HSV-Trainer und Mannschaft zeigen, wie es geht

von | 14.02.21 | 233 Kommentare

Sechs Punkte weniger als in der Hinrunde zum gleichen Zeitpunkt, drei der vier letzten Spiele nicht gewonnen, von Holstein Kiel und dem VfL Bochum, der heute ebenfalls mit einem Sieg auf nunmehr 42 Punkte gleichziehen konnte, eingeholt. „Geht das schon wieder los?“ oder noch besser: „Platz vier ruft!“ höre und lese ich wieder zunehmend oft. Und es wundert mich ehrlich gesagt nicht einmal. Denn der Verdruss, der sich bei vielen HSV-Fans breitmacht hat, wurde vom HSV in den letzten Jahren eben immer wieder auch erschreckend bedient. Hinzu kommt, dass man als unterkühlter Norddeutscher eh nicht zu Euphorie neigt – im Gegenteil. ABER: Das ist falsch, sage ich. Denn was bitte hat diese Saison mit der abgelaufenen zu tun? Ich behaupte: Nahezu nichts! Personell wie strukturell ist es wenig – sportlich fast nichts. Das einzig gebliebene ist die Hoffnung, in dieser Saison aufzusteigen. Und hier ist der HSV (weiter) auf Kurs. 

Und zwar auf einem Kurs, den man in jeder Sekunde der Trainingseinheiten wie in den Spielen nachjustieren muss. Immer wieder gilt es, den Fokus neu auszurichten auf das große Ziel. Und insbesondere die mannschaftlich Verantwortlichen werden nicht müde, das immer wieder in den Vordergrund zu stellen. Nach Spielen wie gestern und/oder in Aue bedeutet das: Analysieren, warum das Spiel nicht gewonnen wurde. Nicht wie wir hier emotional – sondern zu 99 Prozent rational. Denn inhaltlich ist fast alles anders, personell allemal sehr viel. Vor allem aber hat der HSV eine neue sportliche Leitung mit Trainer Daniel Thioune. Was also soll der Vergleich mit der alten Saison?  In diesem Fall nämlich macht Thioune auch die Dinge anders, die seine Vorgänger noch gemeinsam hatten.

Vor allem hat Thioune das überbordende Selbstvertrauen („Wir entscheiden allein darüber, ob wir gewonnen oder verlieren“) aufgebrochen und die Mannschaft zu einem Zweitligisten heruntergebrochen, der selbstbewusst genug ist, an seine Stärke zu glauben. Aber niemand setzt hier etwas voraus. Was Thioune der Mannschaft eingeimpft hat, hat dieser Mannschaft bislang den größten Schub gegeben: Realitätssinn. Denn ALLE wissen, dass die vorherrschenden, besseren Voraussetzungen gegenüber den meisten Konkurrenten in dieser Liga nicht gleichzusetzen sind damit, dass man die Konkurrenz nach Belieben dominiert. Die Gleichung „mehr Geld = mehr Leistung“ mag auf allerhöchster Fußball-Ebene in Teilen gelten – nicht aber in der Zweiten Liga. Im Gegenteil: Die 2. Liga muss man komplett annehmen, um sie zu gewinnen. Ob als Millionenverdiener oder Nachwuchsprofi. Siehe Simon Terodde.

Der HSV ist aktuell ein Zweitligist – und redet das noch schön

Wie wichtig Terodde beispielsweise ist, lässt sich nicht allein an seinen Toren messen, sondern an seinem Gesamtauftritt. Der vermeintliche Star der Mannschaft ist komplett bodenständig. Dass er gefühlt schon zum 200. Mal Torschützenkönig wird, vielleicht bald der beste Torjäger der Zweitligageschichte ist, und dass er als personifizierte Aufstiegsgarantie gehandelt wird – es interessiert den Angreifer nicht. Er ist der erste, der beim Training auftaucht, der Letzte, der geht. Oder anders gesagt: Terodde ist sich für nichts zu schade. Er zeigt, wie man wichtig wird: Allein durch Leistung. Und das Tag für Tag. Alte Zeiten zählen nichts. Weder für ihn als  31-Jährigen Dauer-Totschützenkönig – noch für andere, jüngere Spieler. Für niemanden.

Das hatten beim HSV in den letzten Jahren einige noch anders gesehen. „Der große HSV gehört in die Erste Liga“, „der schlafende Riese“ und die „Strahlkraft“  – was da nicht alles gesagt wurde. Problem dabei: Anstatt Selbstvertrauen daraus zu ziehen, sorgte dies für Überheblichkeit. Und zu zwei Fehlversuchen, diese Liga wieder nach oben zu verlassen. Erst in dieser Saison hat der HSV diese Liga endlich angenommen. Und das vor allem auch, weil Daniel Thioune es vorlebt. Ein Beispiel war gestern. Anstatt sich über die unfassbar schlechten Schiedsrichterleistungen von Stegemann gestern und der Konkurrenten zuvor (Fürth’s und Holstein Kiel‘s Witzelfer  gegen Würzburg) aufzuregen oder zu betonen, wie überlegen der HSV war und trotzdem nicht gewonnen hat – lobte Thioune den Widerstand der Fürther und das eigene Spiel.

Zum Vergleich: In den Foren schreiben viele davon, dass Fürth schwach war. Aber sie verwechseln dabei Spielanteile mit Qualität. Letztere hatten die Fürther nämlich. Und sogar eine ganze Menge davon. Der HSV war nur einfach das noch bessere zweier guter Teams und dominierte die Gäste trotz derer guten Leistung. Und während viele Fans unzufrieden die vergebenen Chancen anmahnten, machte es Thioune schlauer: „Man darf das Spiel relativ schnell als Spitzenspiel definieren, weil beide Mannschaften auf einem ähnlichen Level unterwegs waren. Wir haben gegen eine richtig gute Mannschaft gespielt. Es lag sehr viel da. Wir hatten ein bisschen Pech, auch mit dem Tor, das nicht gegeben wurde. Mit dem Vortrag der Mannschaft bin ich mehr als einverstanden.“ Was ich sagen will? Ganz einfach: Mannschaft samt Trainerteam sind weiter als ihr Umfeld. Während wir noch glauben, der HSV müsse immer mit einem sicheren Vorsprung die Liga anführen, wissen es Trainer und Mannschaft besser. 

Stimmt nicht? Doch. Oder wie bitte kann man nach einem Spiel wie gestern davon ausgehen, dass die dominierte Mannschaft aus Fürth am Saisonende die dominierende Mannschaft HSV in der Tabelle tendenziell überholt, nachdem sich ja wirklich alle einig sind, dass der HSV das deutlich bessere Team war? Richtig: Weil man „vorgeschädigt“ ist… Aber wenn man ganz rational rangeht, kann man aus dem gestrigen Spiel folgende Schlüsse ziehen:

  1. Der HSV hat von der ersten bis zur letzten Minute den Gegner unter Druck gesetzt
  2. Gideon Jung hat fehlerfrei gespielt (vllt. eine dumme Gelbe – aber sonst gut!) und ist in der Verfassung kein Unsicherheitsfaktor
  3. Mittelfeld und Abwehr haben gut miteinander harmoniert. Sie haben defensiv stark zusammen gearbeitet und fast nichts zugelassen
  4. Aaron Hunt hat den Ausfall von Dudziak besser kompensiert, als es viele erwartet hatten
  5. Nach der (falschen) Gelbroten für den Fürther Ernst hat der HSV die Überzahlsituation so zu seinem Vorteil genutzt, wie es eine gute Mannschaft macht und die gerade etwas stärker gewordenen Fürther wieder hinten reingedrängt.
  6. Die Wechsel haben dem HSV-Drang keinen Abbruch getan, alle Einwechselspieler haben sich schnell und gut eingefunden, Umstellungen (Heyer zurück) griffen sofort.
  7. Der HSV hat zwar (zu) viele Chancen liegenlassen – aber er hat sie sich zumindest gut herausgespielt. An normalen Tagen macht allein Terodde schon mindestens einen Treffer daraus.
  8. Spieler wie Trainer waren nach dem Spiel nicht schönredend „falsch zufrieden“, dafür aber sehr differenziert in der Analyse. Fehler werden angesprochen und verbessert

Und wenn man mal die Tabellensituation nimmt, dann muss man festhalten, dass sich sowohl Fürth als auch Kiel in den letzten Wochen glücklich zu Siegen gehangelt haben. Dass Thioune das einen Scheiß interessiert und er stattdessen nur auf seine Mannschaft schaut – umso besser. Denn er weiß und lehrt alle tagtäglich, dass nichts von allein kommt. Egal wie hoch der Mannschafts-Etat ist. Und genau deshalb bin ich überzeugt davon, dass dieser HSV inzwischen deutlich stabiler ist, als die individuell vermeintlich stärkeren Kader der letzten zwei Jahre. 

