Zum ersten Mal seit sieben Jahren erlebten die Fans im Volksparkstadion wieder Bundesliga-Fußball – und gleich kam es zum brisanten Stadtderby gegen den FC St. Pauli. Doch aus HSV-Sicht endete der Abend in einem herben Dämpfer: 0:2, verloren, entzaubert. Während die Kiezkicker ausgelassen feierten, schlichen die HSV-Profis mit hängenden Köpfen vom Platz. Dabei begann der HSV aggressiv und mit viel Willen, getragen von der elektrisierenden Atmosphäre der 57.000 Zuschauer. Doch nach wenigen Minuten war zu spüren, dass es an spielerischer Linie mangelte. Der Ball lief nur selten kontrolliert nach vorne, gefährliche Offensivaktionen blieben Mangelware. der HSV zeugte in diesem Spiel leider das auf, was alles fehlt. Und das ist (zu) viel.
St. Pauli brauchte seine erste klare Szene, um zuzuschlagen: Eine Eckballvariante brachte Adam Dzwigala in Position, der sich gegen Miro Muheim durchsetzte und zum 0:1 traf (19.). Das Tor war ein Wirkungstreffer – der HSV verlor an Stabilität und fand offensiv kaum Lösungen. Glück hatte der HSV, dass Andreas Hountondji nach einem Duell mit Jordan Torunarigha fälschlicherweise zurückgepfiffen wurde, sonst wäre er allein durch gewesen. Kurz vor der Pause vergab Pereira Lage sogar das mögliche 0:2. Der HSV dagegen? Ohne Abschluss, ohne Durchschlagskraft.
Nach dem Seitenwechsel flackerte kurz Hoffnung auf: Ein langer Ball von Gocholeishvili erreichte Königsdörffer, der den Ball ins Tor schob. Das Stadion explodierte – doch der VAR nahm den Treffer wegen hauchdünnem Abseits zurück (49.). Ein Nackenschlag, den die Hamburger nicht verkrafteten. Nur Minuten später legte St. Pauli nach: Fujita schickte Hountondji steil, HSV-Torwart Heuer Fernandes zögerte, Hountondji blieb eiskalt – 0:2 (60.).
Trainer Merlin Polzin versuchte zwar mit den Einwechslungen von Yussuf Poulsen und Jean-Luc Dompé neue Impulse zu setzen, doch wirkliche Gefahr entwickelte der HSV nicht. Stattdessen schwächte sich die Mannschaft zusätzlich: Gocholeishvili musste nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot runter (77.). In Unterzahl brach der HSV auseinander und hatte Glück, dass Pauli mehrere Konter ungenutzt ließ.
Sportliche Analyse:
Der HSV zeigte, dass er kämpferisch mithalten will, aber spielerisch (noch) nicht mithalten kann. Während St. Pauli mit klarer Struktur, reiferem Passspiel und besserer Balance auftrat, wirkte der HSV fahrig und zu eindimensional. Defensiv fehlte die Konzentration bei Standards und im Eins-gegen-eins, vorne fehlte es an Kreativität und Wucht. Auffällig: Königsdörffer war meist auf sich allein gestellt, Unterstützung im Angriff blieb aus. Auch nach der Einwechslung von Poulsen fehlte es an Tempo und Präsenz im Strafraum.
Hinzu kommt: HSV-Trainer Merlin Polzin hatte mit seiner Startelf-Aufstellung und seinen Wechseln kein glückliches Händchen. Dompé nicht von Beginn an spielen zu lassen, war schon schwer zu argumentieren. Ihn zur Halbzeit nicht zu bringen, war dann einfach fahrlässig – zumal er dann nach zehn Minuten in der zweiten Halbzeit doch noch aufs Feld kam. Warum man ihm diese zehn Minuten mehr nicht auch noch gegeben hat, um am Ende vielleicht doch noch Wirkung auf das Spiel zu haben, weiß keiner. Ich jedenfalls verstehe es absolut nicht.
Stefan Kuntz brachte es nach Abpfiff auf den Punkt: „Wir müssen noch viel lernen.“ Klar ist: Mit dieser Offensivschwäche wird es schwer, in der Bundesliga dauerhaft konkurrenzfähig zu sein. In zwei Spielen hat der HSV noch kein Tor erzielt – das ist bezeichnend.
Ausblick und Personalplanung:
Neun Zugänge hat der HSV in diesem Sommer bereits verpflichtet – doch fertig ist die Kaderplanung damit noch nicht. Bis zum Ende der Transferperiode am Montag (1. September, 18 Uhr) soll mindestens ein weiterer Spieler kommen. Sportvorstand Kuntz erklärte bei Sky offen, um welchen Spielertyp es sich handelt: „Einer, der das Spiel aus dem Mittelfeld ins vordere Drittel transportiert und selbst torgefährlich ist.“ TV-Experte und Ex-HSV-Stürmer Erik Meijer kommentierte trocken: „Das ist genau der, der heute gefehlt hat.“
Tatsächlich klafft im HSV-Kader eine Lücke hinter den Spitzen: Kreativ-Kopf Adam Karabec wurde nicht gehalten, Aufstiegsheld Ludovit Reis ist nach Brügge gewechselt. Die bisherigen Neuzugänge sind entweder defensiv orientiert oder klassische Angreifer. Immanuël Pherai wäre theoretisch ein Spielertyp für diese Rolle, fehlt aber nach einem Innenbandriss noch immer. Auch Trainer Polzin deutete an, dass er auf Verstärkung hofft: „Wir haben klare Vorstellungen, wie wir uns den Kader vorstellen. Die Tage werden wir zielführend nutzen.“ Kommt kein gestandener Nationalspieler, hätte ein Neuer zumindest in der Länderspielpause Zeit, sich einzufinden – und beim schweren Auswärtsspiel in München dabei zu sein.
Kommentar:
Der HSV hatte in den letzten Wochen und Monaten mehr als genug Zeit und Möglichkeiten, den Kader strukturiert und strategisch sinnvoll zusammenzustellen. Doch aktuell harmoniert noch kein Mannschaftsteil mit dem anderen. Es ist weder ein Team entstanden, das aus einer starken Defensive mit dem einen oder anderen Überraschungsmoment Punkte sammeln kann, noch eine spielerisch so starke Mannschaft, die ihr Heil in der Offensive sucht. Vielmehr ist es ein Stückwerk, das vor allem natürlich der hauptverantwortliche Stefan Kuntz samt seinem Kaderplaner Klaus Kroster zu verantworten hat.
Die Frage ist nur, wer letztlich die Verantwortung tragen wird, wenn sich in den nächsten Wochen der Erfolg nicht einstellt – und dieser ist zumindest im nächsten Spiel beim FC Bayern nicht zu erwarten, bevor es dann zu Hause gegen Heidenheim und auswärts zu Union Berlin geht. Was ich befürchte, könnt ihr im Blitzfazit mehr als deutlich hören.
