Walters Interpretation von „Zuckerbrot und Peitsche“ 

von | 21.02.22 | 193 Kommentare

Heute und morgen ist beim HSV trainingsfrei. Köpfe frei bekommen für das bevorstehende Spitzenspiel gegen Werder Bremen. Und bevor hier wieder die selbst ernannten Sport-Physiologen unter uns anfangen, über Wohlfühloase und konterkariertes Leistungsdenken zu schreiben, mal ein Ansatz, den ich schon seit einigen Wochen vertrete. So sehr ich auch ein großer Freund von Training bin – letztlich wird diese eine Einheit mehr oder weniger das Leistungsniveau an sich nicht entscheidend heben oder senken. Hierbei geht es mehr um den Kopf. Es geht darum, wie man die Mannschaft packt und ihre Motivation und ihr Leistungsdenken in der Spur hält. Und insbesondere was die mentale Verfassung betrifft, hat Tim Walter bislang ein sehr gutes Gespür für seine Mannschaft gehabt. Daher verdient er – so sicher ich das auch anders gehandhabt hätte – einfach das Vertrauen von außen. Und meines hat er.

Warum? Ganz einfach: In den letzten Jahren wurde immer wieder das Sprichwort mit Zuckerbrot und der Peitsche bemüht. Bei fast allen Trainern. Tim Walter hat diese Vorgehensweise für sich noch nicht beansprucht. Er macht es hier wie in so vielen anderen Dingen auch: Er spricht nicht über die Dinge – er macht sie. So, wie er es jetzt bei Moritz Heyer getan hat. Zur Erinnerung: Der ansonsten außergewöhnlich konstante Defensivallrounder hatte am Sonnabend einen mächtig gebrauchten Tag und wurde ausgewechselt. Ich hatte in der Halbzeit bei unserer Halbzeitanalyse noch gesagt, dass ich ihn nicht auswechseln würde, weil Heyer einer der wenigen Spieler ist, die sich in aller Regel auch aus dem tiefsten Schlamassel selbst herausziehen können und ich ihm deshalb vertrauen würde. Aber Walter machte es anders und bewies einmal mehr, weshalb er HSV-Trainer und ich HSV-Reporter bin: Denn er machte (fast) alles richtig und sorgte dafür, dass der HSV nach einer verschlafenen ersten Halbzeit in der zweiten Hälfte aufdrehte. Allein, ein zweites Tor fehlte….

Walter wechselte Heyer zwar aus, aber er tat damit sowohl dem eigenen Spiel als auch seinem Spieler einen Gefallen. Denn zuerst wurde das Spiel durch diesen (und die anderen beiden) Wechsel deutlich besser. Und zum zweiten redete der Trainer den Ausgewechselten nach dem Spiel so glaubhaft stark, indem er das machte, was ich bei anderen Trainern immer wieder vermisst habe: Er nahm alle in die Pflicht, um einen Spieler zu stützen – auch sich selbst. Zudem sagte er: „Mo ist ein sehr guter Spieler und ganz wichtig für unsere Mannschaft. Von daher ist das überhaupt gar kein Problem. Wir bauen ihn auf und er zieht sich selber auch noch da wieder raus, dann passt das wieder.“

Heyer selbst dürfte das als Kompliment auffassen – wenn er es richtig versteht. Und ich behaupte: Genau so macht man das, wenn man zu seinen Spielern steht. Und so stehen die Spieler dann auch zum Trainer. Und ich bin mir sicher, dass Heyer am kommenden Sonntag gegen Werder Bremen im Nordderby wieder von Beginn an auflaufen wird – und gut spielt.

Nicht ganz so sicher bin. Ich mir, wie der Trainer bei Giorgi Chakvetadze agieren wird. Den hatte er nach dem Sandhausen-Spiel zurecht gelobt, denn der Georgier brachte Schwung rein und deutete erneut an, wozu er fußballerisch in der Lage ist. Es war – so hatte ich es in der Einzelkritik beschrieben – ein nächster Schritt in die richtige Richtung. Und auch Walter ließ offen, ob das so schon für die Startelf reichen könnte. Und Sportchef Michael Mutzel lobte den offensiven Mittelfeldspieler: „Er hat gute Entscheidungen getroffen offensiv. Man sieht Tag für Tag und Woche für Woche, dass er besser in den Rhythmus kommt, dass er mehr Power kriegt. Er kann offensiv einfach immer was kreieren.“

So, wie es auch Faride Alidou konnte. Zumindest bis zur Winterpause. Seither kommt der junge Angreifer nicht mehr so zur Geltung, wie er und alle anderen sich das erhoffen. Und trotzdem lässt Walter seinen Worten Taten folgen und setzte unvermindert konsequent auf Alidou. Selbst wenn Walter Alidou jetzt am Sonntag gegen Werder nicht von Beginn an bringen würde, würde dieser ihm das nicht wirklich übelnehmen können. Denn Walter hat bewiesen, dass er Alidou vertraut. Und Alidou selbst weiß, dass dieser Trainer nur das Beste für ihn will. Wobei ich persönlich zwar gespannt darauf bin, Chakvetadze mal über einen längeren Zeitraum spielen zu sehen.  Meine Frage des Tages daher an Euch:

Würdet Ihr Chakvetadze am kommenden Wochenende gegen Werder von Beginn an bringen? 

