Länderspielpausen sind langweilig. Fast immer…

by | 07.09.23 | 73 comments

Länderspielpausen sind beim HSV in aller Regel recht ereignislos. Meistens gibt es ein relativ belangloses Testspiel, wie das gestrige gegen den FC Volendam (1:2), dessen interessanteste Stelle tatsächlich der Wutausbruch von Tim Walter war. Und meistens tauchen in diesen Länderspielpausen auch irgendwelche Themen rund um die Vereinspolitik auf – so auch diesmal. Diesmal wieder in Persona Klaus Michael Kühne, der dem Abendblatt ein Interview gab. Und ehrlich gesagt langweilt es mich zunehmend, immer dieselben Themen zu haben.

Und auch diesmal sagt Kühne in dem Interview das, was er schon bei seinem Amtsantritt als Geldgeber des HSV getan hatte: Er wünsche sich mehr Geldgeber wie sich selbst für den HSV. „Ich will nicht immer Alleinunterhalter sein, mir ist es sympathisch, wenn ich keine größeren Anteile als andere habe. Vielleicht findet sich noch ein dritter oder vierter Großaktionär. Alle schwärmen vom HSV, aber keiner macht die Taschen auf.“ Dass HSV-Hauptsponsor HanseMerkur die Anteile des umstrittenen früheren Finanzvorstandes Thomas Wüstefeld übernehmen will, begrüßte Kühne daher – obgleich er dessen Vorstand zuletzt als Aufsichtsrat abgelehnt hatte.

Aber mit Logik ist in diesem Thema schon lange nichts mehr zu gewinnen. Und wer weiß, vielleicht hat ja auch Kühne die Schritte nach vorn gemacht, die er der HSV-Führung nachsagt: „Die augenblickliche Situation erscheint sehr positiv, nicht nur in sportlicher Hinsicht», sagt der 86-Jährige, um aber völlig berechtigt zu mahnen: „Sportlich sollten wir dem Frieden noch nicht trauen, wir haben oft erlebt, dass die Mannschaft in der Rückrunde eingebrochen ist. Hoffen wir, dass das dieses Mal nicht der Fall sein wird.“ Aber so kritisch er sich in der Vergangenheit über den HSV zu Wort gemeldet, hatte, so optimistisch wirkt er diesmal. Und er bleibt sehr klar dabei, dass er den HSV nach seinen Vorstellungen aufstellen will.

„Natürlich habe ich meine Vorstellungen, wie die Dinge beim HSV laufen sollten, in Bezug auf die Strukturen und die Personen.“ Und da habe sich nun sehr vieles sehr schnell verbessert, so der Multimilliardär. Insgesamt sei die augenblickliche Konstellation günstig, weil Frieden herrsche und der Vorstand mit Jonas Boldt (Sport) und Eric Huwer (Finanzen) gut besetzt sei.

So weit, so gut also. Zumindest herrscht in dieser Länderspielpause vereinspolitisch Ruhe. Sportlich tut der HSV alles dafür, um diese Ruhe beizubehalten. Und einer, der für diese Ruhe maßgeblich ist, weil er für die Mannschaftskonstellation verantwortlich ist, ist Claus Costa. Umso spannender fand ich, was der Kaderplaner und Chefscout Claus Costa heute meinem Kollegen Philip Marquardt von „Transfermarkt.de“ in den Block diktierte. Anbei das Gespräch:  

Claus Costa über …

… die Ruhe am Deadline Day:

„Ich glaube, dass die meisten Vereine versuchen, ihre Hausaufgaben frühzeitig zu erledigen. Doch der Markt reguliert das Geschehen und es ist oft nicht möglich, sehr früh fertig zu sein, wenn man teilweise auch unverschuldet auf Entwicklungen reagieren muss, zum Beispiel wegen Verletzungen oder Spielverkäufen. Wahrscheinlich regelt niemand etwas gerne auf den letzten Drücker. Auch bei uns ist das eher die Ausnahme. Wir haben versucht, vorzuarbeiten. Die Scoutingabteilung rund um unseren Chefscout Sebastian Dirscherl hat in den letzten Monaten frühzeitig sehr gute Arbeit geleistet und versucht, in jedem Regal Spieler für uns ausfindig zu machen, die im Sommer relevant sein könnten. Als wir wussten, in welcher Liga wir an den Start gehen, war es an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Es ist uns recht schnell gelungen, relativ viele unserer Vorstellungen umzusetzen.“

