HSV setzt im DFB-Pokal in Bielefeld auf den Lerneffekt

by | 30.10.23 | 481 comments

Das Spiel beim 1. FC Kaiserslautern ist passé. Die Diskussionen darum waren sehr kontrovers und viele haben nicht verstanden, weshalb ich das Spiel so schlecht gesehen habe. Wobei ich mit vielen darüber gesprochen oder geschrieben habe. Fakt ist für mich: Der HSV muss auswärts eine Stabilität in sein Spiel bekommen, dass er einfach darauf setzen kann, hinten die Null zu halten, sofern nichts Außergewöhnliches passiert. Nach vorn ist der HSV, da wiederhole ich mich, immer gefährlich genug, um in jedem Spiel mindestens ein Tor zu erzielen. Und klar, individuelle Fehler wie Dennis Hadzikadunics Ausrutscher vor dem 1:1 in Lautern sind schwerlich vermeidbar. Aber das ist an sich kein Auswärtsproblem, sondern gehört im Fußball dazu.

Mir ist wichtiger, dass der HSV in seinen Spielen irgendwann mal einen klaren Plan hat, den man erkennen kann. Zum Beispiel, dass der HSV sein Tempo offensiv nutzt und dabei permanent versucht, Glatzels Abschlussstärke einzusetzen oder selbst aus der zweiten Reihe den Abschluss sucht. Dass man im Mittelfeld wieder eine klare Aufteilung hat und die Außenverteidiger ihre Positionen defensiv halten. Und natürlich, dass die Innenverteidigung ob ihres Tempodefizites um seine Anfälligkeit bei schnellen Gegenstößen weiß und sich eben nicht mehr beim Stand von 3:3 auswärts auskontern lässt. 

Die letzten Minuten gegen Lautern haben mir für das Spiel den Rest gegeben und mich zu dem Schluss kommen lassen, dass der HSV weiter einem ganz wesentlichen Entwicklungsschritt hinterherläuft: Defensive Stabilität. Und da können die Verantwortlichen noch so oft nach spektakulären Spielen jubeln, wie unterhaltsam der HSV auch ist, am Ende müssen auch sie am Erfolg gemessen werden. Soll heißen: Am Aufstieg. Und so nervig das für viele von Euch auch klingen mag, wenn ich das zum hunderttausendsten Mal wiederhole, aber ohne diese defensive Stabilität wird der HSV auch im dritten Jahr unter Walter und zum sechsten Mal in Folge wieder scheitern.

Das wiederum gilt hoffentlich nicht für die zweite Runde des DFB-Pokals morgen um 20.45 in der Schüco-Arena bei Arminia Bielefeld. Hier setzt Walter auf den Lerneffekt bei seinen Jungs nach dem wilden 3:3 in Kaiserslautern. Wobei eines mal ganz klar ist: Die Ostwestfalen selbst hoffen ihrerseits auf ihren zweiten Coup im DFB-Pokal und weitere Zusatzeinnahmen. Nach dem Sieg gegen den Erstligisten VfL Bochum in der ersten Runde will der Drittligist jetzt den HSV aus dem Wettbewerb nehmen. „Wir sehen dieses Spiel nicht als Bonus-Spiel. Wir wollen dieses Spiel gewinnen und weiterkommen. Das würde uns als Mannschaft weiterbringen, aber natürlich auch finanziell für unseren Club viel bedeuten“, sagte Trainer Michél Kniat mit Verweis auf die winkenden Einnahmen in Höhe von mindestens 862.400 Euro, die der DFB an alle Achtelfinalisten ausschüttet.

Im Gegensatz zum HSV haben die Ostwestfalen im DFB-Pokal allerdings keinen Druck. „Wir sind gerade gut drauf, alle. Auch die, die reinkommen, funktionieren aktuell. Trotzdem hat das wenig Aussagekraft für morgen, auch das Spiel startet bei 0:0“, sagte Kniat. Vor der mit 26.500 Zuschauern ausverkauften Partie in der Schüco-Arena verspürt der Fußballlehrer mehr Lust als Druck: „Wir haben uns alle auf dieses Spiel gefreut, morgen ist es endlich so weit. Es ist für uns alle ein Highlight-Spiel, das wir uns erarbeitet haben.“

