Der HSV darf nicht mit zu wenig zufrieden sein

by | 05.09.22 | 196 comments

Ich freue mich über Siege des HSV. Weil sie den Klub und alle Anhänger wieder ein Stück näher an die Erstklassigkeit heranrücken. Dazu zählen alle Siege. Denn auch die vermeintlich „hässlichen“ und „unverdienten“ Siege zählen drei Punkte. Und wenn mir eine/r hier zeigen kann, wo eine Mannschaft in einer Profiliga über eine gesamte Saison hinweg jeden Sieg auch zu 100 Prozent verdient hatte, dann werde ich Abbitte leisten. Bis dahin allerdings halte ich nichts davon, Leuten das Jubeln madig machen zu wollen, wenn ein Sieg mal nicht so souverän herausgespielt wurde. Auf der anderen Seite allerdings muss man immer auch aufpassen, dass der Jubel nicht die kritischen Töne so überdeckt, dass man sie vergisst. Denn genau darin liegt die Kunst, wenn man große Ziele erreichen will: Man muss auch in erfolgreichen Phasen immer wieder den Finger in die Wunde legen und sehen, was eben noch besser werden muss. Nur so macht man sich schwerer angreifbar.

Und vorweg: Bei Tim Walter habe ich eigentlich selten das Gefühl, dass er zu euphorisch ist. Das gilt auch für sein Statement nach dem Sieg gegen den Karlsruher SC, in dem er die erste Halbzeit seiner Mannschaft tadelte, um die zweite Hälfte dann zu loben. In der zweiten Hälfte aber habe ich dann wieder den HSV gesehen, den wir uns alle wünschen: „Wir haben etwas umgestellt, haben dadurch aggressiver verteidigt und sind höher angelaufen und hatten zudem auch gute Offensivaktionen mit Abschlusschancen… Doch egal wie – am Ende ist unser Sieg gegen einen wirklich sehr starken KSC verdient.“

Alles okay soweit. Dachte ich – und hatte irgendwie ein komisches Gefühl. Denn das Spiel gegen den KSC war wieder nicht so souverän, wie man es mit einer Führung im Rücken durchaus von einer Zweitliga-Spitzenmannschaft erwarten könnte. Mir fehlte wie zuvor schon einige Mal auch diesmal dieser unbedingte Wille, das Spiel vorzeitig zu entscheiden.  „Leider haben wir unsere Gegenstöße aber nicht immer gut genug ausgespielt und es so verpasst, das 2:0 zu machen, auch wenn trotzdem genügend Chancen da waren. Aber irgendwann wird auch vorn der Knoten platzen“, analysierte Walter zwar treffend. Aber eine Gefahr besteht: Dass die Mannschaft glaubt, es geht auch so.

Und genau hierzu habe ich von unserem Blog-Freund und Psychologen Dr. Olaf Ringelband eine sehr schöne, weil treffende Mail erhalten. Aber lest selbst:

Moin Scholle,

Kurzer Kommentar zum Spiel, kannst Du gerne verwenden:

Psychologisch ist der Sieg gegen Karlsruhe gefährlich. Klar, Karlsruhe war sehr stark, gerade in der ersten Halbzeit. Dass man das Spiel an glücklich dank Reis und Heuer-Fernandez gewonnen hat, wird die beim Trainer und den Spieler schon häufig geäußerte Haltung festigen, „wir müssen nur Geduld haben, unsere Qualität wird sich irgendwann durchsetzen“. Bei dieser Haltung wird vergessen, dass man ohne taktische Konzepte und Spieler, die in jeder Situation vollkonzentriert sind, nicht aufsteigen wird. 

Ich hätte mir gewünscht, dass sich Walter und die Spieler nach dem Spiel selbstkritischer geäußert hätten und statt von einem „verdienten Sieg“ zu sprechen die offensichtlichen Defizite angesprochen hätten. Kurz gesagt: ich erkenne eine gefährliche Selbstzufriedenheit, dass das, was man gegen Karlsruhe gezeigt hat, genug ist. Der HSV sollte mal einen Blick nach Berlin zur Alten Försterei werfen, da kann man sehen, wie man im Verein eine Hochleistungskultur aufbaut.

