HSV: Viele offene Fragen vor Nordduell bei Hannover 96

von | 02.04.21 | 75 Kommentare

Zunächst einmal gilt es, Revanche für die 0:1-Niederlage im Hinspiel  zu nehmen und dadurch dem Aufstieg ein Stück näher kommen. das sei klar. Zudem sieht Thioune für die ebenfalls mit Erstliga-Ambitionen in die Saison gestarteten Hannoveraner „so etwas wie die letzte Chance, wenn sie noch einmal oben eingreifen wollen“. Seinem Kollege Kenan Kocak bescheinigte er allerdings, dass er „ambitioniert ist und Spiele gewinnen will.“ Überraschend? Nee… Ebenso wenig, dass es erst einmal harmonisch wird, wenn Thioune nach dem Gegner des nächsten Gegners gefragt wird. Wie so oft, wenn HSV-Coach Daniel Thioune nach dem Trainer des nächsten Gegners gefragt wird, wird es erst einmal sehr harmonisch. Ebenso wenig verwunderlich sind die Komplimente, die im Gegenzug aus Hannover nach Hamburg gerufen wurden. Von dort gab Kocak das Kompliment sofort zurück. „Er ist ein sehr guter Mensch und ein fantastischer Trainer“, lobte Kocak Daniel Thioune, mit dem er zusammen die Trainerlizenz gemacht hat. „Ich habe ihn als einen sehr ehrlichen und sehr lebensfrohen Menschen kennengelernt. Ich freue mich auf das Wiedersehen.“ Ohnehin rechnet Kocak fest damit, dass die Hanseaten im dritten Anlauf aufsteigen werden. Der HSV mache einen sehr stabilen Eindruck, „deswegen bin ich auch überzeugt davon, dass es der HSV schafft“, meinte der 96-Coach.

Vorgeplänkel. Nicht mehr, nicht weniger. Und auch nichts schlimmes. Zumal wir sicher davon ausgehen können, dass das Nordderby am Sonntag in Hannover deutlich weniger freundschaftlich erfüllt ablaufen wird. Insbesondere die Niedersachsen dürften darauf brennen, endlich wieder auf den Platz zurückzukehren. Das Heimspiel gegen Thioune und Co. ist für die Niedersachsen das erste Pflichtspiel seit fast einem Monat. Die letzten beiden Partien gegen die Würzburger Kickers und bei Holstein Kiel waren wegen Corona-Quarantänen verschoben worden. Zuletzt stand zudem die Länderspielpause an. Und dieser Umstand bereitet dem HSV Probleme. Denn beim HSV weiß man nicht, wie man Hannover zu erwarten habe. Zum einen kehren einige beim letzten Pflichtspiel noch verletzte oder angeschlagene Spieler zurück. Zum anderen habe Hannover  immer mit sehr wechselhaften Formationen und Systemen agiert, so Thioune. 

Mutigere Ansagen kommen da schon von einem, den der HSV mal auf seinem Zettel hatte:  96-Stürmer Hendrik Weydandt sagt via Homepage der 96er: „Ob wir am Ende also mit zwei oder 60 Prozent Ballbesitz gewinnen, ist mir eigentlich egal. Hauptsache, wir gewinnen!“ Wie sowas aussehen kann, konnte man im Hinspiel beobachten, dass Hannover trotz großer Unterlegenheit  mit 1:0 in Hamburg gewinnen konnte. Der Angreifer weiter: „Wir wissen, dass Hamburg mit einer breiten Brust kommen wird, versuchen wird, das Spiel zu machen. Wir müssen es angehen wie im Hinspiel, womöglich mit etwas mehr Spielanteilen. Aber damals hat es ja gereicht.“ Allein die Voraussetzungen sind diesmal gänzlich andere. „Wir haben turbulente Wochen hinter uns“, so Kocak. „Bei uns ist die Vorfreude auf die Partie groß.“

Das wiederum dürfte beim HSV nicht anders sein. Auch hier kehren einige Spieler nach wochenlanger Pause zurück. Allen voran natürlich Toptorjäger Simon. Der Angreifer brennt nach 14 Tagen erzwungener Quarantäne darauf, wieder auf den Platz zurückkehren. Er mache eine guten, gesunden Eindruck, lobte Thioune seinen Torjäger, dem er dennoch attestierte, sich körperlich erst wieder am die Voraussetzungen gewöhnen zu müssen. „Er hat die letzten Tage voll mitgemacht und markt das“, so Thioune, der abwarten wolle, was Terodde selbst vor dem Spiel in Hannover sagt. „Man muss auch klar sagen: Er war krank, da muss man erstmal aufpassen“, so der HSV-Trainer. Sicher sei nur, dass ein einsatzfähiger Terodde im Kader stünde. Alles weitere wolle er mit dem 33-Jährigen persönlich besprechen. 

