HSV vor Stuttgart: Neue Offensive mit Doppel-10?

by | 06.04.26 | 26 comments

Moin zusammen,

die neue Woche ist gestartet, ich hoffe, ihr hattet ein schönes Osterwochenende. Wenn die neue Woche startet, hat man das Spiel vom Wochenende noch nicht ganz abgehakt und doch will man schon den Blick auf das nächste wichtige Spiel richten. Am Sonntag geht es nach Stuttgart. Übrigens möchte ich hier nochmal die Anstoßzeit anmerken. Sonntag 17:30 Uhr ist schon wirklich hart, vor allem bei der Strecke. Es ist klar, dass Stuttgart an diesem Spieltag auf einem Sonntag spielt, aber da die Wochen der Europa-League-Spiele schon vorher draußen sind, finde ich, dass man so etwas mal beachten kann. Mit der Bahn hast du so oder so keine Chance, vor 6:30 Uhr zu Hause zu sein, und auch mit dem Auto bist du, wenn du nach Abpfiff gut aus der Stadt wegkommst, nicht vor 2 Uhr daheim. Und das an einem Sonntag beziehungsweise dann schon Montag. Das finde ich schade. Aber das ist m. M. n. ein generelles Problem. Kaiserslautern spielt in Kiel an einem Freitag um 18:30 Uhr. Und dort geht es ja nicht mal um Einzelspiele und TV-Gelder, wie bei Stuttgart-HSV, da man sowohl Freitag als auch Sonntag in der Konferenz spielen könnte.

Thema Flanken

Jetzt aber genug damit, wir wollen uns wieder mit dem Wesentlichen beschäftigen. Das Spiel am Samstag hat mal wieder gezeigt, dass Glatzel auch in der Bundesliga gut performen kann. Er machte die hohen Bälle gut fest, leitete sie weiter und legte sie ab. So wie es ein Zielspieler machen muss, hat mir das sehr gut gefallen. Auch die erste Szene im 16er, wo Glatzel bei der Flanke erst den Schritt nach vorne antäuscht, um sich dann hinten abzusetzen. Leider erreicht er den Ball nicht, da er vom Verteidiger mit harten Mitteln davon abgehalten wird, das war aber alles regelkonform. In der zweiten Halbzeit kam Glatzel weniger zu diesen Aktionen und da fiel mir eine Sache auf, die mich wirklich geärgert hat. Und das sind die Flanken. Glatzel hat vor dem Tor eine Kernkompetenz und das ist das Kopfballspiel. Aber wie soll ein Glatzel ein Kopfballtor machen, wenn er halbhoch angeflankt wird? Da würde ich gerne mal eure Meinung hören. Aber jede Flanke, an die ich mich erinnern konnte, kam falsch. Wenn Glatzel vorne drinstand, wurde der Ball halbhoch auf das Knie des Augsburgers geschlagen. Wenn Glatzel mal nicht drinstand, sondern Vieira oder Königsdörffer, wurde das Ding 2 Meter in die Luft über den Kopf des Stürmers gehauen. Da kann man echt verzweifeln. Und dann tut mir auch jeder Stürmer vorne drin leid. Denn da hätte nicht mal Selke einen Kopfball bekommen. In meinem Verständnis von Fußball flankt man den Ball hoch, wenn der Zielspieler in Form von Glatzel bereitsteht. Und wenn z. B. Viera im 16er ist, flankt man den Ball entweder auf Höhe seines Kopfes oder man spielt den Ball mit vollem Druck flach in die Mitte bzw. in den Rückraum. Aber der HSV hat genau das Gegenteil gemacht. Da würde ich sowohl als Trainer als auch als Spieler im Zentrum kochen. Schreibt da gerne mal rein, wie ihr das gesehen habt.

Offensive mit zwei 10ern?