… die Abkehr von für Zweitliga-Verhältnisse hohen Ablösesummen:

„Die Zahlen muss man immer im Kontext sehen. Wir versuchen, sehr hanseatisch und strategisch Entscheidungen zu treffen. Es geht nicht bewusst darum, viel Geld auszugeben. Das war und ist nicht das Ansinnen des Vereins. Wir wollen bei Transfers aus Überzeugung handeln – mit Überzeugung in die Qualität oder mit Fantasie für das Potential des Spielers. Im Idealfall wird beides miteinander kombiniert. Solche Spieler sind aber die Begehrtesten auf dem Markt. Das bedeutet für uns: Wir wollen mit unserem Geld sehr gewissenhaft und sparsam umgehen und trotzdem die bestmögliche Entscheidung für den Verein treffen.“

… relevante Märkte für den HSV:

„Wir fokussieren uns auf die gängigen Kernmärkte rund um Deutschland. Das ist logisch – und werden nicht nur wir als Verein so machen. In diesen Märkten versuchen wir stark zu sein. (…) Wenn man unseren Kader durchgeht, haben wir allerdings Spieler aus sehr vielen verschiedenen Nationen, die in den letzten drei, vier Jahren zu uns gewechselt sind. Wir haben keine klare Präferenz. Natürlich ist es gut für uns, wenn die Spieler sprachlich relativ nah bei uns sind. Nichtsdestotrotz geht es am Ende um die Qualität und den Charakter des Spielers. Eine erfolgreiche Integration ist dann relativ schnell möglich. (…) Spieler, die dir sofort Erfolg garantieren und gleichzeitig noch wachsen können, sind wie gesagt am begehrtesten. Wir müssen also schauen, in welchem Markt wir fündig werden können. Dieser Verein bietet aber auch etwas mit seinen Fans (…). Ich merke, dass die Spieler heiß darauf sind und ein großes Interesse daran haben, zum HSV zu kommen, obwohl der Klub nur in der 2. Bundesliga spielt.“

… die Verpflichtungen der Leihspieler Ignace Van der Brempt und Dennis Hadzikadunic:

„Wir bedienen uns grundsätzlich einer gewissen Scouting-Historie. Wenn wir Bedarf haben, reagieren wir nicht kurzfristig. Wir versuchen, uns auf Strecke Kenntnisse über einen Spieler zu erarbeiten, sodass wir genau wissen, was er kann und was er nicht kann. Und dann geht es am Ende um die Frage der Umsetzbarkeit. Dafür sind wir relativ früh mit den Beratern im Austausch. Die Frage ist also gar nicht, wie kompliziert ein Transfer ist, sondern: Wann geht eine Tür auf? Bei Ignace Van der Brempt waren wir schon relativ lange, zu seiner Jugendzeit, mit den Beratern in Kontakt. Der Spieler ist dann nach Salzburg gewechselt, das war eine ganz andere Sphäre. Dass die Tür später noch einmal aufgehen würde, war nicht absehbar. Wir profitierten jetzt davon, dass wir den Spieler lange kennen. Bei Dennis Hadzikadunic war es so, dass er nach seinen Stationen in den ersten Ligen in Russland, Schweden und Spanien sicherlich auch andere Möglichkeiten gehabt hätte. Wir haben im Team gute Arbeit geleistet, damit Dennis sich mit Haut und Haaren zum HSV bekannt hat.“

… Trainer Tim Walter nach dem denkbar knapp verpassten Aufstieg:

