Der HSV-Nachwuchs hat mächtig Nachholbedarf

von | 28.05.21 | 111 Kommentare

Liebe Leute, heute werde ich die Sache ganz kurz machen. Private Verpflichtungen (schöne!) rufen und ich werden diesem Ruf folgen. Ich wollte eigentlich sogar gänzlich frei machen, muss dann aber doch noch mal etwas loswerden, weil ich es als Thema für morgen vorgesehen hatte: Nachwuchs und die Problematik der Einstellung. Es betrifft zwar längst nicht alle jungen Spieler, ganz im Gegenteil! Aber es gilt für sehr viel mehr, als man es von außen vermutet. Denn so oft der HSV auch zurecht für seine Nachwuchspolitik kritisiert wird – genau so oft liegt es nicht am HSV, sondern an der neuen Generation junger Fußballer. Aktuelles Beispiel: Aaron Opoku.

Der kommt nach einem weiteren Leihjahr (erst Rostock, jetzt Jahn Regensburg) erneut ohne Durchbruch zurück. „Er muss sich über sein überlegenes Talentpotenzial bewusst werden und hart daran arbeiten, dieses Talent in Form von Qualität konstant auf den Platz zu bringen. Wenn er das schafft, werden wir noch einiges von ihm hören“, bekam der Offensivspieler mit den schnellen, dünnen Beinen von Jahn-Boss Christian Keller mit auf den Weg nach Hamburg. Und wer jetzt glaubt „das klingt doch ganz nette“, dem sei gesagt: Das ist alles andere als ei gutes Urteil. Denn Keller hat nichts anderes gesagt als: „Mit dieser Einstellung packt er es nie!“ Also in etwa das, was Opoku auch in Hamburg schon mehrfach gesagt bekommen hatte.

Nun kenne ich Opoku schon seit der Jugend. Ich habe ihn immer wieder spielen sehen. Und zumeist hat er überragt. Unsere (Niendorfer) A-Bundesliga musste sich Opoku allein geschlagen geben, als er als Einwechselspieler mit zwei Toren und einer Vorlage eine 2:1-Führung unsererseits in einen 4:2-Sieg für den HSV drehte. Und nicht nur in diesem Spiel war zu erkennen, dass der junge Außenstürmer über die Portion Extraqualität verfügt, die ihn vom überragenden Amateurkicker zum Profifußballer befördern könnte. Das größte Problem: Auch Opoku selbst hatte das erkannt, was auch nicht allzu schwer war, da er von etlichen Beratern immer wieder das gesagt bekommen hatte, was er am liebsten hören wollte. Denn sie  alle buhlten darum, ihn vertreten/verkaufen zu dürfen.

Dietmar Beiersdorfer hatte diesen Fehler auch mal gemacht – und es später schwer bereut. Er hatte einen außergewöhnlich talentierten jungen Fußballer für den HSV gewinnen können und hatte diesem im Vorfeld der Verpflichtung alles erzählt, was dabei half, ihn für den HSV zu gewinnen. Zu viel, wie sich später herausstellte. Denn der Junge fiel im Internat häufiger negativ auf und konterte Strafandrohungen immer wieder mit dem Satz, es würde ihm ja eh nichts passieren. Er nutzte seine Position so lange aus, bis er körperlich unfitter wurde. Er verließ sich auf sein Talent – und war irgendwann verlassen. Ohne Fürsprecher, da er es sich mit den allermeisten verscherzt hatte, musste er seinen Traum vom Fußballprofi beim HSV abhaken. Noch bitterer: Ich habe bis heute nichts mehr von ihm gehört/gesehen. In der berichtenden Tageszeitung hieß es damals allerdings nur, dass der HSV es mal wieder nicht geschafft habe, ein zweifelsfreies Toptalent an den Profifußball heranzuführen.