DIE EINZELKRITIKEN:
Daniel Heuer Fernandes: Zögerte zu lange beim 0:2. Entweder er kommt raus, oder er lässt es. Den Ball dann nicht abzuwehren, war auch schwach. Da er auch beim ersten Gegentor nicht gut aussah, bleibt insgesamt trotz ein, zwei guten Paraden wenig bis nichts Gutes übrig. Note: 5,5
Giorgi Gocholeishvil: Seine erste Gelbe Karte war ein Witz. Ein bisschen Emotion muss erlaubt sein. Gerade in einem so hitzigen Spiel wie diesem Derby. Die zweite Gelbe war eher vertretbar – aber in Summe vom Platz zu fliegen, war nicht gerecht. Schwach von Schiri Dingert! Note: 5
Jordan Torunarigha: Nach knappen 5 Minuten setzte er zur Grätsche an, gewann den Ball und wurde von den Fans gefeiert, als hätte er gerade den Siegtreffer geschossen. Alles etwas übertrieben – aber schon ein sehr geiler Auftakt im ersten Spiel für den Sommerzugang vor eigenem Publikum. Jetzt weiß er, was ihn erwartet, wenn er immer ordentlich durchzieht. Und es motivierte ihn sichtlich. Er schmiss sich immer wieder in alles rein. Das Problem hierbei: Grätschen und Flugkopfbälle sind immer auch sehr riskant! Er muss damit den Ball klären – sonst ist der Gegner komplett frei durch, wie in der Nachspielzeit der ersten Hälfte! Da rempelt er Hountondji und fällt selbst zum wiederholten Mal auf die Schnauze! Unfassbar! Nein, er bleibt ein Gefahrenherd und man muss hoffen, dass der HSV mit Luka Vuskovic auf Sicht einen stärkeren IV gefunden hat, damit dieser Torunarigha schnellstmöglich ablöst. Torunariga ist einfach nicht gut, um es nett zu formulieren… Note: 6
Daniel Elfadli (bis 75.): Extrem motiviert, zweikampfstark und der Leader in der Defensive. Das war okay. Aber es führte auch dazu, dass die Abwehr in der zweiten Hälfte zu hoch und zu offen stand. Note: 4,5
Rayan Philippe (ab 75.): Er kam spät, war wieder viel zu wenig im Spiel, was auch an ihm und seinen Laufwegen liegt. Irgendwie läuft alles an ihm vorbei, Zweikämpfe werden nicht angenommen, Torabschlüsse und/oder Flanken zu solchen kommen nicht. So ist er (noch) kein Faktor für den HSV. Note: 5
Warmed Omari: Ich mag seine ruhige, souveräne Art! Er ist ein vernünftiger Einkauf, der mit etwas mehr Spielzeit sicher noch souveräner wird. Note: 3,5
Miro Muheim: Pennte beim 0:1 – zusammen mit Lelesiit, der als Mann vorn abgestellt war aber bei der kurz ausgeführten Ecke überhaupt nicht wusste, was er machen sollte. Dzwigala war es egal, er drückte aus acht Metern ein zum 0:1. Auffällig ist auch, dass die Abstimmung mit Lelesiit nicht gut ist. Deutlich schlechter zumindest als mit Dompé, der für mich sehr überraschend zu Beginn nur auf der Bank saß. Ich bin gespannt, ob Muheim sich noch auf Erstliganiveau steigert. Note: 5
Nicolas Capaldo (bis 75.): Nicht schlecht, nicht gut – aber zu oft zu langsam am Ball. Er muss schneller spielen, sich deutlich mehr einbringen, wenn er führen will. So ist das auch bei ihm viel zu wenig. Note: 4,5
Otto Stange (ab 75.): Fand überhaupt nicht ins Spiel. Note: 5
Nicolai Remberg: Robust – ja! Aber spielerisch ist das nichts. Nur Ball gewinnen ist okay, wenn der Ball dann an einen Kreativen übergeben wird. Aber den hat der HSV nicht. Remberg macht, was man sich von ihm erwarten durfte! Ihm selbst kann ich eigentlich gar nicht allzu viel vorwerfen. Außer, dass er so noch kein Erstliganiveau hat. Note: 5
Alexander Røssing Lelesiit (bis 56.): Er ist schnell, technisch stark und talentiert – aber eben auch dünn, sehr leicht und jung. Ihn im Derby starten zu lassen war mutig – aber er haut sich rein und wird selbst mutiger. Wenn er jetzt die Offensivzweikämpfe noch gewinnt und zum Abschluss (bringt, kann das interessant werden. Er bekommt bei mir noch Welpenschutz, daher Note: 4,5
Emir Sahiti (bis 56.): Zu hippelig am Ball. Er kann was, er hat das Eins-gegen-Eins drauf – aber er muss es auch zeigen. Und dazu gehört einfach mehr Konstanz und Konzentration. So ist das absolut brotlos. Schlimmer noch: Sein Ballverlust in der 41. War fahrlässig und hätte das sichere 0:2 bedeuten müssen (Lage schoss frei vor Heuer Fernandes am Tor vorbei). Schwach. Note: 5,5
Yussuf Poulsen (ab 56.): Der Teilzeitkapitän wollte viel, schaffte aber wenig bis nichts. Ihn in Kopfballduelle gegen Wahl zu schicken war sinnfrei. Ich bin gespannt, ob und wan der Däne für den HSV ein Faktor wird.Note: 5
Ransford Yeboah Königsdörffer (bis 82.): Er braucht Raum für seine Sprints – wie beim nicht gegebenen Ausgleich zum 1:1. Aber er versucht viel und war tatsächlich die einzige Portion Torgefahr heute beim HSV.Note: 4
William Mikelbrencis (ab 82.): Nur noch dabei.
Trainer Merlin Polzin: Dass er Dompé und Poulsen erst spät brachte, war falsch. Wenn es nach Leistung gehen soll, müssen sie beginnen. Dann nach der Halbzeit noch mal 10 Minuten zu warten, war komplett sinnfrei! Dass in der Zeit zwei super Freistoßsituationen zustande kamen, die für Dompé prädestiniert waren – umso bitterer. Dieses Spiel hat der Coach vercoacht und damit maßgeblich mit verloren! Note: 6
Management: Was Stefan Kuntz und Claus Costa da zusammengestellt haben – angefangen mit den 5 Millionen im Winter! -, das ist in Worten nicht zu erklären. Diese Mannschaft wurde schlechter-gekauft. Hätte hier die Mannschaft aus dem Ulm-Spiel auf dem Platz gestanden, wäre es spannender geworden. Die Zweitliga-Elf war besser! Unfassbar, wie man so den Kader zusammenstellen kann.
Das Perfideste an der ganzen Nummer: Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Diskussion energischer wird und der Schuldige gesucht wird. Dass dann ausgerechnet der Hauptverantwortliche und damit aus meiner Sicht auch der Hauptschuldigen Stefan Kuntz weniger auf sich denn auf das Trainerteam zeigen wird – es ist schwer davon auszugehen! Ebenso, dass der Aufsichtsrat hier nicht einschreitet und dieser HSV-Führung ein Ende setzt. Denn das ist der logische Folgefehler des Bisherigen. Denn die Kontrolleure sind die einzigen, die noch schlechter performen, weil sie es sportlich auch einfach noch nie konnten und immer noch nicht können.
Ich weiß, dass ich mich damit nicht beliebt mache, aber ich bleibe bei dem, was ich seit der Rückrunde der letzten Saison sage: Die sportliche HSV-Führung Kuntz/Costa gehört nicht an die Spitze eines Erst(und- auch nicht Zweit-)ligisten. Ich würde beide sofort ersetzen, damit die neue sportliche Leitung wenigstens die Chance bekommt, bis zum Winter einen Teil des ganzen Chaos‘ wieder auszubügeln. Wenn es bis dahin nicht schon zu spät ist… Note: 7
Schiedsrichter Christian Dingert: Er verpasste es, Rot zu zeigen, gab einen potenziellen Elfer für den HSV nicht und hatte die Gelben Karten etwas zu locker sitzen wie bei Gocholeishvil. Eine klare Linie hatte sein Spiel genauso wenig, wie das des HSV.
DAS SPIEL IM STENOGRAMM:
HSV: Heuer Fernandes – Omari, Elfadli (75.Philippe), Torunarigha – Gocholeishvili, Capaldo (75.Stange), Remberg, Muheim – Sahiti (56.Poulsen), Königsdörffer (82.Mikelbrencis), Rössing-Lelesiit (56. Dompe)
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Dzwigala (82.Ritzka) – Pyrka (59.Saliakas), Sands, Fujita, Oppie – Sinani – Hountondji (69. Kaars), Pereira Lage (82. Metcalfe)
Tore: 0:1 Dzwigala (19.), 0:2 Hountondij (60.)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)
Gelbe Karten: Poulsen (64.) / Dzwigala (7.), Sinani (37.), Pyrka (54.)
Gelb-Rote Karten: Gocholeishvili (77.)
Was sich beim HSV in den letzten Jahren nicht verändert hat, ist das (walterische) Schöngerede von Situationen, die völlig verklärt dargestellt werden und nicht der Realität entsprechen!
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„Um den HSV muss sich niemand Sorgen machen“ und „Man hat in Gladbach gesehen, dass diese Abwehr bundesligatauglich ist“ – nein, Herr Polzin, ist sie nicht!!!
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Wo soll man bei diesen ganzen HSV Baustellen und Fehlbesetzungen nur anfangen?
Ich versuche mal aus meiner Sicht die größten Mängel darzustellen.
Das vom Trainerteam ausgeknobelte Spielsystem kann nur dann ansatzweise funktionieren, wenn man gelegentlich die Abwehr mit schnellem Umschaltspielt und nachrückenden Mittelfeldspielern entlastet! Das dies nicht funktioniert, konnte man schon in den Vorbereitungsspielen deutliche erkennen und man wurde in diesen Partien schon häufig ausgekontert. Wichtige Zweikämpfe im Mittelfeld gehen verloren und daraus entstehen Gegentore – wie eben auch im Deby . Ein kreatives Mittelfeld hat der HSV nicht!
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Dann steht es plötzlich 0-1 und der HSV muss das Spiel machen – eine Spielsituation, die der HSV vermutlich gegen viele Gegner noch erleben wird! Nur, wie soll man ein Spiel ohne offensives Mittelfeld gestalten?
Das HSV Aufbauspiel ist so unkreativ und leicht durchauschbar, wie ein offenes Buch!
