Mit Potenzial zum Publikumsliebling: Steffen Baumgart ist da

by | 20.02.24 | 302 comments

Steffen Baumgart hat seinen ersten Tag beim HSV hinter sich – und er hat ihn gut genutzt. Denn der neue Coach des HSV bestätigte binnen weniger Stunden mehrfach, was man ihm nachsagt: Dass er ein sympathischer, geradliniger, sympathischer Typ ist, der ein Herz für den HSV hat. Und zwar schon seit Kindheitstagen. Baumgart galt unter den HSV-Fans eh als Wunschkandidat nach dem Aus von Trainer Tim Walter in der vergangenen Woche. „Ich bin Fan geworden, da war der HSV noch eine Größe. Seitdem bin ich drangeblieben“, sagte Baumgart vor einigen Jahren und ergänzte darauf bezogen heute: „Du wechselst öfter die Frau als den Verein.“

Heute erschien Baumgart mit einer HSV-Kappe statt der markanten Schiebermütze bei seinem Amtsantritt im Hamburger Volksparkstadion und präsentierte sich optisch leicht verändert. Das erste Foto von ihm inmitten der beiden körperlich deutlich größeren sportlich Hauptverantwortlichen, Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Claus Costa, hatte schon für lustige Kommentare gesorgt, da Baumgart hier aussah, als sei er von den beiden festgenommen worden. „Steffen, blinzle zweimal, wenn du das nicht freiwillig machst!“, schrieb das Social-Media-Magazin „Fums“. Dazu noch: „Endlich! LKA Hamburg gelingt Festnahme von Steffen B. aus R.“

Dieses Bild veröffentlichte der HSV heute via Social Media

Auch andere Nutzer hatten beim Anblick des Bildes Assoziationen an eine Verhaftung. „Das sieht aus, als hätten sie ihn verhaftet und haben Angst, dass er flieht“ und „Spätestens am Wochenende im Stadion mit den Fans, will er eh nie wieder weg.“ Und das dürfte stimmen. Für Baumgart selbst ist der Job beim HSV ein weiterer Höhepunkt in seiner Laufbahn. Mit einem klaren Ziel: „Das Ziel ist klar, da müssen wir nicht drum herumreden: der Aufstieg“, sagte der 52-Jährige bei seiner heutigen Vorstellung deutlich.

Das wiederum liegt weniger an der fast sechsjährigen Zweitliga-Zugehörigkeit des Clubs und seinem persönlichen Abstieg von der 1. in die 2. Liga, sondern vielmehr daran, dass er nun bei seinem Herzensverein unter Vertrag steht und diesen wieder in alte Gefilde führen will. Vor zwei Jahren hatte der HSV schon einmal bei ihm angeklopft. Seinerzeit stand er allerdings schon beim 1. FC Köln im Wort. Allerdings machte Baumgart mit einfachen, klaren Worten schnell deutlich, dass die Vorfreude nicht die angespannte Situation des zuletzt wankenden Traditionsvereins überlagern sollte: „Nur mit Sympathie funktioniert es nicht, sondern es gehört eine ganze Menge Arbeit dazu. Ich bin hier nicht, weil ich Fan bin“, so der gebürtige Rostocker. „Hier wurde vorher gut gearbeitet, jetzt hoffen wir, dass wir das weiterführen können.“

Und hier liegt der Punkt, den ich auch mit Mats Beckmann von Createfootball.com lange besprochen habe: Baumgart ist von der Walter-Taktik nicht (weit) entfernt. Im Gegenteil, in vielen Dingen ist er sogar sehr ähnlich. So kündigte er heute auch gleich mal an, dass Spiele ohne Gegentor bei seiner offensiven Herangehensweise eher selten sein würden. Dabei stand die defensive Stabilisierung zuletzt unter Walter schon ganz oben auf der To-do-Liste. Und das dürfte auch für Baumgart gelten.Und obgleich Boldt auch heute betonte, man habe bewusst Baumgart gewählt, weil man eben „keine 180-Grad-Wende“ vornehmen und auf dem Aufgebauten aufsetzen wolle, muss eine Kurskorrektur vorgenommen werden, wenn man das Ziel Aufstieg weiter verfolgen will.

Etwa eine Woche nach dem Aus von Trainer Tim Walter unterschrieb der neue Baumgart am Dienstag in der Geschäftsstelle seinen Vertrag bis 2025. Viel Zeit zum Reinschnuppern blieb aber nicht, im Gegenteil: Nach der öffentlichen Vorstellung leitete er am Nachmittag seine erste Trainingseinheit im Volkspark. Baumgart lobte jedoch den Kader: „Das ist eine der besten Mannschaften der 2. Liga.“ Besonders warme Worte erhielt dabei sein früherer Weggefährte Sebastian Schonlau. Dem Kapitän des HSV wird eine große Rolle zuteil. Der Defensivmann arbeitete gemeinsam mit Baumgart vier Jahre in Ostwestfalen und kletterte von der 3. bis in die erste Liga. Schonlaus persönliche Entwicklung sei enorm. „Deswegen wird er sehr wichtig für mich. Nicht nur als Spieler, sondern als Persönlichkeit.“

Nach Hamburg wird Baumgart nur seinen Assistenten René Wagner, seinen früheren Weggefährten aus Köln, in die Co-Trainer-Gruppe mitnehmen. Der zuletzt als Interimscoach fungierende Merlin Polzin wird neben Loic Favé das Trio komplettieren. Sven Höh bleibt Torwarttrainer.

Ich wurde und werde immer wieder gefragt, was ich von dieser Verpflichtung Baumgarts halte. Und die Antwort ist relativ leicht: Ich glaube, dass der kurzweilige Trainereffekt dem HSV den nötigen Anschub verleihen kann, aufzusteigen. Sollte der HSV allerdings im kommenden Sommer nicht personell nachrüsten (hierzu sage ich mehr im Video) und den Kader der Baumgart-Taktik entsprechend verstärken (insbesondere qualitativ hochwertigere und schnelle Innenverteidiger), wird es auch für Baumgart schwer. Wobei, das kann es auch jetzt ganz schnell werden.

Aber bei allem, was man aktuell fordert, darf man nicht übersehen, dass Baumgarts Fußball-Idee ähnlich kompromisslos offensiv ist wie die von Walter zuvor. Das wissen auch die Verantwortlichen Boldt und Costa, die es im Winter verpassten, den dringend benötigten, schnellen und spielstarken Innenverteidiger zu holen.  Da man sich trotzdem für Baumgart entschied, scheint es einen Plan zu geben, der für Außenstehende noch nicht erkennbar ist. Hoffe ich. Denn das persönliche Potenzial zum absoluten Publikumsliebling bringt der bodenständige HSV-Fan Baumgart allemal mit…

Von daher auch von dieser Stelle noch einmal: Herzlich Willkommen, Steffen Baumgart!

