Es ist unwichtig, wer vorher Favorit ist

von | 16.09.21 | 93 Kommentare

Zwei 3:0-Siege in Serie, drei Spiele ohne Gegentor: Vor dem ersten Zweitliga-Nordderby gegen den HSV blickt Nordrivale Werder Bremen mit neuem Selbstbewusstsein auf diesen Fußball-Klassiker. „Nach den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung etwas gedreht“, sagte Werder-Trainer Markus Anfang heute. „Wir haben jetzt die Chance, sehr viel Kredit zurückzuholen. Wir sind auf dem Weg, gemeinsam durch die Saison zu gehen“, so Anfang, der nachlegte: „Der HSV ist eine gestandene Zweitliga-Mannschaft und ist gereift.“ Vor allem aber ist der HSV selbst gewillt, mit dem Nordderby einen Schritt Wiedergutmachung herzustellen.

Und dabei könne die Niederlage im Stadtderby sogar behilflich sein. Glaubt zumindest HSV-Trainer Tim Walter, der heute im Interview mit der Mopo sagte: „Wir wissen: Es wird ein gei- les Spiel. Und um zu dem Punkt Erfahrung zurück zu kommen: Ich denke, dass das verlorene Derby bei St. Pauli uns diesmal sogar helfen kann. Weil die Jungs da gesehen haben, wie so ein Derby funktioniert.“ 

Beim HSV ist Bakery Jatta übrigens der einzige Profi, der schon mal ein Derby mit dem HSV gegen Werder bestritten hat. Für alle anderen ist das Nordduell Neuland. Die Vorbereitung verlaufe wie immer, meinte Walter. „Wir wissen um die Brisanz dieses Spiels. Wir wissen genau, welche Bedeutung dieses Spiel bei Zuschauern hat.“ Hoffen wir mal, dass Walter Recht hat.

Der stand uns heute wieder Rede und Antwort. Und wer sich das heute noch einmal anschaut und vor allem anhört, der wird eines bemerkt haben: Der HSV hat es irgendwie noch immer nicht drauf, den Leuten ein konkretes Bild von der eigenen Mannschaft zu geben und Ansprüche klar zu formulieren. Man macht sich klein, wenn es gebraucht wird. Und größer, um den Außenstehenden zu signalisieren, dass man sehr wohl größere Ambitionen habe. Herauszuhören war das heute bei dem Hin und Her von Walter, als er darauf angesprochen wurde, mit Werder auf Augenhöhe zu sein.

Werder sei Dritter, habe noch mal personell nachgelegt und sei zudem mit einem Heim spiel im Vorteil, sagte Walter, um dann zu relativieren, dass das einige Außenstehende so sehen könnten und würden. Also er nicht… Und versteht das bitte nicht falsch! Ich erwarte nicht, dass Walter sagt: „Wir sind die Besten und nach uns kommt lange gar nichts“ – ganz im Gegenteil. Ich finde es gut, wenn er seiner Mannschaft alles zutraut – aber eben nicht alles voraussetzt. Ich verstehe nur dieses Zurechtbiegen der Tatsachen nicht. Vor allem nicht von Tim Walter, der eher bekannt ist für seine klare Kante…

Dass sich heute mal wieder ein Ehemaliger zu Wort meldet – es liegt ja nicht an den Ehemaligen. Sie werden gefragt, um Stoff für Geschichten zu liefern. Ich habe dieses Jahr darauf verzichtet, weil es mich irgendwie langweilt, immer wieder in der Vergangenheit herumzufischen. Aber Martin Harnik, der heute in zwei Zeitungen zeitgleich zum Interview gebeten worden war, hat zumindest einen interessanten Ansatz geliefert, woran die Sturmflaute beim HSV, oder besser gesagt: die mangelhafte Chancenverwertung liegen könne. Er sprach dabei über den Walter’schen Spielstil, der ihm zwar gefalle, der aber eben auch sehr laufintensiv für die Angreifer sei. Zitat Harnik über Walter und die Angreifer: 

„Der Spielstil gefällt mir sehr. Er ist sehr intensiv. Er muss es schaffen, dass die Offensiv-Spieler nicht jedes Mal Puls 180 haben, wenn sie eine Torchance haben. Sie müssen viel anlaufen, zu Zielen.“ sprinten, Bälle gewinnen – das kostet viel Kraft. Es ist ein Unterschied, ob du mit Puls 120 oder 180 abschließt. Mit hohem Puls bist du nur noch froh, dass du den Ball aufs Tor bekommst. Das ist die Krux: Du kannst mit der Spielweise zwar dominant sein, aber die Präzision leidet. Ich war in Stuttgart bei Alexander Zorniger bei Puls 200 und hatte dadurch große Schwierigkeiten vor dem Tor. Die Spieler dürfen nicht im roten, sondern nur im orangenen Bereich sein.“