Was ich damit sagen will: Wenn wir über den Nachwuchs beim HSV sprechen, dürfen wir nicht allein über die Ergebnisse sprechen, sondern müssen auch den Weg dahin mit einbeziehen. Und das geht nur sehr, sehr individuell, weil die jungen Talente eben auch sehr unterschiedlich sind in Sachen Mentalität, Einstellung, Disziplin, familiärer Backgroung, intellektueller Background etc. Aber dazu dann Montag mehr! Für heute ist Schluss. Ich muss – nein: ich möchte –  mit meinen Kindern einen richtig schönen Abend veranstalten. Und wenn die Tatsache, dass der HSV keinen Relegationsplatz erreicht hat, etwas Gutes hat, dann, dass wir alle einmal etwas durchatmen können.

In diesem Sinne, bis morgen! Dann mit dem neuen Communitytalk. Meine Beobachtungen und Gedanken zum Thema HSV-Nachwuchs, der noch sehr viel Nachholbedarf hat, werde ich hier am Montag präsentieren. Das ist jetzt auch tatsächlich kein Spoiler – das wissen inzwischen wirklich alle. Horst Hrubesch hatte es zuletzt sogar in Worte gefasst, als er sagte, dass er selbst gar nicht wüsste, welchem HSV-Nachwuchsspieler aus den eigenen  Reihen er aktuell den Sprung in die Profimannschaft zutraut. Eine Aussage mit Alarmpotenzial. Finde ich. Aber wie gesagt – am Montag mehr dazu!

Scholle

P.S.: Laut „Sportbuzzer“ soll der HSV an German Onugkha interessiert sein. Der 24-Jährige steht noch bis 2023 beim FK Krasnodar unter Vertrag und war diese Saison nach Dänemark an Vejle BK ausgeliehen. Dort schaffte der 24-Jährige fünf Tore in 17 Spielen. Der 1,90-Meter-Stürmer würde  (Quelle: transfermarkt.de) rund  700.000 Euro Ablösesumme kosten, wobei neben dem HSV wohl auch Hannover 96 und Darmstadt 98 sollen an Onugkha interessiert sein sollen.

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
111 Kommentare
Beliebteste
Neueste Älteste
Inline Feedbacks
View all comments
Sennsation
3 Monate zuvor

Alles am Arsch.

Unter anderem, weil es keinen Chef gibt.

Und wenn Du denkst, dass der letzte Hirntote es begriffen haben muss, kommt Teilzeit-Jansen um die Ecke und spricht dem Rudimentär-Vorstand das Vertrauen aus.

Kannste Dir nicht ausdenken.

#wirsindniemandmehr
#missiondritteliga

Schluder82
3 Monate zuvor

Erstmal : Viel Spaß mit den Kids..

Grundsätzlich halte ich die Erwartungshaltung von Außen für ein Problem. Die wenigsten A-Jugendbundesligisten sehen jemals ein Profistadion von Innen. Es ist sehr selten, das es mal Einer schafft. Wenn es Einer aus dem Jahrgang schafft ist es viel. Da steht der HSV in den letzten Jahren gar nicht so schlecht da..

Speziell auf den HSV gemünzt, wir schaffen es einfach nicht die Jungs an Board zu halten.

Der HSV stellt fast in jedem Jahr den Jugendfussballer des Jahres im Hamburger Fußballverband. Das Gute daran, Strahlkraft und Scouting passen anscheinend.

Arp, Borges und frisch Robin Velasco. Sind die letzten 3 Sieger.

2 sind schon weg. Immerhin gab es dafür auch Entschädigungszahlungen.

Tah war für ein Musterbeispiel dessen wie man es nicht machen kann..

Und jetzt wo ab und an mal mehr über Hermann Gerland zu lesen ist, sieht man den Unterschied der Vereine in der Ausbildung. Bei Bayern werden die Jungs erstmal auf den Boden der Tatsachen gesetzt. Egal wer der Berater ist.

Bei uns sind die jungen Wilden entweder der neue Messi oder jetzt schon vergleichbar mit Sancho. Zumindest diejenigen die dazu gekauft werden.

Wir brauchen einfach mehr Ambrosius‘s : Talent bekannt, still ohne großes Aufsehen in den Kader gerutscht und als die Chance sich für ihn bot, hat er zugepackt. ( Nagut, dann kam nochmal ein Berater mit Strohfeuer dazwischen ) . Meißner kam auch still dazu und hat Gas gegeben, so dass beide Trainer ihm dem Vorzug vor etablierten Profi gegeben haben.

