu erklären, was gerade los ist beim HSV, denn das lesen wir ja alle seit Wochen in diversen Printmedien, Internetblogs und – man höre und staune! – wir bekommen es sogar durch selbstgestaltete Einzelpresserunden unserer Vorstandsmitglieder mitgeteilt. Den letzten von mir geschrieben Satz, muss ich selbst noch einmal sacken lassen, jedoch möchte ich hier heute gar nicht darüber philosophieren, wer Recht oder Unrecht hat, wer es richtig oder falsch macht und wen ich wichtiger oder unwichtiger für den HSV halte. Denn zum jetzigen Zeitpunkt und bei all der Außendarstellung, die sich uns bietet, kann man ohne großes Hintergrundwissen nur sagen: „Alle in einen Sack und mit dem Knüppel drauf, denn Du triffst immer einen richtigen!“

Jede handelnde Person wird zum jetzigen Zeitpunkt seine Gründe haben, sich so zu verhalten, wie er es gerade tut. Jede handelnde Person entscheidet heute jedoch nur danach, was für ihn gut ist. Das Wohl des HSV hat keiner mehr als Primärziel im Kopf und dabei möchte ich niemandem unterstellen gegen den HSV zu arbeiten. Aber die Prioritäten bei Entscheidungen sind von egoistischen Zielen gelenkt – und das ist der Tod für die Weiterentwicklung unseres HSV!

Bei einem Streit zwischen Nachbarn gibt es die Möglichkeit, einen Schlichter zu bestellen, selbst bei Tarifkonflikten werden externe Schlichter einberufen, die versuchen, einen Konsens herbeizuführen. Das ist in unserem Fall leider nicht (mehr) möglich, denn einen gemeinsamen Weg aus der momentanen Situation kann und wird es niemals geben. Somit ist uns allen bewusst, dass wir zurück beim Highlander sind: „Es kann nur einen geben!“ Leider ist das aber auch nicht so einfach, da es nicht nur um die Frage „Boldt oder Wüstefeld“ geht, sondern wenn man den Ausführungen in den Medien vertraut, kann es nur um die Frage gehen: Boldt, Walter, Frömming und H.-W. Peters oder Wüstefeld, Jansen, Papenfuss, Dinsel?

Und genau hier beginnt es für mich so abstrus zu werden, denn es gibt ja keine inhaltlichen Diskussionen im HSV, wo es um schwarz oder weiß geht, sondern es geht um interne Machtkämpfe, um Personen und Positionen. Es ist doch Wahnsinn, dass sich unsere Aufsichtsräte jetzt auseinanderdividieren und dies geschieht, ich wiederhole mich in diesem Punkt, nicht aufgrund irgendwelcher Richtungsentscheidungen, sondern aufgrund persönlicher Differenzen zwischen zwei Vorstandsmitgliedern. Jeder von uns kann jetzt Argumente für oder gegen Boldt und für oder gegen Wüstefeld aufbringen. Es ist auch gut so, dass jeder seine individuelle Sichtweise hat, bzw. bilden kann. Aber es ist völlig unverständlich, dass es so weit kommen kann, dass der ganze HSV ins Wanken kommt.

So unsinnig es im ersten Moment erscheinen mag, gibt es für mich zum jetzigen Zeitpunkt nur eine Lösung: Weitermachen mit beiden! Beide müssen sich vollkommen in den Dienst des HSV stellen und abliefern! Im November haben wir eine WM und ganz viel Zeit, um das Geleistete zu bewerten und entsprechende Schritte für die Zeit ab dem 01.01.2023 (TW) und den 01.07.2023 (JB) in die Wege zu leiten. Wenn einer der beiden Vorstände sich nicht mehr in der Lage sieht, bis zum November für den HSV Vollgas zu geben, so möge er bitte die Hand heben und seinen Posten sofort räumen.