Walters Antwort zusammengefasst: Harnik ist nett – aber er liegt falsch. „Ich mag Martin. Ich schätze ihn. Aber ich bin ja ein komplett anderer Trainer als Zorniger. Wir spielen natürlich alles mit Ball oder sehr viel mit Ball – er kommt aus der Leipziger Schule und arbeitet eher gegen den Ball. Dass du da intensiv bist und im Puls wahrscheinlich übertreibst, das ist ja nicht so, wenn du den Ball hast und dann eher bisschen runterfährst. Der Puls wird ja nicht dadurch hochgefahren,  dass wir extrem gegen den Ball arbeiten. Wir sind sehr intensiv gegen den Ball, aber wir jagen ja nicht nur so wie jetzt Red Bull Leipzig oder Red Bull Salzburg in ihren Höchstzeiten, sondern wir spielen ja mehr mit Ball.“

Und obgleich sich mir Harniks Argument auf den ersten Block erschloss, spricht die Statistik dagegen. Zumindest ist Ducksch im letzten Spiel knapp einen Kilometer mehr gelaufen als Glatzel, der Bremer hatte sieben Torschüsse (drei mehr als Glatzel) und 44 Ballkontakte – Glatzel dagegen nur 25. Mit anderen Worten, Ducksch hatte deutlich mehr Anteil am Bremer Spiel als Glatzel am Hamburger. Und trotzdem traf Ducksch doppelt so oft in dieser Saison. Mit vier Treffern in vier Partien hat er bislang ein 100-Prozent-Quote für Werder, während Glatzel es auf zwei Treffer in sechs Partien für den HSV bringt.

Sicher ist in dieser Diskussion also nur: Der HSV hat lange nicht mehr den/die besten Knipser der Liga. Und Werder hat ihn auch nicht. Ein gewisser Terodde (sieben Tore in sechs Spielen) ist noch effektiver… Aber der HSV soll ja eh unausrechenbarer werden. Dazu zählt auch, wenn neben den Angreifern auch aus den anderen mannschaftsteilen Spieler torgefährlich werden. Wie beispielsweise Moritz Heyer. Und: Insgesamt hat Werder auch nur ein Tor mehr geschossen.

Nein: Ich bleibe dabei, dass der HSV und Werder vielleicht nominell in Sachen Kaderwerte und Erstliga-Erfahrung Vorteile hat – aber erstens ist man in der Zweiten Liga, und zweiten hatte der HSV das alles in den letzten Jahren auch. Nur genützt hat es ihm nicht viel. Von daher: Alles Theorie. Und auch wenn das jetzt Geld fürs Phrasenschwein bedeutet: Wer wirklich besser ist, wer die bessere Taktik und die bessere Einstellung hat – das alles entscheidet sich auf dem Platz. Und zwar am Sonnabend in Bremen zwischen dem Anpfiff um 20.30 Uhr und dem Schlusspfiff. Und darauf freue ich mich.

Spannende Gäste auf der Auswärtscouch!

Auch, weil wir am Sonnabend auf der Auswärtscouch spannende Gäste begrüßen können: Nämlich das „Team Bester“. Marinus Bester, der selbst bei Werder und dem HSV als Profi spielte sowie Philip Wenzel (Friday-for-Future-Aktivist) sind schon sicher dabei. Ob die Dritte im Bunde, Para-Kanutin Edina Müller, auch kommt, entscheidet sich zwar erst noch. Aber egal wie, es gibt genügend Gesprächsstoff und vor allem ein Spiel, auf das wir uns freuen dürfen.

Apropos: In Bremen nicht zur Verfügung steht erneut Ersatztorhüter Tom Mickel. Nach auskurierter Schulterverletzung wurde beim 32 Jahre alten Keeper nunmehr eine Verletzung in einem angrenzenden Bereich festgestellt. Deshalb ist Mickel am Donnerstag an der Schulter operiert worden. Die Ärzte gehen von einer mehrwöchigen Pause aus, während auf Bremer Seite die Einsätze von Kapitän Ömer Toprak, Neuzugang Mitchell Weiser (beide muskuläre Probleme) sowie Stürmer Marvin Ducksch (krank) offen sind. „Wichtig ist, dass sie bei 100 Prozent sind, um ihre Leistungen abrufen zu können“, sagte Anfang, der aber davon ausgeht, dass Ducksch spielen kann.

