HSV-Trainer Walter mahnt: Spieler müssen endlich raus aus der Komfortzone

von | 12.07.21 | 129 Kommentare

Fertig ist man in diesem Bereich tatsächlich nie. Von daher ist die Frage, ob die Planungen denn nun abgeschlossen seien, zwar halbjährlich wiederkehrend – aber auch nicht mehr als rhetorisch zu bewerten. Denn Kaderplanungen sind fortlaufend. Auch nach Ende der jeweiligen Transferphasen wird weiter mit Beratern gesprochen, weiter verhandelt und im besten Fall auch umgehend auf erkannte Probleme im aktuellen Kader reagiert. Von daher sind die Personlplanungen auch diesmal noch lange nicht abgeschlossen. Auch wenn man quantitativ einen ausreichend vollen Kader hätte – es ist noch eine ganze Menge Bewegung zu erwarten. In beide Richtungen. „Zum Glück“ auf der einen Seite – „leider“ auf der anderen Seite. Denn der HSV gibt sich dieser Bewegung nicht ganz freiwillig hin.

Der HSV ist von Bewegungen anderer abhängig

Klar, zum einen sucht man weiterhin einen Keeper. Das Thema kursiert seit Wochen und ist noch unerledigt. Wobei ich hier aktuell eine Konstellation erkennen kann, die funktionieren kann. Denn der neue Trainer hält mehr von Daniel Heuer-Fernandes als seine Vorgänger. Zudem hat der HSV mit Tom Mickel einen inzwischen durchaus erfahrenen und loyalen Mann in der Hinterhand, der sich für den HSV zerreißen würde, sollte er mal ernsthaft gefordert werden. Und um die nominell gute Konstellation abzurunden, drückt mit Leo Oppermann ein junger Keeper von hinten nach – womit ich noch einmal zu der Lehre kommen möchte, die ich aus dieser für mich vergleichsweise emotionslos wahrgenommenen EM gewonnen habe: Die Kraft der Geschlossenheit.

Denn mit Italien ist nicht die individuell am besten besetzte Mannschaft Europameister geworden, sondern die mit dem homogensten Team. Dass dabei die schwere Verletzung von Leonardo Spinazzola auch ungewollt noch einmal zusammengeschweißt hat – okay. Ebenso wie Christian Eriksens dramatischer Herzstillstand die Dänen enger hatte zusammenrücken lassen. Aber: Beide Teams haben aus der Rolle des Underdogs gegenüber Teams wie Belgien, Frankreich und England über eben diese Geschlossenheit alles herausgeholt, was drin war – und sind weiter gekommen. Auch Spanien, wo Trainer Enrique zum Zwecke der Geschlossenheit auf alle Spieler von Real Madrid und vom FC Barcelona verzichtet hatte, kann dem HSV als Beispiel dienen. Weg von großen Namen, hin zu einem funktionalen, homogenen Team. Wie Bielefeld, Paderborn und Bochum in den letzten Jahren.

Von daher hätte ich absolut null Probleme damit, einem Vollblut-HSVer wie Mickel die wichtige Rolle im Tor anzuvertrauen. Denn ich wüsste, er würde wirklich ALLES geben, den Kasten sauber zu halten. Ich glaube sogar, dass es helfen kann, noch besser zu werden. Der Umstand, dass eine Mannschaft weiß, nominell eben nicht immer der große Favorit zu sein, hält sie wach und fokussierter, während große Topfavoriten träge werden, weil sie sich immer wieder auf individuelle Qualität verlässt. Siehe Belgien, siehe Frankreich. Zumindest hätten diese beiden Teams qualitativ betrachtet bei dieser EM einen Durchmarsch sondergleichen hinlegen müssen – in etwa so, wie der HSV seit drei Jahren in der Zweiten Liga.

