Bedeutung der Stammformation – was wir von Bochum, Fürth und Kiel lernen können.

von | 08.06.21 | 104 Kommentare

Ein Gastbeitrag von Robert Hoyer

Horst Hrubesch sagte bei der PK vor seinem HSV-Trainer-Debüt gegen Nürnberg sinngemäß „Die Zeit des Ausprobierens ist vorbei.“. Während Vorgänger Daniel Thioune über die gesamte Saison nach einer Stammformation suchte, setzte Hrubesch in den letzten drei Spielen dreimal auf ein klassisches 4-4-2 mit zwei Sechsern und Doppelspitze. Das auch mit dieser schnörkellosen Aufstellung das Ziel Aufstieg nicht erreicht wurde, lag nicht an Hrubesch und seiner gewählten Formation. Vielmehr hatte man es davor verpasst nicht nur eine Stammelf, sondern auch eine Stammformation zu entwickeln. Welche Bedeutung jedoch gerade dieser Stamm für den Erfolg haben kann, wollen wir uns in diesem Beitrag anschauen.

Meister Bochum spielte 31-mal die gleiche Formation

Dafür werfen wir einen Blick auf die Mannschaften, die vor uns gelandet sind. Auffallend ist dabei, dass diese drei Mannschaften über die gesamte Saison hinweg mit nahezu der gleichen Formation gespielt haben. Fürth spielte beispielsweise 28 der 34 Saisonspiele im 4-3-1-2 mit vier zentralen Mittelfeldspielern. Bochum spielte gar in 31 der 34 Spiele mit dem gleichen 4-2-3-1 System und die Störche aus Kiel spielten gar jedes einzelne Spiel im 4-1-4-1. Beim HSV ergibt sich dagegen ein anderes Bild. Die Häufigste Formation ist mit gerade einmal 15 Spielen das 4-3-3, gefolgt von 8 Mal 4-2-3-1 und sechs Mal dem 4-4-2 mit Doppelsechs. Hinzu kommen Ausflüge mit einem 3-1-4-2 (2 Spiele), der Raute im 4-4-2 (1 Spiel), einem flachen 3-4-3 (1 Spiel) und einem 3-4-2-1 (1 Spiel). Anstelle von ein oder zwei einstudierten Mustern, spielte der HSV über die Saison verteilt sieben verschiedene Systeme. Was zu Beginn von den Medien noch als taktische Variabilität gelobt und von den Fans gefeiert wurde, wurde schließlich zum Rattenschwanz im Laufe der Saison. 

Hinzu kommt eine immer wechselnde Startaufstellung. Auch hier ergibt sich ein gravierender Unterschied zu den Top 3 Mannschaften. Während beim HSV gerade einmal sechs Spieler über die Schwelle von 66% (also zwei Drittel) der Einsatzzeit kommen (Ulreich, Heyer, Terodde, Leibold, Kittel, Ambrosius), sind es bei Fürth schon neun Spieler und bei Bochum und Kiel sogar je zehn, also schon fast eine ganze Startelf. Hierbei kann man Daniel Thioune in Schutz nehmen, da auch Verletzungen und Platzverweise (Leistner, Kittel, Leibold, etc.) ihn immer wieder zum Umbau der Mannschaft zwangen. Darüber hinaus ließe sich argumentieren, dass der HSV über eine größere Kaderbreite verfüge. Dennoch sollten punktuelle Ausfälle nicht das Gesamtkonstrukt einer Mannschaft zum Einsturz bringen. 

Welche Schlüsse lassen sich daraus für den HSV ziehen? Aus meiner Sicht ist es unabdingbar für die Zukunft auf eine Stammformation zu setzen. Diese ist im besten Falle in die Vereinsphilosophie zu implementieren, sodass bereits im Nachwuchs auf diese Formation hingearbeitet wird. Dies würde auch die Durchlässigkeit von der Jugend zum Profiteam erhöhen, da der Nachwuchs bereits mit dem System vertraut ist und Anpassungsprobleme gemindert werden. So spart man nicht nur teure Ablösesummen für externe Spieler, sondern generiert vielmehr ebensolche durch die erhöhte Wahrscheinlichkeit Talente in den Profikader zu integrieren. Prominente Beispiele wie Ajax Amsterdam zeigen, dass so etwas funktionieren kann. 