Und: viel Erfolg!!

Scholle

Leider gab es heute auch eine sehr traurige Nachricht: Ex-Weltmeister Andreas Brehme ist tot. Brehme starb in der Nacht zu Dienstag an einem Herzstillstand. Das bestätigte seine Lebensgefährtin Susanne Schaefer im Namen der Familie. Brehme, der 86 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft bestritt, wurde nur 63 Jahre alt. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Und auch Rest der Fußballwelt trauert. Anbei einige gesammelte Reaktionen:

Rudi Völler, früherer Mitspieler und DFB-Sportdirektor: „Andy war unser WM-Held, aber für mich noch viel mehr – er war mein enger Freund und Begleiter bis zum heutigen Tag. Seine wunderbare Lebensfreude wird mir fehlen. Meine Gedanken sind nun bei seinen Hinterbliebenen, seinen Freunden, vor allem bei seinen beiden Söhnen. Ich wünsche ihnen allen viel Kraft.“

DFB-Präsident Bernd Neuendorf: „Der deutsche Fußball hat ihm unendlich viel zu verdanken. Neben Mario Götze, Gerd Müller und Helmut Rahn gehört er zu den vier deutschen Spielern, die unsere Nationalelf zum WM-Titel geschossen haben. Seine Nerven- und Zweikampfstärke, seine Beidfüßigkeit, seine Flanken, seine Pässe, sein Einsatz – all das hat ihn ausgemacht, all das hat uns so viel Freude und so viele große Momente beschert.“

Karl-Heinz Rummenigge, ehemaliger Mitspieler und Aufsichtsrat des FC Bayern: „Ich bin tief betroffen und geschockt von der Nachricht vom Tod von Andi Brehme. Wir haben zusammen die WM 1986 in Mexiko gespielt, und Andi war ein großartiger Teamplayer, extrem loyal und zuverlässig. Seine Lebensfreude war immer ansteckend, und dass er mit 63 schon von uns gehen musste, stimmt mich sehr traurig.“

Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern: „Ich bin unfassbar traurig über diese schockierende Nachricht. Niemand von uns wird Andreas Brehme jemals vergessen – weil er mehr ist als ein 1:0 im WM-Finale von Rom. Wir haben einen großartigen Menschen und einen treuen Freund verloren.“

Lothar Matthäus, Kapitän der Weltmeistermannschaft 1990: „Ich war schockiert, als ich das erfahren habe. Andi war ein Teil unserer Familie. Wir haben uns vor 45 Jahren kennengelernt, viele gemeinsame Geschichten erlebt. Wir waren Zimmerkollegen, bei der Nationalmannschaft und bei Inter Mailand. Wir haben oft 100 Nächte pro Jahr miteinander verbracht. Diese Freundschaft war auch nach der Karriere nicht vorbei. Es ist wirklich, als ob ein Familienmitglied gestorben ist.“

Jürgen Klinsmann, Mitspieler in der Weltmeistermannschaft 1990: „Lieber Andy, wir sind fassungslos, dass Du von uns gegangen bist. Du warst immer für uns da und hast uns zum Weltmeister 1990 gemacht! Wir werden Dich immer in unseren Herzen tragen und Dir für immer dankbar sein!“

Klaus Augenthaler, Mitspieler in der Weltmeistermannschaft 1990: „Ich stehe jetzt hier gerade auf dem Trainingsplatz und habe auf dem Weg hierher davon erfahren. Ich habe es daher noch nicht verdaut. Wir waren befreundet. Wir haben uns erst vor kurzem gesehen und waren gemeinsam Mittagessen. Wenn man dann so etwas hört, ist das natürlich hart.“ 

Jürgen Kohler, Mitspieler in der Weltmeistermannschaft 1990: „Er wird immer einen Platz in meinem Herzen haben. Weil er nicht nur ein außergewöhnlicher Fußballer, sondern vor allen Dingen ein besonderer Mensch war. Bodenständig, geradeaus. Man wusste bei ihm immer, woran man ist. Da ist ein toller Mensch von uns gegangen – viel zu früh.“

Stefan Reuter, Mitspieler in der Weltmeistermannschaft 1990: „Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Andy Brehme hat mich sehr getroffen und ist mir nahe gegangen, weil er einfach ein toller Mensch war. Ich verbinde mit ihm nicht nur unseren gemeinsamen Erfolg mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1990 in Italien, sondern eben auch viele wunderbare gemeinsame Momente außerhalb des Fußballplatzes.“

Walter Zenga, einstiger Mitspieler und Kapitän bei Inter Mailand: „Du bist zu früh von uns gegangen, mein Freund, aber ich weiß, dass du uns von dort oben beschützen wirst und wie immer wirst du dort stehen und die Elfmeter schießen, einen mit dem Rechten und einen mit dem Linken. Gute Reise, mein Freund, Ruhe in Frieden, ich werde dir nicht sagen, dass ich weine, weil ich weiß, dass du mich umarmen und sagen würdest: ‚Komm Walter, ich bin hier, Ciao Andy‘.“

Ex-Bundestrainer Berti Vogts: „Andi Brehme war ein toller Fußballer und ein toller Mensch. Mit seinem Elfmeter hat er in Rom nicht nur Fußball-Geschichte geschrieben, sondern den deutschen Fußball auch geprägt.“

Philipp Lahm, Weltmeister-Kapitän 2014: „Brehme wurde bei der WM in Italien eins meiner Idole. Ich habe noch seinen konzentrierten, entschlossenen Blick vor Augen, als er im Finale gegen Argentinien zum entscheidenden Elfmeter antrat. Dann hat er getroffen, wie es genauer nicht gehen konnte. Andy Brehme war ein früher, moderner Außenverteidiger, der auf der rechten wie auf der linken Seite spielte. Dadurch war er prägend auch für meine Karriere.“

Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn: „Wir verabschieden uns von Andreas, der sich seine Liebe zu unserem Lieblingssport immer bewahrt hat. Ich werde nie unsere großartigen gemeinsamen Zeiten mit der Nationalmannschaft vergessen, seine bodenständige und humorvolle Persönlichkeit hat allen Freude bereitet.“

Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger: „Andy Brehme war ein Idol meiner Jugend und später mein Co-Trainer beim VfB. Ein Fußballer durch und durch und ein Pfundskerl. Der Erste, der genauso gut rechts wie links schießen konnte – was für ein tragischer Verlust.“