Die gesamte Spieleröffnung scheint nur auf Torunarigha ausgerichtet zu sein, der wohl gefühlt 80% seiner Spieleröffnungen über die linke Angriffseite startete! Der vertikale lange Ball auf die gegenüberliegende Seite, der in Gladbach teilw. noch gespielt werden konnte, konnte im Derby vom neuen Innenverteiger gar nicht gespielt werden, da die Seite vom Gegner gut abgedeckt war – die analysieren eben ihre Gegner!
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Eine Bewegung ohne Ball findet beim HSV so gut wie nicht statt!
Die beiden defensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler Capaldo und Remberg sind keine Spielgestalter und nur auf Ballgewinn ausgerichtet. Das der HSV so wichtige Positionen im offensiven Mittelfeld bisher nicht besetzt bekommt, ist an Amateurhaftigkeit nicht zu überbieten! Was haben sich die Verantwortlichen dabei nur gedacht, wie sie in der 1. Bundesliga den Ball in den gegnerischen Sechzehner bringen wollten – nur lange Bälle aus der Abwehr heraus?
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Allgemein kann man sagen, dass der Stadtnachbar im Derby alle riesengroßen Mängel des HSV in einem einzigen Spiel aufgedeckt hat. Was sich der HSV gegen eine mehr als schwache Borussia aus M’Gladbach am ersten Spieltag noch schönredete, wurde nun vom Kiezclub in seine Einzelteile zerlegt!
Die Kiezkicker waren dem HSV in der Kompaktheit, im Spielsystem mit Plan und Einsatzwillen, Geschwindigkeit, Laufleistung, Zweikampfverhalten und Handlungsschnelligkeit komplett überlegen!!!
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Man hätte soviel vom Stadtnachbarn lernen können. Wie die über Jahre ihre vereinsinterne Ausrichtung u. Marschroute ausgearbeitet haben und ihr gefolgt sind, und das Spielsystem von der 2.Liga in die 1.Liga integriert u. verbessert haben, ist schon beeindruckend! Der HSV krempelt seine Mannschaft um, macht sie qualitativ nicht besser, verändert sein Spielsystem, passt aber wichtige Bestandteil an offensiven Spielermaterial einfach nicht an und verpflichtet keine Offensivkräfte – einfach nur amateurhaft!
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Alle Einwechslungen des HSV verpufften im Derbygerangel. Einsatzwille und Agressivität wollte ein Poulsen in der 65. Spielminute mit einem dummen Foul noch ein Zeichen setzen. Dies blieb seine einzige erwähnenswerte Aktion. Einen internen Leader, der die Mannschaft auf dem Feld nochmal pusht und sie anfeuert, hat man mit Davie Selke lieber abgegeben! Über all die ganzen Zweitligajahre suchte der HSV genau diesen Spielertypen als Agressiv-Leader. Als man ihn hatte, erkannte man nicht wie wertvoll er ist und schickte ihn wieder weg und holte dafür einen Leipziger-Ausmusterungsfall!
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Die Sportverantwortlichen des HSV haben über Jahre versagt und ohne Plan in der 2. Liga mit Spielerverpflichtungen wie Perrin, Mebude, Hefti, Nemeth usw. bewiesen, dass sie für diese große Aufgaben einfach nicht tauglich sind!
Das der HSV dieses nicht erkennt und/oder nicht erkennen will, und man sich im Kollektiv jedes Wochenende dazu noch selber in die eigenen Taschen volllügt, die prekäre Situation einfach herunterspielt, ist der eigentliche Sargnagel des Vereins! Der, wenn nicht schnellstmöglich Veränderungen vorgenommen werden, direkt wieder in die 2. Liga führen wird!
Nachdem bei den üblich Unverbesserlichen hier der Himmel nach Gladbach voller Geigen hing, ist man jetzt schmerzhaft aufgewacht.
Alles, wirklich alles, was ich, aber auch andere, über die Tauglichkeit dieses Kaders gesagt haben, war gestern zu sehen.
Der HSV wirkte wie ein bislang unentdeckter Stamm aus dem Amazonasgebiet, dem man aus einem Helikopter einen Ball zugeworfen hat und nun beobachtet, was sie mit diesem bislang unbekannten Objekt machen. Schmunzelnd musste ich an den frühen Trainingsstart denken und an die Implikation daraus, dass „der HSV das fleißigste Team der Liga sei“.
Beeindruckend wie St. Pauli hingegen auftrat. Eine Truppe, die weiß, um was es geht, die weiß, was sie kann und gut eingestellt war. Nach kürzester Zeit wurde den Bübchen in blau-weiß-schwarz der Schneid abgekauft.
Scholle, ich danke dir für deine klaren Worte. Die Kaderzusammenstellung ist wirklich eine Zumutung. Polzin die ärmste Sau. Auch wenn er in der Bundesliga an der Seitenlinie nichts verloren hat. Dass dir bei deiner Generalkritik der Name Boldt wieder nicht über die Lippen kommt, ist arg verwunderlich. Er ist einer der Totengräber des HSV.
Die Kaderplanung wirkt auf mich so, als habe der HSV eine Woche vor Bundesligastart seinen Startplatz per Losentscheid gewonnen oder aufgrund des Rückzuges eines Konkurrenten erhalten. Man hat dieses Team mit viel Geld schlechter gemacht.
Das Gute an dem Auftritt gestern: selbst der größte Hüpfer kann nicht mehr leugnen, was offensichtlich ist. Alle hier, sofern des Denkens mächtig, sind auf einem Stand.
Kommt mir alles sehr bekannt vor. Alle Hoffnungen liegen auf dem einen Spieler, den es (noch) nicht gibt. Dieser eventuell noch zu tätigende Transfer wäre dann der Lucky Punch, der das Spiel des HSV so sehr verbessert, dass dadurch auf einmal die Bundesligareife sichtbar wird.
Aus meiner Sicht ist das totaler Quatsch. Eine professionell erstellte, analytisch hergeleitete Zusammenstellung eines BuLi Kaders sieht aus meiner Sicht ganz anders aus.
Aber ich bin auch nur Fan und habe überhaupt keine Ahnung. Wird schon alles seine Richtigkeit haben! 👍
Schönes Wochenende!
Jetzt mal ohne „draufhauen“zu wollen. Wenn ich mit sieben defensiven Spielern andauernd ausgekontert werde hat niemand begriffen was er machen soll. Das spricht nicht für die Trainer. Wenn nach dem zweiten Spieltag ein Spielmacher kommen soll für den in diesem System ein Remberg oder Capaldo raus müssten spricht das nicht für den Trainer und den Kaderplaner. Wenn dann noch ein IV kommt weil man einen Elfadli ins DM ziehen möchte und so die Transfers von Remberg und Capaldo zumindestens mal hinterfragen sollte (wie übrigens auch zwei Soforthilfetransfers aus der letzten Saison) spricht das nicht für den Trainer, Kaderplaner und Sport-Chef. Wenn ein Aufsteiger in zwei Spielen gegen eher kleinere Teams gerundet drei mal aufs Tor schießt spricht das nicht für den Klassenverbleib. Machen wir uns nix vor. Das wird ein schöner kurzer Urlaub von Nürnberg und co. Mehr mit Sicherheit nicht. Schade drum aber was soll’s.
Perle Molzin kann es nicht.
Cunts kann es nicht.
Aber am allermeisten kann es der krosse Kroster nicht.
Ich denke nicht, dass sich unser VV das lange angucken wird! Oh wait! 😱
Das ist der beste Blog, den ich je hier gelesen habe.
Genau auf den Punkt gebracht, alle Schwachstellen aufgezeigt und endlich wurden auch einmal die Namen derer genannt, die seit Jahren beim HSV ihr Unwesen treiben.
Btw. Wenn ich nach dieser peinlichen Vorstellung dann noch, im Interview bei Sky, dieses grinsende Etwas von einem HSV CEO sehe, wird mir nicht nur übel, sondern es zeigt, welcher Mainstream in den Köpfen der sportlich Verantwortlichen beim HSV herrscht.
Polzins großer Fehler: Er hat das 3-4-3 System missverstanden.
Nach dem Aufstieg hat Merlin sich hingesetzt und überlegt, wie er den Abstieg verhindert. Und überall stand geschrieben: Das wichtigste ist die Abwehr.
Im Trainerlehrgang hatte er gesehen, dass man eine 5-er Kette in der Abwehr zur Verfügung haben kann!
Leider hatte er aber dann nicht weiter zugehört, weil er unter dem Tisch die Memoiren von tausend Leichtathleten, Boxern sowie das Tagebuch von Tim Walter verschlungen hat.
Um Himmels Willen!! Das 3-4-3 ist eine offensive(!) Aufstellung, in der der Ball von 4 Kreativen(!) im Mittelfeld zirkuliert wird. Es geht um Ballbesitz! Nicht um „hinten sicher stehen und dann schnell Umschalten“.