LG
Olaf

Zunächst einmal allerherzlichste Grüße mit einem großen Dank zurück, lieber Olaf. So selten das auch in einem solchen Maße ist: Dieses Mal stimme ich Dir zu 100 Prozent zu. Mein Opa hat früher in solch seltenen Momenten immer gesagt „zwei Doofe, ein Gedanke“ – aber das lasse ich an dieser Stelle mal weg 😉 Fakt ist aber, dass ich Deinen Gedanken genauso teile und mich frage, ob Walter diese Gefahr erkannt hat. Meine Vermutung ist: Das hat er – aber er lässt es in Maßen trotzdem zu, weil die klubinterne Situation es aus seiner Sicht erfordert. Denn aktuell scheint es noch so zu sein, dass Niederlagen gegen das Tandem Walter/Jonas Boldt verwendet wird. Dementsprechend gereizt reagieren diese beiden aktuell auf Kritik. Beziehungsweise, dementsprechend überhöht werden Siege ausgekostet und betont, dass alles in die richtige Richtung läuft.

Ich habe deshalb mit Spielern telefoniert, um eine Antwort auf unsere Befürchtungen zu bekommen. Allesamt wollten sich nicht über den Trainer äußern. Nicht, weil sie schlechte Sachen sagen müssten, sondern weil sie ihn und seine Art schätzen und den Respekt wahren. Im Off haben sie mir aber versichert, dass der Trainer intern sehr viel mahnender ist und sehr wohl auch nach Siegen unzufrieden sei. Man werde immer wieder davor gewarnt, mit zu wenig zu früh zufrieden sein. Und das deckt sich mit meiner Einschätzung des Trainers.

Hoffen wir mal, dass es auch so stimmt. Die richtigen Typen dafür hat der HSV dafür aktuell im Team. Heuer Fernandes, Schonlau, Vuskovic, Heyer, Meffert, Glatzel – um nur einige zu nennen. Und wer sich beispielsweise den gerade sehr gefeierten Ludovit Reis ansieht, der kann nicht zu dem Schluss kommen, dass hier falsche Zufriedenheit vor dem nötigen Einsatz abhält. Aber wir werden das Thema im Auge behalten. Schon am Freitag gilt es für den HSV in Kiel. Denn da hat man seit der Zweitligazugehörigkeit noch keinen Dreier einfahren können…

In diesem Sinne, bis morgen!

Scholle

P.S.: In diesen Tagen wird auch das klärende Gespräch zwischen Klaus Michael Kühne und dem HSV stattfinden. Der Anteilseigner weilt bereits in seinem Hotel „The Fontenay“ an der Alster.

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Jörg Melzer
5 Monate zuvor

Ich kann es echt nicht mehr hören. Müssen wir uns jetzt entschuldigen, dass wir von 8 Pflichtspielen 6 gewonnen haben, davon 5 zu Null. Immer dieses wenn ein stärkerer Gegner kommt, sehen wir alt aus. Wer denn zur Hölle? Konteranfällig? 3 Gegentore. Wozu haben wir denn Heuer? Richtig, damit er seine Bude sauber hält. Klar, ist nicht alles Gold was glänzt. Aber man wird sich doch mal freuen dürfen über ein 1-0. Letzte Saison hieß es, wir haben zu viele Unentschieden. Und nun? Gewinnen wir 2x 1-0 und 3x 2-0. KEIN Unentschieden. Bei Jatta könnte ich auch ausflippen, wenn er keine Flanke rein bekommt. Das Dumme ist, wenn mal geniale Dinger kommen, sind die in der Mitte zu doof die zu verwerten (oder sie rechnen gar nicht mit einer zielgerechten Flanke). Dompè macht einen guten Anfang und Benes braucht Spielpraxis. Und natürlich wird Walter in der Kabine einen ganz anderen Ton anschlagen, als vor der Kamera. Richtig zufrieden war er noch nie, aber die Jungs verstehen sein Prinzip Fussball. Egal, was ihr sagt oder schreibt, der Start ist gut. Platz 2. 15 Punkte. Kein Unentschieden. Vorne muss es noch besser laufen, aber das wird schon. In diesem Sinne, einen schönen Abend.

