Darum ist Hrubesch das Ass im Ärmel des HSV

von | 27.03.21 | 99 Kommentare

So, das Wochenende hat begonnen – und der HSV hat Pause. Eigentlich die perfekte Gelegenheit, hier auch einmal Pause zu machen. Aber das bewahre ich mir für morgen auf. Morgen werde ich den gesamten Tag mit meinen Kindern und meiner Frau Quatsch machen, soweit es die Coronabedingungen zulassen. Heute aber will ich weder über Mustafa Kucukovics Drogenvorwürfe noch auf den HSV an sich eingehen, sondern auf Euch. In diesem speziellen Fall auf den von mir sehr geschätzten Vater eines richtig guten Freundes: Jürgen Linnenbrügger.  Jürgen hat mich etwas gefragt und ich will die Gunst der (freien) Stunde nutzen, und darauf antworten. Sein Post bezog sich auf meine Beschreibung, dass der HSV mit Horst Hrubesch ein As im Ärmel hätte, dessen Persönlichkeit Strahlkraft auf junge Talente habe. Unter anderem, weil Hrubesch meiner Meinung nach bewiesen hatte, dass er junge Talente ausbilden kann. Jürgen sieht das etwas anders und schreibt:

Moin Scholle,

erklär mir doch bitte mal wo Horst Hrubesch Spieler entwickelt hat ?
Seine Tätigkeit beim DFB, im Jugendbereich, liegt 8 Jahre zurück. Hier hat er die besten Spieler des Jahrgangs auf dem Silbertablett serviert bekommen, entwickelt wurden die Spieler in Ihren Heimatvereinen. Ich sehe hier kein As, welches der HSV, groß und breit ausspielen könnte, auch da die in Frage kommenden Spieler mit den Namen Horst Hrubesch sicherlich nicht viel anfangen können, also daher auch nicht locken kann. Die jungen Talente wollen auch schon um Meisterschaften spielen, davon sind die Jugendmannschaften des HSV jedoch noch meilenweit entfernt. Bevor hier erste Erfolge sichtbar werden, werden sicherlich noch Jahre vergehen, selbst in Nord/Ost ist der WB um die besten Jugend-Spieler hart umkämpft. (Bremen/Berlin/Leipzig/Hannover/Wolfsburg etc.)

Der Name Horst Hrubesch allein wird hierbei keinen Ausschlag geben, ob ein talentierter Spieler zum HSV kommt.

Blog-User und Freund J. Linnenbrügger

Hallo Jürgen,

das sehe ich anders. Ich gehe bei Deiner Argumentation insoweit mit, als dass viele von den ganz jungen Talenten den Namen Horst Hrubesch nicht mehr mit den HSV-Meisterschaften, Athen, seinen Kopfballtoren oder dem EM-Titel 1980 in Verbindung  bringen wird. Aber die Jungs werden von ihren Trainern, Eltern und Beratern sehr wohl erzählt bekommen, dass Hrubesch zu den ganz Großen dieses Sports gehört. Und dort werden die o.g. Titel ebenso genannt wie die EM-Titel als Trainer der deutschen U19-  sowie den mit der U21-Auswahl. Insofern wird jedes Talent zumindest im Groben wissen, dass ihm da einer gegenübersitzt, dessen Karriere sie nur zu gern machen würden…

Zudem genießt Hrubesch weiterhin einen sehr guten Ruf. Bei den deutschen Klubs ebenso wie bei dem DFB. Vor allem aber bei seinen ehemaligen Spielern – und damit komme ich zu dem Teil, in dem ich Dir widerspreche, dass Hrubesch nur aus den Besten eine erfolgreiche Mannschaft gemacht hat. Er wird noch heute von Weltklassespielern wie Manuel Neuer, Toni Kroos, Jerome Boateng, Benedict Höwedes oder auch Mesut Özil in den allerhöchsten Tönen für seine Art gelobt, mit der er die jungen Auswahlteams geführt habe. Und obgleich ich Dir Recht geben, Jürgen, dass die Basis der Ausbildung zweifellos in den Vereinen stattfindet, so reichen die besten Fußballer nicht, um die beste Mannschaft daraus zu machen. Das weißt Du aus Deiner Zeit mit jungen Fußballern ja nur zu gut. 

