Schonlau will am Freitag den Michel lahmlegen

von | 19.10.21 | 111 Kommentare

Ich habe die letzten Spiele der Paderborner gesehen. Das ist bei mir irgendwie immer so: Spielt der HSV nicht, schaue ich zuallererst, was der FC St. Pauli macht. Aktuell, weil dort ein Cotrainer zusammen mit Timo Schultz am Wirken ist, den ich schon seit vielen Jahren intensiv verfolgt habe und für den ich mich riesig freue. Weil er sich diesen Erfolg hart erarbeitet hat. Über viele Jahre an der Basis beim ETV. Ich hatte sogar versucht, ihn mal zu uns nach Niendorf zu locken, um ihm hier eine übergeordnete Rolle in unserer Fußballabteilung zu geben. Aber er ist definitiv zu Höherem berufen – und deshalb sage ich hier auch voraus, dass wir Loic Favé in nicht allzu langer Zeit auch als Cheftrainer in der Bundesliga sehen werden.

Aber um Loic sollte es gar nicht gehen. Vielmehr geht es mir heute um die Mannschaft, die ich fußballerisch nach dem FC St. Pauli aktuell am spannendsten finde in dieser Zweiten Liga: den SC Paderborn. Den habe ich in der ersten Zweitligasaison des HSV irgendwie ins Herz geschlossen, weil dort unter Steffen Baumgart einfach ein richtig geiler, mutiger Offensivfußball gespielt wurde. Und das machen sie heute auch noch. „Sie machen das schon echt gut. Sie sind vorn brandgefährlich“, sagt HSV-Abwehrchef Sebastian Schonlau über seine Exkameraden und hebt einen ganz besonders hervor: „Der Svenni macht da vorn richtig viel Alarm.“

Gemeint ist Paderborns torgefährlichster Spieler Sven Michel, der über einen herausragenden Abschluss verfügt – und über jede Menge Tempo: „Für ihn läuft‘s. Und das freut mich riesig für ihn“, sagt Schonlau, der weiß, dass es für den HSV am Freitag defensiv ungleich schwerer wird als gegen die eigentlich recht harmlosen Düsseldorfer am Sonnabend. Acht Tore und drei Vorlagen in zehn Spielen – das ist Michels bisherige Saisonbilanz. Dennoch geht Schonlau fest davon aus, dass der HSV das Ding am Freitag schaukeln wird. Vor allem seinen Freund Michel werde er in den Griff bekommen, frohlockt der HSV-Kapitän scherzend: „Es freut mich, dass es für ihn läuft. Aber am Freitag hat er Pause – danach kann‘s gern weitergehen für ihn.“

Schonlau wirkt dabei alles andere als überheblich – was ich nur für diejenigen hier sage, die dessen eher im Scherz (aber auch in der Hoffnung) getätigten Zitate auf die Goldwaage legen wollen. Es würde Schonlau absolut nicht gerecht, da gerade der HSV-Kapitän immer sehr realistisch ist. Er ist das Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft und war auch heute wieder in einem engen Austausch mit dem Trainer nach Trainingsende.  Alles endete in einer Umarmung und mein Sky-Kollege wollte wissen, was denn da los war: „Wir quatschen relativ viel“, antwortete Schonlau, „der Trainer ist ja auch ein kommunikativer Typ. Wir reden aber auch sonst viel.“

Aktuell dürfte das auch nötig sein, nachdem man mit bislang nur 15 Punkten auf Tabellenplatz acht steht, obgleich man erst ein Spiel verloren hat. Zu viele Unentschieden wie das am Sonnabend gegen Fortuna Düsseldorf verhinderten bislang eine bessere Platzierung. „Wir sind nicht zufrieden mit den 15 Punkten. Aber für uns verändert es nichts, wir müssen uns weiter verbessern. Und das machen wir jeden Tag. Wir sind davon überzeugt, dass es funktioniert“, so der HSV-Kapitän zur aktuellen Ausbeute, „zufrieden sind wir generell nie. Wenn ich sagen würde, wir wären zufrieden, würde ich wahrscheinlich vom Trainer einen auf die Mütze bekommen.“ Stattdessen sei man intern sehr wohl kritisch untereinander: „haben die Düsseldorf-Sachen aufgearbeitet, wollen uns weiterentwickeln. Dafür müssen wir uns auch kritisieren. Da gehört Kritik einfach dazu. Selbstkritik kann ja auch positiv sein“, so der HSV-Kapitän, der nicht zu lang nach hinten schauen will. „Das haben wir gemacht – jetzt geht es wieder los.“