Tennis-Legende Boris Becker: „Gerade haben wir uns noch bei der Trauerfeier vom Kaiser Franz getroffen! Unglaublich, wie schnell es vorbei sein kann! Meine Gedanken sind bei seinen beiden Söhnen!“

DOSB-Vorstandschef Torsten Burmester: „Die deutsche Sportfamilie trauert um den Finaltorschützen beim WM-Erfolg von 1990. Wir werden die Verdienste von Andreas Brehme für den deutschen Fußball in ehrendem Gedenken halten. Ich bin in Gedanken bei seiner Familie und allen Angehörigen. Ruhe in Frieden, Andy!“

Horst Hrubesch (Fußball-Bundestrainer der Frauen): „Ich habe mich auch ein bisschen erschrocken, als ich es heute Morgen beim Frühstück mitgekriegt habe. Er ist ja Hamburger.  Ich bin jetzt zehn Jahre älter und bin immer noch da. Ich denke mal, mit 63 ist das verdammt früh. Es hat mich schon getroffen. Ich kenne ihn ja ganz gut und werde ihn absolut in super Erinnerung behalten.“

FIFA-Präsident Gianni Infantino: „Die Nachricht vom Tod von Andreas Brehme im Alter von nur 63 Jahren macht mich sehr betroffen. Erst letzten Monat waren wir beide noch gemeinsam in München, um das Leben des großen Franz Beckenbauer zu würdigen. Es ist tragisch, dass wir nun den Tod von Andy betrauern. Andy wird für immer in den Herzen aller deutschen Fans bleiben. (…) Er ist eine Ikone des Weltfußballs und eines meiner Idole. Sein Vermächtnis zeugt von seiner fußballerischen Klasse, seiner Entschlossenheit und seinem Sportsgeist. (…) Seine Karriere wird auch zukünftige Generationen von Fußballern inspirieren. (…) Ciao Legende“.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne): „Lauwarme Dosenravioli, das Dosenbier ungefähr genauso, ein Fernseher auf dem Campingplatz in Norwegen und ein klasse Siegtreffer kurz vor Schluss des WM-Endspiels Deutschland-Argentinien! Ewig her und heute voll nah. Danke Andreas Brehme für diese Erinnerung und viele weitere sportliche Momente, die Du uns als Nationalspieler geschenkt hast. Du bleibst unvergessen!“

Bundesinnenministerin und Sportministerin Nancy Faeser (SPD): „Andi Brehme war mit seiner Leidenschaft und seiner Klasse eine Ikone des deutschen Fußballs. Sein entscheidender Elfmeter im WM-Finale 1990 in Rom war ein Tor für die Ewigkeit.“

Ex-FIFA-Präsident Sepp Blatter: „Die Nachricht vom Tod von Andy Brehme bestürzt mich. Ein ganz Großer musste viel zu früh gehen. Du warst nicht nur fußballerisch ein Vorbild. Deine Bescheidenheit, Volksnähe und Herzlichkeit waren im Fußball Muster von seltenem Wert. Ruhe in Frieden.“

Simon Rolfes (Geschäftsführer Sport Bayer Leverkusen): „Der frühe Tod von Andreas Brehme macht mich persönlich betroffen. Ich war acht Jahre alt, als er Deutschland in Italien zum WM-Titel schoss, das war eine meiner ersten bleibenden sportlichen Erinnerungen überhaupt. Nicht nur der deutsche Fußball hat einen großen Verlust erlitten.  Den Hinterbliebenen von Andreas Brehme bekunden wir als Bayer 04 Leverkusen unser tiefes Mitgefühl.“

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Flotti McFlott
2 Monate zuvor

Baumgarts Offensivfußball mit Waltersens hummeldummen Quatschsystem zu vergleichen, halte ich für etwas unfair.

Es war in der Regel nicht die Offensivkraft des „Walterballs“, der vorne für viele Tore sorgte, sondern zumeist individuelle Klasse und Einzelaktionen. Das heißt nicht, dass es nicht zwischendurch auch mal gut rausgespielte Treffer gab, keine Frage, aber die Regel waren ebensolche Treffer wahrlich nicht.

Der Spielaufbau hingegen bestand die allermeiste Zeit aus arschlangweiligem, nutzlosem Quergepasse ohne Raumgewinn vor dem eigenen 16er. Daher rührten auch die teils überragenden Passwerte, auf die man sich allerdings am Ende des Tages ein Ei pellen konnte. Ballbesitz um des Ballbesitz Willens, nutzloses Katasteramts-Tiki-Taka und ab und an mal ein langer Diagonalball nach vorne, das war in so vielen Spielen der letzten 2,5 Jahre einfach so unfassbar langweilig und berechenbar – gut das diese Zeit endlich vorbei ist!

Jeder gegnerisch Trainer wusste, wie du den Walterball bespielen musst und gerade von vermeintlich kleinen Clubs/Trainern, wurde der bornierte Übungsleiter so oft klassisch ausgecoached das man sich nur noch lachend oder weinend – je nach Sichtweise – abwenden konnte. Dazu noch die unsägliche Arroganz, grundsätzlich die Stärken und Schwächen des Gegners, wenn überhaupt, nur marginal in den eigenen „Matchplan“ einfließen zu lassen und auf Spielverläufe schon aus Prinzip – so wirkte es zumindest – nicht zu reagieren. Es war teilweise schwer erträglich.

Das Genick hat dem feingeistigen Sympathikus Walter letztlich seine unzureichende Defensivtaktik gebrochen (auch wenn natürlich zahlreiche Gegentore auf Slapstickeinlagen unserer Edelfüße zurückzuführen waren), welche ich nie ganz verstanden habe, aber ich bin ja auch nicht jedes Heimspiel im Stadion wie andere Experten hier …

Egal, dieses Kapitel ist ja nun endgültig, wenn auch 2 Jahre zu spät, beendet.

Ob der kernige Rostocker Baumgart mit seiner Idee Fußball zu spielen (schnelles Umschalten, hohes Pressing) hier Erfolg hat, hängt für mich in erster Linie davon ab, wie schnell er den Spielern den dämlichen Walterball austreiben kann und ob die sie ihm generell folgen. We will see …

Ich denke, da wird man nach dem Elversberg-Kick schon schlauer sein.

In den‘ Sinne
Euer Flotti👋

harfenhsver
2 Monate zuvor

Gut so.

Und ja, Walter musste gehen, er ging spät, hoffentlich nicht zu spät.

Aber was in den letzten Wochen sich hier an Hass über ihn ergossen hat, war nicht gut.

