Neue Konkurrenz auf der Außenbahn des HSV

by | 23.08.22 | 210 comments

Der HSV hat weiterhin einen Rechtsverteidiger im Visier. William Mikelbrencis heißt der französische U-Nationalspieler, der aktuell noch beim FC Metz unter Vertrag steht. Und der Poker um ihn läuft auf Hochtouren. So zumindest die Berichterstattung. Gerade heute erst kam die Meldung auf, dass der finanziell extrem potente Premier-League-Klub Leeds United, der bereits 100 Millionen Euro in diesem Transferfenster ausgegeben hatte, in den Poker einsteigt. Bitter für den HSV – oder? Mitnichten. Denn dieser Vertragspoker ist ein Beispiel für das, was in den allermeisten Fällen passiert: Es werden Meldungen lanciert, um den Verhandlungsverlauf zu beeinflussen.

Reiche Klubs spielen dabei immer eine Rolle. Denn sie treiben den Preis für den Spieler in die Höhe. Steigen sie mit ein, erscheint dem Außenstehenden ein hoher Kaufpreis nicht mehr unwahrscheinlich. Das macht es für den Kaufinteressenten auf den ersten Blick natürlich schwerer, mit seinen vergleichbar begrenzten finanziellen Mitteln zu punkten. Aber: Nicht selten wird dieses Stilmittel übrigens auch vom Kaufinteressenten selbst gespielt. Soll heißen: Es wird von großer Konkurrenz im Kampf um den Spieler berichtet. So kann man selbst erklärten, warum man plötzlich doch mehr Geld ausgegeben hat. Und wenn der Spieler woanders hingeht, kann man immer noch sagen, dass man diese Preistreiberei nicht mitgehen wollte. Und auch dafür erntet man in aller Regel großes Verständnis.

Kurioserweise überschneiden sich bei Mikelbrencis gerade die Meldungen. Während die einen schreiben, Leeds würde alles erschweren, berichtet „Lé Republicain Lorraine“, dass der FC Metz dem HSV einen entscheidenden Schritt entgegengekommen sei. Demnach habe der Ligue-1-Absteiger zwar zwei erste Offerten des HSV über angeblich 400.000 und 600.000 Euro abgelehnt, sei inzwischen aber bereit, Mikelbrencis abzugeben, sobald der HSV die Millionengrenze knackt – also jene Summe, die bislang als Schmerzgrenze der Hamburger gehandelt wurde. Bisher war stets von einer Metz-Forderung über zwei Millionen Euro die Rede. Aber das nur nebenbei für all diejenigen, die den Berichten immer sehr gespannt folgen. Nicht alles ist so spannend, wie es scheint.

Nach Dompés Verpflichtung steht Opoku vor dem Wechsel

Rund zehn Millionen Euro hat der HSV bereits für neue Spieler sowie Abfindungen abwandernder Spieler ausgegeben. 3,7 Millionen Euro soll man im Gegenzug für Josha Vagnoman eingenommen haben. Jetzt könnte noch einmal rund eine Million für den jungen Rechtsverteidiger Mikelbrencis dazukommen. Sein Marktwert wird auf zwei Millionen Euro taxiert (Quelle: Transfermarkt.de) – klingt erst einmal gut. Und: Einen Rechtsverteidiger braucht der HSV ganz dringend noch. Und hier gehe ich auch voll mit, während ich beim Außenstürmer schon kritischer war.  Jean-Luc Dompé ist es letztlich geworden. Ein 27-jähriger ehemaliger französischer U20-Nationalspieler, der zuletzt lange in der zweitklassigen belgischen Jupiler League 1 gespielt hatte. In der vergangenen Saison 2021/22 markierte der 1,70 Meter große Rechtsfuß für Zulte Waregem zwei Tore und 14 Assists in der ersten belgischen Liga.