HSV ist kein Topfavorit – und darin liegt die große Chance

Von daher stört es mich absolut überhaupt nicht, wenn der HSV inzwischen nicht mehr ins oberste Regal greifen kann, sondern Spieler aus der Zweiten Reihe verpflichtet. Der Umstand, dass er so handeln muss, ist zweifelsfrei ein Rückschritt, den man nicht schönreden darf. Aber ich behaupte weiterhin: Wenn die Verantwortlichen es richtig machen, wird aus diesem Rückschritt die vielleicht größte Chance der letzten Jahre, in Hamburg etwas Neues, wirklich Gutes aufzubauen. Das alte Konstrukt, die falsche Selbstverständlichkeit muss aufgebrochen werden. Denn dann könnten die Forderungen nach Mentalität, Identifikation und Willen endlich auch mal mit Leben gefüllt werden. Mit anderen Worten: Manchmal ist der Schritt zurück entscheidend, um im Anschluss wirklich mal vorankommen zu können. Und das wollen wir alle.

Ich für meinen Teil sehe den HSV in der Zweiten Liga noch immer unter den Top-Teams – aber eben nicht mehr ganz vorn. Im letzten Jahr hatte der HSV noch den höchsten Mannschafts-Marktwert aller Zweitligisten. Nun rutschte man auf Platz drei ab. Den höchsten Marktwert hat der FC Schalke 04 mit 84,8 Millionen Euro, vor Werder Bremen mit 81,38 Millionen Euro. Naturgemäß als Absteiger. Der HSV besitzt aktuell nur knapp die Hälfte und kommt auf einen Gesamtmarktwert des Kaders von 38,30 Millionen Euro. Wichtiger als alles das ist für mich aber: Werder und Schalke sehe ich vom Personal her vor dem HSV. Wobei auch klar ist: Das ist alles nur Theorie. Nominelle Werte bringen keine Punkte. Das wissen HSVer besser als alle anderen. Und hinter den beiden großen Absteigern kommen mit dem HSV zusammen auch Teams wie Düsseldorf,  Hannover und der FC St. Pauli. Diese Teams sehe ich vom realistischen Anspruch her auf Augenhöhe. Und auch das kann dem HSV guttun, wenn er diese Rolle richtig annimmt. Zu Beginn würde es schon helfen, daraus die Erkenntnis anzunehmen, eben nicht immer das Maximum erreichen zu MÜSSEN.

Der HSV muss die Arroganz ablegen, mit nichts weniger als dem ersten Platz zufrieden sein zu dürfen. Denn diese Rolle hat der HSV nicht mehr inne. Im Gegenteil: Sie war und wäre unnötiger Ballast, der den HSV träge macht. Apropos: Etwas müde wirkte heute auch der Testkick gegen Silkeborg IF, wie der Trainer festhielt. Trotz des 1:0-Sieges (Torschütze per Foulelfmeter: Bakery Jatta, 47. Minute) war Tim Walter nicht zufrieden. „Im Spiel gab es Licht und Schatten. Letzte Woche waren wir gefühlt schon etwas weiter, heute haben wir etwas weniger gemacht, vielleicht auch wegen des Namens des Gegners“, sagte der neue HSV-Trainer nach dem Spiel.

Trotz Testsieg gegen Silkeborg – Coach Walter nicht zufrieden

Vor allem im Spiel gegen den Ball habe seine Mannschaft noch mehr Luft nach oben, als ihm recht sei. „Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben“, sagte Walter, dem insbesondere die Physis seiner Mannschaft missfiel dem Coach. Zusammen mit seinem Co-Trainerteam müsse er „schauen, das Ganze langfristig auf Vordermann zu bringen. Da haben wir noch Nachholbedarf.“

Walter richtete sogar einen – inhaltlich nicht wirklich verwunderlichen – Appell an die Mannschaft. Einen Appell, der hoffen lässt, dass die Mannschaft diese Saison tatsächlich ausreichend auf einen langen, anstrengenden Weg vorbereitet wird. Walter deutlich: „Die Jungs müssen noch intensiver arbeiten, noch mehr Bereitschaft zeigen, das kommt nicht von heute auf morgen. Wenn du eine gewisse Komfortzone erreichst, ist es schwer, da wieder herauszukommen.“ Stimmt. Aber die Erkenntnis ist schon mal ein guter Anfang.

In diesem Sinne, bis morgen. Da sollen dann auch die heute angeschlagen individuell trainierten Daniel Heuer Fernandes, Tom Mickel, Mikkel Kaufmann, Jeremy Dudziak und Amadou Onana wieder zur Mannschaft stoßen, während ich noch bis einschließlich Freitag unterwegs sein werde. Aber: Sobald etwas passiert, melde ich mich an dieser Stelle bei Euch. 

