HSV-Krise im Angriff: Warum Hamburg so wenige Tore schießt – Analyse nach dem Augsburg-Spiel

by | 24.11.25 | 70 comments

Moin zusammen,

am Wochenende war ich mal wieder ca. 30 Stunden unterwegs, um dem HSV hinterherzufahren. Und was soll ich sagen? Ich wurde enttäuscht. Ich kann akzeptieren, wenn man verliert, weil man individuell schlechter besetzt ist und trotzdem alles gegeben hat, wie in Leipzig. Was ich aber nicht akzeptieren kann, ist, wenn man läuferisch weniger tut als der Gegner und deshalb nicht ins Spiel findet. Scholle hat ja schon ein, zwei Spieler angesprochen, aber es waren insgesamt zu wenig kluge und intensive Läufe. Vorne beläuft man die Räume nicht, hinten bleibt man stehen, während der Gegner einem wegläuft. So geht das nicht. Am Ende ist der HSV wieder 3 Kilometer weniger gelaufen und das, obwohl man am Ende ca. 10 Minuten in Überzahl war.

In diesem Spiel lief einfach gar nichts und es stellen sich Schemata heraus, die sich schleunigst ändern müssen, denn sonst holt man die Punkte nicht. Ich kann verstehen, dass der Fokus auf der Defensive liegt, aber man muss einen gesunden Ausgleich finden. Letztes Jahr hat jeder gesagt, wie gut doch die Defensive von St. Pauli in der Bundesliga gewesen sei. Ja, sie hatten die 2. beste Defensive der Liga. Aber mit der Punkteausbeute wäre St. Pauli in 8 der letzten 10 Saisons abgestiegen. Von der Defensivleistung darf man sich nicht blenden lassen. Eine gute Defensive ist gut, hält aber nur, solange man genug Tore schießt. Denn wenn das nicht passiert, reicht am Ende ein Stellungsfehler und man fährt ohne Tor und ohne Punkte gegen einen direkten Konkurrenten nach Hause, der die schlechteste Defensive der Liga stellt. Das kann es nicht sein.

Defensiv zu wenig

Fangen wir mal bei der Defensive an. Der HSV hat mit Vuskovic den besten Kopfballspieler der Liga. Torunarigha ist auch ganz solide dabei und Capaldo arbeitet sich rein. Häufig hat man den Ball in anderen Spielen erobert, da man den Gegner zu langen Bällen gezwungen hat. In diesem Spiel war davon gar nichts zu sehen. Es gab 2/3 Szenen, in denen der HSV hoch presst und Augsburg zum langen Ball zwingt. In diesen Situationen hat man meist den Ball durch das Kopfballduell und den zweiten Ball erobert. Warum macht man das nicht immer, wenn Königsdörffer hoch presst? Meistens sahen die Szenen gleich aus: Königsdörffer läuft den Torwart an und das Mittelfeld schiebt nicht richtig nach. So steht ein Spieler im Zentrum oder direkt neben Dahmen frei und sofort ist Königsdörfer überspielt und alle Spieler müssen sich umorientieren, weil man direkt einen Mann in der Defensive verloren hat. 
Beim Anlaufen gibt es faktisch 2 Wege, um den zu attackieren:

Man geht mit allen vorne drauf, oder man steht gestaffelt und läuft obligatorisch den ersten Passweg zu. Aber ein anlaufender Stürmer, der alleine anläuft, ist kein guter Weg, um den Ball zu erobern. So ließ man sich in der ersten Halbzeit herspielen und teilweise dachte man, Augsburg spielt um die internationalen Plätze. Denn die Kombinationen funktionierten häufig. Das lag aber weniger am Verhalten der Augsburger als am Verhalten der Hamburger.

Die Augsburger spielten das meistens nach dem gleichen Konzept. Ball in den Fuß und der Passgeber läuft nach. Was macht man da? Richtig, der Innenverteidiger attackiert den angespielten Stürmer, während der zweite Verteidiger den abspielenden Augsburger am Lauf in die Tiefe hindert. Was macht der HSV? Man attackiert den Stürmer, lässt den Spieler, der den Ball auf den Stürmer gespielt hat, aber komplett alleine in die Tiefe laufen und wundert sich, warum der dann mit einem weiteren Doppelpass alleine vor dem Tor steht.

So entstanden in der ersten Halbzeit viele Großchancen für den FCA.