Und dabei kann der 37 Jahre alten DSC-Coach aus dem Vollen schöpfen. Oder besser gesagt, er muss. „Das heißt nämlich leider auch, dass wir harte Entscheidungen treffen müssen und einige bei diesem Highlight-Spiel gar nicht im Kader sein können“, kommentierte der Nachfolger von Uwe Koschinat sein Luxusproblem, das HSV-Trainer Tim Walter nicht hat. Zwar steht Jean Luc Dompé wieder zur Verfügung, Kapitän Sebastian Schonlau (Wade), Ignace van der Brempt (Muskelfaserriss) und Ludovit Reis allerdings fallen weiter längerfristig aus. Letztgenannter wurde heute bereits an der verletzten Schulter operiert und wird noch bis ins neue Jahr ausfallen. Via soziale Netzwerke meldete sich der Niederländer zwar mit den Worten „ab jetzt geht es nur noch bergauf“, aber bei Schulterverletzungen muss man immer etwas vorsichtiger sein. Zumindest muss sich der HSV hier tatsächlich auf alles vorbereiten.

Sicher ist, dass Mattheo Raab im DFB-Pokal im Tor stehen wird. Darauf hatte sich Walter schon vor Saisonbeginn festgelegt. Raab hat im DFB-Pokal seinen Stammplatz sicher. „Die Vorfreude ist sehr groß. Es gibt nichts Schöneres als Spiele“, sagte Raab heute nach dem Training in der Medienrunde. Der Mann, der im Liga-Alltag des Fußball-Zweitligisten die klare Nummer zwei hinter Stammkeeper Daniel Heuer Fernandes ist, brennt auf seinen Einsatz. „Pokalspiele haben immer eine besondere Brisanz“, sagt Raab, der einen „ähnlich harten Fight wie in der ersten Runde“ erwartet. Mitte August hatten sich die Hanseaten beim Drittligisten Rot-Weiss Essen nach Verlängerung mit 4:3 durchgesetzt.

Der Respekt des Schlussmanns vor dem Gegner ist groß. Die vergangenen Spiele der Arminen hätten gezeigt, „dass wir sie auf keinen Fall unterschätzen dürfen“, sagte der 24-Jährige. Nach einem durchwachsenen Start in die Saison hat der Zweitliga-Absteiger seit vier Spielen nicht mehr verloren. Zuletzt gab es drei Siege, in denen die Ostwestfalen acht Treffer erzielten. Am Dienstag wird auf der Alm auf jeden Fall eine Serie enden. Zum einen hat Bielefeld die beiden bisherigen Pokal-Duelle mit dem HSV jeweils mit 2:1 gewonnen. Zum anderen ist Raab in seinen bislang zwei Pflichtspielen für die Hamburger unbesiegt. Hoffen wir mal, dass Raab in dieser Saison noch weitere Einsätze im Pokal haben darf…

In diesem Sinne, bis morgen! Da melde ich mich nach dem Spiel wieder mit einem Blitzfazit. 

Euch allen bis dahin einen schönen Abend und einen schönen Feiertag!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Maik Lange
6 Monate zuvor

Das Interview von Boldt setzt dem ganzen Gestümper die Krone auf! Mit dieser Art, irgendwas zwischen Arroganz, Wahrnehmungsfehler und mangelnder Selbstreflexion, werden wir ganz böse auf der Fresse landen. Unfassbar.

Peter Ariel
6 Monate zuvor

Walter und Boldt, diese (*Totengräber) des HSV, nisten sich immer tiefer ein im ehemaligen Traditionsverein und beginnen ihre teuflische Saat zu (*streuen). Wer sorgt für eine radikale (*Therapie) des Patienten? Ansonsten: RIP HSV.

Last edited 6 Monate zuvor by Peter Ariel
Polkateddy
6 Monate zuvor

Scholle schreibt:

„Mir ist wichtiger, dass der HSV in seinen Spielen irgendwann mal einen klaren Plan hat, den man erkennen kann“*

*Zitatauszug

Diese Forderung nach einem klaren Plan, der „irgendwann“ erkennbar sein soll, ist genau der absolute Offenbarungseid nach 2,5 Jahren Walter, der hier im Forum oft angesprochen- und von einigen bissigen Stuten regelmäßig weggeschrien wird.

