Zwischen System und Realität: Der Fall Glatzel beim HSV

by | 18.03.26 | 84 comments

Moin zusammen,

heute möchten wir uns im Verbund einem Thema widmen, das in den letzten beiden Tagen sehr hochgekocht ist. Es geht um Robert Glatzel. Glatzel ist nicht nur Fanliebling des HSV, sondern stand auch in den vergangenen Jahren statistisch für gute Werte. In seinen Jahren in der 2. Liga erzielte er für den HSV 81 Tore und 20 Vorlagen. Dabei wurde er 2facher-Torschützen König. Er war immer ein Garant dafür, den Ball über die Linie zu drücken. Selbst im Aufstiegsjahr, in dem Glatzel lediglich 15 Spiele und 670 Minuten spielte, erzielte Glatzel 10 Treffer.

Das Spielerprofil von Glatzel ist klar. Er ist der klassische Zielspieler, der vorne dafür sorgen soll, dass seine Mannschaft Tore erzielt. Meistens als Torjäger, hin und wieder auch als Vorlagengeber. Für so einen Zielspieler ist ein offensives Ballbesitzsystem, wie es der HSV in der 2. Liga spielte, natürlich optimal, alles ist auf den Zielspieler zugeschnitten. Der HSV hatte oftmals den Ball, es ging mehr um das Toreerzielen als um das Toreverhindern.

Die Vorgschichte

Nach dem Bundesligaaufstieg hat sich das Spiel des HSV verändert. Aufgrund der deutlich höheren Qualität der Gegner geht es vermehrt darum, Tore zu verhindern. Selbst zu Chancen kommt man deutlich weniger als in der Vorsaison, was aufgrund der Gegnerqualität abzusehen war. Deshalb fokussierte man sich komplett auf die defensive Kompaktheit und studierte eine 5er-Kette mit 2 Mittelfeldspielern und 3 „Offensiven“ ein. Vor allem im Trainingslager wurde dabei akribisch an den Abläufen in der Defensive gearbeitet. Dabei lag der Fokus in der Vorbereitung nicht nur auf der 5er-Kette, sondern auf dem gesamten Konstrukt, welches gegen den Ball schon beim Stürmer anfängt.   Für die Stürmerposition verpflichtete man mit Yussuf Poulsen ein Spielerprofil, welches vom Profil her gut zur Taktik passte. Ein Stürmer, der durch gezieltes Anlaufen den Gegner in Zonen drängt, in denen der HSV durch gezieltes Pressing den Ball erobert, um von dort aus direkt ins Umschaltspiel zu gehen. Allerdings ging diese Idee mehr oder weniger nach hinten los, denn Poulsen war bzw. ist die meiste Zeit verletzt.

Nun fiel die Möglichkeit mit einem richtig guten Pressing-Stürmer weg, Polzin setzte in der Startelf häufig auf Ransford Königsdörffer in der Spitze. Er ist nicht der Pressing-Stürmer, der Poulsen ist, aber er bringt ein gewisses Tempo mit, das vor allem im Umschaltspiel hilft. Königsdörffer lief viel, probierte, die Gegner in die Pressingzonen des HSV zu locken. Das gelang teilweise. Königsdörffer machte viele Meter, ackerte viel, war aber vor dem Tor nicht effektiv. Erst am 10. Spieltag erzielte er seinen ersten Treffer. Königsdörffer war sicherlich nicht die bevorzugte Wahl für das Sturmzentrum, da er eben ein Flügelspieler ist, aber seine Qualitäten im Tempo galten wohl für das Umschaltspiel in der Phase als besser. Doch die Gegner stellten sich mehr und mehr auf das Spiel des HSV ein und standen in Umschaltmomenten tiefer, um eben solche Momente zu verhindern. Der HSV definierte sich mehr über Ballbesitzmomente, konnte mit Flanken auf Königsdörffer aber wenig erreichen.