Das Offensive Konzept passt nicht

Das andere ist dann die Offensive. Das Ganze fing mit der Personalbesetzung an. Für mich gab es auch hier zwei Möglichkeiten für die Besetzung im Sturm und auf rechts außen. Mit Glatzel und Vieira auf Ballbesitz setzen und kreative Chancen erarbeiten oder mit Königsdörffer und Philippe voll auf Umschaltspiel setzen. Aber bitte, was war der Plan mit Vieira und Königsdörfer?

Vieira ist kein Spieler, der jeden Ball erläuft, er ist eher für die kreativen, unvorhergesehenen Momente zuständig. Das zusammen mit Königsdörffer hat für mich keinen Sinn ergeben. Und so kam es dann auch im Spiel. Die Kreativität von Vieira kam selten zum Einsatz, weil man auf schnelle Gegenstöße setzen wollte. Zumindest würde ich das mal so interpretieren, so viele Aktionen hatte der HSV ja nicht. Gefährlich wurde man nur, wenn man mal schnell umschaltete und die Seiten verlagerte. Aber das passierte viel zu selten. Wahrscheinlich war die Vorstellung, dass man den Ball lang schlägt und dann den zweiten Ball erobert, um ihn in die Tiefe zu spielen. Aber dafür ist Vieira einfach nicht passend. Der gehört ins Zentrum, um von da das Spiel zu leiten. Der Transfer war sicherlich nicht vorhergesehen, aber wenn man einen solchen Spieler hat, sollte man alles dafür tun, um diesen in seiner stärksten Rolle einzusetzen.

Zurück zum Konzept. Man hat vor allem am Anfang der zweiten Hälfte gesehen, was passiert, wenn man schnell den Ball in die Tiefe spielt. Da hatte der HSV gute Möglichkeiten. Aber das hat man viel zu selten gemacht. Es war wieder das klassische Ballgeschiebe durch die eigenen Reihen. Ja Augsburg stand gestaffelt defensiv, aber wenn man mal Platz im Zentrum hatte, wurde viel zu selten der Ball direkt tief gespielt. Und das muss ja das Konzept sein, wenn man mit Königsdörffer startet. Am Ende der meisten Angriffe landete der Ball bei Heuer Fernandes und dieser schlug den Ball lang auf Königsdörffer. Dieser sollte wohl dafür sorgen, dass der HSV Chancen auf die zweiten Bälle erhält. Aber er verlor das Kopfballduell meistens so klar, dass es selten die Chance gab, den zweiten Ball zu erobern. Und wenn es die Chance gab, dann ergriff man sie nicht. Hier hätte man mMn viel früher Glatzel bringen müssen. Glatzel ist zwar auch nicht derjenige, der in jedes Kopfballduell im Mittelfeld zum Ball geht, aber mit seiner Größe kann er zumindest dafür sorgen, dass der Gegenspieler nicht kontrolliert den Ball zum Mitspieler köpft.

Fazit

Der HSV hat ein Problem: Er schießt zu wenig Tore. Das offensive Konzept funktioniert nicht so, wie es funktionieren soll. Was wahrscheinlich auch daran liegt, dass Dompe nicht der Unterschiedsspieler ist, der er in der 2. Liga war. Denn er ist derjenige, den man versucht, in Aktion zu bringen. Aber auch bei ihm funktioniert momentan gar nichts. Die Schüsse fliegen zentral auf den Keeper und die Flanken landen im Fuß des Gegners oder im Aus. Da muss man mehr Entlastung schaffen.

Fest steht, dass der HSV ein neues Offensivkonzept braucht. Die meisten Gegner haben sich auf das Umschaltspiel eingestellt und stehen einfach tiefer. So ist der HSV gezwungen, mit dem Ball zu agieren, und das schafft er momentan nicht.

Wie genau die Veränderung aussehen muss, kann ich nicht zu 100 % sagen. Für mich muss aber ein Vieira als klarer Spielmacher hinter der Spitze oder in Zukunft vielleicht den Spitzen agieren. Er braucht diese Rolle als Spielmacher. Wie und ob das umgesetzt wird, kann ich aktuell nicht sagen, aber auf die Möglichkeiten können wir in einem anderen Blog nochmal eingehen.

Schreibt doch mal gerne, was es nach eurem Empfinden braucht, damit der HSV endlich mehr Tore schießt und mehr Punkte holt.

Tom

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Hessenhrubesch
3 Monate zuvor

Schreibt doch mal gerne, was es nach eurem Empfinden braucht, damit der HSV endlich mehr Tore schießt und mehr Punkte holt.

