Der Fehler im „System HSV“ beginnt ganz oben

von | 13.05.21 | 258 Kommentare

Holstein Kiel hat durch das 3:2 im Nachholspiel gegen Regensburg den direkten Aufstieg für den HSV unmöglich gemacht. Die nächste (allerdings hier zu erwartende) schlechte Nachricht für den HSV in dieser Woche, in der schon die Absage von Trainerkandidat Steffen Baumgart hinzunehmen war. „Klar ist das ein Trainer, mit dem man sich beschäftigt. Der Vertrag ist ausgelaufen, sie haben einen ansehnlichen Fußball gespielt“, sagte Sportdirektor Michael Mutzel bei einer Presserunde heute am Platz. Dass der HSV-Fan Steffen Baumgart in Köln anheuert, sei dessen „gutes Recht“. Mit einer schnellen Entscheidung, sagte Mutzel weiter, sei beim HSV sowieso nicht zu rechnen: „Wir gehen die Thematik sauber und klar an, machen uns Gedanken und arbeiten das ab. Wichtig ist, dass wir am Ende eine gute Entscheidung haben.“

Versöhnliche Worte, um einen Misserfolg zu beschreiben, der sich lediglich an das Sportliche Erreichen in dieser Saison anschließt. Denn wenn es ums Sportliche geht, muss man ebenfalls anerkennen, dass dieser HSV aktuell nicht erste Wahl ist. Wer in den letzten 14 Tagen mitverfolgt hat, wie sich Holstein Kiel durch das Mammut-Nachholspielprogramm durchgefightet hat, der muss neidlos anerkennen, das das eben einfach besser ist, als das Angebot des HSV in Summe. Ich persönlich hoffe jetzt darauf, dass Kiel direkt hochgeht – sich, damit der HSV noch Dritter werden kann. Denn bei sieben Punkten Vorsprung sind die Störche für den HSV nicht mehr einzuholen.

Grund genug, dass wir uns einmal folgende – und im Anschluss von unserem Psychologen Dr. Olagf Ringelband beantwortete Frage stellen: Was läuft schief beim HSV? Und für alle, die das noch nicht wussten: Unser Blogfreund Olaf hat sich nach seinem erfolgreichen Studium der Psychologie und Philosophie sowie der Promotion in Kognitionspsychologie seit nunmehr über 25 Jahren auf die Diagnostik von Führungskräften und Top-Management spezialisiert und berät hierbei internationale Top-Konzerne wie Audi, VW, die Otto Group und viele mehr, wenn es um die Besetzung von Spitzenpositionen geht. Er wollte nicht, dass ich das alles erwähne, aber ich mache es noch einmal, um zu zeigen, wie ernst seine folgende Analyse zu nehmen ist, die ich zu 100 Prozent unterschreibe. Danke dafür, Olaf!

Ein Kommentar von Dr. Olaf Ringelband

Was läuft schief beim HSV? Das bin ich in den letzten Wochen häufig gefragt worden – wie es sein könne, dass eine Mannschaft, die teilweise fantastischen Fußball spielen kann und den teuersten Kader der zweiten Liga hat, in der Rückrunde mit einer langen Folge katastrophaler Leistungen den Aufstieg mal wieder verspielt. Mich haben auch einige Mitglieder der „Moin Volkspark“-Community per E-Mail kontaktiert, die meine Beiträge über die fehlende Hochleistungskultur gelesen haben und die dieses Prinzip ganz genau verstehen wollen. 

Wer nur wissen will, was jetzt aus meiner Sicht zu tun ist, kann ruhig die nächsten Abschnitte überspringen und direkt beim Abschnitt „Was tun?“ weiterlesen. Im Folgenden geht es erst einmal um Organisationspsychologie im Allgemeinen, also weder um Fußball noch um den HSV. 

Organisationen leben durch unbewusste Regeln

Der Mensch ist ein soziales Wesen, das ist fest in unseren Genen verankert, da wir in unserer Evolutionsgeschichte als Menschen die meiste Zeit in kleinen Gruppen verbracht haben. Von daher ist es ein tief sitzendes Bedürfnis, Teil einer Gruppe zu sein und sich in Gruppen schnell einzugliedern.

Jeder kennt die Situation, wenn man neu in eine Gruppe kommt – eine Schulklasse, eine Firma oder einen Verein. Man nimmt aufmerksam wahr, was die ungeschriebenen Regeln sind, an die sich alle halten: morgens begrüßen sich alle mit einem Handschlag, wer Einkaufen geht, fragt die anderen, ob er etwas mitbringen soll, wer die letzte Milch nimmt , besorgt neue und so weiter. Nicht alle Regeln sind so offensichtlich, manche bekommt man erst mit, wenn man sie verletzt. Ich erinnere mich an einen meiner ersten Studentenjobs im Hafen, als mich nach der ersten Schicht ein Kollege beiseite nahm und freundlich, aber bestimmt sagte, „Jung, du bist wohl neu hier – arbeite mal nicht ganz so eifrig, Du versaust uns den Akkord“. 

Andere Regeln lernt man aus Geschichten, die erzählt werden, z.B. „mit der Sache musst du gar nicht erst zum Chef gehen, der reißt dir den Kopf ab, das hat letztes Jahr mal jemand gemacht, der hatte danach hier kein schönes Leben mehr“ oder „neulich hat mal jemand aus Versehen auf dem Parkplatz der Geschäftsleitung geparkt, der hat sofort eine Abmahnung erhalten“. 

Die Summe all dieser ungeschriebenen Regeln nennt man die Kultur einer Organisation. Interessanterweise überdauert die Kultur den Wechsel von Personen – selbst wenn der Chef in den obigen Beispielen längst ein anderer ist, leben die Überzeugungen und Regeln weiter und werden durch das Erzählen von Geschichten und Verhalten von Menschen am Leben gehalten. 

Viele dieser Regeln und Glaubenssätze sind harmlos – ob man sich nun morgens mit Handschlag begrüßt oder nur freundlich zunickt, ist für die Leistung einer Firma irrelevant. Es gibt aber Regeln und Überzeugungen, die die Leistung und die Resultate beeinflussen. Überzeugungen, die leistungsverhindernd sind, muss man identifizieren und durch leistungsfördernde Überzeugungen bei den Mitgliedern der Organisation ersetzen. Wenn ich „man“ sage, meine ich: das Top-Management, denn Kulturveränderungen funktionieren nur top-down und nicht von unten oder aus dem Mittelmanagement heraus. 

