Das Land, wo Milch und Honig fließen gibt es nicht mehr…

von | 15.11.21 | 95 Kommentare

Ich habe letzte Woche damit aufgehört – und ich fange diese damit an: Mit einer Reaktion auf einen Post von Jürgen Linnenbrügger. Zugegeben: Ich kenne Jürgen schon recht lange und schätze ihn menschlich wie fachlich. Dennoch möchte ich mich hier für diese Bevorzugung nicht entschuldigen, es aber erklären. Denn Jürgen ist heute noch einmal auf das Thema der Vorwoche eingegangen, das sich schier endlos weiter diskutieren ließe. Am Ende noch kurz die Meldungen des Tages im Telegrammstil, zuvor in Kursiv der Post von Jürgen und meine Antworten dazu: 

Es wird ja von Scholle hier die Meinung vertreten, das der HSV, nur über eine gute Nachwuchsförderung wieder in die Spur kommen kann, also Weiterentwicklung der eigenen Talente. Hier kommt es auch auf eine gute Scoutingabteilung an, die neue Talente frühzeitig aufspürt, und auf ein qualitatives Trainerteam im NLZ . Ich bin der festen Meinung das die Scoutingabteilung alle in Frage kommenden Spieler kennt und in Ihrer Kartei hat.

Das wäre der Optimalfall, ist aber mitnichten so. Der HSV ist aus finanziellen Gründen für freie Scouts nicht mehr ansatzweise so interessant wie die hiesigen Erstligisten und die Top-Klubs der zweiten Liga. Um von den europäisch spielenden Klubs gar nicht erst zu sprechen. Daher melden diese sich natürlich auch zuerst dort, wo sie mehr Geld für sich wittern. Das war immer so – das wird auch so bleiben. Und dass die HSV-Scouts einen kompletten Überblick haben ist utopisch. Kein Verein der Welt schafft das allein mit seinen Angestellten. Das Netzwerk ist entscheidend.


Das viel größere Problem sehe ich in der Realisierung diese Übertalente auch zum HSV zu holen. Der WB auf diesem Gebiet ist riesig, daher wird man die absoluten Toptalente nicht bekommen. 

Der HSV wird sich über seine Ausbildungsqualität versuchen müssen, zu etablieren. Alles andere ist aus finanzieller und sportlicher Sicht derzeit nicht darstellbar. Erst wenn der HSV zu einer Top-Ausbildungsstätte für Talente geworden ist und ein Sprungbrett darstellt in den Profibereich, wird er auf dem Markt der großen Talente wieder in Teilen mitmischen können. Den schnöden Mammon aber darf man hier nicht außer Acht lassen. Bayern, Bayer, VW, RB und BVB werden hier immer vor dem HSV stehen. Auch deshalb hatte ich zu Beginn der Kühne-Ära beim HSV geschrieben, dass es aus meiner Sicht am allermeisten Sinn machen würde, wenn Kühne in die Talentausbildung investierte. Hat er aber nicht, bzw. der HSV hat die vielen Millionen für andere Dinge verschwendet. Und das Ergebnis ist ein mieses Erbe, denn heute muss man mit Hausmitteln versuchen, das nachzubauen, was man vor einiger Zeit mit Geld deutlich schneller hätte aufbauen können. 

Daher ist es nach meiner Meinung ebenfalls sehr wichtig den Markt der 18 – 23 Jährigen Spieler (3. Liga, die 2. Ligen in Frankreich, Spanien. Portugal etc. gut zu kennen, um auch hier frühzeitig an interessante Spieler dran zu sein.

Sehe ich genau so. Genau das hatte ich in meinen letzten Blogs auch so geschrieben. 

Dann sind wir jedoch wieder bei dem leidigen Thema Geld. Bis alle diese Kriterien greifen vergehen sicherlich 3-5 Jahre (siehe Freiburg). Das Geld hierfür sollte daher, versucht werden zusätzlich, über Gönner, Sponsoren zu generieren, die speziell, losgelöst vom Profiteam, sich hier im Jugendnachwuchsbereich engagieren.