Da Merlin aber hinten unbedingt „sicher stehen“ wollte, wird er Kuntz erklärt haben, wie toll ein 3-4-3 dafür geeignet ist. Wenn man da noch eine kampfstarke Doppelsechs reinsetzt, hat man tatsächlich 7 Mann in der Defensive! Und Kuntz fand das sicher sehr innovativ, wie der junge Polzin da hinter seinem Bücherstapel am Notebook saß und ihm ein schickes, modernes 3-4-3 an die Wand skizziert hat.
Heute stellt sich dann die Masterfrage: Wie willst Du mit Gocho, Capaldo, Remberg und Muheim ein Spiel über die Seiten oder durch die Halbräume aufbauen? Und dazu dann Rössing, Königsdörffer und Sahiti mit einbinden, um Dreiecke zu schaffen und damit Überzahl zu generieren? Die kriegen nicht ein einziges Dreieck hin, weil bereits der erste Pass Richtung Strafraum stets beim Gegner landet.
Ein Trainer, der sein eigenes System nicht verstanden hat und eine Schein-Offensive, die keinen Pass zum eigenen Mann bringt.
So sieht’s mal aus.
Wir haben nach den Statistiken die Zweikämpfe für uns geholt, sogar relativ beeindruckend deutlich mit 109-95. Omari schnellster Spieler, Laufwerte insgesamt okay, mit 82% ordentliche Passquote.
Aber was war das denn offensiv? Da kam ja gar nichts und das ist noch schöngeredet! Möglicherweise habe ich Erinnerungslücken, aber bis auf Königsdörfers „Kopfball“ in kompletter Fehlhaltung, ist mir nichts in Erinnerung. Bestätigt werde ich durch die Statistiken: 0,4 xgoals zu 1,56 xgoals und das im Volksparkstadion! Ganze 2 Schüsse auf das Tor und 3 neben das Tor, im Heimspiel! St. Pauli schafft es wenigstens 7x auf das Tor zu schießen und 12x daneben. Die haben es wenigstens versucht und verdientermaßen auch geschafft 2 Hütten zu machen.
Ich bin absolut erschüttert, weil ich der Mannschaft keinen fehlenden Kampf nachsagen kann. Sie verfügt einfach nicht über das nötige Handwerkzeug, um sich in Abschlussposition zu bringen, hat taktisch übelste Defizite. Meine laienhafte Analyse sieht sofort, dass wir immer mit 7 defensiven Feldspielern loslegen und 3 Offensive oft vorne vollkommen alleine sind. Das ist tödlich für die eigene spielerische Identität und höchstens in Pokalspielen für Mannschaften legitim, die komplett spielerisch unterlegen sind. In der Bundesliga ist es eine Offenbarung.
Verdientes 0:2, hätte sogar höher ausfallen können.
Pauli im Gegensatz zu Gladbach, bei denen auch Kleindienst fehlte, eingespielt und mit starken Neuzugängen, die Klaus „Kroster“ nie finden würde.
Leider ist aber auch dieser Rechtschreib-Fauxpas sinnbildlich für deinen Artikel, der noch mit nüchterner Analyse begann, Scholle, in der Einzelkritik aber mündete, als hättest du dir während der Partie einen genehmigt.
Klaus Costa, so soll er dem Vernehmen nach geschrieben werden, hat in der Tat seit Jahren mit zahlreichen Fehlgriffen dazu beigetragen, dass der HSV trotz Aufstieg kein homogenes Team besitzt, auf dem man hätte aufbauen können.
Und es war vielleicht abzusehen, dass er mit seiner Beteiligung an der daraus folgenden Neuausrichtung überfordert sein dürfte.
Richtig abfällt Torunarigha(wenn er sich nicht steigert, darf er meiner Ansicht nach nicht in der Stammformation stehen) bei den anderen Zugängen wird man sehen, inwieweit sie Bundesliga-Niveau haben.
Ich denke, der entscheidende Fehler liegt aktuell, weil ja eine Bewertung der Fähigkeiten der Jungs nach 3 Pflichtspielen nicht so viel aussagt, dass eben entscheidende Positionen NICHT besetzt wurden:
Wurde in der 2. Liga Vuskovic nicht ersetzt, ist nun in Liga 1 Reis, den man meiner Ansicht nach hätte nicht ziehen lassen dürfen, ebenso wie Karabec.
Jetzt hat man Vuskovic durch seinen angeblich noch stärkeren Bruder ersetzt – nur mit ihm hätten wir das Spiel gestern auch nicht gewonnen. Er würde als Rechtsfuß eher Omari ersetzen, der allerdings im Deckungsverbund meiner Ansicht nach noch den stabilsten Eindruck macht. Und das „Problem“ Torunarigha wäre immer noch nicht gelöst.
Aber wie erwähnt: Es fehlt jegliche Kreativität im Mittelfeld, Capaldo und Remberg kommen über den Status als wenn auch fleißige „Arbeitsbienen“ nicht hinaus.
Stefan Kuntz hält wohl einiges von Costa, kannte ihn aus einer gemeinsamen Zeit, ich meine aus Bochum (da war Costa allerdings noch Spieler) und hielt bei seinem Antritt an ihm fest, was vielleicht noch zu verstehen war, da er selbst kurzfristig in den Verein kam und wohl nicht als Rausschmeißer angestellt wurde.
Nur ihn, Scholle, der du 5 (in Worten: fünf!!!!!) Jahre Boldt nicht kritisiert hast, ihm am Ende noch „Blumen“ hinterher geworfen hast, als nicht fähig einen Zweitliga-Club zu führen und mit einer „7“ zu benoten, zeigt mir nur, dass du jeglichen journalistischen Anspruch an deine Arbeit hier im Blog eingestellt hast.
Ja – er hätte die Konsequenz ziehen müssen aus der Analyse des Zweitliga-Jahres, die aber ein Klaus Costa wahrscheinlich mit durchführte, vor allem aber aus der „Produktion“ von, bitte um Entschuldigung, teuren „Kaderleichen“ wie Ötztunali und Jatta, dem Nichtersatz von Vuskovic.
Ich denke aber Kuntz Einwirken mit all seiner Erfahrung aus dem Profigeschäft (in der Türkei und Kaiserslautern war das Arbeiten sicherlich nicht angenehmer als in Hamburg) sowohl als Trainer, Funktionär und vor allem als Spieler, konnte das langersehnte Ziel 1. Bundesliga endlich, endlich in seinem 1. Jahr beim HSV erreicht werden. Dass der Kader zwar aufstiegs-, aber nicht erstligareif war, ist auch eine Folge der Boldt-Hinterlassenschaften, von daher finde ich es unangemessen, nach einer wenn auch klaren und verdienten und vor allem schmerzlichen Derby-Niederlage Stefan Kuntz so mit „Dreck zu beschmeißen“ und seinen Vorgänger gänzlich unerwähnt zu lassen.
Wie der „Blogfan“ erwähnt hat, es muss endlich ein VV her, der hätte schon seine Meinung darüber einfließen lassen können, ob der Umbruch des HSV und dann auch noch mit seinem überforderten Kaderplaner Klaus Costa, in dieser Radikalität (auch in der Änderung der Spielweise) so von Nöten hätte sein müssen.
Und ehrlich – glaubst du, Scholle und ihr, dass der Aufsichtsrat, dem nicht nur hier fehlende sportliche Kompetenz vorgehalten wird, in der Lage ist, jetzt etwas zu ändern?
Diese Einzelkritik mag vielleicht eine alarmierende Zustandsbeschreibung sein, aber sich an Stefan Kuntz in dieser Form abzuarbeiten und jetzt einen von dir selbst oft kritisierten AR in die Pflicht zu nehmen, ist purer Populismus.
Natürlich bleibt der HSV die Nummer 1 in Hamburg, die Nr. 1 der Blender und Schönredner.
Kommt, lasst uns doch noch einen weiteren schönen HSV-Film im Leni Riefenstahl-Stil machen, wie der HSV gegen Pauli verliert, aber die Nordkurve ihre Stars feiert!
Triumph ohne Punkte oder Das Blaue Licht 2
Wer gestern nicht gesehen hat, dass eines unserer größten Probleme die Defensive, allen voran der Torwart, ist, den kann man nur auf die kommenden Spiele verweisen und auf viele schmerzhafte Gegentore.
Wer hat eigentlich Goldlöckchen gescoutet?
Und Pauli war noch schwach im Abschluss!
Spielidee?
Nach vorne mit Ball einfach hilflos und ohne wirkliche Idee, das hat an viele Zweitligaspiele unter diesem Trainer erinnert!