P.S. Und nicht alles, was Dr. Ringelband von sich gibt, muss auch richtig sein. „Psychologisch ist der Sieg gefährlich“…natürlich wäre ein 0-5 viel besser für die Psyche. Die wissen das 1-0 schon einzuordnen.

Last edited 5 Monate zuvor by Jörg Melzer
Meaty
5 Monate zuvor

Saisonübergreifend bekommt man einige Dinge beim HSV einfach nicht in den Griff!

Das der HSV zzt. die Spiele gewinnt, die er letzte Saison noch mit einem Unentschieden beendet hat, zeugt mMn nicht von mehr Abgezockheit oder Souveränität im Team, sondern einfach nur auf viel Glück und und in einem sehr guten Torhüter!
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– Gegen Braunschweig diverse Konter u. Torchancen des Gegners zugelassen! Nur eine HZ phasenweise ein gutes Spiel gezeigt, im Griff hatte man das Spiel nie!
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– Gegen Rostock hatte man wie so häufig keine Mittel gegen eine kompakte u. eingeschworene Kampfmannschaft!
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– Gegen gute Heidenheimer auch nur eine etwas bessere 30. minütige Phase im Spiel gehabt und sich dann mit Verwaltungsfußball und 15 gegn. Eckbälle – diversen schlecht ausgespielten eigenen Konter – über die Zeit gerettet!
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– Gegen schwache Bielefelder am Ende wieder nur dank Heuer Fernandez und einem Sonntagsschuss von Benes gewonnen!
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– Gegen Spiel- und Willensstarke Darmstädter kaum Lösungsansätze im Spiel gefunden. Ein willenstarkes Aufbäumen des Kollektivs war erneut nicht zu erkennen!
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– Gegen Nürnberg brauchte man erneut bis in die Nachspielzeit, um einen Sieg bei einem eher unterdurchschnittlich spielenden Gegner einzufahren!
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– Gegen den KSC eine HZ erneut nicht stattgefunden und mit mehr Glück als Verstand u. Heuer Fernandez gewonnen!
.
Saisonübergreifend leidet man immer noch an:
verschlafenen Halbzeiten …
der eigenen Konterschwäche …
der Anfälligkeit bei gegn. Kontern …
der fehlenden kompakten Spielweise …
kaum vertikalem Passspiel …
der eigenen Abschlußschwäche …
der gesamtmannschaftlichen Torungefährlichkeit …
der Unbeweglickeit der Mittelfeldspieler Räume zu erschaffen …
der Unbeweglickeit der Mittelfeldspieler als Anspielstation …
kaum kreative Lösungsansätze gegen tiefstehende Gegner …
kaum Gegenwehr bei willenstarken Kampfmannschaften …
Nichterkennung von schwächelnden Gegnern …
teilweise holt man diese sogar mit seinem passiven Verwaltungsfußball ins Spiel zurück …
etc.

Souveräne Siege bekommt man sogar gegen schwächelnde Teams nicht hin! Viel Glück und der einzige Unterschiedsspieler Heuer Fernandez schönt mMn momentan den bisherigen Saisonverlauf!