Sofern sich die Situation im November immer noch so darstellt wie heute und die Aufsichtsräte sich bis dahin argumentativ kein einheitliches Bild machen konnten, muss man befürchten, dass fast 50% der zurzeit entscheidenden Personen im HSV das Ende der Saison nicht mehr in Amt und Würden erleben. Und ich weiß, dass es auch Leute unter uns gibt, die nichts dagegen hätten, wenn alle den Hut nähmen.  Aber das funktioniert so natürlich nicht. Die große Frage heute ist: WIE kann es funktionieren, dass in den kommenden Wochen ALLE Personen ihre volle Aufmerksamkeit in den Dienst des HSV stellen und man versucht die Gemengelage ohne einen riesengroßen Knall auseinander zu dividieren…?

Und da kommen wir meiner Meinung nach wieder auf den von mir oben schon beschriebenen Schlichter, welcher hier jedoch keinen Konsens erzielen soll, sondern der erst einmal dafür sorgt, dass ALLE beteiligten, ganz salopp gesagt, „die Schnute halten“. Dafür ist es notwendig, dass alle Personen die momentane Situation gleich einschätzen, dass alle Personen das Beste für den HSV wollen und die jeweiligen Einzelinteressen hintenangestellt werden. Sollten handelnde Personen dies nicht wollen, sondern einen offenen Kampf anstreben, hätten wir zumindest einmal klare Fronten geschaffen.

Wir haben mindestens zwei unterschiedliche Meinungen in den Gremien (ich möchte ganz bewusst nicht von Lager oder Gruppen reden, da es spaltet und ich die Hoffnung habe, dass es kurzfristig im Sinne des HSV weitergeht). Und genau aus diesem Grund müssten alle Personen, unabhängig davon, welche Meinung sie vertreten, diese eine Person akzeptieren. Alle handelnden Personen hätten 48 Stunden Zeit, ihre bis dato verbreitete Interna zurückzurufen und ihre momentan instrumentalisierten Pressekontakte zurückzupfeifen. Denn dieses permanente Stecken von Interna oder anderer Informationen ist so offensichtlich, nervig und unprofessionell, dass es die ganz klare Ansage geben muss: Ein einziges Durchstecken an die Öffentlichkeit bedeutet unmittelbare Beurlaubung oder Freistellung.

Dasselbe gilt für jede Presserunde, Interview oder Kommentar, welche sich nicht ausschließlich und ohne Nebensatz mit dem Resort des Betreffenden befasst. Herr Wüstefeld hat in der Öffentlichkeit nichts zum Sport zu sagen, Herr Boldt hat nichts über Finanzen zu sagen – und der Aufsichtsrat kommuniziert ausschließlich über oder mit dem Vorsitzenden. Unter normalen Umständen wäre alles das übrigens eine Selbstverständlichkeit.

Mir ist schon bewusst, dass auch dann die Probleme noch nicht behoben sind, sondern die richtige Arbeit erst anfangen würde. Dennoch sind alle anderen Ideen bzw. Lösungsvorschläge nicht umsetzbar, wenn man eine Puttsituation hat.

Natürlich sind die Fehler alle viel früher entstanden und im Nachhinein muss man vielleicht sagen, dass die 5 Siege zum Saisonende dem HSV nicht nur gutgetan haben. Vielen Leuten haben diese Siege Sand in die Augen gestreut. Und ja, ich bin auch für Kontinuität! Aber ich bin kein Freund von kontinuierlichem Misserfolg. Ich hätte an Stelle des Aufsichtsrats in der Sommerpause zu Herrn Boldt gesagt: Du bekommst eine Vertragsverlängerung um 12 weitere Monate, die in Kraft tritt, wenn der Aufstieg in die erste Bundesliga feststeht! Des Weiteren hätte ich Herrn Boldt gesagt, dass er dieses Modell der Vertragsverlängerung dem Trainer vorschlagen kann und solch eine Vertragsverlängerung vom Aufsichtsrat abgesegnet würde.

