HSV als Sanierungsfall: Neu-Vorstand Wüstefeld muss harte Entscheidungen treffen

von | 26.01.22 | 221 Kommentare

Der HSV hält bis zu 30.000 Zuschauer im Volksparkstadion für eine realistische Größe unter Pandemiebedingungen. Genauer genommen sind das die Worte des HSV-Vorstandes und Teilhabers Dr. Thomas Wüstefeld. Der sagte uns heute: „Wir trauen uns in Hamburg unter allen Bedingungen, die wir kennen, schon 25.000 bis 30.000 Zuschauer zu.“ In der weitläufigen HSV-Arena, die bekanntermaßen 57.000 Plätze bietet, sei das ohne umsetzbar. Diese Zahl sei nicht gewürfelt, sondern unter der Prämisse der Hygienekonzepte und Sicherheitsmaßnahmen evaluiert worden, betonte der 53 Jahre alte Unternehmer. „Bei dieser Zuschauerzahl können wir mit ganz hoher Zuverlässigkeit und Sicherheit sagen: Das kriegen wir realisiert, ohne dass ein Risiko für die Menschen besteht.“

Er sei deswegen mit der Politik im Gespräch, berichtete das ehrenamtlich tätige Vorstandsmitglied, das 5,11 Prozent der Aktien am HSV hält. Für eine gemeinsame Argumentationslinie habe er sich auch mit Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim „Aki“ Watzke ausgetauscht. „Ich bin mit beiden im Austausch, mit Aki Watzke und den Senatoren. Wir sind auch mit den Vereinen und der DFL im engen Austausch. Es ist schwer nachvollziehbar, warum in einigen Stadien 3500 Menschen sind, in anderen Stadien, die ein weitaus höheres Fassungsvermögen haben, 750 Leute sitzen und wir in Hamburg bei 2000 Menschen gelandet sind. Und das, während auf einer Indoor-Veranstalung 2000 Zuschauer zugelassen werden. Ich versuche das natürlich sachlich zu klären. Ich habe aber leider dazu keine plausible Antwort bekommen“, meinte Wüstefeld, der weiterhin das Gespräch mit der Politik suchen will. Zuletzt habe er am Dienstag mit der Hamburger Politik gesprochen. 

Wüstefeld hält 30.000 Zuschauer für problemlos

Erst am Wochenende hatte sich auch Trainer Tim Walter kritisch zur aktuellen Zuschauerregelung geäußert. „Ich bin kein Virologe, wir halten uns an alles. Trotzdem könnte man mal die Augen aufmachen“, sagte Walter und riet: „Gucken wir mal über den Tellerrand hinaus, schauen wir mal nach England oder Amerika. In der NFL sind 100.000 Zuschauer.“ Wüstefeld stimmte dort mit ein und sprach seinerseits davon, dass man „hochgradig neidisch“ sei auf Klubs in England und Spanien, wo teilweise 75-Prozent-Auslastungen erlaubt sind. Wie der HSV sei hier jeder andere deutsche Profiklub auch einem Nachteil ausgesetzt, dessen Folgen sich noch nicht abschließend messen ließen.

Wie weit dieser schon reicht und ob der HSV denn aktuell in der Lage sei, angedachte Neuverpflichtungen zu bezahlen? „Die aktuelle Situation ist aufgrund der Pandemie alles andere als gut. Wir machen das, was möglich ist. Unser Hauptprodukt ist der Sport, dafür werden wir alles tun, was wir machen können.“ Also kann der HSV aktuell Neue bezahlen? Der Sport steht im Fokus. Und wenn meine Kollegen Jonas Boldt und Michael Mutzel zu uns kommen und eine mögliche Personalie präsentieren, dann sollte es nicht an den finanziellen Möglichkeiten scheitern, wenn diese im Rahmen sind.“ Na dann…

Weniger klar blieb derweil, wie sich die finanzielle Situation auf den Angestellten-Apparat auswirkt. Rund 300 Festangestellte beschäftigt der HSV derzeit, darunter auch Teilzeitbeschäftigte. Ihnen allen hatte Wüstefeld in einer Antritts-Email das Du angeboten. „Es ist mir ganz wichtig, dass wir ein Sportverein sind, daher das Du. Alle Kollegen sind für das Unternehmen wichtig“, sagte Wüstefeld, dem man strategisches Denken als Stärke nachsagt, heute. Auf den HSV bezogen bedeutet das, dass Wüstefeld wie ein Unternehmensberater durch den gesamten HSV marschiert und schaut, wo Einsparmöglichkeiten bestehen.