Hrubesch hat vielen Spieler, die es später nach ganz oben geschafft haben, den Weg gezeigt, wie man das schafft. Vielleicht weniger im Training mit dem Ball – aber drumherum. Und genau das ist auch heute seine Aufgabe beim HSV. Von daher sehe ich diese Qualität definitiv als As im HSV-Ärmel, wenn es darum geht, diesen Talenten aufzuzeigen, dass die Ausbildung beim HSV ihrer Karriere zuträglich ist. Denn neben dem Umgang mit dem Ball, dem taktischen Verständnis und der Physis zählt der Kopf noch immer mit am meisten. Er entscheidet fast immer, ob Talent auch Erfolg wird. Und genau hier kann der HSV mit Hrubesch zweifellos jemanden bieten, der nicht nur von seinen ehemaligen Spielern Kroos, Neuer, Boateng und Co. als absolutes  „As“ bezeichnet wird. 

Oder siehst Du das anders, Jürgen?

Ich kenne Dich ja nun auch schon ein paar Jahre und weiß genau, dass Du sehr viel Wert auf solche Themen legst und gelegt hast. Du weißt besser als viele hier, dass Titel nicht zwingend als Maßstab von Nachwuchsentwicklung zu betrachten sind. Und dennoch gebe ich Dir hier absolut Recht: Junge Spieler wollen immer das Höchste erreichen. Sie wollen Deutsche Meister, Pokale gewinnen und mit der jeweiligen Junioren-Nationalmannschaft internationale Titel gewinnen. Und von Deutschen Meistertiteln ist der HSV seit jeher ewig weit entfernt. Das gilt es zu ändern. Allein die Reihenfolge, das endlich zu ändern,  ist hier diskutabel. Finde ich.

Denn ich würde erst die Infrastruktur (hierzu zähle ich Gebäude, Plätze, Trainer und den Nachwuchsleiter gleichermaßen) verbessern, ehe ich erwarten würde, dass man an größere Talente leichter und schneller herankommen kann. Hrubesch ist dabei einer dieser Schritte in die richtige Richtung. Der Rest ist mit dem Otto-Campus und den tadellosen Trainingsplätzen mehr als erfüllt. Soll heißen: Der HSV muss jetzt nur noch den Ruf erwerben, als Ausbildungsstätte das zu sein, was man lange über Stuttgart, Freiburg und noch mehr Schalke 04 gesagt hat. Der HSV muss Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Profibereich erfolgreich unterbringen – am besten über Einsätze bei der eigenen Profimannschaft. Und auch hier ist der HSV mit Ambrosius, Vagnoman sowie in Teilen auch Wintzheimer und Onana auf einem sehr ordentlichen Weg. Noch nicht gut genug – aber zumindest endlich mal auf Kurs. Auch Dank Hrubesch.

Wort!

In diesem Sinne, lieber Jürgen! Ich weiß ja aus unseren Gesprächen, dass wir in sehr vielen Punkten unsere Ansichten teilen. Gerade was den Nachwuchs betrifft, hast Du wie ich ein riesengroßes Manko beim HSV in den letzten 20 Jahren ausgemacht. Wir wissen beide, dass der HSV nur über den eigenen Nachwuchs die Chance hat, sich zu gesunden. Vor allem aber wissen wir beide aus nächster Nähe (Du als Betreuer der Jugendteams von Stellingen 88 und ich aus Sicht des Niendorfer TSV), dass der HSV nicht einmal direkt vor der eigenen Haustür seine Arbeit richtig gemacht hat. Viele Talente sind unerkannt am HSV vorbeigezogen und woanders aufgeblüht. Und auch beim HSV hatte die Nachwuchsabteilung nie das Gewicht, das sie haben muss. Aber dazu gern morgen mehr…

Bis dahin hoffe ich, dass ich Deiner Bitte nach einer persönlichen Antwort hiermit nachkommen konnte und Du – wie natürlich auch alle anderen hier mitlesenden –  nachvollziehen kannst, warum Hrubesch sehr wohl ein As im Ärmel des HSV ist. Denn sein Part in er Ausbildung der Jugendlichen – die Persönlichkeitsbildung – ist noch immer einer der ganz wesentlichen, entscheidenden Bestandteil bei der Selektion zwischen ewigen Talenten und den erfolgreichen Profis von morgen. Davon, dass beim HSV neben den Spielern vor allem auch die Nachwuchstrainer von Hrubeschs Erfahrung maximal profitieren und dadurch die Qualität der Trainer deutlich steigt, bin ich ebenfalls überzeugt.