Passend dazu äußerte sich Jonas Boldt gerade im Stadionmagazin zum Umstand, keine Neuen im Winter geholt zu haben. Der Sportvorstand im Wortlaut: 

„Mittlerweile ist ja ein regelrechter Hype um die Winter-Transferphase entstanden, bei dem es nur noch darum geht, wer wen holt – und weniger darum, was wirklich sinnvoll ist. Ich sage ganz offen: Ich bin kein großer Freund von Wintertransfers. Und im Idealfall musst du zu diesem Zeitpunkt auch gar keinen Spieler holen, weil du in der Saisonvorbereitung sehr gut gearbeitet hast, deine Mannschaft gut genug ist, du sie weiterentwickelt hast und keiner deiner Spieler den Verein verlassen hat. Letztes Jahr beispielsweise haben wir gemerkt, dass Bedarf da ist, daher haben wir drei Spieler geholt, die die Möglichkeit hatten, kurzfristig zu helfen. Dieses Jahr wiederum ist es so, dass zwei Spieler unzufrieden waren. Mit den Abgängen von Xavier Amaechi und Lukas Hinterseer haben wir sogar noch Geld eingenommen. Trotzdem sind wir selbst nicht aktiv geworden, weil wir der Meinung sind, dass wir diese Abgänge kompensiert bekommen und weil wir unserer Mannschaft vertrauen, denn wir sehen ihre Entwicklung.“

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt in „HSVlive“

Bislang hat die Mannschaft Ausfälle gut aufgefangen. Wie es in Würzburg aussehen wird, wenn eine komplett neue Innenverteidigung aufläuft – es bleibt abzuwarten. Aber ich bin insbesondere in einem Punkt komplett bei der Analyse unseres Psychologen Dr. Olaf Ringelband, der am Freitag schrieb: „Auch wenn ich taktisch nicht alle Entscheidungen von Thioune nachvollziehen kann (…), finde ich die psychologische Arbeit von Thioune exzellent.“ Als Beispiel nannte er dabei das Beispiel, wie Thioune mit Einwechselspielern umgegangen ist (Kittel), und wie er weiter mit den Spielern umgeht, die zuletzt nicht erste Wahl waren und plötzlich dringend gebraucht würden. Apropos: Für mich waren Gideon Jung und Aaron Hunt im Fürth-Spiel übrigens sehr gute Beispiele dafür, dass Olaf in seiner Einschätzung richtig liegt.

Dieser HSV ist stärker als die letzten zwei Jahre

Von daher ist es alles andere als Gehüpfe, wenn ich hier berichte, dass der HSV diese Saison stärker ist. Und das werde ich auch nach dem oder den Spielen schreiben, die der HSV noch verliert. Entscheidend ist, ich habe meine Gründe, weshalb ich davon überzeugt bin. Und für alle, die anderer Meinung sind: Ich weiß auch, dass es ein sehr wackeliges Gerüst ist, weil die Ligaspitze dieses Jahr (nicht erst seit heute) sehr eng beieinander ist. Der HSV wird an seinem Limit bleiben müssen, um sein Ziel zu erreichen. Die Voraussetzungen dafür sind aber (endlich) da. Passend zu all diesen Ausführungen ist übrigens der neue Spieltagssong von Elvis frisch herausgekommen! Und das mit einer klaren Botschaft an alle Fußballfunktionäre da draußen, die ich inhaltlich komplett teile. Aber hört selbst:

In diesem Sinne, an den Wiederaufstieg zu glauben, ohne etwas als selbstverständlich vorauszusetzen wird der Schlüssel zum Aufstieg sein. Thioune und Co. leben es täglich vor. Und sie haben dabei mehr Vertrauen von außen verdient, als viele hier aktuell bereit sind, zu geben. Vielleicht ändert sich nach dem Team ja auch unsere Haltung irgendwann.

Bis morgen! 

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Alex
2 Monate zuvor

„Letzte Saison hätte man so ein Spiel noch verloren.“
 
Diese immer wieder angeführte Behauptung muss hier mal widerlegt werden. In der Saison 2018/2019 hatte der HSV nach dem 21. Spieltag 43 Punkte und 4 Niederlagen. In der Saison 2019/2020 waren es 40 Punkte und 3 Niederlage und in dieser Saison 2020/2021 sind es 42 Punkte und 3 Niederlagen.
 
Der Umstand, dass man in den Jahren des Scheiterns zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls nur 3 Niederlagen auf der Uhr hatte, zeigt, dass die Aussage gar nicht zutrifft. In den letzten beiden Saisons hat man also keineswegs ständig „solche“ Spiele noch verloren, sondern einfach nur 3 von 21 Spielen verloren. Der HSV war nach 21 Spieltagen auf direktem Aufstiegskurs und hat trotzdem die Rückrunde verkackt und den Aufstieg am letzten Spieltag abgeschenkt.
 
Daraus folgt, dass diese Aussage reines Wunschdenken ist, was auf die noch verbliebenen Spiele projiziert wird. Es wird also die Hoffnung artikuliert, dass man die folgenden Spiele so erfolgreich gestalten kann, dass trotz Führung des Gegners oder schlechter eigener Leistung, man in der Lage sein wird, Niederlagen zu verhindern und man hinterher sagen kann, dass solche Spiele früher noch verloren wurden. Willkommen in der vollendeten Zukunft, auch als Futur II bezeichnet.
 
Die Gegenwart weist jedoch erschreckende Parallelen zu den vorherigen Saisons auf. Die bisherige Rückrundenbilanz fällt mit 6 von 12 möglichen Punkten eher bescheiden aus und sollte bei den Verantwortlichen sämtliche Alarmglocken läuten lassen. Stattdessen lässt sich eine Witzfigur wie Taschenbillardspieler Mutzel heute zu Aussagen hinreißen wie „Unser Weg ist gut. Ich sehe keinen Grund, warum das die nächsten Wochen aufhören sollte“. Wenn man dann noch die katastrophalen Schwächen beim letzten Pass und dem Torabschluss betrachtet, gibt es für das Trainerteam reichlich zu tun.
 
Auch wenn Thioune meint, seine persönliche Agenda bis zum Saisonende durchziehen zu müssen, darf er dabei nicht den Erfolg des Vereins aus den Augen verlieren. Konkret heißt das: Ab sofort Flanken, letzte Pässe und Torabschlüsse bis zum Abwinken trainieren und zwar in wettkampfähnlichen Spielsituationen mit echten Gegenspielern und nicht mit diesen albernen Pappkameraden.
 
Machen Sie Ihren Job, Herr Thioune, verhindern Sie die dritte Blamage hintereinander und lassen Sie sich nach der Rückkehr in die Bundesliga gern als großen Integrationsexperten für devitale Söldner und Jungmillionäre abfeiern, aber sehen Sie zu, dass das Projekt Wiederaufstieg in die Bundesliga endlich gelingt, ansonsten bleiben Sie bitte dauerhaft fern!

Didi
2 Monate zuvor

Viel zu viel Gejammer und Besserwisserei hier.

Mir gefällt die positive Herangehensweise von Scholle da deutlich besser.

Hoffen auf den Aufstieg und immer dran denken, es gibt Wichtigeres als Fussball.

Walker
2 Monate zuvor

Es ist zeitlich für mich leider nicht darstellbar auf die vielen Hüpferkommentare von Kuhlmann, Didi, night king und Co zu antworten.