Scholle

Statistik zum Spiel: 

HSV 1. HZ: Oppermann – Gyamerah, Leistner, David, Leibold – Meffert – Reis, Kinsombi – Suhonen – Wintzheimer, Glatzel

HSV 2. HZ: Oppermann – Opoku, Rohr, Schonlau, Muheim – Gjasula – Reis, Heyer – Suhonen – Meißner, Jatta

Tore: 1:0 Jatta (47.)

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Darmzotte
3 Monate zuvor

An Walters Aussagen kann man erkennen, was für einen Scherbenhaufen er vorgefunden haben muss. Der Begriff Komfortzone lässt sich synonym zur Wohlfühloase verwenden.
Jahrelang wurde an dieser Stelle darauf hingewiesen, allerdings nicht vom Blognetreiber.
Jetzt verwendet der neue Trainer sogar den Begriff. Zumindest die Erkenntnis ist da.

alwaysHSV
3 Monate zuvor

Italien hier als Underdog zu bezeichnen ist meiner Meinung nach absolut unzutreffend und damit meine ich die zeit vor Beginn der EM. Italien hatte auch da schon eine ewig lange Zeit nicht mehr verloren und eine enorme Serie hingelegt. Eine solche Mannschaft zählt automatisch zu den Titelanwärtern (jedenfalls eher als Deutschland zu der Zeit).

Auch nicht in Ordnung ist es in meinen Augen wenn Scholle hier das Zitat von Tim Walter bezüglich einer Komfortzone bringt aber nicht zu erwähnt, dass er im nächsten Satz darauf hinweist, dass rs beim HSV keine Komfortzone sieht. Dies gehört eigentlich zu einer ordentlichen Berichterstattung dazu. Es wegzulassen ist eher Bildzeitungs-Stil.

Kuchi
3 Monate zuvor

Die letzte individuell am besten besetzte Nationalmannschaft, die einen Titel geholt hat, kam aus Spanien. Selbst der Weltmeister von 2014 war das nicht.

Mich irritiert, dass man seine Meinung immer danach ausrichtet, wie es gerade paßt. In den letzten 3 Jahren wurde von einigen Fans immer gegen die Wohlfühloase gewettert.

Ständig wurde dies als stetes Gemecker abgetan. Jetzt kommt ein Trainer, der genau das bestätigt: „Wenn du eine gewisse Komfortzone erreichst, ist es schwer, da wieder herauszukommen.“ Und nun gibt’s dafür Zustimmung.

„Aber die Erkenntnis ist schon mal ein guter Anfang.“

4 Wochen nach Trainingsauftakt und gute 10 Tage vor dem ersten Spiel „missfiel dem Coach insbesondere die Physis seiner Mannschaft“
Alle nur übertrainiert oder nicht genug trainiert?

Rotkaeppchen1966
3 Monate zuvor

Die Meinung seines Bekannten Dr Ringelband scheint Scholle nicht zu teilen. Hatte er doch analysiert, dass man beim HSV immer wieder mit wenig zufrieden sei und es von daher an der letzten Konsequenz gefehlt habe.
Ich bin auch eher beim Dr. als bei deiner Fußballromantik, Scholle, die mir nicht gerade von Ehrgeiz, Leistungsfocussierung und Zielformulierung geprägt zu sein scheint.
Mit bösem Auge könnte man sogar Parallelen zum Betreiben des Blogs erkennen, der an manchen Tagen so gar nicht daher kommt und an Tagen wie heute den HSV mit Mickel im Tor sieht.
Die hier immer wieder eingeforderte Leistungskultur lässt sich meiner Meinung jedenfalls nicht etablieren, indem man nicht nach dem Maximum strebt.
Der HSV hatte in den letzten drei Jahren den neben Stuttgart und Köln, die dann auch nicht so selbstgefällig waren, sich in dieser zweiten Liga auch nur ein weiteres Jahr aufzuhalten, den höchsten Etat – was hat es da mit Arroganz zu tun, die Zielsetzung „Aufstieg“ auszugeben?
Meiner Ansicht nach ist der HSV eben daran gescheitert, weil es in den letzten Jahren keine klare Zielsetzung, keine Führung und Orientierung gab. Es wurde herumgeschwurbelt („wir möchten am Ende was zu feiern haben“), neue Wortschöpfungen kreiert („Ambitionismus“) und selbst die Allgemeinfloskel „Entwicklung“ mit der Installation der „Säulenspieler“ konterkariert statt sich klar zu positionieren, sich dem Aufstiegsziel zu verschrieben und diesem alles unterzuordnen.
Aber wie ich hier schon schrieb: Beim HSV ist alles wichtig – außer der Focussierung auf die Implementierung einer Hochleistungskultur, die man mit Sicherheit nicht erreichen wird, wenn man wie du Scholle und Horn inkl. seiner SC Freunde „mit dieser Liga fein ist“.

