Dieser Last-Minute-Sieg des HSV beim SC Paderborn hat viele Gewinner

von | 23.10.21 | 139 Kommentare

Es war eine Explosion der Freude und Erleichterung. Nicht nur bei uns im Studio, das von den Jungs von „HSV – meine Frau“ gerockt wurde. Denn endlich hat der Remiskönig HSV wieder für einen Dreier gesorgt und damit den Anschluss ans obere Tabellendrittel gehalten.  Dass dieser 2:1-Erfolg beim SC Paderborn in der vierten Minute der Nachspielzeit durch den gerade erst eingewechselten Tommy Doyle gelang, war absolut verdient und brachte zurecht auch die Spieler dazu, ihrer Freude nach Spielschluss zusammen mit den sensationellen Auswärtsfans des HSV – dazu nachher noch ein Wort! – Luft zu lassen: „Es war einfach so geil, zu den Fans zu laufen und zu jubeln“, berichtete Mittelfeldspieler Jonas Meffert. Und das vor allem, weil es ein hochverdienter und im Zustandekommen dann doch auch glücklicher Sieg war.

Wenn auch gefährlich spät, so war der Sieg aber – ich wiederhole mich hier gern – doch verdient. Der HSV war in einer intensiv geführten Partie gegen gute Paderborner die bessere Mannschaft. Der HSV  hatte mehr Torchancen, mehr Spielanteile, größere Kraftreserven. Und er hatte einen Trainer mit einem goldenen Händchen. Die eingewechselten Manuel Wintzheimer, David Kinsombi und Doyle sorgten dann in der letzten Minute der Nachspielzeit in einer Gemeinschaftsproduktion für den Siegtreffer. „Wir sind einfach nur zufrieden mit uns“, sagte Trainer Tim Walter, dem die zunehmende Last durch die fehlenden Siege in den vergangenen Wochen mit einem Mal von den Schultern gerutscht ist. Auch für ihn bedeutete dieser Sieg endlich etwas Ruhe. 

Wie sehr Walter wider aller eigenen Bekundungen doch unter Druck stand, war in der Szene nach dem Elfmeterpfiff für seine Mannschaft (79. Minute) zu sehen. Als der Schiedsrichter nach Intervention des Videoassistenten die Fehlentscheidung zurecht zurücknahm, schäumte Walter vor Wut und sprang fluchend und gestikulierend am Spielfeldrand umher. Hätte er die Szene ebenfalls auf dem Monitor sehen können, wäre ihm alle Aufregung erspart geblieben. Aber die Kritik an seinem Offensivfußball in den vergangenen Wochen hatte auch dem Coach zugesetzt. „Wir hatten es nicht einfach nach so einer Serie von drei Unentschieden“, beschrieb Kapitän Sebastian Schonlau die Gemütslage des Teams. „Und dann vergibst du wieder viele, viele Chancen.“

Der Makel in dieser Saison bleibt neben der anfälligene Defensive, die gegen Paderborn m it Schonlaus einem Wackler vor dem 1:1 für Paderborn seinen einzigen Aussetzer hatte und ansonsten souverän agierte, das Verwerten der Torgelegenheiten. Nach Mittelstürmer Robert Glatzel, mit sechs Treffern erfolgreichster HSV-Schütze, ist Defensivspieler Moritz Heyer mit seinem fünften Treffer einziger Hamburger, der mehrfach getroffen hat. Von den andere Offensivkräften wie von Jatta, Kittel (der aber wenigsten Tore vorbereitet) kommt zu wenig Torgefahr. Walter, dem nach Schlusspfiff nicht nach grundlegender Kritik an seinen Spielern zumute war: „Das ist das Schwierigste: Tore zu erzielen.“

