Vielleicht hat der HSV ja jetzt verstanden…

von | 01.09.21 | 212 Kommentare

Ich werde müde. Immer wieder die gleichen Antworten zu geben, ist auch wirklich anstrengend. Vor allem dann, wenn die Antworten noch nicht einmal wirklich Spaß machen. Denn auf den HSV bezogen würde ich gern sagen, dass man auf direktem Weg zurück in die Erste Liga ist, kadertechnisch bestens vorbereitet und strukturell bereit ist, an alte Zeiten anzuknüpfen. Aber: Dem ist nun mal nicht so. Und das hat sich der HSV jetzt auch eingestanden. Zwar erst mit dieser Transferphase so wirklich – aber das ist immer noch besser als gar nichts.

Im Communitytalk, der hier mit in diesen Blog eingebettet ist, wurde ich heute immer wieder gefragt, was ich von dem Ergebnis dieser Transferphase halte, was ich von den zwei Neuen und vom Kader im Ganzen halte. Und natürlich: ob der HSV das Zeug hat, aufzusteigen. Das  stört mich nicht. Ich kann diese Sehnsucht sogar verstehen. Aber es ist spätestens jetzt nach dieser Transferphase an der Zeit, der Realität in die Augen zu schauen und das Beste daraus zu machen. Soll heißen: Nein! Dieser HSV ist kein Aufstiegsfavorit. Dieser HSV kann sicher viel schaffen – aber der Aufstieg wäre eher überraschend als zu erwarten.

„Wir haben zuletzt mit vielen jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs die Verträge langfristig verlängert. Zudem haben wir weitere junge, entwicklungsfähige Spieler mit Potenzial verpflichtet. Diesen Weg werden wir aus Überzeugung und mit Geduld weitergehen“, sagt Vorstand Jonas Boldt. Und es entbehrt nicht einer gewissen Tragik, dass der HSV jetzt, wo er keine anderen Optionen mehr hat, anfängt, seinen jungen Weg als gewollt zu beschreiben. Denn der heute eingeschlagene Weg wäre schon lange fällig gewesen.

Ich weiß nicht wie oft wir hier geschrieben und darüber gesprochen haben, dass der HSV nur die Chance auf Gesundung hat, wenn er sich als Ausbildungsverein versteht und diese Rolle inhaltlich auch annimmt. Das habe ich hier geschrieben, als der HSV darauf setzte, erfahrene „Säulenspieler“ zu holen. Ehrlih gesagt ist der HSV die letzten drei Jahre immer wieder „all in“ gegangen. Dabei war es absehbar, dass der HSV nicht drumherum kommen würde, über die Ausbildungsschiene zu gehen. Schade nur, dass man es nie versucht hat, miteinander zu verbinden. Also eine aufstiegsfähige Mannschaft zusammenzustellen, in die man gezielt junge Spieler einbaut.

Aber okay . jetzt also so. Ich persönlich habe null Probleme damit, wenn der HSV mit Spielern wie David, Vuskovic, Doyle, Wintzheimer, Rohr, Meißner und Co. spielen und Fehler machen. Nie als Selbstzweck – immer nach Leistungskriterien aufgestellt – logisch! Aber ihre Einsatzzeiten müssen forciert werden. Es muss beim HSV darauf hingearbeitet werden, dass diese Spieler eben zunehmend weniger Fehler machen.

Heute im Testspiel gegen den FC Groningen durfte beispielsweise Manuel Wintzheimer wieder ran und schoss ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Weshalb er letzte Saison bei Thioune plötzlich keine Rolle mehr spielte und auch zuletzt bei Walter außen vor war? Weil er fußballerisch nicht so fein agiert wie andere. Wintzheimer ist tatsächlich eher der Typ Pragmat – aber sein Erfolg gibt ihm recht. Schon deshalb würde ich ihn in meinem Team haben (wollen). Zumal ich nicht mal ausschließen würde, dass Wintzheimers Entwicklung noch einen Menge Überraschungen parat hält.

Ich will heute nicht wieder mit dem Thema Ricardo Moniz kommen. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man seine jungen Talente maximal ausbildet. Und hier kommt man an Moniz einfach nicht vorbei. Aber das hatten wir schon tausendmal. Gestern hat mich vielmehr ein Satz von Trainer Tim Walter gefreut und schockiert zugleich: „Vielleicht ist unser Rahmen, dass wir einfach mit jungen Spielern mehr arbeiten müssen.“ Gefreut hat mich dieser Satz, weil er inhaltlich korrekt ist. Aber er hat mich auch schockiert. Weil es verdammt noch mal eine Selbstverständlichkeit sein sollte, das so zu handhaben!! Vor allem, wenn man sich wie der HSV seit Jahren am finanziellen Kollaps entlang hangelt und diesen Weg quasi mit dem Holzhammer eingetrichtert bekommt. Man muss schon verdammt realitätsfremd sein, wenn man immer noch glaubt, eine Alternative zu haben.

Aber okay: Der HSV geht jetzt den jungen Weg. Ganz offensichtlich nicht ganz freiwillig, sondern weil man es nicht mehr anders kann. DAS dürften jetzt wirklich alle erkannt haben. Und der HSV kann aus dieser Not eine Tugend machen, indem er seine Fans überrascht. Mit harter, bodenständiger Arbeit, mit Talententwicklung, mit Teamgeist und mit viel Fleiß kann man in dieser Saison auch mit diesem Kader viel erreichen. Etwas überraschend wäre es – aber in den letzten Jahren ist eigentlich immer ein Team aufgestiegen, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Und vor allem wäre es endlich mal nicht „gekaufter“ Erfolg, sondern ein verdienter…

Und dann noch ein paar Worte zu dem etwas ruppigen aber erfolgreichen Test heute gegen den niederländischen Erstligisten FC Groningen, den der HSV dank einer guten Offensivleistung mit 3:1 gewinnen konnte. Wintzheimer hatte ich ja schon erwähnt. Und auch Trainer Tim Walter war begeistert von seiner Offensive: „Die Jungs vorne haben mir gefallen. Sonny Kittel hat es richtig geil gemacht. Wie auch Manuel Wintzheimer. Ein Tor erzielt, einen Elfmeter rausgeholt. Und auch Robin Meißner hat Spaß gemacht. Besser kann es nicht sein. Die Jungs, die sich zeigen wollten, haben sich gezeigt.“

Ansonsten für mich auch noch auffällig: Maxi Rohr kann definitiv auch gut Innenverteidiger, Miro Muheim ist noch weit von der Startelf entfernt, David Kinsombi bemüht sich zusehends – überzeugt mich aber nicht. Und Marko Johansson ist tatsächlich ein spannendes Torwarttalent – aber so eben auch noch nicht besser als Daniel Heuer Fernandes. Und: Der Test heute war ziemlich ruppig, was Trainer Walter im Anschluss ganz gut fand, weil sich seine Spieler so wehren müssen. Und das taten sie. Jung wie alt.