Am 12. Spieltag stellte der HSV seine offensive Spielweise dann ein wenig um. Anstatt die Bälle schnell in die Tiefe zu bringen, versuchte man mit Glatzel als Zielspieler, die Bälle im Zentrum festzumachen, um von dort die Angriffe einzuleiten. Das gelang so weit, Glatzel erzielte gegen den VfB Stuttgart das 1:0 und machte bis zu seiner Auswechslung ein super Spiel. Nach der Auswechslung von Glatzel kam der HSV nicht mehr so ins Spiel wie mit Glatzel, man merkte den Verlust des Zielspielers, konnte am Ende aber noch den 2:1-Siegtreffer erzielen. Viele Hoffnungen lagen auf der neuen offensiven Ausrichtung mit Glatzel als Zielspieler und Anspielstation. Allerdings musste Glatzel aufgrund seiner Verletzung erst einmal pausieren, bis zum Jahresende konnte er nicht mehr mitwirken. Der HSV musste also wieder mehr auf das Umschaltspiel gehen, was tatsächlich gut funktionierte. Ein Sieg im Derby gegen Bremen und ein Unentschieden gegen Frankfurt sprangen aus den restlichen 3 Spielen heraus.

Aufgrund der geringen Spielzeit von lediglich 30 Minuten im Stuttgart-Spiel und der Situation rund um Poulsen und Königsdörffer war der HSV gezwungen, im Winter einen neuen Stürmer zu verpflichten. Man suchte also ein Spielerprofil, welches sowohl die Fähigkeiten des Zielspielers als auch das Profil des Umschaltspielers beinhaltet. Man verpflichtete Damion Downs per Leihe. Auch hier wieder jemand, der rein vom Profil gut zum HSV hätte passen können. Ein großer, schlaksiger Stürmer, der vom Profil her sowohl Bälle festmachen kann als auch mit einem Speed von 34+ km/h gut für die Umschaltmomente ist.

Allerdings kommt es nicht immer nur aufs reine Profil an, die Sachen müssen auch umgesetzt werden. Dies gelang nicht. Zum aktuellen Zeitpunkt steht Downs bei 8 Spielern, 483 Minuten und 0 Torbeteiligungen. Seine Qualitäten im Umschaltspiel konnte er lediglich aufblitzen lassen, er konnte sie aber nicht bewusst zeigen. Aufgrund mehrerer Umstände rutschte Glatzel am 22. Spieltag in die Startelf. Er machte kein überragendes Spiel, aber er zog mit seiner Präsenz die Aufmerksamkeit auf sich und weg von Königsdörffer, welcher in diesem Spiel richtig aufblühte. Königsdörffer erzielte einen Doppelpack, Glatzel legte das erste Tor mit einer gezielten Vorlage auf und der HSV gewann mit 3:2. Im darauffolgenden Spiel durfte Glatzel im Auswärtsspiel gegen Mainz wieder von Beginn an ran. Hier funktionierte das Zusammenspiel weniger gut, am Ende stand ein 1:1.

Seither fand Glatzel den Weg nicht mehr auf den Bundesliga-Rasen. Aufgrund der ausbleibenden Leistungen von Downs im Sturmzentrum wurden die Stimmen und die Kritik immer lauter, warum Glatzel nicht spielt. Polzin betonte auf die Frage nach Glatzel immer wieder, dass die Defensive Vorrang habe und gewisse Spielerprofile im Anlaufverhalten stärker seien.

Die aktuelle Lage

Und nun sind wir im Hier und Jetzt angelangt. Robert Glatzel gab am 15.03. ein Interview in der Mopo, in dem er durchblicken ließ, dass er nicht so wirklich verstehe, warum er gar nicht mehr zum Einsatz komme. Er sei nach dem Leverkusenspiel proaktiv auf das Trainerteam zugekommen und habe nach den Gründen gefragt, die er auch bekam. Er wolle diese aber nicht öffentlich machen. Er fände die Situation laut eigener Aussage gegenüber der MOPO „maximal frustrierend“. Vor allem die Situation von den beiden Spielen gegen Union Berlin und Mainz 05 bis hin zur Situation jetzt wurde thematisiert. Das er gar nicht mehr spiele, könne er nicht verstehen.