So ähnlich hatte ich das mit Kühne gemeint. Wenn ich in den letzten Jahren wiederholt geschrieben habe, dass jeder Euro im Nachwuchsbereich mehr wert ist als 100.000 Euro in den Profikader, meinte ich genau das. Ich meinte, dass der HSV oben verschwenderisch ausgegeben hat, was unten geholfen hätte. Ich hatte die Jugendausbildung immer als Geschäftsmodell für den HSV gesehen – aber leider fehlte den beteiligten dazu die Bereitschaft. Sie wurden durch das viele Geld träge und dachten, dass es immer so weitergehen würde. Wobei einige auch dachten „wenn es zu spät ist, bin ich eh nicht mehr da“. Fakt aber ist, dass sich keiner langfristig Gedanken gemacht hat – und dieses Fiasko werden die Verantwortlichen der nächsten Jahre ausbaden müssen. Lange noch, behaupte ich.

Dazu bedarf es aber auch über ein überzeugendes Konzept. Hier wäre Horst Hrubesch als Galionsfigur gefragt, der hier sicherlich schon als Person überzeugen könnte. Die Voraussetzungen sind doch hier sehr gut. Das übrige Geld wird zwingend dafür gebraucht werden, die Bundesligamannschaft konkurrenzfähig zu halten, sodass Sie jedes Jahr um dem Aufstieg mitspielen kann, dieses ist für die weitere Konsolidierung des HSV unbedingt erforderlich.

Letzteres muss immer das Ziel bleiben – wenn auch nicht immer für sofort, sondern auf Sicht. Der HSV muss den Plan verfolgen, sich jedes Jahr so aufzustellen, dass der Aufstieg möglich ist. Das wirtschaftliche Umfeld ist in diesem Bereich aus meiner Sicht lange noch nicht ausgenutzt – aber leider in großen Teilen verschreckt von dem Habitus des lange Zeit überheblichen HSV. Hier würde es reichen können, wenn Präsident Marcell Jansen seine Agenda auf Hamburger Ebene etwas stärker umzusetzen versuchte. Allein an Hamburger Unternehmen gibt es ausreichend, um sich mit einem nachhaltigen Konzept aus Profifußball und dazugehöriger Talentausbildung so aufzustellen, dass Aufstieg ebenso wie die Ausbildung eigener Profis ausgebaut und umgesetzt werden kann.

Ich will hier nicht über das „Gesamtkonstrukt HSV“ sprechen, das würde hier den Rahmen sprengen. Wie ihr seht es gibt viel zu tun. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen im HSV hier erheblich besser werden und hieran arbeiten, arbeiten, arbeiten…….

Das hoffen wir alle. Denn eines ist ganz sicher: Anders wird es nicht mehr funktionieren. Die Zeit, wo der HSV für seine Angestellten das Land war, in dem Milch und Honig zu fließen schien, ist lange vorbei. Dieser HSV ist ein normaler Zweitligist mit überproportionalem Potenzial im Umfeld. Oder anders formuliert: Das Umfeld des HSV ist deutlich besser, als es der HSV zu nutzen weiß.

Das zum Thema „HSV der Zukunft“. Heute durfte sich Trainer Tim Walter erst einmal darüber freuen, dass Daniel Heuer Fernandes wieder auf dem Platz trainieren konnte. Die Nummer eins trainierte zwar vor der Mannschaft individuell, aber sein Einsatz am Sonnabend gegen Regensburg ist damit weiter im Bereich des Möglichen. Ebenso – nein, sogar noch wahrscheinlicher dabei sein kann Jonas Meffert, der trotz gebrochenen Zehs heute voll mittrainieren konnte, während Faride Alidou beim 1:1 der deutschen U20-Nationalelf in Portugal in der 70. Minute eingewechselt wurde und den 0:1-Rückstand noch in ein Remis zu drehen wusste.