Und das nicht allein. Neben  Terodde will Thioune auch und mit dessen letztem Ersatz, Bobby Wood sprechen.  Der US-Angreifer hat indes Klarheit geschaffen, was seine Zukunft betrifft. Wood wird wie zu Jahresbeginn hier schon berichtet vom 1. Juli an für Real Salt Lake City spielen. Der Vertrag beim MLS-Klub läuft bis 2023. „Es war sehr wichtig für mich, in einen Verein zu kommen, der sich wie eine Familie anfühlt. Und deshalb fühlt es sich so gut an, zu Real Salt Lake zu kommen. Als ich mit den Trainern gesprochen habe, spürte ich, dass es die richtige Entscheidung sein wird“, sagte Wood in einer Pressemitteilung des US-Klubs.

Gut für Wood, und gut für den HSV, der damit seinen teuersten Spieler abgibt. Wenn auch erst nach Vertragsende. Aber allein dieser Abgang entspannt den Etat um mehr als zwei Millionen Euro. Dass Wood bis dahin ein extrem teurer fehlgriff war – das werden auch die letzten acht Saisonspiele nicht mehr ändern können. „Bobby hatte hier einen schweren Stand – woran er sicher einen Anteil hatte“, sagte Thioune und schob hinterher, dass er wisse, dass Wood sich gut verabschieden wolle. Zumindest unter seiner Regie – Thiounes Vorgänger hatten Wood maximal für ein paar Wochen in den Vorbereitungen gelobt und anschließend nahezu komplett auf ihn verzichtet. Sprach man mit den Trainern, fanden sie selten gute Worte – nicht einmal zu den Trainingsleistungen des Amerikaners. Nur bei Thioune war und ist das anders. Ob und inwieweit sich das sportlich für den HSV in dieser Saison noch auszahlt, das wird sich zeigen – beginnend mit dem Spiel in Hannover.

In diesem Spiel wird sich auch zeigen, ob der HSV seine gute Stimmung aus dem Heidenheim-Spiel bzw. den Wochen vor der Länderspielpause rüberretten konnte. Thioune selbst glaubt nicht daran, dass die Pause die gute Phase seiner Mannschaft unterbrechen würde: „Es kehren ja auch einige wichtige Spieler zurück, insofern glaube ich, dass uns die Phase gutgetan hat. Ich bin zumindest nicht böse über die Unterbrechung.“ Einzig bei Toni Leistner hat es noch nicht gereicht. Der Innenverteidiger wird am Sonntag ebenso wie heute passen müssen. „Er hat noch ein paar Probleme gehabt, daher haben wir ihn wieder etwas rausgenommen. Er wird definitiv nicht dabei sein können“, sagt Thioune, der betont, bei der schwierigen Wahl der besten 20 Spieler sowie natürlich bei der Startelf ausschließlich auf Spieler setzen zu wollen, die bei 100 Prozent Fitness sind. Und auf Terodde. Der ist auch mit etwas weniger schon wichtig genug…

So, und jetzt wünsche ich Eich noch viel Spaß mit der Pressekonferenz sowie dem HSV-Orakel, dass unsere Jung Joscha und Flo wieder gespielt haben. Wie es ausgeht? Schaut selbst!!

Ich melde mich morgen mit der Vorschau auf das Spiel in Hannover und der Beantwortung der eingegangenen Fragen wieder bei Euch. Bi dahin wünsche ich Euch allen noch einen schönen Karfreitag!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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M. R. X.
5 Monate zuvor

»Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun.« (Thorsten Fink, März 2012)

Mit dem Nordderby in Hannover starten für den HSV die Wochen der Wahrheit. Im Kampf um die Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs stehen uns sieben hochinteressante Wochen bevor.

Schaffen wir es im dritten Anlauf tatsächlich wieder im richtigen Teich zu schwimmen oder wird die Bochumisierung in diesem Jahr final abgeschlossen?

