Glatzel oder nicht Glatzel – das ist hier die Frage…

by | 12.03.25 | 38 comments

Selbstverständlich zieht eine Personalie wie die von Robert Glatzel viel Interesse auf sich. Sehr viel sogar. Dennoch geht mir die Diskussion darüber, ob er in Magdeburg spielen wird oder nicht, inzwischen auf den Keks. Denn es ist alles gesagt. Und: Der HSV hat weitere Alternativen für den Ausfall des bisherigen Toptorjägers Davie Selke. Beim starken 4:1 gegen Fortuna Düsseldorf saß Glatzel noch als Zuschauer mit seinen Mitspielern vor den Fans auf der Tribüne. Nun steht der beliebte Torjäger vor seinem Comeback im Topspiel beim 1. FC Magdeburg. Nach fast fünf Monaten Verletzungspause gehört der 31-Jährige am Wochenende zumindest endlich wieder dem Kader der Norddeutschen an. „Es ist auch kein Geheimnis, dass er am Freitag dabei sein wird. Er hat diese Woche voll mittrainiert, ist voll dabei, hat sehr viel Energie“, sagte Trainer Merlin Polzin vor der Partie am Freitag (18.30 Uhr/Sky) in Magdeburg – und heizt damit die Gerüchte an, Glatzel könne sogar in der Startelf stehen.

Aber das wird er nicht, wenn die Trainer nicht ihren bislang sehr nachvollziehbaren, leistungsorientierten Weg verlassen. Und genau dafür schätze ich das neue Trainerteam: Sie sind konsequent und vernünftig. Deshalb war Glatzel am vergangenen Wochenende trotz Einsatzfähigkeit auch noch nicht im Kader. Vor allem aber demonstrieren sie den restlichen Offensivspielern, dass sie ihnen keinen 80-Prozent-Glatzel vorziehen, sondern ihnen vertrauen. Auch jetzt in Magdeburg, wo es ohne den gelbgesperrten Toptorjäger zweifellos sehr schwer wird. „Da ist es, glaube ich, sinnvoller, den Spieler nach und nach dann heranzuführen, als ihn jetzt direkt in etwas hineinzujagen. Und trotzdem ist es Freitagabend definitiv ein besonderes Spiel“, sagt Polzin – und er hat recht!

Glatzel: „Alles kann, nichts muss…“

Zur Erinnerung: Glatzel musste im Oktober nach seinem Sehnenabriss im Hüftbereich operiert werden. In den vergangenen Wochen wurde der Fußballprofi langsam und sehr behutsam wieder ans Mannschaftstraining herangeführt. Seit zwei Wochen ist er mehr oder weniger voll dabei. Dennoch sind sich alle einig, dass es für die vollen 90 Minuten noch nicht reichen kann. Die Faustregel, dass man so lange braucht, um zu seiner alten Form zu finden, wie man raus war – sie gilt sicher nicht für jeden gleichermaßen. Aber dass Glatzel nicht sofort bei 100 % Matchfitness sein kann, ist logisch.

Von daher ist der Plan des Trainerteams, Glatzel langsam heranzuführen, absolut nachvollziehbar – und aus vielerlei Gründen auch richtig. Denn Glatzel im noch nicht spielfitten Zustand schon die Verantwortung des Hoffnungsträgers aufzubürden, macht das Comeback nicht einfacher, im Gegenteil. Am Ende aber eingewechselt zu werden und in kurzer Zeit vielleicht noch einmal helfen zu können – das ist auch für Glatzel eine überschaubare Drucksituation, bei der er mehr gewinnen als verlieren kann.

Ich würde Glatzel in Magdeburg noch nicht beginnen lassen, ihm aber sehr wohl am Ende noch ein paar Minuten Spielzeit schenken, wenn das Spiel es zulässt – oder es sogar danach verlangt. In der darauffolgenden Länderspielpause würde ich Glatzel dann in einem oder mehreren Testspielen noch ein Stück weit näher an seine Matchfitness heranbringen. Und: Im ersten Zweitligaspiel nach der Länderspielpause kommt der SV Elversberg ins Volksparkstadion – da würde ich Glatzel ebenfalls nicht beginnen lassen, sofern Selke dann fit sein sollte und/oder einer der anderen Stürmer gut performen sollte.