Wie man eine Unternehmenskultur verändert

Wie so eine Kulturveränderung aussehen kann, will ich an einem (nicht ganz ausgedachten) Beispiel erklären: ein Unternehmen hat Qualitätsprobleme in der Produktion, deshalb wurden vor einigen Jahren Elemente des (japanischen) Lean Production-Ansatzes eingeführt, der mit sich bringt, dass jede/r Arbeiter/in am Band die ganze Linie anhalten kann (und soll), wenn er/sie ein Qualitätsproblem entdeckt. Praktisch passierte das aber selten. Als man dann mit den Arbeiter/innen sprach, erfuhr man, dass die Leute am Band durchaus von den Qualitätsproblemen wussten, aber folgende Glaubenssätze verinnerlicht hatten: „es kümmert keinen, wenn die Qualität nicht stimmt, wir verkaufen die Produkte trotzdem“, „so gut wie XY (der Wettbewerber mit einer besseren Qualität) werden wir sowieso nie werden“, „dem Management ist es egal, die wollen Stückzahlen sehen“, „wer mal wirklich die Linie anhält, bekommt Ärger, weil die Stückzahlen gefährdet sind, also lieber schön stillhalten“. 

Als man dann mit der Produktionsleiterin sprach, hörte man, dass diese ebenfalls unter starkem Druck durch die Geschäftsleitung stand, denn von dort wurden Qualität und Stückzahlen erwartet, den Druck gab die Produktionsleiterin an die Mannschaft weiter. 

Die Leitung muss vorangehen

Die Geschäftsleitung akzeptierte, dass sie die wichtigste Rolle bei einer Kulturveränderung spielen muss und beschloss, eine Woche am Band mitzuarbeiten. Schon in der ersten Stunde am Montag tauchten Qualitätsprobleme auf und die technische Geschäftsführerin stoppte sofort das Band. Gemeinsam mit den Arbeiter/innen der Linie wurde diskutiert, wie man das Problem lösen könne und die Person, die eine Lösungsidee hatte, wurde von der Geschäftsführerin gelobt. In dieser Woche wurde die Linie noch zwei Mal angehalten, der-/diejenige, der/die das Band stoppte, wurde jedes Mal gelobt und es wurden Lösungen gefunden, die das Wiederauftreten der Probleme verhinderten – u.a. besorgte ein Mitglied der Geschäftsleitung spontan LED-Taschenlampen für alle, um eine bestimmte problematische Stelle an einem verdeckten Teil des Produktes besser erkennen zu können. 

Was alle nach dieser Woche gelernt hatten: 1. Die Geschäftsleitung will höchste Qualität und tut etwas dafür 2. Jede/r muss Verantwortung übernehmen; wer Verantwortung übernimmt wird belohnt, nicht bestraft 3. Wir müssen offen über Probleme und Fehler reden, um permanent besser zu werden. 4. Stückzahlen und Qualität sind kein Widerspruch, wenn man nur will, kann man beides haben.

Nach dieser Woche verbesserte sich die Qualität kontinuierlich, die Geschäftsleitung beschloss, jeden Monat einen Tag am Band mitzuarbeiten, um die Probleme am Band genau zu kennen und schnell bei Problemlösungen zu unterstützen. 

Leistungskultur im Fußball

Wer selbst einmal Fußball gespielt hat weiß: jeder will gewinnen und niemand bringt absichtlich schlechte Leistung. Und es gibt Tage, da läuft es einfach, man gewinnt Zweikämpfe, die unmöglichsten Dinge klappen plötzlich, man versteht sich blind und man gewinnt das Spiel mühelos. Aber es gibt auch Tage, da klappt es nicht, der Gegner steht einem permanent auf den Füßen, kaum ein Pass kommt an, und eh man sich versieht, liegt man hinten. Was dann? Während im ersten Fall die Kultur egal ist – ob man sich gut versteht oder nicht, ob der Trainer ein Idiot, die Taktik eigentlich bescheuert ist, das alles spielt keine Rolle, denn es läuft einfach. Aber wenn es nicht läuft, wenn Probleme auftreten, dann schlägt die Kultur erbarmungslos zu. 

Denn dann wirken die (weitgehend unbewussten) Regeln und Überzeugungen, man erinnert sich an Geschichten (die man nicht einmal selbst erlebt haben muss) und Erlebnisse. Dann zeigt sich, ob es eine Kultur der Verantwortungsübernahme und der Höchstleistung gibt oder nicht. 

Glaubenssätze beim HSV

Leser der „Moin Volkspark“ haben mich – zurecht – gelegentlich darauf hingewiesen, dass ich mich mitunter mit meinen Aussagen über den HSV auf das glatte Eis der Spekulation begebe, da ich den Verein (wie die meisten, die hier mitlesen) nur von außen kenne. Deshalb sage ich kurz zur Einschränkung, dass es sich bei dem Folgenden definitiv um Spekulationen handelt. Psychologisch halbwegs fundierte Spekulationen, aber eben Spekulationen.

Was also meiner Vermutung nach bei dem einen oder anderen Spieler im Kopf vorgeht: 

„der HSV steigt sowieso nicht auf“, „warum soll ich mir den Arsch aufreißen, die Mitspieler spielen ja auch alle nur Alibifußball und ich könnte mich verletzen, wenn ich mich voll reinhänge“, „die Saison ist bald zu Ende, da will ich mich nicht vor Saisonende verletzen“, „mein Vertrag läuft noch ein Jahr – es reicht, wenn ich in den Wochen vor der Vertragsverlängerung Vollgas gebe, das hat bei XY auch immer geklappt“, „dem Verein ist es egal, ob wir aufsteigen oder nicht“, „eine glorreiche Vergangenheit ist wichtiger als aktuelle Leistung“, „kritische Themen beim Trainer anzusprechen bringt nur Ärger“, „Hauptsache, wir sind ein gutes Team und wir verstehen uns“, „wenn wir wirklich aufsteigen, bin ich nicht gut genug für die erste Liga, dann holt der Verein sowieso einen anderen für meine Position“.

Wie gesagt, Spekulationen. Ich hoffe, dass ich komplett falsch liege und alle im Verein – vom Platzwart bis zum Vorstand – von dem Gedanken erfüllt sind, individuell jeden Tag etwas besser zu werden, den Verein in seiner Leistungsfähigkeit zu verbessern und dass jeder den anderen täglich vorlebt, was „Höchstleistung“ ist.… aber ich befürchte, dass das nicht der Fall ist.