Und bevor ich diesen Blog beende, noch ein Tipp: Das Tippspiel ist für alle Blog-Mitglieder ab sofort freigeschaltet. Zudem hat unser IT-Admin Janik die Tippergebnisse der Vorwoche ausgewertet. Ab Montag werden wir dann eine aktuell und gültige Tipprangliste haben. Frei dem Motto: Was lange währt…

In diesem Sinne, bis morgen! 

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Kuchi
2 Monate zuvor

Also, ähm, während der Aufnahme zum Morning Call ins Mikro zu kotzen ist eher ungünstig….

Ehemalige Spieler wie Harnik sollten sich andere Hobbys suchen als unnütze bescheuerte Kommentare über ehemalige Arbeitgeber abzugeben.

Machtkämpfe sind für den Abstieg des HSV ursächlich? Und weil es diese bei Werder nicht gab, waren es dort eben falsche Entscheidungen in Sachen Kaderzusammenstellung gewesen?

Das ist so aber gar nicht gewesen. Die mangelhafte Kaderzusammenstellung gab es eindeutig beim HSV, damals mit Papadopoulus, Mavraj, Wood, Schipplock, Lewis, Hahn, Walace. Und einem Trainer Gisdol, der auch fast Hoffenheim und zuletzt Köln in die 2. Liga geschoben hätte, nachdem er alle 3 kurioserweise zuvor noch vorm Abstieg gerettet hatte.

Bei Werder war es das sture Festhalten an Ideen des Trainers, die ja doch irgendwann mal zünden müssen. Wie bei jedem Trainer, der irgendwann seinen Verein in den Abgrund schiebt, siehe Gisdol.

Werder hatte am 24. Spieltag noch 12 Punkte Vorsprung auf Mainz. Niemand hätte darauf gewettet, dass Werder ab diesem Tag nur noch einen einzigen Punkt holt und doch noch absteigt.Umgekehrt hatte der HSV in seiner Abstiegssaison am 24. Spieltag als Tabellen-17. bereits 7 Punkte Rückstand auf den Relegationplatz. Und sicherlich nicht, weil sich in der Führungsetage irgendjemand mit irgendjemand nicht grün war.

Aber, ist Geschichte.

Heute vertrauen wir darauf, das unser Experte nicht überdreht….

Jürgen Fiedler
2 Monate zuvor

Ganz ehrlich,was sollen die Meinungen der “ Ehemaligen „!!! Und dann noch Harnik ,der beim HSV nun überhaupt nichts gebracht hat. Warum muß es ein Torjäger wie Duksch oder Terodde sein ?? Die tabelle führt der Jahn aus Regensburg an,kein Spieler unter den ersten 10 in der Totjägertabelle ABER 14 Tore geschossen. Das imponiert mir mehr als ein Elfertor von Duksch oder ein „fast geschenktes Tor für Terodde“! Die Vorarbeit war dort wichtig nicht das über die Linie scheiben des Balles von Terodde. Stimmt ,es ist auf gut deutsch scheißegal,sorry,wer vorher Favorit ist . Von Anfang an wach sein, also von der ersten bis zur letzten Minute der Nachspielzeit. Ich denke das eher auf Werder der Druck liegt.Ein frühes Tor des HSV und dann werden wir sehen.OKAY ,ist auch ein bischen Wunschdenken dabei. Also nicht labbern sondern machen ,in diesem Sinne nur der HSV.

abraeumer
2 Monate zuvor

Scholle schreibt heute im Blog, dass der HSV nicht mehr die besten Knipser hätte.
Ich habe mich daher gefragt, wie torgefährlich unsere Mittelfeldspieler (8er) und Stürmer sind. Dabei habe ich nur die Daten aus der 2. Liga herangezogen. Nur für Kaufmann habe ich die Daten aus der Superligaen übernommen:

Heyer: 103 Zweitligaspiele/8 Tore/1048 Minuten braucht er im Schnitt für 1 Tor
Kinsombi: 133/20/435
Jatta: 89/14/395
Wintzheimer: 65/9/322
Meißner: 10/3/302
Kittel: 143/44/238
Kaufmann: 35/9/220
Glatzel: 80/23/204

Gestern hatte ich einen 4. offensiven Spieler gefordert, von den statistischen Werten der Minutenanzahl für ein Tor müssten daher Glatzel, Kaufmann, Kittel und Meißner spielen und unsere Offensive bilden.

