Was jeder – auch der HSV – von Barcelonas Xavi lernen kann

von | 29.12.21 | 164 Kommentare

Wie angekündigt, habe ich seit einigen Tagen einen aus Fußballersicht extrem interessanten Artikel von unserem Blog-Freund Dr. Olaf Ringelband für Euch, den ich Euch heute gern einstellen will. Es dreht sich diesmal weniger um die psychologischen Aspekte denn um Handlungsweisen, die jeden einzelnen Spieler schnell besser machen können. Aber, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, nicht alle Fußballer können das, was Barcelonas Idol Xavi hier sehr anschaulich darstellt, auch umsetzen. Viele müssten das erst lernen, einige wenige werden auch das nicht können. Fakt aber ist, dass der immer wieder zu hörende Satz von Trainern „Ihr müsst mehr auf den Ball schauen, Ihr müsst mehr auf den Ball achten“ im Fußball nur sehr bedingt richtig ist, wenn man Spieler wirklich besser machen will. Und das gilt nicht nur für kleine Kinder, Jugendliche und andere Amateure – das gilt auch für die HSV-Profis. Warum das so ist? Viel Spaß beim Lesen! Und: Vielen Dank für diesen sehr interessanten Artikel, lieber Olaf!!

Spielverständnis und „Scannen“ im Fußball

Liebe HSV-Freunde, heute gibt es mal nichts Aktuelles über den HSV – weder über Leistungskultur oder Gewinnermentalität noch über die richtige oder falsche Einstellung der Spieler. Von daher können diejenigen, die sich nicht so für Psychologie im Fußball allgemein interessieren, ruhig gleich nach unten zu den Kommentaren springen. 

Ich möchte heute etwas über interessante Erkenntnisse der Sportpsychologie berichten, die nicht nur deshalb bedeutsam sind, weil sie helfen, die Fähigkeiten mancher genialer Fußballspieler zu verstehen, sondern auch, weil man diese Fähigkeiten trainieren und erlernen kann! Kurz gesagt, es geht darum, dass Fußballspieler sich generell im Spiel zu stark auf den Ball konzentrieren – egal ob sie gerade im Ballbesitz sind oder nicht.  Exzellente Spieler hingegen fokussieren sich eher auf das Spiel als auf den Ball.

Spiel ohne Ball

Das kann man sehen, wenn man Spieler während des Spiels mit hochauflösenden Kameras beobachtet: alle Spieler lassen ihren Blick immer wieder zwischen der Fokussierung auf den Ball und einem kurzen Scan der gesamten Umgebung (also des Spielfelds, der Position und Bewegungen von Mitspielern und Gegnern) hin und her wandern. Wenn man die Daten analysiert, stellt man fest, dass die Quote erfolgreicher Pässe (das sind Pässe, die beim eigenen Spieler ankommen sowie auch Pässe, die Torgelegenheiten zur Folge haben) davon abhängig ist, wie häufig jemand im Spiel die Umgebung scannt. Auch wenn dieses „Scannen“ natürlich alle Spieler hin und wieder machen, ist es für Mittelfeldspieler besonders wichtig und deshalb haben Mittelfeldspieler im Schnitt eine höhere Rate von „Scans“. Aber auch bei Abwehrspielern zeigt sich ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von „Scans“ und der Anzahl abgefangener Pässe.

Xavi Hernández als „Super-Scanner“

Einige der besten Fußballspieler zeigen außergewöhnliche Fähigkeiten darin, die gesamte Umgebung schnell und immer wieder zu beobachten; der Beste in dieser Hinsicht war Xavi Hernández (der neue Trainer von Barça), der als aktiver Spieler im Schnitt in den 10 Sekunden bevor er den Ball erhielt, alle 0,83 Sekunden die Umgebung scannte. Xavi selbst berichtet, dass das schon immer eine Angewohnheit von ihm gewesen sei: Sobald er in einen Raum komme, nehme er sofort wahr, wie die Tische stehen, wo wer sitzt, wo die Türen sind… Er selbst sagt, das sei ein „Reflex“ von ihm, den er sich früh angewöhnt habe. Er ist aber auch davon überzeugt, dass Spieler diese Fähigkeit lernen können: So beklagt er in einem Interview (Xavi: „Clearing the ball is an intellectual defeat !“ – FC Barcelone, Espagne, Xavi, Lionel Messi / 1 mars 2018 / SOFOOT.com ), dass das Training im Profi-Fußball zu 60% körperliches und 40% technisches Training sei, aber der Geist kaum geschult werde. Er kritisiert, dass „Spielverständnis“ zu wenig geübt wird und sagt (frei übersetzt von mir): „Usain Bolt ist der schnellste Sprinter der Welt – aber er wird nie ein guter Fußballspieler sein (…), weil man mangelnde geistige Flexibilität und Spielverständnis nicht mit überlegener Körperlichkeit und Geschwindigkeit kompensieren kann.“ Er spricht sich auch gegen das sinnlose Trainieren automatisierter Abläufe aus: „Im Training sollen manche Spieler lernen, nach einem Pass zehn Meter nach vorne zu sprinten. Aber wo sollen sie hinlaufen? Laufen ist gut, aber in die richtige Position zu laufen ist besser.“ Und: „Die wirklich großen Spieler wie Dani Alves oder Verratti, die spielen nicht mit den Füßen, die spielen mit ihrem Hirn.“