Soll heißen: Glatzel kann – Stand heute – ganz behutsam herangeführt werden, es besteht aktuell kein Druck für die Trainer. Dass das nie ausschließen darf, Glatzel doch zu bringen, wenn er am besten von allen Offensivspielern trainiert und wirklich „topfit“ sein sollte, wie es Trainer Polzin heute etwas überspitzt formuliert hat – logisch! Oder wie haben wir früher immer vor unseren nächtlichen Partyzügen gesagt: „Alles kann – nichts muss …“

Magdeburg fehlt der Abwehrchef – dem HSV der Toptorjäger

Im nächsten Topspiel beim Tabellenvierten Magdeburg wird es nicht zum Duell der beiden besten Torjäger kommen. Davie Selke mit 17 Treffern und Martijn Kaars mit 16 Toren für den FCM stehen ganz oben in der Torjägerliste der 2. Bundesliga. Der Niederländer Kaars war im Sommer nach Magdeburg gewechselt. Er gilt als großer Scouting-Erfolg, denn der 26-Jährige hatte zuvor „nur“ in der zweiten niederländischen Liga bei Helmond Sport gespielt.

Dennoch sorgten Selke auf HSV-Seite und Kaars für Magdeburg dafür, dass ihre Klubs die torreichsten der Liga wurden. Der HSV erzielte bisher 55 Treffer, die Magdeburger stehen mit 53 Toren knapp dahinter. Die Magdeburger um Ex-HSV-Trainer Christian Titz sind zudem nur drei Zähler von den Hamburgern distanziert – und könnten am Wochenende mit einem Sieg mindestens für Punktgleichheit sorgen. Polzin freut sich auf das nächste Duell mit einem Trainer, der eine HSV-Vergangenheit hat: „Das wird ein richtig cooles Fußballspiel.“ Hoffen wir mal, dass der HSV in der immer sehr stimmungsvollen und mit 30.098 Zuschauern wieder ausverkauften Magdeburger AVNET-Arena seine Leistung aus den Düsseldorf- und Kaiserslautern-Heimspielen (im Gegensatz zur Leistung beim SC Paderborn) diesmal auch auswärts konservieren kann …

Ich würde dort mit Ransford Yeboah Königsdörffer für Selke in der Spitze beginnen und ansonsten nichts ändern. Zumal auch gesagt werden muss, dass dem FCM mit Abwehrchef Daniel Heber ein Stammspieler hinten gelbgesperrt fehlen wird. Sollte es mit Königsdörffer (wie zuletzt gegen Düsseldorf) nicht gut funktionieren, kann Otto Stange einspringen – oder RYK als Doppelspitze ergänzen, was ich für eine durchaus geeignete Umstellung erachten würde. Und: Dass Stange 45 Minuten im Köcher hat, hat er bei seiner sehr ordentlichen Performance bei Preußen Münster bewiesen. Und wie bereits erwähnt: Wenn das alles nicht greift, hat man immer noch einen Robert Glatzel in der Hinterhand. Es gibt definitiv schwierigere Ausgangspositionen für einen Trainer.

Dementsprechend positiv ist Polzin dann auch gelaunt. Heute sagte er: „Ich glaube, die Fußball-Fans können ein Spektakel erwarten. Die Magdeburger setzen auf Ballbesitz, wir müssen also auf höchstem Niveau verteidigen. Unabhängig davon wollen wir aber natürlich gewinnen.“

In diesem Sinne, morgen melde ich mich wieder mit dem Matchday-Video mit Stefan Schnoor zusammen bei Euch!! Bis dahin wünsche ich Euch allen alles Gute – und bleibt gesund!
Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Jan Wagner
21 Tage zuvor

Welch komisches Gefühl man hat nach einem guten Spiel!
Bietet Magdeburg eine ähnliche Laufleistung an wie Paderborn,sehe ich schwarz!
Was hätte man vor 10 Jahren darüber gelacht!Jetzt hat man die Hosen voll wenn man nach Magdeburg fährt.🤦‍♂️

BernadoRomeoMS
21 Tage zuvor

Soll Glatzel doch spielen von Beginn an. Verstehe es nicht. Entweder es läuft. Sonst zur Halbzeit raus. Wenn er bei 100% ist. Warum warten…auf was? Dieses in Watte packen. Muss er ja wohl selbst wissen. Entweder kann ich spielen oder nicht. Und er hat die Qualität. Solla doch zusammen mit Königsdörffer oder Stange ran. Volle Pulle nach vorne. Keine Angst man. Diese Schisserei. Direkt Zeichen setzen und rein damit. Er kann inne Halbzeit immer no h raus

Meaty
21 Tage zuvor

Wenn man Königsdörffer nicht ganz verprellen will, dann muss der 9 Tore Stürmer natürlich in Magdeburg beginnen!
Einen Otto Stange sollte man nicht verheizen und für einen Glatzel kommt die Startelf nach dieser langen Verletzungszeit sicherlich noch zu früh.