Ein Mann wie der 20-jährige Doyle könnte dabei auf Sicht weiter Abhilfe schaffen. Doch Walter braucht für seinen kraft- und laufintensiven Fußball in erster Linie nicht Kunstschützen, sondern Arbeiter, Balleroberer und -behaupter. Da sieht er bei dem von Manchester City ausgeliehenen Talent weiterhin Nachholbedarf im physischen Bereich. Doch Doyles Fähigkeiten faszinieren die Mannschaftskameraden. „Bei Tommy sieht man bei jedem Schuss im Training: Der kann das einfach, der hat so eine super Schusstechnik“, schwärmte Meffert ebenso wie ich gestern auf der Auswärtscouch nach dem Tor. Und Doyle ist auf den Geschmack gekommen: „Selbstverständlich wünsche ich mir, noch mehr zu spielen. Aber so ist es im Fußball: Wenn du die Chance bekommst, dann musst du da sein.“ Er war es gestern nach toller Vorarbeit von Glatzel, Wintzheimer und einer sensationell cleveren Ablage von Kinsombi.

Ein anderer, der mit Sicherheit recht bald in der Torschützenliste auftauchen wird, ist Faride Alidou. Der 20 Jahre alte Linksaußen von der Regionalligamannschaft hat nach seinem spannenden Kurzauftritt gegen Düsseldorf gestern ein richtig starkes Startelfdebüt gegeben. Ich war mir vor Spielbeginn nicht sicher, ob das eine gute Entscheidung war, weil ich Alidou noch aus seinen Zeiten kennen, wo er sich bei jedem kleinen Erfolg größer wähnte, als er war. Aber hier muss ich ganz klar meine Fehleinschätzung anerkennen und dem Trainer ein Kompliment machen: ER hat den richtigen Moment erkannt, seinem Youngster die Bühne zu geben, um sich zu präsentieren. 

Und der Sohn togoischer Eltern beeindruckte mit seiner Schnelligkeit, seiner Technik. Und mit Einsatz. „Wie er nach vorn mit und nach hinten auch ggen den ball gearbeitet hat, das war gut. Das sind die Grundvoraussetzungen, die wir sehen wollen“, lobte Sportvorstand Jonas Boldt heute bewusst vorsichtig, um keinen falschen Höhenflug zu forcieren, der allerdings gern auch von uns Journalisten ausgehet. Fakt aber ist, das darf man dann auch genau so formulieren: Alidou  hat das Offensivspiel des HSV von der ersten Minute an  belebt. Sein Pfostentreffer leitete das 1:0 von Heyer ein. Und hätte sich Alidou nicht so früh im Spiel schon die Gelbe Karte abgeholt, ich bin mir sicher, dass er dann noch mehr aufgedreht hätte als eh schon.

„Das ist ja der Weg: dass wir junge Spieler weiterbringen“, sagte Walter nach dem Spiel auf der Pressekonferenz, nachdem er unter der Woche schon selbigen immer wieder proklamiert hatte. Walzer nannte zuvor Suhonen und vor allem auch Jonas David als beste Beispiele dafür – und er wurde gerade von David (Suhonen saß nur auf der Bank)  gegen Paderborn bestätigt. Wie der 20-Jährige über 90 Minuten den Toptorjäger der Paderborner, Sven Michel, aus dem Spiel nahm – chapeau! Das müssen selbst die einsehen, die gestern bei uns im Forum wieder nach dem Haar in der Suppe suchten. Ganz anders übrigens als die Fans im Stadion. Denn die mitgereisten Fans des HSV haben ein ganz feines Gespür und bewiesen, dass sie absolut bereit sind, den jungen Weg des HSV mitzugehen.

Bestes Beispiel war die vergebene Großchance von Alidou, als dieser in der zweiten Hälfte freistehend den Paderborner Keeper anschoss und am liebsten im Boden versunken wäre. Gerade in diesem Moment fingen die mitgereisten HSV-Anhänger an, Alidous Namen zu skandieren und sorgten so dafür, dass der junge Offensivspieler sich nur einmal kurz verärgert durch die Haare strich und dann sofort wieder mit nach hinten arbeitete. Ein gelungener Doppelpass mit Signalwirkung – hoffe ich! Denn diese Unterstützung wird in den nächsten Wochen und Monaten beim HSV essentiell werden!

