Es gibt Spiele, die sind wichtig – und es gibt Spiele, die eine ganze Saison in sich tragen. Dieses Nordderby gehört ohne jede Frage zur zweiten Kategorie. Wenn der HSV am Sonnabend um 15.30 Uhr im Weserstadion aufläuft, geht es nicht einfach nur um drei Punkte. Es geht um einen Moment, in dem sich Wochen, Monate, vielleicht ein ganzes Jahr bündeln. Um die eine Gelegenheit, aus einem nervenaufreibenden Abstiegskampf den entscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Und genau das spüren sie alle. In der Kabine, auf dem Platz, im Umfeld. Dieses Spiel ist anders.
Die Vorzeichen könnten kaum intensiver sein. Hochrisikospiel, tausende Polizisten, rivalisierende Fanlager, die sich seit Jahrzehnten nichts schenken. Das Weserstadion wird brennen – emotional, laut, aufgeheizt. Pyrotechnik auf den Rängen, Druck auf dem Platz. Und mittendrin ein HSV, der zuletzt nicht immer die Stabilität hatte, die er braucht, um solche Spiele zu bestehen. Die Zahlen sind klar: In den vergangenen Wochen lief die Mannschaft weniger als der Gegner, verlor mehr Zweikämpfe, wirkte nicht mehr so durchsetzungsstark wie noch zuvor. Aber genau darin liegt auch die Chance dieses Spiels. Denn ein Derby verzeiht keine halben Sachen. Es zwingt dich, alles reinzuwerfen. Es ist der Moment, in dem du dich entscheiden musst.
Und als wäre diese Ausgangslage nicht schon besonders genug, bekommt dieses Nordderby noch eine zusätzliche Ebene. Auf den Trainerbänken stehen sich mit Daniel Thioune und Merlin Polzin zwei Männer gegenüber, die mehr verbindet als ein normaler sportlicher Wettbewerb. Vor 13 Jahren begann ihre gemeinsame Geschichte in Osnabrück, als Thioune einen jungen, akribischen Beobachter ansprach und ihn kurzerhand zu seinem Co-Trainer machte. Sieben Jahre arbeiteten sie Seite an Seite, entwickelten sich gemeinsam, stiegen auf – und wurden Freunde. Jetzt stehen sie sich in einem der emotionalsten Spiele des deutschen Fußballs gegenüber. „Am Wochenende sind wir keine Freunde“, sagt Thioune mit einem Lächeln. Und doch liegt genau darin die besondere Spannung: Zwei Trainer, die sich kennen, die sich lesen können – und die genau wissen, dass es diesmal um alles geht. Und das Beste: Beide äußerten sich vor diesem Spiel im höchsten Maße respektvoll über den jeweils anderen. So gehört sich das…
Doch so besonders diese Geschichte ist, am Ende entscheidet nicht die Vergangenheit, sondern das, was auf dem Platz passiert. Und da richtet sich beim HSV vieles auf eine Personalie: Luka Vuskovic. Offiziell wackelt der Abwehrchef, Knieprellung, kein Mannschaftstraining, große Zweifel. Sein Ausfall würde die Defensive empfindlich treffen – das hat das 0:4 in Stuttgart brutal gezeigt. Und trotzdem bleibt ein Gefühl: Wenn es irgendwie geht, wird er spielen. Vielleicht nicht von Beginn an, vielleicht nicht bei voller Belastung. Aber Luka Vuskovic ist nicht der Typ, der zu so einem Spiel anreist, um dann 90 Minuten auf der Bank zu sitzen. Dafür ist dieses Derby zu groß, dafür ist die Situation zu entscheidend. Ich bin überzeugt, dass er am Ende auf dem Platz stehen wird – weil genau dieser Wille und solche Spieler jetzt gebraucht werden.