In diesem Sinne, lasst uns akzeptieren, dass wir nicht nach ganz oben „gehören“, sondern dass dafür schon ziemlich viel passen muss und noch mehr hart erarbeitet werden muss. Morgen melde ich mich selbstverständlich wieder mit dem MorningCall bei Euch und werde Euch dann in den nächsten zwei Tagen zusammen mit meinen Freunden von „Ceatefootball.com“ die beiden Neuen ausführlich und anhand von Zahlen und Fakten durchanalysieren. 

Bis dahin!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Töftinger
2 Monate zuvor

Ich möchte heute mal eine Beobachtung im Vorfeld des Heidenheim-Spieles schildern, die für mich ziemlich irritierend und skurril war. 
Auf dem Fußweg über den Schlossberg zum Heidenheim Stadion, kommt man auch am modernen Schlosshotel vorbei. Dort stand der HSV-Bus abfahrbereit und umlagert von 50 bis 70 HSV-Fans, oder nennen wir sie mal HSV-Sympathisanten. Ich reihte mich ein und wartete auf die HSV-Akteure, die kurz darauf aus dem Hotel kamen und den Bus bestiegen. Erschreckend empfand ich dabei, dass es keinerlei Zuspruch, einen Zuruf, oder sonst irgendeine aufmunternde Reaktion für die Spieler gab. Erst als ich mehr oder weniger aus Mitleid ein wenig Beifall spendete, klatschten ein paar der Anwesenden mit. Ehrlich gesagt ein echtes Trauerspiel. Ich fahre doch nicht durch halb Deutschland um meiner Mannschaft so wenig Begeisterung entgegenzubringen. Woher rührt diese unterkühlte Distanz?

Ich vermute das hier nicht nur die sportlichen Enttäuschungen dafür verantwortlich zeichnen, sondern das dieser Mannschaft einfach Identifikationsfiguren bzw. „Gesichter“ fehlen. Innerhalb von 2 Jahren nahezu alles auf links gedreht. Eigentlich grob fahrlässig sich den Namen eines aktuellen HSV-Spielers auf das Trikot beflocken zu lassen, der zu Weihnachten vielleicht schon wieder weg ist. 

Man wartet nicht mehr auf einzelne Spieler, den Trainer etc.. Man ist allein wegen dem HSV unterwegs, wegen dem Erlebnis, aber nicht weil man diese Akteure / Mannschaft so toll findet. Spätestens in Heidenheim ist mir klar geworden, dass mit ständigen Personal-Rochaden auch die Identifikation mit und zur Mannschaft verloren geht bzw. wohl bereits vor langer Zeit verloren gegangen ist.

Dementsprechend muss man wohl mit den Akteuren, auch wenn sie vielleicht im ersten Jahr noch nicht so performen wie man es sich vielleicht erhofft hat, einfach mehr Geduld haben. Da muss ich mich selbstkritisch auch an meine eigene Nase packen. 

Wer anerkennend die Arbeit und Entwicklung von Bochum, Bielefeld und St.Pauli hervorhebt, der darf nicht vergessen wieviele schlecht Serien diese Mannschaften in den letzten 10 Jahren gespielt haben. Trotz allem hat man dort versucht eine Mannschaft aufzubauen und Durchschnittsspieler mit viel Geduld zu „Säulen“ zu formen. Bielefeld und Bochum sind Mannschaften die über Jahre hinweg eine Achse von 7-8 Stammspielern zusammengehalten haben und immer nur punktuell leicht verändert /verstärkt haben. 

Mit der aktuellen Mannschaft kann man im Normalfall nicht aufsteigen. Dementsprechend ist jetzt der Zeitpunkt gekommen etwas aufzubauen/entwickeln und je eher man offen kommuniziert, dass man aktuell nicht mit der absoluten Zweitligaspitze mithalten kann, desto schneller wird sich das gestresste und leicht depressive Umfeld auch entspannen. Die Verantwortlichen müssen den Druck jetzt rausnehmen. Das würde auch den vielen jüngeren Spielern und deren Entwicklung entgegenkommen. 

Ich werde für diese Saison mal versuchen ein wenig umzudenken und mich nicht mehr vom stressigen Ziel des aufsteigen müssen treiben zu lassen. Vielleicht kann ich mich dann auch wieder über einem holprigen Arbeitssieg freuen, ohne anschließend darüber zu philosophieren das man mit dieser Leistung die nächsten Spiele verlieren könnte.

Grundsätzlich heißt das aber nicht, dass ich jetzt jedes Spiel und alle Spieler toll finden muss.
Ein wenig zu meckern möchte ich schon noch haben, sonst macht‘s auch keinen Spaß😉.

BernadoRomeoMS
2 Monate zuvor

Warum sollen wir Fans unsere Erwartungen herunterschrauben? Für einen HSV, einer mitgliederstärksten Vereine der Welt, muss es der gottverdammte Anspruch sein aufzusteigen. Gerade nach dem Triple 4. Platz…da kann es doch nich heissen, wir peilen Platz 10 an. Was stimmt hier eigentlich nicht? Dann meldet euch doch gleich ab vom Profifußball!!! Alles muss man dem Aufstieg unterordnen. Die Basis war ja da. Aber durch Fehleinkäufe und Fehlverkäufe haben unsere tollen Verantwortlichen alles kaputt gemacht. Jetzt haben wir den Salat. Der Trainer hat doch auch keinen Plan. Wechselt lustig in der 88min. Stürmer gegen Stürmer ein und will anschliessend lustig mit einem foodtruck sein. Da haben so einige ihren Job gehörig verfehlt. Ich könnte mir nur noch so einen wie Thomas Doll zusammen mit Ricardo Moniz vostellen. Und im Hintergrund noch Horst Hrubesch. Die Leute stehen für den HSV und hätten Kredit bei den Fans. Alles andere ist hier ad absurdum. Ich persönlich bin maßlos enttäuscht über soviel Unfähigkeit. Welche Fans willste denn mitnehmen für den Xten Neuaufbau? Da lach ich mir den Arsch ab. Nach einem Aufstieg musst du dich eh neu sortieren. Imgrunde ja ständig. Hier wird so getan, als ob der Rohr und Konsorten 10 Jahre und länger beim HSV bleiben. Die Mannschaft bleibt jetzt 10 Jahre so zusammen, bis sie endlich eingespielt ist. Dumm und Dühmer.

Jörg Brettschneider
2 Monate zuvor

Es wird so getan, als sei der Weg ausschließlich mit jungen Spielern der einzig richtige. Endlich hätte der HSV verstanden…

Sorry Scholle, das ist Blödsinn.

Es lag doch jeweils nicht am Kader, dass der HSV drei Mal nicht aufgestiegen ist. Meistens sind Mannschaften aufgestiegen, die deutlich schlechteres Spielermaterial zur Verfügung hatten.

Es lag regelmäßig daran, dass die vorhandenen Spieler – schon zu Bundesliga-Zeiten – nicht vernünftig geführt wurden. Sportlich und auch außersportlich. Eine andere Erklärung kann es gar nicht geben!

