HSV trauert um Horst Schnoor – brisantes Spiel gegen RB Leipzig steht an

by | 26.02.26 | 35 comments

Moin zusammen,

beginnen tun wir den heutigen Blog mit der traurigen Nachricht, dass die HSV-Legende Horst Schnoor von uns gegangen ist. Schnoor wurde 91 Jahre alt und stand zwischen 1952 und 1967 über 500-mal im Tor des HSV. Er ist also zweifellos eine HSV-Legende und eine Persönlichkeit, die sich durchweg mit dem HSV identifizierte. Horst Schnoor wurde 10-mal Oberligameister, einmal deutscher Meister und einmal DFB-Pokal-Sieger. Satte 139-mal spielte Horst Schnoor dabei zu null und musste nicht hinter sich greifen. Zudem war er der erste HSV-Torwart, der in der 1963 gegründeten Bundesliga auflief. Schnoors Hand ist rund um den Uwe-Seeler-Fuß im Volksparkstadion verewigt. Horst Schnoor war wahrlich eine Identifikationsfigur, vor allem für viele Menschen, die schon in den 60ern und 70ern zum HSV kamen. In schöner Erinnerung verabschieden wir eine HSV-Legende und wünschen der Familie alles Gute.

„RB“ Leipzig

Am Wochenende trifft der HSV nun auf Rasenballsport Leipzig. Der Verein kürzt sich selbst gerne mit „RB“ ab, da man mit diesen zwei Buchstaben sowohl den Schwesterclub aus Österreich als auch den Hauptsponsor, und zwar Red Bull, assoziiert. RB Leipzig wurde 2009 gegründet, um die Marke Red Bull weiter zu vermarkten. RB Leipzig ist kein eigens gegründeter Verein, da man das Startrecht des SSV Markranstädt übernahm, um direkt in der Oberliga anzufangen. Man versuchte es vorher bereits bei Fortuna Düsseldorf, dem FC ST. Pauli und 1860 München, doch diese widersprachen den Vorgaben der Investition. Rein rechtlich entspricht RB Leipzig den Statuten des DFB, man ist ein von Mitgliedern geführter Verein. Allerdings hat man in Leipzig um und bei 23 stimmenberechtigte Mitglieder, welche alle dem Red-Bull-Konzern sehr nahestehen. Somit ist der Verein rechtlich geführt wie alle anderen. Wie genau die Entscheidungen bei 23 stimmberechtigten Mitgliedern getroffen werden, kann jeder selber interpretieren.

Geld ist im Fußball immer präsenter geworden und es gibt vor allem in der Premier League viele Investoren. Der Unterschied ist allerdings, dass bei den Investoren immer noch der Erfolg des Vereines hinsichtlich des wirtschaftlichen Outputs der Vereinsmarke im Vordergrund steht. Bei RB Leipzig steht mMn rein die Vermarktung des Produkts Red Bull im Vordergrund und auf dieser Basis wurde der Verein gegründet. Jeder kann das für sich selber interpretieren und seine eigene Meinung haben.

Ich sehe das so: Fußballvereine wurden ursprünglich gegründet, um die Gesellschaft zum gemeinschaftlichen Sport zu motivieren. Aus diesem Grund ist auch der Hamburger Sportverein entstanden. Auch hier hat sich durch die Ausgliederung der Profifußballabteilung einiges geändert, doch der Grundgedanke bei der Gründung des Hamburger Sportvereins und dessen Ursprungsvereinen war der gesellschaftliche Sport. Das ist bei RB Leipzig anders. RB Leipzig wurde gegründet, um den Fußball und dessen Popularität auszunutzen, um ein Energy Drink wirtschaftlich zu vermarkten. Das widerspricht meinen Werten des Sports. Ich akzeptiere, dass der Verein in der Bundesliga spielt, aber ich unterstütze nicht die Art, wie dort der Fußball ausgenutzt wird. Und übrigens: Ich finde, die Red-Bull-Cola im Stadion schmeckt scheiße. Die habe ich zum Glück nur probiert und nicht selber gekauft.

Tom

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Flutschfinger
3 Stunden zuvor

„RB Leipzig wurde gegründet, um den Fußball und dessen Popularität auszunutzen, um ein Energy Drink wirtschaftlich zu vermarkten. Das widerspricht meinen Werten des Sports. Ich akzeptiere, dass der Verein in der Bundesliga spielt, aber ich unterstütze nicht die Art, wie dort der Fußball ausgenutzt wird.“

Hierzu zwei Kommentare:

1. RB Leipzig spielt unter Beachtung der 50+1 Regel. Vielfach wird RB in einen Topf geworfen mit den Werksclubs. Dies wird hier differenziert erläutert, dafür besten Dank.