Es läuft sicher vieles nicht gut, manchmal und das muss ich zugestehen passt es dann doch: Onana kommt aus der A-Jugend wurde super intrigiert. Vagnoman ( für viele kritisch) hat nen Riesenschritt gemacht und richtig gute Spiele gemacht.. nicht immer, dafür ist er ja noch jung…

Meine ersten Regeln wären:
Erstes Profi-Halbjahr Presseverbot! die Jungs sollen erstmal kicken bevor Sie sabbeln

Beratertage: es gibt 2 Wochen im Jahr in denen der Berater mit der Sportlichen Leitung sprechen darf. Eine Woche wird vor der Saison eingerichtet, eine Woche in der Winterpause. Das hat den Effekt das die Berater mal wieder lernen sich hintenanzustellen. In den beiden Wochen werden Perspektive und Vertragsgespräche vereinbart.

Neben dem Training und der Schule wird es eine „Schulstunde Profi-Ethik“ eingerichtet:
Umgang mit sozialen Medien, Umgang mit der Presse, intrinsische Motivation – was ist das wie geht das ? Ernährungslehre, Verhaltenskodex in der Gruppe entwickeln etc..

Scouting: der HSV muss den Anspruch haben für sich die besten Talente in der Region zu erhaschen. Für St. Pauli , Kiel und Hansa darf keiner übrig bleiben..

Jugendtrainer: die Trainer dürfen nicht mit wandern. Alle 2 Jahre neue Impulse in der Ausbildung.

Kooperation ausbauen international: J-League, MLS, etc. Sportcollage‘s dort wird professionell trainiert und ausgebildet. Gemeinsame Trainerausbildung, Spielerhospitanzen..

Das geht übrigens ohne Gelder in den Sand zu setzen..

Last edited 3 Monate zuvor by Schluder82
Ralf Lübbe
3 Monate zuvor

Schönen Abend Scholle.
5 Tore in 17 Spielen in Dänemark 25 Jahre alt. Lasst ihn lieber in Dänemark den Onugkha.
NUR DER HSV!!!

Kuddel
3 Monate zuvor

„Horst Hrubesch hatte es zuletzt sogar in Worte gefasst, als er sagte, dass er selbst gar nicht wüsste, welchem HSV-Nachwuchsspieler aus den eigenen  Reihen er aktuell den Sprung in die Profimannschaft zutraut. Eine Aussage mit Alarmpotenzial. Finde ich. Aber wie gesagt – morgen mehr dazu!“
.
Bitte den genauen Zusammenhang herstellen, Scholle.
Diese Aussage galt in Zusammenhang mit der Tatsache, dass seit über einem Jahr keine Spielbetrieb mehr herrscht.
Am besten und ehrlichsten wäre ein Interview mit Horst zu dem Thema. Alles andere ist Ferndiagnose.

bahrenfelder
3 Monate zuvor

Nachwuchstalente werden am Anfang hochgejubelt und alle setzen auf sie. Hört man dann plötzlich nicht mehr von ihnen hat meistens der Verein schuld.

Es gehören aber immer zwei dazu, dass Talent und der Verein. Manche jungen Leute sind heute so resistent gegen der Meinung von älteren mit mehr Erfahrung, da kommst du einfach nicht gegen an. Es ist eine Einstellungssache, oder wie immer geschrieben wird eine Charaktereinstellung des Talents. Will er zu 100% Fußballprofi werden des Sports wegen oder vielleicht nur schnell Geld verdienen. Natürlich fallen hier auch einige durch das Raster die es des Sports wegen machen, die aber einfach nicht das Talent für höhere Bundesligaklassen haben.
Es ist schwer in einem 15 – 18 jährigen zu erkennen was aus ihm werden könnte und in seine Gedanken kann auch niemand schauen. Ich denke mal, dass, wenn man von 100 Talenten 2 oder 3 sehr gute (1. Liga) Talente hat kann sich der Verein schon glücklich schätzen. Dann noch 3 -5 für die 2. Liga und es ist ein guter Schnitt. Es ist ein mühseliges Geschäft aber bei guter Arbeit vom Verein und vom Talent kann es sich lohnen. Für beide Parteien.