Glatzel gab dieses Interview laut Recherchen des Abendblatts und der BILD ohne Absprache mit dem HSV. Er griff in dem Interview den HSV aber in keinster Weise direkt an, er stellte lediglich seine Situation da. Das gesamte MOPO+-Interview könnt ihr mit einem MOPO+-Account hier lesen: HSV-Star Glatzel offen wie nie: „Will ein paar Dinge loswerden“ | MOPO


Kommentar

Ich gehörte lange Zeit zu denjenigen, die Glatzel nicht in der Startelf sahen, da sein Spielerprofil mMn nicht in das System des HSV passte. Das gesamte Konstrukt war darauf ausgelegt durch schnelle Umschaltmomente in die Tiefe und vor das Tor zu kommen, um von dort aus den Ball zu versenken. Allerdings sah ich nach und nach die Veränderung vom reinen Umschaltfußball hin zu einer Mannschaft die auch mit dem Ball Chancen kreierte. Anders als erwartet schaltete der HSV nicht mehr nur noch um, man behielt auch gerne die Formation bei und hielt den Ball in den eigenen Reihen, anstatt den direkten Weg nach vorne zu suchen. Das merkte man mMn ab dem Spiel gegen Wolfsburg. Immer mehr Mannschaften stellten sich tief hinten rein, und der HSV kam mehr und mehr zu Flanken, die aber keinen Abnehmer fanden. So verliefen viele offensive Momente im Sand oder teilweise sogar in Gegenangriffen. Mein Kollege Elias (Grüße an der Stelle) machte immer wieder darauf aufmerksam, dass man es mit Glatzel in der Startelf einfach mal versuchen solle. Und so kam es gegen Stuttgart. Ab da merkte auch ich: Wenn der HSV Glatzel so einsetzt und dann gegen tiefstehende Gegner noch zu vielen Flanken kommt kann das wirklich funktionieren. Ganz davon ab, dass wir glaube ich alle einen Selbstbewussten Glatzel in der Bundesliga sehen wollen, da dieser den HSV weiterbringen kann.

Das der HSV mit Downs im Winter jemanden verpflichtet war richtig, und ich bin nach wie vor vom reinen Spielerprofil bei der Scouting Abteilung und sage, dass das Profil eines großen Stürmers mit viel Tempo der Optimalfall für den HSV war. Allerdings hat Downs in der Hinserie in England schon nicht viel gespielt und kam mWn mit wenig Selbstbewusstsein. Man vertraute wahrscheinlich darauf, dass dieser sein Selbstbewusstsein in den Spielen wiederbekommt. Aber das gelang eben nicht. Und Glatzel konnte im Spiel gegen Union Berlin m. M. n. zeigen, dass er jemand ist, der dem HSV helfen kann. Glatzel war nicht derjenige, der in dem Spiel 5 Tore machte, aber er zog die Aufmerksamkeit auf sich und öffnete so Räume, die einem Königsdörffer richtig stark machten. Er nahm ihm die Lasten, die Königsdörffer in der Hinrunde hemmten ab und so konnte dieser richtig aufblühen.

Ich bin dann aber auch wieder beim Trainerteam, dass es gegen Leipzig eines Spieler bedurfte, der zunächst im Umschaltspiel nach vorne agieren kann. Und das funktionierte auch. Wenn ich jedoch nach der 1. HZ merke, dass Leipzig hoch presst und der HSV offensiv viel mit langen Bällen agiert, hätte es mMn einen Glatzel gebraucht, der die langen Bälle sichert. Ohne Glatzel war jeder lange Ball verschenkt. Ähnlich gegen Leverkusen. Auch hier merkte man, dass die langen Bälle kein Ziel fanden, warum nicht Glatzel bringen?