Erst alles kennenlernen, dann sanieren

Das wiederum kann der Pharmaunternehmer so natürlich nicht sagen – aber anders formuliert hat er es heute getan: „Meine Aufgabe ist, jetzt in die Unternehmung reinzuschauen. So habe ich dankenderweise Kontakt zu allen Kollegen. Den suche ich auch, den möchte ich auch führen. Ich will in den nächsten Wochen alle Positionen verstehen, vom Greenkeeping bis in den Sport hinein. Das ist meine Aufgabe. Ich bin ein Mensch, der den Anspruch hat, Dinge zu verstehen, damit er damit umgehen kann. Und daraus werde ich mit meiner Erkenntnis, die ich jetzt sammeln darf, in den Aufsichtsrat hinein berichten.“

Soll heißen, es wird genau analysiert, welche Bereiche zusammengelegt und damit Einsparungen erzielt werden können. Und auch, welche Bereiche vielleicht über sind. Wüstefeld: „Wir müssen jetzt gucken, wie wir die Synergien und die Potenziale aus dem Unternehmen abrufen können und dann das Unternehmen so auszujustieren, dass wir auch in Zukunft so aufgestellt sind, dass wir wirtschaftlich sind, dass wir den Weg einer möglichen schwarzen Null, die wir in den letzten 10 Jahren ja nicht erreicht haben, auch mittelfristig erreichen können.“

Klingt alles schon sehr stark nach einem strikten Sanierungsplan. Und an alle, die jetzt jubeln und sagen „das wurde auch Zeit“: Ihr habt Recht. Aber an alle HSV-Mitarbeiter, die das jetzt hier (oder bei den Kollegen) lesen: Ich kann mir vorstellen, dass Euch das beunruhigt. Und das wiederum tut mir wirklich leid. Ich drücke Euch beide Daumen, dass ihr betriebsbedingt wichtig seid und bleibt.

Der Angestelltenapparat des HSV ist zu groß

Fakt ist aber eben leider auch, dass der HSV seine Ausgaben herunterfahren muss, solange die Einnahmen rückläufig sind und/oder bleiben. Von daher werden personelle Einsparungen zwangsläufig dazukommen. Apropos: Das soll auch ein neuer Vorstand, wenn Wüstefeld in einem Jahr wieder in den Aufsichtsrat zurückkehrt. „Meine Entsendung aus dem Aufsichtsrat, wo mein Mandat jetzt ruht, ist ein Jahr. So haben wir das vereinbart.“ Ob er sich denn vorstellen kann, länger bleiben würde? „Das ist Aufgabe des Aufsichtsrates“, so die ausweichende Antwort, wie man sie zuvor auch von Wüstefelds Vorgänger Bernd Hoffmann gehört hatte, als dieser seinerzeit darauf angesprochen wurde. Ergebnis: Hoffmann blieb auch über die kommissarische Zeit hinaus.

Aber zum Vorstand, der gesucht wird, hat Wüstefeld auch eine klare Vorstellung: „Es gibt ja einen Grund, weshalb man mich entsendet hat. Es geht darum, zu schauen, wie man die Leitlinien setzt, wie die Organisation in Zukunft aussieht und wie sie besetzt wird. Das Ansinnen ist nicht, jetzt eine Person in den Vorstand zu holen und alles danach auszurichten, Ich bin ja auch Gesellschafter, aus diesem Grund habe ich auch großes Interesse, dass das so gestalten und dann schauen, wie wir diese Position dann besetzen.“ Sein besonderer Wunsch sei, „Kontinuität in das Umfeld hier zu bringen“. Dafür müsse er aber eine genaue Aufstellung machen, um den Status Quo zu analysieren. Und: „Ich selber suche nicht das Personal. Meine Aufgabe ist, dass ich die Leitlinien, das Drehbuch erstelle.“