Ich kenne weder Vuskovic noch Doyle. Ich weiß nur, dass man von ihnen nicht erwarten kann und darf, dass sie Verstärkungen sind. Diese wären aber notwendig gewesen.

Man kann doch von 19-, 20- oder 21jährigen nicht verlangen, dass sie in Regensburg oder Sandhausen die Kohlen aus dem Feuer holen. Die brechen mit ein, was man ihnen nicht vorwerfen kann. Andere Spieler hat der HSV aber kaum noch.

Man bräuchte schon unheimlich viel Glück, um auf diese Weise halbwegs erfolgreich durch die Saison zu kommen.

Warum Boldt und Mutzel zum xten Male ihre Philosophie wechseln dürfen, ohne dabei erfolgreich sein zu müssen, wird offenbar von keinem Hamburger Journalisten hinterfragt. Was sind das nur für eierlose Karla Kolumnas?

Ich kann als Fan „keinen gemeinsamen Weg“ mit irgendwelchen Dilettanten gehen, die ihre Glaubwürdigkeit längst eingebüßt haben.
Selbst Beiersdorfer war Gold gegen die Pet Shop Boyz Mutzel und Boldt. Nur durfte er nicht halb so lange werkeln wie diese „Spezialisten“.

Das Gefasel von „spannenden Spielern“ und „unheimlich Bock, diesen Weg zu gehen“ ist doch keinem vernünftigen Fan mehr zuzumuten.

Jedenfalls hat „JUGEND FORSCHT“ jetzt auf allen Ebenen beim HSV Einzug gehalten.

Mit seriöser Clubpolitik hat das schon lange nichts mehr zu tun.

Ich bin nur verwundert, dass sich das so viele HSVer bieten lassen.

Ist der Club wirklich vielen in Hamburg schon so gleichgültig…?

KarKries
2 Monate zuvor

„Fußball ist ein dynamisches Geschäft und man muss in Hamburg mit anderen Rahmenbedingungen fertig werden, als an anderen Standorten.“ (J. Boldt)

Dieses ewige Gesabbel von den angeblich so hohen Ansprüchen in Hamburg kann ich nicht mehr hören. Wann wird Boldt endlich mal in die Schranken gewiesen?

In keinem anderen Profi-Verein dürfen Verantwortliche so lange erfolgos arbeiten, wie in Hamburg. Begleitet von einer maximal unkritischen Presse-/Blog-Landschaft und von in erschreckendem Ausmaß unkritischen Fans. Letztere verschließen sogar die Augen vor belegbaren Fakten und bezeichnen Leute, die diese Fakten aufzeigen, als „Nörgler“ oder „Pester“.

Merkt Boldt nicht, wie gut er es in Hamburg hat? In jedem anderen Verein wäre er mit seinen ständigen und erfolglosen Konzeptwechseln schon längst entlassen worden. Und in jedem größeren Wirtschaftsunternehmen auch. Nur in Hamburg wird das Gefasel von „Wir gehen diesen Weg weiter“ nahezu kritiklos akzeptiert. Welchen „Weg“ denn?

Den einzigen Weg, den Hamburger Fans meines Erachtens (auch die „Pester“) mitgehen würden, wäre der Weg der Ehrlichkeit. Wenn sich die Verantwortlichen hinstellen und sagen würden „Wir stellen einen Kader mit jungen Perspektiv-Spielern zusammen. Die nächsten 2 Spielzeiten widmen wir der Entwicklung und planen eine Platzierung im oberen Mittelfeld der 2. Liga. Erst danach ist unser Ziel, oben anzugreifen“.

Aber dafür ist Boldt viel zu arrogant – und wahrscheinlich auch zu faul. Und keinen störts. Ein solches Konzept braucht unendlich viel Engagement. Beim Scouting, bei Vertragsgesprächen, bei der anschließenden Spielerentwicklung. Darauf hat Boldt aber keine Lust – oder ihm fehlt das Know-how. Er stellt sich lieber hin und stellt mit süffisantem Grinsen fest „Wir haben jede Transferphase mit einem Plus abgeschlossen“. Klar, weil die Abfindungen nicht zu Transferausgaben zählen.

Oder er behauptet mit überheblicher Mimik: „Platz 4 ist nicht unser Ziel“. Ehrlich? Und dann kommen Spieler wie Gjasula, Schonlau oder Glatzel? Das passt einfach nicht. Keiner würde was gegen solche Spieler sagen, wenn sie in ein erkennbares (!) Konzept passen. Beispielsweise als eine Art Führungssspieler für Nachwuchskicker, um letzteren Sicherheit zu verleihen und vielleicht Tipps mit auf den Weg zu geben. Passiert beim HSV aber nicht.

Entweder ich skizziere den Weg der Entwicklung und plane 2 bis 3 Spielzeiten für die Weiterentwicklung des Kaders. Dann mache ich meine Jugendspieler stark und verpflichte junge Kicker mit Potenzial, die in 2 bis 3 Jahren sich (und damit auch ihren Marktwert) verbessern. Aber keine Spieler, die nach diesem Zeitraum fast 30 und ohnehin das personifizierte Mittelmaß sind.

Oder ich sage: „Wir wollen dieses Jahr oben angreifen“ und verpflichte entsprechend Spieler, die bereits jetzt über eine entsprechende Leistungsfähigkeit verfügen. Die kann sich der HSV aber nicht leisten.

Das ist ja nicht schlimm, aber Boldt ist zu arrogant, das zuzugeben. Deswegen faselt er was von „unserem Weg“ und keiner weiß, was das eigentlich sein soll. Er redet (natürlich schön umschrieben) davon, dass man oben mitspielen will, kauft aber nicht entsprechend ein. Er kündigt Kobe-Steak an, tischt aber Bratwurst auf.

Dann soll man doch wenigstens so ehrlich sein und den Fans vermitteln, was Sache ist. Blöd nur, wenn einem dabei das eigene Ego im Weg steht.

Das meines Erachtens auch der Grund, warum es so viele „Pester“ gibt. Weil es Menschen gibt, die sich von inhaltlosen Phrasen eben nicht in die Irre führen und blenden lassen. Schaut man auf die belegbaren Fakten und wirft dann einen Blick auf Boldts Auftreten und seine Äußerungen, fragt man sich in erschreckender Regelmäßigkeit: „Will der mich/uns eigentlich für dumm verkaufen?“.

Das Ganze kann man auch auf Wettstein ausdehnen, der seit Jahren ungestraft weiter wurschteln, bei Bilanzen tricksen und Minus generieren darf. Und keiner sagt was. Oder auf Jansen, der mal schnell einen Platz im Aufsichtsrat für einen Fanvertreter ausruft. Wäre es nicht schon lächerlich genug, dass ein Fanvertreter (!) im Aufsichtsrat (!) eines millionenschweren (!) Wirtschaftsunternehmens sitzt – nein – zufälligerweise findet das Ganze auch noch zeitnah zu einer anstehenden Wahl statt, bei der ihm genau diese Fanvertreter durchaus kritisch gegenüber stehen.

