Noah Katterbach zurück bei den HSV-Profis: Einsichtig, reflektiert, fokussiert

by | 14.10.25 | 58 comments

Moin zusammen,

gestern durfte Noah Katterbach erstmal nach seiner Degradierung und die U21 wieder am Training der Profis teilnehmen. Der 24-Jährige wurde vor 3 Wochen als „Reaktion auf ein Fehlverhalten“ in die U21 des HSV geschickt. Diese Pause sollte zunächst bis zur Länderspielpause gehen, ehe es ein weiteres Gespräch gab. Dieses Gespräch fiel wie zu erwarten positiv aus und so darf Katterbach seit gestern wieder bei den Profis mitspielen. Katterbach trainierte nicht nur bei der U21, sondern spielte auch mit. Insgesamt kam er auf 3 Einsätze und 261 Minuten in der Regionalliga Nord. Allerdings kam der Linksverteidiger auf keine Torbeteiligung. Nun ist Kattebrach zurück bei den Profis und kämpft, wie jeder andere auf dem Trainingsplatz, um eine Kadernominierung für das Spiel in Leipzig. Nach der heutigen Trainingseinheit sprach Katterbach in einer Medienrunde über die Gründe der Degradierung und über seine Art mit solchen Dingen umzugehen.

„Enttäuscht, dass es nicht so schnell ging, wie ich es mir vorstellte“

Noah Katterbach riss sich im Januar 2025 zum bereits zweiten Mal das Kreuzband und verpasste somit die Rückrunde der Aufstiegssaison des HSV. Laut Polzin war Katterbach dennoch immer nah an der Mannschaft dran und versuchte, zu helfen, wo er nur konnte. Überraschenderweise kam Katterbach bereits am 19. Juli beim Testspiel in Graz wieder zum Einsatz. Sein Comeback kam früher als erwartet. Für die Bundesliga hat es aber noch nicht gereicht.  Er kam bis jetzt nur auf eine Kadernominierung. Minuten konnte der 24-Jährige in der höchsten deutschen Spielklasse noch nicht sammeln. Genau das war laut eigener Aussage ein Grund für seine Enttäuschung: „Ich habe Gas gegeben, dass ich rechtzeitig zur Vorbereitung wieder einsteigen kann. Ich war dann im Nachhinein ein bisschen enttäuscht, dass alles nicht so schnell ging, wie ich es mir vorgestellt hatte.“

 Anschließend kam Katterbach in eine negative Haltung. Er sei ein wenig enttäuscht über seine Situation gewesen. Katterbach selbst stellte klar, dass er in keiner Sekunde weniger Energie auf dem Trainingsplatz gab. Zudem fügte er an, dass er sein Ego auch für den HSV hintenanstelle. Dennoch ärgerte sich der in Smmerath Geborene innerlich darüber, dass er auf so wenig Einsatzzeit kam. Und dies ließ sich in seiner negativen Haltung wiedererkennen. Daraufhin folgten die Konsequenzen.

„Ist eigentlich nicht meine Art“

Katterbach zeigte sich einsichtig: „Ich sehe auch ein, dass das nicht der Weg ist, vor allem als Person. Ich habe mich selbst reflektiert, das ist auch eigentlich nicht meine Art.“   Und auch selbst ist er über sein Verhalten enttäuscht. Denn normalerweise ist Katterbach immer einer, der alles gibt und sich nur Gedanken darüber macht, was er selber beeinflussen kann. Dieses Mal hat das aber nicht so gut geklappt. Für den 180 cm großen Verteidiger ist dies nicht der erste Rückschlag, dennoch kam Katterbach immer wieder optimistisch zurück. Und auch dieses Mal blieb Katterbach trotz der Degradierung positiv. Katterbach akzeptierte die Entscheidung und versuchte wie immer, das Beste draus zu machen: „Das hat mir gutgetan, da zu spielen. Die Jungs sind alle top und Spielzeit ist auch wichtig. Für mich persönlich waren das auch gute Spiele. Individuell und als Mannschaft.“ Bezüglich der Perspektive sieht es bei Katterbach nun so aus wie bei jedem anderen Profi. Er kann sich unter der Woche im Training beweisen und Argumente dafür liefern, dass er am Wochenende spielen sollte. Der 24-Jährige versucht nun, wieder alles zu geben, positiv zu bleiben und immer weiterzumachen, egal ob er am Wochenende im Kader steht oder nicht. Sofern er nicht für den Kader nominiert werden sollte, zieht er selbst die Möglichkeit, bei der U21 zu spielen, in Betracht, sofern das für ihn selbst hilfreich wäre. Über einen Wechsel denkt Katterbach aktuell aber nicht nach. Laut eigener Aussage zieht er im Winter ein Fazit, wie die Zeit nach seinem Kreuzbandriss gelaufen ist, und schaut dann, was passiert.