Aber dazu in den nächsten Tagen mehr. Für heute beschließe ich diesen Blog mit dem Moment, der auch uns auf der Auswärtscouch gestern aufspringen ließ. Viel Spaß damit! 
Scholle

P.S.: Tim Leibold musste übrigens wegen einer allergischen Reaktion ausgewechselt werden. Seine Augen waren geschwollen. Boldt dazu: „Das war fast schon mysteriös. Wir können uns das nicht so richtig erklären. Für uns alle ist das sehr verwunderlich.“ Und weiter: „Es ist schwer zu definieren, wo das herkommt. Ist es ein Rasendünger? Ist es ein Infekt? Vielleicht war etwas im Essen? Eine Creme beim Massieren? Wir bewegen uns im spekulativen Bereich.“

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Air Bäron
1 Monat zuvor

Dieses Spiel ist sinnbildlich und wird sinnblidlich für die nächsten >20 Spieltage sein: Ein Auf und Ab (das Scholle sogar im Blog davor „korrekt vorhergesagt“ hatte), und manche dieser Partien werden -. wie Freitagabend – am Ende dochj noch gewonnen und manche werden am Ende doch noch verloren. Zwischendurch wird es zahlreiche Unentschieden geben, so dass ich weiterhin die Region Platz 5 bis Platz 9 sehe.

Wichtig dabei ist, ob wir eine Entwicklung der Spieler sehen und ob wir das Spiel machen oder die Gegner uns treiben.

Einige der typischen Defizite in der Abwehr, im Stellungsspiel und den eklatanten offenen Räumen gab es auch Freitag wieder, hier ist viel Arbeit angesagt.

Alidou brachte frischen Wind und wird hoffentlich auch die nächsten Spiele gute Impulse setzen können.

Falls Glatzel dann auch mal nur ein paar seiner Großchancen nutzt, zittern wir bis zum Ende nicht.

Der Offensivfußball macht zumindest mehr Spaß als der Verwaltungsfußball von Hecking und Thioune.

Es wäre schön, wenn wir jetzt endlich mal mind. eine komplette Saison mit einem Kader und Trainergespannn durchziehen. Diese Saison heißt es Grundlagen schaffen, nicht mehr und nicht weniger, und dabei zumindest einen („guten“) einstelligen Tabellenplatz souverän erspielen. Das muss mit dem Kader möglich sein, nicht mehr und nicht weniger.

Die Gruppe hier im Blog, die den HSV bereits in der dritten Liga sieht oder andersherum den Direktaufstieg als Muss vorgibt und jeden Spieltagserfolg kleinredet, findet sich ja vielleicht demnächst doch in der sachlichen Debatte wieder und lässt die Polemik und Dauernegativität mal eine Weile draußen.

Den Frust der letzten Jahre tragen wir alle in uns. Gerade deshalb tat der Freitagabend doch so gut, auch oder trotzdem es nur eine weiterer von 34 Spieltagen war.
Man kann sich über den Sprintsieg gegen Paderborn freuen und dennoch berücksichtigen, dass es nur ein Lauf im Marathon der Saison war.

Nur der HSV! 💙

abraeumer
1 Monat zuvor

Endlich ein Sieg. Für mich war es in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel von uns. Endlich hatte Walter den Mut, 4 offensive Spieler in die Startelf zu stellen. Alidou hat mir bis auf die vergebene Großchance richtig gut gefallen, der Junge macht mir Spaß. Das Gegenteil davon war leider wieder Jatta. Und Glatzel verwertet die zahlreichen Großchancen einfach nicht. Kittel hat für mich wieder ein sehr gutes Spiel gemacht, immer wenn er beteiligt war, wurde es gefährlich. Aber seine Ecken sind einfach unterirdisch. Ich verstehe nicht, dass so etwas nicht trainiert wird. 

Die Ernüchterung kam wieder durch das Gegentor. Es wurde nicht konsequent verteidigt und hinten glich es wieder einmal einem Hühnerhaufen. Durch diese fehlende Defensive bestraft sich der HSV immer selbst. Warum spielen wir nicht mit einer Doppelsechs und 4 Angreifern, so dass jeder seine Aufgaben kennt und seine Stärken einbringen kann. Und nicht gute Defensivspieler wie Reis, offensiv spielen müssen. Walter nimmt den Spielern durch diese falschen Positionen ihre Stärken. Es muss nicht jeder alles können, dass gibt es nirgendwo, nur bei Walter.