Last edited 5 Monate zuvor by Meaty
Flotti McFlott
5 Monate zuvor

@alwaysUltra

Zitat Vorblog::
„ Der gambische Maltafuß ist ja wohl auf dem Gebiet „Maltafüße“ der Nachfolger von dem damaligen Maltafuß Narey, der dann, hältst du es für möglich, plötzlich in Düsseldorf vom Maltafuß zu einem überragenden Vorbereiter wurde. Ist der jetzt trotzdem noch in deinen Augen ein Maltafuß oder hast du dich einfach bei ihm vertan?
Obwohl – dass du dich in einem Spieler geirrt haben könntest ist ja nahezu undenkbar. 😉“

Heilige Mutter Gottes! Ich erkläre es gerne nochmal, auch wenn es vermutlich mehr Sinn macht mit einer Seegurke zu diskutieren:

Als Narey hierher kam, mochte ich ihn, er hat passabel gespielt und sogar hin und wieder genetzt. Leider war es damit nach nichtmal einer Halbserie vorbei, dann spielte er nur noch unglaublich beschissen. Die Tatsache, dass er plötzlich extrem maltafüßig spielte wurde von etlichen Leuten – unter anderem auch von mir – bemängelt. Es wurde seine Performance über Monate hinweg kritisiert, irgendwann haben ihn die Verantwortlichen mit Abfindung vom Hof gejagt.

Dazu jetzt ein paar Rückfragen an dich.

1. Er hat hier, abgesehen von ein paar Monaten am Anfang, miserabel performed und das wurde von mir benannt. Inwiefern habe ich mich vertan?

2. Wäre die Frage, WARUM der Spieler hier plötzlich nicht mehr performed hat nicht viel interessanter?

3. Haben sich eigentlich die Verantwortlichen, die ihn fortgejagt haben vertan? Und falls ja, wäre das nicht deutlich schlimmer, wenn Mutzel, Boldt und Waltersen sein Potenzial nicht erkannt hätten? Immerhin sind die ja deutlich näher dran als der kleine Flotti …

🤔

Last edited 5 Monate zuvor by Flotti McFlott
Olaf Ringelband
5 Monate zuvor

Als HSV-Fan bin ich völlig Eurer Meinung: Hauptsache gewonnen. Auch dass manche Spiele etwas glücklich (sprich: dank Heuer-Fernandez) gewonnen werden, ist aus der Fan-Perspektive nichts Schlechtes.
Aber als Organisationspsychologe ist meine Sichtweise anders: da erwarte ich, dass der Verein jedes Spiel gewinnt, zumindest so spielt, dass man es gewinnen will. Und dass dass jeder im Verein stets 100% für den Erfolg gibt. Und dass jeder jeden Tag etwas besser wird, dass es bei jedem Spiel eine erkennbare Weiterentwicklung gibt – Fehler werden abgestellt (okay, das hat man nach dem Pokalspiel schon gesehen, dass die Defensive deutlich besser stand), es gibt neue taktische Varianten, neue Standards, neue einstudierte Bewegungsabläufe. Kurzum: eine konstruktive Unzufriedenheit, die dazu führt, dass jeder jeden Tag etwas besser wird. Dazu gehört, dass Fehler offen angesprochen werden.
Grundsätzlich bin ich mit der Entwicklung schon zufrieden, aber die Haltung der Selbstzufriedenheit steckt tief in der Kultur des HSV: die Haltung „wir sind der große HSV, wir werden schon irgendwie nicht absteigen“ hat letztendlich zum Abstieg geführt. Und die Haltung, „wir haben die beste Mannschaft der 2. Liga, wir gehören natürlich in die erste Liga“ hat bisher nicht zum Wiederaufstieg geführt.
Ich habe es schon häufiger geschrieben: diese Haltung steckt tief in der DNA des Vereins, angefangen beim Top-Management. Dieses Haltung durch eine Hochleistungskultur zu ersetzen ist nicht einfach, aber machbar.

Calimero
5 Monate zuvor

Ich finde es sehr befremdlich, dass eine Handvoll User hier alle die eine andere Meinung haben, meinen belehren zu müssen und ihnen den Fussballsachverstand absprechen. HSV Fan zu sein, bedeutet nicht alles abzunicken. Berechtigte Kritik und kontroverse Diskussionen sind wichtig, um Missstände aufzudecken und die Entwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken. Daher sollte Meinungsvielfalt erlaubt sein.