Der HSV ist so nicht Bundesliga-tauglich und das wusste ich vorher, aber das Gladbach-Spiel hat mich hoffen lassen.
Umsonst!
Alles, was wir sahen war logisch, und nichts davon eine Überraschung. Deswegen bin ich auch (leider) völlig emotionslos.
Problem: Das ist weder eine Erklärung noch eine Entschuldigung, weil es notwendig und machbar gewesen wäre, zum aktuellen Zeitpunkt komplett anders dazustehen. Die einzelnen Punkte:
Transfers:
Kein Mensch der Welt kann mir erzählen, dass man Gocholeischwili und Omari nicht schon zwei Monate früher gekriegt hätte. Omari ist stand jetzt der beste Einkauf, ein solider IV, und wenn Gocholeischwili nicht gerade alleingelassen wird, ist er ein halbwegs brauchbarer RV. Schön. Wären die aber vor zwei Monaten dagewesen, hätte die Kette sich einspielen können. Das ist einfach inakzeptabel schlecht, und das ist Kuntz‘ Problem, weil er den Hut aufhat.
Transfers & System:
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das System so von Anfang an geplant war. Dementsprechend wurde und werden die Spieler nach Bedarf gekauft, und nicht das System an den (nicht vorhandenen) Spielern ausgerichtet. In dem 5-2-3/3-4-3 wie wir es spielen gibt es keinen OM. Deswegen muss man auch keinen haben bzw. kaufen, bzw. nicht als erste Prio. Richtig. Problem: Es geht nicht um Positionen, sondern um Spielerfähigkeiten. Natürlich kann ich dieses System so spielen, ohne OM. Dann ist aber einer meiner beiden DM Toni Kroos. Ist das bei uns der Fall? Nein! Und das war auch klar! Unsere Spielimpulse in der letzten Saison gingen zentral über Richter/Karabec, und links über Muheim/Dompé. Jetzt folgt daraus, dass man erstens die rechte Seite stärken kann (ist nicht passiert, Gocholeischwili ist irgendwie ok, aber kein Muheim, und dass Sahiti schwächer als Dompé ist wusste jetzt wirklich jeder, das war ja das Problem letzte Saison), oder passende Spieler im DM/ZM einkauft. Auch das ist nicht passiert. Dann fällt noch Dompé aus, und die Offensive hängt natürlich in der Luft. Alles in allem: Eine katastrophale Abstimmung zwischen Polzin und Kuntz. Wir haben nicht die Spieler für sein System, und auch nicht mehr für das alte System. Zum zweiten Saisonspiel, in einer Saison, wo jeder Punkt zählt, ist die Mannschaft halb fertig. Das ist unfassbar.
System:
Grundsätzlich ist an Dreierkette nichts auszusetzen. Auch Pauli hatte die, z.B.. Die spielen aber 5-3-2/3-5-2 mit zentralem Aufbau(OM)Spieler, dafür ohne offensive Flügel, was tendenziell auch mehr Sinn ergibt, weil dafür ja die Winger da sind. Das können wir aber nicht, weil dann Dompé über ist. Man sollte nicht Systeme an einzelnen Spielern ausrichten, außer man ist der HSV und es ist Dompé. Wie ich schon ein paar mal sagte: Angesichts der Kaderstruktur (am besten besetzte Position ist MS) wäre irgendeine 4-4-2-Variation am naheliegendsten gewesen. Dompé im LM, vorne Poulsen oder Glatzel und Königsdörffer, ggfs. leicht hängend. Dann zwei DM, weil ja nur 2 IV dahinter sind. Polzin wollte etwas anderes, hat aber die Spieler nicht dafür. Das ist nicht nur Kuntz‘ Problem, sondern auch seines, denn das muss er sehen, statt es auf Krampf durchzuziehen. Absolut Ungenügend.
Vorbereitung:
Sehr früh begonnen, gut. Und was haben sie daraus gemacht? Die (nicht-)Eingespieltheit ist traurig. Wenn Paderborn o.ä. mal wieder vor der Saison die halbe Mannschaft durchtauscht, kriegen die es auch hin, am Anfang eingespielt zu sein. Das ist kein Hexenwerk. Gleiches gilt für banalste taktische Sachen. Mit Ausnahme des Gladbach-Spiels waren sämtliche Auftritte ein planloser Hühnerhaufen. Polzin kriegt hier eine glatte 6.
Aufstellung:
Warum war Dompé draußen? Aktuell haben wir zwei Spieler mit Spielmacherfähigkeiten im Kader, Dompé und Muheim. Warum ich davon einen draußen lasse wenn ich nicht muss, wird sein Geheimnis bleiben. Torunarigha war ein Sicherheitsrisiko, und spielt vermutlich, weil er der einzige kopfballstarke IV ist. Ich hätte zur HZ Vuskovic gebracht, wofür saß der denn sonst auf der Bank? Weniger Eingespieltheit geht sowieso nicht.
Spieler:
Training und Qualität hin oder her, kompakte Abstände und Bewegung dürfen trotzdem gerne mal sein. Da passte gestern nichts, bezeichnend auch die eine Szene zum Ende hin wo Dompé alleine gegen die halbe Pauli-Mannschaft spielt, weil sonst keiner Bock hat und nur zuguckt. Von der geringen Qualität die wir haben — ich behaupte, die schwächste Mannschaft der Liga, vor allem offensiv — wurde gestern noch nicht mal alles auf den Platz gebracht. Unser übliches Problem ist wieder da. Wenn sonst alles gut wäre, ist das (angesichts der geringen Margen für Fehler) immer noch genug, um uns gleich wieder absteigen zu lassen. Entweder wir kriegen massiv Qualität dazu, oder die Spieler kommen an ihre Leistungsgrenzen. Sonst geht es definitiv wieder runter.
Fazit:
Aktuell gibt es keinen(!!!) Bereich bei uns, der keine Baustelle wäre. Es bleibt nur die Hoffnung, dass in den nächsten drei Wochen (inkl. Testspiel in München) ein Wunder passiert, damit wir gegen Heidenheim in unsere erste Buli-Saison starten können.
Diese schnelle Kritik an Kuntz passt überhaupt nicht zu dem Fakt, dass Boldt bis heute mit weißer Weste im Blog ist. Vielleicht hätte Kuntz ja mehr Budget zur Verfügung, wenn man nicht gewisse Spieler mit Rentenverträgen abfinden müsste
Der heutige Blog trifft es ganz gut. Die Klarheit zu diesem Zeitpunkt ist aber auch notwendig.
Es war auch klar, dass die hier schon oft thematisierte schlechte Clubführung nach den Jubeltagen auf dem Rasen – früher oder später – wieder ihr Abbild finden würde bzw. musste.
Dass mit dem Malen des (Ab)bildes mit kräftiger Farbe schon direkt nach dem Ulm-Spiel begonnen würde, hatten wir alle nicht gehofft. Nur befürchtet.
Merlin ist kein Vorwurf zu machen. Er hat den Aufstieg gerade so geschafft, war vorher nur Co-Trainer in der Unterklassigkeit. Auf hohem Niveau hat er selbst nie gespielt. Favé und Krohn auch nicht. Wo sollen also die Erstliga-Qualität und die Erfahrung herkommen?
Allerdings bräuchten die drei Jungtrainer dringend ein Korrektiv, dass ihnen sagt, dass bloße Motivationsschreie ohne „Bundesligasubstanz“ im Volkspark verhallen. Und dass Fußball kein Verschiebebahnhof ist, dessen Grundriss am Laptop erstellt werden kann.
Wir wissen alle heute schon, dass es so nichts werden kann. Es ist alles so unfassbar deutlich und offensichtlich daneben gegangen. Sehenden Auges geht es wieder in die mittelerweile angestammte Unterklassigkeit. Das Zweitliga-Dino-Image wird der HSV so schnell nicht mehr los.
Und auch die Ultras haben in den letzten Wochen wieder oft bewiesen, dass sie kein Gespür für sportliche Belange haben (ist ihnen schlicht shice-egal) und außer ablenkenden Nebenschauplätzen (rosa Ärmelbündchen an schwarzem Trikotkraut) nichts sportlich Fördendes kreieren können.
Im Grunde hat sich im Vergleich zu 2014, 2015, 2016 oder 2018 (keine erschöpfende Aufzählung) nichts geändert.
Die einzige Hoffnung, die der gemeine Fan vielleicht noch haben kann, ist die, dass sich quasi aus dem Nichts noch irgendwas entwickelt. Also ohne eine mögliche Entwicklung substanziell begründen zu können.
Falls es unerwarteterweise noch so kommen sollte, könnte der HSV aber schon längst abgeschlagen sein…
Ich vermisse jetzt schon Selke, Reis, Karabec und merkwürdiger Weise auch Schonlau.