Walter ließ es immer am letzten Quentchen fehlen, richtig…aber er hat auch Pech gehabt. Und er hat mehr Punkte geholt als alle vorher, 60 und dann 65 (65 hätte meistens gereicht). Dazu Pech in der ersten Relegation, und die absurden 11 Minuten von Regensburg. Muss man auch mal sagen. Das Problem, dass der HSV den Aufstieg gegen die 10, 11. 12.-platzierten vergeigte, hatte er nicht exklusiv. Das war auch bei Wolff, Hecking, Thioune so.

Last edited 2 Monate zuvor by harfenhsver
Aleksandar
2 Monate zuvor

Es gibt mehrere, aber einen wesentlichen Unterschied zwischen Steffen Baumgart und Tim Walter.

Der eine Trainer hat schon mehrfach bewiesen, dass er erfolgreich Mannschaften führen kann, der andere hat immer nur süffisant und selbstverliebt davon geschwafelt.

T. Walter ist schon lange auserzählt und hat beim HSV entgegen aller wirklich dämlichen Nachrufen hier beim HSV nichts erreicht, außer sein privates Konto zu füllen und mit dem teuersten Kader der Liga die maximal drittbeste Leistung aller gezeigt.

Das hätte wahrscheinlich auch der Busfahrer geschafft.

Wenn sich nun alle inneren und äußeren Gegebenheiten schnell an die Klasse von Steffen anpassen, werden wir auch schnell aufsteigen, ansonsten dauert es halt so lange, bis Jonas Boldt auch nur noch schlechte HSV-Geschichte ist.

Last edited 2 Monate zuvor by Aleksandar
abraeumer
2 Monate zuvor

Aus meiner Sicht hat der HSV Walter 2.0 verpflichtet. Bei dem Satz, wer mich kennt, weiß, dass meine Mannschaften selten zu Null spielen, habe ich gedacht, der HSV hätte auch Walter behalten können.
 
Ich habe immer ruhige analytische Trainer wie Xabi Alonso, Glasner oder Magath mehr geschätzt als Motivationstrainer. Motavationstrainer wie Baumgart nutzen sich aus meiner Sicht schnell ab. Seinen Ansatz Menschen zu loben und Selbstvertrauen zu geben, ist grundsätzlich richtig. Aber vor dieser Herangehensweise kommt für mich immer eine ehrliche, offene Analyse des Status quo. Der HSV ist dafür ein Paradebeispiel. Boldt erklärt immer wieder, wieviel, insbesondere von ihm selbst, entwickelt wurde und dass man darauf aufbauen könne. Baumgart hat dort mit seinen Aussagen gestern direkt angeknüpft:

– „mit dem Team Dinge entwickeln, dass man weiter erfolgreich bleibt, man ist ja nicht unerfolgreich“
– „Du bist auf jeder Position doppelt gut besetzt, ob es um individuelle Qualität oder Geschwindigkeit geht“
– „hier wurde vorher gut gearbeitet“
– „dem Team das Gefühl wiederzugeben, eine Spitzenmannschaft zu sein“

Ich halte dieses, insbesondere für den HSV, für den seit Jahren falschen Ansatz. Der HSV ist in der 6. Saison in der 2. Liga, trotz höchster Ausgaben ist er eben nicht erfolgreich. Es wurde eben nicht gut gearbeitet. Die Mannschaft ist eben nicht auf jeder Position doppelt gut besetzt. Diese Mannschaft ist keine Spitzenmannschaft. Was es bewirkt, wenn man den Spielern eintrichtert, sie seien Spitzenspieler und eine Spitzenmannschaft kann man dann an den Aussagen der Spieler, wie, „es ist egal, wer hinter uns Zweiter wird“ direkt ungefiltert ablesen. Den Spielern mangelt es nicht an Selbstvertrauen, sie haben eher zuviel davon. Es fehlt an einer selbstkritischen Haltung.

Für mich zieht sich diese fehlende selbstkritische Haltung von den Verantwortlichen bis zur Mannschaft und den meisten Fans durch. Die fehlende Ehrlichkeit und Offenheit ist für mich das größte Problem des HSV. Beim HSV wird alles beschönigt und man könnte denken, dass der HSV finanziell und sportlich erfolgreich ist. Er ist es leider nicht. Erst wenn die Probleme offen benannt werden, können sie auch gelöst werden. Daher ist die Bestimmung des Status quo essentiell.

Und erst nach dieser Bestimmung geht man mit Fleiß, Freude und Spaß an die Arbeit, um die Dinge zu verbessern und erfolgreich zu sein. Alles andere ist Selbstbetrug und wird nicht langfristig erfolgreich sein. Der erste Schritt, um eine schonungslose Analyse überhaupt möglich zu machen, wäre die Entfernung von Jonas Boldt, der aus meiner Sicht, obwohl er nicht erfolgreich ist, der größte Selbstbeweihräucher im Verein ist.

Last edited 2 Monate zuvor by abraeumer
InLikeFlynn
2 Monate zuvor

Offenbar ist aus Baumgarts Umfeld ein bisschen was zur – nicht wirklich überraschenden – Baumgart’schen Problemanalyse an die BILD durchgesickert:

BILD:

„Das Ergebnis dieser Analyse: Das Team muss in allen Mannschaftsteilen kompakter stehen, mit schnellen Ballgewinnen in den Angriffs-Modus umschalten und zu Tor-Abschlüssen kommen.
Heißt im Detail: Auf Stürmer Robert Glatzel (30) kommt mehr Laufarbeit zu. Baumgart erwartet von seinen Offensiv-Akteuren mehr Defensiv-Maloche und aggressiveres Pressing, als zuletzt.

Ein auffallendes Detail seiner Analyse: Der defensive Mittelfeldspieler Jonas Meffert (29) hat sich zu oft aus dem Zentrum locken lassen, sodass in dem Bereich zu viele Löcher entstanden sind. Ein Grund für 33 Gegentore in nur 22 Ligaspielen. Auch von den Außenbahnspielern wie Bakery Jatta (25) erwartet er taktisch ein versierteres Verhalten, um das Spielfeld für den angreifenden Gegner so eng wie möglich zu machen.“

Endlich haben sie den Übeltäter Meffo an den Zähnen, ähm, Eiern.

Jetzt geht es bergauf und mit der Larifari-Trainingsattitude ist auch Schluss.

Jetzt werdet ihr laufen, Freunde

Bramfelder
2 Monate zuvor

Moin zusammen,

gerade – vor ca. 20 Minuten um ca. 18.00 Uhr – wurde dieses Trainingsvideo veröffentlicht. Man sieht schon sehr gut wie hier das Offensiv-Pressing, „Marke Steffen Baumgart“, trainiert wird. Schönes Video wie ich finde. Viel Spaß: TRAINING MIT STEFFEN BAUMGART | Inside Training (youtube.com)

MeinVerein2021
2 Monate zuvor

https://sport.sky.de/fussball/artikel/steffen-baumgart-ist-der-neue-trainer-des-hsv/13076547/34130

Gut zu lesender Artikel. Mit anerkennenden Worten für Walter, die ich teile.