Kämpfen wir nächstes Jahr auf Augenhöhe mit Schalke 04 um den goldenen Rucksack oder können wir endlich den Beweis antreten, dass das Zeitalter der Klatschen vorbei ist?

Ist Daniel Thioune tatsächlich der Zauberer von dem Franz Beckenbauer einst sprach und wird Aaron Hunt womöglich am Ende seiner HSV-Zeit zum Held der Massen?

Und vor allem: Haben wir das alles in der eigenen Hand?

Die TOP 4 im Faktencheck.

VFL BOCHUM

Die Ausgangslage
Platz 1 / 51 Pkt / Schnitt 1,96 Pkt / TD +22
Rückrundenplatz 3 / 18 Pkt / Schnitt 2,00
Letzte 5 Spiele: 9 Pkt / N – S – S – N – S

Das Restprogramm
Kiel (H) / Paderborn (A) / Hannover (H) / Heidenheim (A) / Darmstadt (A) / Regensburg (H) / Nürnberg (A) / Sandhausen (A)

Die Analyse
Seit dem 15. Spieltag steht der VfL durchgängig auf einem Aufstiegsplatz, nie verlor man zwei Spiele am Stück. Mehr noch: Nach jeder Pleite gab es direkt einen Dreier und der längste „Bruch“ – 2 Spiele ohne Sieg (U – N) – liegt lange zurück (3. + 4. Spieltag).

Mit Robert Zulj (12 Tore / 11 Assists) und Simon Zoller (12 Tore / 5 Assists) kann Trainer Thomas Reis zwei der Top-Scorer aus Liga 2 zu seinen Trümpfen zählen. Unterstützt vom (mit Abstand) schnellsten Spieler im Unterhaus, Gerrit Holtmann (36,43 km/h / bester HSVer: Josha Vagnoman 34,89 km/h), traf der VfL in 26 Spielen insgesamt 48 mal ins gegnerische Netz (drittbester Angriff) und stellt mit nur 26 Gegentreffer die zweitbeste Abwehr. Ein Verdienst u.a. von Manuel Riemann, dem fußballerisch wohl besten Keeper aller Aufstiegskandidaten, vermutlich sogar der ganzen Liga.

Die Prognose
Keine Mannschaft hat sich bisher so stabil präsentiert wie der VfL Bochum. Kein Zufall, sondern Ergebnis einer längeren Entwicklung. Schon im Kalenderjahr 2020 war man schließlich die beste Mannschaft der 2. Liga. Es wäre somit mehr als überraschend, wenn diese Konstanz nicht zum Aufstieg führen sollte und die Feier an der Castroper Straße, nach 11 Jahren Abwesenheit aus der Bundesliga, ausfallen müsste.

GREUTHER FÜRTH

Die Ausgangslage
Platz 3 / 47 Pkt / Schnitt 1,81 Pkt / TD +18
Rückrundenplatz 2 / 18 Pkt / Schnitt 2,00
Letzte 5 Spiele: 8 Pkt / S – U – N – S – U

Das Restprogramm
Heidenheim (A) / Sandhausen (H) / Darmstadt (A) / Braunschweig (H) / St. Pauli (A) / Karlsruhe (H) / Paderborn (A) / Düsseldorf (H)

Die Analyse
Mit 5 Siegen, 3 Unentschieden und nur einer Niederlage (1:2 gegen Bochum) spielt Fürth bisher eine beachtliche Rückrunde. Die nach Heidenheim laufstärkste Mannschaft im Unterhaus (117,3 km pro Spiel / HSV 115,4 km) überzeugt dabei insbesondere auch spielerisch und stellt mit U21-Nationalspieler David Raum (11 Vorlagen) zudem den aktuell fleißigsten Tor-Butler der Liga.

Mit einem Durchschnittsalter von 24,4 Jahren (HSV 26,2) agieren die Mittelfranken mit dem jüngsten Kader der 2. Liga und stellen mit 50 Toren die zweitstärkste Offensive. In nur 4 der bisher 26 Spiele blieben Hrgota & Co. ohne eigenen Treffer. Auswärts ist die Truppe von Stefan Leitl zudem das Maß der Dinge: 7 Siege, 5 Unentschieden und eine Niederlage (2:3 in Karlsruhe) sowie 27 Tore auf des Gegners Platz, ist die beste Bilanz aller Zweitligisten.