Dieses Scannen der Umgebung geht sehr schnell, meistens dauert ein Scan weniger als 0,7 Sekunden und selten wird dabei ein bestimmtes Objekt (Spieler oder Ball) fixiert. Die Scans finden immer dann statt, wenn kein Spieler (egal ob Mit- oder Gegenspieler) den Ball am Fuß hat – denn wenn gerade kein Spieler den Ball berührt, kann der Ball seine Richtung nicht ändern, also muss man auch nicht auf den Ball blicken. Auch wenn der Ball zwischen Spielern hin- und hergeschoben wird, scannen gute Fußballspieler das Umfeld.

Doch „Situationsbewusstheit“ alleine reicht natürlich nicht aus, Spieler müssen auch in der Lage sein, diese Situationsbewusstheit in entsprechende Aktionen (Freilaufen, Spielverlagerung, Deckungslücken füllen) umzusetzen. Das beschreibt Xavi wie folgt in dem erwähnten Interview: „Fußball ist ein Spiel mit  Raum  und der Zeit (…), wenn ich den Ball habe, suche ich nach freien Räumen ohne darüber nachzudenken. Wenn ich den Ball nicht habe, mache ich dem Gegner die Räume eng, erlaube ihm nicht, Lösungen zu finden (…) dazu muss ich mich immer so stellen, dass ich das ganze Spielfeld sehen kann und auf alle Details achten (…) so muss ich nicht mehr nachdenken, wenn ich den Ball bekomme.“

„Scannen“ kann man trainieren

Glücklicherweise kann das Scannen der Umgebung trainiert werden, das haben Studien gezeigt. Zumindest die Frequenz des Scannens kann man relativ schnell durch Übung erhöhen. Schwieriger ist es, aus der Wahrnehmung der Spielsituation die richtigen Schlüsse zu ziehen und diese dann in Handlung, d.h. Bewegung umzusetzen. Diese Umsetzung der Erkenntnisse in Aktionen ist zwar etwas schwieriger zu lernen, aber auch das kann trainiert werden – und zwar umso besser, je früher man damit anfängt. 

Damit bin ich wieder bei einem meiner Lieblingsthemen – der Nachwuchsleistungszentren und der psychologischen Betreuung in diesen Zentren. Denn genau so, wie man Kindern beibringt, im Verkehr nicht nur auf die eigenen Füße oder den Fahrradlenker zu gucken, sondern auch auf die Umgebung bzw. den Verkehr, kann man Jugendspielern beibringen, gewohnheitsmäßig im Spiel die Umgebung zu scannen. 

Ich ahne schon die Kommentare, die sagen, „das ist doch alles nichts Neues, das weiß man als Fußballspieler doch schon immer, dass man nicht nur auf den Ball gucken soll. Richtig, das ist keine neue Erkenntnis, schon mein C-Jugend-Trainer ermahnte uns regelmäßig: „Jungs, nicht die ganze Zeit auf den Ball gucken, nehmt zwischendurch mal den Kopf hoch!“. Aber faszinierend finde ich, dass die Wissenschaft nachgewiesen hat, dass die Häufigkeit des Scannens in der Tat mit der Qualität eines Spielers zusammenhängt.

Die Fähigkeit, häufig und automatisch im Spiel die Umgebung zu scannen ist ein wichtiger Teil dessen, was „Spielintelligenz“ ausmacht. Spieler können diese Fähigkeit heute nicht nur im Training verbessern, sondern auch zu Hause mit Hilfe von VR-Technologie. Es gibt einige sehr gute, psychologisch fundierte Apps für 3D-Brillen, die auf Ballsportler zugeschnitten sind. 