Last edited 5 Monate zuvor by Calimero
Fussballtrainer
5 Monate zuvor

Ich habe mich immer schon gefragt, warum man z.B. Bayernfan sein kann. Wie langweilig ist das denn? Dem Grunde nach hat doch ein Bayernspiel überhaupt nix! Diese Präzision, diese Schnelligkeit und der Spielwitz, der einem Gegner haushoch überlegen ist. Warum soll man da ins Stadion gehen? Wo ist da die Spannung? Kommt dann höchstens in der CL.

Da ist es doch beim HSV anders, das Mitfiebern, das ärgern, die Überraschung und Freude wenn auf einmal ein Spielzug gelingt, wenn Jatta aus vollem Lauf einen präzisen Pass bringt, wenn Tikitaka funktioniert und letztlich auch ein 1:0 über die Zeit gebracht wird, auch wenn der Erfolg dann von einem herausragenden Torhüter abhängt. Das Leiden mit den Spielern, wenn es nicht klappt, das Herzeleid, dass einen Fan eine Woche leiden lässt und die Zufriedenheit über einen knappen Sieg und Freude und Stolz wenn man auch mal souverän gewinnt.
Das ist HSV!

Wenn der Sieg von einer Torhüterleistung abhängt, dann möchte ich wissen, wer Jan Sommer den Punkt absprechen möchte gegen die Übermächtigen?

Ich halte nix von pauschalierten, psychologischen Feststellungen über eine ganze Mannschaft! Es ist Aufgabe des Trainers die nächste Mannschaft im Training so einzustimmen, dass jeder Spieler neuen Kampfgeist und Durchstehvermögen zeigt. Ich hab schon Punkte gesehen die waren absolut unverdient, bei anderen Spitzenmannschaften der 1.Liga. . Trotzdem muss man nicht zwangsläufig von Selbstüberschätzung ausgehen.

Ich habe schon immer gesagt, dass der HSV mit einer gewissen Arroganz auf den Rasen aufläuft und dass dabei einige Spieler vergessen, dass die anderen auch Fußball spielen können. Das muss der Trainer ihnen abgewöhnen.

Bis dahin warte ich mit Vorfreude und Spannung auf das kommende Spiel, sterbe Tausend Tode wenn die hintenrum spielen und Heyer anfängt am 16er zu dribbeln, grinse leicht, wenn Jatta die erste Flanke schießt und ich hoffe, dass die Ordner den ball wiederfinden
hoffe dass Meffert keinen abräumt und erwarte dann Eins, Zwei oder vielleicht sogar Drei Geistesblitze und sauber durchgeführte Toraktionen. Dann hoffe ich natürlich, dass DHF durch den Strafraum fliegt und alle Schüsse reaktionsschnell entschärft.

Und wenn man dann 3 Punkte holt, bin ich wahrscheinlich genauso zufrieden wie die Mannschaft hinterher in der Kabine. Ich gönne ihr das.

Paulinho
5 Monate zuvor

Vertragsverlängerungen darf es nach meinem Verständnis nur nach einer erfüllten Leistung geben und nicht vorher. Das muss hier endlich mal Einzug halten, was denn sonst. Der HSV hat schon viel zu viele nach Versagen durchfüttern müssen. Nicht der Verein muss in Vorleistung gehen, nein, die, die mit ihrer Vertragsunterschrift versprochen haben alles zu geben, damit dieser einst ruhmreiche Klub wieder in die erste Liga kommt.
Punkt! ENDE !

Last edited 5 Monate zuvor by Paulinho
Negan
5 Monate zuvor

Na dann mal konzentriert auf Kiel vorbereiten, nur das zählt !!!

Aradia
5 Monate zuvor

👩Moin…..

Die Verantwortlichen des HSV müssen sich mit
M.Kühne zusammen setzen und für die Zukunft
des Vereins einigen, denn Geld stinkt nicht und
hilft in der jetzigen Situation.