ToniHH
3 Monate zuvor

Auch Spanien, wo Trainer Enrique zum Zwecke der Geschlossenheit auf alle Spieler von Real Madrid und vom FC Barcelona verzichtet hatte,…

@ Scholle

Das ist so nicht richtig

Eric Garcia
Jordi Alba
Pedri
Busquets

Alle FC Barcelona

MeinVerein2021
3 Monate zuvor

„Der HSV muss die Arroganz ablegen, mit nichts weniger als dem ersten Platz zufrieden sein zu dürfen. Denn diese Rolle hat der HSV nicht mehr inne. Im Gegenteil: Sie war und wäre unnötiger Ballast, der den HSV träge macht. “

Diesen Absatz verstehe ich überhaupt nicht.

Was erwarten der HSV und seine Fans? Den Aufstieg. Ob nun über den 1. oder 2. Platz (notfalls über die Relegation),ist egal, aber das Ziel ist klar.

Wieso ist das arrogant und nicht die Rolle des HSV ? Das ist das sportliche Ziel. Und wieso macht das träge? Es kann Druck machen, Erfolgsdruck. Damit konnte der HSV irgendwie nicht umgehen. 3 x nicht.

Das muss sich ändern. Mancini hat der italienischen Mannschaft den Glauben an sich zurück gegeben. Und das Ziel Europameister greif- und umsetzbar gemacht. Sie zusammen geschweißt. Wir konnten es sehen.

So ähnlich wünsche ich es mir auch für den HSV. Der HSV sollte seine Rolle annehmen, wieder ein nicht weg zu denkender Teil der 1. Liga zu werden. So wie Italien – für uns alle doch logisch – zur Spitze in Eurpa gehört.

okay, ich weiß natürlich, dass unsere Spieler nicht mit italienischen Nationalspielern zu vergleichen sind. Es geht für uns ja auch nicht um die EM, sondern um die Aufstiegspkätze der 2. Liga. Mir geht’s dabei mehr um die Geschlossenheit und das gemeinsame Ziel, für das alle alles tun.

Polkateddy
3 Monate zuvor

„Das alte Konstrukt, die falsche Selbstverständlichkeit muss aufgebrochen werden. Denn dann könnten die Forderungen nach Mentalität, Identifikation und Willen endlich auch mal mit Leben gefüllt werden.“

Ich persönlich halte ja nicht viel davon sich klein zu machen, um den Druck zu verringern. Wenn ich im Winter 3x klar auf Aufstiegskurs war und dann immer in der Rückrunde verkacke, dann ist das doch wohl eher nicht der Schlüssel 🤷‍♂️. Ich halte das sogar für kontraproduktiv, bezogen auf die angeblich neue Leistungskultur. Wenn es wirklich nach Leistung geht, die Spieler ihre Leistungen fair reflektiert bekommen, dann ist Walter auf dem richtigen Weg. Mal sehen!

Walter Knell
3 Monate zuvor

Scholle! Mickel als Nr.1 das kann doch nicht dein Ernst sein.

sportjournalist schlunzi
sportjournalist schlunzi
3 Monate zuvor

Herr Scholz die Übeschrift Ihres Blogs ist aus dem Zusammenhang gerissen, wie schon der User alwaysHSV schrieb.
Walter gem. Mopo weiter: Allerdings gab der HSV-Coach umgehend Entwarnung, eine Kofortzone gebe es im Volkspark nicht. „Bis jetzt arbeiten die Jungs überragend mit.“

Was für eine Art von Blog betreiben SIe????