Generell zeigen die sportpsychologischen Erkenntnisse und die Äußerungen von einem der besten Mittelfeldspieler der letzten Jahre, dass selbst im Spitzenfußball (Barça!) die psychologischen Aspekte im Training vernachlässigt werden. Oder andersherum formuliert: Vereine, die heute diese neuen Erkenntnisse nutzen, können einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Vereinen haben, die dies nicht tun.

Vielen Dank noch einmal, lieber Olaf! Und Euch allen heute einen schönen Abend, morgen melden wir uns dann wieder mit dem Communitytalk, für den Ihr mir noch bis morgen früh 10 Uhr per Email (moinvolkspark@gmail.com) oder per Instagram Fragen senden könnt. Bis dahin!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Kosinus
4 Monate zuvor

Klopp, Tuchel, Rangnick – alle wären möglich bzw. bereit gewesen. Geholt wurde jeweils die bequeme Lösung, damit man den Laden nicht umkrempeln muss.
Hierzu passt die Info, dass
von den 13 ehemaligen hauptamtlichen HSV-Trainern seit 2010 keiner aktuell ein deutsches Erst- oder Zweitliga-Team coacht.

Die viel geforderte Hochleistungskultur braucht zuerst einen entsprechend eingestellten Aufsichtsrat und Vorstand. Der Rest kommt von alleine. Alles andere hingegen ist Stückwerk.

Olaf Ringelband
4 Monate zuvor

Liebe HSV-Fans, lieber Scholle,
danke für die positiven Kommentare! Da einige gerne vertiefte Informationen zu dem Thema hätten, insbesondere zu der Frage, wie man die Situational Awareness trainieren kann, hier eine Liste mit Links zu wissenschaftlichen Artikeln sowie einem Anbieter einer VR-Technologie (Beyourbest), die man im Training einsetzen kann:

https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2020.553813/full
https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/02640414.2021.1935115
https://www.sofoot.com/xavi-clearing-the-ball-is-an-intellectual-defeat-453815.html
https://nih.brage.unit.no/nih-xmlui/handle/11250/171663
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0244118
https://www.researchgate.net/publication/233156254_Perceptual_Training_in_Soccer_An_Imagery_Intervention_Study_with_Elite_Players
https://www.researchgate.net/publication/320606516_Using_an_Imagery_Intervention_to_Train_Visual_Exploratory_Activity_in_Elite_Academy_Football_Players
https://www.beyourbest.com/

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2022! Dir, Scholle, vielen Dank für Deine unermüdliche Arbeit an diesem Blog und der Community!

Christian Mönsters
4 Monate zuvor

Man, man. 2 x 5 Jahre Zeit gehabt, Herr Eberl, gerade in den Champions League Hoch-Zeiten, die Verträge mit Ginter und Zakaria zu verlängern. 50 Mio Ablöse/Wert über den Bökelberg gejagt.

Der Herr Eberl ist ja fast so ein Versager wie der Herr Boldt, der einen talentierten Spieler einer U-Nationalmannschaft zu einem Bundesligisten ziehen lassen muss (und das nach 6 Spielen) …. na, lassen wir das …. (Ironie aus) 😉

Allen einen guten Rutsch, und für 2022 allem voran Gesundheit.

Alex
4 Monate zuvor

Moin Olaf, vielen Dank für den interessanten Beitrag. Im Kontext mit dem gesamtdefektiösen HSV muten Themen wie Spielintelligenz, geistige Flexibilität und Situationsbewusstheit eher verstörend und geradezu grotesk an. Allein die mangelnde Handlungsschnelligkeit sowie das Fehlen jeglicher intrinsischer Motivation schließt eine Umsetzung durch die Maltafüße beim HSV nahezu aus, von der ungenügenden Qualität der Übungsleiter mal ganz abgesehen. Verständlich, dass der Begriff Hoch(lel)-leistungskultur diesmal nicht weiter thematisiert wird. ENDE

Last edited 4 Monate zuvor by Alex
Polkateddy
4 Monate zuvor

Seit gefühlt 10 Jahren ist der Ballführende beim HSV die ärmste Sau. Als Beispiel, wie man den Glauben an den professionellen Fussball beim HSV verlieren muss, dient hierbei Herr Jatta. Dieser hat null Verständnis für den richtigen Laufweg, geschweige denn für das richtige Timing. In der Tat könnte dieser Spieler eine Waffe sein, im Konterfussball, würde er denn jene Basics draufhaben. Wie man indes auf die Idee kommt ihn gegen tiefstehende Teams einzusetzen, entzieht sich zumindest meinem Sachverstand. Solange derartige Spielcrusher bei uns herumtentakeln, brauchen wir über etwaige Spielintelligenzen nicht wirklich philosophieren.