Mal etwas Abwechslung…

Von daher, Dir einen schönen Abend mit einem sehr spannenden Spiel, wie ich finde, lieber Jürgen. Denn das Spiel der deutschen U21 heute Abend gegen die Niederländer wird zeigen, ob ich mit meiner Beobachtung, dass die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz unglaublich reifen, abgeklärten Fußball spiel, richtig lag. So, wie bei Hrubesch und dem HSV… 😉

Aber im Ernst: Dir, lieber Jürgen, wünsche ich ebenso wie allen anderen hier einen richtig schönen Abend!

Scholle 

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Janni Kaltz
5 Monate zuvor

Horst Hrubesch ist so ein Goldjunge wie Beckenbauer. Überall, wo er hinkommt, klappt’s. (Zuletzt sogar im Vorbeigehen bei der Frauen N11).
In sofern ist er ein Riesengewinn für den HSV mit seiner langjährigen Loser-DNA. Eine Art Gegengift.
Ich glaube, die Wirkung von Hrubesch ist stark. Schon allein, weil sich in seiner Gegenwart alle ein bisschen mehr zusammenreißen.
Leider ist er schon sehr alt.

Alfons Schmuck
5 Monate zuvor

Mensch, das gibt’s doch nicht, daß man an der Person Horst Hrubesch eine Diskussion aufmachen kann, ob er geeignet für den HSV ist !!!
So einen Glücksfall zu kriegen gibt’s nur alle Jubeljahre.
Und ob er den jungen Kickern noch was sagt oder nicht, ist aufgrund seiner fachlichen Qualität vollkommen gleichgültig !
Und unterschätzt die Jugend nicht, die informieren sich schon, wer was wann und vor allem „wie“ mal gemacht hat !

Alex
5 Monate zuvor

„Ist korrogiert“ RELOADED. Köstlich! 🤣

Riesum
5 Monate zuvor

Guter Kommentar,sehe ich genauso. Hrubesch war ein guter Deal👍

Last edited 5 Monate zuvor by Riesum
MeinVerein2021
5 Monate zuvor

Ich glaube schon, dass H. Hrubesch jungen Talenten etwas geben kann und als ehemaliger DFB-Jugendtrainer für die Jungen eine Bedeutung hat. Wie groß auch immer.

Für den HSV hat seine Verpflichtung vor allem eine positive Außenwirkung, da ein echtes erfolgreiches HSV-Idol, sein Ruf ist allgemein nur positiv, verpflichtet werden konnte. Und jegliche Imageverbesserung ist für den HSV sehr nützlich.

Irgendwie also schon ein Ass im Ärmel.

Aber mein Gott, wie langweilig ist diese Länderspielpause!

Last edited 5 Monate zuvor by MeinVerein2021
Paulinho
5 Monate zuvor

Lieber Scholle, bin mit fast allem einverstanden. Nur eines: nicht nur Du und Jürgen haben in puncto Nachwuchs beim HSV über die Jahre ein riesengroßes Manko ausgemacht. Da kenn ich hier aber Dutzende User, die sich nicht von eigekauften Altstars haben blenden lassen, die immer wieder auf die fehlende gesunde Nachwuchspolitik der Vorstände hinwiesen. Die jungen Wilden waren eben nicht gern gesehen, weil sie Zeit zur Reife brauchten. Auch aktuell sind wir doch knapp am Verlust von Ambrosius vorbei gekommen, kriegen hoffentlich noch die Kurve bei Vagnoman. Das lag natürlich auch an den Wundertrainern, die wir hatten, davon jede Menge. Jetzt sollten alle, auch die Medien hellwach sein, wenn bei den HSV „Admins“ mal wieder die Geduld mit dem Nachwuchs wackelt, dann muss ein Aufschrei her, der aber mit Nachhall bei den Boldts und Co. Viel zu oft wurden hier ältere Herrschaften bejubelt, dass diese am Ende ihrer Karriere den HSV noch entdeckten. Dazu begleitet von den Ratschlägen eines Calmund und Struths fiel den jeweiligen Sportvorständen, wer auch immer, nichts anderes ein. Wenn schon ältere Semester, dann wirkliche Säulen, die aber auch echte Kanten sind. Welche, die echt und erkennbar bereit sind, dem HSV zu helfen. Noch einmal deutlich: an erster Stelle muss die Sorgfalt der Kernarbeit mit dem Nachwuchs stehen!