Ich bin gespannt. Sehr gespannt sogar!In diesem Sinne, bis morgen. Da wird auch vom Senat entschieden, ob der HSV gegen den Karlsruher SC im DFB-Pokal (2. März) eine Ausnahmegenehmigung erhält. schon auf bis zu 25.000 Zuschauer setzen darf. Das hat Sportstaatsrat Christoph Holstein am Montag angekündigt. Es geht um die Frage, ob das Spiel am 2. März im Volksparkstadion trotz noch geltender Corona-Regeln bereits vor 25 000 Zuschauern stattfinden kann. Nach den Beschlüssen der letzten Ministerpräsidentenkonferenz wäre dies eigentlich erst ab dem 4. März möglich. Bis dahin sind in den Fußball-Arenen eigentlich nur 10 000 Zuschauer erlaubt. Im Senat gebe es „das aufrichtige Bemühen“, dem HSV mehr Zuschauer zu gestatten, sagte Holstein. Also: Daumen drücken…!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Rotkaeppchen1966
2 Monate zuvor

Lieber abräumer,
womöglich wirst du mit manchen deiner Einschätzungen am Ende der Saison wieder richtig liegen.
Ich in meinem Pessimismus gehe auch davon aus, dass, wenn 6 Teams inkl. des HSV sich um den Aufstieg bewerben, dieser dann 7. wird. Die letzten Jahre haben einen den Glauben an das Gute bei unserem Herzensverein verlieren lassen.
Aber die Liebe zum Club stirbt nie und die Hoffnung zuletzt, so dass man die aktuelle Situation zum Sandhausen-Kick auch so umschreiben könnte:
Die zweite Halbzeit hat sehr deutlich gezeigt, dass das Team bereit ist, sich gegen alte Verhaltensmuster zu wehren und den Widrigkeiten physischer Teams und auch fast unbespielbarer Plätze zu trotzen. Walter kann problemlos alle aus der zweiten Reihe „reinschmeißen“ und er scheint sogar Kinsombi aus seiner Lethargie gerissen zu haben.
Sandhausen hat sich in der Winterpause gut verstärkt und war vor dem Spiel 5. der Rückrundentabelle und hatte über 350min kein Gegentor gefangen. Mit Testroed haben sie einen HSV-Schreck verpflichtet, der den wohl nicht ganz fitten Heyer vor dem 0:1 clever naarte. Die HSV Defensive ließ danach nichts nennenswertes mehr zu.
Meffert ist Kopf, Herz und Seele des HSV Spiels. Er organisiert und strukturiert das defensive Mittelfeld, so dass Kittel alle Freiheiten nach vorn hat und sich zu einer überragenden Scorer-Bilanz in dieser Saison aufschwingt. Der Ex-Kieler gleicht Tempodefizite und gelegentlich fehlende Zweikampfhärte durch überragendes Stellungsspiel mehr als aus. Eine Orientierung an langjährigen Cl-Spielern ist schwerlich möglich. Kimmich und Goretzka sind Ausnahmefußballer, während Meffert meiner Ansicht nach auch in der Bundesliga seinen Platz finden würde.
Immerhin hat Muheim sich dahingehend gesteigert, dass Leibold aktuell keiner vermisst. Er macht nach anfänglichen Schwierigkeiten seine Seite dicht und siehe Darmstadt kann er auch gute Flanken schlagen.
Vuskovic mit seinen 19 Jahren ist nicht nur ein Mentalitätsmonster und behauptet sich im „Stahlbad“ 2. Liga mehr als ordentlich. Die HSV Defensive ist trotz des manchmal wagemutigen Herausspielens mit DHF das Maß aller Dinge im Unterhaus. Er könnte es bei seiner bisherigen Entwicklung auch in Liga 1 packen.
Leider gehen vom trotzdem noch ballsicheren Alidou kaum noch torgefährliche Aktionen aus, aber nach dem Hype um ihn und dem Blitzaufstieg aus Liga 4 wirkt er vielleicht ein wenig überspielt und die Leichtigkeit des Seins geht ihm ein wenig verloren. Wenn Walter seine Einsätze dosiert, kann er, auch von der Bank kommend, im Verlauf der Saison gegen Ende der Partien mit seinem Tempo und seine Finten immer noch eine Hilfe sein. Da der Kader in der Tat nicht austariert ist und auch quantitativ unterbesetzt, war es richtig, ihn zu behalten.
Wenn, wie in vielen Spielen gezeigt, der „Walter-Ball“ funktioniert, ist der HSV durch die damit verbundenen Rotationen auch für tief stehende Teams ein unberechenbarer Gegner. Mit dem Georgier scheinen wir eine weitere schnelle, dribbelstarke Option hinzubekommen zu haben, der manche Situation auflösen kann und hiermit Räume schafft für unserer Scorer Kittel und Glatzel.
Wenn der HSV o.a. Widrigkeiten trotzt, sich weiterhin resistent zeigt, und eine andere Mentaltiät entwickelt als in den letzten Jahren, kann die bisher so positiv verlaufene Entwicklung noch andauern.
Den Masterplan für den Aufstieg und einen entsprechend ausgestatteten Kader hat der HSV sicherlich nicht, aber die Variabilität des Walter-Stils und den Willen der Jungs, dieses ambitionierte System immer weiter umzusetzen und sich selbst zu verbessern, haben ihn in eine aktuelle Ausgangslage versetzt, mit der vor der Saison nicht unbedingt zu rechnen war.

Lieber abräumer, ich schätze deine Analysen sehr, und sie haben sich oft bestätigt. Vielleicht mögen sich deine meiner Ansicht nach zu früh getroffenen Einschätzungen insbesondere über einige der Spieler schon am 5. März bestätigt haben, wenn wir gegen Werder und Nürnberg verloren haben, der Aufstiegstraum dahin ist und der KSC sich als Pokalschreck entpuppt.
Aktuell, denke ich, kann man angesichts der erfreulichen Entwicklung der Jungs ein Spiel wie in Sandhausen aber auch mal mit etwas milderem Auge betrachten.
Ich glaube zwar auch nicht an die Konstanz der bisherigen Entwicklung, aber wie geschrieben, ich hoffe darauf.

Flotti McFlott
2 Monate zuvor

Mutzel reißt vor dem Derby ohne Not den Hals auf, statt sich still und leise dem Taschenbillard zu widmen und Jatta wird für 4 (!) Assists in 23 Spielen gefeiert… Ein Außenstürmer mit einer Vorlage alle 517,5 Minuten…
Kannste dir nich‘ ausdenken.
🤦🏾‍♂️

Fuxi
2 Monate zuvor

Moin, liebe Leute!