Wir müssen endlich wieder zu einer Leistungskultur beim HSV kommen! Erst leisten, dann bekommen. Dies gilt für Vorstände, Trainer, Spieler und Mitarbeiter, aber auch ehrenamtlich tätige Personen müssen erst etwas leisten, um wiedergewählt zu werden. Wir müssen die aktiv tätigen Personen mal wieder an den Ergebnissen messen. Die einen an den sportlichen, die anderen an den wirtschaftlichen und dritte an den strukturellen. Jeder neue Mitarbeiter, der zum HSV kommen soll, muss einer einzigen Prämisse, bzw. Frage Stand halten: „Braucht ihn der HSV oder braucht er den HSV?“

Zu guter Letzt sei gesagt, dass mir schon bewusst ist, dass es einfach ist, all diese Zeilen aus dem warmen Büro zu schreiben, nachdem all die bisherigen Dinge passiert sind. Hinterher ist man immer schlauer. Logisch! Eine starke Führung ist nicht einfach, schon gar nicht, wenn man in einem Entscheidungsgremium eine Puttsituation hat, die mittlerweile wohl auch nur schwer mit Argumenten zu lösen ist. Noch sind wir aber weder beim Highlander noch im Mittelalter, sodass ich persönlich auf Gladiatorenkämpfe verzichten kann. Nichtsdestotrotz wünsche ich mir aber eine schnelle, wenn vielleicht auch nur vorübergehende, Lösung – im Sinne unseres HSV. Und nichts darf darüberstehen.

Frank Ockens, Hamburg d. 9. August 2022

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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abraeumer
1 Monat zuvor

Die Presse stellt bei den Streitigkeiten beim HSV die Personen Wüstefeld und Boldt in den Vordergrund.

Entscheidend sind aber die Inhalte. Der HSV steht am Scheideweg. Unabhängig von den Personen gibt es zwei Richtungen.

Wüstefeld will sparen. Er benennt die Finanzprobleme klar und hat u. a. die von Boldt beabsichtigte Einstellung eines technischen Leiters und die Verlängerung des Vertrags von Walter verhindert. Beides fand ich richtig.

Boldt sieht nicht die Notwendigkeit des Sparens. Boldt hat zusammen mit Wettstein das Verschleudern der Renovierungsmillionen zu verantworten. Er ist trotz der immensen Verwaltungskosten von 18 Mio, die eigentlich nur 4 Mio betragen dürften, gegen einen Personalabbau. Er möchte nach Amaechi, Kittel, Jatta, Opoku, Bilbija und Königsdörffer den siebten Außenstürmer verpflichten.

Ich bin mit beiden Vorständen nicht glücklich. Aus meiner Sicht müsste der HSV noch mehr sparen und hätte nicht 10 Mio für Spieler ausgeben dürfen.

Der Aufsichtsrat des HSV muss sich jetzt aber inhaltlich entscheiden, ob er den Kurs des „Lebens über die Verhältnisse“ fortführen will oder die erheblichen finanziellen Probleme endlich angehen will. Auch wenn viele Fans die Finanzen nicht für wichtig erachten, steht fest, dass nur bei den finanziell gesunden Vereinen auf Dauer guter Fußball geboten werden kann.

Im Sinne eines finanziell gesunden und eines auf Dauer sportlich erfolgreichen HSV kann es aus meiner Sicht daher nur die Entscheidung geben, dass Boldt gehen muss.

Collin
1 Monat zuvor

Ganz großes Kino, Jonas! Danke

Maik Lange
1 Monat zuvor

Ursache und Wirkung! Warum ist denn gerade in erster Linie Dampf im Kessel? Weil wir 4 Jahre trotz hoher Investitionen nicht aufgestiegen sind! Weil wir Spieler verschenkt haben! Weil wir Unsummen für Spieler ausgeben, die eben nicht den Aufstieg garantieren! Weil wir nicht kreativ und günstig einkaufen! Weil wir immer noch Personal auf der Geschäftsstelle haben, als wären wir ambitionierter Bundesligist. Weil für diesen ganzen Wahnsinn auch noch Geld verscherbelt wurde, das für ganz andere Dinge vorgesehen war.
Und dann kommt jemand, und ich wiederhole mich, ich kann ihn nicht beurteilen, der diesen Irrsinn nicht mitmachen will, weil der Verein kurz davor ist finanziell komplett den Bach runter zu gehen.
Wer ist jetzt verantwortlich für dieses Kasperltheater???