Wüstefeld : HSV in 5 Jahren stabil in der Ersten Liga

Welches Ende dieses Drehbauch hat? Wüstefeld hat zumindest eine Vorstellung, wo man in fünf Jahren stehen sollte: „Sportlich gesehen wünsche und hoffe ich, dass wir uns in fünf Jahren in der Ersten Liga sehen. Sehr kompakt und gut positioniert.“ Den Anfang dafür macht Wüstefeld selbst. Und bei aller Sympathie, die der Unternehmer mit Sätzen wie „ich mag den HSV über alles“ ausstrahlt, so bin ich mir sicher, dass der Anteilseigner, Ex- und Bald-wieder-Aufsichtstrat als Vorstand des HSV in den nächsten Wochen intern sehr viele sehr schwierige Entscheidungen treffen muss, mit denen er sich nicht bei allen beliebt machen wird. Wüstefeld muss die Unordnung aufräumen, die andere hinterlassen haben.

Noch unklar ist auch, ob der gestern hier auch gehandelte niederländische U21-Nationalspieler Crysencio Summerville zum HSV kommt. Klar ist, dass man den jungen Flügelstürmer mit Kaufoption ausleihen will – aber fix ist noch nichts. Und jetzt könnte auch noch Leeds-Trainer Marcelo Bielsa dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung machen. Wie der englische Journalist David Anderson, als Leeds-Reporter für den „Mirror“ tätig, auf Twitter schrieb, ist Bielsa einem Wechsel gegenüber eher skeptisch, weil dieser die ohnehin bereits angespannte Personallage weiter verschlechtern würde. Es bleibt also spannend.  

In diesem Sinne, bis morgen. Dann auch mit einem neuen Communitytalk.

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Darmzotte
3 Monate zuvor

Der HSV ein Sanierungsfall? Wie kam das denn? Es haben doch ausschließlich fähige Leute beim HSV gearbeitet. Haben doch alle hier immer gesagt.

Jörg Meyer
3 Monate zuvor

Also ich bin Fan und der HSV war, ist und bleibt mein Verein.
Ich schaue die Spiele ärgere mich in den letzten Jahren öfters als es Grund zur Freude gab….aber es ist mein Verein!
Was das ganze wirtschaftliche und politische Handeln im Verein angeht hat jeder seine Meinung, ich natürlich auch.
Aber, ich möchte mir nicht als aussenstehender anmaßen, tatsächlich objektive Aussagen bezüglich der Qualität zu tätigen.
Da kann ich jahrelang einem Herzchirurgen bei der Arbeit zusehen, aber es dann selbst weder besser noch seine Arbeit besser machen.
Daher hoffe ich das die Leute in Amt und Würden ihre Arbeit nach besten Wissen und Gewissen machen.
Was ich als aussenstehender aber sehe, es beginnt etwas das jahrelang nicht getan wurde.
Es wird angesprochen das vieles überprüft und auch erneut werden muss,um für die sportliche Zukunft aufgestellt zu sein.
Wenn wir dann in fünf Jahren ein gesunder Erstligist sind, dann bin ich dabei.

Flotti McFlott
3 Monate zuvor

Der neue Hoffnungsträger des HSV wurde durch Gemauschel und Vetternwirtschaft mit seinem Buddy Bass Jansen erst in den AR, dann auf den Posten des VV gespült.

Seine bisherige Vita weißt ein undurchdringliches Firmengeflecht mit häufig wechselnden Tätigkeitsfeldern aus, unter anderem vertickt er überteuerten Nahrungsergänzungs-Hokus-Pokus

https://www.webshop.sanpharma.com/Nahrungsergaenzungsmittel/Immunsystem/kanoSAN.html

oder entmietet auch schon mal aufgekaufte Immobilien, indem er Omis die Küche ausbauen lässt…

Wenn mir 2011 jemand erzählt hätte, wer hier heute als Heilsbringer verkauft werden soll, ich hätte es tatsächlich nicht für möglich gehalten…