Das soll es für heute gewesen sein, bis morgen! 

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
95 Kommentare
Beliebteste
Neueste Älteste
Inline Feedbacks
View all comments
Jörg Brettschneider
12 Tage zuvor

Post von Brettschneider:

Lieber Scholle,

Dogmen haben die Menschheit noch nie vorangebracht. Deren Hüter wurden stets von der Realität überholt.

Romantik und Nostalgie bringen uns die Werte von einst zurück. Sie sind nur heute ohne Wert.

Lieber Scholle,

du musst dich von deinen Dogmen verabschieden!

Dogma 1:
Die 50+1-Regel muss bleiben, um die Invasion bösartiger Finanzjongleure in den Profi-Fußball zu verhindern.

Dogma 2 (Folge aus Dogma 1):
Der HSV muss besser und fleißiger als alle anderen Profi-Clubs sein, um die besten Talente zu gewinnen und mit dem Ziel zu fördern, die Profi-Mannschaft mittelfristig in die Bundesliga zu bringen.

Lieber Scholle,

das ist alles gut gemeint.
Du lebst in einem Land, in dem die Milch noch direkt aus der Kuh getrunken und der Honig direkt von der Wabe geleckt wird.

Dogmen sind was für Gestrige.

Herzlichst
Franz Josef…Brettschneider

Rotkaeppchen1966
12 Tage zuvor

„Der HSV muss den Plan verfolgen, sich jedes Jahr so aufzustellen, dass der Aufstieg möglich ist.“
„Dieser HSV ist ein normaler Zweitligist mit überproportionalem Potenzial im Umfeld.“
Was denn jetzt, Scholle?
Sie haben bisher jedes Jahr den Plan verfolgt, aufzusteigen.
Wer sind denn die Top-Clubs der zweiten Liga? Regensburg, Pauli, Darmstadt? Bloß, weil sie einmal eine gute Saison spielen?
Bei allem, was recht: Der HSV ist kein normaler Zweitligist und darf auch nie einer werden. Hier hat Jürgen absolut Recht. Die Geschäftsgrundlage des HSV ist die Bundesliga.
Schönes Einleitungsbild mit den drei Cracks – da gab es beim HSV auch noch Leute, die von Sportökonomie, Zielsetzungen und Leistungsorientierung was verstanden – auch wenn sie unbequem waren. Aber deren Habitus gefällt dir und angeblich der Hamburger Wirtschaft ja nicht.
Echt Scholle, du drehst dich im Kreis mit deinen meiner Ansicht nach ohnehin ideologisch geprägten Bemühungen (dass Geld ja was ganz schreckliches ist, das man nur falsch ausgeben kann, hast du hier ja ein Dutzend Male beschrieben) aus dem HSV eine „Knappenschmiede“ ala Schalke zu machen – und die nützt auch nichts, wenn schlechte Manager am Werkeln sind.
In der Bundesliga fließen immer noch Milch und Honig, auch deswegen muss der HSV da wieder hin.
Das Freiburger Modell funktioniert übrigens nur in: Freiburg.

ToniHH
12 Tage zuvor

Es werden Forderungen und Wünsche geäußert die seit zig Jahren immer wiederholt werden.
Ziemlich langweilig und nicht zielführend.

Manchester CIty – Liverpool war so verstaubt und marode und in seiner Vergangenheit eingesperrt wie der HSV.