AlterSchwede
3 Monate zuvor

Alter Schwede, wohin ich beim HSV auch schaue – Kader, Nachwuchs, Trainer, Vereinsführung, finanzielle Situation – alles wenig bis gar nicht erbaulich.

Auch wenn es hier kein Thema (mehr) ist, ich finde es schon arg beschämend für die Verantwortlichen, dass man über 1 Jahr lang nicht in der Lage ist, finanzielle Zusatzmittel in Form eines Stadion-Sponsors an Land zu ziehen… in einer Metropole wie Hamburg.

Wohin man beim HSV auch schaut, man möchte nur verächtlich mit dem Kopf schütteln und sich ein wenig beschämt wegdrehen.

Zu dumm, dass es mir einfach nicht gelingt. Könnte es mir doch nur egal sein. Ist es aber nicht. Das Laster eines Fans.

Alex
3 Monate zuvor

Opoku? Das ist doch der Linksaußen, der von Thioune im Testspiel gegen Randers FC als rechter Verteidiger aufgestellt wurde. War auch fürn Arsch. ENDE

Rautenliebe
3 Monate zuvor

Steht der HSV wirklich im Vergleich so schlecht da?
Ich frage ganz neutral, da ich den Vergleich in der Tat selber nicht habe..
Wenn ich mir den Kader dieser Saison so anschaue, sind dort mit Vagnoman, Ambrosius, Meißner und Heil, der allerdings ja nur zu ein paar Kurzeinsätzen kam, 3-4 Startelfspieler dabei, die aus den eigenen Reihen stammen.
Ist das im Vergleich zu anderen wirklich so abgeschlagen wenig?

Jörg Brettschneider
3 Monate zuvor

Das Problem des HSV ist nicht, dass er Nachwuchsspielern keine Chance gibt. Das wird hier dummerweise immer wieder behauptet.

Das Problem ist, dass alle im – und um den HSV herum – erkennen müssen, dass man sich nicht darauf verlassen kann, über langfristige Nachwuchsarbeit wieder nach oben zu kommen. Dazu braucht man mehr Glück als Verstand. Schaut euch doch den Nachwuchs im Detail (!)) an.

Ich glaube, die meisten hier haben völlig falsche Vorstellungen davon, wie schwer es ist, Leistungsträger aus dem eigenen Nachwuchs zu generieren und was in den Nachwuchsleistungszentren überhaupt abgeht.

Die Fanboyz glauben offensichtlich, dass man dort unter Laborbedingungen planmäßig Leistungsträger für die (2.) Bundesliga heranzüchten kann, wenn nur gute Jugendtrainer und NLZ-Leiter vorhanden sind.

Weit gefehlt, kann ich nur sagen. Es geht auch bei Sechzehnjährigen nur noch um die Kohle. Die kommerzielle Transferschlacht hat sich längst in den Altersbereich der Bravo-Rubrik „Liebe, Sex und Zärtlichkeit“ verlagert.

Man muss einfach einkalkulieren, dass ein Talent, dass tatsächlich das Zeug für gehobene Bundesliga-Ansprüche hätte, nicht lange beim HSV bleibt. Ich würde mein Kind, wenn es entsprechend viel Talent hätte, auch lieber zu RB Leipzig oder woandershin schicken. Und zwar vor Vollendung des 20. Lebensjahres. Hrubesch zum Trotz.

Im Übrigen stelle ich euch mal eine Frage:

Wer aus der nachfolgenden Aufstellung kam wirklich aus dem eigenen HSV-Nachwuchs?

Koitka – Groh, Wehmeyer, Jakobs, Kaltz – Magath, von Heesen, Rolff, Milewski – Hrubesch, Keegan

Sind die Augen jetzt geöffnet?

Ich hatte Elvis im Hinblick auf junge hungrige schnelle transferwertgenerierende Talente gestern schon geantwortet: Träumt weiter! War ja nicht persönlich gemeint.

Das NLZ ist kein Zuchtlabor. Die allgemeinen gesellschaftlichen Probleme spiegeln sich auch dort wieder.
Und haben die Talente erst den Status eines Pseudo-Stars erreicht – wie derzeit Vagnoman, Kinzombie oder Gyamerah -, lassen die sich nichts mehr sagen.