Ich wollte den Wochenendüberblick lieber unter den neuesten Blog schreiben – man weiß ja nie, wann Scholle einen neuen pusht, und dann geht der dann im Samstagsblog vielleicht unter…

Der Nachteil einer exzellenten Nachwuchsarbeit ist, dass Talente halt fehlen, wenn man sie frühzeitig im Frauenbereich etabliert. So ging es Lewe Timm beim Nachholspiel seiner Regionalliga-Mannschaft gegen die TSG Burg Gretesch gestern. Mit Svea Stoldt, Marlene Deyß, Paulina Bartz und Hannah Günther standen ihm gleich vier junge Spielerinnen nicht zur Verfügung, weil sie mit der deutschen U17 im Trainingslager in Flensburg sind, um sich dort auf die zweite EM-Qualifikationsrunde gegen Kosovo, Slowenien und Österreich Ende März vorzubereiten – Emily Wallrabenstein aus der U17 war die fünfte HSVerin im deutschen Aufgebot. Es war ein schwacher Trost, dass das Quintett in beiden Spielen gegen Dänemark zum Einsatz kam und sowohl beim 1:1 am Freitag (Tor: Svea Stoldt) als auch beim 5:1 am gestrigen Montag (2x Paulina Bartz, 1x Svea Stoldt) zum Spielausgang beitrug. Zudem fehlt ja auch Sophie Nachtigall, die für Larissa Mühlhaus zur U19 beim Drei-Nationen-Turnier im spanischen Estepona nachnominiert wurde, beim 7:0 über Norwegen am Donnerstag aber nicht dabei war.
Man sollte meinen, der Tabellenneunte aus Osnabrück sei für den unangefochtenen Tabellenführer ein machbarer Gegner gewesen. Das Hinspiel ging schließlich 5:0 aus, und Mühe hatte man zuletzt 2015/16 gehabt, als beide Spiele gegen Burg Gretesch 0:0 ausgegangen waren. Doch im Vergleich zum 11:1 gegen St. Pauli vor der Winterpause waren vier Veränderungen zu sehen – neben Deyß, Günther und Nachtigall fehlte auch die für den DFB-Nachwuchs zu alte Sarah Stöckmann. Dafür waren Laura Henke, Victoria Schulz, Neele Albrecht und USA-Rückkehrerin Markella Koskeridou in der Startelf. Diese Aufstellung hatte Timm schon am vergangenen Wochenende beim 2:1 im Test gegen Türkiyemspor Berlin in weiser Voraussicht getestet. Zum Glück war die Zweite spielfrei, sonst hätte die Bank des arg gerupften Kaders mit allein Ersatzkeeperin Aaliyah Thomas etwas dünn ausgesehen, aber aus der Oberligatruppe waren Philine Diekhoff, Julijana Mavrak und Aryanna Naward im Kader, zudem Irma Schittek aus der B-Juniorinnen-Bundesliga. Der HSV hatte mit den Niedersächsinnen einige Mühe. In der 35. Minute aber gelang Altmeisterin Anne van Bonn der Führungstreffer nach einer Kombination über Emilia Hirche und Victoria Schulz. Es gelang ihnen jedoch nicht nachzulegen, auch im zweiten Durchgang nicht, in dem Burg Gretesch durchaus Chancen zum Ausgleich hatte. Am Ende blieb es aber beim 1:0-Sieg, dem zwölften im dreizehnten Spiel. Er bedeutet vor dem ersten echten Spieltag nach der Winterpause bei Holstein Kiel einen Zehn-Punkte-Vorsprung vor dem Tabellenzweiten – das ist Holstein Kiel. Von den bisherigen Saisonergebnissen sollte man sich nicht täuschen lassen, die Kielerinnen haben sich nach den zwei Kantersiegen des HSV zum Saisonstart – 7:0 im DFB-Pokal und dem 6:1 in der Liga kurz darauf – deutlich verbessert. Und die Rothosen müssen auf dem winterlichen Rübenacker, den man bei den Holstein Women den „Fußballplatz“ Waldwiese nennt, auch erstmal die Punkte ernten…
Übrigens: Vom 27. Februar bis 5. März fehlt der Drittligatruppe dann Beyza Kara. Sie hat eine Einladung zur türkischen U19 nach Istanbul.

Wie gesagt, Philine Diekhoff, Julijana Mavrak und Aryanna Naward waren in der Regionalliga dabei. Sie wurden aber auch nicht in der Oberliga vermisst – da war spielfrei. Das galt für den ganzen regulären Frauen-Spielbetrieb in Hamburg, weshalb auch die Bezirksliga-Mannschaft pausierte. Ein Test beim TSV Vineta Audorf wurde abgesagt. Eigentlich sollte an diesem Wochenende nämlich das Pokalhalbfinale gespielt werden. Aber der HSV I. hatte HSV II. wegen des Burg-Gretesch-Spiels ja schon am 9. Februar mit 7:0 besiegt, und das Duell zwischen Oberliga-Zweitem Eimsbütteler TV und dem Regionalliga-Vorletzten TSC Wellingsbüttel fiel wegen der sturmbedingten Generalabsage des HFV aus. Der HSV wartet also noch auf den Finalgegner.