Der Weg nach unten ist langsam, aber stetig

Ich glaube, wir sind uns einig, dass das Thema „Aufstieg“ für diese Saison abgehakt ist. Nur mit sehr viel Glück kann es für den HSV noch klappen. Das heißt, man muss ab jetzt für eine weitere Saison in der Zweiten Bundesliga planen. Leider ist Profifußball kein Glücksspiel, in dem alle die gleichen Chancen haben und man es nur lange genug probieren muss, bis man mal Erfolg hat, sondern im Fußball erzeugt Erfolg häufig weiteren Erfolg und Misserfolg weiteren Misserfolg. Ich habe neulich schon einmal beschrieben, wie über die Jahrzehnte die Ansprüche des Vereins an sich selbst langsam immer weiter heruntergeschraubt wurden – von „man muss nicht immer international spielen“, „Hauptsache, nicht abgestiegen“ zu „man kann auch über die Relegation wieder aufsteigen“. Wenn das so weitergeht ist man beim HSV bald froh, wenn man sich im Mittelfeld der zweiten Liga etabliert, ohne in Abstiegsnot zu geraten. Aber wir ahnen, wo dieser Weg hinführen kann…

Was tun?

Ich habe es weiter oben geschrieben: die Kultur einer Organisation kann nur von oben nach unten geformt werden. Zuerst gilt es, die leistungshemmenden Glaubenssätze und die dahinterstehenden Erlebnisse zu identifizieren um dann durch Vorleben und konsequentes Umsetzen von Leistungsprinzipien eine Hochleistungskultur aufzubauen. Das wird nicht einfach und nicht ohne schmerzvolle Konsequenzen abgehen. 

Der Trainer alleine kann die Kultur nicht ändern, der ist wie die Produktionsleiterin im obigen Beispiel gefangen zwischen den Erwartungen (und der fehlenden Unterstützung) des Top-Managements und den Bedürfnissen der Mannschaft. 

Deshalb meine schon häufig geäußerte Forderung an das Top-Management des HSV, aktiv einen Kulturwandel einzuleiten. Was Vorstand und Management des HSV konkret tun können, kann ich nicht sagen, denn da gibt es keine Patentrezepte. Ob das nun darin besteht, dass der Vorstand sich selbst (vereins-)öffentlich bestimmte Ziele setzt, ob der Vorstand (mit Einverständnis des Trainers) jedem Spieler die Möglichkeit für ein individuelles Leistungssteigerungsprogramm gibt, ob Spieler, Trainer und Management sich in Klausur zurückziehen und gemeinsam überlegen, wie jeder 20% mehr aus sich herausholt – Möglichkeiten gibt es viele. Wichtig ist nur, dass man viel miteinander kommuniziert und sich bewusst mit dem Thema „Verantwortungsübernahme“ beschäftigt, jeder ist dafür verantwortlich, seine eigene Leistung und die des Vereins kontinuierlich zu verbessern. 

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Olaf Ringelband
4 Monate zuvor

Ich habe den obigen Beitrag geschrieben bevor Hrubesch kam. Deshalb ein Nachtrag: Horst Hrubesch verkörpert für mich perfekt das, was ich „Hochleistungskultur“ nenne: wie er nach dem Spiel schweißgebadet sagte, „wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig“. Auch was er über seine Arbeit sagte – er hat jedem Spieler seine Stärken deutlich gemacht, aber auch dass er nur bei 80% ist und hart arbeiten muss, um besser zu werden.
Schade, dass Hrubesch nur für drei Spiele bleibt.

Alex
4 Monate zuvor

„… ob der Vorstand (mit Einverständnis des Trainers) jedem Spieler die Möglichkeit für ein individuelles Leistungssteigerungsprogramm gibt…“

Was für eine wunderbare Vorstellung. Leider völlig undenkbar in der Wohlfühloase HSV.

„… ob Spieler, Trainer und Management sich in Klausur zurückziehen und gemeinsam überlegen, wie jeder 20% mehr aus sich herausholt…“

Genau dazu hätte man in den 10 Tagen Wellness-Urlaub im Luxushotel ja ausreichend Gelegenheit. Stattdessen wird über Lagerkoller und Playstation diskutiert.

Der HSV ist DIE Blaupause für Faulheit, Arroganz und Inkompetenz. ENDE

Vielen Dank für den gelungenen Beitrag! Feierabendbier an der Alster klingt gut. Alright! 🎩

spector
4 Monate zuvor

Lieber Scholle,

hier gibt es viele spannende und lesenswerte Beiträge, aber deine Posts mit den Ringelband-Texten haben ein grundsätzliches Problem:

Herr Ringelband doziert immer wieder abstrakt und allgemein darüber, was Leistungskultur ausmacht. Das ist allgemein sehr interessant, aber auch nicht mehr. Er kann auch nicht mehr beitragen, denn über sein (und unser aller) Mopo-/Pressewissen hinaus kann er überhaupt nicht beurteilen, wie die Sachlage beim HSV dazu aussieht, also ob es intern modernes Leadership, Fehlerkultur etc. gibt oder nicht. Das sagt er im Übrigen auch immer wieder selbst („ Wie gesagt, Spekulationen…“ usw.).

Das bedeutet, der Wert seiner geistigen Ergüsse ist nur abstrakt (durchaus interessant), aber hat Null Bezug zum HSV. Klar, es läuft da sportlich mal wieder nicht, aber ob das irgendwas mit Ringelbands Theorien zu tun hat ist, ja… wie oben von ihm gesagt: Reine Spekulation und damit ohne Wert – schon garnicht wissenschaftlich.

Insofern ist es auch journalistisch arg problematisch, seinen Gastbeitrag mit „Der Fehler im „System HSV“ beginnt ganz oben“ zu überschreiben. Denn das sagt er garnicht, weil er es schlichtweg auch nicht weiss.

Nach all der Kritik zum Abschluss: Bitte weiter so in diesem Blog, bei Herrn Ringelband aber auch gerne mit kritischer Einordnung oder besser ganz ohne, solange seine Aussagen keinen konkreten Bezug zu dem nehmen können, was beim HSV tatsächlich passiert.

horst schlau
4 Monate zuvor

Der Hamburger Sportverein arbeitet nicht leistungsorientiert !!!

Nicht von oben (Aufsichtsrat), nicht beim Vorstand und erst recht nicht unten (Mannschaft) !!!

Genau so wenig bei der hiesigen Journalisten !!!

Und so lange sich dies nicht ändert, ändert sich auch nichts beim HSV.

Im Gegenteil, es wird schlimmer !!!