Die Prognose
Greuther Fürth wird bis zum Schluß ein gewichtiges Wörtchen um den Aufstieg mitreden, auch wenn von den letzten 4 Spielen nur eines gewonnen wurde. Möglich jedoch, dass die junge Mannschaft im Endspurt dann doch „Opfer“ der fehlenden Erfahrung wird. Letztlich kann man mit Keeper Sascha Burchert (31), Mergim Mavraj (34) und Branimir Hrgota (28) nur drei Spieler der Marke „Säule“ ins Rennen werfen. Insofern wäre das Erreichen der Relegation bereits ein Riesenerfolg, aber selbst Platz 4 keine Apokalypse.

HOLSTEIN KIEL

Die Ausgangslage
* 2 Spiele weniger als die Konkurrenz *
Platz 4 / 46 Pkt / Schnitt 1,92 Pkt / TD +16
Rückrundenplatz 5 / 14 Pkt / Schnitt 2,00
Letzte 5 Spiele: 10 Pkt / S – S – N – S – U

Das Restprogramm
Bochum (A) / Heidenheim (A) / Regensburg (H) / Hannover (H) / Nürnberg (A) / Sandhausen (H) / Osnabrück (A) / St. Pauli (H) / Karlsruhe (A) / Darmstadt (A)

Die Analyse
Dem Bayern-Schreck steht nach der Corona-Zwangspause ein intensiver April bevor. 7 Spiele in den nächsten 24 Tagen bedeuten rechnerisch alle 3,4 Tage ein Match. Zugute kommen dürfte den Jungs von Ole Werner in dieser Phase, dass man mit einer Passquote von 84,7% (HSV 83,6%) und durchschnittlich 650 Ballkontakten (HSV 634) die Passmaschine der Liga ist.

Das Prunkstück der Störche ist allerdings zweifelsfrei die Defensive um den gebürtigen Hamburger Hauke Wahl. 22 Gegentore in 24 Spielen bedeuten, dass man im Schnitt nur alle 98 Minuten den Ball aus dem Netz fischen muss (HSV alle 78 Minuten). Darüber hinaus ist man mit 52,3% gewonnenen Duellen nach dem HSV (53,3%) das zweikampfstärkste Team der Liga.

Die Prognose
Die Saison 20/21 wird allein durch den historischen Pokal-Triumph über den Weltpokalsieger in die Vereinsgeschichte eingehen. Den Ruhm hat die Mannschaft also bereits in der Tasche. Alles was noch folgt wird quasi als Bonus wahrgenommen und mit dieser Überzeugung geht man an der Ostsee entspannt ins Saisonfinale. Bleibt Holstein von unerwarteten Verletzungen verschont, wird die erhöhte Belastung keine Rolle spielen und der Weg in Sachen Aufstieg nicht an den Kielern vorbei gehen. Ganz klar: Wer in die Bundesliga will, wird die Jungs von der Förde hinter sich lassen müssen.

HAMBURGER SV

Die Ausgangslage
Platz 2 / 49 Pkt / Schnitt 1,88 Pkt / TD +23
Rückrundenplatz 7 / 13 Pkt / Schnitt 1,44
Letzte 5 Spiele: 7 Pkt / N – N – U – S – S

Das Restprogramm
Hannover (A) / Darmstadt (H) / Sandhausen (A) / Karlsruhe (H) / Regensburg (A) / Nürnberg (H) / Osnabrück (A) / Braunschweig (H)

Die Analyse
11,8% Chancenverwertung (53 Buden aus 448 Torschüssen), 14 verschiedene Torschützen. Angeführt von Top-Scorer Simon Terodde stellt der HSV die beste und effektivste Offensive der 2. Liga. Weniger stabil dagegen die Defensive: 30 Gegentore, davon alleine 8 Stück (27%) nach der 75. Minute (Kiel 4/16%). Auch konnte Sven Ulreich nur in 33% seiner Spiele die Null halten, was ligaweit Platz 6 bedeutet (Ioannis Gelios, Kiel 41%, Platz 2).