Was „Fans“ wie ihr einfach nicht akzeptieren könnt, sind andere Meinungen als die euren.
Sofort kommt der Beissreflex und es wird persönlich.
(Kuhlmann kristallisiert sich auch hier als der Beleidigungskönig heraus).

Andere Meinungen akzeptieren…das könnt ihr einfach nicht.
Schade.
Kritisiert man den HSV, Spieler, Trainer, Angestellte, ja, dann ist’s aus.
Sofort und ohne Reflektion werden diese verteidigt.

Jetzt faselt ihr was von “ der HSV ist ja gar kein Favorit in der Liga…“
Nee, is klar, mit Abstand höchster Etat der Liga, fast nur fertige Spieler geholt mit dem einen Ziel: Aufstieg.
Nichts von wegen entwicklungsfähige junge Spieler holen (Ausnahme Onana für die zwote eigentlich..)

Grandiose Sätze lese ich, wie „ja,ok, noch eine Serie von 5 sieglosen Spielen wie in der Hinrunde wäre echt nicht gut…“
Wow, was für Erkenntnisse…

Weiter lügt ihr euch in die eigene Tasche, indem ihr die liegengelassenen 6 Punkte einfach ignoriert.
Nach dem Motto, wird schon alles besser werden in der Rückrunde, die letzten beiden waren ja nur Ausrutscher, diesmal ist alles anders, besser.

Ja, Terodde ist da.
Was sonst?
Jetzt spielen Kaderleichen wie Jung und Hunt, an ihnen hängt wieder (!) das Wohl und Wehe, wie das ausging mit euren Helden…wir wissen es alle.

In diesem Sinne, es bleibt die Hoffnung das Terodde verletzungsfrei bleibt und Dudziak schnell fit und gut zurück kommt.

abraeumer
2 Monate zuvor

Scholle, auch wenn du alles schönredest, es sind deutliche Parallelen zu den Vorjahren zu erkennen. Der HSV ist Rückrunden-Achter und es kommen ab März mit St. Pauli, Kiel, Bochum, Hannover, Darmstadt und Karlsruhe Mannschaften, die in der Rückrundentabelle vor uns stehen.

Selbstverständlich hätte auch im Winter etwas auf dem Transfermarkt gemacht werden müssen. Dieses wäre auch günstig möglich gewesen. Thioune hat gegen Fürth nur drei Spieler eingewechselt, weil der Rest auf der Bank nicht zweitligatauglich war.

Frederix
2 Monate zuvor

Klasse Scholle, Du triffst den Nagel 100% auf den Kopf. Was ist denn mit den anderen Favoriten vom Sommer? Ich jedenfalls bin lieber als HSVer in unserer Position, als die Hannoveraner, Nürnberger, Paderborner, Düsseldorfer…..

Last edited 2 Monate zuvor by Frederix
pietkunz
2 Monate zuvor

Das dürfte den HSV-Verantwortlichen sehr freuen (wie immer eigentlich), was Scholle da wieder für blumige Worte findet.
Und es wäre ja auch wirklich nur zu schön, wenn er recht behalten und ihm dieser Blog nicht doch noch um die Ohren, dann aber achtkantig, fliegen sollte.
Auch wenn ich mich unbeliebt mache – für letzteren Fall wird es von mir dann aber auch kein Bedauern mehr geben. Denn viel zu selten, vor allem nie nachhaltig, hat der HSV mal tatsächlich gezeigt, „wie es geht“ – vor allem auch absolut gegenwärtig wieder nicht, wie Scholle es aber trotzdem behauptet.
Der HSV verdient sich aus meiner Sicht diese unnachgiebige und gegenüber den Verantwortlichen so kritiklose Warmherzigkeit nicht (mehr), sondern hat endlich auch mal selbst zu liefern.

Was nützt es denn, die im letzten Drittel so einzigartig erbärmlich vergeigte letzte Saison noch als Vergleich ranzuziehen, um sich dadurch gegenwärtig wieder Mut vorzugaukeln, nur weil es bislang wenigstens noch kein gleichartiges Abschmieren gibt…
Wenn mir irgendwas im Saisonvergleich Hoffnung macht, dann nur der glückliche Umstand, dass es bisher keine Übermannschaft gab und die Buli-Absteiger Paderborn und Düsseldorf im Aufstiegskampf Gott sei Dank keine Rolle spielen…

Es ist ja kein Geheimnis, dass der HSV aus wirtschaftlichen Gründen zum Aufstieg verdammt ist. Das wissen die Verantwortlichen im Grunde besser als wir.
Bisher hat man dafür aber bestenfalls nur das Zwischen-Minimalziel erreicht, wenn man sich mit zwei weiteren Klubs punktgleich die sonnigen Plätze teilen muss – andere aber auch noch lauern.

Ich werde nur aber das Gefühl nicht los, dass dem HSV die Körner ausgehen.
Fakt ist, dass sie es nicht mal geschafft haben, in einem Heimspiel einen lange Zeit dezimierten Gegner zu bezwingen. Ein Tor in Abseitsposition hat auch nichts mit „Pech“ zu tun.
Leider ist in jeder Pflichtpartie dieser Saison bisher nicht verborgen geblieben, dass die Kraft immer nur für netto maximal 50 – 60 Minuten reicht. Das ist viel zu wenig und besorgniserregend.
Brutal erlebt beim 3:3 in Aue.
Selbst beim 5:0 gegen Osnabrück haben sie in der letzten halben Stunde nichts mehr zustande gekriegt – andere Teams hätten bei sowas Blut geleckt und sich noch in einen Rausch gespielt.
Bezeichnend auch, dass sie jetzt voll am schimpfen sind wie die Bierkutscher – nur weil sie nach dem Montagsspiel gegen Kiel dann vier Tage später wieder das Freitagsspiel gegen Rivale Bochum bestreiten sollen… Als würden sie ihrer Fitness selbst nicht richtig trauen. Lächerlich für Klubs, die Europacup spielen oder im Gegensatz zum HSV auch mal an diesem jährlich außerhalb ihres Cosmos stattfindenden DFB-Pokal teilnehmen…

Zu was ein noch „frischer“ HSV imstande sein kann, durfte man insbesondere mal in der 1. Halbzeit gegen Aue erleben. Dann darf man auch wirklich mal von der viel zitierten „Qualität“ sprechen. Und für solche 45 Minuten attestiere ich Thioune auch gute Arbeit.
Aber diese machen er und das Team sich zunichte, wenn sie ab gewisser Dauer – so wie erneut gestern – nicht die gebotene Kraft haben, sich in einzelnen Duellen noch körperlich durchzusetzen und dann auch noch konzentriert abzuschließen – sei es per Pass oder Torschuss. Am/im 16er wird für eine angebliche Spitzenmannschaft viel zu viel saft-/kraftlos oder unkonzentriert verdaddelt.

Die derzeit so wichtigen Schlüsselspieler wie Dudziak und Kinsombi haben offenbar nur eine Fitness von 70 % – sowas das darf nicht sein – sonst wären sie viel wertvoller.
Selbst unsere Schnellen wie Jatta und Narey sind nicht auf dem Fitness-Level, welches sie brauchen, um „ihr Spiel“ durchzudrücken. Dabei kann dieser HSV auf ihr Tempo nicht verzichten.

Der HSV hat zu wenig Spieler, die Tempo haben – erst recht nicht, damit auch noch Technik zu vereinbaren.
Das wird auch immer wieder in dieser Sky-Statistik nach Abpfiff deutlich, in der die fünf schnellsten Spieler verzeichnet werden.
Egal ob der HSV gewonnen hat oder nicht – der jeweilige Gegner hat immer 3 – 4 Spieler mehr in dieser Top-5-Liste. Vom HSV immer nur höchstens Jatta, Narey oder Vagnoman vertreten, die überdies fußballerisch umstritten sind.
Dieses Problem hatte uns auch vormals immer gebeutelt, wenn man schon vergangene Saisons für Behauptungen ranzieht, dass diesmal ja alles besser sei – aber in Sachen Tempo (schöne Grüße an „Perlenfischer“ Mutzel und „Top-Manager“ Boldt) immer noch Pustekuchen.