Dieser Fussball, bei dem in jedem Spiel ALLES möglich ist, hat mit Entwicklung rein gar nichts zu tun und wird aller Voraussicht nach auch in dieser Saison zum Nachsitzen führen.

Peter Ariel
6 Monate zuvor

Da es ja immer um Entwicklung geht: Nicht mal gegen einen biederen und mehr als unterdurchschnittlichen Drittligisten gewinnt der HSV auswärts regulär nach 90 Minuten. Das ist einfach an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten. (Umgerechnet 3 von 15 Punkten aus den letzten 5 Auswärtsspielen: WALTER RAUS!)

FrankWestwood
6 Monate zuvor

Hört euch das Interview vom Trainer gut an, spätestens jetzt müsste dem letzten Zweifler der Groschen gefallen sein. UNFASSBAR, unser HSV wird von 2 Typen hemmungslos zerstört. Das ist die Wahrheit !

Last edited 6 Monate zuvor by FrankWestwood
Jörg Brettschneider
6 Monate zuvor

Die Zufriedenheit mit dem Spiel in Lautern, die offenbar auch unter den Hüpfern verbreitet ist, zeigt auch das Dilemma des Clubs.

Das Anspruchsdenken ist einfach unterirdisch. Nur deshalb können Walter und Boldt beim HSV überleben.

Es wundert mich nur, dass es diese Hüpfer nicht stört, das unsere Pet Shop Boys Walter und Boldt den HSV schon eine Menge Kohle bei nicht vorhandenem sportlichen Erfolg gekostet haben.

Was der HSV auswärts treibt, ist schon lange nicht mehr vermittelbar. Genauso wie der limitierte Walter und der Blender Boldt.

Norbert Schröder
6 Monate zuvor

Das Schlimme an der HSV Entwicklung ist
a) das nimmersatte Siechtum zwischen Platz 2 und 4 um am Ende zu scheitern
b) die nimmersatte Gewöhnung an die Mittelmässigkeit und die eigene Leistungsfähigkeit Woche für Woche neu zu justieren, ohne Kompass, nur auf Hoffnung und Zuversicht bauend
c) die nimmersatte fehlende Selbsterkenntnis, die eine Entwicklung torpediert und Stillstand untermauert
d) die nimmersatte Diskussion, Leistung mit Fankultur gleich zusetzen

Hoffnung, Zuversicht, jeder 2te Woche diese Wörter, wie wäre es mit Leistung, Überzeugung, Spielidee

Last edited 6 Monate zuvor by Norbert Schröder
Meaty
6 Monate zuvor

Es ist doch seit zweieinhalb Spielzeiten das selbe Spiel unter Tim Walter, nur das man es von den HSV Verantwortlichen in jeder Saison anders verkauft hat und dieses nur, um von den Schwächen der Mannschaft abzulenken und seinen eigenen Hintern zu retten!

In der ersten Saison ging es den Verantwortlichen nach einer Unentschiedenserie nur um die Entwicklung der Mannschaft. Tim Walter waren sogar die Spielergebnisse häufig völlig egal, die Hauptsache war, dass die eingesetzten Spieler aus ihren im Spiel gemachten Fehlern lernen und das man die Mannschaft entwickelt ..!

Wenn man sich eine Aufstellung z.B. aus der ersten Walter-Saison 2021/22 vom 5. Spieltag des HSV in Heidenheim ansieht: HeuerFernandez, Gymerah, David, Schonlau, Leibold, Meffert, Reis, Heyer, Kittel, Jatta, Glatzel, dann wird man feststellen, dass sich gewisse Spieler bis heute kaum weiterentwickelt haben!
Jedoch kann man auch sagen, dass der HSV schon zu dieser Zeit einen für Zweitligaverhältnisse qualitativ hochwertigen Kader zusammen hatte und die Spieler sicherlich bemüht waren, den Walterball zu verinnerlichen!