Die taktischen Vorgaben müssen durchgehend gelten

Auch für die kurzfristige Kaderplanung ist die Formation ein wichtiger Anker. Jonas Boldt und Michael Mutzel tun also gut daran mit Tim Walter zu besprechen, welche taktischen Vorstellungen er hat. Sollte er beispielsweise sein bevorzugtes 4-3-1-2 spielen, braucht es theoretisch keine Außenspieler. Spieler wie Narey und Jatta wären in diesem Szenario unbrauchbar. Um darüber hinaus Verletzungen vorzubeugen und die Formation bei Ausfällen nicht ins Wanken zu bringen, braucht es die Doppelbesetzung einer jeden Position. Defizite gibt es da zurzeit vor allem auf der Linksverteidigerposition und im Sturm. Haben wir eigentlich einen Zehner? 

Im idealen Fall gibt es also eine klare Stammformation, bei der jede Position doppelt besetzt ist. Wie die Spielertypen für diesen Stamm aussehen müssen, steht auf einem anderen Blatt. Einen interessanten Gedanken möchte ich aber noch loswerden. Der französische Meister OSC Lille spielt in der Regel im 4-4-2, wobei die zentralen Pärchen (IV, ZM, ST) je aus einem erfahrenen Spieler und einem Talent gebildet werden. Vielleicht wäre das ja auch was für den HSV? Eine stabile erfahrene Achse an der sich die jungen Talente um Onana, Wintzheimer und co. hocharbeiten können. In diesem Sinne: Nur der HSV!

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
104 Kommentare
Beliebteste
Neueste Älteste
Inline Feedbacks
View all comments
Polkateddy
3 Monate zuvor

„Hierbei kann man Daniel Thioune in Schutz nehmen, da auch Verletzungen und Platzverweise (Leistner, Kittel, Leibold, etc.) ihn immer wieder zum Umbau der Mannschaft zwangen“

Das sehe ich, mit Verlaub, gänzlich anders. Meiner Erinnerung nach fiel beispielsweise Wintzheimer einem Systemwechsel aus heiterem Himmel zum Opfer. Später, bei Kurzeinsätzen, wirkte er engagiert, aber auch unsicher, logisch. Andere Spieler wie Narey oder Jung wurden oft in „Moments of Truth“ reingeworfen und haben es verkackt. Belastungssteuerung und ähnliche Unworte machten erneut die Runde. Klaus Gjasula hatte mordsmäßig zurückgezahlt. Besonders zu Beginn der Saison, als der Zauberfuss uns beinahe im Alleingang den Sieg in Paderborn verstolpert hatte.

Es muss immer die beste Mannschaft spielen, egal wie groß der Kader ist. Und wenn von 21 Spielern 6 gar nicht eingesetzt werden, dann nennt man das Leistungsprinzip, nicht schlimm! Wenn man aber versucht alle bei Laune zu halten, dann stinkt es bis in den C- Rang nach einem unsicheren Trainer, der es jedem recht machen will.

Jörg Brettschneider
3 Monate zuvor

Du hast das sicher gut recherchiert und analysiert. Der Vergleich mit den „Top-Mannschaften“ der 2. Liga erscheint auf den ersten Blick plausibel.

Dennoch bin ich gänzlich anderer Meinung.

Dieser Taktikfirlefanz wird vollkommen überbewertet und gibt den Spielern unnötigerweise ein Alibi.
Einer charakterlich wirklich starken Truppe machen ein oder zwei Umstellungen – sei es in personeller oder taktischer Hinsicht – nichts aus.

Der HSV hatte zum wiederholten Male alle Möglichkeiten aufzusteigen. Ob jetzt im 4-7-3 oder 3-9-4 mit Zusatzzahl.