Zum Vergleich:
Ducksch: 111/53/156
Terodde: 259/149/135

Es bestätigt sich, dass wir nicht die besten Knipser haben.

Buffy
2 Monate zuvor

Deine angekündigten Gäste auf der Auswärtscouch sind interessant. In diesem Fall hätte ich mir allerdings ein anderes Format gewünscht, den guten alten Rautenperlen-Talk oder Matz-ab-live. Ein kompaktes, konzentriertes Gespräch statt Fussi gucken und Pizza essen.

Fussballtrainer
2 Monate zuvor

Wie ich zuvor bereits zu Harniks Interview sagte: wer als Mittelstürmer mit 180 Puls durch die Box rennt dem fehlt Kondition und Training! Das konnte man bei Harnik oft erkennen. Ansonsten 3 Punkte und wenn es muss dann dreckig!

RainAir Bostedt
2 Monate zuvor

Moin & Ahoi
15.09.21. Apropos: Heute wurde dafür zweimal trainiert. Morgen wird dann erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert

Apropos: Heute war um 10:30 Uhr öffentliches Training !!!

Kann ja mal passieren 😉

Alles Geben für den DerbySieg !
bis neulich – NURDERHSV

Meaty
2 Monate zuvor

Mit zwei Derbyniederlagen in den ersten Spielen einer Saison zu starten wäre schon echt derbe!

Wenn ich an die Chaosminuten nach der 1:0 Führung gegen Sandhausen denke, dann schwant mir für Samstag irgendwie nichts Gutes!
Zeigen diese Minuten doch sehr deutlich, dass ein richtiger Glaube in ihre Fähigkeiten in der Mannschaft noch nicht wirklich vorherrscht!
Vermutlich lebt die Mannschaft vielmehr von Walters ewigen Antrieb und seinem dauernden Starkredens!?

Das Spieler wie Kittel, Kinsombi und auch Leibold erneut keine kontinuierlichen guten Leistungen auch zu Beginn der aktuellen Saison nicht zeigen können, ist schon fast normalität beim HSV!
Bestätigt aber auch die Gründe, warum die Teams in den letzten Spielzeiten in den Rückrunden immer wieder einbrachen!
Kontstanz ist bei HSV Spielern leider oft ein Fremdwort!

Ein Kittel beispielsweise zeigte letzte Saison erst richtig gute Leistungen, als er mit der Gelb-Roten vom Platz flog und eine Zeit aussetzen musste!
Statt den trotzigen Kittel erstmal aufs Abstellgleis zu schieben, wurde Thioune nicht müde den Spieler stark zu reden und nicht öffentlich in den Medien zu verurteilen, sondern ihn als festen Bestandteil der Mannschaft nicht fallen zunlassen!
Kittel war absolut in der Bringschuld und zahlte phaseweise zurück.
Bis eben der große Einbruch kam und er mit all den anderen „Säulen“ unterging!

Was mich trotzdem etwas positiv für Samstsg stimmt, sind die Erkenntnisse aus dem Spiel gg Sandhause, indem unser Team wirklich eine bärenstarke Moral zeigte und sich von dem derben Ausgleichs-Rückschlag kurz vor dem Abpfiff nicht einschüchtern ließ und weiter mutig nach vorne spielte!
Der absolute Wille, dieses Spiel unbedingt für sich zu entscheiden, war zu sehen in der Mannschaft!

Dabei hat auch geholfen, dass alle Einwechselspieler mit richtig viel Biss und fast schon Aggressivität (Kaufmann!) den Laden nochmal ordentlich aufrüttelten!
Das Ergänzungsspieler wie Jatta, Reis und Kaufman nochmal für soviel Feuer im Spiel sorgen können, war in den letzten Jahren nicht häufig so!
Erinnere mich da an Einwechslungen von Wood oder Hinterseer, die schon beim aufs Spielfeld laufen signalisierten, ‚ich hab eigentlich kein Bock mehr, mir noch den Ar… für euch aufzureißen!‘

Die Körpersprache auf dem Feld sagt schon vieles aus!
Ähnliche gute Körpersprache und Austrahlung einer siegeswilligen Mannschaft hat schon manch anderes Team erschrocken!

Nur, wenn man den Glauben in seine Fähigkeiten nicht hat, wenn man nicht genau weiß, was können wir oder wo stehen wir als Team eigentlich, dann bleibt meist nur deutlich auf dem Feld die Grundtugenden des Fußballs hervorzubringen: Einsatz, Wille, Kampf- und Laufbereitschaft!