Es wäre überhaupt der erste Schritt in die richtige Richtung, wenn man das beim HSV einmal erkennen wollte. Aber von diesem ersten Schritt sind wir noch meilenweit entfernt. Meilenweit…

Michael Kühnke
3 Monate zuvor

@Marcus Scholz! Es ist so gut wie alles gesagt zum Thema „Nachwuchs.“
Du brauchst deinen versprochenen Blog eigentlich gar nicht mehr zu schreiben.
Und wenn doch – musst dich einfach nur u.a. bei J. Brettschneider und natürlich He Luecht bedienen.
Solltest du aber Authentizität und Expertise zu Worte kommen lassen wollen, dann folge dem Ratschlag von Kuddel und mache ein Interview mit Horst Hrubesch!

Ekstase
3 Monate zuvor

Dietmar Beiersdorfer hatte diesen Fehler auch mal gemacht – und es später schwer bereut. Er hatte einen außergewöhnlich talentierten jungen Fußballer für den HSV gewinnen können 
—————-
Wenn man jetzt noch wüsste wer das gewesen sein soll, wäre das anscheinend zu viel des guten 😉

ToniHH
3 Monate zuvor

Es wird im Jugendbereich zu viel hofiert….fängt schon bei den Eltern an…
und endet mit dem Berater.

Fiete….was soll der machen 3 mio pro Jahr beim FCB….ich würde auch unterschreiben…..dass er es nicht geschafft hat…ist nun mal so, passiert.

Haben die Scouts vom FCB versagt??
Die zukünftige deutsche DFB 9!!!
War überall zu lesen….

Nein haben Sie nicht, Musiala und andere decken die Arp Investition.

Natürliche Auslese, man muss viel Geld in die Hand nehmen damit irgendwann ein Spieler wie z.B. Son sich herauskristallisiert.

NDHSV!
3 Monate zuvor

„Der HSV-Nachwuchs hat mächtig Nachholbedarf.“

Von mir gibt es 1 Euro für das Phrasenschwein.

alwaysHSV
3 Monate zuvor

Sehr interessant was heute zum Nachwuchs von Scholle geschrieben wird. Vielen Dank dafür. Ich denke mal, wenn es einer drauf hat einen etwas abgehobenen Nachwuchsspieler wieder auf den Boden zu holen dann ist dies Horst Hrubesch. Darum ist er auch auf dem optimalen Platz für ihn. Seine Stärke ist doch seit Jahren der Umgang mit jungen Spielern. Leider ist es nicht immer möglich einen Spieler schon vor der Verpflichtung so kennen zu lernen, dass man Jungs mit falscher Einstellung zu ihrem Traumberuf gleich aussortiert.

Kai Simon
3 Monate zuvor

„… als er sagte, dass er selbst gar nicht wüsste, welchem HSV-Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen er aktuell den Sprung in die Profimannschaft zutraut.“
Also, wenn das jemand anderer als Horst Hrubesch gesagt hätte, hätte man hier wohl schon längst von der Enteierung der Nachwuchsspieler gelesen. ☝️

zu Opoku: man muss da natürlich auch mal die Berater (innerhalb der Branche) schonungslos an den Pranger stellen. Ich finde, das auch die Berater eine extrem hohe Verantwortung tragen. Aber vielleicht bin ich auch zu naiv, geht ja um viel – und vor allem schnelles – Geld.
Naja, vielleicht kann ja Horst Hrubesch dem Jungen den Kopf gerade rücken.

@Marcus Scholz: hab einen schönen Abend mit den Kindern!

Und wer zum Teufel war denn jetzt dieses Toptalent, bei dem Dietmar Beiersdorfer seiner Fehler so schwer bereut hat? 🤔

Last edited 3 Monate zuvor by Kai Simon
Rautenhopper
3 Monate zuvor

Leider hatten wir in den letzten Jahren oft viele Talente, welche zu erst gefielen und danach komplett abfielen bestes beispiel ito und arp und jetzt wie es aussieht opoku.