Christian Mönsters
3 Monate zuvor

Oh Mann jetzt werden hier wieder die bösen HSV Verantwortlichen seziert…. Was die alles Böses gemacht haben …. Man sieht immer das was man will …. Politiker, VW Vorstände, Bayern Vorstände …. Sogar der Papst bricht „Du sollst nicht lügen“ ….. oh und der Herr Wüstefeld verkauft Produkte, die sich Nahrungsergänzungsmittel nennen.

dann könnt Ihr Experten ja froh sein, dass aus der gleichen Branche unsere Trikotbrust bedruckt wurde. Man man, wenn das Geld auch noch fehlen würde in der Wohlfühloase und der Ansammlung von Gesamtdefekten, dann wäre der Insolvenzverwalter ja schon da gewesen und hätte Euch mit dem HSV die Existenzgrundlage und Nährboden Eures destruktiven Gedankenguts genommen.

Schönen Donnerstag!

Alex
3 Monate zuvor

„Wüstefeld muss die Unordnung aufräumen, die andere hinterlassen haben.“

Natürlich wird man hier keine Namen lesen, wer die „Unordnung“🤦🏻‍♂️ oder genauer gesagt den Niedergang des HSV zu verantworten hat. Obwohl… oh wait… ein Name wurde im Beitrag doch ganz zufällig genannt: Bernd Hoffmann. Dann ist ja auch das geklärt.🙈 ENDE

C.W.Griswold
3 Monate zuvor

Mit dieser überflüssigen Duzerei beginnt das Elend schon wieder.
Nur unsichere Typen verwenden das.
Mitarbeiter wünschen sich vernünftige Führungskräfte die den Laden auf Kurs halten oder bringen.
Freunde sucht sich jeder selber.

Du, ich habe festgestellt das Du doch nicht so wichtig für den Verein bist. Mach es jut, wird schon ….
Respektlos.

ToniHH
3 Monate zuvor

Na Bitte. Mal sehen ob Taten folgen.

Wenn er nicht saniert, saniert der Insolvenzverwalter.

Das Du anbieten, kann man machen aber als Begründung wir sind ein Sportverein…..? Es ist und bleibt eine Aktiengesellschaft. Punkt

Viel Erfolg wünsche ich…..

Defensor
3 Monate zuvor

Bekanntlich werden/wurden Fussballvereine oft von ehemaligen Spielern geführt; zumindest hierzulande – bis auf ein paar ausnahmen.
Warum aber ein gelernter Unternehmer wie Wüstefeld den HSV betriebswirtschaftlich nicht verbessern/optimieren könnte, erschliesst sich mir nicht! Zumal es auch eine deutlich günstigere Lösung als KPMG & Co ist (wie einige es hier fordern), die auch kein Garant für eine erfolgreiche Zukunft sind.

Diese Immobiliengeschichten aus Bremen haben nun einen gaaaanz langen Bart. Eigentlich ist es bekannt, das Mutter Teresas in dieser Branche eine Seltenheit sind… und wer liest eigentlich freiwillig den Weser Kurier???

Blogfan
3 Monate zuvor

Sanieren ?
OK, dann als erstes Bold und sein Mutzel weg….Sportvorstand und Sportdirektor geht
nicht mehr.
Ein neuer Sportdirektor reicht völlig in der 2.Liga, wenn man kein Geld hat.

Es muss das Scouting mal „optimiert“ werden…aber sowas von zügig.

Last edited 3 Monate zuvor by Blogfan
Günter Lauterbach
3 Monate zuvor

Wieviele Jahre hat denn Wettstein schon saniert? Da müsste der HSV doch längst über den Berg sein. Scheint er aber nicht. Ist auch irgendwie klar, wenn über Jahre jährlich Millionen minus gemacht wurden.
Es wird allerhöchste Zeit, dass man die Wahrheit auf den Tisch packt. Man saniert doch, um nicht mehr sanieren zu müssen. Hoffentlich hat sich der gute Herr Wüstefeld die Sache nicht zu einfach vorgestellt.