Der Truppe hat einfach die Einstellung und die richtige Führung gefehlt. Anders lassen sich (gefühlte) Niederlagen in Würzburg, Sandhausen, Aue oder Hannover nicht erklären.

Wenn du der Mannschaft Mutzel als Schönredner, Boldt als arrogantes Vorstands-U-Boot und Jansen als Verpinkler vorsetzt, darfst du nicht wundern, wenn die Mannschaft keine Mentalität entwickelt.

Deshalb nochmal zum Abschluss, Robbie Hoyer:
Gut recherchiert, aber Thema trotzdem irgendwie verfehlt.

Der HSV bräuchte erstmal auf der Führungsebene eine Stammformation mit entsprechender taktischer Ausrichtung. Momentan hat er dort nur die Amateure aus der Verbandsliga hochgezogen („Jugend forscht“).

Solange in der Teppichetage Amateure werkeln, wird sich auf dem grünen Rasen nichts ändern können.
Im Grunde eine Binsenweisheit…

Alex
3 Monate zuvor

Guter Beitrag! Was der HSV vor Allem zukünftig vermeiden sollte, ist das Festhalten an inkompetenten Übungsleitern, die auf die falschen Spieler setzen und durch absurde Aufstellungen und Auswechselungen das Mannschaftsgefüge dauerhaft beschädigen. Wenn der neue Trainer es auch wieder verkackt, muss er diesmal rechtzeitig durch Horst Hrubesch ersetzt werden und gut. ENDE

Frank Furt
3 Monate zuvor

Eine Problematik sollte man auch bedenken, wenn man das Thema „Stammformation“ angeht. Das Verpflichten von Spielern mit langer Verletzungsakte sollte man besser vermeiden. So reizvoll es auch ist, auf diese Art einen Schnapper zu landen. Das Risiko ist einfach zu hoch, dass man durch Verletzungen immer wieder an seiner Formation Änderungen vornehmen muss und das Einspielen des Teams darunter leidet. Ein Talent dahinter ist manchmal schnell verbrannt, wenn es alle Nase lang ins kalte Wasser springen muss.
Bsp.:
Jüngere Vergangenheit: Papa und Mavraj als IV. Ich hatte das erst letztens angesprochen. Die IV hat damals nie funktioniert und ein junges Talent (vD) konnte dadurch nicht entsprechend step by step ausgebildet werden. Musste selber teils Abwehrchef mit erst 19/20 Jahren spielen. Es ist sehr schade um den Werdegang des Jungen. Da war mehr möglich.
Ältere Vergangenheit: Jansen und Ilicevic, die linke Seite hat doch damals so gut wie nie im Zusammenspiel mit dem Außenverteidiger funktioniert. Einer von beiden war immer verletzt, manchmal auch beide zusammen. Seinerzeit ein absolutes Kasperletheater. Auch wenn beide ein paar gute Aktionen offensiv hatten. Im Verbund mit der Defensive war die linke Seite eine Katastrophe. Die fehlende Eingespieltheit hat dem HSV seinerzeit Punkte gekostet.

Man kann Verletzungen nicht ausschließen und sie gehören beim Leistungssport mit dazu. Aber Spieler mit bekannten Problemen erhöhen das Ausfallrisiko. Eine Mannschaft mit geringen finanziellen Möglichkeiten kann bis zu einem gewissen Punkt qualitative Mängel mit Herzblut und Eingespieltheit wettmachen. Nur dann sollte man besser auf Experimente und Risikotransfers verzichten.

Last edited 3 Monate zuvor by Frank Furt
InLikeFlynn
3 Monate zuvor

Wer nicht führt, wird vorgeführt.
Solange der Hamburger Spa Verein von Blendern und Eiercreme-Herstellern (fehl-)geleitet wird, wird es immer weiter bergab gehen.

Ich persönlich hätte ja überhaupt kein Problem damit, den Aufstieg mit einer jungen, entwicklungsfähigen Truppe und begeisterndem Fußball erst übernächste Saison zu schaffen – dafür aber zu sehen, wie wirklich etwas zusammenwächst.