50—1 Regel abschaffen – eV Romantik begraben dann wird es auch was…

Last edited 12 Tage zuvor by ToniHH
RummsBumms
12 Tage zuvor

Der HSV kommt nur durch die 50 plus 1 Abschaffung wieder in eine erstligareife Spur.
Alles andere sind Wünsche u Hoffnungen.
Hoffnungen auf Talente…..die uns dann auch noch erhalten bleiben u zusätzlich nach oben schießen? Das ist nicht realistisch. Selbst bei Alidou wurden die Hausaufgaben nicht gemacht.
Jahrespläne im Profifußball? In Hamburg? Beim HSV? Toll“kühnes“ Vorhaben.
Selbst Hoeneß sagt, dass 50 plus 1 abgeschafft gehört.
Nur dann hat der HSV die Möglichkeit die gemachten Fehler wieder auszubügeln. Alle anderen Ideen sind Flickschusterrei.
Wobei das nichts mit Hansi Flick u Bernd Schuster zu tun hat. 😅

Der HSV kann sich doch gar keine weiteren Durchgangsjahre mehr leisten. Ich wüsste auch keinen Spieler, der uns am Ende der Saison Geld in die Kasse a la Onana spülen sollte. Da gibt es keine Werte mehr, die Liquidität sichern.

Wettstein dürfte es genau so bewerten u verkrümelt sich.
Es bleibt die Wette auf den Aufstieg. Nur diese Wette gehen selbst die größten Optimisten nicht mehr ein.

Im Februar bin ich in Dubai….. lasst uns 50 plus 1 begraben…..dann tue ich dort einen Öl-Mogul auf.

Wobei…..Mist…..das wäre nicht „green“ kompatibel und dürfte von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden.

Also brauchen wir einen, der aus Scheisse Gold macht. Sackseife hätte auch was……🤔

Pralja
11 Tage zuvor

Das Titelbild sagt eigentlich alles über das Versagen der letzten 10 Jahre aus. Es kann einem schon das Herz brechen.
Und es wird leider immer diese Plagegeister geben die diese Situation auch noch schön reden.
Und nur diese Leute allein haben den derzeitigen HSV auch verdient !!

Rotkaeppchen1966
12 Tage zuvor

„Während Faride Alidou beim 1:1 der deutschen U20-Nationalelf in Portugal in der 70. Minute eingewechselt wurde und den 0:1-Rückstand noch in ein Remis zu drehen wusste.“
Nach so einem Satz war ich im Glauben, Alidou hätte erneut geknipst oder ein Scorerpunkt gemacht – aber den Ausgleich schoss der Kölner Lemperle auf Vorlage des Bremers Nankishi.

alles hat seine zeit
12 Tage zuvor

Der HSV war viel zu lange viel zu faul, um sich Erfolg zu erarbeiten.

Kuchi
12 Tage zuvor

„Daher ist es nach meiner Meinung ebenfalls sehr wichtig den Markt der 18 – 23 Jährigen Spieler (3. Liga, die 2. Ligen in Frankreich, Spanien. Portugal etc. gut zu kennen, um auch hier frühzeitig an interessante Spieler dran zu sein.“

Echt jetzt? Diese Märkte (auch GB, Niederlande + Belgien) werden von den großen Vereinen in den Ländern bereits flächendeckend beobachtet. Alles, was von dort für unseren Geldbeutel in Frage kommt, ist bestenfalls 2., wenn nicht sogar eher 3. Wahl – Beispiele sind Amaechi, Bates oder Halilovic.

Für Silas (Stuttgart), Koné und Thuram (Gladbach), alle aus der 2. Liga Frankreich mußte man jeweils schon 9 Mio auf den Tisch legen.

Ich würde mich eher auf andere Staaten, Nord-, Ost- oder Südeuropa konzentrieren.

uwe twiehaus
12 Tage zuvor

Theoretische Philosophie bringt uns in vielen Dingen nicht mehr weiter. Es muss Verantwortung übernommen werden! Das Land, wo Milch und Honig flossen, gab es noch nie, die beteiligten Akteure hatten nur mehr Charakter.