Auch wenn Wintzheimer und Kinsombi das Tor vorbereitet haben, fand ich beide schwach. Gleiches gilt für Muheim, der einfach eine Fehlverpflichtung ist. Doyle hingegen hat nun zum zweiten Mal in den wenigen Minuten gezeigt, dass er Fußball spielen kann. Gern würde ich ihn einmal von Anfang an zusammen mit Kittel, Alidou und Meißner oder Kaufmann für Glatzel sehen. 

Schade ist, dass Boldt und Mutzel wieder einmal bei Alidou vor seinem ersten Einsatz vergessen haben, mit ihm zu verlängern. Der Vertrag von Alidou läuft am Ende der Saison aus.

Travis Bickle
1 Monat zuvor

Also ich könnte mir vorstellen, dass die vom „Vorstand“ verordnete Sack Salbe von Herrn Jansen die allergische Reaktion bei Leiboldt hervorgerufen hat.

Töftinger
1 Monat zuvor

Ich würde meinen, dass vorerst 60 Minuten Kittel mehr als genug sind und Doyle jetzt mal 30 Minuten und mehr Spielzeit bekommen sollte.
Doyle hat auf jeden Fall Joker-Gene. 🤔Vielleicht muss er in Nürnberg sogar einen Elfmeter schießen. Ich hätte bei ihm ein gutes Gefühl.

Kai Lorenzen
1 Monat zuvor

Wirklich ein schönes Spiel gestern. Oberpeinlich für die, die hier danach trotzdem stänkern und das einfach nicht anerkennen. Aber ich vermute ja nach wie vor, diese Leute halten es sowieso nicht mit dem HSV. Bei aller Freude über den Sieg weiß man allerdings, dass es in den nächsten Spielen wieder ganz anders aussehen kann. Ganz stark war für mich gestern Jonas David.

Aradia
1 Monat zuvor

Moin…..

Wenn man ehrlich ist war das nächste Unentschieden
fast vollbracht.
Walter hat weiter Probleme.
Ein Glücksschuss im aller letzten Moment sorgte für den Sieg.
Ich verstehe ja die Freude einzelner.
Aber Fortschritt sieht anders aus.

Fortschritt ist, wenn in der ersten Halbzeit 3 Tore fallen bei diesen
Chancen und in der zweiten Hälfte noch mehr Tore fallen.
Der Istzustand, ein Tor nach 10 Min. vielleicht und bis
zur 90zigsten keine Tore.
Wo seht ihr da einen Fortschritt?
Ich verstehe euch nicht.

Für den Verbleib in der zweiten Liga waren die 3 Punkte
wichtig. Aber Walter sehe ich weiterhin nicht als
deeeen Trainer.
Friedhelm Funkel wäre mir lieber.
Aber das verstehen nicht alle.
Siehe eure verzückte Schwärmerei. 🙂 🙂

Polkateddy
1 Monat zuvor

Am wichtigsten empfinde ich diesen Sieg für die Moral der Mannschaft. Wer selber gespielt hat, der kann nachempfinden wie schwierig es ist bei Misserfolg den Anweisungen des Trainers bedingungslos Folgen zu leisten. Jeder Sprint wird im Walter-System zur Hölle, wenn der Ertrag nicht stimmt. Umso wichtiger, dass die Anstrengungen belohnt werden. Der Sieg ist Last Minute- mäßig zustande gekommen, aber über 90 Minuten betrachtet hochverdient.

Ein kritisches Wort zu den Schiedsrichtern der zweiten Liga sei mir abschließend noch gestattet. Wenn man nur Kampf belohnt und dem Underdog grundsätzlich zuviel durchgehen lässt, dann spiegelt sich das irgendwann in der Qualität der ersten Liga wider. Siehe aktuell!