Mal drüber nachgedacht, dass Dompé und Poulsen noch nicht wieder bei 100% sind?
Merle kriegt ne 6, aber die Urkeimzelle aller Minderleister Claus Costa bleibt mal wieder unbehelligt 🤡
Der Kader ist utter crap.
Remberg erobert Bälle, verliert sie aber 10m weiter wieder. Was soll so ein Körperklaus in Liga 1? War auch in Kiel zu sehen, dass er vieles kann – außer Fußball.
Sahiti ist nicht erstligatauglich.
Ein headless chicken ohne Physis und bar jeglicher Spielintelligenz.
Capaldo ist ein Fighter, aber gedanklich oft zu langsam und viel zu weit weg vom Gegenspieler. Eine Art Temu-Rincon.
Torunarigha agiert wie Samson aus der Sesamstrasse.
Ich sage es nochmal: der Kader wurde im Vergleich zur letzten Saison verschlechtert.
Da kann Merle – ob man ihn nun mag oder nicht – wenig dafür.
Die Frage, ob er als Trainer gut oder schlecht ist, lässt sich mit diesem Trümmerkader überhaupt nicht beantworten.
Es muss noch ein offensiver MF her, eigentlich auch noch ein RA.
Denn Philippe ist die Krönung der Kaderplanung.
Es wird direkt wieder runtergehen.
Dank dem ewigen Costa.
Der zur Halbzeit am Mikro bester Dinge war. Der 🤡
Nie war ich so einverstanden mit Scholle wie heute!
Da braucht man kein Prophet zu sein. Das reicht einfach nicht. Der HSV wird nach einem Jahr wieder absteigen. Es gibt nichts, was Hoffnung macht. Ergo: Ich freue mich auf die nächste Saison 2026/27 in der Zweiten Liga. Endlich wieder ehrlicher HSV-Fußball. Sehen wir das eine Jahr Erste Liga als Betriebsunfall. Diese wöchentlichen Demütigungen, die jetzt mit Sicherheit folgen werden, muss man sich als HSV-Fan nicht geben. Ja, nach sieben Jahren Zweite Liga habe ich mich ehrlich auch auf die Bundesliga gefreut. Aber es bringt ja nichts. Wenn Leute ohne Fußballkompetenz eine bundesligauntaugliche Mannschaft zusammen stellen, kannst du als Fan eben nichts machen. Nur hoffen dass diese Protagonisten bald Geschichte sind. Mein einziger Wunsch daher: sofort Costa, Polzin und Kuntz entlassen und endlich Leute mit Sachverstand holen, die jetzt schon die nächste Saison mit einer rundum erneuerten Mannschaft aufbauen.
PRO Felix Magath als VV.
PS. In jedem soliden Verein (ich weiß der HSV ist sowas nicht) würde der Aufsichtsrat jetzt handeln und Stefan Kuntz um ein Gespräch bitten.
Endlich mal ein sehr realistischer, deutlicher Blog….!!!!
Bitte weiter so mit den klaren Worten 👍
HSV und Heidenheim gehen beide runter. 100%. Alle anderen Mannschaften sind fußballerisch eine Klasse besser.
Für den HSV bitter: Werder und St Pauli sind Top-Truppen mit guten Trainern. Bravouröse Leistungen gegen Leverkusen und Dortmund!
Und HSV? Das ist kein Fußball. Das ist SCHEIßE.
# Costa, Polzin und Kuntz RAUS
Nimmt man das Derby zur Grundlage wird leider nicht ersichtlich woher die 24 weiteren Punkte kommen sollten, um mit Holstein Kiels Leistung aus der vergangenen Saison gleichzuziehen.
Dass 25 Punkte nicht zum Klassenerhalt langen ist selbstverständlich klar, aber darum kann es im Augenblick nicht gehen.
Kiel benötigte vier Spieltage bis zum ersten Punktgewinn in der Begegnung gegen den VfL Bochum. Der erste Sieg gelang am neunten Spieltag mit einem 1:0 Heimsieg gegen Heidenheim.
Der HSV wird wohl einen ähnlichen Saisonstart hinlegen ohne das sich das Umfeld und die Clubmitglieder jedoch darüber bewusst sein dürften, dass der HSV Jahre benötigen wird um wieder konkurrenzfähig zu sein. Der Weg dorthin wird jedoch kaum nur in der ersten Liga bestritten werden.
Das nächste Ziel muss die Entwicklung einer Fahrstuhlmentalität werden, so wie es sie in Köln bereits gibt, bevor der Anspruch dauerhaft in der ersten Liga spielen zu können verwirklicht werden kann.
Das Team besitzt die Reife für die erste Liga nicht und das Team hinter dem Team ebenfalls nicht. Der Aufsichtsrat ist aufgrund seiner im wesentlichen vereinspolitischen Prägung nicht geeignet einen Club der ersten Bundesliga führen zu können.
Immer noch gibt es zu wenig sportliche Expertise auf Erstliganiveau in den zentralen Schaltstellen der Raute.
Erst wenn dieser Umstand behoben wird kann ein mehrere Jahre andauernder Prozess initiiert werden, der letztendlich zu ähnlichen Ergebnissen führen könnte, wie sie in Frankfurt und Stuttgart realisiert wurden.
Auch wenn der HSV nur selten als Sieger vom Platz gehen wird in dieser Saison, sollte der Spaß daran sich mit den besten messen zu dürfen überwiegen.
Was ich mich frage: Ist wirklich nicht mehr Geld da um zwei, drei Transfers zu machen, die den Kader zumindest auf dem Papier nach vorne bringen sollten?
Ich bin gar nicht mit allen Transfers unzufrieden. Bei Capaldo und Omari stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch Remberg erfüllt eine Rolle und Torunarigha wird sich wahrscheinlich noch steigern und war ablösefrei (Handgeld gab es sicher, aber das Gesamtpaket war nicht außerordentlich teuer). Gochosleishvilli ist noch schwer zu bewerten, aber sicher besser als Hefti und Mickelbrencis. Poulsen hat gezeigt, dass er als Wandspieler einen Mehrwert bringen kann. Hat auch gegen Pauli den ein oder anderen Ball festgemacht, den Königsdörfer verloren hätte.
Was fehlt: Mit Sicherheit ein ballsicherer Spielgestalter und ein schneller Dribbler auf RA wäre auch gut. Philippe ist das nicht und Sahiti ist für mich kaum zu ertragen. Null Spielintelligenz.
Kann man finanziell wirklich nicht mehr machen? Dann hätte Huwer wohl in den letzten Wochen nur Märchen erzählt.
Kaars hat übrigens kein einziges Mal mit der Mannschaft trainiert und trotzdem ne halbe Stunde gespielt. Der Trainer begründet es damit dass der Spieler fit ist und das Gefühl bekommen soll, dass er wichtig ist.
Bei uns dauert es gefühlt 3 Monate, bis Spieler die hochkomplexen Abläufe in den intensivtaktisch ausgeführten Trainingseinheiten aufgesaugt haben, eher sie eine Alternative für die Startelf sind.
Man muss sich nur die Interviews der Führungsetage in der HZ-Pause und nach dem Spiel anschauen, dann weiß man, wohin die Reise geht. Kuntz, Costa, Polzin, alle Blender vor dem Herrn, Profis im Dummschwätzen und hohl in die Kamera grinsen. Auf dem normalen Arbeitsmarkt nicht vermittelbar, hausen sie beim HSV mal so richtig ab! Die Kaderplanung als irre zu bezeichnen, reicht nicht, man müsste eigentlich ein neues Wort für diesen Wahnsinn erfinden! Die Führung hat es tatsächlich geschafft, eine schlechtere Mannschaft als letzte Saison zusammenzustellen. Die besten Spieler hat man abgegeben, um dann als Ersatz Halbinvaliden und Freizeitkicker einzukaufen. Bravo! Diese Mannschaft kann gar nichts, nicht einmal kämpfen. St. Pauli war in allen Belangen besser, trat aggressiv auf und wirkte gut eingespielt. In zwei Wochen noch eine richtige Klatsche gegen Bayern, und wir haben unseren Platz in der Tabelle bis zum Ende der Saison gefunden. Einfach nur traurig!
Wenn man die heutigen Spiele sieht,
dann weiß und sieht man, was der HSV
für einen Scheißfussball spielt.
Unglaublich was und wie da auf dem Rasen rumgestümpert wird.
Werder eben das 3:3 mit 10 Mann gg LEV !!!!
Das wird eine harte und schmerzhafte Saison für die Fans
Das Derby hat ziemlich alles von dem bestätigt, was ich schon seit Wochen sage und auch nach dem Spiel gegen schwache Gladbacher sagte: Diese Mannschaft ist fusballerisch bodenlos schlecht zusammengestellt und es ist mir absolut, absolut unbegreiflich welchen Transferplan Kunz und Costa verfolgen.