2. Dein moralisches Werte-Argument zieht nicht, insbesondere im Kontext des HSV wird die Moral sofort zur Doppelmoral. Der HSV war und ist abhängig von der Gunst eines Logistikunternehmers, der in der Vergangenheit unverholen Einfluss auf sportliche Entscheidungen genommen hat. Der HSV war angewiesen auf Gelder des Steuerzahlers in nicht unerheblicher zweistelliger Millionenhöhe.
Der HSV nimmt seine Mitglieder und Fans systematisch aus wie eine Weihnachtsgans. Ticketpreise wie bei Barca, Vermarktung bis zum Abwinken.
Es ist für mich nicht zu erkennen, wie sich dies moralisch positiv von RB Leipzig abgrenzt.

Wenn man Hyperkommerz ablehnt, was ich verstehe, dann bitte immer und nicht selektiv:

Hyperkommerz im HSV-Kontext in moralisch wertevoll und moralisch verkommen aufzuteilen ist nicht stichhaltig. Eigentlich müsstest du dann auch konsequent deine Liebe zum HSV vor den Bus werfen.

Last edited 3 Stunden zuvor by Flutschfinger
Darmzotte
4 Stunden zuvor

Ich bezweifle, dass es den Investoren von Newcastle um „wirtschaftlichen Output“ geht. So einfach ist es dann doch nicht.

Als HSV-Fan sollte man nicht vergessen, dass ein gewisser Gurken-Kühne den Verein mehr als am Leben gehalten hat.

Jürgen Linnenbrügger
3 Stunden zuvor

Hallo Tom, du kannst natürlich deine Meinung zu RB Leipzig haben, aber glaubst du das ohne Sponsoren überhaupt noch erfolgreicher Fu8ball möglich ist ?. Es ist doch vollkommen egal ob sie Red Bull, Volkswagen, Telekom, Adidas, Barmenia, HanseMerkur,
Vodafone, SAP etc. heissen. Diese Firmen machen es doch aus dem gleichen Grund, dem du RedBull unterstellst. Sie benutzen den Sport um Ihre Bekanntheit und Akzeptanz zu erhöhen, nicht weil sie die Vereine und den Fussball so toll finden.
Im erfolgreichen Fussball heisst eben das Motto „Ohne Moos nichts los“

Blumi64
2 Stunden zuvor

Alle regen sich über RB Leipzig auf, trinken aber die Blörre.

Ich trinke die Blörre nicht und bin froh, dass auch im Osten ein Verein in der Bundesliga gibt, der die Bürger im Osten mitnimmt

Kai Lorenzen
1 Stunde zuvor

Wirklich traurig, wie die alten Recken sich nach und nach verabschieden und es macht einem immer wieder bewusst, wie alt man selbst schon geworden ist.

Was Leipzig angeht, sollte man es akzeptieren, dass sie ihren Platz in der Bunfesliga haben. Mir gefällt das Modell RB auch nicht, aber es hat sich im Fußball mittlerweile so viel zum Negativen verändert.

Entweder, man wendet sich vom Profisport ab oder man akzeptiert es so, wie es ist.

Franz Leitner
3 Stunden zuvor

Mir gefällt deine Meinung zu diesem PR-Dosen-Projekt, Tom.

Und wer jetzt wieder mit Kühne kommt, hat das Konstrukt RasenBall Leipzig nicht verstanden.

alwaysHSV
4 Stunden zuvor

Das mit den 23 Mietgliedern ist ja echt niedlich. Man kann dann sicher auch nicht einfach Vereinsmitglied werden, zumindest kein stimmberechtigtes Mitglied.
Scheint die Leipziger Bürger aber nicht weiter zu stören denn auch Leipzig hat ja einen festen Kreis an Zuschauern wenn auch nicht vergleichbar mit der Menge an Fans anderer
Vereine in Großstädten.
Erfolg hilft natürlich oft über viele Vorbehalte hinweg.

Polkateddy
1 Stunde zuvor

Vor ungefähr 10 Jahren stand Jürgen Klopp vor einem Fernseher im Westfalenstadion und hat hörbar geflucht, weil Hoffenheim nicht abgestiegen ist. Heute ist er selbst ein Teil dessen, was er früher so verachtet hat. Und wenn dann noch nicht einmal etwas dabei herauskommt, stellt sich mir die Frage: War es das wert, Kloppo(a.D.)?