Aber solange das Geldrad sich noch (!) dreht wird es so weiter gehen, nur halt immer langsamer !!

Und da brauche ich auch keinen langen Blog zu schreiben !!!

Gruß Horst

isGodlike
4 Monate zuvor

Zuerst mal vorsorglich, dass was ich jetzt schreibe, hat nix mit Fressneid zu tun oder so. Es soll nur mein Unverständnis gegenüber Scholles Zitat zu Kiel’s „Angebot“(sic) rüberbringen. Denn ich kann es einfach nicht verstehen, dass Scholle so auf die Leistung der Holzbeine aus Kiel abfährt.
Die haben es mal sowas von nullkommagarnix verdient aufzusteigen! So abartig viele Fehlentscheidungen zugunsten der Kieler diese Saison und Scholle feiert die noch… da verblassen sogar die Bauern aus München ^^
Da gönne ich es jedem anderen Club aus der Zwoten x-mal mehr (ausser maybe den Stadteilkickern) in die Erste aufzusteigen, als den Kackstörchen. Da der Aufstieg ja nu mal leider durch ist, hoffe und gönne ich den Holzbeinen, dass sie nächste Saison alle negativen Schalke Rekorde knacken, ihnen das Glück(?!) durch die geschenkten Punkte dieser Saison abhanden kommt, und sie direkt wieder durchgereicht werden um dann übernächste Saison wieder gegen uns zu spielen =)
Und Anerkennung, weil sie sich ja durch so ein krankes Mammutprogramm (sic) gefightet haben … pffzz, das is den ihr Job, ich klatsch doch auch net für meinen Bäcker, wenn er mir die Brötchen über die Theke reicht.

Dietrich Schneider
4 Monate zuvor

Wenn ich schon wieder lese das Mutzel sagt wir lassen uns Zeit bei der Planung Trainer und Spieler……..so kann es nicht gehen.Man muß doch einen Plan haben egal welche Liga.Aber was will man verlangen von diesen Schnarchtassen

Pralja
4 Monate zuvor

Solange die handelnde Führungsebene im Amt ist, helfen auch die gutgemeinten Hinweise von Herrn Ringelbandt nichts.
Das Interview mit dem Herrn Mutzel hat das ganze Konstrukt doch wieder mal selbst erklärt.
„Weiter, immer weiter….“
Mit Vollgas ins Nirwana, oder warten auf den Heilsbringer.

Last edited 4 Monate zuvor by Pralja
Scorpion
4 Monate zuvor

Alles richtig Herrn Dr. Ringelband aber …

Der HSV, in der „Zwangsehe“ e.V. und AG verhaftet, ist kein normales Wirtschaftsunternehmen.
So lange im e.V. Gremien, Räte, Funktionäre, Altvordere und Nadelträger jeglicher Coleur sowie eine querfinanzierte Supporterklientel, seit Jahrzehnten ihre eigenen Vorteile, sei es Macht, Einfluß oder Geld, konservieren, muss die Treppe nicht nur von „oben“ , sondern auch und insbesondere „unten“ gewischt werden.

Ich gehe sogar so weit, dass ohne ein Umdenken, quasi ein Paradigmenwechsel „unten“, es auch „oben“ keine Veränderungen zum Positiven geben wird.
Letztendlich werden hier die Anforderungen und Genehmigungen gelegt, wer „oben“ sein Unwesen treiben darf/kann.

Dass die zur den jeweiligen Mitgliederversammlungen maximal 5-7% der Mitglieder ihre Meinung bei Abstimmungen kundtun können/dürfen, erschwert die Angelegenheit nochmals. Insbesondere da die Mehrzahl der anwesenden Mitglieder seit Jahrzehnten mit den vorab als „unten“ bezeichneten Protagonisten eng verbündet sind.

Deshalb behaupte ich, dass eine reine Fokussierung auf die Ebene der Aufsichtsräte, Vorstände und Direktoren zu kurz greifen wird.
Um es einmal krass zu formulieren, sie sind lediglich die Symptome, die Krankheit liegt tiefer „unten“.

ToniHH
4 Monate zuvor

Alles richtig. Man benötigt aber

– adäquates Managment
– ein Aufsichtsrat der stark ist
– Geld

Alles nicht vorhanden….

Burkhard Weber
4 Monate zuvor

Tut mir leid aber dieses Dr. Ringelband Analyse, ist sowas von Schwachsinn…
Beim HSV wird einfach zuviel analysiert, man erkennt das , deutlich mit Horst Hrubesch , der Verein braucht keine psychologisches Gesabbel , sondern Klarheit und gezielte Struktur!

Ivan69
4 Monate zuvor

Ein Fußballverein ist nun aber schlecht mit einem Unternehmen zu vergleichen – wenngleich mich die Erwähnung von VW und Audi doch ein wenig zum Schmunzeln brachte.
Vielleicht sollte Dr. Ringelband seine Methodik in Sachen Unternehmenskultur noch mal überdenken 🙂
Ein Fußballclub hingegen hat eine rein vertikale Hierarchie.
Zwischen Vorstand und Mannschaft ist der Trainer die alleinige Schnittstelle, über die alle Prozesse zu laufen haben.
Ein direktes Einwirken des Vorstands auf die Mannschaft würde ebenso als Beschädigung der Autorität des Trainers gesehen, wie die direkte problemorientierte Kommunikation der Spieler mit dem Vorstand oder SpoDi.
Das muss natürlich keine für alle Zeiten in Stein gemeißelte Gesetzmäßigkeit sein und es geht vermutlich auch anders.
Der HSV ist zur Zeit aber nicht in der Position, das Rad neu zu erfinden.
Die Leistungskultur innerhalb der Mannschaft ist ausschließlich vom Trainer abhängig und genau hier muss der nächste Schuss endlich mal sitzen.

Die Spekulationen über leistungshemmende Motive der Spieler scheinen mir übrigens völlig realitätsfern.

Jörg Brettschneider
4 Monate zuvor

Alles richtig. Leider nicht neu. Immer dasselbe. Passieren wird nichts. Die „Mitbestimmer“ werden den Status Quo verteidigen bis zum letzten Blutstropfen. Und gehen auch zu zehnt mit in die 3. Liga. Das ist das Hauptproblem dieses Clubs.

Meaty, Franz, Riesum und Reiner Petri wissen es sicherlich besser. Davon gibt es im HSV noch zu viele, um Veränderungen herbeizuführen.

Bald schlägt wieder die Stunde der „Mitbestimmer“. Bis dahin haben Boldt, Mutzel und Jansen sturmfreie Bude, um diesselbe noch in Schutt und Asche zu legen.