Dass viele Außenstehende den HSV aktuell korrekt platziert sehen und die Leistungsfähigkeit dieses HSV mit „mittelmäßig“ beschreiben, stört den HSV-Verteidiger nicht: „Mittelmaß? Das können die gern sagen. Solange wir hier das nicht denken. Für uns ist entscheidend was wir hier machen. Wir tun gut daran, nicht zu sehr auf die Tabelle zu schauen, sondern uns auf den nächsten Gegner vorzubereiten und zu trainieren. Wenn die anderen das sagen wollen – dann können sie das gern tun. Dass wir mit der Punkteausbeute nicht zufrieden sind, das können wir ja auch ganz offen sagen. Trotzdem muss man immer differenzieren zwischen Leistungen und Ergebnissen. Und das tun wir.“

Soll heißen: Die Mannschaft glaubt weiter dran, dass es so noch funktionieren wird, wenn man sich endlich selbst belohnt. Dass man defensiv zu offen steht, lässt Schonlau nur bedingt gelten. „Konter können immer passieren. Bei uns wird einfach nur sehr viel darüber gesprochen. Aber wenn man sich mal die Zahlen anschaut, wie viele Tore wir über Konter bekommen haben, zeigt es das auch“, so der HSV-Kapitän, der die offensive Chancenverwertung gegen Düsseldorf als ausschlaggebend für das Nicht-Gewinnen benennt. Zurecht.

Allerdings muss auch allen klar sein, dass am Freitag Schwerstarbeit auf den HSV zukommt. So sehr Schonlau sich auch auf seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte freut. Wobei ich heute auf Nachfrage meines BILD-Kollegen erfahren habe, dass diese Rückkehr sogar noch etwas emotionaler sein dürfte als andere. „Ich war viele Jahre in Paderborn, kenne noch viele Jungs aus der Mannschaft und drumherum. Da ist ja in der Regel weniger Fluktuation. Deswegen freue ich mich, alle wiederzusehen“, so Schonlau, der in der Jugend beim SC Paderborn als damaliger U16-Spieler mal aussortiert worden war. „Ich bin etwas später gewachsen als andere. Früher war es in Paderborn so, wer höher und breiter ist und weiter schießt, der bleibt.“

Letztlich aber wuchs Schonlau und fand über Umwege in Paderborn sein Glück.  „Die zahlreichen Aufstiege werde ich nie vergessen. Es war immer was los“, erinnert sich Schonlau, „und jetzt freue ich mich auf das Spiel am Freitag. Ich hatte eine bewegte Zeit in Paderborn. Ging immer auf und ab. Es gab auch den Zeitpunkt, wo es dort nicht so weitergehen sollte“, erinnert sich der HSV-Kapitän, der seinerzeit erneut aussortiert wurde. „Ich hatte nicht so schnell einen Verein gefunden und am Ende muss man ja sagen, hat Steffen Baumgart noch mal einen aus dem Hut gezaubert.“

Baumgart jedenfalls war es, der Schonlau zu dem Profi machte, der heute dem HSV in der Abwehr Stabilität verleihen soll. Nein: Muss. Denn so wird der HSV nicht über das Mittelmaß hinauskommen. Sage ich. Aber gut, ich bin zum Glück nicht das Maß der Dinge.

In diesem Sinne, bis morgen! Da melde ich mich um 7.30 Uhr mit dem MorningCall und werde am Nachmittag mit dem neuen Communitytalk bei Euch sein.

Bis dahin!

Scholle

P.S.: Der HSV will nach dem Heimspiel am 30. Oktober gegen Holstein Kiel über den Verkauf von Dauerkarten für den Rest der Saison entscheiden. „Nach dem Spiel gegen Holstein Kiel werden weitere Informationen dazu bekanntgegeben“, teilte der Club dazu auf seiner Homepage mit. Ursprünglich war dieser Schritt bereits vor dem Heimspiel am vergangenen Samstag gegen Fortuna Düsseldorf geplant. Unterdessen ist heute der freie Vorverkauf für die Partie gegen Kiel gestartet. Wie schon gegen Düsseldorf gilt die 2G-Regel (nur geimpfte und genesene Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre Zutritt). Karten können nur online erworben werden. 

