Ein Stadtderby zur rechten Zeit?

by | 10.10.22 | 112 comments

Ausgerechnet vor dem Highlight am Freitag (Anpfiff 18.30 Uhr, Millerntorstadion) ist unser Nachbar FC St. Pauli endgültig in der Krise angekommen. Nach der bitteren 1:2-Niederlage in Braunschweig stecken die Braun-Weißen in der Abstiegszone fest. Ersatzkapitän Eric Smith (25) trat dennoch die Flucht nach vorne an. Am Freitag soll ausgerechnet gegen den HSV, der beim 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern selbst zwei Punkte liegen ließ, wieder Selbstvertrauen getankt werden. „Ein Derby ist genau das, was wir im Augenblick brauchen. Es ist das beste Spiel, das man nach so einer Niederlage haben kann“, sagte der defensive Mittelfeldmann. Und ging verbal in die Offensive: „Wir werden versuchen, das Momentum auf unsere Seite zu holen.“

Mutige Worte – die auch beim HSV nach dem Schlusspfiff am Sonnabend in ähnlicher Form gewählt worden sind. Torjäger Glatzel, der die Leistung gegen den FCK ehrlich als „deutlich zu wenig“ bezeichnete, meinte hingegen: „Der Derbysieg muss her, das ist klar.“ Zwar spricht die Zweitligastatistik der letzten Jahre (4 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen) für die Braun-Weißen, die aktuelle Formkurve aber klar für die Rothosen. Und der HSV trifft zweifellos auf einen Gegner, der wohl noch nie so angeschlagen in ein Stadtduell gegangen ist wie diesmal. 

Ich war und bin kein Freund dieser vollmundigen Ankündigungen. Sie bringen effektiv nichts. Beim HSV gehen sie auch in den allermeisten Fällen schief. Umso erfreuter war ich, dass nach dem schwachen Spiel gegen den 1, FC Kaiserslautern, das trotz allem viele hier zu verteidigen versuchten, Trainer Tim Walter als „scheiße“, wie er einräumte. „Ich bin angefressen, weil wir den Sack nicht zugemacht haben, aber was uns nicht tötet, härtet uns ab.“ Auf die Frage, wie er denn dazu stünde, nach einem Drittel der Saison an der Tabellenspitze zu stehen, reagierte Walter ähnlich klar und ohne Überheblichkeit: „Da oben wollen wir auch bleiben.“

Als ich geschrieben habe, dass ich von dem HSV-Auftritt enttäuscht gewesen sei, habe ich viel Gegenwind bekommen. Ich sei nicht mehr realistisch war die höfliche Formulierung der Kritik. Und das ist auch alles nichts, was mich stört. Fan zu sein bedeutet nun mal, emotional zu sein. Gegenwind in Diskussionen machen selbige reizvoller. Als Fan muss man nicht rational sein – als Reporter sehr wohl. Zumindest immer wieder. Ich hier als Blogbetreiber gestehe mir zu, mich mitfreuen zu dürfen. Aber ich werde auch das benennen, was eben nicht funktioniert. So, wie am Sonnabend gegen Kaiserslautern gleich einiges nicht funktionierte.

Dass der FCK ein guter Gegner war, der seinen Teil dazu beitrug, dass es am Ende nicht zum HSV-Sieg Nummer sechs reichte – LOGISCH! Die Defensive der Pfälzer hatte den HSV weitgehend unter Kontrolle und musste ein mehr als unglückliches Gegentor hinnehmen. An diesem Sonnabend war für den FCK mehr drin noch als ein Unentschieden. Auch, wenn das mit Sicherheit das gerechte Ergebnis war/ist. Fakt ist aber auch, dass der HSV immer wieder dahinkommt, Probleme gegen tief stehende, gut organisierte Defensivreihen zu haben. Und das hat Gründe.

Einer davon ist, dass der HSV zwar nominell Edeltechniker im Team hat wie beispielsweise Sonny Kittel und Laszlo Benes hat, diese aber gegen den FCK nicht im Eins-gegen-Eins funktioniert haben. Das aber braucht man, um dicht gestaffelte Defensivreihen auseinanderziehen und Räume zu gewinnen. Ebenso wie Außenbahnspieler, die immer wieder in Szene gesetzt werden und den Gegner über gefährliche Flanken(läufe) bespielen. Auch das gab es gegen Lautern nicht. Bleibt die Frage: Warum nicht?