Christian König
3 Monate zuvor

Ich hätte mir gewünscht wen es mehr infos zum Testspiel gegeben hätte. Stattdessen ist die hälfte des Blogs heute aufgewärmter Kaffee. Wo sind die infos von einzelnen Spielern oder der u21? Bitte mehr Fußball und weniger Polemik.

Last edited 3 Monate zuvor by Christian König
US73
3 Monate zuvor

Es wurden immer wieder Spieler umgeschult, um eine bessere „performance“ zu erreichen. Spinazzola, der verletzte italienischer Links-Verteidiger, war ursprünglich Stürmer.

Lieber TW, schulen Sie Jatta zum Linksverteidiger um.
Er hat große Physis, läuft wie Duracell, und ist enorm schnell.
Dazu fleißig und hat sich technisch erheblich verbessert.

Aber: Ein Stürmer wird Bakery Jatta nie. Schlechte Schußtechnik, zuwenig „Kälte“ vor der „Hütte“. Kopfballspiel? lol.

Ja, seine Flanken sind auch sehr verbesserungswürdig – aber genau das zu trainieren (Moniz, übernehmen sie) wäre die Einzelmassnahme, die Bakery Jatta von einem unterdurchschnittlichen Stürmer (Torquote die letzten Jahre) zu einem der schnellsten Außenverteidiger machen würde.

Tim Leibold rückt dafür eine Position vor. Defensives Mittelfeld. Tim hat Technik, schlägt tolle Flanken, und gute Freistöße. Jatta hinter Leipold statt davor., das wäre meine Idee.

Was meint Ihr?

Riesum
3 Monate zuvor

Das hat schon BILD Niveu, dem Blog ein „Zitat“ als Überschrift zu geben, dass es nicht gegeben hat 🤔

Kuddel
3 Monate zuvor

Wäre schön, wenn Presse und Wettanbieter endlich die Arroganz ablegen und den HSV nicht weiterhin als Topfavoriten handeln würden.
Alle anderen sehen das bereite weitaus realistischer.

Jörg Brettschneider
3 Monate zuvor

Bin wieder mal komplett anderer Meinung.

Wieviele Schritte zurück soll der HSV eigentlich noch machen, um dann mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und viel Identifikation das Feld von hinten aufzurollen?

Der HSV macht doch Jahr für Jahr einen Schritt zurück!

Den Spielern auch noch ein Alibi für die schlechte Einstellung zu geben („die Favoritenrolle macht träge“), schlägt dem Fass den Boden aus.

Wie viele ehemalige Profis und Trainer schon sagten, muss der HSV mit breiter Brust und dem Ziel Aufstieg in die Saison gehen. Wer diesen Druck in der 2. Liga nicht aushalten will, muss woanders spielen oder trainieren.

Nur so werden das Leistungslevel hoch gehalten und die Sinne – über die ganze Saison – geschärft.

Der HSV wird zudem auch in der kommenden Saison nicht in den „Genuss“ kommen, als Underdog wahrgenommen zu werden.

Die Führung muss das klare Ziel Aufstieg ausgeben und konsequent danach handeln.

Der Fehler dabei ist:
Der HSV hat keine (gute) Führung, die klar und konsequent handelt. Und – vor allem – die dafür notwendige Autorität besitzt. Wenn Jansen als „Führungspersönlichkeit“ zurückkommt, wird es noch besser…

Micky
3 Monate zuvor

Endlich sind wir (HSV) es mal nicht, auf den sich alle stürzen.
Endlich nicht NUR der HSV!
Endlich gibt’s mal die anderen mit Schalke, Werder.
Und endlich wieder mit Zuschauer. Dann werden wir ja sehen.

Wegen den vielen Millionen der Absteiger(!) mach ich mir schon gar keine Sorgen.
Die letzten Aufsteiger hatten noch viel weniger als der HSV in der Tasche.
Nein, Geld schiesst die Tore nicht (bis auf wenige Ausnahmen) und, Terodde muss auch erstmal zeigen, dass der Zahn der Zeit nicht auch an ihm vorbei gegangen ist. Zuletzt war er bei uns auch nicht mehr der Überflieger.
Wird ’ne geile Saison, wenn der HSV sich über Fitness und Kampf hinein beisst.
Dank Walter.