Das ist eigentlich ganz einfach: einen Ersatz für Claus Costa, damit der Kader ausgeglichen zusammengesetzt ist, einen Trainer, der seine Spieler auch entsprechend ihrer Stärken einsetzt (Vieira bspw. sehe ich auch als Zehner) und nicht stur auf seinem System beharrt sowie eine Mannschaft, die nicht nach einem Remis gegen ein Spizenteam meint, Vereine wie Augsburg seien nicht mit 100% zu schlagen

MeinVerein2021
3 Monate zuvor

Kleiner Exkurs:

https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/borussia-dortmund/article69241c5b90645057e112bc2a/mitgliederversammlung-revolution-beim-bvb.html

Die Mitgliederversammlung beim BVB fand hybrid statt. Anwesende und online zugeschaltete Mitglieder konnten abstimmen.

Trotzdem haben die alten Mechanismen gegriffen: die aktive Fanszene organisiert die Stimmabgeber vor Ort, die Sitzfleisch für 14 Stunden ! MV mitbringen.

14 Stunden sind eine Zumutung. So lange kann man einer MV weder vor Ort, noch zu Hause vorm Laptop gar nicht folgen.

Trotzdem bin ich nach wie vor für hybride Mitgliederversammlungen. Sie sind der richtige Weg, wenn ein Verein mehr als 100.000 Mitglieder hat.

Tagesordnungen, die zu Dauern von mehr als 10 Stunden führen, schaden dem Gebot der Teilhabe von Mitgliedern und ermöglicht viel zu einfach Ergebnismanipulationen durch die Gestaltung der Tagesordnung.

Gruselig.

Hans-Werner Rieken
3 Monate zuvor

Sehr guter Beitrag Tom. Vor allen Dingen nach dem Katastrophenbeitrag von gestern, egal wer den verfasst hat!

Maik Lange
3 Monate zuvor

Der HSV braucht einen Sportdirektor, der in der Lage ist Schlüsselpositionen, und das ist auch ein Stürmer, mit ausreichend Qualität zu verpflichten.
Der HSV braucht einen Trainer, der ein Gefühl für die Stärken und Schwächen seines Kaders hat und entsprechend aufstellt.
Der HSV braucht vielleicht auch mal etwas mehr Druck von außen. Keine über jeden dargebotenen Scheiß jubelnde Fans und Medien, die kritische Fragen stellen. Vielleicht fängst du bei der nächsten PK einfach mal damit an.

Frank Müller
3 Monate zuvor

Ich befürchte auch, wenn Vieira weiterhin als falsche 6
oder rausgefallener RA „mißbraucht“ wird, hat der bald
keine Lust mehr !!

Rotkaeppchen1966
3 Monate zuvor

Vier „Kracher“ noch bis Weihnachten. Wenn hier nicht noch mindestens ein Sieg bei rausspringt, gehen mir auch die Argumente für Herrn Polzin aus.
Allerdings, so vermittelt es zumindest der „Abendblatt“ Artikel, bin ich nicht allein mit meiner Auffassung, aktuell an ihm festzuhalten.
Für mich liegt der „Kardinalfehler“ in der Weiterbeschäftigung von Claus Costa, der trotz zahlreicher Neuzugänge, die sich z.T. auch als Verstärkungen erwiesen, einen Kader zusammen gestellt hat, der schlicht und einfach in der sog. „zweiten Reihe“ unzureichend besetzt ist.
Wie schon mal geschrieben, ich hänge mich nicht groß an falschen Aufstellungen und diversen Wechselfehlern, die gleich die Analyse des „Vercoachens“ hier mit sich bringen.
Wen hat Polzin denn zur Verfügung, um während des Spiels, wenn die Stammformation wie in Augsburg neben der Spur ist, zur Verfügung?
Er bringt Pherai – wie in Köln – unterirdisch, seine Reingaben und Flanken- eine Offenbarung und Zumutung sondergleichen.
Lelesiit – in der zweiten Liga kein Faktor, aber jetzt in der ersten?
Glatzel – wie schon geschrieben, das wird nichts mehr mit ihm, wie mit Poulsen, nach der schweren Verletzung nicht mehr in der Form, die ihn zum Zweitliga-Goalgetter des HSV werden lassen. Aber auch ohne Verletzung – höherklassig ohne nennenswerten Leistungsnachweis
Meffert – Stratege in Liga 2 -nun wieder mal einer der „wichtig ist für die Kabine“
Die Liste kann noch weitergeführt werden mit Balde, Mikelbrencis, die schon zu Zweitligazeiten keine Stammspieler waren, von Hefti und Jatta ganz zu schweigen.
Das sagen ja auch die Statistiken aus: Von der Bank kommt beim HSV – nichts.
Also wenn vorrangig etwas geändert werden muss, dann muss Costa von seinen Aufgaben entbunden werden.
Schade, dass Kuntz, den ich sehr schätze, es anders sieht und leider von einer Mitverantwortung wohl doch nicht ganz frei zu sprechen ist. Aber wie schon oft geschrieben, er ist für mich der „Vater des Aufstiegs“ – da ist im Gegensatz zu Costa Vertrauen vorhanden, dass er hoffentlich noch einiges in die richtige Richtung lenkt.