Nun bin ich gespannt, wie Baumgart es angehen wird, die Mannschaft zum Aufstieg zu bringen.

InLikeFlynn
2 Monate zuvor

Der gute Flotti hat es perfekt beschrieben:

Walter hat Hochrisiko-Schlafwagenfussball spielen lassen.

Während Scholle beide Trainer ernsthaft miteinander zu vergleichen wagt, hat Mats Beckmann erkannt:

Unter Walter ligaweit…

…die geringste Progression
…die geringste Vertikalität

Sich an Ballbesitz durch tumbe Quer- und Rückpässe aufzugeilen, ist keine Tugend, die dir zum Aufstieg verhilft.

Anders als Scholle hat Beckmann ebenfalls glasklar erkannt, dass der „Meffo“ als Urkeimzelle des Quergeschiebes ein großes Problem ist, das gelöst werden muss.

Der Junge ist so verzweifelt, dass er sogar Reis auf die 6 stellen würde.

Aber Walter ist – gelobt sei der Herr -spilt milk under the bridge.

Deswegen mal rasch Baumgart zu diesem Thema, Video kennen wir von gestern, bitte noch mal ab 1:10 anhören:

https://m.youtube.com/watch?v=hFLMQALDKTQ&pp=ygUZYmF1bWdhcnQga2FiaW5lbmFuc3ByYWNoZQ%3D%3D

„Was nicht funktioniert, ist nach hinten spielen – wo wollen wir hin?“

Mit etwas Glück ist der Meffo erstmal raus, in jedem Fall aber wird das temu-TikiTaka ein Ende haben.

Maik Lange
2 Monate zuvor

Ganz unabhängig davon, welches System Baumgart spielen lässt oder welche Spieler er aufstellt; Seine größte Herausforderung wird sein, den Spielern die über Jahre implementierte systematische Eintönigkeit des Walter-Systems auszutreiben und ihren Horizont für andere, vermeintlich einfache Lösungen, zu erweitern.

YNWA
2 Monate zuvor

Schon wieder ein neuer Blog! Sensationell! Komm kaum noch noch hin mit den Neuigkeiten! Ich wäre echt glücklich wenn man mit Baumgart spricht, ob er nicht den Trainer machen möchte denn nichts gegen Polzin aber irgendwie trau ich dem auch nicht den Haupttrainer zu!

Air Bäron
2 Monate zuvor

In einem Kommentar las ich von der Hoffnung, dass die HSV Trainingsferien unter Baumgart nun zu Ende sind. Mal sehen.

Die ersten beiden ersten Spiele nun gegen Elversberg und Osnabrück auch noch im Heimstatdion sind der ideale rote Teppich und ein Geschenk für Baumgart, 6 Punkte als Einstandsgeschenk mitzunehmen.
Alles andere wäre m.E. ernüchternd.

Daumen gedrückt und ein bis drei Bier auf Andi Brehme.

Jan Pohpalo
2 Monate zuvor

Ich sehe die jetzige Saison als „Freischuss“: Wenn’s mit dem Aufstieg noch klappt – super! Aber erwarten tue ich es erst in der nächsten Spielzeit. Mit Baumgart (und ein paar Defensivverstärkungen) könnte es klappen.

Hessenhrubesch
2 Monate zuvor

Der Vergleich von Walters und Baumgarts Spielstil hinkt.
Beide lieben es offensiv, aber Baumgart wäre nicht zwei Mal aufgestiegen ohne Defensivkonzept, etwas, was Walter nicht hatte. Zudem ist Baumgart flexibel und spielt mit mehreren Systemen, während Walter stur seinen Stiefel hat runterspielen lassen und somit halt auch deutlich ausrechenbarer ist.
Das nur auf die Schnelle vor dem ersten Kaffee, ich teile jedenfalls nicht die Meinung, dass Walter und Baumgart ähnlich spielen lassen

Buffy
2 Monate zuvor

Publikumsliebling? Das ist nicht die gesuchte Kernkompetenz für den Trainer des HSV. Von mir aus kann der neue Trainer ruhig etwas distanzierter und unaufgeregter in der Öffentlichkeit auftreten. Wir brauchen kein Maskottchen, sondern einen seriös arbeitenden Fachmann an der Linie. Alles andere werden sich die Medien dann schon ausdenken…

Töftinger
2 Monate zuvor

„Breaking News“ von Scholle 😳
Alter was ist denn hier los?

Polkateddy
2 Monate zuvor

Soeben eine PreMatch- PK des HSV gesehen, an dessen Ende ich ohne Scham, Fragezeichen und Übelkeit dastehe. Sehr informativ über Trainingsinhalte, Pressingabsichten, Einzelgespräche gesprochen und respektvoll über den Kommenden Gegner geäußert. Da hat jemand richtig Bock und lässt sich seine Aufregung bewusst anmerken, spricht sogar von Lampenfieber vorm Spieltag. Sehr sympathischer, professioneller Auftritt. Und ja, ich weiß dass es dafür keine Punkte gibt. Aber der respektvoll erwähnte Gegner wird wenigstens nicht bis in die Haarspitzen durch unüberlegte Phrasen gereizt.

Basti1887
2 Monate zuvor

Andi Brehme R.I.P.
Für mich neben Beckenbauer und Matthäus DER dritte Hauptdarsteller des schönsten Fußballereignisses, das ich selbst erlebt habe.

Baumgart ist die einzig richtige Verpflichtung. Wer das anders sieht soll JB bitte jetzt kritisieren und nicht in drei Monaten, falls es nicht zum Aufstieg reichen sollte.

Ich hätte ihn schon in der Winterpause geholt, aber besser jetzt als gar nicht.

Calimero
2 Monate zuvor

Baumgart, machte einen authentischen und sympathischen Eindruck. Bei Boldts einstudierten Phrasen, wurde mir hingegen schlecht. Der Aufsichtsrat, sollte dringend neu besetzt werden und anschließend eine neue Abstimmung durchgeführt werden.

NoMercy
2 Monate zuvor

Eine Veränderung aber keine Revolution!

Die offensiven Stärken nutzen und mit anderer Spielidee den Druck vom eigenen Tor verringern.

Direktheit statt Worthülsen und -stanzen.

Ein anderes aktives aggressiveres Offensivverständnis statt ein Dominanz-um-die  Dominazwillen etablieren.

Mehr schnelles Vertikales Spiel statt breites Geschiebe.