Last edited 5 Monate zuvor by Paulinho
Bastrup
5 Monate zuvor

Hrubesch ist einfach ein Klassetyp. Wenn der Mann in irgendeinem Proficlub aktiv ist, dann doch bitte beim HSV. Für mich ist er über jeglichen Verdacht der Verführbarkeit durch Macht oder Geld erhaben. Da hatten wir in der Vergangenheit ja durchaus schon andere Kaliber.

PRO Horst Hrubesch!!

schlunzi
schlunzi
5 Monate zuvor

Hrubesch mag nett und kompetent sein. Er oder ein Ähnliches Kaliber für gewinnbringende Jugendarbeit kommt einfach 10 Jahre zu spät. Er kann vielleicht Anstöße geben, aber im Grunde ist er nur ein Kerze der Vergangenheit. Mehr leider nicht

Horstbertl
5 Monate zuvor

Der HSV hat endlich begonnen Spieler auszubilden und es zeigen sich zarte Blüten. Nicht immer so viel sabbeln, sondern einfach leistungsorientiert weitermachen. Es kommt nun darauf an die Spieler nicht zu früh abzugeben und in deren Glanz immer wieder neue Talente anzuziehen. Horst Hrubesch ist da ein sehr wichtiger Teil des Ganzen. Endlich hat der Fan das Gefühl, es geht vorwärts, es wird gemeinsam im HSV an diesem Weg gearbeitet. Lange gefordert, deshalb bin ich hier zufriedener als vor drei Jahren. Deshalb, weitermachen und Pssst…

HorstUweKevin
5 Monate zuvor

Horst bringt die Kompetenz (eben nicht nur sportlich) , die uns seit vielen Jahren im Jugendbereich abgeht.
Kurzfristige Wunder sind da eher nicht zu erwarten aber ein stabiles Haus benötigt zuerst ein Fundament. Das kann kann dieses Idol hier errichten, wenn man ihn lässt.
Alles andere ist Zukunftsmusik.

Schönen Sonntag

NUR DER HSV

Jörg Meyer
5 Monate zuvor

Der HSV hat es viele Jahre versäumt für etwas zu stehen, ein Konzept zu haben und dem Verein nach außen darzustellen.
Denkt man an an Bayern sind Namen wie Beckenbauer, Hoenes und Kahn unweigerlich mit dem Verein verbunden. Jeder , auch junge Spieler kennen sie und ihre Erfolge und ich glaube kein junges Talent wird nicht froh sein von ihnen zu profitieren. Es sind alles Personen wie natürlich für den HSV Horst Hrubesch die mehr als nur Spieler waren, es sind die Namen die diese Vereine groß gemacht haben. Solche Menschen sind mit ihrer Überzeugung dabei und das kann niemand “ vereinsfremdes“ den man für viel Geld holt. Für die einen ist es ein Job für die anderen ihr Leben.
Der HSV braucht mehr Horst Hrubesch

Tatortreiniger
5 Monate zuvor

Geht das nur mir so oder ist das die längste Länderspielpause aller Zeiten? 🤔

fan17
5 Monate zuvor

Meine Antwort an Jürgen Linnenbrügger:

Ich zitiere mal, Abendblatt, 19.01.21:
„HSV schnappt FC St. Pauli Toptalent Sanne weg. Coup für den HSV und Nachwuchschef Horst Hrubesch: Tom Sanne (16), Toptalent des FC St. Pauli, hat bei den Rothosen einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.
Sanne hatte den HSV im vergangenen September nachhaltig beeindruckt, als ihm beim 4:0-Sieg des FC St. Pauli im Derby der B-Junioren-Bundesliga binnen neun Minuten ein Hattrick gegen den Lokalrivalen gelang.

Halbzeit! Die #fcspU17 führt nach 40 Minuten mit 3:0 durch einen lupenreinen Hattrick von Tom #Sanne.

