Voller Fokus auf Sinsheim: Mit Testspiel-Rückenwind und Umschaltspiel zur TSG
Nach dem Testspielsieg geht es für den HSV am Samstag nach Sinsheim zu TSG Hoffenheim. Der Vorbericht zur Bundesliga-Rückkehr mit Personal-Check und Taktik-Analyse.

Moin zusammen,
nach dem Testspiel ist direkt vor dem nächsten Auswärtsspiel. Für den HSV geht es am Samstag nach Sinsheim, Gegner ist die TSG Hoffenheim. Durch den 2:0-Sieg geht man mit Rückenwind in den Bundesliga-Restart. Man darf so ein Spiel natürlich nicht überbewerten, es war immerhin nur ein Testspiel, dennoch ist ein positives Ergebnis immer etwas Gutes für den Kopf. Man sollte nun also mit einem positiven Mindset in die Trainingswoche gehen und mit voller Energie an den Dingen arbeiten, die es braucht, um am Samstag ein gutes Spiel hinzulegen.
Der Gegner: Hohes Pressing in Sinsheim
Der Gegner aus Hoffenheim ist sich seinen Attributen aus dem letzten Jahr auch in dieser Saison treu geblieben. Man ist nach wie vor ein hoch pressendes Team, das den Gegner früh unter Druck setzen möchte. Hoffenheim ist nach Bayern München das Team, das am frühsten presst. Insgesamt lässt man dem Gegner im Schnitt nur 9,8 Pässe spielen, bis die Pressingaktion gestartet wird.
Auch bei den Pressing-Aktionen steht Hoffenheim mit einem Wert von 62 auf dem zweiten Platz der Liga. Bei den hohen Ballgewinnen ist man ebenfalls gut dabei: Insgesamt konnte man den Gegner in den ersten vier Spielen zu 37 Ballverlusten im eigenen Drittel zwingen. Ebenso sind die Sinsheimer in allen Laufwerten der Liga vorn dabei. Man kann sich also ausrechnen, was für ein Gegner auf den HSV wartet.
Personelle Lage im Sturm
Beim HSV gab es nach dem Spiel gegen Kopenhagen weitere Verletzungssorgen im Sturm, Poulsen musste raus. Allerdings hat dieser nach dem Spiel Entwarnung gegeben, es ist nichts Muskuläres und das Spiel am Samstag scheint auch nicht in Gefahr zu sein.
Dadurch, dass ein Einsatz von Moffi am Wochenende aber weiterhin auf der Kippe steht, wird die Ausgangslage sicherlich so sein wie zuletzt. Adeline und Vieira werden aller Voraussicht nach auf einer Doppel-10 starten, und vorne werden sich Poulsen und Stange die Einsatzzeit aufteilen. Poulsen wird so oder so keine 90 Minuten spielen, damit ist ein Einsatz von Stange fast schon garantiert – allerdings ist dann die Frage, wer startet.
Ich persönlich finde es schade, dass Stange dann wohl nicht neben einem zweiten Stürmer starten kann, das hätte ich wirklich gerne gesehen. Stange ist ja nicht derjenige, der vorne jeden Ball festmacht; er ist eher derjenige, der neben einem großen Stürmer auftritt und um ihn herum agiert. Wenn der HSV den Ball hat, wird man sicherlich den direkten Weg zum Tor suchen. Dann wird der Ball nicht gezielt auf den Zielspieler gespielt, sondern über Steckpässe zum gegnerischen Tor getragen. Durch die hohe Linie von Hoffenheim könnte das ein probates Mittel sein, was einer Stange als Einzelspitze zugutekommen könnte.
Die mögliche Startaufstellung
Ich denke auch, die restliche Startaufstellung ist relativ eindeutig, sofern sich keiner mehr verletzt oder aus anderen Gründen ausfällt:
- Tor: Heuer Fernandes
- Abwehr: Bornauw, Torunarigha, Capaldo
- Mittelfeld: Rechts El Ouahdi, links Wolfe. Auf der Doppel-6 Remberg und Lokonga, auf der 10 Vieira und Adeline
- Sturm: Poulsen oder Stange
Hinten in der Dreierkette hatte man jetzt genug Zeit, sich einzuspielen, da müssen die Abläufe auf jeden Fall besser sein als in den ersten vier Spielen. Rechts hinten braucht es mindestens die gleiche Leistung wie gegen Köln, und auch die Doppel-6 muss nun in Sinsheim zeigen, dass sie an die Leistungen aus der vergangenen Saison anknüpfen kann.
Vieira selbst sagte ja im Interview, er sei wieder bei 100 %, also erwarte ich auch dort eine erhebliche Leistungssteigerung. Ebenso war ja auch relativ früh klar, dass Adeline neben Vieira starten wird, also sollte sich auch da ein gewisser Automatismus eingespielt haben. Vorne braucht es dann gegen Hoffenheim eine ähnliche Stürmerleistung wie gegen Köln, sei es von Poulsen oder Stange, am besten von beiden. Das war gegen Köln schon ziemlich gut, daran gilt es anzusetzen.
Der Matchplan und das Drumherum
Ansonsten dürfte der Plan klar sein: Hinten kompakt stehen, aggressiv gegen den Ball gehen und vorne voll auf Umschaltmomente setzen. Sicherlich ist auch Ballbesitz in gewissen Phasen wichtig, um Ruhe reinzubekommen, aber die Torchancen erspielt sich der HSV gegen Hoffenheim nicht über kontrollierte Ballbesitzstaffetten, sondern durch schnelles Spiel nach vorne, indem man die Ketten ohne viel Schnickschnack überspielt. Kein Abdrehen und hinten herum spielen, sondern gnadenloses Konterspiel. Hoffenheim wird nach dem Saisonstart nicht unbedingt die breiteste Brust haben, zudem wird der HSV in Sinsheim mal wieder von mindestens 5.000 Auswärtsfahrern unterstützt.
Die Ticketpreise sind übrigens immens hoch, ein Ticket auf der Haupttribüne neben dem HSV-Block liegt teilweise bei 90 Euro. Das ist schon eine ganze Menge, vor allem, weil das gleiche Ticket gegen Leverkusen nur 40 Euro kostet. Aber das ist eben Angebot und Nachfrage. Einige haben das öffentlich harsch kritisiert, aber diese Diskussion führen wir ja seit Jahren. Solange es genug Menschen gibt, die das Ticket kaufen, wird sich daran wohl erst mal nichts ändern. Und ehrlicherweise war das letzte Saison auch schon so, da hat das Ticket für das Hoffenheim-Spiel gegen den HSV im gleichen Block ähnlich viel gekostet.
Schreibt jetzt gerne mal in die Kommentare, wie ihr die Stürmersituation behandeln würdet und wie ihr auf das Spiel am Samstag guckt!
Tom
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Analyse
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