Zu wenig Ballbesitz hatte der HSV (66%) nicht. 625 Pässe (HSV) zu 296 – und trotzdem hatte der HSV bei nahezu identischer Laufleistung mit 14 Torschüssen nur zwei mehr als die Lauterer, die ihrerseits 58 Prozent aller Zweikämpfe für sich entschieden. Es waren einfach die Ideen, die gefehlt haben. Das Durchsetzungsvermögen in direkten Zweikämpfen – und aus meiner Sich vor allem das Spieltempo, das nie aufgenommen werden konnte. Auch, weil einzelne Unterschiedsspieler an diesem Abend eben keine waren.

Und damit will ich hier keine tausendfach durchgeführte Kittel-Diskussion anschieben. Es immer allein an ihm festzumachen ist eh zu einfach. Vielmehr möchte ich einfach nur festhalten, dass der HSV sein Spiel ohne das nötige Tempo, ohne die Eins-gegen-Eins-Situationen und/oder ohne funktionierende Außenbahnspieler gegen gute Mannschaften wie den FCK eben nicht so erfolgreich umsetzen kann wie zuvor noch gegen Düsseldorf und in Hannover. Dass man (hätte Kittel per Elfer getroffen) dennoch die Siegchance auf dem Silbertablett angeboten bekam – es ist wahrscheinlich dem zuvor hingelegten Lauf inklusive dem daraus resultierenden Selbstvertrauen von Kittel, Meffert, Schonlau und Co. geschuldet. Ein Umstand, der wichtig sein kann. Gerade jetzt vor dem Stadtderby, das emotional definitiv nicht nur bei den Fans eine Ausnahme zum Rest der Saison darstellt.

Wichtig aus meiner Sicht ist zudem: Passiert ist trotzdem noch nichts. Es sind elf Spieltage gespielt, der HSV hat einen Punkt Vorsprung auf Rang zwei, drei auf den Relegationsplatz und fünf auf den ersten Nichtaufstiegsplatz. Das hätte definitiv besser sein können, wenn man bedenkt, dass man zuhause schon acht Punkte in sechs Spielen liegengelassen hat. Es ist aber insgesamt immer noch gut. Und bei aller berechtigten Kritik an dem Auftritt gegen den FCK von Trainer Tim Walter (und auch hier) wird der HSV-Coach darauf intern sicherlich hinweisen. Zurecht. Zumal es sich beim Rivalen – und das vergisst man bei der Betrachtung des eigenen Teams zu oft – intern deutlich schwieriger gestaltet…

Von daher: Ein Spiel auseinanderzunehmen, das scharf zu kritisieren und nicht gut zu finden ist das eine. Pauschal nach einem einzelnen, schwachen Spiel alles in Frage zu stellen ist das andere. In diesem Sinne, heute war trainingsfrei, morgen wird wieder um 14 Uhr auf dem Platz geübt. Bis morgen!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Polkateddy
7 Monate zuvor

Die potentiellen Fragen von Ulrich Hetsch an Wüstefeld sind exakte Treffer. Ich darf das an dieser Stelle hoffentlich sagen, schließlich hat der Mann mir nichts getan. Leider hat der Fisch nicht gebissen, eine kleine Chance gab es immerhin.

Bevor jetzt einige Experten schwachsinnige Kommentare absondern, sei präventiv angefügt, dass es Menschen gibt, die kognitiv und sozial in der Lage sind in diversen Blogs zu lesen, ohne Stress zu machen. Hui!

Uwe
Uwe
7 Monate zuvor

Ich würde es sehr begrüßen, dass es endlich mal damit aufhört, dieses primitive Geschreie

Nur der HSV

Nur der HSV macht sich so lächerlich im gesamten Deutschland. Nur über den HSV lachen so viele Menschen wie es Bayernhasser gibt. Nur der HSV schafft es trotz höchstem Etat in vier Jahren nicht aufzusteigen.