Lauter U17-Spielerinnen beim DFB – da fiel das Spiel der U17 in der Bundesliga bei Holstein Kiel doch wohl aus, oder?
Ja, tat es wirklich. Somit hatten der punktgleiche SV Meppen und der Dritte VfL Wolfsburg die Gelegenheit, sich vorerst die Tabellenführung zurückzuholen. Meppen packte es schon mal nicht, verlor überraschend gegen den Tabellenzehnten Hertha 03 Zehlendorf mit 0:1. Der Dank der Hamburgerinnen gebührt Elfie Wellhausen, die in Herzlake in der 81. Minute, also in der ersten Minute der Nachspielzeit den Berliner Siegtreffer erzielte. Wolfsburg probierte es drei Stunden später im Frauen-Bundesliga-Nachwuchsduell gegen Werder Bremen. Rauan Mohamed gelang allerdings nach der Bremer Führung von Hanne Chudaska nur der Ausgleich, so dass auch das 1:1 nicht reichte, um den spielfreien HSV zu überholen. Die Rothosen thronen weiter über der Bundesliga Nord/Nordost, ohne etwas dafür getan zu haben. Nice…

Gute Nachrichten gibt es auch aus der Regionalliga der Männer. Die U21 hat aus eigener Kraft die Aufstiegsrunde erreicht. Maximilian Großer (12.) und Profi Anssi Suhonen (29.) schossen die Rothosen zu einem 2:1-Sieg gegen Phönix Lübeck. Ob sie dort mit 9 oder 6 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Werder Bremen II. beginnen, steht allerdings noch nicht fest – Lübeck gegen Drochtersen/Assel wurde abgesagt und auf nächsten Samstag verschoben. Sollte es Lübeck packen, wäre der HSV mit 10 Punkten Siebter, bei einem Sieg von Drochtersen/Assel mit 7 Punkten Achter.

Die Dritte braucht sich darüber keine Gedanken mehr zu machen, sie gegen in der Oberliga in die Abstiegsrunde. Dort trifft sie in zehn Spielen auf die fünf Teams aus der Oberliga 1: BU, Lohbrügge, Bramfeld, Hamm United und Meiendorf. Wie die Tabelle vor dem ersten Spieltag aussieht, muss sich noch in Nachholspielen zeigen. Für den HSV macht die Entscheidung, ob der TuS Osdorf oder Buchholz 08 an der Abstiegsrunde teilnehmen müssen, nur einen Zähler aus. Dieser bedeutet entweder drei oder vier Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Meiendorf. Welcher Platz das dann ist, muss sich noch herausstellen, denn auch in der anderen Staffel gibt es noch einige Nachholspiele. So kann für den Fall, dass sich Buchholz 08 gegen den Abstieg wehren muss, immerhin noch Hamm United mit zwei Siegen gegen Lohbrügge und Bramfeld Tabellenführer werden und den HSV in die untere Tabellenhälfte verweisen. Am Ende steigen die letzten vier Teams in die Landesligen ab – wenn allerdings Altona 93, St. Pauli II. und/oder Eintracht Norderstedt aus der Regionalliga absteigen und kein Hamburger Team aufsteigt, kann es im schlechtesten Fall sogar den Tabellenvierten der Abstiegsrunde erwischen! Dieser Weg wird kein leichter sein…

Apropos Abstieg: Die U19 hat sich mit der 1:2-Niederlage gegen den direkten Abstiegsrivalen Hansa Rostock am Samstag keinen Gefallen getan. Henry Koeberer gelang in der Nachspielzeit nur der Anschlusstreffer. Der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz bleibt bei einem mageren Punkt. Die Plätze 15 und 16 belegen aktuell St. Pauli und VfL Osnabrück, bei allerdings einem Spiel mehr. Osnabrück punktete beim 2:2 gegen den Vorletzten Magdeburg zum Glück nur einfach.

Das Problem haben die U17-Jungs nicht. Deren Rückstand auf Platz 1 der Bundesliga ist sogar um zwei Punkte geschrumpft, weil Hertha BSC bei RB Leipzig nur ein 1:1 retten konnte. Sechs Punkte liegen die Hauptstädter vor dem HSV, der sich bei Union Berlin mit einem 6:2-Sieg keine Blöße gab. Alex de Graca Marques schoss drei Tore, Omar Abdel Megeed zwei und Nick Johann Hoffmann das letzte. Damit hielten sie auch Verfolger Wolfsburg auf Distanz, der 2:0 in Aue gewann.

Und das war’s auch schon wieder für dieses Wochenende. Die Regionalliga-Frauen können nächste Woche ihre Tabellenführung in Kiel ausbauen, die Zweite die ihrige gegen Grün-Weiß Eimsbüttel, während Verfolger ETV das schwere Spiel gegen den SC Eilbek bewältigen muss. Die Dritte hofft in der Bezirksliga auf einen Ausrutscher von ETV II. gegen den Tabellenzweiten Komet Blankenese II., um selbst mit einem Sieg beim Vierten Eidelstedt wieder näher an Platz 1 heranzurücken und am 20. März beim Nachholspiel gegen die SG Elmshorn/Lieth vielleicht gleichziehen zu können. Die U17-Juniorinnen spielen gegen den Vorletzten Neubrandenburg um die Verteidigung der Tabellenspitze, während sich Meppen und Wolfsburg gegen die Viert- und Fünfplatzierten aus Aurich und Berlin bewähren müssen. Bei den Herren stellt sich in Regionalliga und Oberliga ohne eigenes Zutun heraus, wo die Reise hingeht. Für die A-Junioren wird es schwer, beim Tabellendritten Energie Cottbus drei Punkte gegen den Abstieg einzufahren, derweil St. Pauli nach Rostock muss. Und die B-Junioren hoffen für die Hertha auf eine Pleite gegen St. Pauli, während sie es selbst mit dem anderen HSV aus Hannover zu tun bekommen. Wird ein interessantes letztes Februar-Wochenende…

Bis dann!

alwaysHSV
2 Monate zuvor

Wenn ich die Leistungen von Chakvetadze und Alidou in den letzten Spielen so vergleiche neige ich dazu dem Georgier eine Chance in der Startelf zu geben. Ich weiß nicht wie bei Alidou so die Qualitäten als Einwechselspieler sind – aber wenn er mit frischer Kraft nach 60 Minuten ins Spiel kommt und die Bremer Abwehr schon etwas Kraft gelassen hat, könnte das auch ganz gut sein.