Ich mag mir auch nicht ausdenken, hätte Thioune nicht noch eigenständig den Transfer von Heyer durchgeboxt (schöne Grüße an „Perlenfischer“ Mutzel und „Top-Manager“ Boldt)…

Ich hab auch keine Lust mehr, über Jung und Hunt zu kommentieren, ob sie nicht doch mal „ordentlich“ gespielt hätten, wie Glaubensbrüder uns immer wieder einbläuen.
Denn im Grunde waren die sonst so offensivstarken Fürther einfach nur defensiv – erst recht in Unterzahl – und hätten unsere Abwehr nicht sonderlich fordern dürfen. Ich kriege trotzdem Schnappatmung, wenn ich Gideon Jung bei jedem gegnerischen Angriff da mit nach hinten gefaltenen Händchen sehe und er bei jedem hohen Ball desorientiert und abwesend ist.
Es ist eigentlich mit wenigen Worten zu kommentieren: Dass beide (Jung und Hunt) personifizierten Misserfolgs-Abos hier immer noch Topverdiener und überhaupt im Klub sind, darüber hinaus auch noch wieder mal „unverzichtbar“ sein sollen, ist an Schwere des Managementfehlers überhaupt nicht mehr zu überbieten (schöne Grüße an „Perlenfischer“ Mutzel und „Top-Manager“ Boldt).

Es könnte übrigens so manche Schwäche egalisiert werden, wenn man wenigstens die Standards beherrscht – so wie der KSC es vormacht mit scharfen Hereingaben und einem halben Dutzend Kopfballungeheuern, die sich dann im Strafraum tummeln.
Aber beim HSV kann ich diese seit Jahren unnützen Butterchips von Kittel und Hunt nicht mehr sehen und ertragen! Wie soll da einer im Abschluss noch irgendeine Wucht hinterkriegen – ganz abgesehen davon, dass diese Butterchips eh vom Gegner immer gefressen werdne.
Der einzige, der neben Leibold mal scharfe Hereingaben und Flanken bringt, ist Narey – auch wenn die Hälfte davon im Bauch des Gegenspielers oder auf der Tribüne landet.

Und bei aller HSV-typischen Ekstase und Enthusiasmus über Transfers wie Terodde und auch Leistner – aber dass Terodde, Leistner und Gjasula uns im Falle des zwingend erwarteten Aufstiegs nachweislich eben nicht mehr weiterhelfen würden, scheint einfach verdrängt zu werden (schöne Grüße auch an „Perlenfischer“ Mutzel und „Top-Manager“ Boldt).
Wie im Übrigen auch, dass denen (schöne Grüße an „Perlenfischer“ Mutzel und „Top-Manager“ Boldt) außer gehandelte Alternativ-Kandidaten wie Hannovers Bankhocker Weydandt, Karlsruhes 2-Liga-Durchschnitt Hofmann oder Stuttgarts Mr. Unbeständigkeit Erik Thommy eh nix anderes Gescheites einfallen würde.

Übrigens haben wir vergangene Woche mal gut entnehmen können, wie so der „Circle of Life“ bei diesen HSV-Protagonisten „funktioniert“:

Tag 1: Wettstein verkündet trotz 30-Mio-Defizits, die HSV-Existenz sei nicht gefährdet.

Tag 2: Stadt Hamburg verkündet Kauf des HSV-Grundstücks für 23 Mio.

Tag 3: Kühne verkündet im Falle der Satzungsänderung weitere Anteilskäufe.

Tag X der Hoffnung: Mit Anteilsverkauf 300 Gehälter, Erbbauzins, Arena-Billigumbau, neue Verträge für die vier Vorstände Boldt, Wettstein, Jansen, Frömming sowie Terodde, Hunt, Ulreich, Leistner, Gjasula, Hunt u. Jung bezahlen.

Kosinus
2 Monate zuvor

Ich habe v.a. Bochum u. Kiel die letzten Wochen öfters verfolgt. Sie spielen nicht wirklich gut, aber das Spielglück haben sie auf ihrer Seite. Hamburg hingegen ist in fast jedem Spiel die klar bessere Mannschaft, dennoch lässt man Punkte zu oft noch liegen. Das macht mir Sorgen.
Wir brauchen dieses Jahr leider 6-7 Punkte mehr als in den 2 Vorjahren. An Scholles Stelle wäre ich vorsichtig, ob das HSV-Konstrukt wirklich nun stabiler ist.
In den letzten 2 Jahren gab es immer Spiele, die das Ganze gekippt haben wie z.b. die Unfassbare 2:3 Niederlage gegen Darmstadt.

Versuchen wir dennoch optimistisch zu bleiben. Herausheben möchte ich gestern mal die Leistung von Leibold. Unerklärlich warum sein Marktwert nicht deutlich höher ist.

Riesum
2 Monate zuvor

Halleluja! Danke Scholle für diesen Kommentar. Quatsch zu glauben, wir müssten aufsteigen wegen des höchsten Etats. Auch Quatsch zu sagen, wir gehörten in die 1. Liga. Warum,weil wir 1983 den Europapokal gewonnen haben ? Wir sind guter 2. Ligist,der aufsteigen kann,wenn alles passt. Pflicht ist das nicht. Die Anderen sind auch keine Blinden! Diese Arroganz, alle aus dem Stadion schießen zu müssen, müssen wir uns endlich von der Backe putzen. Wir sind noch auf einem Aufstiegsplatz, somit haben Trsiner und Team nicht zu viel verkehrt gemacht. Kein Grund also zu übertriebener Kritik oder großem Pessimismus !

Hans-Werner Rieken
2 Monate zuvor

Selten lag Scholle so daneben wie im Blog heute!
Habe leider keine Zeit aber fast alles was er heute schreibt kann man widerlegen.
Ich bleibe bei meiner Aussage, es geht wieder Berg ab!

NowWhat
2 Monate zuvor

Vor der Saison wurde Geduld gepredigt, und nach der Verpflichtung von DT und dessen erster Presserunde dachte ich: okay Jani, reset, und schauen was kommt. Nach den dann folgenden Transfers, von denen ich nur Terodde und Ulrich kannte, dachte ich:naja, junge Mannschaft langsam entwickeln ist was anderes.
Aber bei mir fängt grundsätzlich jeder Spieler der kommt bei Null an und ich mach mir dann mein Bild. Gut, die älteren Spieler sind dann wohl nicht so lange bei uns hoffentlich bleiben die jüngeren. Hab nämlich keine Lust mir jedes Jahr so viele neue Namen zu merken;)
Dresden, fünf Siege, mit total unterschiedlichen Leistungen und Aufstellungen. Findungsphase, DT probiert viel aus und Ergebnisstechnisch lief es, als Fan war natürlich die Geduld weg und ich dachte: läuft und wenn DT seine Mannschaft gefunden hat kann es ja nur besser werden.
Dann die fünf sieglosen Spiele, wo ich dachte: Mist, jetzt spielen sie teilweise besser als zu Beginn aber holen keine Punkte. Und genau das hat mich wieder geerdet.
Stand jetzt bin ich sehr nah bei Scholle Blog. Wenn ich mir vor Augen hole wie unsere Mannschaft letzte Saison wirklich immer schlechter wurde, verunsichert, sich nach der Coronapause immer mehr aufgelöst hat. Da finde ich schon das wir dieses Jahr anders auftreten. Ich sehe eine Mannschaft, sie kämpft, sie spielt teilweise richtig gut, einzig kann ich über die Punkte ausbeute meckern.
Aber gerade die letzten beiden Spiele zeigen mir auch das uns das Glück fehlt, was man halt auch braucht. Zweimal Pfosten Aue, Sonnabend wollte der Mistball auch nicht rein. Gibt so Zeiten.
Und klar schaue ich automatisch auf diesen blöden vierten Platz und hab auch die Befürchtung das es wieder nicht reicht. Aber, und darum ging es ja im Blog, ich finde das DT schon eine Mannschaft geformt hat die von innen gesund ist und auch trotz den Ausfällen gute Leistungen zeigt.
Und mit Aussagen wie: jetzt kommen die besten Mannschaften der Rückrunde kann ich nicht viel anfangen. In dieser blöden Liga kann am Ende jeder jeden schlagen.
Also kann der HSV auch jeden schlagen, egal was die Gegner in den letzten spielen gemacht haben. Wenn Dudziak wieder zurück kommt, Kittel und die anderen ihre Leistungen halten können und dann auch mal wieder das Glück auf unserer Seite ist bin ich guter Dinge. Natürlich mit dem Wissen dass es auch wieder gegen uns laufen kann.
Zum Schluss: der Fürther Trainer sagte nach dem Spiel auf der PK: das werden wir dann nach den zwei freien Tagen ansprechen. Sind wir ja nicht die einzige Mannschaft die trotz absolut schlechtem Training oben mit spielt. Oder haben die Trainer evtl. doch Ahnung?
Beste Grüße aus Dithmarschen Jan

Last edited 2 Monate zuvor by NowWhat
Flotti McFlott
2 Monate zuvor

Nur eines der letzten 4 (!) Spiele gewonnen, 6 von 12 möglichen Punkten geholt, den kompletten Punktevorsprung fahrlässig verdaddelt.