Ich geh‘ dann mal ’ne Runde hüpfen…🤪…so geil….

Last edited 3 Monate zuvor by Micky
Ralf Lübbe
3 Monate zuvor

Wo wir stehen und wie das Spielsystem verinnerlicht wird werden sehen. Da bin ich gespannt. Aber eins kann man jetzt schon feststellen wir sind kein Favorit auf den Aufstieg mehr. Ich glaube das ist gut. Die meisten sind zufrieden wenn wir im oberen Drittel mitspielen und wenn es mit dem Aufstieg klappen würde wäre schon toll. Aber eben keine Pflicht mehr. Der Druck der letzten Jahre ist so gut wie weg. Aber ohne Ziele geht es auch nicht, deshalb müssen wir auf alle Fälle endlich wieder Stadtmeister werden!!!!!
NUR DER HSV!!!!!

Ivan69
3 Monate zuvor

Konnte jemand das Spiel sehen? Laut MOPO-Ticker scheint Oppermann ein recht gutes Spiel gemacht zu haben und trat gegenüber seinen Mitspielern mit der nötigen Autorität auf.
Könnte es zur Nr. 1 reichen?

AlterSchwede
3 Monate zuvor

Nabend miteinander.
Kurze offtopic Frage:
Kann mir jemand sagen, warum hier seit einiger Zeit keine Kommentare mehr von Alex zu lesen sind?

Auszeit? Urlaub? Keine Lust mehr? Gesperrt?

Hab die Kommentare oft gern gelesen.

uwe twiehaus
3 Monate zuvor

Die schönste Freude ist immer wie alle Jahre wieder die Vorfreude, also geniest sie in vollen Zügen!

Kuchi
3 Monate zuvor

Es wird hier von einigen darauf hingewiesen, dass das Zitat vom Trainer unvollständig ist und somit falsch interpretiert wird. Das stimmt, zum Teil.

Der Text lautet auf Mopo.de:
„Die Jungs müssen intensiver arbeiten, noch mehr Bereitschaft zeigen, das kommt ja nicht von heute auf morgen“, stellt Walter klar. „Wenn du in dem Trott drin bist und eine gewisse Komfortzone erreichst, ist es schwer, diejenigen da wieder rauszuholen. Aber bis jetzt arbeiten alle überragend mit.“

Für mich heißt das durchaus, dass es sich einige Spieler in einer gewissen Komfortzone gemütlich gemacht hatten. Und jetzt eben intensiver arbeiten müssen, als sie es offensichtlich bisher gewohnt waren.

Wenn es diese Komfortzone beim HSV nicht gibt, warum sagt der Trainer dann sowas?

In einem vorherigen Blog wird Heyer mit den Worten zitiert, es wäre eine der härtesten Vorbereitungen, die er bisher mitgemacht hat. Warum wohl?

Unterm Strich gilt auch für diesen Trainer:
„Uns interessiert nur die Rückrunde. In der Hinrunde hatten wir noch nie ein Problem!“

Komisch, kommt mir irgendwie vor, als hätte ich das letztes Jahr auch schon geschrieben.

Paulinho
3 Monate zuvor

Jetzt sollten wir uns einmal ehrlich machen. Unser Lieblingsclub hat doch erheblich an Substanz verloren. Seit Jahren eine Mittelmäßigkeit im Tor, da hatte auch Ulreich nichts daran geändert und die beiden Verbliebenen werden daran auch nichts ändern. Die Innenverteidiger, naja, mit viel Wohlwollen eine drei. Aber ausbaufähig, wenn Ambrosius wieder kommt und TW ihn und die anderen Kandidaten dafür weiterbringen kann. Jatta als Verteidiger? Auch das kann man probieren, aber leider mit wenig Hoffnung. Vagnoman und Onana verkaufen? Soll das ein Witz sein? Kittel und Dudziak keine Führungsspieler und oft verletzt. Terodde wird S04 glücklich machen. Wintzi und Glatzl, auch wieder nur mit Grummeln. Dann soll es aber Meissner bringen, klar, hat er überhaupt schon einen Vertrag? Ich frage ja nur. Die einzig wirklich grosse Hoffnung ist der Trainer. Dem traue ich ohne Vorbehalt zu, eine Mannschaft zu bringen, die den Namen auch verdient. Dazu Kondition bis zum Umfallen, Technik und Taktik ? Wird man sehen, ob auch alle in der Lage sind,,intellektuell da auch mitzugehen. Mitziehen müssen dazu auch die Boldt und Mutzel, leider auch mit Fragezeichen ? Können sie das, wollen sie das? Also dieses Jahr kaum Chancen auf den Aufstieg, aber die müssen sie nutzen.