Und nachdem Dompé am vergangenen Freitag in einem extrem zerfahrenen, hektischen Spiel einen ordentlichen ersten Auftritt hinlegte, stand er heute in einer Presserunde Rede und Antwort.  „Wir sind denkbar schlecht in die Partie gekommen, haben es dann aber geschafft, uns mit zunehmenden Spielverlauf zu steigern. Die Rote Karte hat dann leider den Flow etwas zerstört. Insgesamt können solche Spiele mit vielen Roten Karten im Fußball passieren. Das hat mich nicht wirklich beeinflusst“, gab sich Dompé heute unerschüttert, während Trainer Tim Walter bereits andeutete, dass es schon am Sonnabend in Nürnberg zu einer Startelfnominierung des Franzosen reichen könnte: „Jean-Luc ist fit und kann über 90 Minuten gehen. Es spricht nichts dagegen, dass er von Beginn an spielt. Man hat gesehen, dass er uns in jedem Fall weiterhilft“, sagte Walter gestern.

Zu hoffen ist es. Denn der HSV wird Kreativität im Eins-gegen-Eins dringend brauchen, wie die ersten, wenig überzeigenden Saisonauftritte verdeutlicht haben. Zumal die bislang dafür vorgesehenen Spieler wie Sonny Kittel und Laszlo Benes noch nicht funktionieren. Aber ist das Dompé? „Das Eins-gegen-eins ist definitiv eine Stärke von mir. Der Trainer möchte auf dem Flügel kreative Spieler, die Lösungen in solchen Situationen finden. Genau dafür hat man mich geholt“, sagte Dompé heute. „Diese Perspektive haben mir die sportlich Verantwortlichen vor dem Transfer immer wieder aufgezeigt. Ich fühle mich auf der linken Außenbahn am wohlsten.“ Also dort, wie zuletzt Kittel spielte.

Zumindest wird der Konkurrenzkampf ein wenig angeheizt. Auch auf der anderen Seite, wo Bakery Jatta nach seiner langen Verletzungspause wieder zurück ist und wo mit Aaron Opoku (bekam heute für seine Rote Karte fünf Spiele Sperre) genau das passiert, was ich zu Beginn der Vorbereitung schon geschrieben hatte: Er wird gehen müssen, sobald ein Neuer für die Außenbahn gefunden ist. Aktuell soll der 1. FC Kaiserslautern Interesse an einer Verpflichtung Opokus haben. Inwieweit Dompé letztlich dieser Neue ist, der Opoku und/oder Kittel verdrängen kann, werde ich Euch morgen hier in Form einer ausführlichen Analyse meiner Freunde von Createfootball.com herausarbeiten. Bis dahin wünsche ich Euch jetzt erst einmal einen schönen Rest-Dienstag.

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Jörg Brettschneider
5 Monate zuvor

Kühne sagt, die HSV-Führung habe Angst vor den Ultras. Ich würde sagen, er liegt nicht ganz falsch.

Schon irgendwie bitter, dass der Erfolg systematisch verhindert wird, nur weil man um den eigenen – nachgewiesenermaßen schädlichen – Einfluss fürchtet.

Wenn man nur wollen würde, bin ich sicher, mit Kühne ließe sich eine tragfähige Lösung finden.
Eine Neuverschuldung wegen der Stadionsanierung wäre angesichts der Kühne-Option verantwortungslos.

Gewagt, vielleicht sogar zu gewagt wäre es, ohne Glatzel-Ersatz in die weitere Saison zu gehen.

Für die Kreativzentrale hat man Benes geholt. Es wäre ein Eingeständnis eigener Unzulänglichkeiten, würde man jetzt noch einen Mittelfeldspieler holen. Boldt und Walter hoffen bzw. müssen hoffen, dass Benes funktioniert. Vielleicht werden sie das – als HSV-Verantwortliche – nicht mehr mitbekommen.

Last edited 5 Monate zuvor by Jörg Brettschneider
ballfernerZehner
5 Monate zuvor

Moin,
mit dem neuen RV, sollte es denn so kommen, hat man 11 Mio rausgehaun in diesem Sommer,
Dat muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen….elf Mio als
2tligist.
Und dann son Gekicke….

Unfassbar, ich möcht mir gar nich ausmalen, wat zB Paderborn oder Darmstadt mit der Knete auf die Beine stellen würden

Last edited 5 Monate zuvor by ballfernerZehner
Meaty
5 Monate zuvor

Der von Tim Walter noch vor der Saison hochgelobte und angeblich ausgewogene Kader sollte stärker sein als letzte Saison und man wollte laut Walter damit noch dominanter seine Spiele bestreiten!