Aber das Konzept „Nachwuchs ran!“ auf dem Altar der „Säulen“ zu opfern und einen seit Beginn der Rückrunde sichtbar überforderten Trainer so lange wurschteln zu lassen, bis auch sicher nichts mehr geht…nein, das MUSS in die Hose gehen. Mit Ansage.

Jetzt soll auch noch der Trainer Transfers abnicken.

Prima. Dann haben wir selbst im (sehr, sehr) unwahrscheinlichen Falle des Aufstiegs einen Kader, der für einen Fußball zusammengestellt wurde, mit dem wir in Liga 1 kaputtgeschossen werden. Weil statt Harakiri und Dominanz Konterfussball mit schnellem umschalten aus einer sicheren Defensive gefragt ist.

Aber so weit wird es nicht kommen.

Nur eines noch:

der Beitrag ist mMn interessant, allerdings hat der hypertone Hecking doch mMn fast komplett seinen System-Stiefel durchgezogen. Hat aber auch nichts genützt.

Nein, dieser Fisch stinkt vom berühmten Kopf.

Kleinste Nuancen zu ändern hätte den Aufstieg bedeutet mMn:

Ersatz für Hinterseer in der WP.
Thioune nur 3 Spieltage früher die Papiere geben.

Aber ich bin schon wieder zu negativ.

Vom Hüpfer zum Pester in 2 Saisons.
Danke, Butzelmoldt.

Rautenhopper
3 Monate zuvor

Ich finde den Beitrag gelungen und wenn man auf die ersten drei schaut mag es wahrscheinlich stimmen, aber wenn die Stammformation der Schlüssel zum Erfolg ist, dann hätten wir letztes Jahr aufsteigen müssen, weil hecking non stop ausser die letzten 2 spieltage im 4-3-3 gespielt hat und das war vor einem auch ein kritikpunkt an hecking, dass man immer wusste wer spielt und wie gespielt wird.
Bezüglich dem Stammpersonal gebe ich dir recht muss aber auch die Verantwortlichen in Schutz nehmen sie wollten eine Achse bauen und in der Mannschaft haben, jedoch haben einige nicht so funktioniert wie gewünscht. Das mit dem nachwuchs ist ein barca ding was ich nicht denke, dass es beim hsv anwendbar ist

ParryHotter
3 Monate zuvor

Vielen Dank Herr Hoyer,
der wohl beste Beitrag, den ich in den letzten Wochen hier lesen durfte!

Darmzotte
3 Monate zuvor

Finde gut, wie der VfB in der Affäre um Wamangituka in die Offensive geht. Kein Verheimlichen, kein Vertuschen. Sicher kein Einzelfall.

tobyseal
3 Monate zuvor

Eine solche Stammformation gab es doch schon unter Hecking im immer wiederkehrenden 4-3-3…genau das sollte ja gerade unter DT geändert werden, um mehr Flexibilität zu schaffen und damit nicht so leicht ausrechenbar zu sein…beides hat nicht funktioniert…es lag und liegt auch nicht an den verschiedenen Systemen, sondern daran, dass die Spieler sich nicht dran gehalten haben bzw. diese nicht umgesetzt haben/nicht umsetzen konnten…aus welchen Gründen auch immer…der Aufstieg wurde unter Hecking hergeschenkt, weil man seine Nerven nicht im Griff hatte und dies zu entscheidenen Konzentrationsfehlern führte…das ist ein grundsätzliches Disziplinproblem…ein solches offenbarte sich auch unter DT dadurch, dass die Spieler irgendwann keinen Bock mehr hatten, ihm zu folgen, gepaart mit Konditionsmängeln durch falsches bzw unprofessionelles Training…daher waren die Spieler in den entscheidenden Spielen mental nicht auf der Höhe…daran wird TW hart zu arbeiten haben…

Lars K
3 Monate zuvor

Guter Beitrag. Danke. Ich vermisse vollständig den HInweis auf Hecking und dessen Sturheit beim Beibehalten der Stammelf und der taktischen Formation. Das hätte man mal statistisch auswerten und neben Thioune stellen sollen. Denn war nicht genau das der Auftrag an Thioune, die Variabilität der mannschaft und der einzelnen Spieler zu erhöhen?