Es ist doch egal ob Er, oder Boldt oder Wüstenfeld
Mitsprache Rechte haben. Daneben liegen, im Sport
auch reihenweise Experten. Von daher ist Kühne
bei unseren Schulden eher eine Hilfe!

Es darf nicht auf eine Minderheit gehört werden,
die da meinen, den HSV für ihre Zwecke zu benutzen.
Über 80.000 Mitglieder und viele Fans wollen das es dem
HSV gut geht und Herr Kühne sicher auch.
Das Stadion ist eh nicht mehr wie auch immer, im Besitz
des HSV.

Also sollte man ihm die gewünschte Anteile geben
und dann mal sehen was passiert.
Die meisten Hamburger und die Stadt wünscht sich
die 1.Liga.
Es wird immer andersdenkende Meinungen geben.
Aber die Mehrheit sollte die Oberhand haben.

Von daher, Kiel schlagen und oben dran bleiben.

Kosinus
5 Monate zuvor

Mit 3 Gegentoren gehören wir zu den besten Defensiven Europas im Profifussball.

Mehr muss man zum neuen, faszinierenden HSV nicht mehr sagen, der jung und alt immmer mehr begeistert.

Bei manchen sieht man wieder das Funkeln in den Augen, wenn sie von ihrem HSV sprechen.

Gute Leistungen konservieren, Schwächen dezimieren, Erfolg maximieren!

Last edited 5 Monate zuvor by Kosinus
Jörg Brettschneider
5 Monate zuvor

Kann dem heutigen Blog zustimmen. Wehret den Anfängen…der Selbstzufriedenheit.

Ich erwarte außerdem, dass die derzeitigen Clubvertreter konstruktiv, offen und ohne Vorbehalte in die Gespräche mit Kühne gehen. Es geht hier nur um den HSV. Nicht darum, ob einzelne Protagonisten um ihre Positionen und ihren Einfluss fürchten. Es geht um Verantwortung!

Frank Müller
5 Monate zuvor

OMG….dieser Boldt.
Nach dem mühsamen 1:0 isser schon wieder aufgestiegen und kommt
prompt WIEDER mit VERTRAG.
Wenn jetzt in Kiel einer von uns gelb sieht, rennt der auf´n Platz, weil der Schiri
den Auftsieg verhindert.
Nüchtern bleiben: sollten wir tatsächlich aufsteigen, muß doch sowieso ALLES
neu geordnet werden.
Mit dem hinten-raus-Gepicker würden wir abgeschlagen LETZTER.
Aber….congratulations: er hat messerscharf kalkuliert:
Sollte Mikelbrencis tatsächlich mal einsetzbar werden, wäre Heyer woanders
einsetzbar.
Whow…wunnebar.
Besser hätte man es nicht sagen können.

Jörg Melzer
5 Monate zuvor

Ich finde, dass in letzter Zeit, das „Betriebsklima“ in diesem Blog 100% besser geworden ist. Man kann hier seine Meinung sagen, wird dann zwar kritisiert, aber alles im vernünftigen Rahmen. Das war auch schon mal ganz anders. Jedenfalls macht es wieder Spass hier seine bzw. meine Meinung kundzutun…danke dafür.

Norbert Schröder
5 Monate zuvor

Einfach 2 gute Halbzeiten spielen, statt bisher überwiegend nur 45 min.
Ein Heuer Fernandes ist nicht immer da !

Der absolute Wille, 90 min an die Grenzen zu gehen muss weiter geschärft werden.

Klaus Henning
5 Monate zuvor

Moin,

Eure Benotungen. Mal wieder mit Varianzen (v) – je kleiner desto „einiger“ seid Ihr Euch.
Man beachte den Unterschied zwischen Heuer-Fernandes und Jatta!