Nur der HSV schafft es mit hohem finanziellen Aufwand nicht aufzusteigen.

Micky
7 Monate zuvor

Wieso eigentlich „Ausgerechnet“???
Ich würde mal sagen „endlich“. Denn ohne ihrem Burgstaller ins besonderen, Kyereh, Ziereis usw. sind sie nur noch Kanonenfutter.
Ich erwarte mal ’nen klaren Sieg mit mindestens Drei Toren Unterschied. Denn wenn Königsdörffer von der Leine gelassen wird, wird es so kommen.
Der Blinde Glatzel findet vielleicht auch mal wieder ein Korn, wenn sein Torschuss durch den StP Torwart ins eigene Tor abgelenkt wird. Und Muheim oder Reis aus der dritten oder zweiten Reihe ein Ding reindödelt. Garnicht auszudenken, wenn Herr Daffeh gut drauf ist. Ach, das sind ja schon vier Dinger mindestens.

Auf jeden Fall zu Null sag ich mal und:
NUR der HSV !

Rotkaeppchen1966
7 Monate zuvor

Schonlau und Glatzel haben sich ja schon „weit aus dem Fenster gelehnt“ und die Marschrichtung Derbysieg vorgegeben.
Dann wollen wir mal hoffen, dass das Team engagierter und vor allen Dingen wacher zu Werke als Samstag.
Das gute Punktekonto täuscht meiner Ansicht nach darüber hinweg, dass das Team bis auf wenige Ausnahmen sein zumindest von der nominellen Besetzung her zu erwartendes Potenzial noch nicht abgerufen hat.
Mit den Zugängen Dompe, Königsdörffer und Benes habe ich mehr Offensiv-Power erwartet als bisher -insbesondere im heimischen Volkspark, wo die Auftritte mit Ausnahme des Düsseldorf Spiels durchnittlich bis enttäuschend waren.
Immerhin klappt es auswärts, aber in der Nachbetrachtung gegen ein anfänglich schwächelndes Braunschweig, kriselnde Nürnberger und Bielefelder und glückliche Siege in Kiel und Hannover.
Immerhin besser diese Diskrepanz zwischen Leistung und Punktekonto als umgekehrt.
Gefühlt habe ich allerdings den Eindruck, dass insbesondere die beiden Außenverteidiger ihr Spiel verbessern müssen (Muheim ist in seinen ganzen Aktionen einfach zu fahrig und unkonzentriert, Heyer als gelernter Zentrumsspieler wäre ohne Jattas Defensivarbeit völlig überfordert) und das Mittelfeld weist zu große Lücken auf.
Ich plädiere sogar dafür, in der Winterpause noch einen klassischen 6er zu holen, der schon vor der Kette „aufräumt“. Wie wir erfahren haben, sind die Herren Benes, Kittel (die in der Tat nicht zusammen auflaufen sollten) und Meffert nicht gerade „Zweikampfmonster“.
Außerdem sollte Mikelbrencis doch dann eigentlich so weit sein, die RV Position zu übernehmen. Da schwärmt Boldt davon, dass der Junge in der 1.frz. Liga auf sich aufmerksam gemacht hat, legt eine 3/4 Mio für ihn auf den Tisch des Hauses – und für die dt 2. Liga soll es nicht reichen?
Man hat sich blenden lassen von manchen Siegesserien in den Vorjahren und so hat es am Ende dann nicht gereicht.
Bis jetzt ist die Bilanz auch saisonübergreifend hervorragend – 16 Spiele, davon 13 Siege – sehr schön.
Fakt ist aber auch, wer aufsteigen will, muss mindestens jedes 2. Spiel innerhalb einer Saison gewinnen – also Derbysieg am Freitag, Jungs.

Last edited 7 Monate zuvor by Rotkaeppchen1966
Calimero
7 Monate zuvor

Es wäre mal an der Zeit, Anssi Suhonen von der Leine zu lassen. Neben Reis für mich der Einzige, der immer 100% Einsatz zeigt.

MeinVerein2021
7 Monate zuvor

Guter Blog.