Das Problem beim HSV ist, dass zumindest was die Hecking-saison und die Thioune-saison angeht, stets übersteuert wird. Da geht es entweder NUR um Stabilität oder NUR um Flexibilität. Beiden, Hecking und Thioune, hätte es gut getan, etwas mehr vom Anderen bei sich zu integrieren. Insofern wäre mein Schluss, dass unter Walter vielleciht endlich mal eine Stammelf gefunden wird, die aber immer wieder auch flexibel in andere Systeme wechseln kann. Auch im Spiel. Das wäre eine echte Entwicklung.

Paulinho
3 Monate zuvor

Für eine Stammformation muss doch erst einmal eine Mannschaft zusammen gestellt werden, die auch zueinander passt. Ein Regisseur, zwei überragende Techniker, ein überdurchschnittlicher Torwart und dann dazu konditionsstarke, mutige Indianer als Bollwerk gegen die Konkurrenz aus Bremen und Schalke. Aber einfach drauf los kaufen, was die Kredite hergeben, na, ich weiss nicht?

Walter Knell
3 Monate zuvor

Bis Herr Boldt sich umguckt ist Meißner weg.Das wäre der nächste Tiefschlag.

schlunzi
schlunzi
3 Monate zuvor

Taktische sind Grundformen und niemals strikte Vorgaben. Jeder Spieler in jeder Situation hat 3 Möglichkeiten.
V= Stellen-Angreifen-Begleiten A= Stoppen – Passen – Dribbeln.
Diese Entscheidungen gestalten das Spiel und führen zu Sieg oder Niederlage, da sie ebenso den Verbund und die gesamte Mannschaft zu Handlungen zwingen. Mit einem einfachen wir laufen jetzt nur noch Schottische Furche und ab gehts, wird es auch nichts werden

Ralf Lübbe
3 Monate zuvor

Für eine Stammformation brauchen wir Zugänge. Oder soll der Stamm mit Jung, Narey usw festgemacht werden 🙄
Alle Zweitligisten verzeichnen Neuzugänge. Und bei uns nix. Was ist mit Dursun? Er hat noch nirgends unterschrieben. Ich glaube das Ziel für die neue Saison heißt NICHT ABSTEIGEN.
Ich ahne böses.

abraeumer
3 Monate zuvor

Hallo Robert, ich fand deinen Blog hervorragend. Das war eine sehr interessante Sichtweise. Sehr anerkennenswert hast du die Fakten zusammengetragen und damit deine These belegt.

Ein bißchen verwirrt hat mich lediglich, dass du das Spielsystem teilweise Stammformation genannt hast. Stammformation bedeutet für mich, dass bestimmte Spieler spielen. Spielsystem, wie die Spieler auf dem Feld angeordnet sind.

Aber deinen Ansatz finde ich sehr gut. Thioune hat diesen Unsinn der ständig wechselnden Spielsysteme schon in Osnabrück gemacht. Ich bin nicht der Meinung, wie viele, dass das Spielsystem egal sei, weil es allein auf die Einstellung ankommt. Löw mit seiner Dreierkette ist für mich ein sehr anschauliches, negatives Beispiel. Das Spielsystem passt in der Nationalelf nicht zu den Spielern.

Auch deinen Ansatz von Ajax, von der Jugend bis zu den Herren auf ein oder zwei Spielsysteme zu setzen, finde ich gut. Also vielen Dank für den interessanten Blog.

abraeumer
3 Monate zuvor

Den Weg von Silas heute beim VFB würde ich mir auch für Jatta wünschen.

uwe twiehaus
3 Monate zuvor

Ein wichtiger Anker. Jonas Boldt und Michael Mutzel tun also gut daran alles mit Tim Walter zu besprechen? Glaubt wirklich jemand das wir mit diesem Untergestell von Versagern und Glücksrittern, egal mit welchen Spielern und Systemen auch nur etwas an dem Ergebnis der letzten fünf Jahre zum langfristigen gesunden des HSV verändern werden? Kostenlose Potenzialanalyse für Moin Volkspark Leser. Und nun träumt weiter von Bochum, Fürth und Kiel. Affengeiler Irrsinn!