Last edited 3 Monate zuvor by Paulinho
Abseits
3 Monate zuvor

Dieser Blog von Scholles Blog hat mich tatsächlich etwas irritiert.

„Zu Beginn würde es schon helfen, daraus die Erkenntnis anzunehmen, eben nicht immer das Maximum erreichen zu MÜSSEN.“

Wieso eigentlich nicht??? 
Natürlich muss man versuchen das Maximum zu erreichen. IMMER!

Und weIter schreibt Scholle:
„ Der HSV muss die Arroganz ablegen, mit nichts weniger als dem ersten Platz zufrieden sein zu dürfen. Denn diese Rolle hat der HSV nicht mehr inne. Im Gegenteil: Sie war und wäre unnötiger Ballast, der den HSV träge macht.“

Wieso ist das unnötiger Ballast? 
Wer nicht mehr will, als er kann, wird sich nie verbessern und bleibt unter seinen Möglichkeiten!

Don Toben
3 Monate zuvor

Wenn es drauf ankommt und um Punkte geht sind wir hoffentlich vorbereitet und startklar.
Die Ergebnisse in den Testspielen sind ok aber klingen ständig eher glücklich und ich hoffe das wir gegen Schalke hellwach sind. Ich weiß aber auch das der Kader noch nicht fertig ist und man Zeit und Geduld braucht! 💪🏼⚓️⚽️

sportjournalist schlunzi
sportjournalist schlunzi
3 Monate zuvor

Wohlfühloase? Verherrlichung? Star und sonstige Bezeichnungen wurden von wem benutzt?
Das in den letzten JAHREN hier wirklich der HSV durchleuchtet wurde, wann war das ?
Super Didi und Konsorten, all diese Loblieder kann man heute noch im Internet(es vergisst nie) nachlesen.
Meine Prognose Platz 10

NDHSV!
3 Monate zuvor

Ob es den ewigen Pestern gefällt oder auch nicht, aber die Wettquoten sehen uns auf den dritten oder zweiten Platz mit dieser Mannschaft. Ja klar bei den Wettanbietern sitzen nur Ahnungslose Fanboys. Als Aufstiegsaspirant werden uns auch die Gegner in der Hinrunde sehen und am Ende sind alle schlauer.
Hüpf

JEANLUCHH
3 Monate zuvor

Die Blog Überschrift würde Alex erfreuen! Ob Walter das umgesetzt bekommt, bleibt abzuwarten.

Marcel Gräwert
3 Monate zuvor

Naja, bei Schalke sind sicherlich noch Harit u. Kabak bei den Marktwerten gelistet, bei Werder Pavlenka, Augustinsson, Sargent o. Maxi Eggestein. Eigentlich erwartet niemand, daß die bleiben

Abseits
3 Monate zuvor

„Der Umstand, dass eine Mannschaft weiß, nominell eben nicht immer der große Favorit zu sein, hält sie wach und fokussierter, während große Topfavoriten träge werden, weil sie sich immer wieder auf individuelle Qualität verlässt. Siehe Belgien, siehe Frankreich. Zumindest hätten diese beiden Teams qualitativ betrachtet bei dieser EM einen Durchmarsch sondergleichen hinlegen müssen – in etwa so, wie der HSV seit drei Jahren in der Zweiten Liga.“

Wie erklärt sich nach dieser Logik dann der jahrelange Erfolg von Mannschaften wie z.B. Bayern München? Sie sind doch jedes Jahr wieder der Topfavorit und hätten demnach auch schon längst träge werden müssen. Das ist aber nicht passiert. 

Dr.Krautsalat
3 Monate zuvor

Eine Fußball Mannschaft sollte IMMER danach sterben, die Nr. 1 zu sein. Das sieht glücklicherweise der Übungsleiter so und auch die Verantwortlichen handelnden Personen des Hamburger SV.