Gegen solche Mannschaften wie Lautern muss man ins 1:1, um denen den Schneid abzukaufen.
Und so wird man am Freitag auch den Kiezkickern gleich klar machen müssen, wer als Sieger vom Platz gehen wird.
Die dürfen gar keine Morgenluft wittern.

Auf geht’s.

Meaty
7 Monate zuvor

Warum sich hier einige User über einzelne Kritik am Spiel gegen Kaiserslautern so aufgregen, kann ich nicht nachvollziehen.
Wenn selbst Trainer Walter und seine Spieler ehrlich zugeben, dass das Spiel nicht gut war und man mehr hätte machen müssen, dann darf man als Fan oder neutraler Beobachter doch auch seine Sicht auf das Spiel hier deutlich äußern, oder nicht?

Scholle hat auch völlig recht, wenn er den Auftritt einer Mannschaft in einem Spiel kritisch bewertet ohne dabei die komplette Saison oder Trainer oder das ganze Gebilde im Verein in Frage zu stellen, dann ist das durchaus gerechtfertigt!
Wenn sich Spieler und Trainer selbstkritisch mit dem Spiel auseinandersetzen und sich hinterfragen und der Blogvater hier das eher schlechte HSV Spiel mit einer rosaroter Vereinsbrille noch schön schreiben würde, dann könnte ich ihn nicht mehr ernst nehmen!

Viele vergessen dabei, dass noch letzte Saison einige „Lautsprecher“ ihre „Gesamtdefekt-HSV-Propagandascheiße“ hier abließen und damit nicht selten diverse Likes einsammelten und nur wenig Gegewind von der Community bekamen!
Wer sich da gegen die Hetzerfront stellte, war meist alleine auf weiter Flur!

Wir sollten vielleicht alle versuchen den Ball etwas flacher zu halten!

Bubu
7 Monate zuvor

Goood mooorniiing @ all!

Danke für den Blog Scholle.

Ob die Zecken sich nun in einer Krise befinden oder in der Heide blökt ein Schäfer – ist mir echt Schnuppe! Wichtiger wäre es gerade zu diesem Zeitpunkt, dass der HSV diese „Krise“ des Nachbarn ausnutzt, gerne auch verschärft, und nicht wieder voller Mitleid in Ehrfurcht erstarrt! Die Zecken wechhauen, drei Punkte mehr auf dem Konto – Ende! 😉

Große Töne vor diesem „Derby“ sind immer wieder an der Tagesordnung, immer die gleiche Leier! Nichts anderes als die Spiele gegen die Mannschaft aus der verbotenen Stadt, deren Name nicht genannt werden darf… :mrgreen:

Richtig, die „vollmundigen“ Ankündigungen sollte man sich eher schenken, und erst einmal über 90+ Minuten die eigene Leistung abrufen! Lewa – Glatzel sollte eher Torschuss – Training zelebrieren als zu sabbeln! Seine Quote ist ja nun nicht gerade überragend!

Walter bringt es nach dem Lauternspiel auf den Punkt, der HSV hat es in einer schwachen Partie versäumt den Sack zuzumachen- Punkt! Dies gönnt sich die Mannschaft immer wieder zwischendurch, solche Auftritte gehören beim HSV einfach immer dazu.
Man gewöhnt sich daran.

Ob man „da oben bleibt“, nun, es sind ja noch ein paar Spiele zu gehen, so what?

MEATY trifft es sehr gut, „Wir sollten vielleicht alle versuchen den Ball etwas flacher zu halten!“

Richtig, denn es ist ja immer noch Hinrunde, und jeder weiß doch nur zu gut, wozu der HSV erst in der Rückrunde fähig ist…. Also! 🙂

Nicht schnacken – machen!

Schönen Dienstag….! 

Last edited 7 Monate zuvor by Bubu
Klaus Henning
7 Monate zuvor

Moin, Eure Benotungen:

Hannover 96 – HSV

Matheo Raab 2,2
Moritz Heyer 4,2
Miro Muheim 4,1
Sebastian Schonlau 3,9
Mario Vušković 3,3
Xavier Amaechi 3,9
László Bénes 3,5
Sonny Kittel 4,8
Jonas Meffert 3,4
Ludovit Reis 2,6
Anssi Suhonen 3,3
Robert Glatzel 4,0
Bakery Jatta 4,4
Ransford Königsdörffer 4,8
Team insgesamt 2,6
Trainerteam 3,3
Schiedsrichter 4,0
Zuschauer HSV 4,4

abraeumer
7 Monate zuvor

Zweikampfquoten laut Kicker:

Lautern: 58%
HSV: 42%
Heyer: 17%
Meffert: 0%

Last edited 7 Monate zuvor by abraeumer
Jörg Brettschneider
7 Monate zuvor

Dem Blog kann man nur beipflichten, Scholle.