Last edited 2 Monate zuvor by alwaysHSV
abraeumer
2 Monate zuvor

 Noch ein paar Gedanken zum Sandhausen-Spiel: 
 
Die erste Hälfte war unterirdisch. Walter hätte eigentlich alle auswechseln können. 
Sandhausen ist aus meiner Sicht einer dieser schlimmen Truppen in der 2. Liga. Der Trainer von Sandhausen hat 10 defensive Spieler und Testroet aufgestellt. Eigentlich kann bei Sandhausen nur Testroet Tore schießen. Selbstverständlich war das Abwehrverhalten von Heyer beim Gegentor nicht gut. Warum Heyer aber, obwohl Vuskovic keinen Gegenspieler hat, allein gegen Testroet verteidigen muss, erschließt sich mir nicht. Selbstverständlich wird heutzutage verschoben und im Raum verteidigt, aber bei keiner erfolgreichen Mannschaft bewegen sich beide Innenverteidiger vom einzigen Mittelstürmer weg. Umso mehr muss dieses gelten, wenn die gegnerische Mannschaft nur einen wirklich torgefährlichen Spieler hat. Auch habe ich nicht verstanden, warum Schonlau sich beim Gegentor in die Mitte orientiert, anstatt den Passweg zuzustellen und die Vorlage zu verhindern. 
 
Mefferts Zweikampfbilanz war erneut schlecht. Auch wenn viele seine Ruhe schätzen, einen solchen Spieler braucht man im modernen Fußball nicht mehr. Kimmich und Goretzka sind für mich auf der Doppelsechs das Maß der Dinge in Deutschland. Sie sollten daher vom Spielertyp auch in der 2. Liga als Orientierung dienen. 
 
Auch Muheim war wieder schwach. Wie manche, insbesondere Boldt und Mutzel, auf die Schnapsidee kommen, ihn für 2 Mio kaufen zu wollen, kann ich nicht nachvollziehen. Gleiches gilt auch für einen Kauf von Vuskovc. Viele sehen bei einem Verkauf von Vuskovic einen Millionenerlös, ich sehe noch nicht einmal, dass ein anderer Verein bereit ist, die 5 Mio, bestehend aus Leihgebühr und Ablöse, zu zahlen. Ähnlich wie früher bei Vagnoman werden hier wieder Luftschlösser gebaut. Daneben hat der HSV auch gar nicht das Geld für diese Ablösesummen. 
 
In der zweiten Halbzeit wurde es besser. Ich fand es richtig gut, dass Walter zur Halbzeit drei Spieler ausgewechselt und damit ein deutliches Zeichen gesetzt hat.

Seit Jahrzehnten knackt man tiefstehende Mannschaften über die Flügel. Der Fußball hat sich auch dabei nicht verändert. Nur wenn man zur Grundlinie kommt und von dort in den Rückraum passt oder flankt, wird es gefährlich. Dieses hat sich anschaulich bei unserem Tor, als auch bei unserer Großchance durch Kinsombi gezeigt. Zur Grundlinie kommt man oft nur, indem die Außenverteidiger die Außenstürmer hinterlaufen und dann flanken. Raum, früher bei Fürth und heute bei Hoffenheim, ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Bei unseren Außenverteidigern kommt in dieser Beziehung nichts.

Überhaupt erhält der kopfballstarke Glatzel zu wenig brauchbare Flanken. Das Problem von Jatta ist bekannt und Chakvetadze ist kein Flügelstürmer. Alidou baut, wie vorhergesagt, stark ab. Es wäre besser gewesen, ihn, wenn auch für eine geringe Summe, zu verkaufen. Nach der fehlenden Vertragsverlängerung war es der zweite Fehler bei Alidou.

Insgesamt kann man nicht jedes Spiel gewinnen, aber man muss einen Plan haben, wie man tiefstehende Mannschaften bespielt und dieses auch gezielt trainieren. Noch wichtiger ist, dass man auch das Personal für eine solche Spielweise hat. Das alles ist bei uns leider nicht der Fall

Last edited 2 Monate zuvor by abraeumer
Holger Hirrschoff
2 Monate zuvor

Alidou ist nicht mehr frei im Kopf, sprich er ist wohl schon in FFM. Gedanklich zumindest.
Also warum nicht Chakvetadze bringen.

Zuckerbrot und Peitsche.
Zweiteres műsste bei vielen Kommentatoren mal angewendet werden. Bei sehr vielen

Alex
2 Monate zuvor

Das Interview von Mutzel ist an Dummheit, Arroganz und Inkompetenz nicht zu überbieten. Diesem Verein ist nicht mehr zu helfen. ENDE

https://www.youtube.com/watch?v=RTyKHjX02lQ

ballfernerZehner
2 Monate zuvor

Moin,
Alidou gehört auf die Bank….is nich wirklich in Form, es wird ordentlich zur Sache gehn und er hat eh keine Kondition für 90min.

Dann lieber einwechseln für die letzten 20min, wenn der Gegner langsam müde wird.

Werder kennt Schewardnatze nich, könnte uns auch in die Karten spielen… deshalb von Anfang an ran

Polkateddy
2 Monate zuvor

Ist Tim Walter eigentlich mit der Mannschaft nach Hamburg gefahren, oder direkt zur Familie?Für beides gäbe es sehr gute Argumente. Nur eines ist dienstlich begründet.
Die Frage, ob der Georgier von Beginn an auflaufen soll, ist indes eigentlich eine andere: Traut hier noch irgendjemand Alidou zu, zu seiner 7 Spiele- Form vor der Rückrunde zurückzufinden? Ich persönlich denke nicht dass er es kann. Gleichzeitig möchte ich den Buben frei von Schuld an der Situation sehen, er ist schlichtweg nicht dazu in der Lage diese Situation zu schultern. Fiete Arp ist daran auch gescheitert, die Erwartungen zu erfüllen. Vielleicht überholt der Kopf die Beine, so könnte man es formulieren.

bahrenfelder
2 Monate zuvor

Dem ersten Absatz von Scholle kann ich nur zustimmen. Mal eine Trainingseinheit auslassen kann nicht den großen unterschied machen. Sie werden das Fußballspielen schon in diesen 60 – 90 Minuten weniger nicht verlernen.
Manch einer könnte jetzt schreiben – konnten sie vorher- blabla.