Von der Umsetzung dieser Aussage ist die Mannschaft meilenweit entfernt und nicht nur das, man hat einige deutliche spielerische Schwächen der letzten Saison – die teilweise auch schon behoben waren – mit in die neue Saison genommen!

Also, wo sind die großen Hoffnungsträger im Team und die viel zitierte postive Entwicklung der Mannschaft aus der letzten Saison geblieben???

Einige Spieler rennen ihrer Leistung saisonübergreifend seit Monaten hinterher und spielen ihren Part im Spiel fast schon überheblich und völlig emotionslos runter, als ob man ihnen jegliche Spielfreude und Willenskraft aus dem Körper gesogen hätte!

Der Wille im Spiel etwas mit normalen Einsatz und guten Szenen zu bewegen, will ich den Spielern nicht absprechen! Aber ein gefestigtes Kollektiv, eine Mannschaft, die sich eingeschworen hat und etwas erreichen will, zeigt dieses auch so deutlich auf dem Feld und macht dem Gegner damit klar, dass er heute alles geben muss, um den HSV zu bezwingen!

In allen fünf Ligaspielen hatte man aber den Eindruck, dass der Gegner nur durch seine typische defensive Vorgehensweise und der kämpferischen Spielweise immer Eindruck beim HSV hinterlassen hat!
Jeder Gegner des HSV weiß schon lange, dass der HSV mehr Ballbesitz und vielleicht auch die besseren Torchancen im Spiel haben wird, aber die Chance, dem HSV trotzdem weh zu tun und ihn vielleicht sogar zu besiegen, hat sich deutlich für die Gegner verbessert, weil sie es auf dem Platz in jeder Spielminute spüren, dass es dem Großteil der HSV Spieler an hunderprozentigen Einsatz- u. Siegeswille fehlt . . !

Da nützem einem die Millionentransfers und gute, technisch beschlagene Spieler und einer noch so ausgeklügelten Taktik und ballbesitzorientierten Vorgehensweise einen Sch…dreck, wenn man nicht ein gefestigtes Team mit richtigem Einsatzwillen aufs Feld bringen kann, die bereit ist, 95. Minuten alles für den Sieg reinzuhauen!
Dieses hat die Mannschaft unter Tim Walter lange vermissen lassen!

bahrenfelder
5 Monate zuvor

Alle raus die was zu sagen haben!!!

Ist das eigentlich ernst gemeint?
Wer soll den Klapperladen dann zusammenhalten?
Das etwas passieren muss steht außer Frage.
Mich nervt nur einfach immer dieses rausgegröle von einigen hier.
Würde es mal alternativen geben die sie anbieten könnte man ja darüber diskutieren.
So aber gibt es nichts was es zu diskutieren gibt.
Einige springen ja gerne auf solche Meinungsmacher an, nur leider fehlt die eigentliche Lösung.
Macht aber gerne weiter so, ihr könnt daran nichts ändern und die ganzen Diskussionen um die Teppichetagen des HSV werden auch nichts ändern.

Der HSV braucht ehrliche Typen an der Führungsspitze. Gleichzeitig müssen diese Typen etwas vom Kaufmännischen und Sportlichen verstehen. KMK hat dies auch gesagt und da gebe ich ihm zu 1887% recht. Das Problem sind jetzt die Personen die zurzeit an der Spitze sitzen.

Jetzt nochmal die Frage, die ich nicht beantworten kann, wer soll es machen? Bitte mit Begründung.

abraeumer
5 Monate zuvor

Sie können einfach nicht günstig beim HSV. Alle sparen in der 2. Liga, nur der HSV nicht. Vor dem Dompé Transfer haben die Verantwortlichen in der Presse eingeräumt, dass sie schon 10 Mio ausgegeben haben. Jetzt sind nochmals 3 Mio bewilligt worden. 
 