Grantler3006
3 Monate zuvor

Wenn der findige Herr Wüstefeld ähnlich (vorsichtig ausgedrückt) schlitzohrig und unternehmerisch handelt, wie mit den anderen seiner Projekte (es gab mal eine spannende Recherche von Alex, die im www. auch nachlesbar ist), umgeht, wird er schnell sanieren, sich bei den Angestellten des HSV unbeliebt machen, zumindest bei den Scheidenden. Wenn er das Unternehmen so aufstellt, dass es schwarze Zahlen schreibt und gleichzeitig sportlich voran kommt, bitte Herr Wüstefeld, machen Sie, schlimmer kann’s nicht werden

RummsBumms
3 Monate zuvor

Wenn man sich nun alles ansehen u jeden Grashalm durchleuchten möchte, scheint es so zu sein, dass noch ganz viel Wasser durch die Elbe fließt, bevor überhaupt irgendetwas u irgendeine gravierende Veränderung eintritt.
Der HSV hat jahrzehntelang alles schön geredet. Nichts wurde verändert u nichts unbequemes angepackt.
Jetzt, wo nach Jansen der Zeiger bereits auf 5 nach 12 steht, will man es versuchen.
Ich glaube nur an profilaktische Anpassungen in der Hoffnung, dass noch irgendwo Geld herunterregnet. 50 plus 1 sozusagen.

Dem Wüstenfuchs traue ich diese Dynamik nicht zu. Da braucht es McKinsey u einem Management-Team, die zwar auch teuer sind, sich aber emotionslos der Sache hingeben u klar die Dinge ansprechen. Nach dem Motto: mach es oder gehe mit unter.

Einem Fan u kleinen Gesellschafter traue ich diesen Turnaround nicht zu, weil er die Widerstände im AR, im e.V. und innerhalb der Belegschaft nicht alleine überwinden wird.

Der Bock wurde zum Gärtner gemacht, weil Jansenboy zumindest erkannt hat, dass er es gar nicht können würde. Also musste Kleeblatt Wüstenfuchs vorgeschickt werden.

Aber wieso muss überhaupt etwas saniert werden, wenn beim HSV doch always top Leute beschäftigt waren u noch beschäftigt sind. Hat der HSV eigentlich gar keinen Personalvorstand, der längst einen Interessenausgleich oder gar einen Sozialplan hätte vorbereiten müssen? Oder hätte die fleischgewordene Granate Wettstein dieses machen sollen?
Aber jetzt kommt der Wüstenfuchs……also „stillgestanden“ liebe HSV Belegschaft.

Jörg Brettschneider
3 Monate zuvor

Das einzige Produkt der AG ist der Sport! Nicht nur das Hauptprodukt.

Dort – im sportlichen Bereich – wurden die entscheidenden Fehler gemacht. Und dort ist auch der Grund zu suchen, warum Einnahmen, die sportliche Erfolge mit sich bringen, zu gering ausfallen.
Andersrum werden Ausgaben erst dadurch zu hoch, dass sportliche Fehlentscheidungen getroffen werden und der Erfolg ausbleibt.
Die Logik im kommerziellen Fußball könnte nicht einfacher sein.

Wettstein wird mir immer noch zu viel Bedeutung beigemessen. Die entscheidende Bedingung für wirtschaftlichen Erfolg ist SPORTLICHER ERFOLG!

Entscheidend für die Zukunft des HSV ist, dass künftig sportlich gute Entscheidungen getroffen werden.

Die bringen den Aufstieg und damit viel mehr Geld. Und dann müssen auch nicht mehr so viele Menschen entlassen werden. Denn in der Bundesliga und im Europapokal benötigt man voraussichtlich wieder einen Großteil der Angestellten, die jetzt – im unterklassigen Wettbewerb – überflüssig sind.

Stärkt die Mannschaft mit guten Entscheidungen!

Alles andere ist Blödsinn und führt den Club immer weiter nach unten. Da kannst du die Uhr nach stellen.

Wozu bezahlt der Club eine teure Scouting-Abteilung?

Ist diese Abteilung nicht findiger, fleißiger, kreativer und schneller als die der anderen Clubs (wurde ja immer von Matz & Co gefordert), muss man dort zuerst sparen.

Kaputtsparen geht natürlich auch.