Michael Kühnke
3 Monate zuvor

Schön wäre es, aber ich weiß nicht, ob man sich an Bochum, Fürth oder Kiel orientieren kann. Zwar beeindruckt die relativ stabile Zahl der eingesetzten Spieler in den jeweiligen Startformationen, anderseits handelt es sich bei den drei genannten Mannschaften um solche, die so schon seit Jahren zusammen spielten, zusammengewachsen sind und sich lediglich hier und da punktuell „verstärkt“ haben.
Dem HSV brechen in der neuen Saison drei Spieler weg, die zwar hier im Blog alles andere als emphatische Wertschätzung erfahren haben, zumindest nicht allzu oft, die aber – zweitligatechnisch gesehen – den Status hatten, den Unterschied ausmachen zu können:
Ulreich, Hunt und Terrodde.
Wie man dieses Defizit und diesen Bruch kompensieren und gleichzeitig so früh als möglich eine Stammmformation nach dem Muster Bochum &Co. skizzieren und fixieren möchte oder sollte, erscheint mir als eine kaum zu stemmende Herkulesaufgabe.

ToniHH
3 Monate zuvor

Guter Beitrag….aber warum wurde nicht mit einer Stammformation gespielt…Wintzi bärenstarke Spiele am Anfang gemacht….und ? Weg war der…

Begründung DTs
-es wurde mir im Training was angeboten
-wir müssen alle mitnehmen
etc etc

DT hat versucht ein auf Guardiola zu machen, vergessen hat er aber, dass er nicht das Spielermaterial dafür hat.

Keiner hat da Einhalt geboten, nicht der Co Trainer, nicht der Vorstand und nicht die Mannschaft….

Dieses Wirrwarr seitens DT wurde hier
detailliert und explizit sachlich kritisiert.

Es ist ein Führungsproblem auf allen Ebenen beim HSV…..und so verbrennt man Millionen und sportliche Erfolge
werden leichtfertig abgeschenkt.

Das ist unser HSV – bin mega genervt
weil keiner in der Rückrunde eingegriffen hat….unfassbar und grob fahrlässig .

History
3 Monate zuvor

In fand diesen Beitrag wertvoller als die psychologischen Ansätze von Prof. Dr. Ringelband. Fußball ist auf`m Platz.

Grantler3006
3 Monate zuvor

Sehr interessante Einblicke und vermutlich auch einige Mosaiksteine, warum es nicht geklappt hat mit dem Aufstieg. Es ist nicht neu, was besser werden könnte, ohne Geld zu verbrennen und ich teile die Ansätze voll umfänglich. Ich bin aber nicht in der Verantwortung. Und ich befürchte, dass die von den Blogmitgliedern häufig sehr konstruktiven Vorschläge zur Verbesserung unseres HSV von Vorstand und Sportdirektion in Erwägung gezogen wird. Vielleicht irre ich mich, aber die sichtbaren Parameter der vergangenen Saison und die ersten Schritte aktuell für die Planung der kommenden Saison sind noch nicht eindeutig.

Aradia
3 Monate zuvor

Moin,

das ging beim HSV nicht. Weil, wir mit Verletzungen
zu kämpfen hatten sowie die Aufstellung, gewürfelt
wurde, lieber Robert Hoyer.Zum Beispiel der Hunter, genial gut und im nächsten
Spiel, Wade. Also ändern. Praktisch die gesamte
Abwehr war öfter verletzt und dann noch die Form
von Vielen schwankend.
Für die Stammbesetzung haben wir leider
nicht die Spieler.

Das Schütteln der Bäume brachte nicht den Ertrag.
Fallobst lässt sich auch schlecht verkaufen.