Nach dem Köln Spiel sind die Diskussionen ganz heiß und das kann ich nachvollziehen. Die Personalie Downs wurde ja immer wieder mit dem Anlaufverhalten argumentiert. Aber im Spiel gegen Köln hat man da mMn wenig von gesehen. Ich habe da mal genau darauf geachtet und in 5 von 10 Fällen lief Downs erst gar nicht an. Und torgefährlich ist er laut Statistik eben auch nicht.

Es ist m. M. n. grundsätzlich richtig zu sagen, dass die Defensive das Wichtigste ist und der Stürmer in der Defensive mitarbeiten muss, aber das sehe ich bei Downs einfach nicht. Zumindest nicht in dem Ausmaß, dass es ausschlaggebend für den Erfolg ist. Immer wieder kamen die Kölner über lange kontrollierte Bälle aus der Abwehrkette heraus in die Tiefe. Das ist für mich etwas, was ein anlaufender Stürmer verhindern muss. Zur Orientierung: Laut Mats Beckmann hat Damion Downs mit 6 % die drittschlechteste effektive Pressingquote der Liga. Da sehe ich dann kein gutes Argument für ein Downs als Anlaufstürmer.

Und ich kann dann auch nachvollziehen, warum alle Glatzel fordern. Immerhin hat der Mann in seinem ersten Startelfeinsatz ein Tor gemacht, in seinem zweiten Startelf Einsatz, legte er einen auf und machte einen Mitspieler um 2 Level besser. Und das steht eben auf der Gegenseite zu 6% effektive Pressingquote und 0 Torbeteiligungen. Ich war ja lange selber skeptisch, ob das mit Glatzel klappt oder nicht, aber er hat geliefert. Ganz egal ob das alles passend oder glückliche Fügung war, er hat abgeliefert und Downs eben nicht. Und da stellt sich natürlich die Frage warum nicht einfach mal versuchen? Es hat eben bei Downs nicht geklappt, das ist auch völlig okay, aber dann muss ich das Sehen und Änderungen vornehmen. Ich denke die Kritik an der Personalie wächst nicht nur, weil es um Glatzel geht, sondern weil es generell darum geht, dass sich da vorne etwas ändern muss. Der HSV strahlt zu wenig Torgefahr aus, und dass man defensiv so stabil steht, liegt mMn vor allem an Remberg und Vuskovic und nicht and Downs.

Ich habe gestern bereits gesagt, dass ich in Dortmund nicht mit Glatzel starten würde, aber wenn ich sehe, dass der Gegner hoch presst und ich nicht hinter die letzte Kette komme, muss mMn ein großer Stürmer gebracht werden und das ist Glatzel. Es wird ja immer moniert, dass man alle Profile braucht, aber manchmal frage ich mich, wann denn das Profil Glatzel gebraucht wird. Ich habe ähnlich wie Mats einen dominanteren HSV gegen Köln erwartet. Jemand der mit einem klaren Zielspieler versucht das Spiel zu gewinnen. Denn wenn man nicht gegen Köln mit einem 9er startet gegen wen dann? Vor allem wenn die Defensive der Kölner in letzter Zeit anfällig für unnötige Fehler und falsche Zuordnung ist.

Ich sehe am Ende halt nicht was Glatzel schlechter macht als Downs. Sicherlich ist Glatzel nicht der Anlaufmeister, aber das ist Downs eben auch nicht, so sagt es ja die Statistik. Aber im Gegensatz dazu ist Glatzel halt vor dem Tor da. Auch in der 2. Liga war Glatzel in vielen Spielen, vor allem auswärts, lange unsichtbar, aber am Ende war er trotzdem da und hat das Tor oder sogar 2 gemacht. Und ich denke das braucht es einfach in dieser Phase. Denn mMn ist der HSV besser dran, wenn er gegen den Ball 5% schlechter, aber mit dem Ball 20% besser ist. Denn zum aktuellen Zeitpunkt strahlt ein Stürmer wie Glatzel auf einen Gegenspieler mehr Präsenz aus, als Downs. Wie gesagt, Glatzel sollte nicht unbedingt gegen Dortmund starten, aber ich erwarte, dass man im Spiel auf Glatzel setzt, wenn man mit Bällen nach vorne keine Anspielstation hat, weil er eben derjenige ist, der diese Bälle festmachen kann und damit die Abwehr auch ein wenig entlastet. Denn mehr Zeit offensiv heißt auch mehr Pause für die Defensive. Was passiert, wenn man jeden Ball lang ins Nirgendwo schlägt, haben wir ja gegen Leipzig und Leverkusen gesehen.