Der Club muss aber so oder so genau überlegen, wem er in Zukunft die wichtigen sportlichen Entscheidungen überlässt. Diese Leute entscheiden über das Wohl des Clubs.

Und ob Boldt und Mutzel mit ihren womöglich bald drei versemmelten Aufstiegen die Richtigen sind (Jansen kommt sogar bald auf vier), gebe ich mal in die Runde…

Was passiert anderswo mit Sportvorständen und -direktoren, die so regelmäßig und oft die sportlichen Ziele verfehlen?

Seid bitte ehrlich.

Last edited 3 Monate zuvor by Jörg Brettschneider
Frank Müller
3 Monate zuvor

WÜSTEFELD….SEHR POSITIV.
er muß nicht nur die unordnung der vergangenheit aufräumen, sondern sieht wohl auch
gegenwärtig nicht viel positives…….sonst kommt er nicht auf….BL erst in 5 jahren.
d.h. auch : i.M.—-> stillstand.
immerhin ist er der einzige, der klartext redet: sollte man eine verstärkung i. auge haben
—> geld ist DA.
nur….transfers kriegt man nicht hin.
Summerville wohl der dritte vergebliche anlauf von (scheinbar) PL-experte Mutzel.
man transferiert NUR, wenn der spieler relativ sicher eine vertärkung darstellt.
der spieler: RA = position von Jatta. 5 x kurzzeitig eigewechselt, torgefahr = null.
man hat ein TM-video gesichtet und bei einer statistik-firma angefragt.
ergebnis: er sieht gut aus und kann dribbeln. punkt.hätte eingewöhnungs-probleme,
kein Deutsch, usw.
gescoutet worden ist er nicht.
und damit komm´ich zu BOSS Boldt, der nicht begreift, dass man gegenwärtig, um
besserzu sein als andere, eine excellente, gut vernetzte scouting-abteilung braucht..
Union Berlin macht es vor –> vor 3 jaheren 2.liga-normalo, eigtl. schlechter als wir.
zudem war hier (fast) übereinstimmung, dass wir 1 kreativen MF-spieler + 1 goalgetter brauchen, keinen RA…..die gibt´s sehr wohl in liga2.
also vllt sein betätigungsfeld.über die PL hinaus mal erweitern.

Stiflersmom
3 Monate zuvor

Was will Wüstefeld denn sanieren? Wettstein hat ihm doch blühende Landschaften hinterlassen.

Und seit wann hören wir im Arena-Blog, dass der gesamte Personalaufwand zu hoch ist? Sind es schon 10 Jahre?

Guten Morgen, lieber HSV, liebe Fans und Medien aus Hamburg.

Wenn ihr weiter so „schnell“ im Denken seid, werden die nächsten 10 Jahre auch nicht gut, aber immerhin unterhaltsam. Man kann das nur noch mit Humor nehmen. Kopf——-> Tisch

Kosinus
3 Monate zuvor

Auf Deutsch: Jetzt soll nachgeholt werden, was die Vorgänger jahrelang wohl verschlafen haben.

Gutes Gelingen zum Wohl des HSV kann man da nur wünschen.

Scorpion
3 Monate zuvor

😳😳

„Aber an alle HSV-Mitarbeiter, die das jetzt hier (oder bei den Kollegen) lesen: Ich kann mir vorstellen, dass Euch das beunruhigt. Und das wiederum tut mir wirklich leid. Ich drücke Euch beide Daumen, dass ihr betriebsbedingt wichtig seid und bleibt.“

„Der Angestelltenapparat des HSV ist zu groß…“
(@Marcus Scholz)

Ja was denn nun????

Einerseits Daumendrücken dass die Mitarbeiter bleiben, andererseits die Erkenntnis, dass der Angestelltenapparat zu groß ist.

Klare Meinung sieht anders aus. Dusch mich, aber mach mich nicht nass… ?

MeinVerein2021
3 Monate zuvor

(Nur) wenn der Leidensdruck groß genug ist, passiert was, das die bisherigen Gewohnheiten durchbricht.

Die Pandemie hat den Zufluss der Zuschauereinnahmen einfach abgestellt und schon fehlt das notwendige Geld für den laufenden Betrieb.