BrunosErbe
3 Monate zuvor

https://m.youtube.com/watch?v=iA8Lo2Hfd-w&pp=ugUEEgJkZQ%3D%3D

Eine schonungslose Analyse von Mats Beckmann, die belegt, was wir Woche für Woche auf dem Platz zu sehen bekommen. Costa und Co. haben ihre Hausaufgaben immer Sommer nicht gemacht. Das System passt nicht zum Kader oder Kader nicht zum System.
Es ist ein Jammer, dass man die Chance, sich in der Bundesliga zu etablieren, durch ein für uns alle offenkundiges Missmanagement im sportlichen Bereich einfach so hinwirft.
Nun muss im Winter nachgebessert werden. Mir fehlt die Fantasie, dass ausgerechnet diejenigen, die dem HSV diesen schlecht besetzten Kader beschert haben, die nötigen Schlüsse aus der aktuellen Situation ziehen. Die Baustellen im System und der Mannschaft sind so offensichtlich und gravierend, dass es schon wehtut, sich das immer wieder vor Augen zu führen.

Jovanic Hugental
3 Monate zuvor

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Bruno sitzt jetzt zuhause in seiner Küche und bereitet sich mittels seiner HSV-Espressotasse mental auf den finalen Abstiegskampf mit dem HSV vor. Sein Einstiegslimit dürfte ungefähr der zwanzigste Spieltag sein, damit er noch genug Luft hat etwas verändern zu können.

Soweit könnten sich Kuntz und Labbadia bereits geeinigt haben, was für zwei ehemalige Betzebuben kein Problem darstellen sollte.

Dass Bruno nur ein Mann für eine Saison ist hat er jedoch hinlänglich bewiesen. Doch dafür ist er von den erfahrenen Bundesligaschlachtschiffen extrem erfahren im Abstiegskampf und kennt sich zudem zwischen Volkspark und Außenalster hervorragend aus.

Für den besonnenen Bramfelder Polzin läuft ab jetzt die Uhr gnadenlos runter. Stuttgart, Werder, Hoffenheim heißen die kommenden Gegner. Allesamt Mannschaften die eine höhere Kaderqualität haben und zudem den Anspruch besitzen in der nächsten Saison international spielen zu können.

Merlin wird versuchen die Mannschaft bei der Ehre zu packen und ihr in der Kabine laut und eindringlich zureden während Freund Favre sich das Hirn zermartert bezüglich irgendwelcher taktischen Veränderungen die dem HSV den Hauch einer Chance geben könnten.

Doch ohne die abgestandene Brutalität eines erfahrenen Feuerwehrmannes sowie eines Glückstreffers auf dem winterlichen Transfermarkt dürften für die Raute die Lichter in der ersten Liga wieder einmal ausgehen.

JEANLUCHH
3 Monate zuvor

Es ist alles bekannt. Plus Vieira ein 10er, der aber kein 10er sein darf da unser Wichtel an seinem 3-4-3 festhält.
Das Schlimme: niemand wird in der Wohlfühloase hinterfragt, auch kein Kuntz. Und die Liga ist ja auch scheiß egal.
Alle raus!

Aleksandar
3 Monate zuvor

Also wissen wir jetzt, warum wir schlecht spielen. Warum ändern wir das nicht einfach, zum Beispiel mit einem erfahrenen Trainer? Nur so als Idee!