Dazu 2 Gesichter des Niedergangs wieder ohne Not in die Stammelf eingebaut.

Die Tendenz zeigt ganz klar nach unten, alles andere ist Augenwischerei. Hoffen wir einfach mal, DT bekommt noch die Kurve…

Vamodrive
2 Monate zuvor

Na Scholle, die „Experten“ werden dir den Artikel aber um die Ohren hauen, so einfach lassen die sich ihr Weltbild nicht zerstören

Flotti McFlott
2 Monate zuvor
Jakob Kuhlmann
Jakob Kuhlmann
2 Monate zuvor

Es gibt jene, die werden es bis zum letzten Spieltag nicht glauben können, dass ein Aufstieg möglich ist und andere, die sich Hoffnung aus einzelnen Tendenzen ziehen und damit den großen Wurf für möglich halten.

Nicht immer hat das viel mit der Realität zu tun, das kennen wir ja von unseren Wahrnehmungen und Gefühlen. War der HSV im Januar noch ein europäisches Spitzenteam was die Chancenverwertung betrifft, so glauben einige, man müsse sich nach dem 0:0 wieder in Grundlagentraining für Vorbereitung und Abschlüsse begeben. Während keine Mannschaft meines Wissens nach so viele Torschützen wie der HSV aufweisen kann, wird ständig diese ach so große Abhängigkeit von Terodde moniert. Naja.

Ich für meinen Teil bin ganz bei Scholle, was die Tendenz betrifft. Das war in den letzten Jahren komplett anders. Während Wolf jede Offensivbemühung im Keim erstickte mit seinem gruseligen Beamtenfußball, hat Hecking einen absolut eingleisigen Kurzpassfußball versucht, der in meinen Augen weder für den Kader noch für die Liga so optimal war. Jeweils ist das natürlich ein Jammern auf hohem Niveau, also die Frage nach dem sportlichen Unterschied zwischen Rang 3 und Rang 4.

Bis jetzt konnte Thioune immer wieder die Mannschaft aus ihren Rückschlägen holen. Die fünf sieglosen Spiele in der Hinrunde hätten vermutlich Hecking und Wolf bereits mit ihrer Mannschaft aus der Bahn geworfen, während Thioune sich wieder mit den Jungs an die Spitze kämpfen konnte.
Auffällig dabei sind besonders unsere Sorgenkinder. Kittel wirkte derart von der Rolle, dass ich mir in guter alter HSV-Tradition schon den nächsten gescheiterten Lichtblick ausmalte. Der nächste Kostic, Walace, Ekdal und wie sie nicht alle heißen. Und an Kinsombi hat doch eh niemand mehr wirklich geglaubt oder? Aber beide gingen dann im Januar durch die Decke. In einer Phase, in der der HSV die letzten zwei Jahre bereits richtig ins Schlingern geriet.

Für die kommenden Spiele heißt es jetzt, dass die Spannung hochgehalten werden muss (Spiele gegen Fürth muss man nicht gewinnen, man darf sie aber nicht verlieren) und das geht in meinen Augen auf kurz oder lang nur mit Erfolgserlebnissen. Ich glaube es führt kein Weg an einem Sieg gegen Würzburg vorbei. Wenn man es hier aus welchen Gründen auch immer vergeigt, mag man noch so grandios gespielt haben, dann steht man eben wieder mit dem Rücken an der Wand, dank der breit aufgestellten Konkurrenz.

Seien wir mal froh, dass Thioune so weitsichtig war und Jung nun pünktlich zu Ambrosius Gelbsperre mit zwei Startelfeinsätzen zu etwas mehr Spielsicherheit verholfen hat. Klar, ihr hüpft alle im Kreis, weil euch eure Prognosen schon immer wichtiger waren, als das tatsächliche Abschneiden, aber niemand kann bezweifeln, dass Jung und Heyer jetzt das sicherere Duo abgeben werden, im Vergleich zu irgendwelchen Spielchen zuletzt, die Jung auf der Bank gelassen hätten. Hier hat ein Trainer einmal aufs Leistungsprinzip gesetzt und wurde belohnt.

Uwe Öztunali
2 Monate zuvor

„Hinzu kommt, dass man als unterkühlter Norddeutscher eh nicht zu Euphorie neigt – im Gegenteil. ABER: Das ist falsch, sage ich“. Also wie muss man es nun deuten:
a) ist die Neigung, der Wesenszug nicht zur Euphorie zu tendieren falsch?
b) Ist das Gegenteil als Charakter Bestandteil falsch? (das Gegenteil ist das Tendieren zur Euphorie)
c) Tendiert ein unterkühlter Süddeutscher (es wird ihn/sie sicherlich geben) anders als ein unterkühlter Norddeutscher zur Euphorie?
d) ist lediglich die Behauptung ein unterkühlter Norddeutscher tendiere nicht zur Euphorie falsch? (In Wirklichkeit tendiert er dann also sehr wohl zur Euphorie)
e) Ist lediglich die Behauptung ein unterkühlter Norddeutscher tendiert, im Gegenteil zu dem was man allgemein über ihn behauptet eben doch zur Euphorie falsch? (Demnach tendiert er in Wirklichkeit nicht zur Euphorie)
Mit einem Wort: Meint der Autor das Wort „falsch“ im Sinne von „ein besserer Wesenszug wäre es wenn der Norddeutsche .. oder im Sinne von „das was allgemein behauptet wird ist ebenso den Fakten entsprechend wie die Behauptung 5+7 sei 14.
Man weiss es nicht ..

MeinVerein2021
2 Monate zuvor

Ich denke auch, dass der HSV irgendwie besser ist als letzte Saison. Und ich denke an die Rückrunde in den letzten beiden Saisons (grusel).

Ist das Glas nun halb voll oder leer? Bei mir kommt es auf die Tagesform an. Meine, meine ich.

Tatsächlich weiß es niemand.

Wir können uns nur an die Vergangenheit erinnern (und möglichst aus ihr lernen).
NIEMAND kann aber in die Zukunft schauen. Weder die Optimisten, noch die Pessimisten (oder Hüpfer und Pester).

Finde ich auch schwer aus zu halten. Gerade heute, da die ersten 3 alle 42 Punkte haben.

Mir wäre es lieber, wir wären die Bayern der 2. Liga und mit weitem Vorsprung Erster und niemand, auch wir selbst nicht, würde an der Meisterschaft zweifeln.

Oder ist es vielleicht doch schöner, wenn die Liga spannend ist? Wie süß wird dann der Erfolg schmecken?

Ach, ich weiß nicht. Ich zweifel ( Trauma Abstieg und 2 Mal den Aufstieg völlig unnötig verspielt) und bin auch wieder zuversichtlich (neue Saison, neues Glück).

Es hilft nichts. Und dann können wir nicht mal im Stadion dabei sein und unsere Mannschaft nach vorn schreien.

Mir hat jemand das neue HSV-Lied von den Hamburger Goldkehlchen und Abschlach geschickt. Hat mich aufgemuntert.

Allen einen schönen Sonntagabend.

Ralf Lübbe
2 Monate zuvor

Mit der Leistung gegen Fürth und überhaupt kann man zufrieden sein. Leider habe ich manchmal das Gefühl das Schiedsrichter versuchen durch Fragwürdige Entscheidungen und Reporter durch Kommentare (Sky)den HSV schlecht zu machen.
NUR DER HSV!!!!!