Boldt verscherbelt Pfeiffer für 0,25 Mio zu Darmstadt und holt Vuskovic für 4,2 Mio. Dieses dürfte der teuerste Innenverteidigerkauf in der Geschichte der 2. Liga sein. Ich habe hier vor diesem Transfer gewarnt, aber nahezu einhellig wurde wieder von Transfersummen aus England von 12-15 Mio geträumt. Spätestens nach dem Spiel gegen Braunschweig, in dem Lauberbach mit Ball schneller war als Vuskovic ohne, dürfte auch der Letzte gesehen haben, dass Vuskovic zu langsam ist. Dieser ewige Traum der hohen Ablösesummen wird wie zuvor bei Vagnoman, van Drongelen, Jung oder Wood zerplatzen.
 
Zuletzt habe ich mich darüber geärgert, dass Ambrosius abgegeben wurde. Für mich war er kämpferisch und vom Einsatz immer vorbildlich. Dass wir auch noch die Hälfte des Gehalts tragen müssen, haben wir Boldt zu verdanken, der, wie bei Alidou, die Vertragsverlängerung verschlafen hat und ihn aufgrund der zahlreichen Angebote nur zu überteuerten Konditionen halten konnte. 
 
Dass Boldt gegen Darmstadt völlig ausgeflippt ist und auf das Spielfeld zum Schiedsrichter gelaufen ist, dürfte nicht nur ein einmaliger Vorgang eines Vorstands sein, sondern zeigt deutlich wie dünn das Nervenkostüm mittlerweile schon ist. Boldt hat 13 Mio für den Aufstieg erhalten, er muss jetzt liefern. Die Zeit der Ausreden und des Schwafelns von angeblichen Entwickungsschritten ist vorbei. 
 
Es ist offensichtlich, dass der Kader trotz der 13 Mio nicht besser geworden ist. Ein Ersatz für Glatzel und ein rechter Verteidiger fehlen. Der offensiv schwache Mikelbrencis und der bei Nürnberg unterirdische Dovedan werden die Probleme nicht beheben.Es hätte viele günstige Möglichkeiten wie Conteh, Pherai oder den ehemaligen HSVer Köhn gegeben.

Daneben gibt es auch im Nachwuchs der Bundesligisten zahlreiche Talente. Das Maß aller Dinge war für mich in der U17, auch wenn sie nur Vizemeister geworden sind, Stuttgart. Ulrich, Azevedo und Seimen waren herausragend. Dazu waren di Benedetto, Raimund, Fritschi und Simic sehr gut. In der U19 war der deutsche Meister, Borussia Dortmund, mit Bynoe-Gittens, Semic, Rijkhoff, Rothe, Cisse und Collins, herausragend. Dazu kommen noch herausragende Talente im deutschen Nachwuchs wie Weiper von Mainz, Pejcinovic jetzt Wolfsburg, vorher Augsburg, Krattenmacher von Unterhaching, Bischof von Hoffenheim oder Wanner und Vidovic von Bayern.

Sie alle hocken bis auf wenige Ausnahmen auf den Bänken und bräuchten Spielzeit.

Rotkaeppchen1966
5 Monate zuvor

Wenn man die Berichte auf Sky Sport News sieht, könnte man denken, sobald die Dissonanzen im Vorstand ausgeräumt sind, wird es auch sportlich wieder laufen.
Ich denke unabhängig davon, liegt sportlich, auch wenn natürlich die Gemengelage nicht zwingend leistungsfördernd ist, einiges im Argen:

  • mißglückte, überteuerte Transferpolitik und trotzdem nicht homogener Kader
  • Spieler bereits am Anfang der Saison müde und unkonzentriert (Heyer, Schonlau, Muheim)
  • Spieler noch nicht in Normalform (Reis, Meffert,Kittel)
  • Trainer scheint keinen Wert auf Restverteidigung und Verdichten des Spielfeldes zu legen (unfassbare Lücken gegen Darmstadt)