Die bisher erheblichen und so gut wie sicheren Zuschauereinnahmen waren ein wichtiges Pfund, das der HSV in die Waagschale werfen konnte. Das fehlt schon zu lange und weiter auf unbestimmte Zeit. Nicht nur dem HSV.

Es ist zu hoffen, dass in dieser prekären Lage lange notwendige Reformschritte endlich gegangen werden. Da ist es sinnvoll, wenn ein durchaus harter und unsentimentaler Unternehmer das Sagen hat.

Es ist hart, aber unumgänglich, die notwendigen Stellen zu bewahren und das Überflüssige abzuschaffen.

Ist überall so, auch beim HSV.

Ich habe Hoffnung.
🖤🤍💙

Riesum
3 Monate zuvor

Hört sich nach einem freundlichen aber entschiedenen Geschäftsmann an der weiß, wie ein Wirtschaftsbetrieb auf Vordermann gebracht wird. Könnte mir vorstellen, dass er einige Hebel in die richtige Richtung bewegt. Sollte sich herausstellen, dass hier endlich mal ein Profi als VV am Werke ist spräche nichts dagegen, dass er den Posten langfristig inne hat. Wäre dann zwar analog des Werdegangs von Hoffmann, nur das dann ein Wirtschaftsfachmann am Ruder wäre der bewiesen hat, dass er ein Unternehmen zum Erfolg führen kann. Schaun mer mal, wie er sich in den nächsten Monaten schlägt.

Folker Mannfrahs
3 Monate zuvor

Egal welcher Job eingespart wird, aber im Verhältnis zu den verrückten Gehältern ( auch in der 2. Liga) wird die Sanierung immer komisch rüber kommen.
Ich weiß, Kleinvieh macht auch Mist.
Den Sanierungsprozeß hätte man schon längst einleiten können. Unblutiger: altersbedingtes Ausscheiden nicht nachbesetzen. Mit Prämien vorzeitiges Ausscheiden ermöglichen.
Aber 3 Trainer parallel zu bezahlen oder Bobby und andere für viel Geld ihren Körper schonen zu können; was für ein Wahnsinn.
Auch der Invalide Papadopoulos scheitert gerade bei einem Athener Abstiegskandidaten.
Zu teuer!!!

Boxer
3 Monate zuvor

Kommt jetzt tatsächlich langsam die Erkenntnis durch, das Wettstein die ganzen Jahre nicht saniert hat? Ganz starke Leistung.

Kosinus
3 Monate zuvor

Unterschied zwischen HSV und Werder?
Werder kommt durch plötzliches Chaos (Trainer-Entlassung) wieder auf den rechten Weg.
Wüsste nicht, dass sich nach irgendeinem HSV-Chaos mal etwas zum positiven bei uns entwickelt hat…🤔

Jovanic Hugental
3 Monate zuvor

Die Zeit ist nun gekommen: Dr. Wüstefeld (5%) wird durch die Reihen der Angestellten des Hamburger Sportvereins schreiten und mindestens ein sattes Drittel sollte zeitnah neuen Horizonten entgegenstreben können. Dr. Wüstefeld (5%) muss sanieren, will sanieren und er wird sanieren. Sollte der HSV dank der Transfertitanen Boldt und Mutzel in die erste Liga aufsteigen und sich dort etablieren wird Dr. Wüstefeld (5%) die Fußball AG wieder abstoßen und einen satten Gewinn einstreichen. Die Raute brauchte schon immer die harte Tour.

Aleksandar
3 Monate zuvor

NIE WIEDER!

History
3 Monate zuvor

Hoffmanns neuer Plan : HSV soll sich 2024 mit Größen der 1. Bundesliga messen können

26.01.2022 (moinvolkspark)

Wüstefeld : HSV in 5 Jahren stabil in der Ersten Liga

Glaubt wirklich noch irgend ein HSVer an diesen Kokolores ???

Riesum
3 Monate zuvor

„Der Sport steht im Fokus. Und wenn meine Kollegen Jonas Boldt und Michael Mutzel zu uns kommen und eine mögliche Personalie präsentieren, dann sollte es an den finanziellen Möglichkeiten scheitern, wenn diese im Rahmen sind.“

Ich hoffe, dass Scholle hier falsch zitiert hat und ein „nicht“ fehlt.