HSV – Karlsruher SC

Daniel Heuer Fernandes 1,0 (0,30)
Moritz Heyer 3,6 (0,71)
Miro Muheim 3,3 (0,59)
Sebastian Schonlau 3,1 (0,56)
Mario Vušković 2,3 (0,54)
László Bénes 3,4 (0,41)
Filip Bilbija 3,6 (0,44)
Jonas David 3,6 (0,46)
Sonny Kittel 3,7 (0,81)
Jonas Meffert 2,6 (0,77)
Ludovit Reis 1,9 (0,50)
Robert Glatzel 4,1 (0,63)
Bakery Jatta 4,4 (1,30)
Jean-Luc Dompé 2,9 (0,44)
Trainerteam 3,6 (0,95)
Schiedsrichter 2,9 (0,43)
Zuschauer HSV 1,9 (0,85)

Schluder82
5 Monate zuvor

Gewonnen ist gewonnen… das nächste Spiel ist wieder ein vollkommen anderer Gegner. Ich kann es verstehen, wenn ein paar Bayernspieler irgendwann satt sind. Unser Team ist davon noch ganz weit entfernt.
Wie soll sich denn ein Selbstbewusstsein entwickeln, wenn Gewinnen nicht normal sein darf ?
Natürlich soll jeder auch gerne immer besser werden und die Jungs sollen an den Schwächen gerne arbeiten.
Wir sind der Favorit Nummer 1. Wie können jedes Spiel zu null spielen und in jedem Spiel treffen, was für den Aufstieg ausreichend ist.

Sogar im Vorstand ist es gerade ruhiger.

Gut ist auch mal genug, obwohl besser noch geht.

Kai Lorenzen
5 Monate zuvor

Da bin ich aber froh, dass sich kein Spieler in diesen Telefonaten negativ geäußert hat. Schon grenzwertig, zu solchen Maßnahmen zu greifen. Was will man damit erreichen und wäre es, wenn man negatives Feedback der Aktiven bekommen hätte, hier zum großen Aufhänger geworden?

In der ersten Halbzeit war Karlsruhe die bessere Mannschaft und hätte führen müssen, im 2. Abschnitt waren wir besser. Konnte entgegen des Blogautors auch nicht erkennen, dass wir das Spiel nicht rechtzeitig entscheiden wollten. Der Wille war absolut da, man scheiterte aber an eigenen Unzulänglichkeiten.

Rotkaeppchen1966
5 Monate zuvor

Die „MOPO“ schreibt, die Gespräche mit Kühne finden in der Länderspielpause statt, d.h. irgendwann zwischen dem 18. September (HSV Heimspiel 17.9. abends) und dem 29.September (HSV 30.9. in Hannover). Ist das mit „in diesen Tagen gemeint“?
Hat jemand hier „MOPO“ Plus? Dort ist ein Kommentar platziert „So zeigt der HSV, dass er Kühne nicht braucht“.
Aus den ersten Zeilen könnte man meinen, sie leiten diese These daraus ab, dass man in der zweiten Liga bereits 5x ohne Gegentor geblieben ist – und somit, gell Kosinus?, eine der stärksten Defensivreihen Europas stellt.
Vielleicht kann hier jemand Aufklärung leisten, ob hier das in wirtschaftlich und sportlicher Hinsicht absolut kompetente Fachblatt einmal mehr ein Paradebeispiel für Pulitzer-Preis verdächtigen Journalismus liefert?
Ich sehe es einmal mehr so wie Jörg: Da Kühne seine Absichten zumindest verbal relativiert hat (keine Ahnung, ob es inzwischen auch ein neues Positionspapier gibt), sollte der HSV, wie man heute so schön schreibt, „ergebnisoffen“ in diese Gespräche gehen.
Herr Kühne sollte sich aber auch bewusst darüber sein, dass seine permanenten „Störfeuer“ im Falle einer wie auch immer gearteten Zusammenarbeit zu unterbleiben haben und die von ihm entsendeten Vertreter in den AR oder wo auch immer, sich nicht zu sportlichen Fragen in der Öffentlichkeit zu äußern haben wie seinerzeit der Leichtathlet Herr Gernandt, der meinte Statements zum Verbleib Slomkas oder zum Kommen Tuchels abgeben zu müssen.
Ich gebe zu, auch für HSVPlus votiert zu haben um dann einsehen zu müssen, es war auch „dank Kühne und seinen Leuten“ ein Desaster.
Selbstzufriedenheit war in der Tat in den letzten Jahren ein größerer Gegner für den HSV als die Teams, die ihm gegenüberstanden.
Sehe ich auch wie Scholle: Es ist nichts, rein gar nichts, erreicht bisher. Das ist es, wenn der Aufstieg feststeht.
Aber man kann in der Tat einen kleinen Achtungserfolg auf dem Weg dahin einstreichen, indem man mal die Kieler schlägt.
Es muss ja nicht sein, dass Skeptiker, die zugegeben wie ich, mit Lob sparen und und mit Kritik nicht geizen, am Ende einmal mehr in ihrem Glauben „die kriegen es ja doch nicht gebacken“ am Freitag bestätigt werden.