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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abraeumer
1 Monat zuvor

Schonlau möchte also lahmlegen. Wie will Schonlau mit Top-Speed von 30,82 km/h (Nr. 297 der zweiten Liga) Platte mit 34,84 km/h (Nr. 8), Justvan 34,61 km/h (Nr. 13), Michel 33,15 km/h (Nr. 83) oder Srbeny 33,05 km/h (Nr. 91) lahmlegen?

Legendenbetreuer
1 Monat zuvor

Und wieder mal große Ankündigungen für Freitag 🤷‍♂️ aber wir wissen ja was in schöner Regelmäßigkeit passiert☝3…2…1💣💥

Last edited 1 Monat zuvor by Legendenbetreuer
Rautenhopper
1 Monat zuvor

Der grösste unterschied zwischen clubs wie den potentiell grossen clubs wie hamburg, bremen und den kleinen clubs wie paderborn und regensburg ist die kleinen wissen wie die liga funktioniert und worauf es ankommt. Sie spielen klassischen einfachen fussball aber maschieren los und geben vollgas. Wenn man nur mal die transfers anschaut paderborn hat sehr viele schlüsselspieler verloren und zugleich noch baumgart. Was kam dazu ein dritt liga trainer und ablösefreie spieler sind vor uns und haben die möglichkeit uns abzuhängen.

Und bei den grossen versucht man den fussball neu zu erfinden man ist spieler los geworden, die man sowieso nicht mehr wollte. Hat investiert in den kader aber taumeln im mittelfeld rum und machen non stop auf understatement und versteckt sich hintern floskeln.

Darmzotte
1 Monat zuvor

Paderborn hat mitunter sehr stark gespielt und mich begeistert. Die Auftritte gegen Bremen, St. Pauli und Dresden waren bockstark. Michel hätte ich ja auch gerne mal in Hamburg gesehen…

Die letzten 3 Spiele dagegen waren weniger gut, aber da kommt ja jetzt mit dem HSV eine Mannschaft, die Paderborn in die Karten spielen könnte.

Will man den Anschluss nach oben nicht verlieren, ist man eigentlich zum Siegen verdammt.

Meaty
1 Monat zuvor

Es ist eben wie so häufig beim HSV, wenn der Verein nicht sofort ganz oben mitspielt werden die Medien und viele Fans ungeduldig und müssen ihren Unmut darüber sofort Luft machen und damit wieder Druck aufs Team erzeugen! Einen ruhigen Aufbau eines Teams über mehrere Spielzeiten wird es in Hamburg beim HSV genauso wenig geben, wie in China eine richtige Demokratie!

Das ein Trainer beim HSV nach drei, vier sieglosen Partien sofort in der Kritik steht und dann auch sofort angezählt wird, ist auch nichts Neues in Hamburg!
Da darf man gerne die Wolfs, Heckings, Thiounes der letzten Jahre befragen …!

Es scheint so, als ob für die einen die Saison gerade erst richtig startet und sehen, dass die Mannschaft teilweise durchwachsene bis gute Leistungen abliefert und trotzdem nicht wirklich von der Stelle kommt!
Die anderen sehen eben in den vielen verpassten Tormöglichkeiten und der drastischen Konteranfälligkeit der Mannschaft einen völlig falschen Spielsystemansatz und keine richtige Weiterentwicklung der Mannschaft!

Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen?

Sehr auffällig ist, dass die alten Torchance-Verwertungsprobleme aus der „Vorterodde-Zeit“ plötzlich wieder aktuell sind!
Da erinnert man sich an frühere Diskussionen um Stürmer wie Lasogga, Arp, Harnik, Pohjanpalo und Hinterseer und daran, dass auch immer viel Druck auf diese Sturmreihen des HSV ausgeübt wurden!
Mit dem Ausnahmespieler der letzten Saison hatte man endlich den langersehnten Topstürmer, der auch aus wenig Möglichkeiten viel machen konnte!

Nun ist dieser Außnahmestürmer schon wieder Geschichte beim HSV und die Diskussionen um die ausgelassenen Topchancen des Teams gehen erneut los!
Wohl wissend oder auch verschweigend, dass die eigentlichen Probleme nicht direkt im Sturm liegen, wie ja auch die Konteranfälligkeit nicht alleine nur an der Defensivabteilung liegt, wird von den Kritikern gerne wieder alles über einen Kamm geschert!