Der entscheidende Vorteil im Aufstiegsrennen könnte möglicherweise die Breite des Kaders werden. So konnten die Ausfälle wichtiger Spieler bisher gut kompensiert werden. Als letzter Beweis diente hierfür das „Do-or-die“-Spiel gegen Heidenheim, bei dem weder Top-Torschütze Terodde noch Top-Vorlagengeber Dudziak, Top-Säule Leistner oder Königstransfer Kinsombi auf dem Platz standen und man dennoch die vermeintlich beste Saisonleistung abliefern konnte. Die viel zitierte Quantität an Qualität ist also offenbar vorhanden.

Die Prognose
Als gefühlter Bundesligist ist der Druck aufsteigen zu „müssen“, beim HSV größer als in Bochum, Kiel oder Fürth. Wissend dieser Situation, wurde und wird die Karte „Favorit“ von Gegnern und Medien auch in dieser Saison wieder regelmäßig gespielt.

Die größte Aufgabe für Daniel Thioune ist und bleibt daher nicht die Stärke der Konkurrenz, sondern die Psyche der eigenen Mannschaft. Gelingt es die toxische Arroganz, aber vor allem die Furcht vor dem Scheitern, bis zum Ende in die gemeinschaftliche Gier auf den Triumph zu kanalisieren, ist der Aufstieg alles andere als Utopie. Wähnt man sich gegen Sandhausen, Regensburg & Co. jedoch erneut zu groß für Liga 2, wird zwangsläufig zum Showdown die Angst in den Volkspark zurückkehren und der 23.05.2021 mal wieder ein extrem lustiger Hochleistungstag in der HSV-Geschichte.

Aber: Bangemachen gilt nicht. Wer hinter uns Zweiter wird, sollte uns komplett egal sein!☝️

»Wir wissen, dass wir gut sind. Es liegt nur an uns. Am Ende entscheiden wir, wie die Spiele ausgehen« (Michael Mutzel, März 2021)

Eine Stadt.
Ein Verein.
Ein Ziel.

In diesem Sinne:
NUR DER RATHAUSBALKON!
🔵⚪⚫

PS: R.I.P. Dr. Peter Krohn 😞

Last edited 5 Monate zuvor by M. R. X.
Hans-Werner Rieken
5 Monate zuvor

Scholle, ich würde mich freuen wenn Dieter Matz hier Peter Krohn würdigen würde. Krohn hat den Grundstein für die erfolgreichste Zeit des HSV gelegt. Schon damals wollten die Traditionalisten, wie heute, alles verhindern. Er ging seinen Weg und der HSV hatte 10 tolle Jahre die wir nie wieder erleben werden. R I P Peter

Horizons Inc.
5 Monate zuvor

Ruhe in Frieden, Dr.Peter Krohn

bahrenfelder
5 Monate zuvor

Ein großer ist gegangen.
Der Aufstieg in die Belletage sollte ihm gewidmet werden.

Ruhe in Frieden Dr. Peter Krohn

Sprockhöveler HSV
5 Monate zuvor

Ruhe in Frieden, Dr. Peter Krohn.
Du warst ein Großer, immer Deiner Zeit voraus, vielen Dank für Alles.

ToniHH
5 Monate zuvor

R.I.P. Dr. Krohn

Unvergesslich die Elefantennummer und die Rosa Trikots….war seiner Zeit
voraus. Ein Visionär…
⚫️⚪️🔵

Stuermer
5 Monate zuvor

Habt ihr es gehört? Hannover hat heute nicht trainiert. Was für eine Wohlfühloase…
und die stehen, mit einem ähnlichen Kader, noch schlechter da als wir.

Kuddel
5 Monate zuvor

Ein HSV-Macher mit Ideen ist gegangen.
R.I.P. Dr. Peter Krohn

Paulinho
5 Monate zuvor

Ja, der Herr Dr. Krohn, galt er doch rasch als Paradiesvogel. Es war auf alle Fälle ein Einreissen althergebrachter Bräsigkeit. Dennoch, wenn auch die wohl beste Zeit für unseren HSV anbrach. Entscheidend dafür waren m.E. Dr. Klein und Netzer, der die damals besten Trainer an die Elbe lockte. Was fehlt und zwar bis heute ist die Nachhaltigkeit dieser Erfolgsstory. Egal wie man es dreht und wendet, unser HSV, damals auf Augenhöhe mit den Bayern, hatte keine stringente Philosophie aufgebaut. Jeder Nachfolger, ob in den Vorständen oder am Trainerplatz, machte was er dann will. So sind wir heute 2. Liga, und das trotz der schönsten Stadt, des schönsten Stadions, der treuesten Fans.

horst schlau
5 Monate zuvor

Also wenn man sich heute (Samstag)was wünschen darf dann wären das drei Unentschieden !!!

