Es geht nur über Vollgasfußball – aber ist der noch drin?

von | 30.03.22 | 179 Kommentare

Der HSV hat in den letzten Wochen abgebaut. Ergebnistechnisch ist man vier Spiele in Folge sieglos, hat davon nicht nur zwei Spiele verloren, vorerst auch den Anschluss an die Aufstiegsränge. Zuletzt schaffte das Team von HSV-Trainer Tim Walter auffällig oft nur noch eine gute Halbzeit – und eine schwache. So auch beim 0:5 zur Halbzeit gegen Viborg, das die Mannschaft in der zweiten Hälfte in ein 4:5 verwandelte. Und Walter war alles andere als begeistert von der Leistung der vorwiegend zweiten Reihe gegen Viborg. „Da geht es vor allem um Intensität, Energie und Bereitschaft. Die haben nicht alle auf den Platz gebracht. Das muss man sagen. Es ist ja nicht so, dass es Spieler gibt, die da generell nicht mitziehen. Aber vereinzelt denken manche, es ginge auch mal mit halber Kraft. Ich habe gedacht, dass wir schon weiter sind, weil wir das auch schon auf den Platz gebracht hatten. Jetzt wird mal wieder nur mit halber Kraft investiert, wir brauchen aber die volle Energie.“

Die Frage, die sich hier stellt, ist: Hat die Mannschaft noch die 100 Prozent drin, die sowohl Walter als auch Kapitän Sebastian Schonlau (heute in der SportBild) einfordern und die sie als Basis für ihr eigenes Spiel bezeichnen?

Ich hatte zu Saisonbeginn meine Probleme mit dem Walter-Spiel wiederholt betont. Dabei ging es mir vor allem darum, dass die Mannschaft immer einen extrem hohen Aufwand betreiben muss, um den Gegner zu dominieren. Auch, weil man bei der extrem offensiv ausgelegten Spielweise Walters defensiv zu offen stand. Erst ein paar schwerwiegende Ausfälle brachten Walter dazu, sein System ein wenig nachzujustieren – und damit den Erfolg. Zumindest zwischenzeitlich bis zum 1:1 in Sandhausen. Auffällig in diesem Spiel war die schwache Laufbereitschaft des HSV, der als zweitlaufstärkstes Team der Liga (nach Heidenheim) mit mehr als 118 Kilometern pro Spiel nur auf 113 Kilometer kam. Ebenfalls auffällig: Es fehlen aktuell offensiv die Impulse, die Ideen – womit wir beim Thema Sonny Kittel, David Kinsombi, Ludovit Reis angekommen wären. Vor allem die beiden erstgenannten Spieler schwächeln aktuell.

Aber auch hier gilt: Je mehr Bereitschaft sie und ihre Kollegen auf den Platz transportieren können, desto mehr Aktionen werden sie haben. Und damit meine ich ganz bewusst keinen Aktionismus, keine blinden Monster-Laufwege.  Ich meine einfach die grundsätzliche Bereitschaft, das zwingend laufintensive Walter-Spiel umzusetzen. Denn dann ergeben sich Räume und Möglichkeiten, die zuletzt gefehlt haben. „Natürlich können sich die Gegner auf uns einstellen. Aber wenn wir diese Intensität wieder auf den Platz kriegen und zu 100 Prozent in unserer Spiel-Idee sind, werden wir Vorteile haben. Wir entscheiden auf dem Platz, was geschieht. Das ist unser Anspruch. Das wollen wir in jedem Spiel vermitteln“, sagt Kapitän Schonlau heute in der SportBild. Und er hat Recht damit.

Laufwege nehmen ab, Punkte schwinden – macht es wie Olic!

Ich erinnere mich n solchen Situationen immer wieder an einen alten HSV-Angreifer, der insbesondere über den Einsatz kam: Ivica Olic. Der ehemalige Topstürmer hatte mir mal in einem Interview über seine oft recht unkonventionelle, aber eben auch sehr erfolgreiche Spielweise gesagt: „Bei mir sieht es nicht so elegant aus wie bei dem einen oder anderen Topstürmer. Ich habe vielleicht nicht das Talent – aber ich habe den Willen, immer so viel mehr zu machen und zu laufen, dass ich am Ende mindestens genauso viele gute Aktionen wie sie habe.“ Mit anderen Worten: Er hatte zweifellos die schwächere Quote als andere Stürmer – aber weil er eben so viel mehr Aktionen hatte, war er trotzdem oft erfolgreicher als die vom Talent her deutlich besseren Stürmer.