Mehr Offensivvarianten statt Berechenbarkeit.

Höhere läuferische Intensität statt Durchschnittsaufwand.

Authentizität statt schnöseliger Abgehobenheit.

Jovanic Hugental
2 Monate zuvor

Baumgart ist wie salziges Lakritz. Je länger du darauf herumkaust, desto geiler wird es.

AlterSchwede
2 Monate zuvor

Ich bemerke mich selbst dabei, dass ich noch einen Moment brauche, um das ganze zu verdauen. Ich war mental einfach nicht darauf eingestellt, dass Steffen Baumgart tatsächlich hier Trainer wird.
Ich hätte es Herrn Boldt nicht zugetraut. Ich glaube auch, dass Boldt sich nun doch hat treiben lassen, weil er weiß, dass er beim AR nicht mehr so gut da steht.

Diese unsägliche PK mit seinem Monolog zu Polzin… wenn das ernst gemeint war, muss man froh sein, dass wir gegen Rostock in Hälfte 2 so eingebrochen sind.
Eine völlige Fehleinschätzung von Boldt. Wie so oft.

Und nun ist meine Wunschlösung als Trainer da. Baumgart, der war bereits mein Wunsch, als Thioune entlassen wurde. Dann ging er zu Köln und Boldt holte Walter.
Naja….

Nochmals, nun ist er also da, Steffen Baumgart. Geradlinig, wild, voller Energie, offenes Visier, anpeitschend. Vieles mag ähnlich zu Tim Walter erscheinen. Aber im Gegensatz zu Walter konnte ich bei Baumgart nie diese unsägliche Arroganz ausmachen, die mich bei Walter so gestört hat.

Ich freue mich, dass er da ist.
Nun ist lediglich meine Sorge, dass Baumgart unter dem inkompetent und gerade in der Defensive unrund zusammen gestellten Kader leiden wird.

Viel Erfolg, Steffen. Machet!

Jenson-button
2 Monate zuvor

Ich freue mich über den neuen Trainer. Vorbei die Zeit der Äußerungen zum Fremdschämen. Ich setze viel Hoffnungen in Baumgart, weiß aber auch, dass die Phase angebrochen ist, in der unsere Mannschaft in den letzten Jahren den Aufstieg verspielt hat. Jetzt gehen wir mit der Hypothek von 4 Punkten Rückstand auf den 2. Tabellenplatz auf die Zielgerade und niemand kann vorhersagen ob und wie schnell der Impuls des Trainerwechsels greift. Ob dieser Wechsel zu spät kam, werden wir spätestens im Mai wissen. Was wir jetzt schon wissen ist, dass wir einen hochmotivierten Trainer bekommen haben, der deutlich sympathischer rüberkommt als der alte und einen der für den HSV brennt. Ich drücke die Daumen dass es klappt.

Meaty
2 Monate zuvor

Ich erwarte zuerst von Steffen Baumgart, dass er endlich eine zweitligataugliche Intensität in die Mannschaft bekommt, die so dringlichst in der 2. Liga über 95. Minuten in jedem verdammten Spiel benötigt wird, damit zukünftig die hochmotivierten Underdog-Gegner nicht nur das Spiel gegen den HSV gewinnen können, weil sie es mehr gewollt haben..!

Rotkaeppchen1966
2 Monate zuvor

Den Elversbergern fehlt wohl die komplette Innenverteidigung am Sonntag, wie schon gegen Osnabrück, als sie es aber wohl gut kompensieren konnten.
Bei den Saarländern fehlt sie aus Verletzungsgründen, bei uns, so muss man leider spöttisch konstatieren, ist sie, obwohl auf dem Platz, trotzdem nicht vorhanden, nach den Böcken, die sich Ambrosius, Hadzikadunic und Ramos in den letzten Spielen erlaubt haben.
Vielleicht hilft nur die entschlossene Flucht nach vorne, wie sie ja auch Baumgart propagiert, nur ein wenig vertikaler, abschlussfreudiger und mit weniger Ballverlusten im Aufbauspiel verbunden.
Unangenehmer Gegner, diese Elversberger – aber im Grunde genommen ein Witz, wenn man die beiden Clubs vergleicht.
Es sollte doch möglich sein, so eine Mannschaft mal mit 3:1 nach Hause zu schicken und gut ist – oder?

Jörg Brettschneider
2 Monate zuvor

Wer kümmert sich beim HSV genau jetzt um einen neuen Sportvorstand/Sportchef/Sportdirektor?

Die für alle offensichtlich zu spät erfolgte Trennung von Walter muss der letzte schwere Fehler von Boldt gewesen sein!

Gerade jetzt ist der beste Zeitpunkt für einen Wechsel (Planung neue Saison, Pushen/Überwachen/Fordern der aktuellen Mannschaft und des aktuellen Trainers). Die Transferfrist Frühjahr/Sommer 2024 naht ebenfalls.

Oder möchte der Aufsichtsrat notwendige Entscheidungen einmal mehr verpennen???

Und genauso wichtig:
Wer wird Vorstandsvorsitzender?

Es geht nicht ohne Hauptverantwortlichen und auch nicht ohne gegenseitiges Korrektiv. Das war jetzt jahrelang eindrücklich zu sehen.

Und bitte komme mir keiner mit der Ausrede, jetzt stünde erstmal der Rechtsformwechsel an!
Man kann auch zwei Sachen parallel abarbeiten, wenn man nicht stinkfaul ist.

Und noch eine Bitte:
Entscheidet unabhängig von den Tennis-Ultras. Stützt eure Entscheidung auf Fachkompetenz, um die man den Aufsichtsrat zwingend erweitern muss!

Die Tennis- und Teenie-Ultras kommen sowieso bald mit dem nächsten großen Ding um die Ecke.
Die wissen jetzt, wie sie ihren Willen durchbekommen…

ballfernerZehner
2 Monate zuvor

Nix, wat wir gestern und heute nicht schon woanders gelesen hätten.

Die obligatorische “ Wobei“ Floskel auch wieder dabei.

Also alles beim alten, toll!

Kosinus
2 Monate zuvor

Baumgart ist ECHT!

Rotkaeppchen1966
2 Monate zuvor

Sieh mal an – ein neuer Blog.
Ich habe meine Kommentare zum neuen Trainer gestern und zum Tod von Andreas Brehme heute morgen geschrieben.
Ergänzend nur zur PK mit Steffen Baumgart: Solange der Mann links neben ihm oder aus Sicht der Journalisten rechts von ihm beim HSV das Sagen hat, wird es sehr schwierig bis unmöglich aufzusteigen.
Ich hoffe nur, dass auch im Falles eines erneut verpassten Aufstiegs Baumgart, wenn er es nicht völlig „verkackt“, Trainer bleibt und ihm ein neuer Sportvorstand für die neue Saison auch die Spieler besorgt, die es für den Aufstieg braucht.
Viele der aktuellen Spieler muss Steffen Baumgart emotional schon sehr packen, dass sie dem HSV mal wieder helfen könnten.