In der zweiten Walter-Saison fand man mit einigen Spielerwechsel wie z.B. Vuskovic für Jonas David oder auch Muheim für Leiboldt vor allem eine verbesserte und stabilere Innenverteidigung vor, wovon zu Begin der Saison die gesamte Mannschaft profitierte! Zum Beispiel startete man mit dieser Aufstellung: HeuerFernandez, Heyer, Vuskovic, Schonlau, Muheim, Reis, Meffert, Kittel, Jatta, Glatzel, Dompé am 8. Spieltag in der Saison 22/23 beim 2:3 Sieg in Kiel. Die Tore machten – ein damals noch torgefährlicher – Heyer, Reis und Glatzel!
Die 2. Walter-Saison 2022/23 endete mit einem Zähler Rückstand auf Platz 3. hinter Darmstadt u. Heidenheim! Die Relegation wurde waltertypisch mit großspurigen Worten eingeläutet („wir fahren nach Stuttgart um zu gewinnen!“). Am Ende war der HSV mit 1:6 Toren in zwei Spielen noch gut bedient! Gerade im Hinspiel in Stuttgart zeigte der Walterball seine deutlichen Schwächen! Die Schwaben hätten den HSV mit etwas mehr Zielwasser schon in der ersten HZ abschiessen können ..!
Einsichtigkeit nach zwei Klatschen in den Relegations-Partien beim HSV ..:
Walters Kommentar direkt nach dem Rückspielspiel im feiernden Volkspark:
„Manchmal ist die Liebe halt größer …“ -Ohne Worte-

Aktuell steht man in der dritten Walter-Saison nach gutem Start nach dem 11 Spieltag auf Platz 3. der Tabelle mit zwei Punkten Rückstand auf den Tabellenführer st.pauli.
Der vielversprechende Saisonstart wurde mit einem deutlichen Leistungseinbruch der gesamten Mannschaft bei den Niederlagen in Elversberg und Osnabrück jäh unterbrochen!
Die Heimspiele des HSV kaschieren zzt. noch einen steilen Abwärtstrend des Teams, denn in den letzten vier Auswärtspartien holte der HSV ganze zwei jämmerliche Punkte!

Natürlich darf man an dieser Stelle auch einige Verletzungsausfälle beim HSV einiger Stammkräfte miteinbeziehen! Schaut man sich aber die Aufstellungen des HSV in Elversberg und in Osnabrück an, dann konnte man dort noch mit voller Kapelle spielen, bekam aber trotzdem bei den Aufsteigern den Arsch versohlt!

Zeigt das alles doch, dass der aktuelle HSV auch nach zweieinhalb Spielzeiten unter Tim Walter ein Wackelkandidat ist und man nie wirklich weiß, was man heute von dem millionenschweren Kader des HSV erwarten darf!?

Last edited 6 Monate zuvor by Meaty
Kosinus
6 Monate zuvor

Ab sofort WALTER RAUS! Wer so lange nicht aufs Spiel reagiert, hat seine Trainerlizenz nicht verdient! Wenns doch zum Weiterkommen reicht, dann war es dennoch fahrlässig und nicht professionell!

InLikeFlynn
6 Monate zuvor

Wie koyotendumm muss man sein, um einen sich perfekt im Spiel befindlichen Ambrosius völlig grundlos rauszunehmen? Was hat Ambrosius diesem Clown getan?

Peter Ariel
6 Monate zuvor

Dass Walter ohne Not Ramos (der als Ex-Bielefelder das Publikum gegen den HSV noch mehr aufbringt) für Ambrosius bringt, zeigt seine ganze psychopathische Art.

Scorpion
6 Monate zuvor

Boldt krönte mit seinen Aussagen dieses Scheizz Spiel.
Inhaliert der sein Haargel?

Nordisch
6 Monate zuvor

Boldt kreist im luftleeren Raum um sich selbst, Walter tanzt den Herakles, und so schweben sie, völlig losgelöst …

Wünschte, ich hätte auch was von dem Zeug. Würde den Abend retten.