Aber zurück zum HSV von heute – kann der das Tempo und die Intensität noch aufbringen, die das Walter-Spiel benötigt? Zuletzt ging es von der Laufbereitschaft bergab. Gegen Werder (2:3) waren es 119,99 Kilometer, gegen Nürnberg „nur“ noch 118,26 Kilometer, und gegen Düsseldorf waren es zuletzt 116,55 Kilometer Gesamtlaufleistung. Und angesichts der Walters Reaktion: Er gab seiner Mannschaft zuletzt dreieinhalb Tage trainingsfrei. Kräfte auftanken statt Wiederholungen – angesichts des schmalen Kaders eine erklärbare Vorgehensweise. Und angesichts der Möglichkeiten, die die Analyseabteilungen der Bundesligisten heute haben, sollte man davon ausgehen, dass der Hinweis aus dieser Richtung kam. Zumindest hoffe ich das. Denn im Gegensatz zu den van Marwijks seinerzeit sehe ich in Tim Walter einen extrem engagierten, ebenso fleißigen wie motivierten HSV-Trainer, der nicht seine Heimatbesuche an erster Stelle stehen hat.

Die Ergebnisse gegen Paderborn und danach unter der Woche im Nachholspiel gegen Erzgebirge Aue werden zeigen, ob der Trainer Recht hatte und ob seine Maßnahmen gegriffen haben. Personell dürfte er bis Sonnabend wieder halbwegs aus dem Vollen schöpfen können, nachdem sich die Torhüter Daniel Heuer Fernandes und Tom Mickel nach überstandener Corona-Erkrankungen ebenso wie heute Ludovit Reis und Miro Muheim nach überstandener Muskelprobleme gesund zurückgemeldet und wieder mit der Mannschaft mittrainiert haben. Und ich hoffe, dass mit der Rückkehr vom zuletzt gelbgesperrten (und gegen Viborg zunächst mit untergegangenen) Jonas Meffert, den ich weiterhin für den wichtigsten Spieler im aktuellen HSV-Konstrukt erachte, wieder etwas mehr Ordnung ins HSV-Spiel kommt.

Der HSV hat alle seine Auszeiten bereits genommen

Aber zur möglichen Startelf werde ich mich morgen an dieser Stelle noch einmal explizit äußern, denn gerade in den Momenten, wo körperlich etwas abgebaut wird und vielleicht nicht mehr regelmäßig die extremen Laufwege gegangen werden können, wird eine stabile Grundordnung zum entscheidenden Faktor. Das und natürlich individuelle Qualitäten wie die der vermeintlichen Unterschiedspieler. Auf HSV-Seite zählt ein Sonny Kittel zu eben dieser Kategorie, wie auch Schonlau heute noch mal deutlich sagte: „Sonny ist extrem wichtig für unser Spiel. Er ist ein Unterschied-Spieler. Wir und Sonny müssen alles dafür tun, dass er wieder mehr am Spiel teilnehmen kann. Wir sind zuständig dafür, dass wir Sonny mehr mit Bällen füttern. Keiner zweifelt in irgendeiner Weise an Sonny.“

Theoretisch ist der HSV also bestens vorberietet. Es geht nur noch über Vollgasfußball. Und alle Spieler, die die Tabelle kennen und etwas rechnen können, wissen, dass es keine Millisekunde Pause mehr geben darf. Denn dieser HSV hat bereits alle seine Auszeiten genommen – und zumeist vergeudet.

In diesem Sinne, bis morgen. 

Scholle

Und dann noch eine Meldung vom HSV:

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Alex
6 Monate zuvor

So, Herrschaften! Schon mal was von Superkompensation gehört? Natürlich nicht! Superkompensation ist ein Begriff aus der Trainingslehre und beschreibt ein Modell von Anpassungsprozessen bei unterschiedlichen Trainingsbelastungen. Nicht zu verwechseln mit Überkompensation, was man ja von Zwangsneurotikern und Helikopter-Eltern kennt.
 
Und genau dieses hochwissenschaftliche Instrument (Ich liebe den Geruch von Superkompensation am Morgen 🤭) hat Welttrainer Tim Walter nun als Wundermittel eingesetzt, um das letzte Aufgebot der schwächelnden HSV-Profis auf die Endphase der vierten Zweitligasaison vorzubereiten – eine geradezu unmenschliche Herausforderung von sechs Spielen in drei Wochen inkl. einer unzumutbaren Doppelbelastung von zwei (das ist einer mehr als einer) Wettbewerben. Wieviel kann ein HSV-„Star“ noch ertragen, frage ich euch?