MeinVerein2021
1 Monat zuvor

Ich war im Stadion zur Trauerfeier für Uwe Seeler.

Der Wochentag, die Uhrzeit und die Ferienzeit haben sicher viele gehindert zu kommen. Aber Trauerfeiern kann man nicht ewig schieben und sie finden nun mal am späten Vormittag oder frühen Nachmittag statt.

Alle, die da waren, haben dem Ganzen einen würdigen und herzlichen Rahmen gegeben. 5000 Menschen hätten nicht in den Michel gepasst.

Es war gut und der Wunsch der Familie, dass Jonas Boldt für den HSV gesprochen hat. Ich finde, er hat das gut gemacht. Persönlich, berührt und mit der Familie vertraut. Offenbar ist er doch kein Lackaffe, sondern einer, der zu Uwe Seeler und seiner Familie eine echte Beziehung hat. Ich bin geneigt zu glauben, dass er sie auch zum HSV hat.

Es mag keinen größeren HSVer als Uwe Seeler geben. Aber ich hoffe gerade an diesem besonderen Tag, dass bessere Zeiten für unseren Herzensverein kommen werden. Es ist ganz sicher möglich.

Last edited 1 Monat zuvor by MeinVerein2021
Aleksandar
1 Monat zuvor

Das Stadion ist nicht leer, auch nicht halb leer, es ist voller liebe……….Kai Hopfe, da kennst du nichts von.

Buffy
1 Monat zuvor

Da ich heute sowieso im Volkspark bin, hab ich mir nach langer Zeit mal wieder eine komplette Trainingseinheit angesehen.
Vorweg: schön, dass Jatta wieder dabei ist. Erster Schwerpunkt: Spielform auf halbem Feld, vier Toren, quadratisches Feld. 25 Spieler wuseln auf engstem Raum durcheinander. Schnelles Spiel, kurze Pässe, sehr viele Torabschlüsse. Aber: die meisten Bälle „kullern“ aus kurzer Distanz ins Tor, es gibt wenige satte Abschlüsse aus der Halbdistanz. Die Spielform erfordert auf jeden Fall hohe Konzentration und schnelles Reaktionsvermögen – da es ständig Torabschlüsse gibt, wird die Effektivität aber nicht sonderlich gefördert.
Danach eine zweite Übungsform auf dem halben Feld mit zwei Toren: schnelle Box to Box Angriffe mit unmittelbarem Torschuss. Sechs gegen sechs Spieler. Tatsächlich machen die ballführenden Spieler viel Tempo, die Mitspieler laufen allerdings nicht immer optimal in die Räume. Besonders Polzin zeigt die Räume immer wieder an und korrigiert lautstark. Tja, wenn sie diese Übung im Spiel umsetzen könnten, wären sie eine Schritt weiter. Kein Gedaddel, kein Rückpass, nur nach vorn und den direkten Abschluss suchen.
Zum Abschluss gibts noch ein paar lockere Pass- und Torschschussübungsformen, Jatta muss noch ein paar extra Sprints mit Ball am Fuß machen – dann ist die Vormittagseinheit zu Ende.

Gaumi
1 Monat zuvor

Sehr gute Analyse der aktuellen Situation: Es KÖNNTE so einfach sein, isses aber nicht! Uns fehlt mindestens eine kompetente Führungspersönlichkeit…

Kosinus
1 Monat zuvor

Die 5 Mio. € sollten nur in Beine investiert werden, die klares Wertsteigerungspotential besitzen.
Also die neuen „Onanas“.

Dompé wird 27 nächste Woche und überzeugt mich von den Zahlen/Daten/Fakten bislang nur bedingt. In jedem Fall sollten wir keine 2.5 Mio. € zahlen!

Der HSV muss „findiger und kreativer“ wie die Konkurrenz sein – Auf geht’s!