Hurra ein neuer Sponsor ist da.
Bei den HSV Mädchen leuchtet eine Garnele
auf dem Trikot.
Wie war das doch gleich mit der verbotenen
Stadt. 🙂 🙂
Schönen Tag euch.

Frank Müller
3 Monate zuvor

das wird nicht das problem, dass Walter das taktik- system-karussel beibehält.
das problem wird die mangelhafte kaderplanung.
offensichtlich kann die chef-etage die eigenen spieler gar nicht selbst beurteilen.
vonLeistner bis Opoku sollen alle erst dem trainer mal vorspielen.
gut, der trainer i.M. in badehose.trotzdem läßt sich das relativ gut abklären.
ich muß nur einen spieler präzise in seiner art und spielweise benennen können.
Dudziak: eigtl. nur box-to-box, gibt den ball nicht her, wurde vielfach als 10er eingesetzt,
in jedem 4.oder 5.spiel da gut performed, oft gar nicht zu sehen, dann lustlos.
kein HSVer, unzuverlässig, nimmt schon mal, weil keine böcke, ’ne grippe wo keine ist.

Michael Kühnke
3 Monate zuvor

„Haben wir eigentlich einen Zehner?“
Nö, oder?

Immer HSV Fan
3 Monate zuvor

Das beste Spielsystem funktioniert nicht, wenn die Spieler Ihre Vorgaben nicht einhalten. Ich persönlich finde mehrere verschiedene, aber auch wirklich funktionierende, Spielsysteme gar nicht so schlecht, weil der Gegner sich schlecht einstellen kann. Selbstverständlich müssen die Spieler auch hundert Prozent bereit sein, verschiedene Spielsysteme mit zugehen, aber dafür ist ja das tägliche Training da. NUR DER HSV

alwaysHSV
3 Monate zuvor

Der Hinweis auf OSC Lille erinnert doch sehr an die sogenannten Säulenspieler. Wichtig erscheint mir dabei, dass die gewünschte Qualität bei den Spielern vorhanden ist und zwar sowohl bei den erfahreneren wie auch bei den jungen.
Des weiteren erscheint es mir schwierig bei der finanziellen Situation jede Position doppelt zu besetzen und zwar in nahezu gleichwertiger Qualität.

Folker Mannfrahs
3 Monate zuvor

Haben einen Stamm!!

Aleksandar
3 Monate zuvor

Streichel mir die Wampe ;-)))))) Köln wird immer besser

Matten Heuer
3 Monate zuvor

Hallo, ich freue mich hier nun dabei zu sein! Lange habe ich von aussen interessiert! mitgelesen und dachte, hey mir fehlt irgendwie ein Thema! Was ist aus einem Leitbild für unseren HSV geworden? Wie hier in diesen Artikel erwähnt, eine Vereinsphilosophie, ein Leitbild.. bei den Bayern heißt es, mia san mia… bei Mercedes heißt es, dass Beste oder nichts! O2 can do… viellecht liege ich falsch, wenn ich vorschlage, HSV, Tradition verpflichtet, aber es wäre ein Schlagwortansatz, denen man.. der Verein, neuen Spielern mitgeben könnte, angefangen von der Jugend bis zum Bundesligakader! Ich würde mich freuen, einen Diskussionsansatz zu geben! Nur der HSV! Matten

BrunosErbe
3 Monate zuvor

Kaum wach und schon habe ich wieder schlechte Laune. Ich habe eben gelesen, dass der HSV U21-Spieler Moritz Kwarteng ablösefrei ziehen lässt. Seinen weiteren Weg werde ich mir ganz genau anschauen. Ähnlich enttäuscht war ich damals beim Abgang von Demirbay. Warum strebt der HSV kein Leihgeschäft an, um sich ein Bild von seinem weiteren Werdegang zu machen. Ich begreife es nicht.

Bubu
3 Monate zuvor

Goooood moooornniiing @ all,

danke für den Blog Robert und die interessante Betrachtung der unterschiedlichen Spielsysteme…!