Sechs Spiele in 21 Tagen warten auf die Hamburger. So ein straffes Programm hatte die Mannschaft in dieser Saison noch nicht. Sportlich geht es dabei um nicht weniger als alles. Aufstiegskampf. Dazu die historische Chance auf das erste DFB-Pokalfinale seit 35 Jahren. Es steht viel auf dem Spiel für den HSV. Auch die Zukunft von Spielern und Verantwortlichen. Und die große Frage lautet: Sind die Spieler jetzt am höchsten Punkt ihrer Leistungsfähigkeit, um den Stresstest erfolgreich zu bestehen? In den kommenden drei Wochen wird sich zeigen, ob die Strategie des HSV mit dem kleinsten Kader der Liga aufgeht und die Mannschaft nicht nur intakt, sondern auch körperlich und mental in der Lage ist, wieder den Fußball zu spielen, den der Trainer erwartet. „Wir brauchen volle, volle, volle Energie“, sagte Walter nach dem 4:5 am vergangenen Donnerstag gegen den dänischen Erstligisten Viborg FF, als der HSV zur Pause 0:5 zurücklag und in der ersten Halbzeit vor allem eines war: leer, leer, leer. Walter setzt in dieser Woche daher auf ein dosiertes Trainingsprogramm. Nach dem Modell der Superkompensation nutzte der Coach die Länderspielpause, um für das Restprogramm noch einmal entscheidende Trainingsreize zu setzen.

Quelle: https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article234949527/das-ist-walters-plan-fuer-den-stresstest-hsv-news-kader-zweite-liga-tim-walter.html

Es war nicht zu überhören, mit welcher Inbrunst und Überzeugung Cheftrainer Tim Walter diesen Mumpitz in die Mikrofone der verblüfften Journalisten hustete, was zumindest beim Kollegen Babak Milani für eine längerer Auszeit bis zu seiner nächsten Frage sorgte, weil er sich das Grinsen kaum verkneifen konnte, während Kollege Henrik Jacobs angestrengt versuchte, sich zu erinnern, in welcher Vorlesung beim Studium der Sportwissenschaft dieses Thema bloß drankam.

Und während nun erstmal alle recherchieren müssen, was es mit diesem Superdingens auf sich hat, möche ich schon mal vorab darauf hinweisen, dass dieses Modell, das Tim Walter vor langer Zeit im Zuge der Ausbildung zum Fußball-Lehrer beigebracht wurde, mindestens genauso alt ist, wie der User „Horst Schlau“ mir immer unterstellen möchte, dass ich es bin und seit vielen Jahren in der Trainingslehre eher kritisch gesehen wird.

Auszüge aus Wikipedia, die ihr auch gleich lesen werdet:

Im Laufe der Zeit wurde die Glykogen-Superkompensation mit der menschlichen Leistungsfähigkeit gleichgestellt. Dies ist aber schlichtweg falsch. Eine unmittelbare Umsetzung in einen Trainingsplan ist aus den genannten Gründen nicht möglich. Vielmehr müssen die genannten Parameter wie Intensität, Belastungsdauer, Pausenlänge, Zyklisierung des Trainings usw. von erfahrenen Trainern in Zusammenarbeit mit dem Athleten festgelegt, überwacht und entsprechend angepasst werden.

 
Und an anderer Stelle heißt es:

Und genau da liegt die Schwäche des Superkompensationsmodells. Denn es ist extrem schwer, beziehungsweise gar nicht möglich, zu bestimmen, wann genau dieser Zeitpunkt ist oder sein wird. Zudem ist dieser Zeitpunkt, wie oben dargestellt, bei verschiedenen Organen und Körpersystemen unterschiedlich. Wie lange die optimale Pause oder Regeneration sein soll, ist demnach kaum exakt zu bestimmen. Hier stößt das Superkompensationsmodell hinsichtlich der Praktikabilität und des Nutzens, beispielsweise für den eigenen Trainingsplan, an seine Grenzen.

Quelle: https://www.akademie-sport-gesundheit.de/lexikon/superkompensation.html

Und ausgerechnet so ein hochkomplexes, schwer kontrollierbares Instrument will Onkel Walter bei den sensiblen und doppelbelasteten Teilzeitprofis vom HSV nun einsetzen? Es tut mir leid, bei allem Respekt vor einem ausgebildeten Fußball-Lehrer, der sich in erster Linie als entrückter und agendagetriebener Übungsleiter herausgestellt hat, aber diesbezüglich fehlt mir allein der Glaube, dass der Mann überhaupt weiß, was er tut.

Und bevor sich die Community in den üblichen Shitstorm der Entrüstung begibt, gebe ich zu bedenken, dass die ganz erheblichen Leistungsdellen dieser Saison ja durchaus auch mit der bisherigen Gestaltung des Trainings zu tun haben könnten, nicht wahr? Stattdessen könnte man hier auch in eine seriöse Diskussion zu diesem Thema einsteigen, eure Entscheidung.
 

Last edited 6 Monate zuvor by Alex
Darmzotte
6 Monate zuvor

Scholle, du hast ja neulich nochmal bei deinen Antworten an Jürgen Linnenbrügger erklärt, wie oft du Trainingsgast beim HSV bist.

Hast du denn den Eindruck, dass die Intensität des Trainings beim HSV zu den Erkenntnissen, die du oben in Bezug auf den geforderten Vollgasfussball aufstellst, passt?

Der Aufstieg ist ja trotz der zuletzt erfolgten Rückschläge immer noch nicht außer Reichweite.