Rotkaeppchen1966
6 Monate zuvor

So -morgen geht meine „Bergwanderung“ weiter vom Betze auf die Alm nach Bielefeld. Da hier in Niedersachsen im Gegensatz zu NRW am Mittwoch wieder gearbeitet werden muss, erwarte ich, dass die Jungs den Fall dann auch nach 90min erledigen und ich den nächsten Morgen wieder pünktlich am Schreibtisch sitzen kann.
Natürlich -ähnlich wie in Essen- der Pokal hat seine eigenen Gesetze und das Spiel dauert in der Regel über 90min, in denen der „underdog“ i.d.R. über sich hinauswächst.
Auch im Falle einer Niederlage: Das und ähnliches möchte ich hier Mittwoch nicht lesen!
Trotz der in Kaiserlautern aufgezeigten Schwächen und der anhaltenden Auswärtsphobie unserer Jungs: Der HSV ist Favorit und sollte dies auch endlich mal wieder über 90+xmin bestätigen.
Bei den Arminen spielt ein Herr Großer in der IV, der vor Saisonbeginn von HSV II kam. Also, wenn der Junge morgen Glatzel kalt stellen sollte, sollte man mal fragen, wer hier schon wieder ein Talent übersehen hat. Ein Arminia Fan schrieb mir, der wird alles weghauen.
Sicherlich hat das Spiel in Kaiserslautern auf tiefem Geläuf Substanz gekostet, während die Arminia zuhause gegen das von Beiersdorfer geführte Ingolstadt einen Spaziergang absolvierte. Aber dies und oben angeführte Pokalcharakteristika sollten den HSV nicht davon abhalten, morgen ins Achtelfinale einzuziehen.
Die von Mutzel bis auf Klos wohl völlig neuformierte Arminia hat natürlich auch ein leidenschaftliches Publikum im Rücken, die Arena ist eng und der Platz klein. Verhältnisse wie in Osnabrück.
So – jetzt habe ich für die üblichen Verdächtigen hier und aber auch in der sportlichen Leitung des HSV schon eine Menge Ausreden bereit gelegt.
Also HSV, reiß dich morgen mal zusammen – diesen Mist möchte hier Mittwoch nicht lesen!
Und ja – ich bin auch kein Freund von großen Ankündigungen von unseren „Lieblingen“ vor den Partien, aber morgen ist ein Weiterkommen Pflicht und nicht Überraschung.

Last edited 6 Monate zuvor by Rotkaeppchen1966
Horstbertl
6 Monate zuvor

Der HSV sollte sich bereits über neue Übungsleiter informieren und eine Leitung nach Köln aufbauen. Wir haben bereits zehn Punkte verschenkt, so werden wir es wieder nicht nach oben schaffen ⚽

FrankWestwood
6 Monate zuvor

Den Typen verstehe ich nicht mehr. Soll er den Pokal her schenken, den Aufstieg schafft der eh nicht. Hoffentlich ist das Ergebnis so, daß er bald die Biege machen muss. So hart es klingt, in der Summe wird es für den HSV besser sein. Was ein Spacken,echt.

Peter Ariel
6 Monate zuvor

Wieder mal eine katastrophale Halbzeit vom HSV. Der zweite (Ergänzungs-)Anzug des HSV (der natürlich auch von Boldt/Costa dilettantisch zusammengestellt wurde) ist also genauso grottig wie der Stammkader. Und es grenzt schon an Arroganz zum Beispiel auf Glatzel zu verzichten. Es glaubt doch nicht irgendjemand, dass Bayern im Pokalspiel in Saarbrücken zum Beispiel plötzlich freiwillig auf Kane verzichten würde. Ohne jegliche Worte. Auch wenn der HSV noch gewinnen sollte, ist das heutige Spiel abermals ein Beleg dafür, dass der HSV niemals aufsteigen wird, wenn er weiterhin an dieser Witzfigur auf der Trainerbank festhält. Hoffentlich schnallen das auch mal die 3000-4000 Unbelehrbaren, die diesem Komödienstadl immer noch hinterher reisen.

# Walter Raus

Arne Petersen
6 Monate zuvor

Schalte jetzt um auf NDR , da läuft die 113te Folge der Sesamstrasse. Der Auftritt von Ernie und Bert ist um Längen professioneller als der Auftritt unseres gesamten Vereins heute Abend!

Air Bäron
6 Monate zuvor

Glücklicher Sieg, beschämender Auftritt. Am Ende, ja, gewonnen.
Was einige Spieler von uns beruflich machen, interessiert mich allerdings.
Tauglicher Zweitliga Fußball ist es nicht.

FrankWestwood
6 Monate zuvor

Hier mal eine andere Stellungnahme eines Trainers während einer PK als Zitat, nur um den Unterschied zu unserem Mantra-Übungsleiter einmal zu verdeutlichen. Man kann sich schwarz ärgern, wer beim HSV auf der Bank (aus)sitzt und in aller Ruhe seinen „Stiefel“ durchzieht. Alles Dinge in dieser Aussage, welche im Moment auch für unsere Mannschaft angezeigt wären, deutliche Parallelen sind hier schon vorhanden. Aber wir sind ja bereits auf dem richtigen Weg, machen alles richtig, kommen stets zurück und bleiben bitte bei uns !