Der HSV hat fertig. Fix und fertig.

abraeumer
4 Monate zuvor

Neben Bochum ist wohl auch Kiel durch. Wir können beide nicht mehr erreichen. 
Ich gönne es Kiel, sie machen dort mit wenig Mitteln hervorragende Arbeit. Der Spieleretat wurde dort vor der Saison um 2 Mio auf 11,3 Mio reduziert. Wir haben offiziell einen Spieleretat von 23 Mio in dieser Saison (ich gehe davon aus, dass dieser in Wirklichkeit höher ist). Noch deutlicher wird es beim Personalaufwand, wir hatten 47 Mio (Geschäftsjahresende 2019), Kiel hatte 12 Mio im gleichen Zeitraum. Danach wurde unser Personalaufwand lediglich auf 44 Mio reduziert

MeinVerein2021
4 Monate zuvor

Dr. Ringelband hat Recht. Ich kann das aus meiner beruflichen Erfahrung nur bestätigen.
Genau deshalb geht mir ja auch das Gerede von der Entwicklung, die 2. Liga anzunehmen, eine Zweitligamannschaft zu sein usw. so auf die Nerven.

Nee, der HSV ist ein großer Verein, der ins Straucheln gekommen und abgestürzt ist. Es gilt, aufzustehen, sich zu schütteln und alles zu tun, wieder ins Oberhaus zu kommen. Punkt. Da gehört der HSV hin.

Wenn das nicht das Selbstverständnis, der Anspruch ist, KANN es nichts werden.
Es kann Rückschläge geben, aber das darf nichts am Anspruch ändern.
So muss es von oben nach unten gelebt werden.

Dazu braucht man eine Mannschaft, in der alle es super finden, dabei zu sein. Ebenso der Trainer, der Vorstand. Darauf müssen sich alle einschwören und nach innen und außen so auftreten.

Der HSV muss damit starten, seine Führungsebenen so aufzustellen. Alles schon beschrieben. Präsidium HSV e. V., AR-Vorsitzender, VV.
Synonym für so einen Weg wäre Ralf Rangnick. Ob nun als Trainer, Sportvorstand oder VV.

Fussballtrainer
4 Monate zuvor

Vielleicht beginnt ja der Fehler im System doch ganz unten.
Bei den Fans.
Heute ist es doch so, dass man bei Produktplatzierungen zunächst einmal auslotet wo gibt es Kunden, was wollen die Kunden und wenn nicht genügend da sind, wie schaffe ich mir welche, wie errege ich bei den Kunden bestimmte Bedürfnisse die dann auch mein Produkt wollen.

Vor drei Jahren haben fast alle Medien berichtet, dass es eine Tragödie ist, wenn der Dino absteigt.
Die Stimmen sangen unisono das Lied vom Neuanfang, Neubeginn, wegwerfen der alten HSV-Mentalitäten, dem Festhalten und orientieren an längst vergangene, ruhmreiche Zeiten.
Man wollte sich auf das Neue konzentrieren. es sollte auf alle Fälle ganz anders werden. Der ständige Wechsel von Führungsriege und Trainer schadet dem Bestreben des HSV wieder ein guter Fußballverein zu werden.
Das war die Hymne die gejodelt wurde.

Doch in Wirklichkeit gab es nur eins, das gleiche große Gejammer und die gleiche Großspurigkeit und Überheblichkeit eines Hofmann, Medienpräsenz von Möchtegernfachleuten mit Geld und Nachobenwoller die gerne ins Hamburger Rampenlicht wollten.

Dazwischen wurden die Mannschaften, Spieler und Trainer in der ewigen Gestrigenmühle der Hirngespinste und Träumereien zermahlen bis alle Ansätze von Leistung breiig war.

Die steten Forderungen nach anderen Namen, anderer Spielweise, anderer Produkte eben, wurde dem HSV genauso zum Verhängnis, wie die Erkenntnis, dass fast keiner der Spieler in den Mannschaft wirklich gewünscht war und ständigem Trommelfeuer ausgesetzt war von Nörglern.

Was man vor allen Dingen benötigt, ist die Forderung an das Gesamte, zu dem Produkt zu stehen, das man herstellt. Das ist auch in asiatischen Fabriken nicht anders. Man muss zu dem Produkt stehen und zwar ganz und gar um eine gute Qualität zu erreichen.

Das fehlt!

Und so bleiben die allwissenden Ichhabsimmerschongesagtnörgler in der Firma als Dauerbremser und Störung im Produktionsablauf, weil sie eben doch Ursache und Teil einer gewissen Erfolglosigkeit sind.

David Sell
4 Monate zuvor

Meiner Meinung nach ist das ganz einfach:
Jeder der selber gekickt hat weiß, dass sich innerhalb einer Mannschaft eine natürliche Hierarchie bildet.
Wenn’s nicht läuft gehen die Kabinenführungsspieler voran.
Die anderen „schwimmen mit“.

Solange man sich beim HSV nicht von gewissen „Altlasten“ trennt, wird sich auch keine neue Hierarchie finden.
Bestes Beispiel: da kommt ein Hrubesch und ein Kittel blüht auf. Warum? Weil er diese Rolle als Führungsspieler annimmt – ihm diese Rolle nicht aufgedrückt wird (er spürt das Vertrauen einer ehemaligen Vertrauensperson vom
DFB und es ist niemand da, der ihm diese Rolle abnimmt). Deshalb empfindet er es auch nicht als Druck und er hat das Gefühl, dass die Mannschaft das trägt, weil es sich durch die Trainingseinheiten so entwickelt.

Solange aber ein Aaron Hunt da ist, wird sich ein Kittel niemals in diese Rolle begeben, weil er es schlichtweg nicht muss.

Nun lese ich in den letzten Blogs:
„Hunts tolle Bilanz“…
Mag sein – in 2 von 10 spielen ist er sportlich top, den Rest ein Mitläufer und in der Kabine hemmt er andere, sich entsprechend entwickeln zu können.

Damit ist von meiner Seite alles gesagt.

Last edited 4 Monate zuvor by David Sell
Kosinus
4 Monate zuvor

Osnabrück hat das letzte Mal am 31.10. zu Hause gepunktet. Seither alles verloren (!!!).
Warum fürchte ich diese Tatsache? Weil der HSV dafür bekannt ist, solche Serien reißen zu lassen.