Eine torgefährliche Mannschaft besteht sowieso nicht nur aus einem einzigen Stürmer, da könnte sich ja auch jede Dorftruppe auf den HSV Angriff einstellen. Natürlich kann man beim HSV nur froh sein, dass mam zwei Topstürmer in seinen Reihen hat, die regelmäßig das Tor treffen!

Unberechenbare Mannschaften haben aber auch zusätzlich ein torgefährliches Mittelfeld und auch dazu torgefährliche Außenbahnspieler. Ein Dompe (6 Tore) wird aktuell auf seiner Außenbahn vom Gegner gedoppelt und hat so weniger Zug zum Tor. Auf der anderen Seite brachte Sahiti (1 Tor) noch nicht die Leistung, die (mMn) mit seinen technischen Fähigkeiten möglich wären. Hier könnte vielleicht ein Balde oder Mebude mal für mehr Druck u. Torgefahr sorgen?

Das offensive (bzw .defensive) Mittelfeld ist beim HSV hinsichtlich Torgefährlichkeit natürlich eine absolute Schwachstelle, denn weder ein Karabec (3 Tore), noch ein Reis (2 Tore) oder Richter (1 Tor), geschweige denn ein Meffert (1 Tor) oder ein Pherai (2 Tore) bringen hier dauerhaft die gegnerische Abwehrreihen zum Schwitzen!

Das es in Magdeburg sicherlich auch auf eine stabile Defensive ankommen wird, könnte man auch mit zwei Sechsern Meffert und Poreba beginnen, da ein Karabec im Mittelfeld häufig wichtige Zweikämpfen verliert! Verstehe sowieso nicht, warum ein immer zweikampfstarker und passsicherer Poreba bei Polzin keine Spielminuten mehr bekommt?

Last edited 21 Tage zuvor by Meaty
Tatortreiniger
21 Tage zuvor

Ransford Königsdörffer hat in den Walterjahren meist enttäuscht und ist nie Stammspieler geworden. Walter spielte nur mit einer Spitze und am treffsicheren wie (damals) nie verletzten Robert Glatzel kam Königsdörffer nicht vorbei. Als Außenspieler eingesetzt war er stets schwach. In ein paar Spielen der ersten Saison funktionierte er gut als eingewechselte zweite Spitze neben Glatzel. In dieser Premierensaison machte er auch 6 Tore, wenn ich mich recht erinnere. Die nächsten 1 1/2 Spielzeiten unter Walter waren zum Vergessen. Für ihn und uns.

Unter Steffen Baumgart blühte Königsdörffer auf, rettete uns zum Saisonstart wichtige Punkte, als Selke und Glatzel noch nicht einsatzbereit waren. Danach liess Baumgart mit 2 Spitzen spielen, was Königsdörffer ebenfalls entgegenkam. Die meisten seiner 9 Saisontore resultieren aus dieser Zeit. Hinzu kam, dass Baumgart die Mannschaft häufig sehr tief stehen liess, das Umschaltspiel passt zum schnellen, aber technisch schwachen Königsdörffer viel besser, als das Kombinationsspiel im Ballbesitz.

Seit Polzin am Ruder ist, wird wieder mit einer Spitze gespielt und Königsdörffer sitzt viel auf der Bank. Bei seinen Kurzeinsätzen als Außenspieler oder als Ersatz für Selke war er schwach, als eine Art Achter in Regensburg ein Desaster.

Fazit: Königsdörffer ist nur als zweite, bewegliche Spitze neben einem dominanten Stoßstürmer oder aber als Konterstürmer zu gebrauchen. Er ist schnell und er kann Tore schießen. Das sind seine beiden Talente.

Nun wird er als einzige Spitze in Magdeburg Davie Selke ersetzen. Das kann meiner Ansicht nach nur erfolgreich sein, wenn Polzin die Taktik des Teams etwas umstellt. Viel Spiel über die Flügel und Flanken in die Box werden nichts bringen. Königsdörffer kann zwar Kopfbälle, aber nur unbedrängt. Sobald ein Gegner an ihm dran ist, zieht er die Rübe ein. Auch unsere gefährlichen Ecken (0,6 Tore pro Spiel, Liga-Bestwert) werden Freitag kaum weiterhelfen, außer Elfadli oder Hadzi halten mal den Schädel hin.

Daher bleibe ich dabei: nicht den Bus parken à la Baumgart, aber die Räume in der eigenen Hälfte eng machen gegen die flinken und spielstarken Hausherren. Dort dann aggressiv die Bälle erobern und unsere schnellen Spitzen schicken. Dompé weiß ohnehin, was zu tun ist, Königsdörffer wird sich bei dieser Spielweise wohlfühlen…und rechts?