Zusammenfassend kann ich nachvollziehen, dass Glatzel natürlich enttäuscht über seine Situation ist. Ich meine wirklich viel falsch gemacht hat er nicht. Wenn er gestartet hat, hat er meistens geliefert. Und dieses Trainingsargument zählt für mich übrigens schon lange nicht mehr. Wichtig ist, wie man auf dem Platz performt und nicht wie viele Bälle man im Training im kleinen Tor unterbringt. Und da hat Glatzel eben genug Argumente geliefert, um Spielzeit zu bekommen. Wenn das Trainerteam zu Beginn einen anderen taktischen Plan verfolgt, um den Gegner aus der Reserve zu locken, ist das okay, aber wenn ich sehe, dass dieser Plan nicht funktioniert, muss ich etwas ändern. Ich denke Glatzel weiß selber, dass er nicht der Geborene Sprinter und Anläufer ist, aber es sieht ja jeder, dass seine Qualitäten in den Spielen gebraucht werden.

Dieses Interview verdeutlicht noch einmal die Situation von Glatzel und ich denke, im Sommer werden sich die Wege trennen. MMn hätte es bessere Szenarien gegeben, in denen Glatzel am Ende mehr Spielzeit bekommen hätte. Ein Wechsel wäre m. M. nach echt schade, da der HSV Glatzel viel zu verdanken hat und ich nach wie vor denke, dass Glatzel in der Lage ist, in der Bundesliga mitzuhalten.

Tom

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Darmzotte
2 Tage zuvor

Es wäre kein Problem, Glatzel draußen zu lassen, wenn seine Stellvertreter auch nur einen Hauch Bundesligatauglichkeit nachweisen würden.

Aber weder Downs noch Königsdörffer und schon gar nicht Philippe, wenn ich den noch hinzu nehmen möchte, verfügen über ein Körnchen dessen, was es braucht, um ein ernstzunehmender Bundesligastürmer zu sein.

Glatzel wäre sicher nicht in jedem Spiel und auch nicht gegen jeden Gegner erste Wahl. Ihn aber komplett außen vor zu lassen, ist schon grotesk.

Rossbacher
2 Tage zuvor

Pro Glatzel!

Jörg Brettschneider
2 Tage zuvor

Polzin hat dieses Interview heraufbeschworen.

Wenn ein Spieler so schwach wie Downs agiert und ein nachgewiesener Torjäger wie Glatzel nicht spielt, helfen auch mittelprächtige Ergebnisse nicht mehr weiter. Zumal der HSV bei noch fast einem ganzen Saisondrittel voraus nur sechs Punkte auf Platz 16 hat.

Die Systemfrage, die Polzin immer wieder beantworten will, wird durch die Qualitätsfrage des Einzelspielers überlagert. Das ist einfach kaum mehr vermittelbar. Downs agiert wie ein Regionalligaspieler.

Es fehlt ein starker Sportvorstand, der Polzin sagt, wann es gefährlich wird.

Wenn jetzt noch die Ergebnisse ausbleiben, hat man ein schwerwiegendes hausgemachtes Problem.

Nils Grapentin
2 Tage zuvor

Robert Glatzel nicht spielen zu lassen ist ein weiteres Puzzlestück auf dem Weg nach unten,Selke gehen zu lassen war der erste große Fehler, Glatzel so zu demütigen der zweite und über Damian Downs reden wir besser gar nicht.

Kai Lorenzen
1 Tag zuvor

Selten war man sich so einig über die Personalie Glatzel, wie hier im Blog.

Auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis alle ausschließlich pro Glatzel.