Juckt in Hamburg aber keinen, wir gehen „unseren Weg“ weiter.

BorisMirheiss
2 Monate zuvor

@Marcus Scholz: vielleicht könntest du einen Blog mal Moniz widmen. Wen fördert er aktuell schon aktiv? Gibt es aus deiner Sicht schon erste Resultate? Wann und wie oft schnappt er sich Spieler?

Scorpion
2 Monate zuvor

Die Frage ist doch, ob man als HSV wirklich hinter dem von Dir propagierten und durchaus diskutablen Wege des „Ausbildungsvereins“ steht, oder ob man ihn nur aus Mangel an neuem Geld (das alte ist ja dummerweise weg) und als Absicherung des eigenen Arbeitsplatzes sieht.

Ob Hamburg neben St. Pauli einen zweiten Ausbildungsverein verträgt, bezweifle ich.

Es muss kein „Big City Club“ ausgerufen werden, aber ein abbitioniertes Ziel, als nur der zweite Ausbildungsverein hinter dem Original St. Pauli zu sein, sollte schon angestrebt werden.

Und außerdem (Achtung Ironie) ist der HSV doch schon seit Jahrzehnten ein Ausbildungsverein, allerdings nur für Aufsichtsräte, Vorstände und Sportdirektoren …

Gestern Säulenspieler, heute Ausbildungsverein, was kommt morgen? Kontinuität, Kompetenz und Vertrauen in einen eigenen Plan sieht anders aus.

Aber es ist jetzt eben so wie es ist.
Natürlich wünsche ich der Mannschaft viel Erfolg, aber bitte hört damit auf, diesen Weg als von den Protagonisten verinnerlicht, als gewollt und schon gar nicht als langfristig geplant zu verkaufen.

Boxer
2 Monate zuvor

@Marcus Scholz
Wenn Du die Kritik bei Zeiten angebracht hättest, wäre es gut gewesen. Hast Du aber nicht. Hier wurde jeder Trainer und Spieler kritiklos gelobt, bis wirklich der letzte gesehen hat, dass das nichts mehr wird.
Wenn der Blog letzte Saison ohne Namen quergelesen worden wäre, hätte man ebenso gut denken können, das hier Hansi Flick Trainer wäre.
Bei Walter ist es anders, tatsächlich. Hier wird bei Zeiten Kritik geübt. Das war in all den Jahren vorher anders. Ist aber sehr auffällig. Der Grund wäre ganz interessant warum gerade jetzt.
Und wo wir schon beim Thema sind. Warum werden Wettstein, Boldt und Mutzel nicht mal unter die Lupe genommen? Stichworte :Gesamtbilanz, Transfer Bilanz der letzten 5 Transferperioden, Ausrichtung des Vereins, Beraterkosten, Spieler nur mit Abfindung loswerden.
Das sind nur ein ein paar spontane Punkte. Wenn das hier ernsthaft ein kritischer Blog sein soll, dann gibt es mehr als genug Punkte diese Herren mal zu hinterfragen. Ist schon merkwürdig, daß man davon so gut wie gar nichts hört einem Leistner aber letzte Woche zwei Blogs gewidmet werden.

Töftinger
2 Monate zuvor

Scholle‘s heutige Einschätzung bezüglich Rohr, Kinsombi und Muheim teile ich zu 100%.
Johansson dürfte vermutlich leistungsmäßig näher an HF dran sein, als es zum jetzigen Zeitpunkt erwartet wird. Mal abwarten, der Vertrag von HF läuft im nächsten Sommer aus.
@Marcus Scholz: Bitte mess doch mal den HF, der ist doch nie im Leben 1,88 m.

Mich hat schon die erste Minute des Spieles glücklich gemacht. Ein einfacher tödlicher Pass von Rechtsaußen in die Mitte. Die Chance mit einem einfachen Pass zu einer Großchance zu kommen endlich mal trocken genutzt. Könnte daran gelegen haben das der Pass nicht von Jatta, sondern von Robin Meißner kam. Ja, so einfach kann Fußball sein, wenn man solche Pässe unfallfrei vorträgt. Sicherlich nicht Meißners Idealposition, aber allemal mehr als eine Option. Es wird Zeit das wir mal was anderes ausprobieren und Meißner passt einfach technisch besser zur Mannschaft als Jatta.

Flotti McFlott
2 Monate zuvor

Fassen wir es doch kurz zusammen: der unseriöse beinahe Römer Boldt hat, unter tätiger Mithilfe seines Wasserträgers Mutzelbacher, die letzten 3 rostigen Knöpfe mit seinem „genialen“ Säulenkonzept verbrannt . Die Säulen wurden umgestürzt (verschenkt, verjagt, abgefunden), sogar die 1,5 Säulen die funktioniert haben – Torodde und Himbeer-Toni.

Würde sich der windige Selbstoptimierer bei seiner Abtrittsrede soweit ehrlich machen und verkünden, dass nach seinem Missmanagement der letzten Jahre auch die letzten eiserenen Reserven verpulvert wurden und sein Nachfolger nun gezwungen ist, auf den Nachwichs (hihi) zu setzen, man könnte ihm ein klitze klitze kleines bisschen Respekt entgegenbringen. Natürlich wird er das aber nicht tun, stattdessen wird die Cash-Cow HSV von ihm bis zum letzten Cent gemolken – und da der Aufsichtsrat offenbar kollektiv in´s Koma gefallen ist, kann das noch eine ganze Weile dauern…

Rautenliebe
2 Monate zuvor

Nachdem sehr lange die sogenannte Bochumisiereung als ironisches Schreckgespenst über dem Volkspark kreiste, sind uns nun die Granden von Regensburg enteilt, St. Pauli ist klare Nr.1 in der Stadt und Bochum spielt eine Liga höher…

Man kann all dies natürlich mit der desolaten Finanzlage des HSV erklären –
es wäre aber falsch.

Die genannten Vereine hatten über die ganze Zeit der verheerenden „Entwicklung“ einen deutlichst geringeren Etat als unser HSV.

Daraus folgt eindeutig, dass selbst mit der Bürde des Wahnsinns der Vergangenheit im Rücken unsere aktuellen Verantwortlichen eine an Diletanz kaum zu überbietende „Arbeit“ abgeliefert haben.

Nun folgt hoffentlich endlich die Zeit wo die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden.

In keinem anderen Verein, in keinem Wirtschaftsunternehmen, in keiner Firma hätten Boldt, Mutzel, Jansen & Co noch ihren Job.

Somit trifft der Begriff „Wohlfühloase“ in größtem Maße auf unsere Verantwortlichen zu…

YNWA
2 Monate zuvor

Traurige Nachricht – Ossi Maik, der Wirt der Tankstelle ist verstorben. Viel zu früh…wirklich sehr traurig…

Möge er in frieden Ruhen
RIP Maik

Last edited 2 Monate zuvor by YNWA
Didi
2 Monate zuvor

Scholle, deine Meinung, welchen Weg der HSV einschlagen sollte, ist ja bekannt. Warum der allerdings alternativlos sein soll ist mir schleierhaft. Mit wirklich gutem Scouting kann man meiner Meinung nach schneller wieder Erfolg haben.