Empfehlenswert wäre es, wenn sich der HSV mal für ein „Grundsystem“ entscheiden könnte.
Einstudieren, trainieren, festigen, Fehler erkennen und ausbügeln, Taktiken und Spielabläufe verfeinern…etc.

Hier besteht – noch immer!! – Nachholbedarf, gerade im Bereich Training?! Dadurch ließen sich schon so einige, immer wiederkehrenden Fehler + deren Ketten ausmerzen?!

Dazu kommt meiner Meinung nach auch immer wieder und wieder ständig wechselndes Trainer – Personal, ständiger Spielerwechsel, fremde Positionen mit anschließendem Slapstick… nun ja! Altbekannt, dieser Problematik ständiger wechselnder Aufstellungen sollte man einmal einen Riegel vorschieben! Ausprobieren und einstudieren kann man zur Genüge in der langen Vorbereitung genug. Der Grund sollte zu Saisonbeginn doch sitzen!!

Stammformation dürfte ein weiterer Punkt sein, in Sachen Eingespieltheit, Abstimmung, Verständnis untereinander. Durch ständiges Routieren in der „Stammelf“ kommt immer wieder Unruhe oder Unsicherheit in die Abläufe, vor allem wenn man Spieler nicht 1 zu 1 ersetzen kann… trotz Kaderbreite!

Ebenfalls dürfte die vorhandene „Hackordung“ und die Stammplatzgarantie eine Rolle spielen, gerade wenn es um den Einbau junger Spieler geht. Hrubesch war es doch egal, der hat eben auch die Jungen rangelassen, ohne Wenn und Aber?! Dies bedeutet dann aber auch gleich wieder „Zeit + Geduld“, die man in Hamburg eh nicht so viel hat – medial ….!

Möchte man nun von Vereinsphilosophie resümieren, wäre es ratsam diese erst einmal beim HSV auf lange Sicht eine zu finden und zu entwickeln…oder zu installieren?

Dazu gehört alle Mal die Jugendarbeit + Ausbildung + Förderung etc…. und nicht die – weiterhin anhaltende Fluchtaktion der Nachwuchsspieler…

Im Idealfall muss es eine Stammformation mit eingespielter Stammelf geben!

Auch die Mischung innerhalb der Mannschaft ist dabei wichtig, erfahrene Spieler und Talente, die sich an diesen orientieren können. Das Korsett sollte schon stimmig sein…aber hier fehlen dem HSV seit einer gefühlten Ewigkeit eben jene viel besungenen Leader und Führungsspieler…. Weiterhin ein Teufelskreis…. 😉

Bleibt alle gesund….!!

Riesum
3 Monate zuvor

War das jetzt der Gastkommentar ? Und wenn ja, wer war der Gast?

kbe1
3 Monate zuvor

Irgendwie verstehe ich es jetzt nicht. Als Hecking an seinem 4:3:3 festhielt, wurde darin der Grund für den verpassten Aufstieg gesehen. Thioune hat mehr Flexibilität verlangt und spielen lassen, und trotzdem wurde der Aufstieg wieder verpasst. Lag es nicht eher daran, daß der Kader doch nicht die Qualität hatte, die jeweils nötig gewesen wäre?

Das Mannschaften, die über längerem Zeitraum eine klare Ausrichtung in der Kaderzusammenstellung und im Spielsystem haben, erfolgreich sind wird an den aufgezeigte Beispielen deutlich.

Matten Heuer
3 Monate zuvor

Mir hat der Gastbeitrag im großen und ganzen gefallen, weil, kurz war das Thema, Vereinsphilosophie… die Bayern sagen, mir san mir, ein Autohersteller sagt, dass Beste oder Nichts! Es mögen Plattidüden sein, es funktioniert aber offensichtlich! Also lieber HSV, ein Leitbild muss her an dem sich alle orientieren. Der Nachwuchs, die Geschäftsstelle, der Liga Kader und die Neuverpflichtungen, die wissen müssen, weshalb man sie geholt hat. Aber bitte kein, HSV-Tradition verpflichtet o.ä.Diese Zöpfe müssen abgeschnitten werden