Nicolai Alexander
3 Monate zuvor

Vielleicht endlich mal ein Trainer der die Wohlfühloase durchbrechen kann. So hört es sich zumindest an. Ob es klappt werden wir sehen…..

Nicolai Alexander
3 Monate zuvor

Und nochmal etwas in eigener Sache. Warum wurde ich gebannt? Ich habe gegen keine der Regeln verstoßen. Lediglich ein kritischer Kommentar bzgl. Jatta hat und den Verantwortlichen des HSV hat anscheinend gereicht. Keine Verwarnung, keine Reaktion auf meine Nachfrage, nichts….! Ich bin schon seit Matzab lesend dabei. Wenigstens eine Antwort hätte ich mir gewünscht. Vielleicht kann mir Scholle, oder zumindest ein Admin das erklären.

Kuddel
3 Monate zuvor

Merke: Sportlich ehrgeizige Ziel = Arroganz !

Lucky Luke
3 Monate zuvor

Mickel ins Tor ??? das ist doch nicht dein Ernst oder ??

Weil er richtiger HSV er und gute Laune verbreitet wenn das die Kriterien sind kann auch Helm-Peter oder Alex ins Tor…

Was für ein Blödsinn !! wenn Mickel ein guter Torwart wäre würde er längst irgendwo Stammkeeper sein.

Grantler3006
3 Monate zuvor

Also ein Underdog ist Italien nicht gewesen und Belgien war im Prinzip genauso als erweiterte Favorit zu sehen, wie es Italien war.

Top Favorit war sicherlich Frankreich und die sind an der Arroganz gescheitert, die auch dem HSV seine Ziele madig machte.

Ich finde es im Übrigen nicht arrogant den Anspruch zu haben, Erster zu werden, aber dafür muss man eben auch alles Notwendige tun. Und hier liegt der Hase im Pfeffer begraben. Die Arroganz war, von vorne rein davon auszugehen, nur weil man beim HSV spielte, die Besten zu sein. Aber das reicht eben nicht.

Wenn Walter es wirklich durchzieht und den Spielern die Kondition und weitere Instrumente für erfolgreichen Fußball durch harte Trainingsarbeit und Schulung einbläut, dann bin ich ganz sicher, werden wir das auf dem Fußballplatz 34 mal zu sehen bekommen. Und wenn es dann nicht gereicht hat, dann sind wir traurig, aber eben nicht so böse und pessimistisch, wie in den vergangenen Jahren. Denn da war das Potential im Verein, Mannschaft und Umfeld deutlich höher, aber die Arbeitsleistung nicht ausreichend.

Und für mich ist der HSV, wie in den vergangenen drei Jahren, einer von sechs Klubs, die aufsteigen könnten und vermutlich auch wollen. Und dieser Wille, es mehr zu wollen, als die anderen 17 Kontrahenten, das gilt es zu beweisen.

Ich glaube Walter, dass er es will und alles dafür tun wird. Ob es aber funktioniert????

Ich wage keine Prognose, im Übrigen völlig egal, wer da noch kommt oder geht.

Kai Simon
3 Monate zuvor

Was die Aufstiegschancen angeht, bin ich nicht allzu optimistisch.
Klar, jedes Spiel muss erst mal gespielt werden – und möglich ist im Fußball ja alles 🙄

Ich kann mir schon vorstellen, das man zumindest intern das klare Ziel „Aufstieg“ ausgegeben hat. Aber ich glaube auch, dass der HSV zwar kein Underdog sein wird, aber eben auch nicht der Topfavorit.
Und um ehrlich zu sein: wenn Zweitligakonkurrenten, Journalisten oder sonst wer den HSV wieder zum Topfavoriten erklären wollen, spricht das nicht unbedingt für deren sportlichen Kompetenz.

Ich teile viele der Kommentare hier, das man natürlich Ziele ausgeben muss.

Allerdings glaube ich, das Ziele auch realistisch sein müssen, sonst macht man sich lächerlich.

Also als Ziel den Aufstieg auszugeben, kann man machen – man muss sich aber auch im Klaren sein, dass das diesmal wohl schwerer werden wird, als es die letzten Jahre gewesen wäre.