Fakt ist, dass Spieler, wie Jatta, Wintzheimer, Kittel, oder auch Kinsombi, in den letzten Jahren für viel mehr Torgefahr gesorgt haben, als bisher in der laufenden Saison! Aktuell haben fast alle der genannten Spieler Probleme und haben in der laufenden Saison meist nur unterdurchschnittliche Leistung gezeigt! Gefahr von schnellen Außenspielern oder von einem schuss-und passstarken offensiven Mittelfeld, ist beim HSV leider häufig nichts zu sehen!

Natürlich erarbeitet sich die Mannschaft im Laufe der Spiele oft recht gute Tormöglichkeiten! Nur werden viele dieser Tormöglichkeiten auch sehr häufig mit viel zu wenig Druck und Einsatzwille zuende gespielt!
Im Sechzehner müssen und dürfen nicht nur die Stürmer exlplodieren, sondern auch die offensiven Mittelfeldspieler oder auch die Außenspieler!

Kleine Hoffnungsträger sehe ich in Reis und Suhonen, die es gegen die Fortuna mMn recht gut gemacht und sich oft zwischen die Abwehrketten der Fortuna bewegten!
Problem dabei, dass man aktuell mit Schonlau nur einen einzigen Spieler hat, der den Vertikalpass zwischen die erste Kette durchspielen kann!
Da sehe ich bei Jonas David wirklich eine deutliche Schwäche, weil er am Ball im Aufbauspiel keine Ruhe und Übersicht hat!

Zusätzlich läuft im Aufbauspiel das nach Innengeschiebe und Ballgeschleppe von Gyamerah viel zu oft ins Nirgendwo und verpufft – Torgefahr = 0!
Wünschen würde ich mir, dass Gymerah sich mehr zutraut und vermehrt versucht den direkten Weg zum Tor zu gehen oder mit Vollspeed (den er ja ausreichend hat!) auf die Abwehr zusteuert, um so auch Räume für andere Mitspieler zu schaffen!

Mehr Druck, Mut und Torgefahr von den Außen und mehr Druck und Torgefahr von den offensiven Mittelfeldspielern, dann werden irgendwann die Tore schon fallen!?
Vielleicht könnte ein kleines Risiko dabei helfen und den ballsicheren und kreativen Schonlau mehr als 8er spielen zu lassen und die Innenverteidigung mit Heyer und Vuskovic zu besetzen?

Tim Walter traue ich aber ein Abrücken von seinen Lieblingen und eine Positionsumstellung nicht zu und wird in Paderborn sicherlich erneut auf das „Altbewährte“ setzen!?

Last edited 1 Monat zuvor by Meaty
Jörg Brettschneider
1 Monat zuvor

Paderborn hat für Spieler halb so viel Geld wie der HSV zur Verfügung.

Es lässt sich einfach nicht mehr erklären, warum solche Mannschaften ähnlich oder besser performen als der HSV. Seit Jahren jetzt schon unter Boldt.

Da kann ich von Entwicklung und „Wegen, die ich gehen will“ fabulieren. Es ist schlicht nicht mehr glaubwürdig und vermittelbar.

Man muss schon verbohrter Fan sein, um das Klare nicht zu sehen und die objektive Einschätzungsfähigkeit in Bezug auf den HSV zu opfern.

Nochmal (frei nach Stefan Schnoor):

Es ist nicht einmal ansatzweise zu rechtfertigen oder zu entschuldigen, dass Mannschaften wie Paderborn vor dem HSV stehen oder gleichauf sind.
Das passiert nur, wenn das Management (Vorstand und Aufsichtsrat) dauerhaft ganz dicken Bockmist baut.

Das passiert also nur beim HSV…

Selbst solche Chaos-Clubs wie Frankfurt, Köln, Stuttgart oder Hertha BSC sind nach einem Jahr wieder aufgestiegen.
Nur die „Deppen“ vom HSV nicht.

Bubu
1 Monat zuvor

Goood mooornniiing @ all,

also, ich habe die letzten Spiele der Paderborner NICHT gesehen! Was bitte interessiert mich der FC St. Pauli?
Gewiss, man kann sich von „altgedienten“ Zweitligisten eine gehörige Scheibe abschneiden, bezüglich Einsatzbereitschaft, Willen, Disziplin, Einstellung zum Beruf etc.