Wenn diese Attribute gegen Werder nicht deutlich erkennbar sein werden und man der Taktik wieder mehr Aufmerksamkeit schenken wird, als dem typischen Derbykampf, dann wird es ähnlich wie im Stadtderby auch an der Weser nichts zu holen sein!

Last edited 2 Monate zuvor by Meaty
Tatortreiniger
2 Monate zuvor
TobeyObey
2 Monate zuvor

Solange wir uns nur, um die Chancenverwertung Sorgen machen müssen und nicht wie in den Jahren zuvor, das diese Chancen erstmal erspielt werden müssen oder ein Hinterseer/Wood/Lasogga/Niemand im 16er steht, ist doch noch alles drin.

Bubu
2 Monate zuvor

Gooood moooorniing @ all,

„der HSV ist eine „gestandene“ Zweitliga – Mannschaft und ist gereift“ Natürlich Herr Anfang, so was von! Gestanden und gereift! In den letzten drei Jahren im Wechsel der Kader und Trainer – das ist schon etwas….. gewachsen! 😉

Einstimmung von Augenblitzer – Walter; „Wir wissen, es wird ein gei – les Spiel!“ 

Fehlt nur noch „Das Derby …macht was mit mir!“ 🙂

Na, denn, Leinen los! Man hat ja nun gelernt aus den verlorenen Stadtderby – Demütigungen und nun weiß, wie so ein Derby funktioniert! Wow, endlich!

The same procedere as every Derby – Time, großes Posaunen vor diesen Spielen, immer Phrasen – Gedresche, „welches Schweinderl hätten sie denn gern?“ Hinterher meist bedröppelte Gesichter.

Mit Werder auf Augenhöhe, klar Herr Walter, hoffentlich ohne ominöse Papierkugel!

Woher kommt mir das jetzt mit der „Augenhöhe“ gleich wieder bekannt vor? Egal… 😉

Pünktlich erscheinen vor jedem hochgepushten Derby irgendwelche Gespenster, sei es in Form eines Ex- Super – Bundesliga –Stürmers. Grüße gehen raus an den TUS Dassendorf!
Chancen – Harnik, meine Güte!

Oder diesem verkannt – lauffaulem Torwart – Titan – Machine – Wrestler, der dauerhaft durch seine Großmäuligkeit und Unsportlichkeiten „Scheiß HSV“ , Kungfu – Tritt gegen Ivica – aufzufallen wusste. Aktuell: „Der HSV wird bluten müssen!“

Vom abgefeierten Deichstuben – Hunt mal ganz zu schweigen…!

Derbytime = Pressetime! Rumgeier in der Vergangenheit, man muss ja irgendwie Adrenalin erzeugen.

Richtig Scholle, die Wahrheit liegt auf dem Grün! Dort wird sich dann entscheiden wer die besseren Anläufer, Abschließer und Büchsenöffner hat – oder einfach cool bleibt.
Egal wo der Puls dann hängt!

Vielleicht sollte man es einfach so machen, wie dieser Wiese es seinerzeit propagierte!

Geht den Grünen von der ersten Minute an deftig auf den Sack, dann ist ganz schnell Ruhe in der verbotenen Stadt!

Hoffen darf man, ein Sieg für´s Selbstvertrauen wäre nicht unwichtig, egal wer nun der Favorit sein mag… oder sein möchte!

Druck … erzeugt eben Gegendruck!

Bleibt alle gesund…!

Last edited 2 Monate zuvor by Bubu
muckomat_34
2 Monate zuvor

Na dann.
Es ist aber wichtig wer gewonnen hat.

profikommentator
2 Monate zuvor

Also Perlen wie „Die Ärzte gehen von einer mehrwöchigen Pause aus, während auf. Remer Seite“ findet solche Perlen. Kopier den Blog doch da mal rein vorm Posten 😉

Davon ab warte ich jetzt einfach auf Samstag und wünsche allen ein schönes Derby. Auch, wenn Tom Wunderkeeper Mickel fehlt, ist noch nichts verloren 😉

Sen Rossi
2 Monate zuvor

Wenn man hier jetzt Duksch und seine Laufleistung anführt, dann sehe ich Martin Harniks Theorie (und er sollte es als gestandener Bundesliga-Stürmer ja eigentlich wissen) aber eher bestätigt. Denn was bei ihm gerne vergessen wird, ist, dass er in der letzten Saison in der zweiten Liga auch der Stürmer mit den meisten vergebene Großchancen war. Meine Frau und mein jüngerer Sohn halten es eher mit den 96ern als mit dem HSV und die haben sich so manches mal die Haare gerauft. Vielleicht hatte der gute Marvin ja ja einfach auch immer zu viel Puls?! 😉