Last edited 1 Monat zuvor by Kosinus
C.W.Griswold
1 Monat zuvor

Wir leben zwar weit über unsere Verhältnisse, aber immer noch nicht standesgemäß.

RAIBI
1 Monat zuvor

Im Affenblog nebenan mokieren sie sich, das „nur“ 4000 Menschen der Trauerfeier beiwohnten. 🤔

Tja, das kommt dabei heraus, wenn Arbeitslose den Tag „Mittwoch“ und die Uhrzeit „14:00Uhr“ für die Allgemeinheit einzuordnen haben. Kannste dir nicht ausdenken.

Polkateddy
1 Monat zuvor

„Wir müssen endlich wieder zu einer Leistungskultur beim HSV kommen! Erst leisten, dann bekommen. Dies gilt für Vorstände, Trainer, Spieler und Mitarbeiter, aber auch ehrenamtlich tätige Personen müssen erst etwas leisten, um wiedergewählt zu werden. Wir müssen die aktiv tätigen Personen mal wieder an den Ergebnissen messen. Die einen an den sportlichen, die anderen an den wirtschaftlichen und dritte an den strukturellen. Jeder neue Mitarbeiter, der zum HSV kommen soll, muss einer einzigen Prämisse, bzw. Frage Stand halten: „Braucht ihn der HSV oder braucht er den HSV?““

Apropos, wo ist Alex?

Last edited 1 Monat zuvor by Polkateddy
Norbert Schröder
1 Monat zuvor

Hallo, ich habe den langen Gastbeitrag nicht komplett gelesen.
Die 2te Behauptung, der HSV hat mehr Transfergeld ausgegeben als die gesamte 2te BL stimmt nicht.
Desweiteren hat Scholle kein Bock auf Vorstand Querelen….. ich auch nicht, deshalb habe ich auch nicht weitergelesen
Nichts gegen Frank Ockens, aber das war mir einfach zuviel etc.

Grantler3006
1 Monat zuvor

Ich bleibe dabei, der einfachste Weg die Karre wieder ruhiger laufen zu lassen, Ware die Bestellung eine VV. Dieser ist die letzte Instanz im Vorstand und hat für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Und wer nicht spurt, der fliegt.

Thorsten Schmidt
1 Monat zuvor

gut geschrieben Frank Ockens!
sehe ich genauso !

Syed Hassan Raza
1 Monat zuvor

Sehr Faktentreu geschrieben. Dazu kann man nur loben. Primär ziel sollte das Wohlhaben von HSV sein und nicht die Scherung eigene Macht. Magath hat mit seinem Satz, „der Fisch stinkt vom Kopf her“ alles gesagt.
Bleib Gesund ihr alle

Von Erde bis zum Himmel
Nur der HSV

hsvfan1983
1 Monat zuvor

Sehr guter Gastbeitrag. Danke

Olaf Ringelband
1 Monat zuvor

Sehr treffender Kommentar @FrankOckens !

ballfernerZehner
1 Monat zuvor

Moin,
@Marcus Scholz,
HSV soll angeblich „nur“ mit 5 % an der Ablösesumme bei Kostic beteiligt sein

Rautenweber
1 Monat zuvor

Bitte nicht die unerwarteten Mehreinkünfte in einen weiteren 27 jährigen LA investieren. Zumal Zulte den Preis nun auch den Preis nach oben treiben wird. Ein richtiger RV wäre sinnvoll, Heyer ist für mich nur der Backup auf dieser Position.
Lieber das Geld. für die Stadionsanierung einsetzen, da ist es besser angelegt. Zumal man dabei den Kreditkosten sparen kann. Die Sanierung ist essentiell. Ein weiterer LA nicht.

RummsBumms
1 Monat zuvor

Christian Seifert – Ersatz Wüstenfuchs

Hoogma, Mathijsen oder Pieckenhagen – Ersatz WitzBoldt

Kalle Schwensen – Ersatz El Sakki Marcelinho Jansen

Letztgenannter Vorschlag resultiert daraus, dass es ein Jeder besser kann u es an dieser Stelle mit dem derzeitigen „El Sakki“ nicht weniger Kompetenz auf der Welt geben kann.