Chakvetadze von Anfang an bringen wäre eine Option. Ihn dann allerdings evtl. nach 60 Minuten wieder auswechseln könnte an sein Selbstbewusstsein kratzen (war ich doch nicht so gut). Hier muss eine richtige Absprache zwischen Spieler und Trainer im Vorwege stattfinden. Außerdem und da schließe ich mich ballfernerZehner an, Werder kennt ihn noch nicht. Fürs analysieren hat er auch noch zu wenig Spiele gemacht.

Jatta ist für mich ein gesetzter Spieler. Fußballerisch könnte er was drauflegen, ohne wenn und aber. Er kämpft aber für die Mannschaft, hat auch mal ein goldenes Füßchen, schießt ein Tor selbst oder seine Flanken sorgen zumindest für Unruhe. Man könnte aber auch behaupten, dass die Mitspieler bei seinen Flanken falsch stehen, dann sehe das ganze schon ganz anders aus. – Ne, war nur Spaß – die Flanken könnten schon das eine oder andere mal besser kommen.

Ansonsten, keift euch nicht wieder so an wie alte Fischweiber (für die, die es nicht kennen, es wird in Hamburg so gesagt. Weiß ja nicht wo der ein oder andere so herkommt). Respekt dem anderen gegenüber ist auch mittel und gar nicht schwer.

Polkateddy
2 Monate zuvor

Am liebsten mag ich es, wenn man sich gegenseitig seitenlang des übermäßigen Alkoholkonsums bezichtigt. Vielleicht ein Plädoyer, dass hier endlich Grenzen gesetzt werden. Vielleicht!

uwe twiehaus
2 Monate zuvor

Köpfe freikriegen und zwei freie Tage, wer profitiert eigentlich alles davon? Nicht das man es ihnen nicht gönnt, aber eine Nachbetrachtung des Spiels ohne Medizinbälle kann ja wohl in der jetzigen Fase nicht überanstrengen, fördert den Zusammenhalt und kann nützlich für die zukünftigen Aufgaben sein und ist weder Zuckerbrot noch Peitsche!

ToniHH
2 Monate zuvor

Bin kein HSV Reporter oder Trainer
Hätte aber Alidou schon nach 30 min
gegen Winzi ausgewechselt.

Alidou hat z Zt in der ersten Elf nix zu suchen. Andere auch nicht aber es fehlt an Alternativen….

Ob Georgi oder Kisombi von Anfang spielen sollten…nicht beantwortbar, alle können performen oder auch nicht.

Trainer-Guru TW wird es richten…

Bin gespannt….

WällerHSV
2 Monate zuvor

Die Diskussionen um manche Spieler sind mir ein Rätsel…
Vuskovic: Ein junger Spieler mit viel Entwicklungspotenzial. Er hat alles, was ein moderner Abwehrspieler heute braucht…Wir stellen die beste Abwehr der zweiten Liga und das trotz des „gewagten“ Spielstils.
Meffert: Er ist nicht das Zweikampfmonster..ABER: Immer anspielbar und er weiß immer, wo er den Ball hinspielen kann! So hat er schon sehr oft brenzlige Situationen in einem sehr gefährlichen Raum gelöst. Ganz wichtiger Spieler..
Muheim: Hatte sein bestes Spiel, als Kittel nicht dabei war. Er durfte da nämlich seine gefährlichen Standards bringen – jetzt bringt Kittel sie wieder auf den ersten Verteidiger am kurzen Pfosten.
Jatta: Er ist definitiv kein Außen – er ist ein Ballschlepper und er verteidigt gut, leistet sich kaum Fouls. Er würde, wie manch anderer auch, gut in ein 442 passen…
Wintzheimer: Muss zwingend in den Strafraum..
Alidou: Muss zwingend auf die Bank…
In Sandhausen gab es zwei Probleme: Die sehr aggresiven Sandhäuser und den Platz,sorry den Acker. Hier kannst Du nicht kleinklein spielen – da muss auch mal langer Hafer kommen. In Halbzeit eins fehlten bei vielen ein paar Prozent – in Halbzeit zwei war es besser. Bremen wird ein anderes Spiel – entscheidend werden aber die Spiele gegen Aue, Ingolstadt etc. sein

Grantler3006
2 Monate zuvor

Um die Blog Frage aus meiner Sicht zu beantworten:

Keine von beiden würde beginnen. Ich würde mit einem 4-2-3-1 spielen:

Tor: Der Heuer Fernandez
von rechts nach links: Heyer- Vuskovic- Schonlau-Muheim

Davor Doppelsechs: Meffert und Reis
Dann ein offensives rotierendes Dreieck aus Kittel, Jatta und Wintzheimer

Im Sturm dann Glatzel, der von den drei unterstützt wird.

Und dann wenn die vier Herrschaften die Abwehr der Bremer müde beschäftigt hat, nehmen wir Jatta und Wintzheimer runter und bringen den GeorgIER und Alidou und die machen denn Sack zu.

Ralf Lübbe
2 Monate zuvor

Ich würde Chakvetadze nicht von Anfang an spielen lassen. Sondern mit det selben Startelf anfangen, so wie es Tim Walter immer oder meistens macht. Wenn irgendwas nicht klappt kann er reagieren. Die Bank ist sehr gut besetzt.
NUR DER HSV!!!

Uwe Öztunali
2 Monate zuvor

Was mir vor allem aufgefallen ist: wir spielen uns die schönsten Chancen heraus und Chakvetadze verkackt se.