Auch wenn der HSV zuletzt in Serie gewonnen hat, muss man das einzelne Spiel betrachten. Und das war dieses Mal schlecht.

Der HSV kann sich solche Heimspiele nicht mehr erlauben. Es gab – wie zutreffend vom Blogautor festgestellt – zu viele unnötige Heimpunktverluste.

Darmstadt und Paderborn werden mit Sicherheit nicht einbrechen, Heidenheim ist irgendwann mit dem Aufstieg dran. Das Punktepolster des HSV ist geschmolzen, obwohl man zu Hause gegen einen Aufsteiger gespielt hat. Das alles ist nun mal Fakt.

Es geht nicht darum, alles in Grund in Boden zu reden. Aber die Ansprüche und Ziele sind maximal hoch. Deshalb muss der HSV jetzt massiv aufpassen und im Derby Leistung zeigen. Der Verweis auf fünf Siege in Folge wäre völlig deplatziert. Dolce Vite nach zwei guten Spielen is over. Das muss z. B. Benes noch lernen.

Aradia
7 Monate zuvor

👩Moin…….

Leider besteht die HSV Elf nicht aus Hamburger.
Von daher gibt es auch keinen Ehrgeiz, die Zecken
zu schlagen. Wenn die also stürmen und grätschen
werden Kittel und co. ihr Spiel wie immer , runterspulen
bzw. mit traben.

Da der Trainer ausser seine Flasche nix erkennt,
wird es högschtens…. einen Punkt geben und damit
sind wir unser schönes Polster wieder los.

Unsere Spieler sind nur gut bei Sonnenschein.
Flutlicht ist nur für die Zuschauer erleuchtend.
Logisch würde Scholle sagen, denn sie trainieren
ja bei Tageslicht.
Spass beiseite.
Ich bin gönnerhaft und die Zecken gehören ja auch
irgendwie zu Hamburg.
1 : 1 wäre für mich OK:😍


HorstUweKevin
7 Monate zuvor

Herrlich, ich bin jetzt schon voll aufgeregt und hab´ tierisch Bock auf das Derby.
Unterschätzen sollte man den Stadtteilverein sicher nicht und auch Braunschweig habe ich nicht wirklich als schwach in Erinnerung.
Wenn mich nicht alles täuscht hatten wir gegen die reichlich Fortune.

Normalerweise sollte die Nummer aber glatt gehen.
Am besten mit einem herrlichen Kantersieg.

In diesem Sinne, mit Gruß an „Uwe“
NUR DER HSV

jump
7 Monate zuvor

Vielleicht wäre das mal ein lohnendes Experiment:
Heyer von seiner RV-Rolle erlösen und zusammen mit Meffert auf die Doppel-6. Dann gibt es für die Gegner kein Durchkommen mehr übers Zentrum. Vorausgesetzt, Mikelbrencis ist inzwischen so weit. Opfern würde ich dafür Benes, Kittel kann man nach seinem verschossenen Elfmeter nicht auf die Bank setzen, er muss seine Krise durchstehen, sich durchbeißen – aber das gefälligst ganz bald.

alwaysHSV
7 Monate zuvor

Das erste Spiel bei der U17 WM der Mädels, welches uns von Fuxi empfohlen wurde, ist übrigens vorbei. Deutschland gewann gegen Nigeria nach 0:1 zur Halbzeit noch mit 2:1.
Den Ausgleich machte Svea Stoldt vom HSV. 😃

Norbert Schröder
7 Monate zuvor

Scholle Zitat „Es ist aber insgesamt immer noch gut“
und ich dachte der HSV ist Tabellenführer und ist Auswärts ohne Punktverlust.