Lars K
5 Monate zuvor

Ich wünsche mir ein schönes, schmutziges, weitgehend unverdientes 1:0 für den HSV morgen. Wir lassen uns doch nicht von Fürth den Aufstieg wegnehmen, ausgerechnet Fürth doch nicht!!!

Jörg Brettschneider
5 Monate zuvor

Egal, wie die Konkurrenz heute gespielt hat.

Der HSV hat es in der eigenen Hand und beste Voraussetzungen. Der Kader ist voll. Es ist jetzt eine Einstellungssache.

Für Ausreden am Saisonende wird es definitiv keinen Raum geben.

Horstbertl
5 Monate zuvor

Es ist einfach. Wir haben jetzt noch acht Endspiele, die wir auch so anzugehen haben. Siege, Siege, aufsteigen werden Sieger. Also geht mit der Einstellung der letzten drei Spiele auf das Feld und wir werden siegen und uns am Ende verdient, glücklich und selig in den Armen liegen. Einfach morgen drei Punkte holen und weitermachen.

uwe twiehaus
5 Monate zuvor

Dr. Peter Krohn, einer der letzten Visionäre und Macher gestaltet durch sein ableben das HSV-dasein ein Stückchen ärmer! Der Tag, an dem der Fußball seine Unschuld verlor, kommt doch erst im kommenden Jahr, also last uns den Blues dieses Jahr zu Ende bringen und uns damit in Hannover beginnen?

Jürgen Linnenbrügger
5 Monate zuvor

Scholle, ein Wort zu Bobby Wood. Du schreibst der Abgang von BW entlastet den Etat in der nächsten Saison um 2 Mio. Du hättest lieber schreiben sollen, was das Missverständnis Wood dem HSV gekostet hat. Wieder verlässt ein Spieler den HSV
ohne Ablösesumme. Gekostet hat er den HSV 4 Mio Ablöse, an Gehalt in den 5 Jahren ca. 15 Mio., insgesamt 19 Mio. Und das ist nur ein Spieler(es gab durchaus noch mehrere)

Fussballtrainer
5 Monate zuvor

Endlich ist diese jLänderspielpause vorbei und es geht weiter. Ich hoffe dass es keinen Bruch in der Form und im Mannschaftsgefüge gegeben hat. Das wird ein spannendes Fußballwochenende und beginnt heute mit dem Spitzenspiel und schließt morgen mit dem zweiten Spitzenspiel ab. An diesem Wochenende könnte der Weg geebnet werden. Dem Trainer eine glückliche Hand und der Mannschaft wünsche ich den Zusammenhalt der sie letztlich wieder stabilisiert hat! Rennt Leute rennt!
Nur der HSV!
Kein Hass im Internet!

Last edited 5 Monate zuvor by Fussballtrainer
Flotti McFlott
5 Monate zuvor

Tja… die Konkurrenz liefert… ¯\_(“~)_/¯

Aleksandar
5 Monate zuvor

Viele offene Fragen beim HSV

Eines steht außer Frage, wird morgen nicht gegen Hannover gewonnen, war es das mit dem Aufstieg in das Oberhaus Saison 20/21

kbe1
5 Monate zuvor

Mit einem Sieg morgen in Hannover könnte man nicht nur wieder auf Platz 2 vorrücken, sondern gleichzeitig den Vorsprung auf Kiel ausbauen. Bei einem Unentschieden wäre man auch wieder 2ter, aber der Abstand zu Bochum würde sich vergrößern und mit Fürth wäre man Punktgleich.
Eine Niederlage würde noch keine Vorentscheidung über den Saisonausgang bedeuten.

Last edited 5 Monate zuvor by kbe1
kbe1
5 Monate zuvor

Nehmen wir die positive Einstellung von Trainer Thioune für morgen mit, und glauben an ein positives Ergebnis (Punktemäßig!) für den HSV!

Paulinho
5 Monate zuvor

Kiel wie ich es erwartet habe, sie werden sich aus dem Quartett verabschieden, da bin ich mir sicher. Die Elfer werden nicht immer zu einem Dreier verhelfen.