Wenn ich sehe, wie die zwei Wochen Pause jetzt wieder ungenutzt verstrichen sind, frage ich mich, ob der HSV einmal überhaupt aufsteigen will und außerdem, wie man ernsthaft noch davon reden kann, der HSV solle jetzt Vollgas geben.

Du verweist sehr richtig auf die Tatsache, dass die Art wie Walter Fussball spielen lässt, sehr intensiv ist und daher einen hohen Grad an Fitness erfordert. Warum wird dann nicht dementsprechend trainiert?

Du hast die Zahlen oben eben selber aufgeführt. Wie kann es sein, dass Walter seinen eigenen Fussball boykottiert, indem er diesen Müßiggang nicht nur toleriert, sondern offenbar propagiert?

Last edited 6 Monate zuvor by Darmzotte
Flotti McFlott
6 Monate zuvor

Ich muss jetzt nochmal auf die Rohr-Verlängerung (gnihihihi🤭 sorry @Raibi) zurückkommen. Soll das ein verdammter Witz sein?

Wenn Mutzel tatsächlich davon sprach, dass die Entwicklung des „Youngsters“ (26) noch lange nicht abgeschlossen ist, steht es fest: der Mann ist entweder strohdoof, oder ein genialer Satiriker…🤦🏾‍♂️

Meaty
6 Monate zuvor

„Bass Jansen“ und seine ‚Marrionette Wüstefeld‘ haben die Namensrechte des Volksparkstadions verkauft!
Auch mit dem neuen Hauptsponsor ‚HanseMerkur‘ machen die Verantwortlichen im ruhigen Hintergrund einen guten Job!

Die Hetzergemeinde muss also nicht mehr andauernd fragen,
was genau die Verantwortlichen denn so machen!

Spinoza
6 Monate zuvor

Erst ein paar schwerwiegende Ausfälle brachten Walter dazu, sein System ein wenig nachzujustieren – und damit den Erfolg. Zumindest zwischenzeitlich bis zum 1:1 in Sandhausen. Auffällig in diesem Spiel war die schwache Laufbereitschaft des HSV, der als zweitlaufstärkstes Team der Liga (nach Heidenheim) mit mehr als 118 Kilometern pro Spiel nur auf 113 Kilometer kam.

Zuletzt ging es von der Laufbereitschaft bergab. Gegen Werder (2:3) waren es 119,99 Kilometer, gegen Nürnberg „nur“ noch 118,26 Kilometer, und gegen Düsseldorf waren es zuletzt 116,55 Kilometer Gesamtlaufleistung.

Diese Beschreibung überzeugt mich leider nicht, denn wenn man sich die Zahlen näher anschaut sieht es schnell anders aus. Richtig ist dass der HSV im Durchschnitt die zweit meisten Kilometer pro Spiel läuft (laut Bundesliga 2 Webseite sind es 117,85 km/Spiel). Nun wird hier aber die These aufgestellt dass der HSV durch weniger gelaufene Kilometer, schlechter spielt und somit schlechtere Resultate einfährt. Dafür werden die letzten vier Spiele als Beispiel genommen und folgendes kommt heraus.

  • Sandhausen 113,7 km
  • Bremen 120 km
  • Nürnberg 118,3 km
  • Düsseldorf 116,55 km

Und wenn man sich diese Zahlen alleine anscheint, könnte man überzeugt sein. Die Hamburger Spieler laufen nicht mehr genug. Entweder sind sie müde oder sie haben ihre Laufbereitschaft verloren.

Nun ist man aber in zwei der vier Spiele immer noch mehr gelaufen als im Durchschnitt über die Saison hinweg und somit mehr als 16 andere Mannschaften der Liga. Und diese zwei Spiele waren gegen Nürnberg und Bremen, wo man sogar verloren hat, während die Spiele in Sandhausen und Düsseldorf zumindest Unentschieden ausgingen (auch der Net xG war in diesen beiden Spielen besser). Und wenn man sich die gelaufenen Kilometer in den Spielen vor Sandhausen anschaut, lässt sich auch keine wirkliche Korrelation erkennen. In Darmstadt ist man z.B. auch nur 113,7 km gelaufen und da hat man 5:0 gewonnen (Net xG=1,49). Davor gegen St. Pauli waren es 120 km (Net xG=0,64). Und wenn man das ganze dann noch statistisch berechnen will und den Net xG mit gelaufenen Kilometern über die gesamte Saison vergleicht, lässt sich keine signifikante Korrelation erkennen. Dazu kann man sich auch noch den gleitenden Durchschnitt über 5 Spiele anschauen, der nach dem Spiel gegen Darmstadt sogar leicht angestiegen ist.