Sennsation
2 Monate zuvor

Jung. Hunt. Zweitklassigkeit.

Untrennbare Begriffe.

Aber glaubt ruhig weiter an das Gegenteil.
Heult nur bitte hinterher nicht rum, weil Ihr uns seit Jahren nicht glauben wollt.

Polkateddy
2 Monate zuvor

„Nach der (falschen) Gelbroten für den Fürther Ernst[….]“

Gemessen an was war die Karte falsch? Wenn ein Schiedsrichter 45 Minuten auf jeden Schrei reagiert und der Akustik offenbar mehr vertraut, als seiner Optik, dann ist es eben legitim in der Halbzeit dieses Manko anzusprechen und die gleiche Klaviatur zu spielen wie Fürth. Immerhin hat er unseren Spielern zuvor ähnlich spektakuläre Verwarnungen ausgesprochen. Unter diesem Aspekt ist die gelbe Karte nicht falsch, sondern exakt das Ergebnis einer schwachen, aber zumindest konsequenten Schiedsrichterleistung. Auch wenn der Sky-Kommentator das wahrscheinlich immer noch nicht checkt.

Last edited 2 Monate zuvor by Polkateddy
Blogfan
2 Monate zuvor

wird in den nächsten (wichtigen) Spielen weiterhin so „langsam“ im
MF gespielt und die Bälle über 20 Meter durchs MF „geschleppt“ sehe ich
arge Probleme in Sachen DREI’er auf der Habenseite.
Das gezeigte Passspiel in offensiven Aktionen ist teilweise ein grausames
Niveau und macht im Gegenzug ein gefährliches Konterspiel des Gegners
möglich, zumal die spielstarken Gegner alle viel schneller und direkter durchs
MF in die Spitze agieren.
Die einzelnen Mannschaftsteile müssen alle viel sicherer im Aufbauspiel
und dementsprechend im Passspiel werden.
Um dieses jetzt noch zu erreichen, müsste mMn das ganze Trainingsprogramm
darauf und nur darauf ausgerichtet werden, auch mit Sonderschichten .
Es gibt beim HSV keine weiteren „Belastungen“ nur 2.Ligaspiele.
Alle sollten für das “ Ziel Aufstieg“ mehr geben als nur das Normale.
„Normales“ können alle in der 2.Liga, nur wer mehr will, muss auch mehr dafür tun.

Mir stellt sich nur die Frage, wer beim HSV fordert das ein?
Zur Zeit wohl keiner….alle meinen DT macht das schon.

Genau so, wurde auch Saison 18/19 und 19/20 die Lage gesehen bzw. nicht
erkannt und gezielt gegengesteuert.

Übrigens, Pauli zeigt z.Z. ein ganz anders Spiel auf der Wiese.

Kopite
2 Monate zuvor

@Marcus Scholz: Sehr starker Blog, 1887 % Agree!!!!
.
Kleine Ergänzung: Die Großkotzigkeit, die Du sehr zu recht kritisierst, die hat den einstigen Dino erst absteigen lassen! Denn sie ist sehr viel älter als unsere Zweitligazugehörigkeit. Früher „gehörte“ der HSV angeblich nach Europa, hatte aber alle Hände voll zu tun, um mit viel Dusel den Abstieg zu vermeiden.
.
Dass Daniel Thioune den Verein geerdet hat, ist sein größter Verdienst! Und genau dies macht ihn zum richtigen Trainer für den Abstiegskampf in Liga 1, der uns nächste Saison (hoffentlich!!) bevorsteht.
.

ToniHH
2 Monate zuvor

Der HSV ist stabiler!!! ?
18/19 Halbfinale DFB
19/20 2. Hauptrunde DFB
20/21 1. Hauptrunde DFB

Und wir hüpfen weiter….wir spielen
ohne Frage besseren Fussball aber
unter Stabilität verstehe ich ein 1:5
In Aue und nicht ein 3:3

IvanAusKass
2 Monate zuvor

9. Vergleich mal die Etats von Fürth und Hamburg, da sollte es nicht unbedingt Spitze auf Knopf auf dem Platz und in der Tabelle zugehen. Und Fürth ist da nur ein Beispiel. Und allein mit Bobby ist dieser Etat auch nicht erklärbar.

Grantler3006
2 Monate zuvor

Ich würde mich freuen, wenn Du Recht hättest, Scholle mit deiner Prognose. Ich empfinde den Optimismus, den du versprühst, angenehm. Leider hilft er mir nicht die innere Unruhe beim aktuellen Saisonverlauf (auch die Ergebnisse der Konkurrenz) abzulegen. Ich schaue, genau seit 11 Spielen kein Spiel mehr live, es sei denn der HSV führt 5:0. Das waren die letzten 30 Minuten, die ich mir bewusst ansah. Die Anspannung ist einfach so hoch, weil ich schon auch glaube, dass wir grundsätzlich am besten kicken können, aber eben zu häufig den Sack nicht zumachen und gemacht haben. Diese Saison bereits sehr häufig (Heidenheim, Kiel, Hannover, St. Pauli, Nürnberg, Aue, Düsseldorf, Fürth) Das wären mal vom Derby abgesehen 7 Spiele, bei denen dreifach gepunktet hätte werden können, wenn nicht müssen. Dagegen steht nur das Hinspiel gegen Paderborn und gegen Fürth, wo es auch hätte schlecht laufen können. Die Liga ist sehr ausgeglichen und doch Fußball spielen, spielen aus meiner Sicht nur der HSV, Kiel, Bochum und Fürth. KSC kämpft bravourös und holt dadurch Punkte und Hannover ist eine Wundertüte.
Wenn es die Truppe schafft, konzentriert, nicht überheblich und konstant zu punkten, dann kann es was werden. Kurz gesagt, teile ich deinen vielleicht aus Deiner Sicht berechtigten Optimismus noch nicht.
Das unangenehme Fußballgefühl ist aber wieder da, genau wie in den vergangenen zwei Jahren zur selben Zeit. Auch wenn Deine Aufzählung inhaltlich i. O. ist.

Hoffen wir das Beste. Nur der HSV

Blogfan
2 Monate zuvor

so wie es z.Z. aussieht, lieber Wintzheimer auf die Bank und Terrode läuft
sich vorne alleine wund und ist nach 70 Min. platt, als mit 2 Spitzen auflaufen.

Mit einer Spitze kann sich Bayern leisten, weil hinter Lewi echte Granatenspieler
auf der Wiese sind, aber der HSV hat nach vorne zu wenig Power.

Wer hat denn zu Beginn der Saison neben ST noch getroffen.
Natürlich ist MW kein Außenstürmer…aber vielleicht mal etwas mit 2 Spitzen
im Training ausprobieren.

Mit MW ist es wieder ein junger Spieler, der nicht zum Spielen kommt und evtl.
gehen wird.

ThS
ThS
2 Monate zuvor

Ein sehr guter Block! Ich kann jedes Wort von Dir unterstreichen, Scholle!

Jörg Brettschneider
2 Monate zuvor

Mag sein, dass die Mannschaft etwas stabiler ist. Thioune macht bisher sicher keinen schlechten Eindruck.
Aber Fussball ist Ergebnissport. Die Ergebnisse waren zuletzt nicht so, wie sie hätten sein können oder müssen.

Die Gegner sind jetzt gleichauf. Das ist Fakt.
Ein Vorsprung in der Tabelle, der möglich war, hätte den Vorteil, dass der HSV früher planen und Spieler für die 1. Liga verpflichten könnte. Verspielt!
Jetzt droht wieder Druck, unter dem die Beteiligten kaputt gehen könnten.

Fakt ist auch, dass viele Spieler aus dem letzten Jahr noch da sind. Personell hat sich also nur auf der Trainerposition was geändert. Insofern ist Scholles Analyse nicht ganz in Ordnung.

Aufgabe des Trainers ist es jetzt u.a., Spielern wie Leibold, Gyamerah, Jung, Kittel, Kinsombi, auch Hunt zu vermitteln, dass sie aus dem letzten Jahr lernen müssen. Ich traue es Thioune grundsätzlich zu. Die nächsten Spiele werden aber darüber entscheiden, in welcher mentalen Verfassung die Truppe in das letzte Saisonviertel geht.