Und bei Moniz vielleicht einfach erstmal abwarten, ob und wann seine Arbeit Früchte trägt. Bei Walter bist du ja wesentlich ungeduldiger.

Micky
2 Monate zuvor

Ich bin der Meinung, dass der HSV hier falsch eingeordnet wird.
Gut, wir haben keinen Terodde mehr, aber Potenzial.
Der HSV ist drei mal an den Aufstiegsplätzen vorbei geschrammt. Mit etwas mehr Glück hätte es wenigstens einmal klappen können.

Aber unterschätzen sollte man auch die jetzige Mannschaft nicht. 
Bodt und Mutzel haben inksv. Walter eine spannende Zusammenstellung gefunden. Selbst wenn es nicht gleich wie bei z.Bsp. jetzt Pauli zündet, geht man den richtigen Weg. 

Wenn ich dann aber schon wieder z.Bsp.die Abendblatt-Leute höre, weiss ich, wer für den ewigen Druck und unverhältnismässige Ansprüche zuständig ist. Unbelehrbar, diese Leute. Das grenzt schon an Arroganz. Etwas, was dem HSV ganz bestimmt nicht gut tut. Naja, die Abozahlen gehen ja auch in den Keller. Da muss man „Alarm“ machen.

Am Ende fehlt es wohl auch an zahlungskräftigen Sponsoren. Ob da die 50+1-Regel für verantwortlich ist, kann ich nicht einschätzen. Doch wenn man meint den HSV und seinen Vorstand ständig schlecht zu reden, indem man ihm die Kompetenz abspricht, sollte man sich nicht wundern. Das „Geheule“ über nunmehr „Jugendausbildung“ ist ebenso Kontraproduktiv. Wer kann sich das denn heute noch leisten (ausser Erstliga-Vorzeigemannschaften) keine Leute aus den eigenen Reihen zu generieren?

Bis jetzt habe ich zumindest an dem Offensivspiel von Trainer Walter nix auszusetzen. Endlich wird das HSV-Spiel mit ihm und den Jungen attraktiver. Vielleicht knüpfen wir ja an das Beispiel Freiburg an.

Hüpf !

BorisMirheiss
2 Monate zuvor

Rohr ist im Kopf zu langsam. Der ist auch schon 26. Aus meiner Sicht ist er kein Profi, der tauglich für Liga 2 ist.

Kosinus
2 Monate zuvor

Wir hatten beim Abstieg mit Titz eine richtige Euphorie und Aufbruchstimmung im Verein. Diese hätte man bis heute mitnehmen können, wenn man nicht gleich nach ein paar Spielen hektisch geworden wäre.
Der Vorstand sollte die Fans nun mitnehmen. Ich kann mich mit der neuen Rolle des HSV anfreunden, wenn sie konsequent und durchdacht über Jahrzehnte beibehalten wird.
Es muss sich rumsprechen, dass für Talente der HSV ein besonders gutes Pflaster ist. Ein erster Schritt wäre das neue Konzept den Fans zu vermitteln. Ansonsten wirkt das alles wie gewollt, aber net gekonnt!

Last edited 2 Monate zuvor by Kosinus
sportjournalist schlunzi
sportjournalist schlunzi
2 Monate zuvor

Herr Scholz wie finden Sie eigentlich Ihre Blogs der letzten Jahre?

Fred Stender
2 Monate zuvor

Erkenntnis von

Töftinger

Erschreckend empfand ich dabei, dass es keinerlei Zuspruch, einen Zuruf, oder sonst irgendeine aufmunternde Reaktion für die Spieler gab.

Zu 90% Besserwisser / Nörgler auf der 3G-Regel Tribüne und die werden sich nie ändern … die erwarten das sich die Jungs für die Raute den Arsch aufreißen und selbst ???? Pfiffe nach Rückpässen … die Jungs werden in den sozialen Medien nieder gemacht …. und auch hier in den Kommentaren werden über Jatta, Rohr und Wintzsheimer Sprüche gebracht wie —> „das wird nie ein Fußballer“

OMG welche Helden seit Ihr eigentlich ????

Ich gehe erst wieder in das Stadion .. fahre auswärts wenn es wieder 110% Support gibt !!! … ohne Ultras nur Scheiß-Stimmung !!!!

Grüße aus Eutin NDHSV


Frederix
2 Monate zuvor

Tippspiel schon vorbei?

Rautenliebe
2 Monate zuvor

Diesen alternativlosen Weg gehen wir dann mit unfertigen Spielern, die keine direkte Verstärkung sind, die wir ausbiden und dann – da ohne Kaufoption – im besten Falle verbessert nach Hause schicken…
Genialer Schachzug…
Lassen wir sie die Fehler bei uns machen.
Wenn sie dann Praxis und Erfahrung gesammelt haben:
Briefmarke auf den Hintern und back to sender…

RaiDet
2 Monate zuvor

Den Weg mit Nachwuchs hat ja schon Titz begonnen. Ich versteh bis heute nicht wieso man den nicht weitergegangen ist. Dann wäre man heute schon viel weiter. Alles andere hat ja überhaupt nicht geklappt und. Hat viel Geld gekostet.

muckomat_34
2 Monate zuvor

Es werden keine Talente kommen, wenn von Oben so eine Inkompetenz und so eine Fluktuation vorgelebt wird. Wem sollen die Talente denn Vertrauen? Heute Talent oder Säule, morgen aussortiert.
Positives Beispiel für Talente Freiburg.
What you see is what you get!

FRANZ HOELSCHER
2 Monate zuvor

MOPO.de : „makellose Testspiel-Bilanz. Auch im fünften Test unter seiner Regie bleiben die Rothosen ohne Niederlage,“ – wir sollten es bei Testspielen lassen, vielleicht eine neue Liga (Testliga) gründen?

HSV-WOLLE
2 Monate zuvor

Die Erkenntnis, erst mal kleine(re) Brötchen zu backen, kommt spät (warum eigentlich?), aber hoffentlich nicht zu spät! Ich habe sehr viel Geduld – und wir sollten den Weg jetzt mitgehen, auch wenn’s nicht nur Glücksmomente (in Form von Siegen) geben wird! Die (unfassbaren Fehler der) Vergangenheit können wir nicht mehr ändern, lasst uns jetzt nach vorne schauen und die Jungs, ohne wenn und aber, unterstützen – es gibt keine Alternative! In diesem Sinne, Hummel-Hummel – Grüße aus dem Süden – und nur der HSV, forever and ever!

bahrenfelder
2 Monate zuvor

Wen meint Scholle denn jetzt mit der Überschrift?
Die linke oder rechte Person?