An den zu wenig gelaufenen Kilometern liegt es also wohl eher nicht. Vielmehr ist es so das Uneffizienz bei der Chancenverwertung dazu führt dass mehr Aufwand betrieben werden muss, um doch noch seine Tore zu machen. Und diese Korrelation lässt sich sogar zeigen. Wenn das Ergebnis schlechter ist als die xG-Werte es andeuten, dann ist man in der Regel auch mehr gelaufen. Das heißt nicht man sollte weniger oder mehr laufen, sondern effizienter spielen damit man auch weniger laufen kann.

Last edited 6 Monate zuvor by Spinoza
Kuddel
6 Monate zuvor

Kühne kauft wieder die Namensrechte (Volksparkstadion) …… super !!!
.
Nur, wie kann das sein, wo sich Kühne doch vom HSV abgewandt hat….. 😉

Last edited 6 Monate zuvor by Kuddel
Polkateddy
6 Monate zuvor

Tatsächlich ist auch für mich die Kernfrage, ob die Mannschaft überhaupt noch einmal an die Leistungsgrenze gehen kann. Ich persönlich halte das nicht für möglich und erwarte folgerichtig einen restlichen Punkþeschnitt von ~1.
Man kann, mal wieder, die Verunsicherung und fehlende Motivation, Ausdauer und geistige Schnelligkeit quasi fühlen. Und dann gegen Teams, die gegen uns um ihr Überleben kämpfen, weil sie wissen dass exakt das der Schlüssel ist. N büschn Räume eng machen und gelegentlich zum Pseudoangriff übergehen, das reicht. Alles wie ìmmer, auch die Laberei.

Optimist
6 Monate zuvor

Mit der Verlängerung auch von Krahn wieder was richtig gemacht

Felix Frosch
6 Monate zuvor

Ein Faktor kommt hier bei der Diskussion um das letzte Spiel und die aktuelle Trainingssituation gar nicht vor:

Klar, die langen Trainingspausen (in denen die Spieler hoffentlich nicht auf
der Couch sitzen) sind schon ungewöhnlich. Aber ich spekuliere mal, dass da
ganz andere Probleme seitens der Sportmedizin aufgezeigt wurden.

Ein relevanter Teil des Teams hatte in den letzten Wochen eine COVID-19-Erkrankung. Olaf Ringelband hat zur Leistungsfähigkeit nach Coronainfektionen anständige Daten gezeigt, die ihr bestimmt hier auch gelesen habt. Die Quintessenz ist – und ja, ich kenne mich damit beruflich ganz gut aus: über den Daumen gepeilt 30% der ambitionierten Sportler haben eine deutliche und z. T. in der VO2max / VO2AT messbare Leistungsminderung nach Corona, egal, ob sie keine, leichte oder viele Symptome hatten. Das dauert häufig um die 3 Monate, bis sie wieder ihre Leistungsgrenze erreichen können. Individuell ist das sehr verschieden.

Ihr werdet jetzt zu Recht einwenden, dass die Fortuna das Corona-Problem auch hatte 😉 Wollte diesen Aspekt aber nicht unter den Tisch fallen lassen.

Kosinus
6 Monate zuvor

Ein Hoch auf Wüstefeld, der schon einiges bewegt hat. Kühne gefällt’s offenbar, 3 Mio. € im Jahr haben oder nicht haben.

#Vereint2025

horst schlau
6 Monate zuvor

Also kann jetzt nur Vollgas – Fussball angesagt sein !!!

Nach dem Motto – wir haben keine Chance mehr, also nutzen wir sie !!!

Es sei den, man will ………. 🤔🤔🤔🤔

Gruß

Rautenhopper
6 Monate zuvor

Moin Scholle,

Es ist zwar der Blog und nicht der Communitytalk, aber zu diesem Blogbeitrag stellt sich doch die Frage: drehen wir uns nicht im Kreis?

Diese Woche hatten wir schon das Thema mit dem zweiten Anzug. In dem gelungenen Beitrag ging es auch um das Spielsystem und ob wir die geeigneten Spieler für das System 4-3-3 heute ist das Thema Vollgas-Fussball. Am Ende landen wir immer beim System, welches die Mannschaft spielt bzw. Spielen muss. Ich will jetzt überhaupt nicht das Thema „trainerentlassung“ focieren. Aber ich finde einfach ein Trainer muss auf solche Faktoren reagieren und zum einten das System wählen, welches zum Team passt und wenn man merkt, dass das System vielleicht zu viel Körner frisst, muss doch der Trainer hingehen und das System hinterfragen und Anpassungen machen.

Walter hat aufgrund personeller Änderungen das System angepasst und es wurde deutlich besser. Aber es mag jetzt vielleicht hart klingen, aber Walter ist einfach zu stur bzw. so von seinem System überzeugt, dass er der festen Meinung ist, dass das System früher oder später zum Erfolg führt. Aber aktuell muss man leider sagen im Thema Entwicklung machen wir Rückschritte. Es ist ein bewehrtes Mittel mal ein paar Tage freizugeben, aber die Mannschaft wirkte schon zum Ende der Hinrunde k.o und nach der Länderspielpause haben wir gleich zwei englische Wochen und bis mitte Mai keine Pause mehr. Besser gesagt was bringt uns der schnellste Rennwagen, wenn der Motor kurz vor dem Ziel den Geist aufgibt. Wenn das Spielsystem wirklich zu anstrengend ist für eine komplette Saison muss man das mit Walter besprechen und wenn er nicht hören will… naja dann muss man sich auch hinterfragen, ob das eine Zukunft hat.