Steffen Baumgart:
„Ich habe mich immer vor meine Mannschaft gestellt. Aber irgendwann ist auch mal Feierabend. Wenn das einige nicht umsetzen können, muss ich noch deutlicher werden. Ich mache einiges mit. Was ich nicht mitmache, ist, wenn keiner weiß, worum es geht. Wer das nicht begreift, dem muss man erklären, was Bundesliga bedeutet. Das ist die höchste Liga, dafür arbeiten wir alle, darauf sind wir stolz. Das erwarte ich zu sehen. Aber ich erwarte nicht zu sehen, dass wir fünf Minuten vor der Halbzeit die Köpfe hängen lassen und aufhören. Niederlagen und Fehler gehören zum Fußball, das kann man aufarbeiten. Was man nicht aufarbeiten kann, ist Körpersprache. Ich habe zum ersten Mal in meiner Zeit hier eine solche Körpersprache erlebt. Da bin ich der Falsche. Körpersprache, Einstellung, Mentalität – all diese Dinge gehören im Fußball immer dazu. Wenn ich Körpersprache nicht auf den Platz bringe, dann habe ich ein Problem. Ich war ein Spieler, der nur darüber Erfolg hatte. Und das verkörpere ich auch als Trainer. Wenn ich eine Mannschaft habe, die dann die Körpersprache nicht an den Tag legt, dann bin ich wirklich irgendwann mal angepisst. Das war ich bisher von meinen Jungs nicht. Aber jetzt muss ich sagen: Bis dahin und nicht weiter.“

Last edited 6 Monate zuvor by FrankWestwood
Osho
6 Monate zuvor

Erlebnis auf Facebook: Ich bin dort in einer HSV-Gruppe, deren Mitglieder das 3:3 tagelang abfeierten sowie Walter und Boldt priesen. Als ich höflich auf negative Aspekte des Spiels hinwies, erntete ich einen bemerkenswerten Shitstorm. Einige forderten sogar, die „ewigen Miesmacher“ und „Walter-Hater“ auszuschließen. Und das waren keine Teenie-Ultras, sondern Erwachsene fortgeschrittenen Alters.
Ich liebe diesen Verein auch, trotzdem muss konstruktive Kritik doch erlaubt sein…

Nordisch
6 Monate zuvor

Richtig, Ambrosius war das Problem im diesem Spiel und mir müssen bei diesem Spielstand dringend den IV austauschen.

Ich versteh’s jetzt. Wer war dafür zuständig, die Spieldaten vorzubereiten? Der arme Walter glaubt, wir machen ein Testspiel.

Last edited 6 Monate zuvor by Nordisch
Olli1887
6 Monate zuvor

Erbärmlich

Paulinho
6 Monate zuvor

Klar, letztendlich ist schon die Mannschaft für die Ergebnisse verantwortlich zu machen, denn mich stört sehr oft, dass der HSV nach einer Führung die Gier verliert. Aber! für die Einstellung des Teams ist allein der Trainer verantwortlich. Er stellt die Spieler auf, die nach seiner Überzeugung seinen Plan umsetzen sollen. Erstens, und zweitens hat er rechtzeitig einzugreifen, falls, und das passiert zu oft, einige Spieler einen schlechten Tag haben oder einfach zu lasch in diese Spiele gehen. Und da versagt der Trainer, er sieht es nicht oder eben anders und hilft seinem Team nicht. Vor allem dieses oft lasche Auftreten der Spieler macht mir Sorgen. Haben die denn noch immer nicht verinnerlicht, dass die zweite Liga nichts verschenkt? Nach fast sechs verlorenen Jahren in der 2.ten hat es immer noch nicht der letzte Zausel beim HSV begriffen, dass man nichts schön reden darf, nein, immer wieder muss man sich infrage stellen und sich verbessern. So manche Fans sehen immer noch mit verklärtem Blick den HSV als einen Topklubs oder sie finden die Zweite Bundesliga einfach auch schön. Stimmt ja auch, sind immer spannende Spiele, aber echt, zweite Liga in Hamburg?