Starke Leistung, Jungs! #YoungRebels I #fcsp pic.twitter.com/vBjeLgxEk5

— FC St. Pauli (@fcstpauli) September 20, 2020

Das vierte Tor hatte Sanne dann selbst vorbereitet. Bis zum Lockdown gelangen dem Mittelfeldspieler bei fünf Einsätzen insgesamt sieben Tore.
comment image
HSV-Sturmlegende und Ex-Junioren-Bundestrainer Horst Hrubesch (69) ist seit dieser Saison für den Nachwuchs am Volkspark verantwortlich.
Foto: Valeria Witters / WITTERS
Sanne war 2019 vom Niendorfer TSV zum FC St. Pauli gewechselt. Der Kiezclub soll ihm einen Vierjahresvertrag angeboten haben mit der Perspektive, im letzten Vertragsjahr in den Profikader aufzurücken.
Letztlich soll aber HSV-Ikone Hrubesch in einem persönlichen Gespräch das Toptalent von einem Wechsel an den Volkspark überzeugt haben“.

Hrubesch kann ganz offensichtlich sehr gut mit jungen Spielern umgehen. Und als ehemaliger Spieler wissen diese, dass er das, was er sagt, selbst er- und gelebt hat. Zumal als Nationalspieler, der technisch nicht gerade viel Talent mitbrachte, sondern sich seine Erfolge als Spieler erabeiten musste – nicht zuletzt durch unermüdlichen Einsatz in den Spielen. Schon als Spieler war er jemand, der Charakter hatte!
Und auch heute: Ein Vorbild mit seinen Grundüberzeugungen!

Ob er genauso gut auch Konzepte entwickeln kann, wird sich zeigen. (Eine Stärke von Peters auch bzgl. Training(slehre) und Trainerausbildung, was man hier eigentlich nicht schreiben darf, ohne negative Kommentare zu kassieren). Dass Hrubesch auch in dieser Funktion vollen Einsatz zeigt, hat sich ja rumgesprochen.
Zudem ist er authentisch, steht für sein: „Machen, arbeiten und nicht reden“ und ist bodenständig. Bei ihm wird keiner abheben und sich auf seinem Talent ausruhen können.

Zum Campus: Unter Hilke (damals Marketing-Chef), wurde der Campus auch im größeren Stil für Tagungen etc. geplant. Vor der Fertigstellung hat Peters interveniert und dafür gesorgt, dass die Anlage deutlich stärker auf die Nachwuchsarbeit ausgerichtet wird. Den höchsten Standard hat in diesem Bereich Leipzig – aber mit denen können und müssen wir uns z.Zt. ja nicht messen.

Last edited 5 Monate zuvor by fan17
Jürgen Linnenbrügger
5 Monate zuvor

Hallo Markus, vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Du hast recht, wir sind in sehr vielen Bereichen einer Meinung. Ich halte, ebenso wie du, sehr viel von Horst Hrubesch, da er ein offener, ehrlicher, authentischer Mensch ist. Auch bin ich mit dir einer Meinung das Talent alleine nicht reicht. Persönlichkeitsbildung, Willen, Charakter und und eine gute
Umgebung sind in meinen Augen noch wichtiger. <hierfür ist Horst Hrubesch wirklich ein As im Ärmel des HSV. Es reichen die besten Fußballer nicht um hieraus die beste Mannschaft zu machen- es hilft jedoch ungemein. Und jetzt komme ich zum Thema weshalb ich glaube, das der Name Horst Hrubesch allein, bei der Rekrutierung von Talenten kein Wettbewerbsvorteil da stellt. Hrubeschs Erfolge liegen 12 Jahre zurück, im Fußballerleben eine Generation. Die Strahlkraft des HSV hat in den letzten 10 Jahren, aus welchen Gründen auch immer, sehr gelitten. Bei wirklich sehr guten Jugendspieler ist der HSV heute nur noch unter ferner liefen, obwohl das Umfeld (Campus, Trainingsplätze, Infrastruktur) wirklich sehr gut ist. Hier bin ich auch deiner Meinung.Ich bin ebenfalls der Meinung von Horst Hrubesch, das es sehr förderlich wäre wenn der Unterbau 3. Liga, und der Profibereich wieder 1. Liga spielen würde(Hrubesch meinte sogar europäisch). Um dieses jedoch zu realisieren benötigt man Jahre. Hrubesch wird dieses Jahr 70 Jahre. Sicherlich werden auch die Jugendtrainer von Ihm profitieren. Und nur so nebenbei: Neuer,Kroos ,Özil,Boateng,Höwedes waren oder sind die Besten.
Der Aufstieg in die 1. Liga ist deshalb in diesem Jahr unbedingt notwendig, das würde der Arbeit von Hrubesch ungemein nützlich sein. Daher bin ich der Meinung das der Name Horst Hrubesch allein nicht die große Bedeutung hat, die du ihm beimisst. Horst Hrubesch kann jedoch die Weichen in die richtige Richtung lenken. Ob das Umfeld im Verein den langen Atem und die Geduld haben, das notwendige Geld aufbringen werden, diesen Weg konsequent zu gehen, dafür fehlt mir der Glaube. Hier gibt es sehr viele Unwägbarkeiten.(eV-Vorstand/AR/VV etc.) Also für mich wäre das allerwichtigste das der HSV auf allen Ebenen wieder ein zukunftsfähiges ruhiges Fahrwasser kommt.
In diesem Sinne, lieber Marcus einen schönen Sonntag im Kreise deiner Familie.