Ich persönlich denke nicht das es zwingend an der Kondition liegt, weil meistens wurde die erste Halbzeit verpennt und dann gab es eine Steigerung. Aber auch hier wenn ich dort die Fehler sehe und trotzdem wird dieses System gespielt frage ich mich schon ist es nicht besser einfacher zu spielen und dadurch wieder Selbstvertrauen zu tanken.

Noch ein Wort zur Verlängerung von Maxi Rohr. Ich bin gespannt wie der HSV mit ihm plant. Aber aktuell kann ich die Vertragsverlängerung nicht ganz verstehen. Viel sehen in ihm eine günstige Lösung. Wenn ich den aktuellen Kader ansehe, haben wir aktuelle auf seinen Positionen, Spieler, die eine bessere Qualität haben als er. Für mich käme er so oder so nur als Ergänzungsspieler in Frage, aber auch dort haben wir polyvalente Spieler, welche die Positionen besetzen können. Ausserdem haben wir noch einige Talente, denen wir die Spielzeit lieber geben sollten. Rohr ist sicherlich kein Topverdiener aber auch das Geld hätte man vielleicht auch in neue Spieler investieren können.

RummsBumms
6 Monate zuvor

„womit wir beim Thema Sonny Kittel, David Kinsombi, Ludovit Reis angekommen wären. Vor allem die beiden erstgenannten Spieler schwächeln aktuell“…..

Kinsombi schwächelt „aktuell“?
Ernsthaft? Das bedeutet, er hat schon Zeiten ohne Schwächeln gehabt? Interessant…..sehr interessant.

Chapeau Scholle…..du bist ja ein richtiger „Witzboldt“.

Bubu
6 Monate zuvor

Good morning @ all.

♫♪♫♪Alle Jahre wieder, baut der HSV zum Saisonende ab ♪♫♪♫ – nichts Neues?!
Dazu kommen in ausstehender und abzuwartender Endabrechnung noch ein Dutzend Unentschieden, Spiele, in denen es oftmals knapper als knapp war, oder man sich gerne noch einen einfing – am Ende. Da fehlen schon ein paar Zähler, aber die Tabelle ist laut Walter ja nicht so wichtig.

Medial spricht man von einem Hamburger – Phänomen, das sich beim HSV just jeden Frühling wiederholt! Schon unter Daniel Thioune dachte man ja laut „man wäre weiter“, gefestigter und natürlich – wie vor ein paar Wochen noch strahlend verkündet – REIFER!
Man redete nicht nur, man machte….und so.

War doch – eigentlich – abzusehen, das am Ende das walter´sche System mehr Körner fordern wird, gerade auch dann, wenn Aufwand und Ertrag n i c h t stimmen. Ob man nun die „bessere Mannschaft“ hin oder her gewesen ist – am Ende stehen dann die Tabelle + Ergebnisse.

Fraglich, warum man nun wieder zu den üblichen „Durchhalteparolen“ greift, von Vollgas Fußball und 100 Prozent Einforderungen schwadroniert? ? Bitte hier mehr Zeit und Geduld.

Fehlen am Ende dann noch die „Alle Mann an Bord“ und „ Wir für euch, ihr für uns“ Plakate, keine Sorge – in ein paar Wochen ist man eh schlauer, schöner oder schlechter Reden hin oder her. Vielleicht noch ein Abschluss – Grillen hinterm Stadion, für ausgewählte Gäste… allet jut! 😉

Warum diese Unruhe auf einmal? Es ist doch alles in schönster Ordnung – soweit?! Boldt hat der Mannschaft doch den Aufstiegsmussdruck unlängst genommen, klare Ziele ausgegeben und die Zukunftsidee präsentiert, was alles noch so „kann“ und schön wäre.

Man hat sich endlich in der 2. Liga etabliert, die Rolle angenommen. Die Räder greifen ineinander, man bleibt weiterhin bei sich, auch unter sich, alles ist friedlich und total entspannt, und?!

Was gibt es Neues? Ach ja…..

…..leise rieselt draußen der Schnee….. 😉

Bleibt alle gesund….!

Last edited 6 Monate zuvor by Bubu
Gravesen
6 Monate zuvor

Wie seht ihr das Kühne wieder die Namensrechte (Volksparkstadion) bis Sommer 2023 übernommen hat?
Gut oder schlecht gemacht von Dr. Thomas Wüstefeld?