Der Blog selbst ist ok. Das Problem wird nur sein, wenn der Erfolg da ist, flippen gleich alle wieder aus und es ist vorbei mit dem sogenannten „Ausbildungsverein“. Dann werden wieder Spieler geholt die als „Säulenspieler“ gelten und die jungen führen sollen. Die werden aber sagen, den erarbeiteten Erfolg haben wir auch ohne euch geschafft und wenn man uns in Ruhe lässt schaffen wir wahrscheinlich noch mehr. Ohne eine klare, kompromisslose Linie aus der Teppichetage kann und wird es nichts. Die sehe ich hier aber nicht.

Oliver Flesch
2 Monate zuvor

„Weshalb er letzte Saison bei Thioune plötzlich keine Rolle mehr spielte und auch zuletzt bei Walter außen vor war? Weil er fußballerisch nicht so fein agiert wie andere.“

Wie wer? So fußballerisch fein wie Jatta im Sturm?

IvanAusKass
2 Monate zuvor

Klartext im Moinvolkspark… hier wird ausgesprochen, was Offizielle sich nicht trauen …. Kein Aufstieg in diesem und in den nächsten Jahren … und wenn doch, dann Überraschung, und freut Euch !

Schreiben wir Alle hier wirklich noch vom HSV ?!?

harrybooth75
2 Monate zuvor

Dieser Worthülsen-Aktionismus ist ein Grundübel des Vereins. Jetzt also der „neue Jugendweg“ beim HSV. Ich möchte daran erinnern, dass unter Titz, Wolf und Hecking sehr oft die jüngste Mannschaft der Liga auf dem Platz stand. Platz 4. Nimmt man alle drei Spielzeiten im Vgl. dann war die letzte Saison die Erfolgreichste – mit sogenannten „Säulenspielern“, wieder eine sinnentleerte Worthülse. Was wir brauchen ist ein ausgewogener Kader und kein Aktionismus. Was wir brauchen ist nicht jede Woche vom Aufstieg zu faseln sondern eine Leistungskultur und ein Wille, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Dann kommt ein Aufstieg von ganz alleine und man kann nix dagegen tun, auch wenn hier einige einen unbedingten 2-Jahres-Plan im Kopf haben. Der ist in Summe kontraproduktiv, weil er impliziert, dass man jetzt eigentlich kein Vollgas geben muss. Weniger Kopf, mehr Herz, HSV.

DerNordfriese
2 Monate zuvor

Walter ist der neue Titz.
Die letzten drei Jahre hätten wir uns sparen sollen !

Hessenhrubesch
2 Monate zuvor

Letztlich wird der HSV jetzt, wie schon viele andere Vereine (auch schon vor Corona) zu seinem Glück gezwungen. Eigene Spieler ausbilden und besser machen.

Schluder82
2 Monate zuvor

Aus der Not ne Tugend, nee… Sehe ich ganz und gar nicht. Wir haben die Positionen nicht besetzt doppelt besetzt. Wenn wir wirklich entwickeln wollen, warum werden dann Ameachi und Opoku verliehen ?

Quantitativ sind das Positionen die jetzt zu dünn besetzt sind. Warum überlassen wir die Ausbildung unserer Spieler anderen Vereinen wenn wir genau den Weg gehen wollen ?

Der Weg ist ja ok, wenn er denn konsequent gegangen wird.

Ich bin übrigens Fan von all unseren Spielern, wünsche steht’s allen den größten Erfolg. Genau wie dem Trainer und dem Management.

Säulenspieler – Try and Error gehe ich auch noch mit. Dieses Jahr war einfach nicht so dolle…

Kuchi
2 Monate zuvor

Dass wir jetzt vermehrt auf junge Spieler setzen, ist doch eigentlich nur ein PR-Gag.

Die jüngste Mannschaft hatten wir in der ersten Zweitliga-Saison. Damals waren angeblich alle zu unerfahren, um die Rückrunde zu bestehen.
Komischerweise wurde die Mannschaft im Schnitt immer älter, aber das Ergebnis blieb gleich.

Jetzt faselt man wieder etwas von jungen Spielern. Aber: In dieser Saison war die Startelf an keinem Spieltag jünger als am letzten Spieltag der letzten Saison unter Horst.
Ist doch komisch, oder?

Übrigens: Unser erstes Zweitliga-Spiel verloren wir damals gegen Kiel, damals mit Trainer Walter. 2Tore bekamen wir eingeschenkt von Kinsombi und Meffert. Heute sind diese 3 Akteure beim HSV. Wir schwächen systematisch den Gegner. So geht das nicht.

Und warum brauchen wir unbedingt noch Verstärkungen in allen Mannschaftsteilen?
Vielleicht hätten wir uns um Burchert, Green, Seguin, Ernst, Sarpei, Nielsen, Tesche, Zoller, Losilla oder Leitsch kümmern sollen. Das sind die Granaten, mit denen Fürth und Bochum letzte Saison aufgestiegen sind. Aber solche Spieler können wir uns halt nicht leisten……….

Nicolai Alexander
2 Monate zuvor

Also ich muss ehrlich sagen, dass ich von den Transfers in dieser Sommerphase eher enttäuscht bin. Der Vuskovic ist, glaub ich, ein Glücksgriff. Kenne ihn nur von den YouTube Videos. Aber das sieht schon recht gut aus. Gutes Kopfballspiel und für nen IV hat er einen ganz feinen Fuß. Und ein Marktwert lt. TM von 6,5 Mio. Geiler Transfer. Auch wegen der Kaufoption.👍🏻 Aber sonst…..! Der Kader hat 21 Feldspieler. Die offensive, vor allem auf den außen wurde nicht mehr verstärkt. Das ist zu wenig. 1-2 Verletzungen und Holland ist in Not. Wie kann man nicht sehen, was für jeden Laien auf dem Papier schon ersichtlich ist. Jatta und Kittel haben quasi einen Freifahrtschein, da konkurrenzlos. Kein Druck durch evtl. Backups. Man muss ja keine Heilsbringer für teuer Geld verpflichten. Aber wenn man sieht, dass der Kader der zweiten Mannschaft gerade mal 20 Spieler inklusive Torhüter umfasst….. ! Gab es keine gute, junge Talente für die Zweite mit Tendenz für die Erste? Der Weg an sich ist richtig. Junge, talentierte und vor allem hungrige Talente verpflichten macht Sinn. Aber offensichtliche Baustellen (OM, LA +RA) gar nicht nachzubesetzen ist fahrlässig. Der Doyle ist ja auch eher defensiv einzuschätzen, und macht als Leihe ohne Kaufoption gar keinen Sinn, da er wohl eher nicht als Sofortverstärkung einzuschätzen ist. Naja, das Testspiel hat zumindest gezeigt, dass die Jungs noch wissen wo das Tor steht. Schauen wir mal, ob das in der Liga auch endlich mal klappt. Ansonsten wird es wohl im Winter wieder überteuerte Nachkäufe geben. Ich bleibe (naturgemäß) positiv.