Soumahoro wurde im Winter als Soforthilfe angepriesen. Er spielt aber jetzt schon nicht und wenn Vuskovic spielt, dann erst recht nicht. Torounariga hat erkennbar kein Erstliganiveau. Remberg ist Leichtatleth, Capaldo mit Abstrichen ganz ok. Philippe spielt auf der falschen Position und ist kein Spielertyp gegen tiefstehende Gegner. Poulsen war mal der beste Anläufer der Liga, hat aber seine Dynamik nicht mehr. Auch Sahiti ist kein Bundesliaspieler und selbst Muheim bekommt gegen Pyrka und später Saliakas – ordentliche Spieler – die Grenzen aufgezeigt.
Über Heuer-Fernandes wurde ja bereits viel gesprochen, er hielt zwar einige Male ansehnlich, hatte aber das 2:0 definitiv mit auf seiner Rechnung.
Fazit: Es wurden fast zehn neue Spieler verpflichtet und eigentlich müsste man sechs oder sieben davon wieder ersetzen. (Was man in der Abwehr ja tatsächlich auch schon macht…)
Fazit 2: Davon abgesehen finde ich – wie mehrfach gesagt – die Idee, den HSV als gute Mannschaft „gegen den Ball“ umzubauen mutlos, trostlos und maximal ärgerlich. Wer in drei Spielen gegen einen Oberligisten, schwache Gladbacher und gegen St. Pauli insgesamt einen xG wert von nicht viel mehr als 1 zustande bringt, hat Probleme. Man kann über diesen Wert sagen was man will, dass der HSV eigentlich keine Chancen erspielt, wird damit belegt.
Polzin spielt das falsche System mit nicht-konkurrenzfähigen Spielern. Der HSV hat sich nach dem Aufstieg nicht verstärkt, sondern geschwächt – was für alle zu erwarten war, die nach den bisherigen Leistungen von Costa mit dem Schlimmsten gerechnet hatten. Kein einziger Transfer hat eingeschlagen, geschweige denn die Mannschaft verbessert. Poulsen ist ein sympathischer Kerl, aber doch kein torgefährlicher Mittelstürmer! Torunarigha kann man, glaube ich, nach seinen bisherigen Darbietungen als Fehleinkauf betrachten. Omari ist nicht spritzig genug, Gocholeishvili einfach nur ein Spieler mit Zweitliga-Qualifikation, Philippe dito. Rössing-Lelesiit, für den der klamme Klub Millionen ausgegeben hat, gehört in meinen Augen, schaut man sich Begabung und Statur an, in eine Jugendmannschaft, meinetwegen vom VfL Osnabrück. Ich halte nur Dompé für halbwegs BL-tauglich.
Tja, und dann wären da noch das grundverkehrte System mit staksiger Dreierkette und überforderten bzw. unbrauchbaren Schienenspielern sowie ein Trainer, der überhaupt keine Ahnung hat, wie ich gestern mal wieder erschüttert feststellen musste. Zu spät und falsch gewechselt, keine Impulse von der Bank … Grauenhaft. Alles.
Leider wird ein offensiver Spieler nicht reichen. Der knickt dann nach ein paar Tagen wieder um und aus die Maus, das findet beim HSV ja in aller Regelmäßigkeit statt. Die Fehler wurden in der Vergangenheit gemacht, nun haben wir einen zusammengewürfelten Haufen überwiegend vorher gescheiterter Existenzen die hier mal eben günstig Bundesliga spielen sollen. Die beste Auswechslungen dieses Vereines wären der Trainer und vor allem den unfähigen Kaderplaner. Das Kuntz diesen Weg mitgeht, qualifiziert ihn auch nicht gerade. Bis Montag müssen 2-3 Spieler mit Qualität her. Gelingt das nicht wird es schwierig und peinlicher als gestern werden !
Ich möchte bei dem ganzen Negativen auch mal was positives schreiben. Nächste Saison spielen wir dann wieder um die ersten 4 Plätze.
Wir wussten alle, dass es schwer wird. Man kann natürlich auch gegen Pauli verlieren. Allerdings war der Auftritt gestern mit „Katastrophe“ noch verharmlosend dargestellt. Nach übertriebenen kurzem Ansturm war nichts mehr.
Die Pauli Spieler konnten problemlos glänzen in Ball- und Spielsicherheit. Hätte Polzin man dieselbe Taktik wie gegen Gladbach beibehalten. Es fehlte auch erstaunlicherweise an Kondition. Die Paulis rannten uns ständig davon.
Pauli hat nicht solch Top-Spieler, wie die beiden Sky „Experten“ ständig erzählten.
Sky, bitte nie wieder solche Leute, die die ganze Zeit aus dem Phrasenbuch vorlesen. Das war ja noch unerträglicher als das Spiel selbst.
Schade um unseren Aufstiegstrainer. Darauf wird Kuntz aber bald schon keine Rücksicht mehr nehmen. Wie in anderen Vereinen auch wird der Trainer die äußerst mangelhafte Transferpolitik ausbaden müssen. Schwer zu sagen, ob ein anderer da tatsächlich mehr rausholen kann.
Frage: Sind denn alle anderen IV wirklich so viel schlechter als Torunarigha? Statt ihn nimmt er sogar Elfadli eher raus. Was soll man dazu noch sagen?
Wir haben mit Elfadli 6 Innenverteidiger und der 7. und jüngste soll das jetzt regeln? Ist denn wirklich niemand in der Lage, diese Transferpolitik zu stoppen??
Toller Abend. Schon beim Betrachten der Choreografie kam mir das Abendbrot hoch. Ein Löwe mit einer Kette auf der A.C.A.B steht. Verpackt in der Hauptbotschaft „gemeinsam gegen alle“, soll das wohl den anarchistischen Prozess verdeutlichen, welcher unter Duldung unseres Vorstands immer deutlicher ausgelebt wird. Die gesendete Botschaft hatte jedenfalls rein gar nichts mit Fußball zu tun und korrelierte insofern wunderbar mit dem Spielgeschehen, jedenfalls mit dem des HSV. Kurzum: Meine Werte wurden, mal wieder, mit Füßen getreten. Die Kurve findet es geil, oder toleriert es zumindest. Henrik Köncke dürfte im Sschritt ein Zelt gebaut haben, der findet sowas ja erregend, darauf kommt es an.
Dieses Spiel erfordert keine langatmigen Analysen und Erklärungen. Es hat klar und deutlich die erschreckende Realität aufgezeigt.
Die „Bären“ sind nun zurück, gespeist durch eine unfähige Vereinsführung und einem Trainer, der eine zusammengewürfelte Mannschaft einen Fußball spielen lässt, der ohne Zusammenhang und zufallsorientiert agiert.
Torunarigha ist nicht zumutbar ( 4 gute tiefe Pässe.reichen nur zur Liga2) Sahiti hat es perfektioniert das Spiel zu verzögern und der Trainer, ja Polzin wechselt nach belieben ohne Verständnis für das Spiel.
Da hilft nur eine Annonce im Hamburger Abendblatt zu schalten:“ Suche 2 schwächere Bundesliga Mannschaften, bitte bis Mai 2026 melden“
Bin echt bedient gestern, heute und auch noch Sonntag
Es fühlt sich alles an, wie in den letzten Bundesligajahren vor dem Abstieg. Kein Konzept, keine Strategie, Überforderung auf allen Ebenen – das blanke Chaos.
Mir fehlt die Fantasie, wie sich der HSV in den kommenden Wochen aus dieser Abwärtsspirale befreien will.
Erschreckend. An allen Ecken nur Baustellen. Über Kuntz und Costa ist alles gesagt. Je früher sie von ihrem Posten entbunden werden desto besser. Polzin: vercoacht in einem solchen Spiel… ? Dompé und Poulsen nicht zu bringen ist die Verkennung der Tatsachen. Die Mannschaft ist nicht annähernd dort wo sie sein müsste. Viel zu viel Abstände beim Pressing und auch beim Abwehrverhalten. Die Offensive findet gar nicht statt. Symbolhaft steht für mich die Szene als Dompé aussichtslos gegen diverse Paulianer den Ball behauptete und niemand sich genötigt sah mit aufzurücken. Ich habe Angst vor dem Spiel in München. Die Wette, dass wir mehr kriegen als der Brauseverein, werde ich gewinnen.
Den Zustand des Vereins hast du, Scholle, sehr gut dargestellt. Fußballhauptstadt Hamburg? Ich lach mir nen Ast ab.
Den “ Sportdirektor 😂“ umgehend freistellen !!