Ach ja, und DIE haben ja auch den Druck nicht so wie der – ehemals – ach so große HSV, nach knapp 3,5 Jahren Zweitligazugehörigkeit! Das sollte man büdde nicht vergessen! Die gehen doch immer „all in“, wenn es gegen den strahlkäftigen ehemaligen Dino geht, ui! Ja, die machen sich gern ein Späßken, klar!

Der HSV glänzt – wie gewohnt – mit bärigen Ansagen! Entweder man hat „richtig Bock“ – Herr Walter! – auf das nächste Spiel, oder man kann es gar nicht erwarten vor „voller“ Hütte den nächsten Slapstick zu präsentieren! „Kommt alle herbei und seht!“ Formidabel, die nächste Offenbarung darf man sich dann zu Spitzenpreisen gegen Kiel antun? Na, viel Spaß! :mrgreen:

Nun auch noch Schonlau, der am Freitag von einem „das Ding schon schaukeln“ ausgeht. Naja, geht man von der HSV – Spielweise derzeit aus, schaukelt man die Dinger immer schön von links nach rechts und vor und zurück nach Hause! Sei es gegen „harmlose“ starke Düsseldorfer in Unterzahl, oder bärenstarke Erzgebirger, wo man mit toller Performance am Ende die Heimmannschaft zum Eigentor zwang! Wahnsinn!

Gut, das der Käpt´n realistisch ist, so wie Super Aaron mit seinen kernigen Aussagen seinerzeit! Am Ende? Steht dann die Tabelle, und die lügt bekanntlich nicht! Aber auf die sollte man ja nicht soooo genau starren, nein, lieber auf sich! Und trainiert… und bereitet sich vor, glaubt an sich! Da kann ja nichts schief gehen, oder?!

Kernige Aus- und Ansagen hin oder her, am Ende ist und bleibt der Fußball eben eine Ergebnis Veranstaltung. Da kann man Wischi – Waschi reden wie man gerne möchte!

Nach zehn Spieltagen steht man – immerhin! – mit strammen 15 Punkten auf Platz 8, alles eng beieinander, man lauert, ist in Schlagdistanz zu den vorderen Plätzen! Man hat alles noch selbst in der Hand! Und von wegen „Mittelmaß“! Pah!!! Wartet´s nur ab, es kommt ja noch die Rückrunde! Da dreht man „das Ding“ noch!

Der Trainer ist auch ein „kommunikativer Typ“ – schau an! Man redet sonst aber auch viel. Vielleicht mal weniger sabbeln, stattdessen machen? ! Ach ne, das war ja noch ein Anderer.

Egal, der Trainer ist eben eine richtige Sabbeltasche, sein Motto dabei; „Hier kann doch jeder machen was ich will!“ 😉

Also, ist doch alles in Butter, oder? Hey, noch ist doch alles offen, noch ist alles möglich! Und in der Rückrunde rocken wir dann das Ding, wohin auch immer… !

Einfach mehr Geduld mit den jungen Gäulen, das wird schon! Bestimmt! Die glauben an sich, und schauen nicht so nach hinten! Genau! Die Orientierung liegt – VORNE!

Oder besser; „Was bitte interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ 🙂

Bleibt alle gesund….!! 

Last edited 1 Monat zuvor by Bubu
Rotkaeppchen1966
1 Monat zuvor

Natürlich passt die Aussage von Schonlau in die üblichen großen Vorankündigungen der HSV-Spieler, Trainer etc., denen dann nichts folgt.
Aber ich denke, hier sollte man dieses kleine Scharmützel gegenüber seinen früheren Mannschaftskameraden nicht zu hoch hängen. Die übliche Floskelei unter Bekannten vor solchen Spielen.
Die „Bild“ hat natürlich deutlich gemacht, was Paderborn mit hälftigem Etat, Verlust von 4 Stammspielern und Trainer Baumgart aus seinen Möglichkeiten macht – und der HSV mal wieder nicht.
Ich denke ein Grund, warum die „Geduldszündschnur“ bei vielen Fans mittlerweile und -zu Recht!- (da kann Air Bäron hier noch so oft über Pawlow`sche Hunde und Aufstiegsdoktrin dozieren) ziemlich kurz ist.
Der HSV lässt einfach zu viel liegen, ist in seinem ganzen Handeln auf und neben dem Platz nicht konsequent – Ausdruck der mangelnden Leistungs- und Leitungskultur, die Dr. Ringelband hier schon öfter erläuterte.