Downs hat hier definitiv nicht geliefert. Ob Glatzel dieses bei seiner Enteierung noch kann, weiß keiner. Aber die Chance hat er in jedem Fall verdient.

Mich macht die Ignoranz von Polzin einfach nur sauer.

CoburgerMohr
2 Tage zuvor

Um es mal abzukürzen: Downs ist immer blind, Königsdörffer ist fast immer blind! Und Trainer Polzin ist konstant oberblind!

Respekt an Glatzel für dieses sachliche Interview, ich wäre an seiner Stelle nicht so ruhig geblieben.

Wenn sich im Sommer Wege trennen, dann bitte der Weg mit Polzin!

Hans-Werner Rieken
1 Tag zuvor

Alles richtig was hier zu Glatzel heschrieben wurde. In Anbetracht unserer beiden Sturmnieten Downs und Königsdörfer bringe ich auch unseren Otto ins Spiel. Er war bisher der einzige der nach seinen Einwechslungen in offensiven Zweikämpfen Torgefahr erzeugte und nebenbei gegen Köln den einzigen Eckball rausholte.
Ecken, wir brauchen Ecken! Bevor es ein anderer schreibt!

Blumi64
2 Tage zuvor

Lieber Tom, wenn du einen Blog schreibst, dann ist das DEINE MEINUNG.
Daher musst du es nicht in Text ständig erwähnen.
Aber 🙏🙏frag doch mal in der PK, warum Glatzel so wenig spielt .ich verstehe es auch nicht und Downs ist durch und durch eine absolute Enttäuschung

RaiDet
1 Tag zuvor

Pressekonferenz wieder mit seichten Fragen auch von Tom
warum macht da keiner mal richtig Druck auf Polzin
man hat echt den Eindruck das sind alles Kumpels die nachher zusammen ein Bier trinken gehen!
jetzt bekommt Glatzel noch eine Geldstrafe ! Unfassbar
möchte gerne mal wissen wie hoch

Lars K
1 Tag zuvor

Natürlich ist es auch sehr leicht, dauernd GLatzel zu fordern, denn da er nie spielt, ist es alleine der Fantasie überlassen, ob er vielleicht besser performen könnte als Downs oder der König. Ich habe selbst zu Saisonbeginn Glatzel gefordert, aber ganz ehrlich, seine bisherigen Einsätze haben nicht wirklich gezeigt, dass er besser als die Anderen ist.

Das System von Polzin trägt uns (jedenfalls sieht es aktuell so aus) zum Klassenerhalt. Aber es ist gerade für die Stürmer ein extrem undankbares System. Viel Laufarbeit, viel Pressing, viel Tun ohne Ball. Da bleibt dann wenig Energie, um vorne immer wieder die Wege zu machen, die nötig sind, um dieses EINE MAL im spiel an der richtigen Stelle zu sein und den Ball über die Linie zu wischen.

Insofern: Ich fordere Glatzel nicht mehr, schätze ihn als Mensch und Sportler sehr und bin höchst dankbar, was er in Liga Zwo für uns geleistet hat. Im aktuellen Team bin ich zufrieden, wenn Stange in der 60. oder 70. eingewechselt wird. Denn der hat sich nicht nur zerrissen in seinen bisherigen Einsätzen, sondern auch echte Torgefahr angedeutet. Pro Stange.

MeinVerein2021
1 Tag zuvor

Ich befürchte, dass Polzin Glatzel nach dessen Interview nun „erst recht“ nicht einsetzen wird. Dafür gäbe es durchaus Argumente.

Ich meine, dass Polzin Größe und Professionalität zeigen würde, wenn er Glatzel doch einsetzen würde. Er braucht einfach offensive Lösungen. Daneben braucht der HSV auch Geld, das er mit einem Verkauf von Glatzel zur neuen Saison einnehmen kann. Glatzel wird auf jeden Fall gehen. Dazu muss sich der Spieler auch auf dem Platz anbieten können. Darin liegt angesichts der „Stürmerkonkurrenz“ ein überschaubares Risiko.

Sehr, sehr schade, dass es zu dieser Situation gekommen ist.