Hans-Werner Rieken
3 Monate zuvor

Der kürzlich im Abendblatt erschienene Artikel über Fiete Arp zeigt auch einen Teil dieser Problematik.
Vom Nachwuchssuperstar zum Ersatzspieler in einer abgestiegenen 3. Ligamannschaft.
Ich glaube der HSV war da mal schuldlos!

Meaty
3 Monate zuvor

Solche hochgelobten Talente gab und gibt es immer wieder!
Der ‚Zauberer‘ Walter Laubinger wurde von Ernst Happel früher oft in den höchsten Tönen gelobt, konnte sich aber nie wirklich durchsetzen, weil er eine zu lasche Einstellung zum Sport hatte und oft und gerne um die Häuser zog!
Wenn es die Jungs dann endlich merken, dann ist es meistens schon vorbei!

uwe twiehaus
3 Monate zuvor

Wir brauchen keine ungeschliffenen Juwelen, uns fehlt auch kein Penny zum Glück, wir brauchen eine neu getaktete Mannschaft von mir aus auch mit Tim Walter als Trainer, aber ohne die bisherigen ahnungslosen Glücksritter, die nur Zeit Geld und Zukunftsperspektive kosten, und den HSV bis zur Unkenntlichkeit strippen! Alle Nachwuchssuperstars sollten wir uns so langsam von der Backe putzen und auf Leute hoffen die den Club wieder durch Fachwissen und Ärmel aufkrempeln auf gesunde Schienen stellen, und das alles ein bisschen Schneller wie bisher!

Simple Man
3 Monate zuvor

Moin zusammen.

Erstmal kurz zu Hunt:
Eine Trennung war unausweichlich. Ich bin zwar niemand, der wie andere eine Abneigung gegen den Fußballer Hunt hatte. Aber ich glaube, dass ein weiterer Entwicklungsschritt nur ohne Hunt möglich ist. Zu oft haben sich Mitspieler hinter ihm versteckt. Und – zugegeben – zu wechselhaft waren auch seine eigenen Leistungen. Ein Leader im fusballerischen Sektor war er beim HSV nie und viel zu selten der so oft zitierte Unterschiedsspieler. Zumal er mit nunmehr fast 35 eh einem „Neubeginn“, auch wenn ich das nicht zwingend am Alter festmachen will, im Wege stünde.
Wohl kein Spieler wird mehr mit den Misserfolgen der letzten Jahre in Verbindung gebracht, wie Hunt. Fazit: Trennung alternativlos.

Gruß

Marcel Gräwert
3 Monate zuvor

Persönlichkeits- u. Charakterentwicklung. Sozialverhalten. Gemeinschaftssinn. Grenzen setzen. Klassische Werte vermitteln. Fördern + Fordern. Freundschaftlich streng. Pädagogik halt…

Aradia
3 Monate zuvor

Moin

Es ist entschieden,
der letzte gute und gefährliche HSV Spieler hat keinen
neuen Vertrag bekommen.
Der Hunter wird nicht mehr für uns auflaufen.
Vielen Dank für die Tore und Freistösse.

Damit haben wir kein kreatives Mittelfeld,
keinen Knipser und ein total unsicheres Abwehrzentrum.

Man verlässt sich auf die restlichen Vertragsspieler.
Wenn man die Mann deckt verlieren sie den Überblick.
Das heisst……..Abwehrschlacht. Die dann überforderte
Abwehr wird es nicht schaffen können über 90 Min.
das Tor sauber zu halten.

Dadurch wird der grosse HSV ein kleines Mäuschen
das aufpassen muss das es aus seinem Mauseloch
noch heraus kommt.

Da kann auch der beste Trainer nix machen.
Wir werden viele Probleme bekommen.

Nur der HSV
3 Monate zuvor

Fehlen hier wieder Kommentare?

Micky
3 Monate zuvor

Ich denke, Tim Walter wird knallhart durchgreifen.