Denn dieses Spiel verlangt genau diesen Charakter. Mehr Wucht, mehr Präsenz, mehr Entschlossenheit. Spieler wie Nicolai Remberg, der sich von Pfiffen nicht einschüchtern lässt, sondern sie als zusätzlichen Antrieb begreift. Spieler wie Albert Grønbæk, der trotz kurzer Zeit im Verein sofort verstanden hat, welche Bedeutung dieses Derby hat. Es geht nicht mehr um Taktik-Debatten oder Formkurven. Es geht um Haltung. Um die Bereitschaft, diesen einen Schritt zu gehen.
Und genau deshalb ist dieses Spiel so geil. Weil es mehr ist als ein Derby. Weil es für den HSV die Chance ist, sich selbst zu beweisen, dass er bereit ist, in der Bundesliga zu bleiben. Wenn der HSV dieses Spiel gewinnt, macht er einen entscheidenden, riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt e vielleicht den entscheidenden. Und genau deshalb wird dieses Nordderby kein fußballerischer Leckerbissen, sondern ein Kampf. Laut, intensiv, emotional, vielleicht auch chaotisch. Aber genau auf dieser Bühne entscheidet sich, wer bestehen kann, wenn es darauf ankommt.
Der HSV hat jetzt die Chance, diese Antwort zu geben. Und diesmal gibt es wirklich keine zweite mehr.
In diesem Sinne, bis morgen!!
Scholle


„Vielleicht nicht von Beginn an, vielleicht nicht bei voller Belastung.“
Beides Unsinn!
Luka Waldschmidt hat uns auch schon mal gerettet.
Glückwunsch auch an Timmy Trainergott Walter für drei wichtige Punkte mit Holzbein.
Es ist wirklich soooo unglaublich krass, dass man immer wieder in anderen Spielen mitfiebern und hoffen muss, dass die Abstiegskonkurrenz nicht gewinnt, wohlwissend dass der eigene Verein mit seinem absoluten Anti-Trainer kein Spiel selbst mehr gewinnen wird bis zum Saisonende. Man kann nur auf die Schwäche der anderen Teams hoffen, dass der HSV doch noch auf Platz 15 am Ende eintruteln wird.
Insofern ist das 1:1 zwischen St Pauli und Köln maximal positiv im Moment für den HSV.
Starker, stimmungsvoller Blog, der noch einmal deutlich macht, worum es morgen geht!
Und weil alle morgen heiss sind, wird es unentschieden ausgehen und es wird gar nichts entschieden sein. Gut, gegenüber Werder ist dann ein Spiel von der Uhr genommen und der Abstand gewahrt.
Kö lle und Pauli überbieten sich in der Harmlosigkeit, also da muss sich unser HSV nicht fürchten, aber nicht dem Team sagen.
Kämpfen und Siegen….alles riskieren !
Es gibt noch etwas gutzumachen, gegen die Fischköppe.
St Pauli führt hochverdient gegen schwache Kölner. Bleibt es so, ist morgen alles angerichtet für die Fortsetzung des HSV-Niedergangs. Platz 16 für den HSV demnächst incoming. Jede Wette.
# Polzin Raus.
Alle meine Prophezeiungen werden eintreten.
Der HSV hat selber Schuld. Wer gegen solche Gegner wie Köln oder Augsburg zuhause nicht gewinnt, hat es eben verdient Relegation zu spielen
Morgen muss jeder einzene Spieler zeigen das er die Raute im Herzen trägt!!!
👍
💙🤍🖤
Könnten wir für nächste Saison Downs und Königsdörffer gegen Agnar Rache tauschen?
Köln schwach und bei Pauli ist einfach nicht mehr drin. Einziger Lichtblick El Mala Instinkt Fußballer.
1:0 Pauli
Das Unheil nimmt seinen Lauf
Ei Herrjeh! Nun sind wir mitten drin im Abstiegskampf!
Ich hoffe unser Trainer bemerkt das wenn wir gewinnen Bremen 3 Tore von der Relegation weg ist.
11 Meter Köln . 1:1
Jaaaaaa Köln 1:1
Überlebenswichtig für den HSV, wenn es so bleibt
Das Unentschieden von Pauli war der Klassenerhalt …
Den Elfer für Köln hätten ähnlich auch Mikelbrencis, Elfadli oder Omari verursachen können.