Emil Tischbein
5 Monate zuvor

Lieber einen Horst als Ass im Ärmel als einen Peter als Trumpf im Rucksack!

Aradia
5 Monate zuvor

👱‍♀️Guten Morgen

Ja der Horsti.
Mit Talente entwickeln….hm..so eine Sache!
Aber Er …..hat eine Ausstrahlungskraft und
darum hört man auf ihm.

Er hat es bewiesen und das zählt.
Darum ist es gut, dass er bei uns ist.

Aber er sollte nicht so viele Aufgaben haben.
Ich finde, nur um unsere Kurzen kümmern
sollte er. Zu hören, Ratschläge geben und
auch mal loben und Talente erkennen.

Ich meine keine Jahrhundert Talente
sondern, die sich eignen und entwickeln.

Von daher sehe ich weiterhin das Problem
kaufen zu müssen.

Vielleicht Sollte der Verein einen Beauftragten
für Geldbeschaffung einstellen.
Wettstein sollte mal etwas mehr Ruhe haben
und sorgenfreier leben. 😁

Ich denke frisches Blut hilft mit neuen Ideen.
Schönen Tag.🐇

Scorpion
5 Monate zuvor

Das Ass im Ärmel ?

alwaysHSV
5 Monate zuvor

@Marcus Scholz
Bei deiner Antwort gehst du ja auch darauf ein, dass Horst Hrubesch sich zunächst um die Infrastruktur kümmern sollte, unter anderem auch Gebäude und Plätze. Ich erinnere mich gut, als das neue von A. Otto gespendete Gebäude und die darum platzierten Plätze eingeweiht wurden hieß es, der HSV wäre jetzt optimal aufgestellt durch die Überführung des Bereichs Norderstedt in die Nähe der Profis, die bessere Unterbringungsmöglichkeit für Talente und die zusätzlichen Kunstrasenplätze. Ist dies nicht mehr zutreffend? Nach so relativ kurzer Zeit können doch nicht bereits wieder Neuinvestitionen in diesen Bereichen erforderlich sein?
Mit der personellen Neuausrichtung kannst du natürlich recht haben.

uwe twiehaus
5 Monate zuvor

So sehr der Name Horst Hrubesch bei uns alten Säcken noch alte Strahlkraft besitzt, hat sich der Fußball zu einem anderen Spiel mit sehr viel Selbstbewusstsein und Tempo entwickelt. Einfach nur den Kopf hinhalten und dienen reicht da heute nicht mehr alleine aus, den jungen Spieler nach Hamburg zu Lotsen. Zukunft Perspektive und Fanny werden hierbei wohl den Hauptausschlag geben, ob ein talentierter Spieler den Weg zu uns findet, und nicht woanders anheuert. Das Ass im HSV-Ärmel und die Qualität kann zukünftig nur die Mannschaft und das Trainerteam sein und werden!