Last edited 5 Monate zuvor by Rotkaeppchen1966
Nicolai Alexander
5 Monate zuvor

Sehr guter Blog Scholle.👍🏻

Ich finde auch, dass man sich über die 3 Punkte gegen den KSC freuen sollte.

Darüber hinaus sollte man aber nicht verkennen, dass das Spiel auch hätte verloren gehen können.

Von daher ist es richtig, dass der Trainer und die Spieler sich nicht in Sicherheit wiegen sollten. Es liegt noch ein langer und schwieriger Weg vor Ihnen um das ausgegebene Ziel zu erreichen.

Ich hoffe wirklich dass es allen bewusst ist. Vor allem Walter auch in taktischer Sicht.

alwaysHSV
5 Monate zuvor

Ich sehe mir gerade das Länderspiel der Frauen Bulgarien gegen Deutschland auf ONE an. Man sprach ja seit der EM kürzlich davon, dass die Fußballerinnen für sich Werbung machen mit ihren Leistungen, teilweise auch gleiche Bezahlung wie für Männerfußball, neue Zuschauer dazugewinnen usw. usw.
Jetzt ist gerade Halbzeit und Deutschland führt 3 : 0. Da sind zwar heute etliche neue Spielerinnen für Deutschland auf dem Platz aber wenn ich sehe wie stümperhaft es in vielen Szenen aussieht, dass nicht mal die einfachsten Dinge funktionieren dann wird es mit der Akzeptanz des Frauenfußballs noch lange dauern. Die Bulgarinnen sind ja wirklich mehr als unbedarft aber wie sich unsere Frauen dabei anstellen ist auch kaum zum ansehen. Ärgerlich finde ich auch, dass der Reporter nicht ein Wort dazu sagt wie schwach die Leistung ist was ich aber schon häufiger festgestellt habe.
Auch wenn die Sender eine Sportart pushen wollen sollte ein Spiel trotzdem so kommentiert werden wie es das verdient.

MeinVerein2021
5 Monate zuvor

Das alte Thema der konsequenten Hochleistungskultur bleibt aktuell.

Ich höre aus den Interviews der HSVer keine Selbstzufriedenheit heraus. Freude über den Sieg, ja.

Nun kommt ein Meilenstein: Kiel erstmalig zu schlagen. Ich bin sehr gespannt.

bahrenfelder
5 Monate zuvor

Der HSV ist in dieser Saison mal wieder der gejagte und jeder andere Verein versucht das beste gegen den HSV herauszuholen.
Kiel kann bei einem Sieg Punktemäßig auf den HSV aufschließen und das wird Anreiz genug sein.
Ich denke somit, weder 3 Punkte für noch 3 Punkte gegen den HSV.

Kosinus
5 Monate zuvor
Tom Mehrmann
5 Monate zuvor

Test. Obwohl ich Bestätigung über Freischaltung erhalten habe, werden meine Posts nicht veröffentlicht…Bitte mal prüfen. Danke

Blumi64
5 Monate zuvor

Scholle dann nutze die Gelegenheit und Interview KMK mal in seinem Hotel