Boxer
4 Monate zuvor

Tommy Doyle geht jetzt also. Der Spieler, der angeblich ewig gescoutet wurde.
Abgesehen, daß das wohl nicht der Fall war, wurde der Transfer wohl auch kaum in Zusammenarbeit mit dem Trainer vollzogen..
Sonst hätte der den Spieler nicht so dermaßen links liegen gelassen. Schade um den Spieler, aber das eine einjährige Leihe ohne Kaufoption schon nach einem halben Jahr beendet wird, ist wieder mal ein Armutszeugnis.

abraeumer
4 Monate zuvor

Heuer Fernandes hat in 11 Spielen 13 Gegentore kassiert, Johansson in 7 nur 5. Für mich ist daher die Reihenfolge von Walter, dass Heuer Fernandes die klare Nr. 1 ist, keineswegs klar. Ich würde es richtig finden, wenn Johansson im Tor bleibt.

Was meint ihr?

Alex
4 Monate zuvor

Und der dauerverletzte Herr Leipolt wirbelt mit seiner Corona-Infektion den Trainingsauftakt mal so richtig durcheinander. Wo doch heute ZWEI STUNDEN LANG trainiert werden soll. Und Silvester auch. Und Neujahr auch. 🙈

Boxer
4 Monate zuvor

Wieder einmal sehr interessant, vielen Dank dafür. Sollte tatsächlich mehr in das Training integriert werden. Ist immer interessant Spieler wie Xavi zu beobachten. Sieht alles sehr einfach aus. Pass – Bewegung – Pass. Man wundert sich im ersten Moment warum das nicht mehr Spieler können. Aber tatsächlich haben nur sehr wenige 8er diese Qualität und Perfektion. Kroos, Scholes, Xabi Alonso waren ähnliche Spieler. Tolle Spieler mit nahezu nicht vorhandener Fehlerquote.
Kann man tatsächlich auch mit dem Autofahren vergleichen. Es gibt sehr viele Fahrer, die nur auf das direkt vor ihnen fahrende Auto gucken aber nicht auf das 2. oder 3. Effekt ähnlich. Fahrer hat die handwerkliche Fähigkeiten, setzt sie aber nicht maximal ein.

FRANZ HOELSCHER
4 Monate zuvor

Vielem Dank, mal wieder sehr interessant. Wird „sowas“ den Trainern auf deren Lehrgängen auch „beigebracht“ ? Oder in anderen Ländern ?

Jörg Meyer
4 Monate zuvor

Bei allen Mannschaftssportarten ist es immer wichtig ein räumliches Verständnis zu haben. Man sollte es zweiteilen, zum einen in die Bereiche die ich beeinflussen kann durch Ballbesitz und zum anderen die Bereiche in denen der Gegner am Ball ist.
Bei eigenem Ballbesitz ist es im Idealfall so,das automatische Abläufe trainiert und abgerufen werden und man nur kurz schauen (scanen) muss ob der Mitspieler richtig steht.
Das selbe gilt für einstudierte Abläufe in der Arbeit gegen den Ball.
Extrem sieht man wie gut Mannschaften in sowas sind bei Standards. Wer darin gut ist, der kann auch gut antizipieren welche Positionen wie auf dem Spielfeld besetzt sind oder werden müssen.
Diese Fähigkeiten sind elementar bei polizeitakrischen Aufstellungen, bei Feldherren damals auf dem Schlachtfeld.
Selbst beim Schach ist es das worum es geht. Spielzüge so weit wie möglich vorauszusehen und daraufhin die eigene Taktik und Züge auszulegen

Darmzotte
4 Monate zuvor

Schöner Blog heute, wird aber die meisten hier überfordern.

abraeumer
4 Monate zuvor

Guter Beitrag.

Gravesen
4 Monate zuvor

Hallo Olaf, ein wirklich sehr guter Blog. Leider nur viel zu kurz, aber vermutlich kann man sowas hier nur kurz anreißen.
Oder gibt es noch ein paar Fortsetzungen, wäre sehr gut.
Was interessant wäre, gibt es schon Clubs oder Spieler die darin Zeit und Geld investieren?
Aber genau solche „Lücken“ muss der HSV suchen, finden und Capital daraus schlagen.