FRANZ HOELSCHER
3 Monate zuvor

Na endlich – da musste erst die Pandemie +2 Jahre alt werden um die Firma aufzuräumen, schlanker, effektiver und übersichtlicher zu machen !??

Wenn wir erstmal 150 Angestellte weniger haben, die übrigen, speziell die „BMW“ nicht überbezahlen,…die Finanzen „stimmen“ und der sportliche Erfolg in Schwung kommt kann man endlich mal wieder aufatmen und hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.

Ob es nun in 1 oder 2 oder 5 Jahren mit dem Aufstieg klappt steht noch in den Sternen – aber auf jeden Fall hat der Verein / die Firma alles versucht.

Bravo Herr Wüstefeld

Jürgen Linnenbrügger
3 Monate zuvor

Der Herr Dr. Wüstefeld schaut sich also nun den Angestelltenapparat beim HSV an, ob hier Einsparungspotenzial besteht, tolle Aufgabe für einen Vorstand Finanzen. Ob nun hier
20,30 oder 40 Mitarbeiter „eingespart“ werden macht den Kohl auch nicht fett. Der HSV hat ein Einnahmeproblem, hier sollte der gute Herr Wüstefeld tätig werden und seine exzellenten Kontakte in die Hamburger Wirtschaft zu nutzen, um neue Sponsoren für den HSV zu begeistern. Vielleicht sind diese Kontakte auch nicht vorhanden, wer weiß dieses schon. Das fundamentale Problem des HSV ist seine Finanzlage, bevor er dieses nicht nachhaltig solide löst braucht man über andere Dinge erst gar nicht zu reden, da man von der Hand in den Mund lebt. Wie ein jedes Unternehmen kann man nur wachsen und gedeihen, wenn dieses auf einem soliden finanziellen Fundament aufgebaut ist, um dann auch entsprechend agieren zu können, sprich über genug Mittel verfügt die man dann gezielt für Verstärkungen im sportlichen Bereich zur Verfügung hat. Hier sollte die Hauptaufgabe von Herrn Wüstefeld liegen, alles andere ist Augenwischerei. Das man einen Verein entschulden kann, und Ihn auf eine gesunde wirtschaftliche Basis stellen kann, haben die Verantwortlichen in Bielefeld bewiesen, indem Sie die einheimische Wirtschaft mit dem Bündnis OWL für Arminia haben begeistern können.
Hier liegt das große Aufgabenfeld für die Verantwortlichen beim HSV mit einem guten,überzeugenden Konzept die regionale Wirtschaft zu begeistern.

Last edited 3 Monate zuvor by Jürgen Linnenbrügger
Schwalbenkönig
3 Monate zuvor

Ich glaube nicht dass eine handvoll Entlassungen den HSV finanziell in die Spur bringen und für die Leute würde es mir leid tun.

Aradia
3 Monate zuvor

Moin..👧….

Hab ich schon immer geschrieben.
HSV ist personell zu gross.
In jeder Kleinstadt ein HSV Vertreter/ Ansprechpartner.
Viele Posten 3 fach besetzt.
Durch die Menge an Verantwortlichen, keine oder schwere
Zielsetzung für Einigungen.
Und dann die vielen externe Berater, die teuer sind.
Lösung:
Fussball-/-Sport allgemein, trennen.
Oder:
Einsparungen.
Das Geld muss beim Sportler bleiben und nicht bei den Funktionären.

Ja Vergangenheit ?!, …….. ist nicht mehr zu ändern.
Zukunft ist wichtig.

Entlassungen sozial abfedern. Altersgründen, Keine Neueinstellung
und Abfindungen. Abbau nach und nach.
Externe Berater abschaffen!

alles hat seine zeit
3 Monate zuvor

Es ist für den HSV 5 nach 12 – und er wird nun vom letzten Grashalm geführt.

Kuchi
3 Monate zuvor

Gibt’s heute keinen Morning Call

Flotti McFlott
3 Monate zuvor