Insgesamt präsentiert sich das Team zu weiten Teilen als pomadig, träge und nicht wach. Meines Erachtens fehlt es im Zentrum ohnehin an Tempo- und Zweikampfhärte.
Ich mag gar nicht daran denken, wenn ein Team wie Paderborn gegen den HSV ins Rollen kommt.
Ohnehin fehlt mir auf dem Platz ein Führungsspieler, der diese Rollen auch offensiver interpretiert als Meffert und Schonlau.
Obwohl Boldt eingekauft hat wie noch nie, man nominell vielleicht noch besser besetzt ist als letzte Saison, ist es leider überhaupt nicht gelungen, auf der Basis des Saisonfinales aufzubauen.
Vielleicht ist auch gerade das letzte Saisonspiel ein Faktor, wie schon erwähnt, die letzten Zweiligarelegationsverlierer hatten in der Folgesaison alle Probleme.
Insgesamt scheinen alle auch zu unterschätzen, dass obwohl Bremen und Schalke oben sind und Bielefeld, Fürth sich bisher noch nicht zurecht finden, die Konkurrenz aber mit Paderborn, Darmstadt, Düsseldorf, Hannover, Heidenheim und Kiel, die als Teams gewachsen sind bzw. auch massiv verstärkt wurden, insgesamt sogar noch größer ist.
Wenn der HSV nicht als Team zusammen wächst und funktioniert wie in der Rückrunde, könnte es ein böses Erwachen geben.

Fuxi
5 Monate zuvor

Eine kleine Zwischenmeldung, damit der HSV mal wieder ein Lächeln hervorruft:

Nach den 3. Frauen stehen auch die 1. Frauen in der 2. Runde des Hamburger Lotto-Pokals. Beim SC Sternschanze II. aus der Bezirksliga setzten sie sich locker mit 16:0 durch.
Die Besonderheit dabei: Die Mannschaft bestand im Wesentlichen aus der 2. Mannschaft, die beim Walddörfer SV II. nicht angetreten war.
Im Tor stand Aaliyah Thomas, Ersatzkeeperin der Regionalliga-Truppe, und dazu standen mit Alina Witt und Neele Albrecht zwei weitere Spielerinnen in der Startelf, die formell dem Drittliga-Kader angehören. Der Rest, einschließlich Trainer Dominik Jordan und der kompletten Bankbesetzung, stammte aus der Oberliga-Mannschaft.

Der HSV hatte mit dem letztjährigen Sechsten der 6. Liga von Beginn an keine Probleme. Das erste Tor erzielte U17-Meisterin Helena Gavrilović in der 5. Minute, einer von drei Treffern der bosnischen Juniorinnen-Nationalspielerin, die Anfang August zusammen mit der vom HSV zu Henstedt-Ulzburg gewechselten Selena Šimić bei zwei Testspielen gegen Rumänien (3:0 und 2:1 für BIH) für die U19 debütierte. Gavrilović bereitete auch das 2:0 durch Alina Witt in der 10. Minute vor, Witts erstes Pflichtspieltor für den HSV nach ihrer Rückkehr vom SVHU. Auch Witt kam insgesamt auf drei Tore in diesem Spiel, so wie auch Laura Henke, die nach Vorlage von Hannah Diekhoff in der 30. Minute das 3:0 besorgte. Gegen Ende der Halbzeit bohrten die Rothosen das Ergebnis auf 8:0 auf, unter anderem traf Diekhoff noch selbst.
Zur zweiten Halbzeit kam dann Julijana Mavrak für Alina Witt ins Spiel. Und die schickte sich an, Witts Torbilanz noch zu übertreffen. Als sie in der 71. Minute zum 12:0 traf, war das schon ihr dritter Treffer und gleichzeitig ein 18-Minuten-Hattrick. Nach dem 13:0 durch die eingewechselte Debora Vinci folgte noch Mavraks viertes Tor, was sie zur besten Torschützin des Tages machte. Die letzten beiden Treffer erzielten Joker Aryanna Naward und Henke mit ihrem dritten Tor.

Damit kommt es in der 2. Runde rund um das erste Oktober-Wochenende zum Derby mit Bezirksligist TuRa Harksheide. Die Anreise dauert ungefähr fünf Minuten – zehn, wenn sie mit ihren Taschen die Schleswig-Holstein-Straße entlang zum Exer laufen…
Die zweite Runde wurde nämlich bereits ausgelost. Die Dritte bekommt es mit einem Landesliga-Schwergewicht zu tun: Der Niendorfer TSV kommt am 2. Oktober nach Ochsenzoll. Außerdem gibt es ein braun-weißes Duell, wenn Komet Blankenese auf St. Pauli II. trifft. Ein Kracher dürfte der Oberliga-Zweikampf zwischen dem TSC Wellingsbüttel und dem SC Eilbek sein. Das Highlight ist allerdings das Spiel zwischen Regionalliga-Absteiger Walddorfer SV und Drittligist FC St. Pauli.