Didi
1 Monat zuvor

Immer wieder wird an der angeblich so anfälligen Defensive unter Walter gemäkelt. Scheint mehr auf Vorurteilen als auf Tatsachen zu beruhen. Ich sehe individuelle Fehler vor den Gegentoren, die gab es auch unter Hecking, Thioune oder Wolf. Das es am System von Walter liegen soll, halte ich für einen Mythos.

Scorpion
1 Monat zuvor

Auch wenn ich nach wie vor die Herren Boldt, Mutzel und Walter nicht für die Idealbesetzung für Management- und Trainerposten sehe, der Sieg gestern in Paderborn zeigt zumindest eine starke Willensleistung der gesamten Mannschaft.
Auch die Aussagen nach dem Spiel zeugen von angenehmer und nicht immer vorhandener Bodenhaftung.

Dienstag wird sich u.a. zeigen, ob es eine Wende in die, meiner Meinung nach, richtige Richtung war, oder nur ein kurzzeitiges Aufflackern und Innehalten vor dem Absturz.

Also, weiter so.

Last edited 1 Monat zuvor by Scorpion
Dennis1984
1 Monat zuvor

Deutlich besseres Spiel als gegen Aue (was nicht schwer ist), und auch deutlich stärker als gegen Düsseldorf, mehr offensive Aktionen und defensiv viel weniger zugelassen grade über die Außen. Vielleicht sollte doch mal über neuen Stürmer im Winter nach gedacht werden oder mit Doppelspitze versuchen. Ich glaube aber auch dass Alidou auch Tore machen wird.
Nun voller Fokus auf Nürnberg, die sind noch ungeschlagen und waren sehr stark heute. Nach einem Drittel der Saison ist bisher festzustellen dass die Transfers nur teilweise überzeugen. Meffert und Schonlau sind gesetzt,sowie Glatzel der viel Liegen lässt, aber mit 6 Toren trotzdem bester Torschütze. Doyle zeigt Ansätze. Kaufmann spielt keine Rolle. Muheim fällt defensiv stark ab. Und warum soviel Geld für Ersatz Torwart ausgegeben wurde, weiß auch keiner, genauso wie die teure leihe von Vuskovic.

Last edited 1 Monat zuvor by Dennis1984
Oliver Flesch
1 Monat zuvor

Geradezu faszinierend, mit was für einer breiten Brust hier schon wieder sinnbildlich die Champions League ausgerufen wird. Nach einem Glückssieg in Liga II gegen Paderborn wohlgemerkt.

Ich hab das Tor zum 1:2 verpasst. Aus Frust über das nächste 1:1 war ich kurz in der Küche. Als ich mitbekam, dass wir doch noch getroffen haben, hab ich mich natürlich riesig gefreut. Weil eine meiner Wetten wider erwarten doch noch aufging, ich ein paar 100 Euro reicher war. Aber übers Spiel freuen? Eines, das wir wieder einmal mit viel Glück Sekunden vorm Abpfiff gewonnen haben? Nö. Dafür ist es noch viel zu früh.

Unter Walter haben wir die schlechteste Punkt- und Torausbeute unserer Zweitligageschichte. Wenn wir mal zwei, drei Spiele am Stück überzeugend gewonnen haben (was uns in dieser Saison noch kein einziges Mal gelang), tatsächlich Hoffnung auf Besserung in Sicht ist, dann, ja dann freu ich mich auch gern mal über einen Glückssieg. Vorher selbstverständlich nicht.

Nr.10
1 Monat zuvor

Ich persönlich würde Jatta immer gegen Ende von einem Spiel bringen. In der Startelf hat er meiner Meinung nach nichts zu suchen.

Es reicht einfach nicht mehr nur schnell zu sein.

Uwe Öztunali
1 Monat zuvor

Wenn du vorhast an Silvester unterm Weihnachtsbaum von Europa zu träumen, dann solltest du in rund 3 Tagen das Spielfeld an der Noris nicht als 2. Sieger verlassen.

Last edited 1 Monat zuvor by Uwe Öztunali
Michael
1 Monat zuvor

Sondertraining mit Moniz in der nächsten Woche:
Glatzel, Jatta, Alidou zum Torschusstraining
Kittel trainiert ECKEN.
Dann gibt es wieder 3 Punkte.