Last edited 2 Monate zuvor by Uwe Öztunali
Matspats
2 Monate zuvor

Hoffentlich wäre eine Niederlage am Sonntag unser größtes Problem. Wenn man sich die Nachrichten so anschaut

Frank Furt
2 Monate zuvor

Eine Einheit mehr oder weniger, wird das Leistungsniveau an sich nicht entscheidend heben oder senken. Da hast du sicherlich recht Scholle.
Aber um ein Zeichen zu setzen, insbesondere vor wichtigen Spielen, um Trends wie z.B. verschlafenen ersten Halbzeiten oder Leistungsabfällen von Spielern entgegenzuwirken, kann eine Einheit mehr bzw. ein freier Tag weniger – Wunder wirken. Lässt man diese Trends weiter zu oder läutet man an der Glocke, um eine Kehrtwende einleiten? Das ist die Frage?
Es gibt Mannschaften die fahren vor wichtigen Spielen regelmäßig in ein Kurz-Trainingslager. Auch dort wird nicht unbedingt mehr trainiert, aber man schafft es besser, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, setzt andere Reize und wendet damit einfache Küchenphilosophie an.

Für mich war H1 in Sandhausen ein Schock. Von daher hatte ich andere Maßnahmen erwartet. Aber ich hoffe und erwarte, dass Walter den Zustand der Mannschaft besser kennt und die richtigen Schlüsse zieht.

Da ich ein bekennender Fan des Leistungsgedanken bin, gehört Alidou für mich auf die Bank. Chakvedatze hat sich einen Einsatz von Beginn an verdient. Eine Pause für Alidou könnte zudem Wunder wirken. Der Junge kann auch einfach überspielt sein. Einfach mal einen Gang runter schalten. In den letzten 6 Monaten ist viel in und um ihn herum passiert. Vielleicht haben wir im Endspurt mehr von ihm, wenn er jetzt mal zwei Wochen gebremst wird.

Last edited 2 Monate zuvor by Frank Furt
Meaty
2 Monate zuvor

Das der Großteil der Konkurrenten sich am Wochenende nun auch nicht mit Ruhm bekleckert hat, stimmt einen zwar mit dem Blick auf die Tabelle milde, sollte aber vom eigentlichen Problem der Mannschaft in der ersten HZ in Sandhausen nicht ablenken.

Positiv anzumerken ist natürlich, dass das Team in der 2. HZ eine deutliche Reaktion gezeigt hat und es geschafft hat, dass Spiel komplett an sich zu reißen. Negativ dabei, dass man die guten Torchancen wirklich fahrlässig liegen ließ. Es fehlte an Effektivität!

Ob man nicht vermehrt für die gesamte Mannschaft mehr Kopfball oder Torabschlüsse trainieren sollte oder müsste, mag ich nicht zu beurteilen? Training kann nichts schlechter machen, aber ob man nun die nötige Ruhe und Konsequenz antrainieren kann, die nötig ist, wenn unter Wettkampfbedingung Tore erzielt werden müssen …?

Chakvedatze hat in Sandhausen u.a. mit Kinsombi und Gymerah in der 2. HZ gleich für frischen Wind gesorgt! Der Georgier ist schwer vom Ball zu trennen und hat auch noch die nötige Übersicht für den Mitspieler. Die einzige Torchance hat er sich nach sehr schönem Alleingang zwar selber zunichte gemacht, zeigt die Szene aber deutlich, dass der Spieler weiß, wo das Tor steht und auch den Mut aufbringt den Ball dort in die Gefahrenzone zu bringen!
MMn wäre er eine Bereicherung für das Team!

Last edited 2 Monate zuvor by Meaty
Klaus Henning
2 Monate zuvor

Moin,
hier nochmal mein Beitrag von neulich:

Ich habe mal ein Google-Formular erstellt, mit dem man die Spieler bewerten kann. Ich weiß: es gibt im Internet so einige, aber hier wären es ja nur die Leser des MoinVolksparks mit ihren speziellen Ansichten. 😉
Weil ich niemanden zwingen möchte ein Google-Konto zu erstellen und/oder zu nutzen, würde ich auf die Prüfung mehrfacher Eingabe verzichten und würde dann auf Eure Fairness hoffen. Damit ich nicht nach jedem Spieltag ändern muss, habe ich alle Spieler des aktuellen Kaders eingetragen, auch wenn sie nicht spielen. Alle vorzeitigen Eingaben würde ich direkt nach dem Spiel löschen
Was meint Ihr, würde Euch das Spaß machen?

Hier ein Beispiel:
https://forms.gle/Yp7a3thGdouDrN26A

OhnezuRuppen
2 Monate zuvor

.

Last edited 2 Monate zuvor by OhnezuRuppen
Polkateddy
2 Monate zuvor

Schönes Wetter heute. Im Gegensatz zu gestern und vorgestern

Last edited 2 Monate zuvor by Polkateddy
Rotkaeppchen1966
2 Monate zuvor

So Nordstream 2 ist erst einmal aufs Eis gelegt. Jetzt geht wo möglich den Schalkern die Düse, die schon ein erstes Statement raus gegeben haben.
Aber egal – Hauptsache dieser Konflikt kann auf diplomatischem Wege irgendwie beigelegt werden – da rückt alles, gerade auch der Fußball, in den Hintergrund.

letorge
2 Monate zuvor

Verstehe nicht warum man sich hier nach jedem Spieltag an Jatta abarbeitet, ihn nicht als Leistungsträger einzuschätzen ist ja in Ordnung aber ihn als Klotz am Bein für diese Truppe hinzustellen, hat meiner Meinung nichts mit Objektivität zu tun.
Warum wird von seinen Kritikern nicht gesehen, das der Großchance von Kinsombi ein feiner Pass von Jatta auf Kittel vorausgegangen ist und er oft diese vorletzten Pässe spielt? Keiner, bestreitet doch hier, das Jatta immerwieder technische Ausreißer dabei hat aber auch welche nach oben.
Nicht, das die Kickernoten die Bibel sind aber ein Anhaltspunkt sind sie schon, am Wochenende nach Kittel mit einer 2,5 Bester HSVer, am Wochenende davor eine glatte 2.
Ja, es gab auch 5en in der Hinrunde und die berechtigt, der Trend zeigt aber spätestens seit St. Pauli nach oben. Bekommt er die Noten weil er bis auf die Torbeteiligungen nur Müll spielt?
Gegen Heidenheim war er laut Statistik sogar der effizienteste Passspieler auf dem Platz:

https://www.bundesliga.com/de/2bundesliga/news/hamburger-sv-1-fc-heidenheim-22-spieltag-spielbericht-18866

Wie geschrieben man muß ihn nicht hochjubeln.