Last edited 4 Monate zuvor by Kosinus
tobyseal
4 Monate zuvor

Diese psychologischen Erklärungsversuche sind für den Profifußball leider nicht brauchbar und helfen in der jetzigen Phase auch nicht weiter, weil sie mit dem eigentlichen Problem nichts zu tun haben, zumal die Prinzipien des Lean-Management nicht auf die Prinzipien des Profifußballs übertragbar sind…Profifußballer sind keine Bandarbeiter, die, wenn überhaupt, Dienst nach Vorschrift machen und aus der Überzeugung, dass ihre Kritik ungehört bleibt, diesen einfach so weiter fortführen…Profifußballer sind durchgemanagete egoistische Ich-AG, welche den maximalen Erfolg – finanziell als auch sportlich – für sich selbst wollen. Sie brauchen bestimmt keine Vorbilder an höherer Stelle des Vereins, die ihnen „Leistung“ vorleben. Dieser Gedanke ist infantil. Das, was diese Spieler brauchen, ist klare Führung und Aufgaben- und Verantwortungsverteilung durch einen Trainer, der weiß, was er tut… der war DT leider überhaupt nicht…und genau das haben die Spieler gemerkt…falsche Taktik, falsche Auf- und Einstellung, falsche Ein- und Auswechslungen, mangelnde Empathie, Kritikunfähigkeit, Konzeptlosigkeit, alles das, wofür er eigentlich angetreten ist, hat er nicht erreicht…er ist ein rethorisch gut geschulter Theoretiker, aber kein Anführer in Krisenzeiten…hierfür bedarf es der Menschenführung, eines emphatischen Umgangs mit Spielern, die richtige Ansprache, richtiges Training. Schlicht und ergreifend: Professionalität. Das dies nicht früher von Boldt und Mutzel erkannt wurde, zeigt wiederum deren Unprofessionalität und da schließt sich der Kreis…

abraeumer
4 Monate zuvor

Sehr guter Kommentar, Herr Dr. Ringelband.
Wenn meine Informationen stimmen, soll das Problem, wie sie es für die Produktionsleiterin anschaulich beschrieben haben, gewesen sein, dass der Trainer zwischen den Erwartungen der Führung und den Bedürfnissen der Mannschaft gefangen war.

Aufgrund der Bedürfnisse einiger Spieler soll es schon seit Monaten Probleme zwischen Mannschaft und Trainer gegeben haben, ohne dass eingegriffen wurde, um diese Probleme zu lösen. Stattdessen sollen Boldt und Jansen sich ständig in die Mannschaftsaufstellungen eingemischt haben. Thioune soll, wie sie es anschaulich beschrieben haben, zwischen Führung und Mannschaft zermalmt worden sein.

fan17
4 Monate zuvor

Fehler im System HSV beginnt ganz oben – ohne zu wissen, wie es dort aussieht?!

Hallo Herr Ringelband, ich habe schon interessante Einschätzungen von Ihnen gelesen. Auch die heutige ist in der grundsätzlichen Theorie gut. Allerdings: Wie Sie sagen: Sie können das konkret nicht einschätzen, wie die Situation ist und was „von oben her“ notwendig ist.

Die ewigen Nörgler hier fühlen sich sofort bestätigt und vereinnahmen Sie und ihre Kolumne.

Dabei wird übersehen, dass vieles gut gemacht wurde ich dieser Saison.
Bei dem Spiel gegen nicht schlechte Nürnberger hat man gesehen, wozu das Team fähig ist. Mit engagiertem Auftreten die Bälle gut (zurück-) erobert.

Es zeigt, dass das Team die Qualität hat aufzusteigen, wenn der kämpferische Einsatz stimmt. Die Vorrunde hat ja gezeigt, dass man in der Lage ist ganz oben dabei zu sein.

Boldt und Mutzel haben die Kosten für den Kader weiter gesenkt, eine gute Mischung aus Jung und Alt gefunden, die Älteren wie Leistner und Terodde ablösefrei geholt und damit die Jungen mit stabilisiert, von denen diese Saison deutlich mehr auf dem Platz standen.

Hrubesch hat endlich Meißner von Anfang an gebracht. Das zeigt, dass eben doch vieles richtig gemacht wurde, wie ja auch die Vorrunde gezeigt hat.

Selbst wenn man anderer Meinung sein sollte, ist es abwegig und anmaßend, wie hier im Forum geschehen, davon zu sprechen, dass zb Jansen „Schuld auf sich geladen hätte“ und mit ähnlich schlimmen Kaliber gegen den Vorstand geschossen wird.

Nur der HSV
4 Monate zuvor

„Top-Management des HSV“

Das hat mir am besten gefallen.

Jürgen Linnenbrügger
4 Monate zuvor

erst einmal würde ich dir mehr Anstand empfehlen, du braucht die Einschätzungen von Dr. Ringelband ja nicht zu teilen, aber seinen Namen hier in die Lächerlichkeit zu ziehen ist leider unterste Schublade. Auch dir wird der schleichende Niedergang des HSV sicherlich nicht verborgen geblieben sein. Erfolg erzeugt weiteren Erfolg(siehe Bayern München)
Mißerfolg erzeugt weiteren Mißerfolg(siehe HSV) Die Wahrheit ist manchmal schwer zu ertragen, darum bin ich jedenfalls für jeden Lösungsvorschlag hier dankbar. Aber du kannst selbstverständlich weiterhin von vergangenen Erfolgen träumen.

rautenfuetty
4 Monate zuvor

Der Druck auf Fürth nimmt zu – jetzt volle Power in Richtung Relegation

Broerken,Walter
4 Monate zuvor

Wenn Mutzel und Co weiterhin sich viel Zeit lassen geht dem HSV nach Baumgart auch Schonlau Ablösefrei vom SCP durch die Lappen Schalke verhandelt schon. Er hat diesen Werte eines Innerverteidiigers in Liga 2. Bei der Schlafmützigkeit werden noch viele Transfers versäumt

Blogfan
4 Monate zuvor

was soll sich beim HSV ändern wenn:

  • 2 Lehrlinge die sportliche Leitung verantworten
  • kein VV dem Ganzen vorsteht
  • wenn der ganze AR lahmarschig daherkommt.
ToniHH
4 Monate zuvor

Tradition mit Herz – schlägt Energiedrink mit künstlichen Aromastoffe…. Find ich gut….