Besser jetzt – also noch rechtzeitig – Eier zeigen, um nicht später in der Saison nervlich zugrunde zu gehen, weil man vorher wieder nicht hungrig genug auf Punkte war und Punktverluste schöngeredet hat.

Eigentlich wären diese Hinweise Jansens Job. Er ist ja quasi der Hoeneß des HSV (AR-Chef und Präsident).
Aber von der Seite ist ja leider nichts zu erwarten.

Übrigens:
Eine Parallele zu letzter Saison findet sich auch in den unterschiedlichen Sichtweisen von Sebastian Wolff vom Kicker und Scholle.
Scholle lag mit seiner beschwichtigenden Einschätzung auch im letzten Jahr daneben.
Wolff dagegen erkennt die Gefahr auch in diesem Jahr. Oder hat er bei den „Pestern“ abgeschrieben?

https://www.kicker.de/797389/artikel/die-schleichende-gefahr-beim-hamburger-sv

Nicht nur der HSV muss aus den sportlichen Katastrophen der letzten beiden Jahre lernen, sondern auch sein Umfeld.

Wehret den Anfängen!

Last edited 2 Monate zuvor by Jörg Brettschneider
Kai Simon
2 Monate zuvor

hier wird ja schon wieder einige Male auf den Etat hingwiesen. Ich werde nie verstehen, warum.

Noch mal vorweg: für mich war der HSV von Anfang an kein Aufstiegsfavorit. Er steht zurzeit besser da, als ich es für möglich gehalten hätte. Da ändert auch ein Terodde nichts – er ist auch nur einer von elf Spielern des HSV auf dem Platz. Und wenn sie tatsächlich nichf aufsteigen, dann nicht wegen zu wenig Training, sondern aufgrund des Kaders.

Aber ja, nach der aktuellen Momentaufnahme darf man zumindest vorsichtig optimistisch sein – hätte nichts dagegen, falsch zu liegen.

Was den Etat angeht frage ich mich immer, warum man aufgrund der Höhe aufsteigen müsse.
Kann mir das jemand erklären?
Was macht denn den Etat aus? Warum ist er so hoch? Was wird denn damit bezahlt?
Macht der Kader einen Großteil des Etats aus? Spieler wie Hunt, Wood, Jung, Narey, Jatta, Gjasula oder Leistner, der auch immer in dieser „Liste“ genannt wird/wurde, und all die anderen Malta- und Holzfüße, die kein Zweitliganiveau haben?

Teilweise passiert es ja in ein und demselben Kommentar: erst steht da, mit dem Etat muss aufgestiegen werden, weiter unten wird den Spielern die Zweitligatauglichkeit abgesprochen.
Aufgrund des Etats wird mehr oder weniger der Aufstieg gefordert.
Gleichzeitig wird auf die Malta- und Holzfüße hingewiesen. Wie will man aber mit denen aufsreigen?

Wenn icb der Logik mit dem höchsten Etat folge, müsste ich ja bei einem Autorennen gegen einen 500.000 € teuren Ferrari der Favorit sein, wenn ich für meinen Fiat 500, Erstzulassung 1970, 1.000.000 € bezahlt hätte (einfach nur, weil ich es kann) – schließlich wäre mein Etat für das Rennen ja doppelt so hoch.
Trotzdem glaube ich, ich könnte das Rennen möglicherweise, eventuell und nur ganz vielleicht verlieren. 🤔

Fussballtrainer
2 Monate zuvor

Wenn man hier Kommentare über „Taschenbilliardspieler“ so stehen lässt läuft man natürlich Gefahr, dass man bei zukünftigen Pressekonferenzen nicht mehr für voll genommen wird. Scholle, das würde ich mir überlegen.
Ansonsten alles beim Alten in den Kommentaren.
Für mich war angenehm zu sehen, dass die Jungs als Mannschaft, auch mit den Backups und nach Auswechslungen funktionierten und bis zum Abpfiff nicht aufgegeben haben.
Eine Mannschaft für die 2. Liga wohlgemerkt, aber wenn es mit dem Aufstieg klappt, bin ich sicher, dass ein oder zwei Neue hinzukommen und wir keine „Fahrstuhlmannschaft“ werden.
Die Trainingsleistung der Jungs kann ich nicht beurteilen, da ich weder das HSV-Training noch die anderen Vereinstrainings verfolgen oder gar vergleichen kann. Ich sehe jedoch, dass unsere Jungs bis zum Schluss mithalten und sich auch am Ende noch steigern können. Fehlende Schnelligkeit kann man nicht wegtrainieren. Entweder man ist Usain Bolt oder nicht.
Ob man nun an Pappkameraden vorbei schießen muss oder lebendige Personen hinstellt ist wirklich vollkommen egal. Wenn das der Wunsch einiger Kommentatoren hier ist, so bitte ich diese sich als Mauerbildner auf dem Trainingsplatz bereit zu stellen. Ansonsten müssten ja immer die Hälfte aller Spieler nur als Mauer rumstehen.
Meine Hoffnung gilt einfach dem Zusammenwachsen der Spieler als Mannschaft. Das war in der vergangenen Saison nicht gegeben und stimmt mich optimistisch.
Und die Tatsache, dass die Backups ebenfalls auf hohem Niveau spielen.
Nur der HSV!

Last edited 2 Monate zuvor by Fussballtrainer
Jürgen Linnenbrügger
2 Monate zuvor

Ich möchte mal einige Anmerkungen zu den Spielern Sonny Kittel und David Kinsombi machen, die ja immer hier im Block des öfteren im Fokus stehen, auch Scholle thematisiert die beiden, ja immer mal wieder, in vielen Beiträgen. Dr. Ringelband bescheinigte DT hier auch gute psychologische Arbeit, er hat sie in die Spur zurück gebracht.
Ich habe hier eine andere Wahrnehmung:
Sonny Kittel:
Er ist ein exellenter Fußballspieler, ausgestattet mit einer super Technik, gepaart mit einer hervorragenden Schusstechnik, und noch mit Talent gesegnet. Wenn alle Attribute heute noch so stimmen würden, wäre dieser Spieler in einen HSV Blog nicht zu finden. Er wäre für den HSV weiter weg als der Mond. Er würde bei einem deutschen bzw. europ. Spitzenclub spielen. Leider hatte Kittel bereits 2 Kreuzbandrisse und Knorpelschäden in den Knien. Aufgrund dieser Verletzungen konnte er nie wieder seine volle Leistungsbereitschaft abrufen, dieses konnte man auch in Ingolstadt sehen. Darum wahrscheinlich auch seine schöpferischen Pausen in jedem Spiel. Ihm deshalb Bocklosigkeit vorzuwerfen halte ich für falsch. Scholle erwähnt ja auch schon mal das Kittel, aufgrund einer Belastungssteuerung, individuell trainiert. Wenn man schon so einen Spieler, für die besonderen Momente, in seinen Reihen hat muss man Ihm einige Freiheiten gewähren, mit einer intelligenten Kaderplanung wäre dieses auch möglich.
Jeder kreative Spieler hat seinen Wasserträger der Ihn vor allem defensiv entlastet.
Der HSV benötigt, nach meiner Einschätzung, endlich einen Kaderplaner der sein Handwerk versteht. In Mutzel/Costa sehe ich dies nicht, was mir die bisherigen Verpflichtungen eindeutig zeigen.
David Kinsombi
Bei Kinsombi ist es in meinen Augen fast genau so wie bei Kittel. Nach seinen Schienbeinbruch hat er große Schwierigkeiten seine alte Leistungsfähigkeit wieder zu erreichen, er scheint jedoch auf einen besseren Weg zu sein. Dieses muß er jedoch in den nächsten Spielen unter Beweis stellen.

Dennis1984
2 Monate zuvor

Dieses Jahr wird man zum Aufstieg vermutlich auch mehr Punkte brauchen, als die letzten beiden Jahre. Also sollte man zügig wieder öfter dreifach Punkten.