Das Geld können wir mit Sicherheit sofort gebrauchen, aber ob’s für die Zukunft gut ist?

Last edited 6 Monate zuvor by Gravesen
Paulinho
6 Monate zuvor

Machen wirs kurz, das Programm ist zu fett, das kann die aktuelle Mannschaft nicht schaffen, baut ein neues Team auf und auf geht’s 😁

Last edited 6 Monate zuvor by Paulinho
AlterSchwede
6 Monate zuvor

Nette Nachricht, dass Herr Kühne mal wieder Geld für den Namen des Volksparkstadions springen lässt und dabei den Namen nicht antastet bzw. ihn so belässt. Das ist einfach uneigennützig, kann man nicht anders sagen.

Bezüglich des Rests der Saison bin ich mir trotzdem sicher, dass wir alle sportlichen Ziele – die jetzt theoretisch noch erreicht werden können (DFB Pokal und einer der ersten 3 Tabellenplätze) – nicht erreichen werden. Leider.

Ich war über die Leistung schockiert und über das 0:5 der ersten Halbzeit im Testspiel fast schon amüsiert. Wenn es nicht so erbärmlich wäre…

Ich wäre höchst erfreut, wenn mich der HSV mit meiner Skepsis lügen strafen würde.

Spinoza
6 Monate zuvor

Ich nehme mal an dass die Laufwege auch deshalb abnehmen, weil man sich schlechter aus der eigenen Hälfte rausspielt und die eigene Hälfte ist nun mal kleiner als das gesamte Spielfeld. Es liegt letztlich beim Trainer-Team sich mit der Mannschaft im Training effektivere Lösungen anzueignen den Ball hinten rauszuspielen. Man hat in den letzten Spielen einfach viel zu viel Ball-Dominanz in der eigenen Hälfte. Und das hilft nur dem Gegner.

Boxer
6 Monate zuvor

3.5 Tage frei um Kräfte aufzutanken? Wenn man so trainiert (vielen Dank an Alex für die erschreckende Trainingsübersicht), dann kann man sein körperliches Niveau wohl kaum halten, sondern fährt es immer weiter runter. Die Folge sind bei hoher Intensität Muskelverletzungen und ansonsten erhöhte Phasen der Regeneration.

Hier wird Trainingsfrei als ein Grund angegeben um zu regenerieren. In Wirklichkeit ist es Faulheit und das körperliche Niveau sinkt immer weiter.
Gerade, die hier von Alex geschriebene Verbindung von Trainingseinheiten mit dem Testspiel zeigt doch, das hier versucht wird soviel wie möglich zeitlich unter einem Hut zu bekommen, um die maximale Zeit zum Füße hochlegen zu haben. Dass das ganze dann „Superkompensation“ genannt wird, ist nur eine weitere Floskel um die eigene Faulheit zu überdecken.

Jeder Freizeitsportler kennt es doch im geringeren Maßstab. Wird intensiver trainiert (egal ob Ausdauer oder Kraft), als man es gewohnt ist, braucht man eine längere Zeit zum regenerieren. Wenn man sich aber an das intensive Training gewöhnt, verringern sich auch die Regenrationsphasen und man gleichzeitig die Intensität erhöhen.

Deswegen ist ja eine gute Basis so wichtig. Die hat es unter Walter ja wohl gegeben, leider scheint es hier immer weiter bergab zu gehen. Dumm nur, daß man gerade jetzt die Körner braucht um das intensive Spiel von Walter weiter durchzuziehen.

Aradia
6 Monate zuvor

 👧Moin……

Ich habe da zwei Überlegungen…..

  1. Spiel gleich Training.
  2. Neue Spieler sind teurer als Vertragsverlängerungen.

Zu 1
Vielleicht holen sich die Jungs die Kondition im Spiel.
Das eigentliche Training umfasst Lockerungsübungen
und das Technische. Ob die Spieler das Technische
aufnehmen ist eine andere Sache.
Aber 2 x 45 Min. rennen mit Ball kommt ja nicht
von allein.

Zu 2
Ja und zur Vertragsverlängerung,…..
Die Spieler werden immer teurer.
Und der Verein nimmt zur Zeit nix ein.
(Pandemie-Dauer, Krieg in der Ukraine.)
Um auch diese unsichere Zeiten zu überstehen
ist es wohl wirtschaftlicher, zu verlängern und
die Probleme des suchen müssen nach
neuen Spielern , zu verschieben.
Zumal die Zahlungen gestreckt sind, denke ich.