Buffy
2 Monate zuvor

Wie wir alle wissen, konnte man bei Janiks Tippspiel zeitweilig seinen Tipp verändern, während die Spiele liefen. Ich kann mich nicht erinnern, ob ich davon jemals
Gebrauch gemacht habe, aber den Athrosamin-Gutschein würde ich freiwillig zurückgeben (sollte ich ihn jemals gewinnen). Legendenbetreuer sieht das hoffentlich ähnlich. Ich schlage vor, das Ding bei Null neu zu starten.
Kann Janik vielleicht nochmal ein Tutorial reinstellen, wie das Spiel funktioniert? Dagegen war die Puzzelei bei Spottprophets ja ein Selbstgänger…

Rautenhopper
2 Monate zuvor

Die Platzierungen sind egal das letzte spiel ist egal was zählt ist Samstag 20:30. Egal ob jung oder alt ob technisch begabt oder schwach in diesen 90 min gilt nur leidenschaft und mentalität vollen einsatz für den derbysieg.

Scorpion
2 Monate zuvor

Para-Kanutin Edina Müller?

bahrenfelder
2 Monate zuvor

„Es ist eine gestandene zweit Ligamannschaft“
Danke Markus Anfang, dafür bekommst du eine Klatsche von einem 1:3 für den HSV. Das hast du dir damit auch verdient.

Micky
2 Monate zuvor

Dann muss Harnik ja ständig Puls 280 vor dem Tor gehabt haben, als er hier gespielt hat. 🤪
Ja, der HSV ist schon sehr aufregend.
Nur der HSV !
Werder hat den Druck und wir die Torschützen im Gepäck. So soll es sein.
Die Karten sind neu gemischt.
Alles wird gut

Hüpf !

Frank Müller
2 Monate zuvor

dass wir in Brehm etwas holen , ist unwahrscheinlich.
warum?
es wiederholt sich, dass das spiel beginnt und wir NIE mit dampft auf´m platz stehen.
…….NIE !
Brehm hatte schwierigkeiten, landet 2 transfer-volltreffer UND IST SOFORT VOLL DA:
liegt es daran, dass es beim HSV KEINE EINZIGE PERSON mit positiver ausstrahlung gibt?
der Boldt sitzt da oben, guckt, ob es jemand für ihn richtet und wirkt als ob er zahnschmerzen hätte.

horst schlau
2 Monate zuvor

Noch mal zum Tippspiel, kann man noch ein Spiele doppelt voten ???

War doch mal so angedacht – oder ???

Lars K
2 Monate zuvor

Ob wir Aaron Hunt nur für dieses eine Spiel verpflichten sollten? Nur für dieses Spiel und dann wieder Tschüss? das muss doch vertraglich zu machen sein. Boldt, übernehmen Sie.

Blogfan
2 Monate zuvor

muss man eigentlich immer nur mit 1 Spitze spielen ?? Jeder der diese Position
spielt ( ausser bei den Bayern oder beim BVB ) läuft sich ab der 60. Min. wund.

Warum also nicht mal 2 Spitzen auf die Wiese schicken ( leicht versetzt ).
Glatzel / Meissner….Glatzel/ Kaufmann….Wintzheimer/Meissner…..
Kaufmann/Meissner….Wintzheimer/ Kaufmann…

Mal Mut zeigen mit Powerfussball….HH wusste schon am Ende der letzten Saison
was auf der Wiese passieren muss.
Lasst die Jungs sich doch mal zeigen…und nicht immer dieses 08/15 da vorne.
100 Pässe ( davon 20x quer in der eigenen Abwehrreihe inkl. TW ) bis zum gegnerischen 16er und dann 40 Meter zurück, das ist doch Lahmarschfussball.
Jede Abwehr hat sich nach 10 Min. auf diese Art Fussball eingestellt, bzw. weiß es
schon vor dem Anpfiff.
Für mich zeigt z.Z. Köln ein gutes Powerspiel und die haben nun wirklich keine
Überfussballer in den Reihen…nein, das muss man den Jungs vorgeben und einfordern
in jedem Training.

Das jetzige „Kreisläuferspiel“ beim HSV wird nicht mehr lange gut gehen !!!