Kopite
2 Monate zuvor

.
By the way:HAPPY BIRTHDAY KEVIN!!!
.

bahrenfelder
2 Monate zuvor

Also für mich kann die Tabelle am Ender der Saison genauso aussehen. Die drei ersten die gleiche Punktzahl und der HSV hat die meisten geschossenen Tore dank Terodde.

Das hätte doch mal was und die Spannung steht bis zum Ende.

Jörg Darscheid
2 Monate zuvor

Es war ein dominantes gutes Spiel, ABER und das ist das Entscheidende: wieder nur 1 Punkt und sich für eine sehr gute Leistung NICHT belohnt……es stehen ja die Spiele gegen die direkten Konkurrenten aus Kiel und Bochum aus und da wird sich sportlich entscheiden, wer wo landet am Ende. Warnsignale, dass es wieder Platz 4 werden könnte gab es in der Hinrunde viele und deutlich in der zweiten Halbzeit in Aue…….schönreden und Wohlfühloase HSV sollte es NICHT mehr geben. …….Terodde ist in meinen Augen leider von Verhalten und Körpersprache der Einzige, der sich richtig „wehrt“ und Ärmel hochkrempeln kann. Von dieser Sorte Malocher haben Kiel und Bochum mehrere……

uwe twiehaus
2 Monate zuvor

Der letzte Wille und Spieler, die den Unterschied ausmachen sind, leider weit und breit nicht zu erkennen. Dem Trainer traue ich mit genügend Zeit langfristig einiges zu, und der Rest ist ein Überraschungs–Ei mit peinlichen Inhalten. Da Spielen auch 5 oder7 Punkte Vorsprung zur Vorsaison keine Rolle mehr! Hier kommt Hamburg?

AUG
AUG
2 Monate zuvor

Scholle, ich muss dir wirklich zustimmen. Wir sind in diesem Jahr auch m.E. um einiges besser als in den vergangenen 2 Jahren, zumindest, was die Einstellung auf dem Platz angeht. Dort sehe ich jetzt mehr, als in den vergangenen 2 Jahren, den Willen, zu einem Tor zu kommen. Und das liegt auch an Terodde. Im vergangenen Jahr hatten wir Hinterseer, der zwar sicherlich nicht schlecht ist, aber, so glaube ich, nicht den Torriecher hat, wie es Terodde jetzt hat. Davor hatten wir mit Lassoga und co. natürlich vom Potential noch bessere Spieler, die aber meiner Meinung nach nicht so recht für die zweite Liga geeignet waren, auch wenn ein Lewis Holtby von der Mentalität her ein großer Vorreiter war und auch die Fans mitgezogen hat. So ist es glaube ich bei Terodde auch.
Ich hoffe jedenfalls, dass wir nach den zwei Remis in Würzburg (mit Treffern von Terodde) wieder gewinnen.
NUR DER HSV! 🔷⚫️⚪️

Last edited 2 Monate zuvor by AUG
Crossed Bats
2 Monate zuvor

Auch wenn ich erst an ein positives Ende glaube, wenn man es uns nicht mehr nehmen kann, sehe ich die parallelen zu den letzten Spielzeiten nicht so extrem wie viele andere hier.
Ich mag mich täuschen, aber für mich steht da schon ein selbstbewusstes Team auf dem Platz, welches einen Plan hat. Auch wenn die Ausführung oft nicht immer optimal ist.
Man kann erneut tief fallen und beim HSV ist dies immer möglich aber die Mannschaft macht auf mich persönlich einen besseren Eindruck.

Schauen wir mal.

Last edited 2 Monate zuvor by Crossed Bats
Folker Mannfrahs
2 Monate zuvor

Die negativen Kommentare decken eins auf:
Immer noch das Denken, dass wir wer oder was seien.
Genau das war aber unser Verderb in den letzten beiden Jahren!
Wir müssen es aushalten, dass wir weiter kämpfen müssen und und vielleicht bis zur letzten Minuten nicht wissen, ob wir aufsteigen oder nicht.
Letzteres heißt, die 2. Liga annehmen.
Einzelpersonen schlecht zu machen, bringt gar nichts.
Vorallem dann nicht , wenn wir auf sie angewiesen sind.
Auch Bayern hat sich m E verzockt bei Boateng und Alaba und auch bei Thiago!
( bei einer um Welten stärkeren Position als der HSV)

kbe1
2 Monate zuvor

Was mich nach dem gestrigen Spiel etwas optimistischer Stimmt, als zu den beiden vorigen Saison`s. Die Mannschaft ist, nachdem Fürth nur noch 10 Spieler auf dem Platz hatte, nicht vogelwild mit alle Mann auf das Tor der Fürther zugerannt. Wobei die Gefahr bestanden hätte sich einen Konter und Gegentor einzufangen. Man hat zwar versucht das Spiel zu gewinnen, aber die Absicherung in der Defensive nicht vernachlässigt.

Travis Bickle
2 Monate zuvor

Ich hatte da vorhin so einen Spieler bei Frankfurt gesehen, ich glaube der hieß Kostic. War der nicht mal beim HSV? Ich frage für einenFreund .

Jörg Brettschneider
2 Monate zuvor

Noch ein Wort zu Jansen:

Was willst du mit einem Präsidenten, der seine Führungschance total versiebt hat und sich in der entscheidenden Saisonphase, in der er eigentlich als Führungsfigur präsent sein müsste, einer internen Opposition erwehren muss?

Die Frage dürfte jeder, der ein wenig Ahnung von Unternehmensführung und Profifußball hat, eindeutig beantworten.

Christian Otto
2 Monate zuvor

Diesen Spieltag und den Punktestand mit denen der letzten oder vorletzten Saison zu vergleichen, ist ungefähr so ergiebig, wie auf die Lottozahlen vor 12 oder 24 Monaten zu schielen. Sie zu wissen schadet beim Lottospielen nicht, hilft aber auch nicht.
Wesentlich interessanter und erkenntnisreicher ist die Reaktion der Mannschaft auf die 2. HZ in Aue. Diese Reaktion war gut. Die Mannschaft agierte in beiden HZ engagiert. Dass das gute Spiel dennoch nicht zum Sieg führte, lässt darauf hoffen, dass in Würzburg nicht mit Hochmut als überlegener Tabellenführer aufgelaufen wird, sondern als ein vergleichsweise gieriger Punktejäger. Von Vorteil wird sein, dass Kiel und Bochum erst am folgenden Montag spielen werden. Dies wird die Spannung in beiden HZ hoch halten. Es wird also weder wie in Braunschweig in der 1.HZ noch wie in Aue in der 2. HZ gespielt werden.

Raibi
2 Monate zuvor

Mal eine Frage an die Experten hier im Blog. Da ja Kiel und Fürth die Mannschaften der Stunde sind. Wie geht denn das Spiel zwischen beiden Mannschaften am Montag aus? Es können ja nicht beide gewinnen.

Kuddel
2 Monate zuvor

„Das hatten beim HSV in den letzten Jahren einige noch anders gesehen. „Der große HSV gehört in die Erste Liga“, „der schlafende Riese“ und die „Strahlkraft“  – was da nicht alles gesagt wurde. Problem dabei: Anstatt Selbstvertrauen daraus zu ziehen, sorgte dies für Überheblichkeit. Und zu zwei Fehlversuchen, diese Liga wieder nach oben zu verlassen. Erst in dieser Saison hat der HSV diese Liga endlich angenommen. „“
.
Mein Gott ……-. wie oft denn noch ????

Crossed Bats
2 Monate zuvor

„Nach der (falschen) Gelbroten für den Fürther Ernst…..“

Auch wenn in TV und Radio ähnlich berichtet wird, für mich war diese Karte vertretbar.
Sie war hart, aber wenn ich Gelb habe und so reingehe, dann noch die Linie des Schiedsrichter verfolgt habe (siehe Beitrag Pokalteddy), kann ich mich nicht über diese Karte beschweren.

„falsch“ ist hier also sehr subjektiv, auch wenn viele diese Meinung teilen.

NowWhat
2 Monate zuvor

@all
Vielleicht kann mir hier ja einer weiterhelfen: was bedeutet im Profil “Betrachter“ und wie kann ich “betrachten“
Danke schonmal Jan