Das aber würde bedeuten, dass der Aufstieg reiner
Zufall wäre und man dies mit einkalkuliert
wie schon die Jahre davor.
Dann wird weiter schön geredet.
Die Satire von Bubu und anderen, wird weiter
gehen. 😁

Jörg Meyer
6 Monate zuvor

Was noch schlimmer ist als die letzten Leistungen sind die Pressekonferenzen.
Was bitte soll das sein?
Müssen die gezwungenermaßen Fragen stellen?
Haben die tatsächlich keine anderen Fragen?
Das ist sowohl was den aktuellen Stand der Mannschaft angeht, als auch was jetzt auf dem Spiel steht einfach armselig.
Sie könnten sich auch alle an den Händen halten und singen, dass hätte den selben Infogehalt

Ralf Gleitsmann
6 Monate zuvor

Moin. Gerade die Karten und Hotel fürs Halbfinale am 19.04. bezahlt und lese jetzt, dass Hamburg Hotspot in Sachen Corona wird. Es wird also nicht nur in Sachen HSV alles anders gemacht in der Weltstadt Hamburg. Hätte ich das gewusst , hätte ich den ersten Besuch der schönen Stadt Hamburg seit Dezember 2019 ausfallen lassen. Da wird der beworbene Wegfall der Zugangsbeschränkungen im Volkspark bald Makulatur sein. Na gut wenn man es sich leisten kann. Schönen Abend noch.

Kosinus
6 Monate zuvor

Noch 2x schlafen, dann ist wieder MATCHDAY. Spürt ihr auch schon das kribbeln?

horst schlau
6 Monate zuvor

Morgen ihr Experten, Morgen Scholle,

nur mal eine „naive “ Frage !

Hat der Spieler Rohr ein verwandschaftliches Verhältniss zu Sportdirektor oder sonstigen Hamburg Mitarbeiter ?

Rohr ist ja bestimmt ein ganz netter Kerl, aber sonst ?? Wenn dieser das Potenzial von Heyer hätte – hat er nicht ? Also warum ?

Gruß

Frank Furt
6 Monate zuvor

Schöner Rückblich auf Ivica und sein Wirken auf dem Platz. Ich hatte ähnliche Erfahrung mal mit einem Spieler der Regionalliga. Er rannte seinerzeit auch immer wieder den Bällen hinterher ins Seitenaus. In der Kurve dachte man, warum macht er das? Als ich ihn fragte, warum er so viel Kraft in diese Läufe investiert, antwortete er mir ähnliches. „Bei zehn Chancen laufe ich neun mal umsonst. Aber wenn ich den Ball nur einmal vor der Linie bekomme, kann ich daraus eine Chance oder Vorlage entwickeln, weil Gegenspieler auch meistens schon abdrehen“.

Und nicht zu unterschätzen, das Signal an die anderen Mitspieler, sich ebenso den Allerwertesten aufzureissen. Wir könnten das beim HSV gebrauchen.

—————————–

„…Es fehlen aktuell offensiv die Impulse, die Ideen – womit wir beim Thema Sonny Kittel, David Kinsombi, Ludovit Reis angekommen wären. Vor allem die beiden erstgenannten Spieler schwächeln aktuell…“

Wann hat David Kinsombi überhaupt mal vier starke Spiele am Stück gehabt Scholle?

Lucky Luke
6 Monate zuvor

Moin..kann mir jemand erklären wie Ich mein Profil hier löschen kann ?

Negan
6 Monate zuvor

Wenn Herr Wüstefeld ehrenamtlich Arbeit, hoffe ich trotzdem, dass er das Abendessen und die Getränke mit Herrn Kühne über eine Spesenabrechnung zurück erhält. Das sollte wenigstens drin sein 😉

Frank Müller
6 Monate zuvor

….ODER EHER DER SIEGESWILLE??
zu wenig gelaufen…….haben sie (insgesamt) nicht genügend kondition?
wir wissen es nicht GENAU.
müßte man jetzt kondition bolzen?….bei DEM mammut-restprogramm?
das viele trainingsfrei war wohl kräftesteuerung.
richtig: einige infizierte wurden zu früh eingesetzt (schlecht beraten wegen
kräftemangels als folge).
naja, das hospital/ärtze wird ja grade erst gebaut.
zu wenig gelaufen stimmt. aber in bezuf auf spiel ohne ball/freilaufen.
liegt nmM am fehlenden SIEGESWILLEN…schlicht am fehlen einer führung
im team.die power fehlt, weil keiner die ärmel aufkrempelt..
deshalb ist das klein-klein in gegner´s strafraum auch zu aufwendig und uneffektiv.
ebenso uneffektiv ist der ballbesitz-fußball beim hin- u.her-geschiebe im eigenen strafraum.
ein weiter abschlag (zumindest als surprise eingestreut) wäre sinnvoll,
um mal hinter die kette zu kommen.
der HSV wird es wieder NICHT schaffen, weil…. der siegeswille ist einfach nicht da.

Micha Barbarez
6 Monate zuvor

Jetzt gerade live : digitaler Mitglieder Talk mit Marcel Jansen und Fummel , ua . Ihr könnt live Fragen stellen . Alex , Flotti , eure Chance. Sieht das jemand ? Ist jemand dabei gerade ? Recht interessant . Gutes Format