Aleksandar
2 Monate zuvor

Ich habe mich ja noch nie über diesen Blog und seinen Inhalt beschwert, weil Bild kostet, das Hamburger Abendblatt kostet, Sky kostet doch hier bei „moinvolkspark „kostet es nichts.

Sozusagen die Armenspeisung oder besser gesagt die Suppenküche der online HSV Fans.

Das nun nicht in jeder Suppe auch Fleisch zu finden ist auch OK, aber dieser Blog heute ist eher Küche ohne Suppe, so ohne alles.

Deshalb sollte der geneigte Fan nun nicht gleich in die Giftküche wechseln und verdorbene Lachsersatzsuppe zu sich nehmen.

Die Hoffnung auf Besseres lebt in mir genau wie die Hoffnung auf einen baldigen Aufstieg.

Bis dahin, Danke für diesen kostenlosen Service. 🙂

Ze Barbar
2 Monate zuvor

„DER HSV KAUFT JUNG EIN!“ – Da wird dem einen oder anderen hier erstmal schlecht geworden sein. Vor allem, weil er ja aktuell auch noch verletzt ist. 🙂

DerWikinger
2 Monate zuvor

Das einzige was die HSV Funktionäre verstanden haben, ist die größte Inkompetenz als Genialität zu verkaufen! Und das alles nur, um sich weiter an den fast leeren Fleischtöpfen zu laben! Wer mit Geld keine Strategie entwickelt, wird es auch ohne nicht hinbekommen. Blender bleibt Blender!

Tachauch
2 Monate zuvor

Nur weil es ausgesprochen wird, ist es keine neue Erkenntnis. Ansonsten bleibt alles wie gehabt. So ist es neunmal in der Mittelmäßigkeit…

FRANZ HOELSCHER
2 Monate zuvor

Weiss jemand in wieweit HH an der Entscheidung der letzten Neuzugängen beteiligt war?

muckomat_34
2 Monate zuvor

@Hr, Scholz:
Sind deine Freunde wirklich bei „Ceatefootball.com“
Kann die Seite nicht finden.
Bin aber ein Freund von Zahlen, Daten und Fakten.
Freue mich also auf den Bericht.

Last edited 2 Monate zuvor by muckomat_34
Julian Klevesath
2 Monate zuvor

Mal eine Frage an alle, die über Insiderwissen verfügen oder zumindest die Jugendmannschaften intensiver verfolgen: Wäre es möglich, dass man bewusst auf die Verpflichtung eines Flügelspielers verzichtet hat, um die Entwicklung eigener Talente nicht zu sehr zu bremsen? Mit anderen Worten: Gibt es Kandidaten, denen Tim Walter & Co. schon im Laufe dieser Saison den Sprung zu den Profis zutrauen? Ich denke da speziell an Robin Velasco und Faride Alidou (letzterer stand ja zuletzt sogar schon im kader). Vielleicht könnten die beiden ja durch jokereinsätze über kurz oder lang zu alternativen für die Flügel werden und so Kittel und Jatta (die ja momentan ziemlich konkurrenzlos auf ihren Positionen sind) etwas dampf machen…

Norbert Schröder
2 Monate zuvor

„Hoffentlich hat der HSV es jetzt verstanden….“ richtige Bemerkung von Scholle. Dies ist jedoch keine Einbahnstraße… Fans, Presse und das gesamte Umfeld müssen verstehen. Boldt bittet Geduld . Nicht der Aufstieg steht im Fokus sondern die Entwicklung die zum Aufstieg führt. Junge, hungrige Spieler die sich von Spiel zu Spiel, mit Schwankungen, weiterentwickeln. Selbst Bayern will mehr auf Jugend setzen. Das nächste Spiel ist das Ziel.. NUR DER HSV

Goalero
2 Monate zuvor

Das der HSV völlig blank ist haben doch eigentlich alle gewusst. Und dass man so zur „Jugend“ gezwungen wird finde ich auch völlig in Ordnung.
Was ich aber nicht verstehe:

  • Warum dann diesen „komplizierten“ Trainer ?
  • Warum dann das Festhalten an Spielern, die weder Säule noch sonst was sind (Kinsombi) ?
  • Warum Transfers, die das Sicherheitsrisiko in der Abwehr noch erhöhen (Muheim – was der heute geboten hat, oh mein Gott. Das kann auch jeder Verteidiger der 3. Liga)
TromTrom
2 Monate zuvor

Also mir hat der der Doyle im Video super gefallen. Geniale Pässe und Flanken, aber vor allem hat er diese gewisse letzte Entschlossenheit in seinen Aktionen, die den anderen HSV Spielern leider momentan meist fehlt.

Ich kann verstehen, warum Boldt den geholt hat und dass ManCity ihn für die Zukunft weiter behalten will. Ob er allerdings Altersmäßig schon reif genug ist? Also für einen kämpferischen Engländer ist die zweite Deutsche Liga sicherlich wie Urlaub….

rautenfuetty
2 Monate zuvor

Ich kann Töftinger nur zustimmen, dieser Mannschaft fehlen Gesichter und Identitifikationsfiguren. Und der Jugendweg ist klar aus der Not geboren. Hilft nix, Mannschaft stabilisieren und zusammenhalten. Nächstes Jahr – im Jahr Fünf – wird es endlich klappen! Ich freue mich sehr.

adalgisa
2 Monate zuvor

Tja, man kann es drehen und wenden wie man es will, ein „Bekenntnis“ zum „Ausbildungsverein“ kommt einer Kapitulation gleich in Richtung Aufstieg. Eine Gesundung zur grauen Maus.

Bubu
2 Monate zuvor

Goood moooorniiing @ all,

tja, vielleicht ist man ja (endlich??) in der Realität angekommen?! Oder mögen am Ende sogar doch DIEJENIGEN Recht haben, die schon jahrelang kritisiert und gewarnt hatten?

Ob sich dieser HSV was auch immer eingestanden hat, ob man nur einen  „Blendungsversuch“ in Richtung Anhängerschaft gestartet hat, man wird sehen….es fehlen immer noch klare Worte an die Hamburger Presselandschaft und Rest! Gerade wenn man gerne von „Druck“ und ach so negativem Umfeld sabbelt!

Richtig Scholle, dieser HSV ist bleileibe kein Aufstiegskandidat – mehr, ist so!

Wenn man nun diesen “Weg“ mit soooo vielen jungen Spielern auf einmal voller Geduld und Überzeugung weitergehen möchte, dann sollte man das klar und offen propagieren! Oder glaubt man es am Ende wieder selber nicht so ganz? ! Woher kommt er, der wankende Sinneswandel? Aufgrund leerer Kassen?

Man hört ja immer wieder dieses HSV – Unwort „Plan“, aber was beinhaltet dieser? Wer ist der Schöpfer dieses ominösen Dingsda? Warum wird da nicht einmal mehr nachgefragt – pressemäßig?