Ein Aspekt, den ich zunächst positiv aus diesem Spiel ziehe, ist das Debüt von Grønbæk. Die erste Aktion war misslungen, aber danach hat er sich wirklich gut gemacht. Er hat versucht, das Spiel an sich zu reißen und vor allem: Wenn er weggedrückt wurde, hat er weitergemacht und ist nicht hingefallen. Er hat versucht, sie durchzusetzen. Und dann dieser Schuss aus der Distanz. Junge, Junge, was wäre passiert, wenn der gesessen hätte? Da hat Dahmen gezeigt, warum er letzte Woche das Nationalmannschaftstrikot tragen durfte, geile Parade! Aber dennoch brachte mich dieses Debüt zu einer Idee, wie der HSV sich offensiv aufstellen könnte. Und zwar mit 2 10ern in Person von Grønbæk und Vieira. Beide sind technisch gut, beide haben einen satten Abschluss. Und wenn Grønbæk in den nächsten Spielen an diese 15 Minuten anknüpfen kann, kann das wirklich was werden. Denn dann hast du 2 Spieler hinter der Spitze, die das gezielte Auge haben, aber selber auch wissen, welchen Raum sie belaufen müssen, wenn der andere den Ball hat. Und sind wir mal ganz ehrlich: Alles andere hat da vorne auch nicht so gutgeklappt. Otele macht seine Sache hin und wieder ganz gut, das am Wochenende war aber auch nicht seine beste Leistung. Aktuell passt es mit Königsdörffer und Glatzel vorne ganz gut, die beiden harmonierten sowohl gegen Union als auch gegen Augsburg gut zusammen. Aber wenn einer von beiden kaputt ist, kann man meiner Meinung nach einfach mal Grønbæk reinschmeißen und ihn mit Vieira hinter der Spitze wirbeln lassen. Ich denke, das würde mit Glatzel als klaren Zielspieler am besten passen, aber das ist nur mein erster Gedanke. Ich würde so eine Option eher in Spielen wie in Bremen oder zu Hause gegen Hoffenheim bzw. Freiburg probieren, aber wer weiß, vielleicht nimmt sich das jemand zu Herzen und es wird am Sonntag direkt aufs Feld gebracht. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass sich da vorne was ändert, weil das Spiel in Stuttgart einfach ein komplett anderes ist. Stuttgart hatte im Hinspiel schon 60 % Ballbesitz und das, obwohl sie in der 1. Halbzeit überwiegend mit der zweiten Garde aufgelaufen sind. Da hat das mit Glatzel und der ersten Halbzeit gut funktioniert. Ich denke, das Rückspiel am Sonntag wird ein ganz anderes. Aber wer weiß, vielleicht macht genau dann ein Zielspieler wie Glatzel wieder den Unterschied. In seinen bisherigen Startelf Einsätzen hat er, ausgenommen von Mainz, geliefert.

Schreibt doch gerne mal rein, was ihr von der Idee mit Grønbæk und Vieira haltet und wie der HSV in Stuttgart beginnen sollte.

Tom

Tom Hartmann

Tom Hartmann

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Hans-Werner Rieken
4 Stunden zuvor

Tom, mal ganz im ernst, unser Kindertrainer ist nicht in der Lage Viera als gewinnbringenden 10er zu integrieren und du schreibst er sollte mit Grönbeck zwei 10er aufstellen!
Das könnte vielleicht Kompany aber kein Anfänger mit Nordkurvenerfahrung!

Last edited 4 Stunden zuvor by Hans-Werner Rieken
Polkateddy
4 Stunden zuvor

Hallo Tom, die Idee mit Viera und Grønbaek ist ziemlich interessant. Nach kurzer Überlegung ist es auszuschließen, dass Polzin das System umstellen wird. Daher kann man sich ja überlegen, wie Viera und Grønbaek zusammen auf den Platz kommen, wenn man wie immer spielt. Viera ROM, Grønbaek LOM(was er laut Profil durchaus kann)und Königsdörffer MS. Der Gedanke hat Charme. Nur- die viel größere Frage: Wer spielt LV?

Jörg Brettschneider
4 Stunden zuvor

Sorry. Ich lag falsch.
Stuttgart ist natürlich aus der EL ausgeschieden.

Intensität wird sicher trotzdem benötigt, um was mitzunehmen. Und vielleicht hilft trotzdem, dass Stuttgart unglücklich gegen Dortmund verloren hat.

Aber es wird natürlich etwas schwerer, da Stuttgart leider nicht mehr in der EL spielt.

Da war wohl der Wunsch Vater…😉

Last edited 1 Stunde zuvor by Jörg Brettschneider
abraeumer
3 Stunden zuvor

Der HSV soll eine Kaufoption für Grønbaek über 5 Mio. haben. Ich würde Gronbaek für 5 Mio. anstatt Otele für 5 Mio. kaufen.

JEANLUCHH
4 Stunden zuvor

Wenn Gronbaek dazu kommt muss ja irgendjemand für ihn Platz machen. Nur wer?

alwaysHSV
4 Stunden zuvor

Grønbaeks Einstand konnte sicherlich Hoffnungen wecken. Die Frage ist aber ob er schon für die Startelf reicht. Da müssen die Trainer genau hinschauen in dieser Trainingswoche.
Wenn man an eine Aufstellung DHF – Capaldo – Vuskovic – Torunarigha – Remberg – Lokonga – Vieira – Grønbaek – Dompe – Glatzel – Königsdörffer denkt (falls alle so weit fit sind) hat man mit Dompe jedenfalls einen Spieler der durchaus auch zielgenau flanken kann.

alwaysHSV
4 Stunden zuvor

Bei Köln läuft ja der Vertrag von Eric Martel aus und er will bisher wohl nicht so ohne weiteres verlängern. Der wäre super interessant für den HSV allerdings sicher auch für andere Vereine.

abraeumer
3 Stunden zuvor

Ich würde 4-2-3-1 mit Vieira auf der 10 und Gronbaek als LA spielen lassen.