Eine weitere Neuigkeit gibt es noch von der Regionalliga: Der HSV hat Alexandra Engolo Takounda verpflichtet. Die 22-jährige Stürmerin spielte zuletzt für Djurgardens IF in Stockholm und gehörte bis 2021 der kamerunischen Nationalmannschaft an.

Schöne Restwoche (trotz allem)!

Nordisch
5 Monate zuvor

Die Haltung des allgemeinen Durchschnittsfans sieht man schön an der Pokalpartie von Ottensen und Leipzig.

Die Teutonia war ja auf der Suche nach einem Stadion. Das Millerntor um die Ecke? Tja, St. Pauli möchte lieber Fundamentaldebatten führen und ein Signal gegen Leizipg senden, als einen einem fußballbegeisterten Amateurclub zu helfen. Es geht um „solidarischen und gerechteren Fußball“, da passt ein Regionalligist natürlich nicht dazu. Schön, dass man jetzt deren Prioritäten kennt. Bei uns geht’s nicht, weil das Stadion mit einer Messe belegt ist. Ich will uns da aber nicht rausnehmen — mein Gefühl ist, dass es der Vereinsführung sehr gelegen kam, einen Grund für die Absage zu haben. Gleiches gilt wohl auch für Norderstedt und Lübeck, Ottensen hatte verschiedene Anfragen gestellt.

Also hatten sie versucht, das Spiel nach Dessau zu verlegen. Dort? Sabotageanschlag auf den Rasen, damit das Spiel ja nicht stattfindet. Kann es jetzt auch nicht — und schlussendlich wird nun in Leipzig gespielt. Danke für gar nichts, ihr Vollpfosten. Teutonia Ottensen hatte sich den DFB-Pokal bestimmt genau so erträumt. Aber ein wenig Kollateralschaden ist ja okay, es geht ja gegen den Dosenclub.

.

Und genau wegen solchen Haltungen gebe ich sämtlichen KGaA und sonstigen Plänen bei uns genau 0% Umsetzungswahrscheinlichkeit, auch wenn es vermutlich der richtige Weg wäre, um Kühne sinnvoll (und ohne merkwürdige Beratungsgremien) einzubinden. Vergesst es einfach. Wir haben ja nicht mal jemanden, der dafür werben könnte, selbst wenn er wollte, wer sollte das denn sein? Jansen? Haha.

Darmzotte
5 Monate zuvor

Wen Scholles Ausführungen über das Transfergeschäft neugierig gemacht haben, dem sei das Buch Football Leaks empfohlen.

HSV-Bezug: Jonas Boldt spielt dort auch eine Rolle, natürlich eine unrühmliche. Es geht um Scheingebote, um den Preis für einen Spieler hochzutreiben, damit sich Boldts Kumpels aus einer Berateragentur die Taschen vollmachen können.

Würde man von so jemandem einen Gebrauchtwagen kaufen?

Pech
5 Monate zuvor

Bei der vielen Schwarzseherei hoffe ich doch das einige Leute das auf die Strategie aufbauen, lieber das Schlechteste erwarten und dann positiv überrascht werden.

Heinrich Dießelmeyer
5 Monate zuvor

Die dümmsten Vollpfosten schreiben bei dem verblödeten Frührentner in Australien.

Nico
5 Monate zuvor

Hier nach 5 Spielen den Teufel an die Wand zu malen, weil wir bisher nicht jedes Spiel gewonnen haben und der Kick Freitag zugegebenermaßen nicht das gelbe vom Ei war, ist mir zu einfach und auch an der Realität vorbei.
Chaos in der Chefetage hin oder her, alleine dass wir 3 Punkte mehr als letztes Jahr zum selben Zeitpunkt haben, ist schon ein Grund, der dafür spricht, dass es sportlich (!) gar nicht so schlecht läuft wie hier ein großer Teil muniert.