RummsBumms
4 Monate zuvor

Ich komme gerade vom Altherren Training. Danach gab es 4 Kisten bestes Pils. Alles auf Abstand.
Wie Xavi spiele ich seit Jahrzehnten. Landesliga war jedoch meine Grenze…….
Heute mit Abstand muss ich zugeben, dass ich zu oft die Frauen auf der Tribüne scannte. Das war ein Fehler und deshalb reichte es nicht für Salmrohr in der zweiten Liga.
Trotz allen Abscannens hatte ich zu oft schlappe Beine u oftmals Leiste😉

alwaysHSV
4 Monate zuvor

Übrigens: Einer der von Alex und seinen Gesellen hier oft als einer der sogenannten „Maltafüße“ bezeichnete Spieler, Khaled Narey, hat seinen Marktwert seit dem Wechsel
von 800.000,- auf 1.500.000,– Euro fast verdoppelt (87,5%). Kein Wunder nach 5 Toren und 7 Assists bisher.
Soviel kann man also dem Fußballverstand des selbsternannten Ober-Trainers Alex vertrauen.
Natürlich war Narey zuletzt beim HSV kaum noch positiv in Erscheinung getreten aber ihm deshalb gleich alle Fähigkeiten abzusprechen würde einem wirklichen Trainer nicht passieren.

Last edited 4 Monate zuvor by alwaysHSV
MeinVerein2021
4 Monate zuvor

Danke für diesen interessanten Text.

Auch wenn es nicht neu ist, so bleibt es doch aktuell, dass auch an der Spielintelligenz gearbeitet werden kann.

Gehört aus meiner Sicht zu einem komplettenTraining dazu. Und ist offenbar auch im Einzel-bzw. Selbsttraining möglich.

Stichwort Eigeninitiative.

Folker Mannfrahs
4 Monate zuvor

Guten Rutsch ins neue Jahr 🍀🍀☀️☀️😃😃

Rautenhopper
4 Monate zuvor

Mal wieder ein spannender Artikel von Herrn Ringelband. Im Bericht wird von Übungen erzählt, um dieses sehen zu verbessern. Gibt es dazu irgendwelche Seiten oder mehr Infos wie Bücher oder Videos? Das würde mich sehr interessieren.

Wenn ich jetzt den Blog auf den HSV adaptiere, ist unser Weg also vorallem in der ersten Mannschaft ein wenig falsch? Im Bericht wird folgende Aussage erwàhnt:

„Er spricht sich auch gegen das sinnlose Trainieren automatisierter Abläufe aus: „Im Training sollen manche Spieler lernen, nach einem Pass zehn Meter nach vorne zu sprinten. Aber wo sollen sie hinlaufen? Laufen ist gut, aber in die richtige Position zu laufen ist besser.““

Aber seit Walter da ist wird vom Walter-System gesprochen und, dass die Mannschaft noch Zeit braucht um das System zu verinnerlichen.

uwe twiehaus
4 Monate zuvor

Wann kommt endlich der viereckige Ball: Fußball in seiner neusten Betrachtungsweise? Psychologie und Fußball im Tribünen Modus! Wir brauchen keinen Trainer, sondern nur ein gutes Computerprogramm, also lasst uns keine Trübsal blasen und den Aufstieg scannen, oder einen Werbefilm für durchgeknallte drehen oder anschauen. Auf diesem Wege keiner will hier etwas in Abrede stellen, guten Rutsch und sorry, das musste sein!

ToniHH
4 Monate zuvor

Super Beitrag. (Ernst gemeint)

Mein Fazit Jatta ist nicht Daffeh sonden Usain Bolt.

Allen einen Guten Rutsch

Jörg Meyer
4 Monate zuvor

Geht Alidou jetzt schon im Winter, oder erst nach dieser Saison?

Paulinho
4 Monate zuvor

Olaf danke,danke, aber das ist es ja, das sind die Hürden, die man beim HSV überwinden muss. Kopf hoch, alles checken, wenn es geht in Sekunden schnelle auf dem Platz, Zeit geben im Geschäft an sich…. aber der Kopf muss oben sein. Braucht man dafür aber nicht doch die richtigen Köpfe…gibt es die denn hier beim HSV? Ein Verein, der so viel vermurkst hat. Wenn man die Versager hier alle noch mal nennen soll, reicht der Platz überhaupt?
Nein, der HSV ist abgehängt. wer will denn noch hier her ?

Last edited 4 Monate zuvor by Paulinho
tobyseal
4 Monate zuvor

Viel wichtiger als theoretische Ausführungen sind die Fakten: Die Leihe von Tommy Doyle wird jetzt schon im Winter beendet…alles Gute Tommy

adalgisa
4 Monate zuvor

Scannen – das ist die Lösung. Alle Spieler werden digitalisiert…….