Schreibt doch gerne mal rein, wie ihr die ganze Sache bewertet. Wie findet ihr Katterbachs Einstellung zu dem ganzen Thema?

Tom

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Rotkaeppchen1966
5 Monate zuvor

Der Fall scheint nun von beiden Seiten aufgearbeitet, Katterbach hat sich wohl seine Rückkehr in die „Erste“ verdient. Weiter geht´s!
Nicht lange an derartigen Vorfällen aufhalten.

abraeumer
5 Monate zuvor

Die Wahrheit ist, dass Muheim bisher in jedem Spiel schlecht gespielt hat und der Schwachpunkt der Abwehr war, aber trotzdem bei Polzin gesetzt ist. Katterbach kann also machen, was er will, er spielt überhaupt nicht. Dass ein Spieler unzufrieden ist, wenn es nicht nach Leistung geht, finde ich nachvollziehbar.

Ich habe Katterbach immer gern gesehen, sein Einsatz und seine Mentalität stimmten immer. Aus meiner Sicht ist die Strafversetzung in die Zweite ein Zeichen von Hilflosigkeit. Ein erfahrener Trainer mit natürlicher Autorität hätte so etwas im Gespräch geklärt.

Nordisch
5 Monate zuvor

Sonst haben wir ja auch niemanden. Die einzigen richtigen LV im Kader sind Muheim und Katterbach. Da ist er nach Ausschlussprinzip schon Nummer 2, und eigentlich könnte Muheim auch mal eine Pause brauchen, denn seine Leistungen waren doch eher mäßig, sprich weit weg vom Spielen ist Katterbach auch nicht.

Wenn er fit ist, würde ich ihn gerne mal sehen.

Jörg Brettschneider
5 Monate zuvor

Nachdem N. Katterbach die Regionalliga „gutgetan“ hat und er „reflektiert“ zurückgekommen ist, würde ich jetzt D. Peretz zur Kur in die U23 schicken. Vielleicht kommt er auch reflektiert zurück.

Schreibt doch gerne mal rein, wie ihr die ganze Sache bewertet. Wie findet ihr Peretz‘ Einstellung zu dem ganzen Thema? 😉

Bastrup
5 Monate zuvor

Seit Matz Ab wird in diesem Forum stets ein HSV Spieler ausgemacht, auf den es einzuschlagen gilt. Jetzt ist es Muheim. Was für ein elender Blödsinn.

Für mich ist Muheim ein Klassespieler mit Riesenpotential. Er hat sich noch nicht so ganz in der ersten Bundesliga aklimatisiert. Er wird es aber schaffen.

Dass sich mit Katterbach nun ein Konkurrent zurückmeldet, ist natürlich ganz hervorragend.

FrankWestwood
5 Monate zuvor

Ich finde es gut das Katterbach zurück ist. Er ist auch kein schlechter…. Schaun wir mal!

Blumi64
5 Monate zuvor

Ich habe Katterbach schon in Köln gerne spielen sehen.
Vielleicht sollte man ihn mal vor Muheim setzen damit auch Mulheim wieder mal zu seiner alten Form findet.
Nur Konkurrenz belebt das Geschäft und verleiht Flügel….upps…der Slogan des nächsten Gegners 😄
Mein Tipp am Samstag, ein geschmeidiges 2:2

Frank Müller
5 Monate zuvor

Katterbach hätte längst spielen müssen. Muheim JEDESMAL schwach.
Aber…Katterbach hat nicht gelächelt trotz – nicht beachtet.
Das mochte Harmonie-Mensch Polzin nicht.Da ist er der direkte
Nachfolger von Walter -> Favoriten…schwach, aber spielen.
Hauptsache loyal.
Der kommt in Leipzig wieder mit Königsberger und Muheim.

Buffy
5 Monate zuvor

Wenn es ein Spiel gibt, in dem ich Poulsen auf dem Platz sehen will, dann ist es das in Leipzig. Ich hoffe, er ist soweit fit und das Spiel ist bei seiner Einwechslung noch nicht entschieden. Und dann soll er mal ein bisschen Stimmung in die Dose bringen…

horst schlau
5 Monate zuvor

Also Gocholeisvili spielt beim HSV als Rechtsverteidiger und in der Nationalmannschaft als Linksverteidiger – was ist den nun seine Position die er am besten spielt ??? 🤔🤔🤔

Hans-Werner Rieken
5 Monate zuvor

Ich würde Katterbach gern mal 3 Spiele sehen denn ich glaube er ist besser als der defensiv schwache Muheim. Für die Standarts haben wir jetzt ja andere.
Noch wichtiger finde ich ob Königsdörfer nun auch das siebte unterirdische Spiel abliefern darf!?