Endlich einen VV einsetzen.
Nicht gebraucht hätten wir: Perez, Philippe, Torunarigha und Poulsen
Unser größtes Problem ist die Defensive
und das Mittelfeld
und der Sturm
und das Trainerteam
und ds Management
😵
Hab mir parallel die erste Halbzeit Heidenheim in Leipzig und Bremen gegen Leverkusen angeguckt.
Vergleicht man das mit gestern (unabhängig vom Ergebnis), dann sind Heidenheim und auch Werder mindestens eine Klasse besser als der HSV.
Aber das muss man ja auch nicht mehr erwähnen, dass der HSV die schlechteste Mannschaft der Liga hat und Platz 18 safe ist.
Danke nochmal an die Nichtsnutze Costa, Polzin und Kuntz. ALLE RAUS!
Gut dass man das jetzt so früh erkennt:
Der HSV kann noch nicht 1.Liga!
Allen voran Merlin Polzin, der keine Einstellung seiner Mannschaft vorgab, die annähernd deren Fähigkeiten entspricht.
Irgendwie war zu erkennen, dass der HSV-Fan Polzin nur den Derby-Kampf im Kopf hatte und vergessen hat, dass es erst das 2.Spiel in der 1. Liga nach 7 Jahren ist!
Und irgendwie schien es von der ersten Minute an zum „Derby-Kampf“ zu kommen, so ungestüm und über-motiviert hat die Mannschaft agiert.
Pauli hat mit ganz einfachen Mitteln diesen Übermut gekühlt gekontert: Früh drauf, mit einer 3er-Kette, dann jeweils Überzahl erzeugen auf einer Seite und dann „Langer Hafer“ und die desolate Abwehr des HSV überrannt.
Das ist in den vergangenen 3 Jahren so oft passiert!
Die Spielweise des HSV hat sich seit Jahren nicht geändert. Lediglich in Gladbach konnte man sehen, dass auch mit einer defensiven Ausrichtung gespielt werden kann.
Rössing-Lelesiit stand ein ums andere Mal alleine, ohne Hilfe, genau wie Sahiti auf er anderen Seite.
Das war eine clevere Taktik von Pauli.
Und es gab natürlich eine wirklich bittere Erkenntnis, dass Torunarigha absolut nicht Erstliga-tauglich ist, dass das Mittelfeld so schlecht besetzt ist wie eh und je und dass die Dreierkette nicht die taktische Lösung für die Mannschaft sein kann!
Zumindest jetzt noch nicht. So früh in der Saison, die uns allen noch viel Demut abverlangen wird.
Demut fehlte gestern ganz!
Ich finde es wirklich faszinierend, wie manche auf jede dieser HSV Showgeschichten immer wieder reinfallen.
Erst Jatta, dann Vuskovic und jetzt Polzin. Es geht nie um Leistung oder die Anerkennung der Realität. Immer wieder vermischen sich diese Dinge und verstellen den Blick auf die Realität.
Ich behaupte übrigens, dass Kuntz sich nur aus einem Grund für Polzin entschieden hat. Kuntz wusste, dass Polzin erste (und eigentlich auch zweite) Liga nicht als Cheftrainer kann. Aber es war einmal der Weg des geringsten Widerstandes und man kann Polzin wunderbar opfern, um seine Haut zu retten und Zeit zu gewinnen. Daraus kann man dann die rührselige Geschichte spinnen, dass man ja so gerne diesem Talent aus dem eigenen Verein die Chance geben wollte. Dann können die Fans wieder ihre Schals hochhalten und glauben, alles sei Schicksal.
Kuntz kennt den Fußball aus fast jedem Blickwinkel. Glaubt ernsthaft jemand, dass er nicht wüsste, dass Polzin der falsche Mann ist?
Nach dem Spiel, Scholles Blitzfazit und dem Blog hab ich erstmal fertig. Es ist tatsächlich so schlimm.
Hat Conehead Köppke schon einen Krisenstab einberufen, oder hängt er noch bei den Disc-Golfern ab?🤔
Symptomatisch: Kai Uwe Hesse stellt in der PK fest, dass Königsdörfer bei Flanken ganz alleine gegen die Pauli Abwehr steht und in unserem Mittelfeld keine Spieler sind, welche Instinkte für diese Situationen haben und der Kader diese Spieler eben nicht hergibt, welche diese Wege gehen. Auf die Frage wie Polzin es sieht, antwortet dieser sinngemäß damit dass wir auf andere Art und Weise auch gefährlich werden können. Außerdem spielt man ja nicht gegen „sonstwen“.
Ich bin ziemlich erschrocken darüber, dass Polzin dieses offensichtliche Problem wegdrückt, anstatt offen drüber zu reden. Man kann doch sagen, dass unser Mittelfeld Scheiße ist und das System für’n Mors. Aber von Walter hat er vom Besten gelernt, lieber mit seinem System zu sterben, als einen Fehler einzugestehen.
“ Gocholeishvili, Capaldo, Remberg, Muheim „
Das ist ein MF des Grauens.
Keiner ist in der Lage, den offensiven, vertikalen Pass unfallfrei zu spielen.
Jeder von denen ist aber immer dicht an GelbRot oder mehr !
Wer im HSV Kader kann von sich behaupten, er kann mit dem Ball umgehen,
außer aufpumpen und evtl. einfetten ? 😉
Noch 16 Heimspiele in der Ersten Bundesliga.
Ohne substantielle Kaderveränderung werden wir – wie gestern – in dieser Saison unseren Gästen eine tolle Kulisse dafür bieten, dass sie überwiegend drei Punkte mit nach Hause nehmen können.
Ich war etwas verwundert, dass von den Rängen keine Pfiffe kamen.
Auf der anderen Seite ist es verständlich:
Das Spiel gestern war keine Ausnahme oder schlecht gelaufen, es zeigt das absolute Limit des Kaders. Pfeifen bringt da auch nichts mehr, bei den Pfeifen auf dem Platz.
Außer DHF gab es gestern niemanden, der irgendwie reflektierte, dass der HSV unbesorgt Platz 15 oder aufwärts sicherstellen könnte.
Nach wie vor glaube ich, dass Polzin nach neun Spieltagen „plus minus“ fliegt.
Aber ganz ehrlich, es ist eigentlich völlig irrelevant, wer an der Seitenlinie trainiert und rumschreit, wir bekommen jetzt weitere 32 Spieltage vorgeführt, dass wir rein als glücklicher Zweitligist aufgestiegen sind.
St. Pauli hat uns gestern gezeigt, wo wir stehen und wo wir hingehören, an das Ende der Tabelle.
Auf die Kindokumentation, „Always Hamburg“ folgt dann hoffentlich eine Dokumentation über die Tragik der Zweitklassigkeit, mit der sich der HSV nach seiner Rückkehr sieben Jahre später präsentierte.
Wir haben jetzt einige Tage Schonzeit, und übernächste Woche werden wir Bayern zu einem weiteren Bundesliga Rekord verhelfen.
Sieben Jahre lang hat die erste Bundesliga die Lachnummer HSV vermisst, und nun wollen wir auch alle Erwartungen entsprechend erfüllen.
Eine schonungslose und reelle Aufarbeitung der Gesamtsituation beim HSV. Ich befürchte, dass ein Ende der Negativspirale nicht so schnell kommt. Auch gestern war sichtbar, dass auf dem Spielfeld nichts passt. Es tut schon weh, wie die Braunen unseren HSV vorgeführt haben. Dabei wurde nicht gezaubert, sondern sauber geradlinig, lang und direkt gespielt.
Das Spiel gegen Bayern…ok…. Heidenheim zu Hause könnte nochmal Hoffnung machen, weil die ähnlich schwach sind, wie Gladbach. Aber dann..
Gegen welche Mannschaft könnte die HSV Fußball AG noch Tore schießen?
Ich könnte schreien über soviel Planlosigkeit seitens der Verantwortlichen. Heute oder morgen wird wieder eine günstige C-Lösung auf Leihbasis oder Schnäppchenkauf mit Potential als Heilsbringer vorgestellt und Ruhe und Geduld gepredigt. Jetzt müssen die mal Kohle in die Hand nehmen sonst wird nix und auch ein guter, anderer Trainer wird hier nichts großartiges bewirken.
Haben wir wirklich was anderes erwartet? Der HSV kann kein Fußball und vor allem kein Scouting und das seit mindestens einem Jahrzehnt. Solang die Satzung des Hauptanteilseigner den Flachpfeifen die Macht gibt, bleibt es wie es ist.
Nächste Saison gibt es kein Derby 🙂
Kleiner Tipp vorm Bayernspiel.DHF zerrt sich etwas oder hat Magen/Darm.Peretz wird dann vielleicht etwas geschont.