Sorry, aber das Wort „Ausbildungsverein“ klingt irgendwie – abstrus. Dazu hat man drei Jahre vollmundig verschwendet und verprasst und vom „großen großen Ziel“ gesabbelt?!

Walter ist auf einmal DER Entwickler? Na, schau´n mer ma. Weihnachten oder zur Winterpause ist man eh wieder schlauer?!

Dieser HSV ist keinesfalls „all in“ gegangen, okay auf der finanziellen Seite, jup! Da hat man sich großspurig jahrelang übernommen! Fachlich, sachlich war es eher „all out“…und führungstechnisch war das mehr als nur „ungenügend“!! FAKT!

Nun kommt man über diese Gradwanderung „Ausbildungsverein“, um etwaigen sportlichen Anspruch gen Null zu bekommen, um keine „Erwartung“ mehr zu schaffen! Bestimmt nicht verkehrt, auch das hätte man viel früher deutlicher machen können! Oder erhoffte man sich noch ein monetäres Wunder für großspurige Transferaktivitäten?

Man verabschiedet sich leise ins Niemandsland der Liga – sorry, ist jetzt vielleicht ein wenig überspitzt! 😉

ABER, dann hat man drei Jahre dem sportlichen Kollaps gewidmet, Zeit verschwendet – und Geld? Was ist das bitte für eine fragwürdige Bilanz? Gewiss war man seitens des Vereins immer eitel und eingebildet und vor allem – Großkotzig!

Sprach ja seinerzeit beim Abstieg vom „Ausrutscher“ und „Schönheitsfehler“, anstatt mal eine offene, ehrliche und ungeschönte Analyse seitens des Vereins zu führen – INTERN!

Okay, passé, nun also auf ein Viertes im Zeichen der Rasselbande, neue Wege – in einer starken Liga voller Finessen, die nicht einfacher werden wird – für einen Ausbildungsverein… 

Bleibt alle gesund…..! 

Last edited 2 Monate zuvor by Bubu
Maik Lange
2 Monate zuvor

Der HSV verschaukelt sich offensichtlich gerade selber und einige Fans und Medien schaukeln kräftig mit. Ich höre und lese immer davon, dass dieser Weg mit jungen Spielern unabdingbar sei. Dieser Weg wäre dann akzeptabel wenn diese jungen Spieler a) zumindest perspektivisch Qualität hätten und b) preisgünstig wären.
Beim HSV wird uns die aktuelle Truppe als Stars von morgen verkauft, mit denen man nur Geduld haben müsse. Allerdings verfügen zumindest einige von den jungen Spielern weder über ausreichend Qualität (David, Vagnomann, Jatta), sind gar nicht mehr jung (Rohr), wurden gar nicht so kostengünstig eingekauft/geliehen (Kaufmann, Johansson, Vuskevic) oder haben keinen nachhaltigen Mehrwert (Doyle). Dazu gesellen sich Spieler mit offenkundigen spielerischen (Wintzheimer, Kinsombi) oder mentalen (Kittel, Gyamerah) Defiziten, die nicht erst seit gestern die Geduld der Fans strapazieren, auch wenn sie immer mal wieder Ausreißer nach oben haben. (Was auch so eine HSV-Krankheit ist: ein gutes Spiel reicht oft schon, um zum Heilsbringer zu avancieren)
Es wird so getan als sei dieser Weg unabdingbar. Unabdingbar gewesen wäre jedoch ein kreatives Scouting und schnelles handeln. Denn es gab auf dem Markt durchaus Spieler, die keine 30 sind, ihre Qualität nachgewiesen haben und auch zu bezahlen gewesen wären . Die kicken allerdings jetzt alle bei der Konkurrenz.

Torwartkrake
2 Monate zuvor

Weiß nicht Scholle, aber wenn man sich anguckt wer alles aussortiert wurde, siehts doch so aus, als ob die Verjüngung auch gewollt ist.
Mann will auch junge dynamischere Spieler, die zu Walters Fußball passen. Und Hrubesch im Hintergrund redet da auch ein Wörtchen mit.
Klar ist das auch den leeren Kassen geschuldet, aber sicher hat man analysiert, daß das der Weg ist.

Kinsombi war sehr präsent und nicht nur bemüht und Muheim war eigentlich wirklich sehr gut bis auf das Foul zum Elfer natürlich. Kittel als 10er hat funktioniert!

Jörg Meyer
2 Monate zuvor

Es ist alles schön und gut aber einen zuverlässigen Spielmacher wäre dringend notwendig gewesen, auch um die jungen gut einzusetzen und zu führen. Vorne hätte man zwingend Terodde behalten müssen dann wäre es meiner Meinung nach ein Konzept gewesen.

Michael Kühnke
2 Monate zuvor

„Vielleicht hat der HSV jetzt verstanden „???
Vielleicht hat Scholle jetzt verstanden!!!
Ich habe bereits vor 7 Tagen – und sicher manche noch früher – hier geschrieben, dass nach dem Leistner – Rauswurf „Jansen, Boldt &Co klar und deutlich – so wie Kind bei H96 – kommunizieren sollen, dass der Aufstieg diese Saison keine Priorität habe, nicht primär angestrebt werde.“
Hat natürlich keine Sau gelesen oder kommentiert – außer „kbe“ .
Stattdessen hat Scholle angesichts des Rückstands auf die Tabellenspitze die Mannschaft vor dem Heidenheimspiel unter „Druck“ (oder „Frühdruck“, wohl ein Lieblingszustand Scholles) gesetzt.
Erst nach Transferphasenschluss kommt ihm die Erkenntnis.
Naja, besser spät als gar nicht.
Und mal sehen, wie lange sie anhält.

48
48
2 Monate zuvor

Dass Herr Boldt bei dem was er hier bislang „geleistet“ hat weiterhin die Nerven hat sich in die Ausrede der hohen Ansprüche in Hamburg zu flüchten, zeigt wie realitätsfremd der Mann ist. Selbstreflexion = 0

So wie er auftritt wird auch der Verein geführt. Gelangweilt bis genervt, durchgehend distanziert und desinteressiert. Man muss sich nur mal vor Augen halten, dass die sportliche Leitung zwei Not-Transfers am Deadline-Day ernsthaft als Nachweis des „neuen Weges“ heranzieht. Für wie dumm halten die das Umfeld und die Anhänger eigentlich?

Wenn es einen erkennbaren Weg gäbe, dann hätte man auch den Rückhalt im und um den Verein. Wenn ich aber jedes Jahr was Neues mache und mir ständig selbst widerspreche, (Beispiel Doyle-Transfer) dann kann ich mich nicht hinstellen und wieder die „beim HSV ist eben alles anders“ Karte spielen. Es reicht.

Bei den massiven Verfehlungen in der Kaderplanung sollte man – endlich – den Trainer aus der Verlosung nehmen wenn es darum geht bei Misserfolg einen Schuldigen zu finden. Tim Walter hat – Achtung Übertreibung – einen Kader voller Torhüter, Innenverteidiger und 8er und soll damit jetzt den „neuen HSV“ herzaubern.