Ze Barbar
4 Monate zuvor

Ich finde die Argumentation von Ringelband nicht ganz schlüssig. Denn anders als bei seinem Beispiel aus der Wirtschaft sind die negativen Gedanken der HSV-Spieler, die er zahlreich anführt, fast alle nicht auf ein Fehlverhalten des Managements zurück zu führen. Vielmehr sind es unproduktive, demotivierende Gedanken, die aus den individuellen oder kollektiven Erfahrungen der Spieler resultieren. Für die vor allem sie selbst verantwortlich sind mit den Minusleistungen der letzten Jahre.
Klar, da müssten Jansen, Boldt und Mutzel stärker ansetzen, aber es ist ja nicht so, dass in jüngster Vergangenheit HSVer dafür abgewatscht wurden, dass sie mutig Kritik geübt hätten. Im Gegenteil: Oft wurde ihnen zu Recht vorgeworfen, den Mund nicht aufzumachen und sich wegzuducken.
Ich glaube, Herr Ringelband verfolgt den richtigen Ansatz (siehe Gegenbeispiel Kiel, wo alle Spieler im Kader regelmässig an ihre Leistungsgrenze gehen), aber in der Annahme der negativen Gedanken der Spieler und deren Ursprung im Verhalten der Führungsebene liegt er daneben.
Denn man darf ja auch nicht übersehen: dreimal in Folge nicht aufzusteigen, wäre vielleicht gar kein Drama. Aber dreimal den Aufstieg Im Endspurt zu verschenken schon.

Kuddel
4 Monate zuvor

Immer wieder guter Beitrag von Herrn Dr. Ringelband; aber auch immer wieder das Gleiche. Als wenn eine bestimmte Meinung zementiert werden muss.
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Ein wesentlicher Unterschied ist, dass „internationale Top-Konzerne wie Audi, VW, die Otto Group und viele mehr,…“ nicht von täglich kritischer Presse begleitet werden oder deren Arbeit vor Publikum oder gar live im TV stattfindet.
Dort werden maschinell Produkte hergestellt die sich wie einem Ei dem Anderen gleichen.
Mit emotionsgeladenem Fußball schwer bis gar nicht vergleichbar. Meine Meinung.

NoMercy
4 Monate zuvor

Organisationskulturen lassen sich nicht nach einem Plan verändern. Sie lassen sich auch nicht top-down deklinieren. Führung kann Orientierungspunkte geben und Leitplanken definieren. Mehr nicht, den Organisationssysteme konstituieren sich durch Kommunikation. Wie intern und an der Grenze nach Außen miteinander gesprochen wird. Wie die gemeinsame Sicht auf die Welt ist und wie daraus eine eigene Wirklichkeit wird (OR hat ein paar der möglichen Mythen benannt, die es evtl. gibt).

U.a. deshalb ist die beschriebene Analyse von Olaf Ringelband nur teilweise zutreffend.
Denn die Erwartung zu formulieren, dass vom Management eine Veränderung des Organisationssystems erfolgen soll, ‚bedient‘ den gleichen Systemfehler, dem der HSV dauerhaft unterliegt: Irgendwelche anderen sind verantwortlich. Und so lange die nicht geliefert haben, wird sich nichts ändern.
So lange der Vorstand oder der Trainer (also das Top-Management) nicht ihre Hausaufgaben gemacht haben, so lange wird sich nichts ändern. Der „Systemfehler“ ist offensichtlich, denn alle anderen können sich so lange zurück ziehen, bis ‚dort‘ etwas passiert ist ….. so entstehen Kommunikationskulturen, die ‚toxisch‘ werden und eine Kultur prägen. Der HSV hat scheinbar viel toxisches in sich.

Die verdeckten Strukturen von denen Olaf Ringelband gesprochen hat, zeigen sich genau in solchen Glaubenssätzen, die vermutlich auch tief in der DNA des gesamten Vereins verwurzelt sind.
Es geht darum, nicht mehr zu entverantwortlichen, sondern die Entwicklung des gesamten HSV anzustoßen und alle (!) in die Verantwortung zu holen. Und dann wird die gemeinsame Kultur entstehen, von der OR gesprochen hat. Ob sie „Leistungskultur“ heißt oder „Angstfreiheit“ oder „Erfolgshunger“ oder „Niemals-still-stehen“, ist egal.

Auf jeden Fall muss die anders aussehen als die jetzige, denn die ist, so sieht es von außen aus (wenn ich an den Resultaten messe) nicht auftsiegsförderlich.
Leider gilt auch: Kulturveränderung dauert – lange. Aber sie ist DAS Projekt, das den HSV beschäftigen sollte.

Last edited 4 Monate zuvor by NoMercy
uwe twiehaus
4 Monate zuvor

Wozu einen neuen Trainer, die günstigere und Erfolgreichere Zukunfts Variation: Hugo der sprechende Roboter ist eine interaktive ferngesteuerte Roboter-Puppe aus Japan. Er unterhält sich mit den Spielern und gibt ihnen Anweisungen, und Horst speist ihn mit Aufträgen, die Interaktiv beobachtet werden. Gleichzeitig sind Mutzel und Boldt überflüssig. Jansen kann dann ja Legenden-betreuen, und für Hugo ist Hamburg ist kein Haifischbecken, und Horst hat mehr Zeit neue Spieler zu sichten NDHSV!

Tatortreiniger
4 Monate zuvor

Fake-Beitrag, stammt nicht von mir! Vergleicht die beiden Accounts!
Mehr Infos zur Problematik: https://moinvolkspark.de/community/postid/2539/

@Jonas: Hattest du den Fake-Account nicht gelöscht? Scheint immer noch der selbe zu sein! Nützt allerdings eh nichts, solange das nicht in der Software behoben ist!

Last edited 4 Monate zuvor by Tatortreiniger
Horst Wegner
4 Monate zuvor

Meine Prognose für die letzten Spieltage (schon als Antwort auf Kosinus im Vorblog erschienen): Osnabrück-HSV 1:1. Düsseldorf schlägt Aue, und Paderborn schlägt die Fürther. Die Düsseldorfer können dann im letzten Spiel noch Fürth und den HSV überholen. Sie sind damit dermaßen motiviert, dass sie die verunsicherten Fürther schlagen. Der HSV gewinnt aber zur selben Zeit gegen Braunschweig.
Man darf als alter Mann doch auch mal träumen.
Horst aus Duisburg, früher Großhansdorf

Micky
4 Monate zuvor

Lassen wir es doch dabei.
Der HSV wird sich zukünftig im Mittelfeld der II.Liga breit machen. Der attraktivsten II.Liga ever.