Paulinho
1 Monat zuvor

Welch ein Durcheinander an Empfehlungen und Empörungen. Mur eines: wir haben doch einige sehr vielversprechende Talente oder jüngere Spieler. Aber man kann sie nicht alle zugleich einsetzen, daher vertrau ich dem Trainer nach den Eindrücken des Trainings dei oder denjenigen einzusetzen.

Brotsuppe
1 Monat zuvor

Ich würde sagen: Leibe hat bei seiner Auswechslung mal beide Augen zugedrückt.

Sascha B.
1 Monat zuvor

Gegenüber den ersten Spielen stehen wir defensiv viel besser. Walter hat gestern nach dem Spiel dies auch gesagt. Man wird es nicht schaffen, dem Gegner keine Chance zu geben, aber die Abwehr findet sich. Vor allem Jonas David kommt immer besser rein. Gestern hat er S. Michel abgemeldet.

Man muss/darf der Mannschaft die Abschlussschwäche gerne verzeihen. Sie lernt von Woche zu Woche. Sehr positiv ist, dass wir uns die Chancen rausspielen.

Nach zwei schwachen Spielen war es wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Und eine Wellenbewegung ist bei dieser jungen Truppe keine Überraschung.

Tatortreiniger
1 Monat zuvor

Ich war mir vor Spielbeginn nicht sicher, ob das eine gute Entscheidung war, weil ich Alidou noch aus seinen Zeiten kennen, wo er sich bei jedem kleinen Erfolg größer wähnte, als er war.“

Das ist vielleicht einer der Gründe, warum er erst jetzt mit 20 sein Profi-Debüt gab. Denn bei seinem offensichtlichen Talent – und auch dem nötigen Körper – würde man meinen, dass dies schon früher der Fall hätte sein können.

Ich habe gestern auf seine Körpersprache und sein Verhalten im und ums Spiel geachtet. Er machte nie einen arroganten Eindruck. Ganz im Gegenteil zu Onana in der letzten Saison. Ein sehr vielversprechender Auftritt…aber wir wollen nicht den Alidou vor dem Abend loben!

Walker
1 Monat zuvor

Boldt noch da?

Goalero
1 Monat zuvor

Es war ein tolles und mitreißendes Spiel unserer Truppe und es hat Spaß gemacht, zuzugucken. Aber: Emotional bin ich irgendwie noch zu weit weg. Nach dem 1:0 konnte ich mich nicht recht freuen, weil der erste Gedanke war: gleich fällt sowieso das 1:1, und so war es dann ja auch. Es bleiben auf jeden Fall drei Eindrücke: 1) Es kommen viel zu viel Flanken von aussen unverteidigt in den Strafraum und führen dort dann zu peinlich aussehenden Gegentreffern 2) Die HSVer stehen defensiv zu weit weg von den Gegnern, so dass auch bei Doppelung die Gegner den Ball kontrolliert weiterpassen können 3) Die Ecken von Kittel sind eine Katastrophe

rautenfuetty
1 Monat zuvor

Von den bisherigen „Talenten“ des HSV ist ALIDOU für mich der heißeste Tip. Er ist beweglich, schnell mit überraschenden Ideen und Übersicht – eine wirkliche Freude ihn zu sehen. Und das Tor wird er noch treffen. Ich frage mich, ob man beim HSV-Kopfballtraining nich mal die kurze Drehung üben kann, damit der Ball nicht immer auf Mitte und den Keeper platziert wird, sondern in die Ecke. Würde wohl ein paar Tore mehr bringen.

Walter Knell
1 Monat zuvor

Jetzt noch Meißner für Jatta und die Richtung stimmt.

Rautenhopper
1 Monat zuvor

Ich glaube von alidou waren alle begeistert, aber ich finde man sollte ihn jetzt nicht zu sehr hypen und in den vordergrund stellen, weil er ist noch jung und braucht seine zeit. Er hat einen bärenstarken auftritt gezeigt und wenn die leistung auf und neben dem platz stimmt sollte er auch die spielpraxis bekommen, weil auf den flügel ist aktuell mangelware. Jatta gefällt mir leider seit wochen nicht mehr und wirkt in seinen aktion sehr unglücklich. Aber das wichtigste ist bei alidou man muss ihm auch mal schlechte spiele zugestehen, weil so etwas gehört zu einer entwicklung dazu.