Aleksandar
1 Monat zuvor

Die Klappe halten. Leistung zeigen und Spiele gewinnen……….

Jörg Brettschneider
1 Monat zuvor

Ob jetzt ernst gemeint oder nicht auf die Goldwaage gelegt;
können die sog. Zweitliga-Profis nach diversen Minusleistungen nicht endlich mal die Klappe im Vorfeld eines Spiels halten?

Einfach mal nicht schnacken und Leistung bringen.

Diese Äußerungen sind einfach nicht mehr zum Aushalten. Fehlen nur noch Lachbär Walter und „Widerstandskämpfer“ Boldt. Samstag dann Billiard-Spieler Mutzel.

Es wäre wirklich wohltuend, würden die sog. HSVer endlich mal auf leere Ankündigungen verzichten.

muckomat_34
1 Monat zuvor

Hat jemand gestern Ajax gesehen.
So viel Tempo, Einsatz und Spielfreude lies mich nach 90 Minuten verwundert da sitzen.
Ich habe mich so an die 2. Liga gewöhnt, dass ich gestern dachte einen Spielfilm gesehen zu haben.
Formidable Ajax

Ralf Lübbe
1 Monat zuvor

Schonlau will Michel lahmlegen. Wie das denn ???? In Paderborn gibt es eine deutliche Klatsche. Warum??? Weil unser Trainer nicht in der Lage ist ein Spielsystem auf den Gegner abzustimmen. Er hat nur ein Spielsystem.
Das dafür sorgt das wir nicht gewinnen und schon gar nicht aufsteigen. Das wird
wohl Pauli tun. Was ist aus dem HSV geworden?????

Bastrup
1 Monat zuvor

Tippe auf 65% Ballbesitz und am Ende Unentschieden.
Keine Ahnung wie ich darauf komme…

profikommentator
1 Monat zuvor

Mit Kaufmann und dem schwedischen Welttorwart könnte das klappen, aber die spielen ja keine Rolle! *Zwinker*

Aradia
1 Monat zuvor

Moin……

Was funkelt da in der Trainerwelt so als Juwel
es ist der Friedhelm mit seinem Kamel.
Er reitet so langsam in unsere Richtung
und wartet auf die Walter Vernichtung.
Sie wird kommen, sie ist schon ganz nah
müssen bis Freitag ausharren, dann wird es war.
…..grins….Heilige Magdalena….lass es war werden.

Aleksandar
1 Monat zuvor

Das Spiel ist nun aber wirklich wichtig…….

uwe twiehaus
1 Monat zuvor

HSV ein Konzern, bei dem, ohne dass er an der Börse gelistet ist, jeder Spieler oder Zocker ohne viel zu arbeiten Millionär werden kann?

Oliver Flesch
1 Monat zuvor

Schlecht gealtert

Hab gestern zum Einschlafen den aktuellen Podcast von „HSV, meine Frau!“ gehört. Plötzlich wachte ich schweißgebadet auf. Da hieß es nämlich gerade sinngemäß: Tim Leibold wird in spätestens zwei Jahren von einem internationalen Klub für einen zweistelligen Millionenbetrag gekauft werden.

Auflösung: Spotify hatte nach dem aktuellen Podcast einen aus der Hecking-Zeit eingespielt. Frage dazu, da ich mich nicht mehr erinnere: War TL seinerzeit wirklich so vielversprechend?    

Frank Müller
1 Monat zuvor

nee….der Boldt oder wie der heißt, hält auch auf platz 13 an Walter fest.
Friedhelm ist von Allofs da hingesetzt worden.

Kuchi
1 Monat zuvor

Zwei Dinge wollte ich mal eben ansprechen:

  1. Wenn man lange Zeit nicht so erfolgreich spielt wie zur Zeit, dann ist man irgendwann halt mit einem Unentschieden nicht mehr zufrieden, selbst wenn es gegen die Bayern wäre.
  2. Im Morning Call wurde kurz über die Bild Geschichte gesprochen. Hier bitte kurze Klarstellung. Ich habe den Kommentar so verstanden, dass Ippen den Berufsstand in ein schlechtes Licht stellt. Das ist doch wohl eher Reichelt, der hier das Übel war/ist.