Rautenhopper
12 Tage zuvor

Ich finde die Aussagen ein wenig widersprüchlich und kann diesen ganzen jugendwahn nicht ganz nachvollziehen und auch die komplette ausrichtung die hier im blog gefordert wird verwirrt mich ein wenig.

Bezüglich den freien scouts ich sehe hier doch eine chance, dass die talente beim hsv platziert werden, aber hierfür darf nicht immer eine kurskorrektur vorgenommen werden und das talent muss ein klarer plan aufgezeigt werden und der berater muss wissen, dass sein talent sicher versorgt ist und nicht nach einer saison wieder aussen vor ist. Und da kann es nicht sein das spieler von abgangskandidaten innerhalb von zwei bis drei wochen plötzlich stammspieler wie es bei david war oder ambrosius. Aber es muss auch die talente richtig eingeschätzt werden, weil bei alidou ist es doch auch so vielleicht verlieren wir ihn oder er verlängert, weil wenn seine entwicklung in den nächsten jahren weitergeht gibt es einen schönen betrag.

Also ich sehe den hsv noch als topclub der zweiten liga wenn drm nicht mehr so sei. Was machen den noch die verantwortlichrn dort?

Ich finde das ganze konzept schon gut und klingt toll aber kaum realisierbar, weil der durchlas zu den talenten ist sehr gering und auch sehr spät erkennbat obs ein talent überhaupt schafft und nur noch talente einsetzen damit man sie eingesetzt hat ist ein wenig alibiübung.

AD1979
12 Tage zuvor

Hätte Boldt Teroddes Vertrag rechtzeitig verlängert, würden wir über ganz andere Fragen reden.

Kopite
12 Tage zuvor

.
Damals, als Milch und Honig noch reichlich flossen, hat man es auch verpennt, einen Cheftrainer wie Kloppo zu verpflichten, der aus jungen Talenten gestandene Spieler machen kann.
.
Stattdessen wurde nach 6 (!) Monaten quälender Suche einer präsentiert, der mit Talenten nix am Hut hatte und der nach 11 Monaten leidlich guter Arbeit vertragsbrüchig wegsöldnerte …
.

Last edited 12 Tage zuvor by Kopite
Dries1982
12 Tage zuvor

Die immense Last der hohen Verbindlichkeiten des HSV…

Ist es eigentlich ein klarer Grund, warum Vereine wie Freiburg (muss man ja mit erwähnen, viele tun ja so, als ob das „System“ SC Freiburg mal eben auf den HSV adaptierbar sei), Augsburg, Mainz, etc. vor dem HSV stehen? Sind diese Vereine zuerst einmal finanziell kerngesund? Ja?

Jürgen Linnenbrügger
11 Tage zuvor

Wir haben seit einigen Tagen darüber gesprochen, wie der HSV wieder in die Spur kommt.
Nachwuchsförderung und Ausbildung, Scouting etc. Wir haben gesehen viele Wege könnten nach Rom führen.
Der HSV muß und kann jedoch nur ein Ziel haben, schnellstens, lieber heute als morgen,
wieder in die Beletage, oder wie der Italiener sagt in die Piano noblie des deutschen Fussballs einzuziehen. Alle anderen Maßnahmen können nur flankierend laufen.
Ich, für meinen Teil, werde mir nun in Ruhe den Weg des HSV bis zur Winterpause anschauen, gespannt sein, ob/ und welche Wintertransfers getätigt werden. Danach sollte man sich ein Urteil bilden, und ob es lohnt wieder in Personaldiskussionen einzusteigen.

Habt eine schöne Zeit und bleibt alle gesund!!!!