InLikeFlynn
6 Monate zuvor

Nächstes Halloween gehe ich als Öztunali

Olli1887
6 Monate zuvor

Mal ehrlich…..WAS gibt’s da zu feiern? Duschen, ab nach Hause und schämen!🤬

Norbert Schröder
6 Monate zuvor

„Egal wie, Hauptsache weiter“, diese Pokalweisheit ist noch immer gültig, für alle, soweit so gut !
Was Boldt und Walter, zwei HSV Führungskräfte, daraus gemacht haben ist unerträglich
Die „Egal wie“ HSV Leistung wird brutal schöngeredet. Der HSV war 1,5x besser, d.h eigentlich Erstligist.
Walter tanzt, als wäre er mit dem HSV aufgestiegen.
Nein, eine angemessene Bewertung ist nicht möglich, weil die Schere zwischen Leistung und „Egal wie“ immer größer wird.
Im Pokal vielleicht noch ok, wenn es zum xten Mal via Elfmeterschießen kompensiert wird, in der Liga jedoch nicht, weil es nachweislich zum xten
Mal schiefgelaufen ist .
Eine Prognose für diese Saison erspare ich mir. Boldt und Walter werden auch hierfür eine Erklärung haben, auch wenn es nicht passt.

Last edited 6 Monate zuvor by Norbert Schröder
Peter Ariel
6 Monate zuvor

Die Mission geht weiter:
Walter RAUS.

Flotti McFlott
6 Monate zuvor

11 Minuten 0:0 gehalten, gegen eine Atom-Mannschaft wie Bielefeld? Wir sind ganz offensichtlich wieder wer! 💪

Töftinger
6 Monate zuvor

Eigentlich muss man sich heute schon schwer anstrengen wenn man dieses Spiel tatsächlich verlieren will, aber unsere Bankspieler sind bis in die Haarspitzen motiviert.

Nicht gut sind ja fast alle, aber Nemeth ist dabei das negative Highlight. Keine Körperlichkeit, null Biss, keine Laufbereitschaft und so was von harmlos. Wir spielen gefühlt zu Zehnt oder Neunt (Öztunali).

Arne Petersen
6 Monate zuvor

Möchte mich an dieser Stelle bei euch allen für die unterhaltsamen Beiträge bedanken, ich hätte das Spiel alleine sonst nicht ,ertragen.

Peter Ariel
6 Monate zuvor

Es müssen doch mittlerweile immer mehr halbwegs intelligente Menschen verstehen, dass es so nicht weitergehen kann. Selbst wenn das Elfmeterschießen gut ausgeht, muss einfach Walter jetzt auf breiter Ebene hinterfragt werden. Es geht doch um die Entwicklung, ja, aber genau diese führt den HSV NIE UND IMMER IN DIE ERSTE LIGA.

ballfernerZehner
6 Monate zuvor

Boldt wie immer grundsympathisch beim Interview😝

rautenfuetty
6 Monate zuvor

Wenn man den Kommentar von Boldt hört -?exkelig arrogant

Optimist
6 Monate zuvor

Sehr schön – eine Runde weiter!

Klautern schmeißt 1. FC Köln mit dem Welttrainer raus… den manche gern hier sehen :-)))))

Topspieler für mich heute: Mickelbrencis, Muheim,
Potentialträger: Königsdörfer, Öztunali

Interessant: Arminia waren alle am Limit – gegen 1. Ligisten Bochun nicht ?

Last edited 6 Monate zuvor by Optimist
Maik Lange
6 Monate zuvor

Gerade noch über Boldt den Kopf geschüttelt und dann kommt Walter und redet von einem super Spiel. Das kann doch wirklich alles nicht mehr wahr sein.

Paulinho
6 Monate zuvor

Welch eine Arroganz, hier immer noch zu tönen, die Hater würden nur um des ihnen eigenen Spasses willen, den HSV niederzumachen, egal, ob sie gewinnen oder eben auch nicht. Nach sechs Jahren Zweitklassigkeit wird hier immer noch nach einem weiteren dürftigen Spiel gegen ein doch etwas limitiertes Drittligateam gejubelt. Ich will auf das Spiel nicht eingehen, weil ich es nicht gesehen habe. Aber ich beurteile die letzten Spiele und die letzten Jahre und die geben keinen großen Anlass zum Optimismus. Immer noch fehlt mir die Gier bei den Spielern und die vom Trainer zu verantwortende Einstellung zum Gegner. Mir fällt eben auf, dass die Mannschaft, wenn sie in Führung geht, gefühlt einen Gang zurückschaltet. Meistens wird der nächste Gang genommen, wenn man sich in den letzten Minuten befindet und der Gegner langsam müde wird. Warum strebt man nicht nach einer klaren Linie, bedeutet Dominanz zu erreichen und zwar von Beginn an. Meine Meinung.