Erinnert ihr euch noch an unseren Spielaufbau in den ersten Spielen der letzten Saison? Da sträubten sich bei so einigen die Haare, das sieht diese Saison von Beginn an anders aus. Wer hätte nach den ersten 5 Spielen letztes Jahr gedacht, dass wir so knapp am Aufstieg vorbeirasseln? Abstieg, unteres Tabellendrittel, Niemandsland hieß es hier zu dem Zeitpunkt.

Nur weil das Ziel Aufstieg vom Verein klar formuliert wurde, heißt es doch nicht, dass wir hier jeden Gegner wegrammen. Dann beschweren sich hier Leute, dass zu viel Geld in neue Spieler gesteckt wird. Müssen wir doch, wenn das klare Ziel der Aufstieg sein soll. Da MUSS riskiert werden. Den Großteil des Kerns zusammengehalten und punktuell verstärkt, was wollt ihr denn bitte mehr, bzw warum wollt ihr weniger als das?

Warum wir bei keinem ablösefreien Spieler zugeschlagen haben, ist hingegen eine berechtigte Frage. Ich kann mir vorstellen, dass die späte Klärung der Ligazugehörigkeit eine Rolle dabei spielte.

Last edited 5 Monate zuvor by Nico
Blumi64
5 Monate zuvor

Da bestätigt es sich mal wieder meine These.
Seit Relegationsspiel 2015 in Karlsruhe mögen uns die Schiedsrichter und der DFB nicht mehr.
2 Spiele Sperre für königsdorffer und 8 T€ Geldstrafe anstatt Begnadigung.
Die sind doch nicht mehr ganz dicht 😡

profikommentator
5 Monate zuvor

Wenn Opoku geht, hat man ja ndank kluger, weitsichtiger Einkaufspolitik trotzdem noch mehr als genug Alternativen für die Außen.
Da Glatzel sich nie verletzt, das Mittelfeld hoch kreativ besetzt ist und auch in der Abwehr viele Alternativen vorhanden sind, welche mit den Jungfranzosen noch facettenreicher werden würden, ist man auf gutem Kurs.

Blogfan
5 Monate zuvor

…nun noch eine Pleite in Nürnberg und es geht rund beim HSV.

Wer 13 Mio für Transfers in der 2.Liga ausgibt, der sollte schon
ganz hohe Ansprüche und Ziele haben.

Wer allerdings glaubt, das geht mit dem „Ballgeschiebe-Quer-Zurückfussball“
von Übungsleiter Walter, der sollte hoffen, das der Spieler „Zufall“ nicht
länger verletzt ausfällt.

Egal, in den letzten Jahren war hier immer wieder mal zu lesen:
“ Schaun wir mal was die ersten 8 Spiele“ so bringen.
Finde, so sollte es auch jetzt zu Beginn der Saison lauten.

NUR, mit dem “ Mein Gott Walter-System“…??? Oh,oh,oh

Nicolai Alexander
5 Monate zuvor

Geld schießt Tore. Nur beim HSV nicht. Wie sonst sollte man erklären, dass Mannschaften wie Paderborn so performen und der HSV die angeblichen PS nicht auf die Strecke bringt. Ich leg mich jetzt schon fest, Paderborn wird Meister und Platte Torschützenkönig.

Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und hoffe auf Platz 2. das wäre doch mal was….

Blumi64
5 Monate zuvor

Es hat immer noch niemand herausgefunden warum Spieler, egal wie teuer sie waren, selten zünden und Spieler die gut waren bei unserem HSV schlechter werden

Frank Müller
5 Monate zuvor

TRANSFERS KANN KEINER….BEIM HSV
Zu geringe Mittel??
Man schaue auf Union Berlin.Gutbetucht??
Es ist noch nicht lange her, da standen die UNTER UNS:
Da hatte die quasi keiner auf der Rechnung…bis auf das Image Alte Försterei.
Dann ein neuer Manager, don´t know …Böttcher?? (war mal im ASS)
Geschickte Einkaufspolitik…
inzwischen Union – Leipzig 2: 1
Passgenauer Kader ist ein Hauptpunkt. Der Trainer ist allerdings auch souverän.
Er hat nur ein Mal einen Fehler gemacht: Kruse erst spät eingewechselt….
da war er weg.