Kay Hopfe
1 Monat zuvor

Traurig, daß das Stadion fast leer ist, passt allerdings zum Bild, was der Verein dieser Tage abgibt!
Wie kommt auf einen Veranstaltungsbeginn um 14.00Uhr, dazu noch auf einen Mittwoch?

Tatortreiniger
1 Monat zuvor

Guter Beitrag, Frank! Du listest nicht nur die bekannten Probleme auf, du lieferst auch eine interessante Lösungsmöglichkeit. Denn das vielgerufene „Alle raus!“ ist vielleicht wünschenswert, aber eben „auf einen Schlag“ gar nicht machbar.

RaiDet
1 Monat zuvor

Sehr guter Gastkommentar! Respekt ! Auf den Punkt gebracht.

Kosinus
1 Monat zuvor

Was mich an so Leuten wie im Nachbarblog oder auch hier „ärgert“, dass ihr Tagesinhalt darin besteht, diesen Blog abzuwarten, um Rechtschreibfehler etc. abzufeiern.

Selbst im Leben nix geleistet und das eigene Versagen an anderen auslassen.

An der Arbeit antworte ich solchen Leuten immer mit: „Nicht meckern, machen!“ oder „Love it, leave it or change it.“

Ich verwirkliche mich lieber durch meine eigenen Ideen als die Energie in vermeintliche Fehler von anderen zu stecken.

Mal probieren, befreit.😎

Uwe Seeler ist Legende, weil er nicht so klein wie ihr ward

Last edited 1 Monat zuvor by Kosinus
bahrenfelder
1 Monat zuvor

Guter Beitrag Frank aber wer von denen (Boldt, Walter, Frömming und H.-W. Peters, Wüstefeld, Jansen, Papenfuss oder Dinsel) soll beim HSV mal ein Machtwort reden? Die Truppe macht sich langsam immer mehr zum Witz.
Der HSV braucht eine Persönlichkeit die sich mit dem HSV identifiziert und mal Klartext redet. Dieses Kindertheater da oben ist einfach nur noch lächerlich. Und das traurige daran ist, dass die da oben das noch nicht einmal wahrnehmen.

Bei einem Job im Vorstand oder Aufsichtsrat eines Sportvereins geht es um den Sportverein und nicht um persönliche Annehmlichkeiten. Egal ob man dafür Geld bekommt oder es Ehrenamtlich macht.

Kai Lorenzen
1 Monat zuvor

Ganz stark Frank Ockens und vor allen Dingen so leicht zu verstehen👍

MeinVerein2021
1 Monat zuvor

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Beitrag, Frank Ockens!

Ich unterschreibe.

So sehe ich es auch!

Calimero
1 Monat zuvor

Ein sehr erfrischender Gast-Blog heute. Glückwunsch Frank 👍

Last edited 1 Monat zuvor by Calimero
profikommentator
1 Monat zuvor

Am Ende wird die Stadt Hamburg das Stadion sanieren – UNSERE EM-Spiele wären sonst weg! Und am Ende vielleicht sogar unser Stadion! Das bekommt man schon irgendwie verkauft – und dann kommt Boss Jansen (was macht der eigentlich beruflich? Auf jeden Fall nichts beim HSV – aus der Versenkung, bezieht sich auf die tollen Einkäufe und wünscht uns allen viel Spaß.

Ganz einfach eigentlich 🙂

Jörg Meyer
1 Monat zuvor

Sehr guter und sachlicher Beitrag, den ich so zu 100% unterschreiben würde. 👍

Günter Lauterbach
1 Monat zuvor

Erstmal einen Daumen hoch für den Beitrag von Frank Ockens.