Hans-Werner Rieken
5 Monate zuvor

Ich glaube nicht das Horst auf 14 und 15jährige Talente eine Strahlkraft ausübt.
Sorry, aber diese Jungs haben andere Vorbilder. Auch bin ich nicht sicher ob Horst wirklich einen Blick für solche Talente hat, soll er ja vielleicht auch nicht,oder? Nein, so sehr ich ihn als Spieler und Menschen schätze, für den HSV kommt sein Wirken zu spät!

Micky
5 Monate zuvor

Heute können die Kids doch googeln. Einfach Horstiborsti eingeben und die geilsten Hrubeschtore anschauen. So mit rechts über den Gegner lupfen und mit links zum Torerfolg abschliessen zum Bsp. Dann diese Mega Kopfbälle und überhaupt. Happel und Netzer hatten ihre Freude dran.
Man sollte die Jugend nicht unterschätzen.

HSVinBerlin
5 Monate zuvor

Dachte eigtl Horst schiebt und der Trainer zieht?

Wann geht dat nochmal los?

Paulinho
5 Monate zuvor

Als echter Fussball Fan sind die Länderspiele mehr oder weniger immer Leckerbissen gewesen. Als echter HSV Fan sind diese aber eine unwillkommene Unterbrechung der Spiele in der Liga, keine Frage. Dennoch hab ich mir gestern mal die 2. Halbzeit der DFB Elf reingezogen. Was mir nebst großartigen Kombinationen und Pässen auffällt, sie wollen den Ball förmlich ins Tor tragen. Man sollte auch mal einfach draufhalten und dann entstehen auch wunderschöne Tore. Ebenso versucht man fast zu oft den Ball aus dem eigenen Strafraum nach vorne im Kleinklein zu spielen (Neuer mit der Brust), wo auch mal ein klärender Schlag angebracht wäre. Aber gut, fiel mir ja nur etwas auf, ansonsten hab ich den Eindruck, dass sich beim DFB auf dem Platz einiges zum Guten verändern wird. Allerdings sind diese Drittklässler wie Ungarn und Rumänien noch kein echter Prüfstein. Aber mir fiel bei mir auf, dass ich trotz mancher guten Szenen der DFB Elf ziemlichen Abstand gewonnen habe. Bin mal gespannt, wie viele sich so ein relativ unwichtiges Spiel zur besten Sendezeit noch angetan haben, nach dem Tatort übrigens.

Grantler3006
5 Monate zuvor

Beide, wie ich finde haben Argumente für bzw. gegen die These gebracht, Hrubesch wäre ein Ass im Ärmel des HSV. Wenn er darf, wie er möchte und die Infrastruktur einer Metropolregion Hamburg und der Kraft, die der HSV in dieser immer noch ausübt, nutzt, die sportlichen Verantwortlichen den kommenden „außergewöhnlichen“ Talenten auch die Chance gibt durchzustarten, dann kann Hrubesch ein Ass im Ärmel sein.

Die Tatsache, dass ein Hamburger Fußballverein sein Scouting in der eigenen Heimatregion so schlecht organisiert hat, zumindest in der Vergangenheit, muss dringend geändert werden. Ich glaube es gibt im norden sehr viele talentierte und zumeist schon in jungen Jahren „geerdete“ Charaktere, die das Zeug für höhere Aufgaben haben. Man muss sie nur finden, was aktuell durch die Pandemie unmöglich erscheint.

Aber zukünftig muss besonders die Regionalität für den HSV eine größere Rolle spielen.

Last edited 5 Monate zuvor by Grantler3006
fan17
5 Monate zuvor

Ein paar Quellen zu Hrubesch – auch mit Humor!

Hier wird es ab Minute zwei erst richtig interessant („der konnte so gut wie nichts … Hrubesch hat die anderen mitgerissen“). Netzer hatte ihn vor der Verpflichtung nicht live spielen sehen!
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/sportclub/Netzer-Hrubesch-hsv,sportclub3877.html

Es gibt nur einen Hermann Rieger mit Hrubesch (und Mercedes-Geschenk), Uns Uwe und Franz Beckenbauer, 2004:
https://www.facebook.com/watch/?v=428828345118979

NDR Sportclub Story – Horst Hrubesch: Dachdecker, Europameister, Fliegenfischer
https://www.youtube.com/watch?v=Mmz_oyiMPxI

Last edited 5 Monate zuvor by fan17