Syed Hassan Raza
5 Monate zuvor

Wir steigen dieses mal auf. Bin optimistisch dieses Mal. Egal mit TW oder……….

KMK hat bei meisten Aussagen recht.

Der König Nixmacher interessiere sich nur für die Macht. Wenn er 1000 Jahren Präsident bleiben würde, wird er für unseren Verein nix hinkriegen (meine Meinung).
Nur der HSV

Ederraute
5 Monate zuvor

Was der DFB mittlerweile für ein kaputter Laden ist sieht man aktuell wieder an den Rotsperren für unsere Spieler.
Opoku nach brutalem Tritt 5 Wochen. Ist auch korrekt und der HSV hat dem zugestimmt.
Königsdörffer sollte nach seinem Wischer 3 Spiele Sperre erhalten. Was für ein Witz. Wer spricht solche Strafmaße aus?
Nach Einspruch vom HSV jetzt auf 2 Spiele reduziert.

Frank Müller
5 Monate zuvor

LÄUFT ALLES AUF HOCHTOUREN….
wie jetzt bei Verhandlungen wegen Mikelbrencis.
Hoffen…es wurde genügend recherchiert; denn Boldt bringt es nicht mal fertig,
eine ordentliche Scouting-Abteilung aufzubauen.
Bezirksliga- Niveau oder weniger; denn sehr wahrscheinlich wird DA beobachtet.
Boldt beläßt es dabei, Zahlen von einer Datenbank abzurufen.
Die Quintessenz sieht man z.B. bei Muheim:….kann gar nicht verteidigen, verhindert
keine Flanken, etc.
Denn gewisse sachen werden da gar nicht erfaßt, wie schlechtes Stellungsspiel,
takt. Verhalten usw.
Da steht dann 3 Kopfbälle gewonnen, keine Verletzungsanfälligkeit.
Naja…..da scheinen sie mit Dompé Glück gehabt zu haben.
nach den ersten Eindrücken stimmt das Spiel auf dem Platz so etwa mit dem
überein was auf dem Videoband zu sehen ist.

FRANZ HOELSCHER
5 Monate zuvor

Das hat mich schon häufiger irritiert :….. Mikelbrencis…… Sein Marktwert wird auf zwei Millionen Euro taxiert…… und dann können wir ihn für unter 1mill bekommen ? Was bedeutet also dieser „Marktwert“?

Negan
5 Monate zuvor

Geld steht immer relativ zu den handelnden Personen. Muss ich nicht weiter ausführen, oder ?

Houston
5 Monate zuvor

Opoku muss gehen. Mit 5 Spielen gesperrt wird da sicher ein Bomben Transfer !

FrankWestwood
5 Monate zuvor

Mich würde mal das FAZ -Interview von heute mit KMK interessieren. Könnte das evtl. einer “ für alle lesbar“ kopieren?

Optimist
5 Monate zuvor

Wie laüft es im e.V?

Das ist doch Janssensens Hauptaufgabe.

Beim Fußballclub sind es Boldt und Wüstefeldt und nicht Janssen…

Kuddel
5 Monate zuvor

„Während die einen schreiben, Leeds würde alles erschweren, berichtet „Lé Republicain Lorraine“, dass der FC Metz dem HSV einen entscheidenden Schritt entgegengekommen sei.“
.
Damit ist alles über Pressearbeit gesagt!

Jörg Meyer
5 Monate zuvor

Das Dompe‘ genau dieser Spieler ist der Kittel und Opoku verdrängt hat alleine diese eine Halbzeit deutlich gezeigt.

Goczol
5 Monate zuvor

Es sind noch einige Spieler Ablösefrei auf dem Markt 😂 wenn Kühne die Gehälter zahlen würde spielen wir in 3 Jahren Champions League 😂

——-/// Heuer Fernandes ————/
Aurier – Denayer- Zagadou- Marcelo
———— Grillitsch ——-/
—Januzaj— Kittel — William—
———- Belotti ———- Cavon—-
Unser zwei besten dürfen nicht fehlen 😂

Marktwert 86 Millionen also Herr Kühne
besser können sie ihr Geld nicht anlegen 😂

Nur der HSV
5 Monate zuvor

Königsdörffer: Zwei Spiele Sperre und 8000 Euro