Wahrscheinlich wird Polzin wieder auf Emir Sahiti setzen, er schätzt seine Ballsicherheit, durch die er nur selten Ballverluste hat. Außerdem läuft Sahiti defensiv inzwischen viele Räume zu und ist der ideale Partner, um aus der eigenen Hälfte kombinationssicher aufzubauen. Alles schön und gut.

Offensiv hat Sahiti dagegen NULL Durchschlagskraft. Er kann nicht flanken, nicht vernünftig schießen, spielt auch kaum clevere Pässe…und er ist für einen Außenspieler bemerkenswert langsam. Deswegen macht er auch kaum Tiefenläufe. Das übernimmt für ihn in der Regel Mikelbrencis.

Baldé machte gegen Lautern ein tolles Tor, stümperte sich aber bei seinen Kurzeinsätzen defensiv auch eine Menge zurecht. Und warum der schnelle Mebude nach seinem guten Spiel gegen Lautern schon wieder ausgespielt hat, muss wohl an den Trainingsleistungen liegen?

Ich würde ihn gerne in Magdeburg starten sehen, weil er – von Polzin bestätigt – in dem Lautern-Spiel eben auch defensiv gut arbeitete, was dagegen Baldé (noch) gar nicht gut kann. Sahiti wieder kann seine oben genannten Stärken am ehesten im dominanten Ballbesitz-Spiel zeigen.

Magdeburg ist aber selbst die Liga-Nr.1 in Sachen Ballbesitz. Das Spiel wird also auch deshalb ganz anders laufen als gegen Lautern und Düsseldorf.

Last edited 20 Tage zuvor by Tatortreiniger
Rotkaeppchen1966
21 Tage zuvor

Ähnlich wie auf Kaiserlautern mit Paderborn ein unangenehmes Auswärtsspiel folgte nun die Aufgabe in Magdeburg nach dem Düsseldorf Spektakel.
Schade, dass Magdeburg seinen Heimkomplex mit klaren Siegen gegen Köln und Darmstadt nun überwunden hat, aber auch egal, so sind wir halt nicht die ersten, die es nach einem Jahr ohne Heimsieg für den Europapokalsieger von 1974 erwischt.
Ich hoffe, der HSV hält mehr dagegen als vor zwei Wochen in Paderborn – da ging wirklich gar nichts in Halbzeit 2.
Auswärts ist unsere Bilanz ausbaufähig, zuhause sind wir die Nr.1.
Und ja – die Atmosphäre im ausverkauften Volkspark unter Flutlicht gibt noch mal einen Extra-Kick Motivation und Adrenalin und dann nehmen Spiele wie gegen den FCK und Düsseldorf eine Entwicklung, wie sie eben auf den Dorfplätzen in Elversberg, Ulm und Paderborn nicht möglich ist.
Muss auch mal geschrieben werden – denn der Umkehrschluss, dass unsere Jungs, bloß weil sie im Volkspark ja immerhin mal laufen wie die Hasen, auswärts keinen Bock haben, ist doch ziemlich weit her geholt. Ich denke wirklich, dass kann man nur behaupten, wenn man nicht im Stadion sitzt. Die Atmosphäre im Volkspark „flasht“ Fans und Spieler.
Ich will gar nicht abstreiten, dass den Jungs auswärts da echt mehr als ein Tick fehlt, um auch bei erwähnten Gegnern sein Spiel durchzusetzen. Aber das hat halt dann meiner Ansicht nach eher mit einem Kader zu tun, der an den Positionen, die wir hier immer wieder angesprochen haben, nicht austariert ist, aber nicht damit, dass die Jungs „bocklos“ sind, wie hier gern geschrieben wird.
Sei es drum – daher habe ich auch kein gutes Gefühl für Magdeburg. Titz wird die Schwachstellen unserer Defensive schon ausmachen genau wie Kollege Kwasniok.
Ich würde eher Hefti als Mikelbrencis bringen und den ballsicheren Sahiti.
Schade natürlich, dass Elfadli in der IV gebunden ist, aber ihn werden wir brauchen, um gegen Kaars zu bestehen – wenn sie ihn natürlich so durchlaufen lassen wie Kownacki von der Fortuna letzten Samstag, ist ohnehin egal wer spielt.
Ja richtig, hoffentlich haben die Jungs mehr Mut und Selbstbewusstsein als ich in meiner Meinung und andere hier. Aber die verpassten Aufstiege haben an einem gezerrt und genagt.

hsv-bundy
21 Tage zuvor

Wer soll denn der fehlende Abwehrchef bei Magdeburg sein?