InLikeFlynn
1 Tag zuvor

Das traurige ist, dass man einem guten Zweitligastürmer Glatzel nachweint und ihn unterstützt – schlicht deshalb, weil der Rest noch einmal so dermaßen viel schlechter ist.

Glatzel neben RYK als Doppelspitze ist der einzige Weg für den Rest der Saison.

Und dazu muss man Merle notfalls eben zwingen.

Oh wait…es ist ja gar keiner mehr da, der ihn zwingen könnte…

Peter Ariel
1 Tag zuvor

Bobby Glatzel sollte noch ein bisschen aushalten. Polzin ist sowieso bald Geschichte beim HSV! Und dann hat er eine neue Chance beim nächsten Coach.

HarryH
2 Tage zuvor

https://youtu.be/jbkSZHj3eDk?is=GS_SfbyibmiFYGZo
Ich habe gerade diesen Link an info@hsv.de geschickt. Es ist der Link zu „Kick on“ zum Thema Glatzel.
Vielleicht schließen sich ja hier noch welche an?
Übrigens schrieb ich mit Klarnamen und email-Addy.

Last edited 2 Tage zuvor by HarryH
HarryH
2 Tage zuvor

Sehr sehr gut, Tom. Schreib das doch auch einfach mal an info@hsv.de
Irgendwann, irgendwo und irgendwie muss das Trainerteam doch mal mitkriegen, das es so nicht geht.
Ich weiß, daß wir vermutlich rein garnix ändern können, aber vielleicht können wir doch zumindest etwas Druck aufbauen.
Reines Wunschdenken, ich weiß…. .

Last edited 2 Tage zuvor by HarryH
hsv-bundy
2 Tage zuvor

Woher nehmt ihr alle die Zuversicht das Glatzel die Lösung aller Sturmprobleme wäre.Es ist doch hauptsächlich die defensive Ausrichtung die Polzin vorgibt.

Franz Leitner
2 Tage zuvor

So leid es mir um Bobby menschlich tut, bin ich nicht davon überzeugt, dass er stärker performt hätte, als unsere anderen Stürmer.

In dieser Community werden immer, die Spieler gefeiert, die nicht spielen. Ein beliebtes Mittel, um gegen den Trainer zu schiessen.

Spontan fallen mir da Suhonen, Sanne oder Ambrosius ein.

Peter Barfuß
1 Tag zuvor

Es geht doch gar nicht um die Stürmerfrage. Sondern darum, was dahinter passiert. In den letzten vier Spielen wäre Glatzel auch nur der Musik hinterher gelaufen. Viera dahinter zentral und das Kollektiv mal grundsätzlich 10 mtr. weiter nach vorne schieben.

Holz1887
1 Tag zuvor

Ich würde mich freuen, wenn alle sich dem Ziel Klassenerhalt unterordnen und maximal Gas geben, es frühzeitig zu erreichen.

Ich mag Glatzel und Polzin, sie sollen sich aussprechen wenn nötig, abseits der Öffentlichkeit.