Kittel auf der acht hat mir noch gefallen. David finde ich hat sich sehr gefangen aber ich finde in den zweikämpfen muss er früher und konsequenter auf den mann gehen, weil die angreifer haben zu oft zu viel raum und können sich den ball zu recht legen.

Es kann schon sein das doyle noch nicht so weit ist, jedoch würde es mich trotzdem mal intressieren wie er sich ins spiel einfügt wenn er mal von beginn anspielt.

Auch bei muheim bin ich gespannt. Er wirkt noch ein wenig fremd und sieht noch unglücklich aus in den szenen aber ich habe schon einen anderen muheim erlebt und hoffe, dass der knoten bei ihm auch bald platzt.

Thomas Franz
1 Monat zuvor

Eines hat dieses Spiel gezeigt: Wir können es. Nicht weil, wie viele immer wieder suggerieren wollten, der HSV draufsteht, sondern weil wir endlich die Spieler und einen Trainer haben, die den Unterschied ausmachen können. Die besten Fans haben wir schon immer gehabt.
Ob es zum Aufstieg reicht, ist freilich alles andere als sicher. Aber für Spektakel sind wir immer gut. Das macht Spaß.
In der Bundesliga geht es allerdings doch ganz anders zur Sache. Habe anschließend das atemberaubende Spiel zwischen Mainz und Augsburg gesehen. Das ist dann doch ein anderes Regal, auch bei Augsburg, was Dynamik und Passsicherheit angeht. Aber das ist im Moment noch kein Maßstab.

Brotsuppe
1 Monat zuvor

Liverpool! Meine Herren! Und noch 20 min zu spielen

profikommentator
1 Monat zuvor

Werner als Jugendförderer Nummer 1, ein Gewinner.
Wintzheimer wie immer ein echter Gewinner.
Der Typ der für ein Jahr auf dem letzten Drücker Doyle geliehen hat ein echter Gewinner.
Die Juwelenschmiede(Leistungszentrum) – Gewinner.
Und natürlich hat der ganze HSV gewonnen.

RummsBumms
1 Monat zuvor

In der Liga muss jetzt eine Siegesserie gestartet werden. Leider wird oben auch weiter gepunktet.
Nun Nürnberg: zumindest Vuscovic sollte dort mal starten. Doyle gerne ebenfalls. Kittel u David erst auf die Bank. Eigentlich wäre es auch eine Chance für Kaufmann…..aber der scheint schon als Fehl-Leihe auserkoren…..obwohl er kaum Einsatzzeiten erhielt. Schade.
Ansonsten volle Pulle auf Sieg u in der nächsten Runde ein Heimspiel erwischen.

uwe twiehaus
1 Monat zuvor

Einfach genial während wir uns bei den Unna Massen in der 2 Liga festsetzen,, können wir durch Verkäufe im kommenden Jahr die Hälfte der Spieler meistbietend verhöckern um auf das soll von Pauli und Paderborn zu kommen? Dabei wird gleichzeitig Geld für die Sofa-Fraktion für die Zukunft generiert. Nur der HSV!

Aleksandar
1 Monat zuvor

Ich hab mir noch einmal die Schlussphase des Spiels angeschaut.

Sony Jonny Kittel danke, dass du so ein kleines Mädchen bist!

Ich glaube nicht, dass Tommy „The Hammer“ Doyle von unserm sympathischen Trainer eingewechselt worden wäre.

Nicht das goldene Händchen, sondern das Weichei Füßchen des aller besten Techniker aller Zeiten ist der Matchwinner gewesen.

Brotsuppe
1 Monat zuvor

Schaue mir das Relive an. Michel wird vom Schiri 3× ermahnt, bevor er wg Meckerns Gelb bekommt. Alidou bekommt nach seinem 1. Foul gelb. Was’n da los?