Folker Mannfrahs
21 Tage zuvor

Ist doch völlig logisch, dass 14 Tage länger Erholungsphase für Glatzel natürlich besser sind.
Königsdörffer ist für Magdeburg perfekt.
Stange Backup!

Frank Müller
21 Tage zuvor

KONSTANZ ODER NICHT-KONSTANZ….
das ist hier die Frage.
Davon wird ALLES abhängen.
Im nächsten Spiel auf´m Dorf ist Reis gar nicht
zu sehen.
Geht nicht.
Der Trainer muß zunächst wachrütteln und…
dann Konsequenzen durchziehen.
Es spielt nur, wer auf´m Rasen was bewirkt.
Nicht Prinzip Hoffnung,ob Richter im 12. Spiel
mal ´n Pass hinkriegt.
Das gilt auch für den Spielverlauf:
Zunächst – ohne gleich alles über´s Knie
zu brechen: Ransford K.
Stolpert er nur rum….nach 30min raus.
Ich kann das mit Glatzel absprechen:
nur solange er sich stark fühlt.
Dann kommt Stange ihr´n Otto und macht…
das entscheidende Tor

Norbert Schröder
21 Tage zuvor

Kompakt im Mittelfeld und flinke Konter heißt die Lösung.
Magdeburg ist spielstark, die Konter sind feilschnell und effektiv und sie lieben den Ball, den Ballbesitzt.
Die Abwehr ist anfällig, Rückstände sind für Magdeburg zusätzliche Motivation.
Was heißt das für unseren HSV ?
Räume eng machen, nicht ins Spiel kommen lassen. Die nominelle Abwehr muss frühzeitig entlastet werden. Zweikämpfe ins Mittelfeld verlagern, frühes  Pressing.  Schade das Elfadli in der IV spielt.
Viele schnelle Nadelstiche. Dompe, Königsdörffer und Sahiti/ Balde, einer muss immer offensiv stehen für Konter.
Glatzel ist keine Option. Stange sollte das Vertrauen bekommen, ab der 60 bzw 75 min, je nach Spielstand.
Über allem, gut das es ein Flutlicht Spiel ist, oder umgekehrt, die mia san mia Mentalität ist um 13.30 Uhr weniger ausgeprägt.

Tatortreiniger
20 Tage zuvor

Das HA berichtet heute darüber, wie Christian Titz die Magdeburger zu einem echten Aufstiegskandidaten entwickelt hat. Im letzten Transfersommer legte man Wert auf athletische, schnelle Spieler, um den Ballbesitzfußball variantenreicher zu machen.

Verblüffend dabei wie ähnlich das Team dem HSV inzwischen ist:

a) die zweitmeisten Tore (53) nach dem HSV (55)

b) die zweitmeisten Kontertore (7) nach dem HSV (8)

c) stark nach Standards

d) schwer zu schlagen, nur 5 Niederlagen in 25 Spielen (HSV: 4)

e) lieben Flutlichtspiele

f) mit Kaars den zweitbesten Torjäger (16 Tore) nach Selke (17).

Diesem Martijn Kaars widmet der Artikel auch zwei Extraabsätze:

Magdeburg steht aber auch deshalb so weit oben in der Tabelle, weil der Club mit Sommer-Neuzugang Martijn Kaars den lang ersehnten Torjäger gefunden hat. Der Niederländer, der für 800.000 Euro vom Zweitligisten Helmond Sport kam, hat mit 16 Toren die zweitmeisten der Liga erzielt. Erfolgreicher war nur HSV-Stürmer Davie Selke (17), der beim Spitzenspiel Gelb-gesperrt fehlt. 

Kaars ist jedoch ein ganz anderer Spielertyp als Selke. Der 1,83 Meter große Angreifer ist ein mitspielender Stürmer, der durch seine Tempodribblings und seine Laufstärke besticht. Mit 911 Sprints und 2040 intensiven Läufen führt er beide Statistiken mit großem Abstand an. Anders als Selke trifft Kaars allerdings nicht so regelmäßig. Seine 16 Saisontore hat er in neun Spielen erzielt, 15-mal blieb er dagegen torlos (einmal gesperrt). Wenn Magdeburgs Stürmer trifft, dann häufig mehrfach.

Last edited 20 Tage zuvor by Tatortreiniger
hsv-bundy
20 Tage zuvor

Hauptsache das Abschlusstraining von Magdeburg fand nicht in der Halle statt.