HeinSeinVerein
2 Monate zuvor

Ich könnte hüpfen vor Aufregung! Jetzt wird alles gut 🤩

Kuchi
2 Monate zuvor

Jetzt ist euer Messias vom Olymp gestiegen. Und was wird sein? Wir steigen auf. Juhu!! Bis 2025 hat er ja nur 2 Chancen. Wenn es nicht klappt, will ihn danach hier sowieso keiner mehr sehen. same procedure as every year

Geändert hat sich ja am Ende eigentlich nur, dass jetzt jemand in die Kamera lächelt, der sympathischer und redegewandter ist als Walter, alles andere bleibt halt, wie es ist.
Wieder keine 180-Grad-Wende. War doch nicht alles so schlecht, wie so oft beschrieben, oder?

Passend dazu der Satz:
„…den Kader der Baumgart-Taktik entsprechend verstärken (insbesondere qualitativ hochwertigere und schnelle Innenverteidiger)…“

Ist das jetzt Ironie oder gar schon Spott?

Das hätte man unter Walter vor 2 Jahren schon machen müssen. Dann wären wir jetzt schon eine Liga höher. Die Abwehr ist seit Jahren das Hauptproblem.

Im übrigen: Pauli gleicht dies im Verteidigungsfall mit einer 5er Kette aus. Ergebnis: Weit weniger Gegentore. Wäre ein Versuch wert. Nur für den Fall, dass jemand glaubt, Pauli hätte „..qualitativ hochwertigere und schnelle Innenverteidiger..“

Wurde am Ende vielleicht die falsche Person ausgetauscht??

Jürgen Fiedler
2 Monate zuvor

Moin, Steffen Baumgart war meine Nummer eins als Trainer. Offensiver Fußball muß nicht heißen “ vogelwild“ wie der HSV in den letzten Spielen. St.Baumgart hat den SC Paderborn in einer mehr als prekären Situation in der 3. Liga übernommen. Übrigens von dem “ Experten des Doppelpass“ der außer Labbern nichts als Trainer auf die Reihe gebracht hat. Ein Durchmasch von der 3.Kiga in die Bundesliga mit dem SC Paderborn ist eine Meisterleistung. Auch als Spieler fand ich ihn schon großartig beim FC Hansa Rostock. Ich möchte fast behaupten das die wenigsten “ Experten “ hier in diesem blog sich an Baumgart als Spieler erinnern. Ich hoffe Herr Boldt hat ihn nicht zu späte verpflichtet bzw. T.W. entlassen.

Fluegelzange
2 Monate zuvor

Suhonen verkörpert eigentlich ideal den typischen Baumgart-Fussball mit seiner unermüdlichen Leistungsbereitschaft. Hoffentlich macht sein Körper mit, dann ist er für mich gesetzt.

Peter Ariel
2 Monate zuvor

Stimmt eigentlich die Legende, dass sich Baumgart per se weigert, englisch zu lernen bzw englisch mit ausländischen Spielern zu sprechen? Das würde ja schon potentielle Transferaktivitäten einschränken.

Ansonsten bin ich gespannt auf die beiden Heimspielen gegen Elversberg und Osnabrück. Zwei richtungsweisende Spiele. Gegen zwei (hoffentlich ehemals typische HSV-) Angstgegner. Da wird sich zeigen, ob es Baumgart kurzfristig schon schafft, der Mannschaft ein neues Gen zu implementieren.

Glaub dass Baumgart der richtige ist, um den HSV in den letzten 12 Spielen zu emotionalisieren und den Aufstieg als „Feuerwehrmann“ zu erreichen.

Ob er jedoch danach der Trainer ist, der etwas mittel- und langfristig entwickeln kann, bleibt abzuwarten

Aber jetzt zählt erstmal ausschließlich der kurzfristige Erfolg, der Aufstieg. Das ist Baumgarts Auftrag.

Dafür sind 6 Punkte gegen Elversberg und Osnabrück wieder mal Pflicht. Und man muss jetzt fast schon hoffen, dass St Pauli Freitag in Kiel gewinnt. Denn es geht für mich nur noch um Platz 2.

Nordisch
2 Monate zuvor

Übrigens, hier hatte mal jemand gefragt nach vergleichbaren Sperren, wegen Benes. Man schaue sich gerne das Guerrero-Gedächtnis-Foul an, von Augsburgs Pedersen … gleiche Strafe wie Benes 🤣

https://youtu.be/Su7VUO0P92c?t=415

Viktoria HSV
2 Monate zuvor

Soooo darf ein Trainingsplan gerne öfter aussehen. 😉

https://www.hsv.de/profis/trainingsplan

Viktoria HSV
2 Monate zuvor

Walters Abschiedsbrief, zum heulen 😉.

Am Freitag erschien die neueste Ausgabe von „HSVlive“. Nach einem kurzen Statement in der Pressemitteilung zu seiner Freistellung wendete sich Tim Walter dort erstmals ausführlicher an die HSV-Fans. In einem emotionalen Abschiedsbrief spricht Walter über sein Aus. „Moin HSV-Familie! Es bricht mir das Herz, dass ich mich auf diesem Weg von Euch allen verab­schieden muss“, schreibt der 48-Jährige.
„Zwei­ein­halb Jahre war es mein ganzes Be­streben, mit Euch gemeinsam in die 1. Liga aufzu­steigen. Dafür habe ich jeden Tag Alles gegeben. Dass wir es zusammen nicht geschafft haben, macht mich sehr traurig – und in Anbe­tracht mancher Gescheh­nisse (allen voran: Vuskovic, Sand­hausen) auch wütend. Dennoch überwiegt die Dankbarkeit, Teil und Mit­gestalter eines so groß­artigen Vereins gewesen sein zu dürfen. Auch in den schlimmsten Nieder­lagen haben wir immer alle zusammen­gehalten, uns gegen­seitig unter­stützt, aufge­baut und weiter­gemacht“, führt Walter aus: „Dafür möchte ich DANKE sagen, allen voran meinen Spielern und meinem gesamten Trainer-, Ärzte- und Therapeuten­team. Es war mir jeden Tag eine große Freude und Ehre mit Euch!“
Doch Walters Dank gilt auch den Vorständen der Hamburger und allen Mitarbeitern im Verein. „Jonas (Boldt, A. d. Red.) und Claus (Costa, A. d. Red.) – ihr wart mir immer ein großer Rückhalt. Philipp Langer, den ich bestimmt oft an den Rand der Ver­zweiflung getrie­ben habe, der mich mit großer Geduld (fast) zum Diplomaten ent­wickelt hat. Alle Mit­arbeiter der Geschäfts­stelle, allen voran Anja, Nadja und Jutta. DANKE Euch allen und jedem Einzelnen dieser fantastischen FANS, die mit uns GEMEIN­SAM durch Höhen und Tiefen gegangen sind und uns oft ein Stück ge­tragen haben“, so Walter: „IHR SEID 1. LIGA!“