Kuchi
2 Monate zuvor

Ich konnte nirgends eine Info darüber finden, dass die Bremer auch 2 Tage Trainingsfrei haben. Weiß jemand mehr?

Fluegelzange
2 Monate zuvor

Ja

profikommentator
2 Monate zuvor

Soll uns „“ mitteilen, dass das ein objektiver Newsbeitrag ist?

Uwe Rudisch
2 Monate zuvor

Hallo und guten Abend ,zur Frage: Chakvetadze wūrde ich in die Startelf bringen, sowie Alidou Sonderurlaub geben damit er mit sich und Frankfurt
in klaren kommt, denn bisher wurde noch nichts unterschrieben, wenn der Junge das geklärt hat,ist er auch wieder ein Kandidat für die Startelf. mein Tip für das Spiel 4:2

RummsBumms
2 Monate zuvor

1:2 gegen Werder
4:5 n.Elfmeterschießen gg KSC
0:1 gegen Nürnberg

Zum Glück nur ein Alptraum. Bislang.

Immer wieder diese düsteren Gedanken.
Sandhausen hat mich wieder darin bestätigt, dass alles eintreten kann. Das totale Fiasko ebenso wie der Erfolg.
Jedoch tendiere ich zum Fiasko. Weshalb: weil unser Kader offensiv qualitativ zu dünn besetzt ist. Das wird uns das Genick brechen.
Ob Alidou oder Schewardnadse’s Enkel?
Mir egal…..Hauptsache die zerstören den Alptraum, treten dem Klotzhohl-Sturm Füllkrug u Ducksch die Beine weich und spendieren denen jeweils eine Zahnspange……oder Jacketkronen….ganz nach Toni Schumacher.

Last edited 2 Monate zuvor by RummsBumms
Optimist
2 Monate zuvor

Sehr schwere Frage

Ich würde Alidou bringen, da er trotz bevorstehendem. Wechsel doch ein HSV Herz hat und die Brisanz gegen die Grünen kennt und lebt

Heiner Schoon
2 Monate zuvor

Moin Scholle.

Meine Meinung ist schon seit längerem alidou erst mal draußen zu lassen.
Ich finde, dass, wenn bei den Gegnern die Kraft nachlässt, ihn in der zweiten Halbzeit mit seiner Power zu bringen. Ich denke, es wäre mal einen Versuch wert.
Ansonsten finde ich ihn trotzdem mega und bin echt traurig, dass er nicht bleibt.
Ob man charv. bringen soll?
Warum nicht.
Gruß und schöne restwoche Heiner

Jörg Meyer
2 Monate zuvor

Ich würde Chakvetadze auf jeden Fall von Beginn an bringen.
Warum sollte Alidou spielen, seine Leistungen waren seit dem feststehenden Wechsel zu Frankfurt schlecht. Chakvetadze spielt definitiv besser und wenn einer aufgrund seiner Leistung Zeit braucht dann Alidou. Zudem ist Chakvetadze nur geliehen und ihn nicht einzusetzen macht gar keinen Sinn.
Zu den trainingsfreien Tagen habe ich eine andere Sichtweise.
Nach guten Leistungen und wenn alles funktioniert dann finde ich es ok.
Aber am Wochenende hat eben das meiste nicht funktioniert und anstatt die Zeit zu nutzen macht man lieber frei.
Glaub in anderen Sportarten, grade in Einzelsportarten bei denen man direkt sehen kann ob es läuft würde sich der Sportler nicht frei nehmen sondern die Zeit zum Training nutzen.

Micky
2 Monate zuvor

Möglicherweise als Überraschungseffekt. Den kennen die auf Werder noch nicht so.
Aber ich denke, der hat noch nicht die Kraft für 90 Minuten Powerfussball. Daher nur eine Halbzeit. Der Schewardnadse. 😄

alwaysHSV
2 Monate zuvor

Die Entscheidung ist gefallen. Schon gegen Werder und auch gegen den KSC dürfen bis zu 25.000 Zuschauer ins Stadion.

Aradia
2 Monate zuvor

👩 Moin……

So im Nachhinein:
Wir haben Orkane überstanden, die Elbesäuberung des
Fischmarktes und den Sandhausensturm.
Unsere Jungs mussten bei unberechenbaren Böen spielen
und mit den Gedanken an die Heimreise, ihr mulmiges
Gefühl unterdrücken.

Diese aggressive Spielweise hat dazu bei getragen
das es eine Weile brauchte, sich zu wehren und
versuchen, dass Spiel in den Griff zu bekommen.
Hinzu kam sicher der Gedanke, bloss keine gelbe Karte
ist ja erste Halbzeit.
Ich könnte diese Gedanken folgen wenn es so wäre.

Was Walter den Spielern mit gab weiss ich nicht.
Aber bestimmt nicht das sie träumen sollen.
Von daher war das Gegentor Pech und das
2te Tor Glück für uns, weil nicht gegeben.
Wie ich schon mal erwähnte, die Hinteren in der
Tabelle kämpfen um ihre Existenz und haben
die zweite Luft.
So ist nun mal Fussball.🤷‍♀️

Aber nicht verloren!😊

Riesum
2 Monate zuvor

Auf Deine Frage: Ja. Alidou liefert aktuell nicht. Chakvetadtze wird mit zunehmender Spielpraxis noch wertvoll für den Schlussspurt sein. Und da er wahrscheinlich noch keine 90 Minuten Walter-Fußball schafft, kann dann Alidou in der 2 HZ. Jokerqualitäten beweisen.