Das Problem bei einem Machtkampf ist, dass sich in der gesamten Firma, hier im gesamten Verein, Lager bilden, die für oder gegen den einen oder anderen sind.
Überall kommt Misstrauen auf, keiner will offiziell Stellung beziehen. Das Betriebsklima verschlechtert sich rasant.
Habe ich selbst erlebt.Das endete damit, dass einer der Gesellschafter die Firma verlassen musste und dann eine eigene Firma gründete, die natürlich im gleichen Geschäftsfeld tätig wurde. Dass da Mitarbeiter in die neue Firma mitgezogen wurden, versteht sich von selbst.
So wird es beim HSV nicht enden, da ein Verein andere Strukturen hat. Wenn allerdings schon die Struktur nicht stimmt ( kein VV ) und verschiedene Positionen nicht mit kompetenten Personen besetzt sind, kann das böse ausgehen.
Da der HSV laut Transfermarkt.de den mit Abstand größten Kaderwert besitzt, kann ich nicht verstehen, dass man immer noch neue Spieler benötigt. Ich glaube auch nicht, dass der Kader nur aus Mittelstürmern oder Verteidigern besteht.
Sicher fehlt auf der einen oder anderen Position ein back up, aber ich denke mal, es gibt auch Spieler, die mehrere Positionen spielen können.
Es gibt übrigens auch ablösefreie Spieler auf dem Markt. Aber beim HSV ( Boldt ) denkt man wohl, wer nix kostet, ist auch nix.
Es bleibt also spannend.

alwaysHSV
1 Monat zuvor

Robin Meissner hat übrigens beim Auswärtssieg von Viktoria Köln in Essen das 1 : 0 geschossen und damit den Grundstein zum Sieg errichtet. Hoffentlich macht er so weiter und kommt dann als gute Sturmergänzung zum HSV zurück.

jump
1 Monat zuvor

Danke, Frank, für den guten Gastbeitrag.
Gehe ich inhaltlich weitgehend mit. Walter/Boldt arbeiten aus meiner Sicht zur Zeit auf Bewährung. Die ist nur bei Aufstieg erfüllt, -vorher darf es keine Vertragsverlängerung geben.
Denn: meiner Meinung nach ist und war auch letzte Saison schon der Kader stark genug, aufsteigen zu MÜSSEN. Es ist aber nicht gelungen (sorry, Herr Walter), die vorhandenen PS auf die Straße zu bringen. IMMER NOCH ist das Gebilde zu labil für Gegner, die längst den Schlüssel gefunden haben, dem HSV weh zu tun. Weil es so einfach ist: früh stören, auf Fehler warten. Dann schnell kontern. TW hat dagegen noch kein Mittel gefunden.
Nicht falsch verstehen: ich bin absolut für Kontinuität. Ich mag auch den Walter-Fußball in seiner offensiven Ausprägung. Aber das darf nicht auf Kosten der Defensive gehen.

Zu den geplanten Transfers: ich sehe vorrangig die Notwendigkeit, einen Backup für Moritz Heyer zu finden, der ist auf dieser Position zwar gut, aber kann dort seine Qualitäten (Spielintelligenz, Kopfballstärke, Torgefährlichkeit) nicht ausspielen. er ist eher defensiver Mittelfeldspieler oder Innenverteidiger – obwohl wir da ja gut aufgestellt sind.

Ein weiterer Außenspieler würde nur Sinn ergeben, wenn der Spieler durchschlagende Qualität, sprich Stammplatz-Potential besitzt. Noch ein Gedanke hierzu: Wir hatten hier schon einen guten für die rechte Seite. Aber Narey wurde von TW (sorry, krasse Fehleinschätzung des Trainers!) weggeschickt, obwohl er weitaus effektiver war und ist als Jatta. Siehe Fürth vorher oder Düsseldorf nachher.

DerNordfriese
1 Monat zuvor

Lieber Franck Ottens,
ziemlich naiv, Vertragsverlängerungen in Aussicht zu stellen, wenn der Aufstieg feststeht.
Das wird erst gegen Ende der Saison möglich sein. Da werden Boldt und Walter sich schon im eigenen Interesse um neue Vereine kümmern.
Die Unruhen bzw. der dann wieder gefühlte zehnte Neubeginn werden dem HSV schaden!