Rotkaeppchen1966
2 Tage zuvor

Z.B. im Heimspiel gegen Augsburg würde ich Glatzel auch bringen. Hier wird man aktiver agieren müssen.
Aktuell in Dortmund wird das Spiel des HSV, denke ich, mehr auf Umschalten und Konter angelegt sein.
Aber in der Tat – Downs hat in der Startformation wirklich nichts mehr verloren, zu schlecht seine performance.
Als „Freund“ von Claus Costa hänge ich schon der Verschwörungstheorie an, dass unser Sportdirektor Polzin zwingt, ihn aufzustellen, um davon abzulenken, dass unser „Diamantenauge“ hier mit einem Transfer wie bei so vielen anderen mal wieder so richtig daneben gelegen hat.
Ich hoffe immer noch, dass Philippe noch mal durchstartet wie Anfang der Saison, gehe aber davon aus, dass Königsdörffer beim BVB zentral beginnen wird.
Ehrlich – ich glaube, auf Sicht wird Glatzel auch bei einem anderen Bundesliga-Club kein Stammspieler mehr.
Ich hatte ohnehin den Eindruck, dass er nach seiner langen Verletzung nie wieder richtig fit geworden ist, mag vielleicht auch daran liegen, dass er mit seinen Bewegungen gegen die besseren IV der Bundesliga halt doch nicht so durchsetzungsstark ist wie in Liga 2.
Beim Startelfeinsatz gegen den VFB kam er auch deshalb besser zum Zuge, weil die Stuttgarter in Halbzeit 1 meinten ohne 7 Stammspieler antreten zu müssen nach EL-Spiel Donnerstags und auch ein wenig überrascht schienen von einem angreifendem HSV. Lelesiit hatte ja vor dem 1:0 schon die halbe Stuttgarter Mannschaft stehen lassen und konnte den frei stehenden Glatzel noch bedienen (aber Glatzel weiß, wo er zu stehen hat).
Wie „Darmzotte“ schon erwähnt hat: Hätte Costa sein sog. „Diamantenauge“ mal einen Stürmer gefunden, würde das Thema gar nicht so aufgebauscht.

Paulinho
1 Tag zuvor

Ich habe Mitleid mit Downs. Wie muss der sich fühlen, der arme Kerl. Er scheint alles, aber auch alles, was ein guter Mittelstürmer im Blut haben muss, verlernt und vergessen zu haben. Klarste Chancen zu vergeben, in einer Art, die einem der Lächerlichkeit preis gibt. Und- das Trainerteam sich keine Zeit für ihn nimmt, ihn zu verbessern. Wahrscheinlich hoffen sie, dass sich sein Problem von alleine löst. So sind auch die arme Töre, um beim Fußball zu bleiben.

Frank Müller
1 Tag zuvor

Einhellige Meinung hier:BITTE OHNE DOWNS:
Glatzel nicht automatisch erfolgreich .. aber eben möglich.
Liest denn Merle hier gar nicht mit ?
Nur Sturheit ist doch auch ´n bisschen einseitig.

Aleksandar
1 Tag zuvor

Was erlauben Nagelsmann? Glatzel wird wieder nicht nominiert, aber zur Freude eines Always treuen Fans hier im Blog ist er wenigstens für die Länderspielpause dabei!(nominiert) 😉

Last edited 1 Tag zuvor by Aleksandar
abraeumer
1 Tag zuvor

DFB Kader mit drei Hamburgern und einer wurde vor den Toren Hamburgs in Buchholz in der Nordheide geboren. Leider kein HSVer dabei.

Last edited 1 Tag zuvor by abraeumer
Kuchi
1 Tag zuvor

Da kann man mal wieder sehen, wie der DFB sich dem FC Bayern unterordnet.
Urbig spielt kaum und wird eingeladen – Atubolu ist Stammtorhüter und ist nicht dabei.
Ähnlich verhält es sich bei diesem Karl.
Macht jetzt schon keinen Spaß mehr

InLikeFlynn
10 Stunden zuvor

Nicht nur die mangelnde Qualität im ST ist das Problem. Sondern auch das System an sich.

Der alleinige Stürmer vorne ist fast komplett isoliert, weil gute Teams die Lauf- und Passwege im Zentrum gut zustellen und Zweitliga-Matadore wie Jan-Lukas Chantré oder das Schweizer Oteletubby leicht aus dem Spiel zu nehmen sind und aufgrund ihrer Niederklassigkeit kam ein 1 gegen 1 gewinnen.

Vieira ist auf Außen verschenkt und kann ebenfalls zugestellt oder von schwächeren Gegnern notfalls gedoppelt werden.

Es MUSS also auf ein 352 Derivat umgestellt werden.

Mit Ransi Kingsvillager (der anders als die Ananas, Porno-Rayan und Invaliden-JarJar durchaus was kann – aber eben nur, wenn er einen Sturmpartner neben sich hat, der ihm Räume ermöglicht) und Bobby Glatzel.

Alles andere ist Scheiße.