Und Mitte(!) der Saison wird er zu Boldt gehen und ihm mit seinem stechenden Blick sagen;

„Hey Jonas, das wird auch diesmal nix mit dem Aufstieg. Hast ja gesehen. Die Leistungen stehen bei den meisten hier hinter den Ansprüchen zurück. Mit gerade mal drei spielerisch vernünftig, leistungsbereiten Typen ist hier kein Blumentopf zu gewinnen.
Also schmeiss mich jetzt raus oder besorg mir ’ne vernünftige Mannschaft. Ich lass mich doch nicht von den restlichen Losern hier ficxen um am Ende die Arschkarte zu bekommen.
Siehst ja, was die neunmalkluge Journaille hier schon wieder vom Stapel lässt. Machen Druck ohne Ende, die Spinner. Also mach mal. Und stell dich der Meute und verklicker denen, dass alles seine Zeit braucht, damit ich hier in Ruhe weiter machen kann.
Muss sowieso nochmal mit Horst sprechen. Vielleicht hat der ja noch ein Ass im Ärmel, sonst sehe ich schwarz.
Und überhaupt, wie sieht’s eigentlich mit Sponsoren aus? Da muss jetzt mal was kommen. Ohne Moos bekanntlich nix los. Wir brauchen wenigstens noch drei knallharte Typen, die den Fels in der Brandung ausmachen. Brauchen auch nicht die technisch versiertesten zu sein. Nur hart im Nehmen und zu den Gegenspielern, sonst driften wir hier ins Nirvana ab. Weisst du Bescheid , nicht wahr?“

Folker Mannfrahs
3 Monate zuvor

Kiel wird zerlegt 1:4!!!

Hans-Werner Rieken
3 Monate zuvor

So wie Kiel wäre es uns in der Reli auch ergangen!

FRANZ HOELSCHER
3 Monate zuvor

Fiete Arp : wie lange läuft sein Vertrag bei Bayern ?
Vielleicht braucht er eine bessere, vertraute Umgebung…? Er hat viel gelernt seit er weg ist, mit einem Trainer der mit jungen Leuten umgehen kann klappt es vielleicht besser bei uns ? Natürlich zu dem HSV 2 Liga Tarif.

Baresi
3 Monate zuvor

Das diesjährige Scheitern der Kackstörche trägt HSVeske Züge!

Grantler3006
3 Monate zuvor

Ein guter Blog heute über den Nachwuchs und eine sehr rege und konstruktive Diskussion im Kommentarbereich. Das gefiel mir sehr, weil unterschiedliche Ideen, Ansätze und Meinungen aufeinander trafen.

Was ich an der Sache schade finde, ist, dass wir Fans und einige offensichtlich sehr fundiert über Namen und Talente schreiben, gar Ansätze von Konzepten haben und der HSV, außer Horst nach außen hin nicht so prickelnd da steht. Ich betone nach außen hin. Was geht ab im Internat, was kann und muss sic verbessern, was ist der langfristige Plan und die Ausrichtung.

Ich las was von Ajax und kann nur sagen, die fangen im Prinzip ja schon an die Kicker nach einem Spielsystem auszubilden. Alleine da hapert es beim HSV schon, obwohl man sich erfolgreiche HSV Mannschaften in der Vergangenheit hätten ansehen können.

Happel war seiner Zeit voraus und es war die erfolgreichste Zeit des HSV. Es waren nicht die größten Namen, aber es war eine Taktik vorhanden, die umsetzbar war. Pressing, Abseitsfalle etc. Klar muss man ein System auch generationsübergreifend dem modernen Fußball anpassen. Umschaltspiel, Flügelspiel etc.

Ich behaupte, wenn man eine Vereins DNA gefunden hat und Spieler entsprechend scoutet und ausbildet, ist der Durchlauf nach oben besser.

Wenn dann flankiert, neben der Spielidee, athletische, sportliche und fußballspezifische neben Charaktereigenschaften beim Scouting dazukommen, so wird der Unterbau stärker und die handelnden Personen sind austauschbar, weil das Konzept steht.

Für sowas steht ein Rangnick und wenn jemand so ein Konzept hat, dann kommt auch ein Kühne wieder um die Ecke.

Einzig fehlt dem HSV aktuell Personen in Verantwortung, die diese oder eine ähnliche Vision und den Mut haben eine solche nachhaltig zu gestalten.

Leider!!!