(Es sei denn, HH kann über Wasser gehen und schafft sogar die Relegation. 😇 )

alles hat seine zeit
4 Monate zuvor

Endlich hat es sich gelohnt, diesen Blog zu lesen.
Danke Dr. Ringelband

Alfons Schmuck
4 Monate zuvor

für mich geht es jetzt um das Spiel am Sonntag gegen Osnabrück.
Der VfL steht mit dem Rücken zur Wand. Der HSV sollte seine letzte Chance nützen.
Es wird sicher ein Kampfspiel werden und HH wird unsre Mannschaft richtig einstellen.
Gepaart mit der vorhandenen spielerischen Überlegenheit und mindestens gleichem Kampfgeist gewinnen wir das Spiel !
Und dann, erst dann, schaun wir weiter !

Ralf Lübbe
4 Monate zuvor

Manchmal denke ich das fast jeder Spieler der zum HSV kommt ,denkt erhätte es geschafft, und muss sich nicht mehr quälen. Die Presse versucht ständig irgendwas zu finden was im Verein nicht funktioniert um Unruhe zu schürren. Siehe Jatta. Presse, Stadt und Verein ist immer nur Gegeneinander. In anderen Städten ist das nicht so.
NUR DER HSV!!!!!!!

Uwe Öztunali
4 Monate zuvor

Halten wir das wesentliche des heutigen Blogs wie folgt fest: Heuer vor 34 Jahren warst Du das letzte Mal im Pokalfinale gestanden ..

bahrenfelder
4 Monate zuvor

Dr. Ringelband mag ja ein guter sein in seinem Job. Sein Beitrag ist auch nicht schlecht. Es gibt nur ein Problem – die Realität.

Gehen wir mal von einem normalen Arbeitnehmer aus. Macht dieser Arbeitnehmer Fehler in seinem Job bekommt er von seinem Vorgesetzten eine Rüge. Würde er diese Rüge nicht bekommen und es spricht sich zu dem Vorgesetzten vom Vorgesetzten rum, würde der direkte Vorgesetzte des Arbeitsnehmers eine Rüge erhalten. Ergo – es bleibt unter dem Arbeitnehmer und dem Vorgesetzten. Fazit daraus sollte sein, jeder Arbeitnehmer hat seine Leistung zu bringen so gut er kann und es sollte ihm egal sein was die Teppichetage denkt und macht. So kann er sich hinstellen und sagen – ich habe alles für den Erfolg getan was in meiner Macht steht -. Nur leider ist dieser Gedankengang bei den meisten Arbeitnehmern abhandengekommen, weil sie alle das lesen was der Dr. hier schreibt und sich dahinter verstecken.

Die Zeiten sind anders geworden, dass ist mir bewusst aber war es früher nicht einfacher?

Da sind 11 Mann rausgegangen und haben für sich gespielt, um Erfolg zu haben, um Spaß am Spiel zu haben und vor allem um zu gewinnen. Heute ……

Die Antwort kann sich jetzt selber geben.

uwe twiehaus
4 Monate zuvor

Insgesamt entspannt sich der Fußball, und auch der HSV dank Olaf Ringelband zusehends!

Meaty
4 Monate zuvor

Wenn ich Dr. Ringelband richtig verstanden habe, dann hat man in der Firma die Arbeiter am Fließband befragt, woran es ihrer Meinung nach lag, dass die Qualität ihres Produkts nicht immer gut war?

Auf den HSV gelegt könnte man doch jetzt auch sagen, dass ein Fachmann wie Horst Hrubesch und Spieler, wie Leistner und Leibold jetzt deutlich gesagt haben, warum es in den letzten Wochen/Monaten nicht mehr richtig auf dem Feld klappte!
Fast einheitlich wurde von den Befragten gesagt, dass der Glaube in ihren Fähigkeiten nicht mehr da war! Horst Hrubesch hat sogar gesagt, dass er eine Blockade in den Köpfen gelockert hat, die sich vermutlich über einige negative Spiele angesammlt hatte!

Das das Spiel gegen Nürnberg nun kein fußballerischer Leckerbissen war, aber von allen HSV Spielern mit mehr Mut, Wille, Einsatz und verbesserter Zweikampfsrärke angegangen wurde, war deutlich sichtbar!

So, wie Horst Hrubesch es einfach gehalten hat in der Vorbereitung und Nachbetrachtung auf das Nürmberg Spiel, sollte man es eben jetzt auch nicht durch irgendwelche Psychoanalysen verkomplizieren, warum die Mannschaft nicht mehr das gezeigt hat, was sie eigentlich kann!

Last edited 4 Monate zuvor by Meaty
Aleksandar
4 Monate zuvor

Hätte, Wenn und Aber sind am Ende nur Gelaber.

ENDE 🙂

Raibi
4 Monate zuvor

Volle Zustimmung!

Vamodrive
4 Monate zuvor

Hat sich erledigt

Last edited 4 Monate zuvor by Vamodrive
schlunzi
schlunzi
4 Monate zuvor

Moin,
bislang hatte ich ja immer sehr kritisch auf Ihre Beiträge reagiert, aber diesmal gefällt er mir. Vor allem, da Sie selbst zugeben nur zu spekulieren. Ein Aspekt kommt mir zu kurz.
Ich sehe heute im Profifussball keine „Mannschaft“ mehr. Glaube dies ist überholt. Jeder dieser Spieler im Profibereich ist eine eigene kleine Firma, mit Berater. sozial Media Umfeld usw. Die wenigsten Spieler steuern sich noch selbst, da haben ganz andere Leute das sagen. Eine Struktur wie das Management des HSV neu zu steuern und mit Werten zu behaften…. das geht wohl leider nicht mehr. Gordischer Knoten, das würde helfen

Riesum
4 Monate zuvor

Nichts Neues…

Dosenfisch
4 Monate zuvor

Kiel. Find ich gut.

Blogfan
4 Monate zuvor

BVB hat einen super Powerfussball gespielt….
Nagelsmann hat sich in der 1.HZ voll vercoacht

Kosinus
4 Monate zuvor

Wir brauchen 6 Punkte. Alles andere ist erstmal obsolet.

Hans-Werner Rieken
4 Monate zuvor

Ich weiss ja, alles nicht vergleichbar!
Trotzdem macht es Spass als Fussballfeinschmecker solche Spiele wie gestern das Finale als unabhängiger Fan zu sehen.
Tempo, Technik, Ballsicherheit und Handlungsschnelligkeit wie man sich es wünscht. Mich würde mal interessieren was unseren Spielern so durch den Kopf geht wenn sie sowas sehen.

Walter Knell
4 Monate zuvor

Wieso wurde Scholle schon geimpft?