Optimist
6 Monate zuvor

Peter Ariel
2 Tage zuvor
Zu viele weichgespülte Muschis in der Mannschaft

Nochmal: Sowas kann man nicht ernst nehmen. Ich ignoriere absofort Herrn A.

alwaysHSV
6 Monate zuvor

Inzwischen weiß wohl auch der Letzte hier wie du zu St. Pauli stehst. Wäre ja mal interessant zu erfahren was die dir angetan haben, dass du sie dermaßen anfeinden und verabscheuen musst. Vermutlich mit rationalen Gründen nicht zu erklären. Auch ich bin immer mehr für den HSV, erst recht wenn es gegeneinander geht. Aber Pauli deswegen dermaßen zu hassen käme mir nicht in den Sinn.

NDHSV!
6 Monate zuvor

Walters Plan ist durchgesickert.
Wir schauen nur noch erste Liga und konzentrieren uns nur noch darauf. Scheiß auf Verteidigung und Absicherung, dass macht uns nicht glücklich.
Hüpf!

Töftinger
6 Monate zuvor

Völlig richtig die Ersatzbank in einem Wettbewerb zu aktivieren den man ohnehin nicht gewinnen kann. Außerdem sehen wir heute auf wen wir im laufe der Saison noch bauen können und wer besser im Winter abgegeben bzw. ausgeliehen werden sollte.

Hadzikadunic erneut mit der Startelf zu belohnen finde ich allerdings nicht so toll.

NDHSV!
6 Monate zuvor

Total überhebliche Aufstellung. Das kann jetzt nur noch schief gehen. Der Matchplan steht, nur der Aufstieg zählt.

Meaty
6 Monate zuvor

Man darf auch nicht gleich so viel von dieser neu zusammengestellten HSV Mannschaft verlangen!
Walter braucht eben immer etwas länger, bis er die „Neuen“ an sein Champions League System herangeführt hat – aber dann …!
Okay, so schlecht war die erste Halbzeit gar nicht und Arminia ist der erwartet schwere Gegner ..!
Walter wird jetzt in der Pause sicherlich richtig reagieren und alles so lassen wie es ist!

Arne Petersen
6 Monate zuvor

Vom Niveau her ein durchschnittliches Drittliga-Spiel. Bielefeld mit durchschnittlicher Leistung liegt verdient 1:0 vorn.
Unsere Mannschaft hat nicht den Hauch einer Idee wie man mal in die Box kommt.
Wann ist diese Qual und Folter des Walter-Fussball endlich zu Ende?

Scorpion
6 Monate zuvor

Es reicht wohl, wenn man der Enkel von Uwe ist, um beim HSV einen Vertrag zu bekommen. Fußball spielen muss man nicht können.

Kosinus
6 Monate zuvor

Wie kann ein Sanne schlechter als Nemeth sein???? Das ist wieder das Problem, der Fürst im eigenen Lande taucht nichts in Hamburg.

Peter Ariel
6 Monate zuvor

Öztunali ist eine typische Boldt-Verpflichtung. Ohne Worte. Noch frecher ist nur, dass der bei Walter immer wieder eingesetzt wird. Der HSV ist an Dillettantismus kaum noch zu überbieten.

Kosinus
6 Monate zuvor

Walter nimmt den Stabilisator Ambrosius raus und man wundert sich, dass wir wieder ein Hühnerhaufen hinten sind..

Maik Lange
6 Monate zuvor

Egal wie es ausgeht: von vorne bis hinten erbärmlich

ballfernerZehner
6 Monate zuvor

Ambrosius, der beste Spieler, wird rausgenommen und wir verlieren hinten jegliche Stabilität.
Ramos spielt vogelwild.

Bei Königsdörffer fehlt mir jede Ernsthaftigkeit,der will immer mitm Kopf durch die Wand.