Frank Müller
3 Monate zuvor

Sehr gute Analyse mit direkter Fehleraufdeckung.
Halbherzig angelaufen.
Man geht in der Abwehr nur auf den Ball und läßt denPaßgeber laufen.
Vieira + RYK taktisch falsch.
Dann der entscheidende Satz: Wir brauchen ein neues Offensivsystem.
Mit der präzisen Forderung: Vieira als klarer Spielmacher hinter den Spitzen!
(lese ich das erste Mal bei dir – aber immerhin.)
Betonung der Defensive decke ich nicht – sondern Balance.
Aber Kompliment für den Blog !!

Blogfan
3 Monate zuvor

„Schreibt doch mal gerne, was es nach eurem Empfinden braucht, damit der HSV endlich mehr Tore schießt und mehr Punkte holt.“

Sofortiges Abstellen „der Sturheit und Selbstherrlichkeit“ auf der Trainerbank.

Polkateddy
3 Monate zuvor

Umstellung auf ein 4-2-3-1. Das kann prinzipiell jede Mannschaft spielen. Viera auf die 10 und ansonsten davor mit einem echten Stürmer, dessen Auftrag es ist Tore zu schießen und nicht jeden Angriff durch Unvermögen zu killen. Schlechter wird’s dadurch jedenfalls nicht. Aber bitte nicht falsch verstehen, ich habe keine Hoffnung auf Besserung.

Nordisch
3 Monate zuvor

Fest steht, dass der HSV ein neues Offensivkonzept braucht. Die meisten Gegner haben sich auf das Umschaltspiel eingestellt und stehen einfach tiefer. So ist der HSV gezwungen, mit dem Ball zu agieren, und das schafft er momentan nicht.

Augsburg ist in der ersten HZ komplett angerannt und hatte über 60% Ballbesitz. Wir waren zu diesem Zeitpunkt nicht einmal gefährlich vor deren Tor. Wo stand Augsburg tief??

Ich verstehe nicht, was Analysen bringen, wenn sie die Realität nicht abbilden. Überraschenderweise — ich hätte Glatzel und Königsdörffer gebracht und auf Flanken und Ballbesitz gesetzt, also ein gänzlich anderes Spiel erwartet — wäre Augsburg prädestiniert für Umschaltspiel gewesen. Das bringen wir aber nicht auf den Platz!

Anders gesagt, das Problem ist nicht, dass das Konzept nicht funktioniert, sondern dass wir es nicht anwenden. Warum auch immer. Aktuell sieht man auf dem Platz überhaupt kein Konzept. Genau darum dreht sich die ganze Diskussion doch!

Volker Gramkau
3 Monate zuvor

Für mich ist das eigentlich ganz einfach:
1. Glatzel als Mittelstürmer, dafür RYK auf die Bank.
2. Vieira hinter dem Sturm in die Zentrale.
3. Die Jungspunde nicht mehr einsetzen, die sind für die Zukunft.
4. Die Defensive so belassen, nur punktuell verstärken.
5. Kunz muss die Trainer davon überzeugen, das System den eigenen Spielern anzupassen.
6. Auf dem Transfermarkt nur aktiv werden, wenn 100%ige Verstärkung.
Ich bin/war kein Trainer, war nur Spieler mit Landesliga Niveau.

Michael Jung
3 Monate zuvor

Lesenswerter Blog, mit klaren Analysen. Kein Vergleich zum Vorblog. Vieira sollte die Muheim Position einnehmen. Dahinter nicht Torunarigha sondern der viel aktivere Katterbach. Dann wäre die linke Seite viel spielstärker besetzt. Und endlich mal Glatzel von Beginn an . Dann kann man beurteilen, was er noch/wieder leisten kann. Ich würde an Glatzels rechter Seite Philippe den Vorzug geben. Die restlichen Positionen unverändert…
Aber ob das Polzin erhört/überzeugt ?

Jan Wagner
3 Monate zuvor

Kuntz müsste sich die Frage um den Trainer gefallen lassen.
Braucht er aber nicht, weil sie niemand stellt! Alles supi,dupi auf Entwicklungskurs!

Dennik Weis
3 Monate zuvor

Also, wenn man über Flanken kommen will, einen kopfballstarken Stürmer, was Königsstürmer nicht ist.
Wenn man irgendwie spielerisch kommen will Leute, die auch Vorlagen produzieren können und, dass Königsstürmer nicht im Abseits abchillt. Als ersten Schritt könnte man Vieira auf die 10 schieben. Auch Glatzel könnte man mal von Anfang an wieder probieren, Königsstürmer könnte eine Pause ja vielleicht mal gebrauchen.