Herr Walter , ihr Geldbeutel ist voller denn je , sie verschmerzen das ☝️

Kosinus
2 Monate zuvor

Stark Scholle, sehr 💪.
War mir felsenfest sicher, dass du uns heute noch beglückst. 😊

NeilAnblomee
2 Monate zuvor

Den Enthusiasmus über Baumgart teile ich nicht. In der ersten Hälfte der PK hat er nur Phrasen gedroschen und es wurde keinerlei Konzept, Strategie oder Methodik erkennbar. Die zweite Hälfte der PK wurde dann etwas besser, als es um seine Fanliebe zum Verein ging. Da schien dann durch, was er wohl wird liefern können, nämlich dass er unseren verhätschelten Siessies Beine macht, sie bestenfalls so antreibt, dass es mal wirklich begeisternden Fußball gibt (den gab’s nämlich bei Walter fast nie).

Das wird taktisch Karo einfach sein: Viererkette, sonst mal gucken, aber hoch pressen. Und selten zu Null. Da wurde mir doch etwas Angst und Bange.

Dennoch bin ich vorsichtig optimistisch, dass er mit seiner gradlinigen, auf dem Platz sicher etwas ruppigen Art für allerhand Antrieb und, hoffentlich, für die nötigen Punkte sorgen kann. Dompe und vanderBrempt werden sprachlich auf Distanz bleiben, kann ich mir vorstellen, aber alle anderen werden ihn hoffentlich gut verstehen, wenn er sie langmacht.

Drücken wir die Daumen.

BernadoRomeoMS
2 Monate zuvor

Moin Steffen, ich hab dich gewollt, so wie deine Mutter dich (hoffentlich) auch. Vollgas 1. LIGA !!!

Paulinho
2 Monate zuvor

Baumgart wird Erfolg haben, er muss es einfach. In den Spielen werde ich sehen, ob die Spieler ihm folgen. Eigentlich müssten sie froh sein, den Rucksack des minutenlangen Querschiebens und des Zurückspielens loszuwerden. Hat Baumgart tatsächlich erfolgreich, wird Boldts Einfluss schwinden.

Negan
2 Monate zuvor

Ich denke, es ist nicht angebracht, zum jetzigen Zeitpunkt zu frohlocken. Die Veränderungen/Anpassungen müssen greifen, das dauert. St. Baumgart hat ja formuliert, dass der Aufstieg das Ziel ist, er hat den Zeitpunkt aber offen gelassen 😉

Mal nicht zu euphorisch sein, unabhängig vom neuen Trainer kommt am nächsten Spieltag eine top eingestellte, eingespielte und selbstbewusste Mannschaft in den Volkspark, ein Team mit einem sehr guten Trainer sowie einen jetzt für mich schon besonderen Spieler Paul Wanner.

Micky
2 Monate zuvor

Hauptsache er merzt die Fehlerquote in der Defensive des HSV aus. Ehrlich, auch Walter schaffte es nicht, das gestolpere. Das herumgeirre hätte auch meine Grossmutter hinbekommen.

Willkommen Steffen !

Freut mich, Sie kennengelernt zu haben. Mal sehen wie lange…😄
Und mal sehen wie lange es dauert, bis die ganzen Schwätzer hier, das erste Haar in ihrer Suppe finden.
Mit Tim Walter waren wir ja letzte Saison schon fast in Liga I. Hätte Heidenheim nicht so lange durchgespielt und damit seine Chance genutzt.
Ob hier nun mehr „Gebrülle“ von der Trainerbank nutzt, sei mal dahingestellt. Power haben unsere Jungs schon immer genug gehabt. Das soll nun noch mehr gehen ?

Und sollten wir tatsächlich mal in Liga I landen, ist die Frage, mit welchen Spielern es dann möglich ist, die Klasse zu halten. Gibt’s dann wieder das Baumgartliche Gezeter wie in Köln?

Lass dich überraschen: Nur der HSV !

Folker Mannfrahs
2 Monate zuvor

Glück gehabt!
Bayern sucht einen neuen Trainer 😃

Rotkaeppchen1966
2 Monate zuvor

Wenn es mit Baumgart nicht klappt, können wir es nächste Saison mit Tuchel versuchen. Vertrag bei Bayern wird zum Saisonende aufgelöst.

Aradia
2 Monate zuvor

👩Moin…..

Mein……Wunschtrainer war ja Magath.
Weil er es ja wirklich kann, dass Verändern bis es läuft.
Nun geht er vielleicht nach Bayern.😇

Baumgart, …so lese ich es hier, soll ja ähnlich Fussball
spielen lassen wie Walter, vorne stürmen und hinten hilft
die heilige Maria.
Wobei ich mehr in der Abwehr auf Sicherheit gehofft habe.

Bin auch gespannt, was mit Jatta passiert.
Er hat ja gerade erst verlängert.
Wird er auch bei Baumgart spielen?
Ich denke ja.

Es wird interessant.
Jeder wird sich anstrengen beim neuen Trainer.
Viel Glück.

Micky
2 Monate zuvor

Ich kann es mir ja nicht verkneifen:

Also wenn ich mir so das Foto da oben (und nicht nur das) so ansehe, habe ich manchmal den Eindruck,
wir hätten hier den Anführer der Schlümpfe dazu bekommen.
Papa Schlumpf sozusagen. 😂
Und am Wochenende geht’s gegen Gargamels Truppe.
Meistens gewinnen die Schlümpfe.
Das stimmt mich zuversichtlich.

Nur der HSV ! Das „S“ steht jetzt für Schlumpf.

NeilAnblomee
2 Monate zuvor

Nur mal zum Vergleich Klopps erste Pressekonferenz in Liverpool:

https://www.youtube.com/watch?v=Az3ATsjCHpY

So macht man das . . .

Sprockhöveler HSV
2 Monate zuvor

der freie Verkauf der Fortuna Tickets läuft (Spiel am 08.03.)

Folker Mannfrahs
2 Monate zuvor

Fanproteste erfolgreich

Polkateddy
2 Monate zuvor

Ultras-Investoreneinstieg 1:0