So ist es… Flasche halb voll oder leer !!

Sven Feldmann
7 Monate zuvor

Moin allesamt! Ich sabbel eigentlich nicht viel aber jetzt muss ich mal sagen Walter macht zur Zeit den größten Fehler und stellt den schlechtesten Spieler immer wieder auf!

Kuchi
7 Monate zuvor

Es ist ja auch ok, wenn man als Reporter versucht, die Dinge rational einzuordnen und sich nicht von aktuellen Emotionen leiten zu lassen. Frage wäre allerdings, ob man auch so geschrieben hätte, wenn man das Spiel 2:0 nach Hause geschaukelt hätte. In der Regel sieht die Welt dann immer ganz anders aus, obwohl es dasselbe Spiel war.

Kittel ist ein Zweitligaspieler. Punkt. Er ist ein Teil der Mannschaft, die auf dem Platz steht und hat entsprechenden Anteil am Ausgang des Spiels wie alle anderen 10 auch. Mal hat er einen guten Tag, mal einen schlechten, wie alle anderen auch.
In diesem Spiel allerdings hat er allein durch seinen verschossenen Elfmeter den Sieg verdaddelt. Wollten wir nicht, dass Vuscovic die Elfmeter schießen soll?

Das Ergebnis am Samstag war ein Kopie aus der letzten Saison. Da haben wir viele solche Remis schlucken müssen. Ich hoffe, dass dies das letzte Unentschieden dieser Art war. Sonst spielen wir nächste Saison immer noch in der 2. Liga.

Fussballtrainer
7 Monate zuvor

Derby! Sicher nicht einfacher als gegen FCK!
Ein Unentschieden wäre sicher ein Gewinn!
Bin gespannt. Immer wenn wir gegen Pauly gewonnen haben, gabs hinterher Klatschen in Hülle und Fülle.

Schwalbenkönig
7 Monate zuvor

Jetzt hat es mal nicht gereicht, es gab diese Saison schon ein paar Spiele die glücklich gewonnen wurden.
Da wurde hier gejubelt: Letzte Saison hätten wir so ein Spiel noch unentschieden gespielt.
Ich wollte wir würden mal 2 Spiele so gewinnen wie Paderborn das öfter macht, z.B: 2-0 zur Pause 4-0 gewinnen, ist aber wohl zuviel verlangt mit dem Trainer.

Tatortreiniger
7 Monate zuvor

Während St.Pauli Freitag wieder auf Leistungsträger Leart Paqarada zurückgreifen kann, fällt beim HSV Tim Leibold mit Muskelfaserriss mindestens 3 Wochen aus. Das wird spätestens dann heikel, wenn Muheim oder Heyer ebenfalls ausfallen sollten.

Ich persönlich hoffe, dass Walter in diesem Kampfspiel nicht Bénes und Kittel zusammen auflaufen lässt. Dass Dompé startet, glaube ich nach der langen Pause nicht. Daher rechne ich mit Königsdörffer, Glatzel und Jatta in der Offensive,

Kittel oder Bénes neben Reis auf der 8, der Rest wird bleiben wie gehabt, natürlich wieder mit Heuer Fernandes im Tor.

Ansonsten ist die Ausgangslage klar: der HSV ist zwar spielerisch deutlich überlegen, aber mit 42% Zweikampfquote wird am Millerntor nichts zu holen sein.

Last edited 7 Monate zuvor by Tatortreiniger
Paulinho
7 Monate zuvor

Zum Derby gehört Pulverdampf und bleihaltige dicke Luft. Die Backen blasen sich auf, jeder haut den anderen weg, das ist so, das muss so sein. Die Wahrheit liegt wieder auf dem Platz. Klar,ein angeknockter Gegner ist immer noch gefährlich und kann einen KO in letzter Minute unsern Jungs reinhauen. Aber mal ehrlich, das ist nicht mehr die Paulaner Elf vom Vorjahr. Sie haben deutlich einen Mangel an Verbissenheit, Geschwindigkeit und Kombinationsfussball. Meistens ist es wieder mehr Gebolze wie in den Jahren zuvor. Daher erwarte ich einen Sieg, wenn auch mühsam.