Frank Müller
11 Tage zuvor

eine neue mannschaft aus nachwuchsförderung zu generieren, ist UNREALISTISCH.
haut selbst in 3 – 5 jahren nicht hin.
auch Freiburg hat nur eineinhalb eigene spieler mehr und ist ein gemischtwaren-laden wie andere clubs.
WIR haben überhaupt KEINE QUALITÄT beim scouting/bei transfers.
Spors, Mutzel wurden woanders aussortiert. Boldt war in Kusen in diesem bereich gar nicht tätig.
DA fehlt der mann mit auge und vernetzung und für die kaderplanung.
deswegen hat ja keiner was dagegen, wenn Alidou eingebaut wird.
in puncto spieler-sichtung sehe ich uns als absolutes schlußlicht.
wir können ja nicht mal mit Augsburg oder Mainz mithalten.selbst Bielefeld ist besser,
holt mal eben 2 Asiaten, die eine andere spielerische qualität bewirken.
das beste beispiel ist Union, vorher nobody, seit neuaufstellung ein ernstzunehmender
player 1. liga.

Jörg Meyer
11 Tage zuvor

Moin, guter Blog aber leider in der Umsetzung von den Personenkreis abhängig der in der Vergangenheit genau das Gegenteil gemacht hat. Ich halte es nicht für warscheinlich das diese Personen jetzt dieses Projekt jetzt umsetzen können si dass es erfolgreich wird. Hierfür wären sicherlich ganz andere Personen gefragt die aber mit Sicherheit auch von allen Proficlubs gesucht werden. Mir würde ausser Ralf Rangnik auch kein anderer einfallen der diese Qualität hätte.

OhnezuRuppen
11 Tage zuvor

@Marcus Scholz:
Hab‘ ich was verpasst, ist das Tippspiel beerdigt worden? Macht ja nix, aber dann hätte man es auch gar nicht erst erstellen brauchen, oder?

Nur der HSV
11 Tage zuvor

Solange BMW wirken, wird sich nichts ändern.
Das müßt ihr doch verstehen.

Afterdark
11 Tage zuvor

Es ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass der HSV in Zukunft noch mehr auf starke Jugend- bzw. Nachwuchsmannschaften Wert legen muss!
Aber: Nur mit „Talententwicklung“ und „Ausbildungverein“ wird das nix! Ich kann und – ehrlich gesagt – ich will so lange auch nicht warten, bis die Jugendarbeit Früchte trägt und der Verein auf diese Weise (eventuell) wieder dahin kommt, wo er nicht nur nach meinem Verständnis hingehört…
Warum gelingt es nicht, die Wirtschaft zu mobilisieren? Warum ist der hanseatische Kaufmann so zurückhaltend, reserviert und zugeknöpft, was den HSV anbetrifft? Keine Ideen, keine Konzepte? Keine Führungsstärke?

Ich habe keine Ahnung von Wirtschaft und Management! Und trotzdem: Hier kommt mein „start-up“ als Manager: Wir benötigen zwei dänische Nationalspieler (im Norden haben wir traditionell viele Fans) und einen Topspieler aus Asien (warum bespielen wir diesen Markt eigentlich seit Son nicht mehr?) … Am besten in der Winterpause…

Bastrup
11 Tage zuvor

Wäre der HSV ein professionell geführtes Unternehmen, dann kämen die Angestellten in der ersten Reihe NIEMALS davon, ohne ganz klares Bekenntnis zu einem Ziel, dass erstens wichtig für die Wertsteigerung des Unternehmens und zweitens einigermaßen realistisch ist.

Hier gibt es gar kein klar formuliertes Ziel. Convenience Club für’s Management. Schlecht für den Verein. Schlecht für die Anhänger.

Ich freue mich schon auf die Analyse der Saison. Das wird wieder ein Umbruch. Ganz sicher.

Leider verstehe ich die Aufbauorganisation dieses Vereins nicht. Viele Kommentatoren hier äußern ja die Vermutung, genau darin läge die Ursache für das stetige Scheitern. Für mich klingt das plausibel. Nur meine Meinung…

Uwe Tilch
11 Tage zuvor

Scholle, moin! Warum bitte bekomme ich am Dienstag den Morning Coil vom Montag erst und keinen vom Dienstag also heute???