Weltmanager Costa hat man ja gerade erst verlängert, daher scheint der ja echt was drauf zu haben. Somit wäre es klug, wenn der Verein endlich mal entwickelt, wie er mittelfristig generell spielen will, Costa sagt, was man will, Dirscherl und Team daraufhin scouten lässt und vernünftige Leute ranholt, statt irgendwelche invaliden Stars…

Blumi64
3 Monate zuvor

Danke Tom für Deine sehr gute Analyse.
Ich hatte beim zusehen das Gefühl, alle spielen mit Bleiwesten und die paar Abschlüsse waren eher Rückgaben.
Und das Spiel ohne Ball war gruselig.
Denke, das der Druck schon wieder zu hoch ist.
Aber kein Mitleid.
Sind Profis und verdienen genügend

Last edited 3 Monate zuvor by Blumi64
Flutschfinger
3 Monate zuvor

Nochmal: Merlin Polzin ist ein Laberheini ohne Offensivkonzept.

Das ausgegebene Saisonmotto „Stabil gegen den Ball“ wurde von mir bereits vor Spieltag eins kritisiert. Es gibt genügend Mannschaften, die mit dem gleichen Rumpelkonzept spielen, aber besser besetzt sind.

Warum zur Hölle glauben die Verantwortlichen des HSV so erfolgreich sein?

Ich habe letzte Woche in einem der Blogs gelesen, dass Spieler wie Ramos plötzlich ein Faktor sind.

Nein, sind sie nicht: Sie sind der Beleg für Stümperei und Naivität. Ständig einen Abwehrspieler bringen zu müssen, weil einfach keine Stürmer gebracht werden können (ohne übermäßige Verletzungssorgen), ist lächerlich.

Last edited 3 Monate zuvor by Flutschfinger
Hans-Werner Rieken
3 Monate zuvor

Ich spendiere 3 € ins Phrasenschwein,
FUSSBALL IST EIN EINFACHES SPIEL!
Deshalb sind mir die Analysen und Massnahmen von Mats Beckmann einfach zu kompliziert. Auch wenn Stefan Schoor wiederum sehr schlichte Erkenntnisse und Vorschläge hat, er kommt dem einfachen Fussballspiel wesentlich näher!
Genau so hat er auch gespielt!

Frank Müller
3 Monate zuvor

Medien: warum kriegt man Vieiras Qualitätten nicht auf den Platz?
Weil Polzin auf seinem System beharrt.
Couchpotatoe Kuntz holt soweiso keinen neuen Trainer.
Also müßte er auf eine Systemumstellung hinwirken.
Die Spieler für 4-2-3-1 sind da.
Nein,man will sich um Spieler für 3/5 und Kontern bemühen.
Bei Betonung der Defensive sind Muheim/Gocho doch fast
zu vernachlässigen -> schwache oder gar keine Verteidigung.
Philippe MS und Vieira dahinter.
Wenn Polzin da wieder mit Königsberger aufläuft muß man
ja fast schon lachen.
Man schaufelt sich aber selbst sein Grab durch immer wieder
denselben Mist.

juke
3 Monate zuvor

Hoeness vergißt dabei die Sperrklausel beim FCB mit 30 % als Obergrenze. Mehr Anteile zu verkaufen geht ohne die Zustimmung der Mitglieder n i c h t!.

Alle anderen Vereine sollen das aber umsetzen. Quatsch

Nicolai Alexander
3 Monate zuvor

„ Schreibt doch mal gerne, was es nach eurem Empfinden braucht, damit der HSV endlich mehr Tore schießt und mehr Punkte holt.“

Ein klares Konzept, wie man zukünftig spielen möchte. Gefühlt wechselt die Taktik in jedem Spiel zwischen Ballbesitz und Konterfussball. Es ist ja gut, wenn man sich auf den Gegner taktisch einstellt. Aber dann sollte auch die Mannschaft entsprechend aufgestellt werden. Du hast das schon gut erkannt, Tom. Wenn man auf Konter und die zweiten Bälle gehen möchte, stellt man Vieira nicht auf außen und lässt Phillipe draußen.

Dass Vieira überhaupt der Unterschiedsspieler sein soll, sehe ich nicht so. Klar ist er technisch stark, seine Spielweise hat mich bisher noch nicht überzeugt. Ob das als klarer 10‘er besser funktioniert, müsste man mal ausprobieren.

Lars K
3 Monate zuvor

Jonah Kusi-asare? Wäre das einer für uns? Bei fulham kommt er nicht zum Zug