„Er war wirklich brutal enttäuscht, weil er ein Mensch ist, der immer positiv denkt, extrem optimistisch und zuversichtlich ist und das auch ausstrahlt. Für ihn ist verlieren eigentlich keine Option. Und dementsprechend hat ihn die Relegationsniederlage in Stuttgart extrem enttäuscht und ihm extrem zugesetzt – wie uns allen. Wir wurden für eine gute Saison nicht belohnt, das tut uns weh. Dennoch habe ich Tim sehr schnell wieder kämpferisch und mit vollem Enthusiasmus erlebt, ich habe viele Gespräche mit ihm geführt, in denen völlig klar war, dass wir einen neuen Anlauf nehmen werden. (…) Da ist zum einen die Verantwortung für den Klub und in unseren Rollen. Und andererseits muss man die Fans und das Umfeld des Vereins erwähnen. Wer mit in Sandhausen war, hat alle Emotionen innerhalb kürzester Zeit erlebt. Das lässt einen nicht kalt. (…) Die positive Resonanz nach dem verlorenen Rückspiel zuhause war beeindruckend, es gab keinen einzigen Pfiff. Die Fans standen hinter uns. Wir haben gemerkt, dass die Menschen den HSV lieben und was er ihnen bedeutet. Es ist ein Privileg und eine Ehre, für den Verein arbeiten zu dürfen. Und es waren direkt genügend Themen auf dem Transfermarkt zu erledigen, sodass kein einziger Tag Zeit war, zurückzuschauen.“

In diesem Sinne, Euch allen einen schönen Abend! Morgen werde ich einen Blog online stellen, in dem Ihr alle (dann auch Du, Jörg!) Eure Fragen an mich stellen könnt, die ich online und teilweise im Video beantworten werde. Eine Art „Communitytalk hybrid“. Freu mich drauf!

Scholle 

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Darmzotte
5 Monate zuvor

Glückwunsch an die deutsche Basketball Nationalmannschaft für ein Einzug ins WM Finale.

HSV-Bezug? Nicht vorhanden, da es sich um erfolgreichen, professionellen Sport handelt. Schwerstalkoholiker sind auch nicht im Publikum.

alwaysHSV
5 Monate zuvor

Soviel zu den Behauptungen hier die Transfers von Hadzikadunic unf van der Brempt wären Transfer-Schnellschüsse, völlig unvorbereitet und keine Scouting Arbeit.
Offensichtlich ist das Gegenteil der Fall gewesen.

Polkateddy
5 Monate zuvor

Den Ländern ihr Wettkampf, den Funktionären ihr Gewinn.
Länderspielkulisse- kennt jemand den Begriff noch? Er stammt aus einer Zeit, als die Nationalmannschaft noch der Deutschen liebstes Kind war. Gelegentlich war man etwas enttäuscht, bisweilen gar böse(Heimniederlage gegen die DDR, ernsthaft?), aber grundsätzlich hat man Deutschland geguckt, ganz klar. Tat man das übrigens nicht, dann hatte man am Folgetag auf dem Schulhof, oder bei der Arbeit Sendepause und die Schnauze zu halten, wenn die Erwachsenen sich über das Spiel unterhalten haben. Sätze wie „wen interessiert es schon, wenn 11 Bekloppte hinter einem Ball herlaufen“, waren die sichere Eintrittskarte in die Schul- oder Betriebsmülltonne(ja, die echte). Nur die wenigsten hatten demzufolge den Schneid, sich wirklich negativ zu äußern. Länderspiele waren wichtig und gehörten zur Kultur und hatten was mit Identifikation zu tun. Breitner, Rummenigge, Kaltz oder Littbarski. Die wollte man sein, wenn die Mannschaften auf dem Schulhof gebildet wurden. Man fand tatsächlich die eigenen Spieler aus der eigenen Liga am spannendsten. Ok, Ausnahme Maradona, der war von einem anderen Planeten, zugegeben. Und wie geil war es erst, wenn die eigentlichen Kontrahenten der Bundesliga zusammen gegen Italien, Frankreich oder Argentinien spielten? Das waren Feste, da war kein Mensch auf der Straße. Selbst als der größte Blindgänger aller Zeiten, Jupp Derwall, sowas Ähnliches wie einen Bundestrainer spielen durfte, haben wir zugesehen. Es war demzufolge auch nicht schön, dass die Bundesliga unterbrochen wurde, aber es war irgendwie trotzdem Fußball im Fernsehen. Das war besser als Nichts.
Es gibt sicherlich 100 Gründe, warum der Reiz des Länderwettkampfs abgeflaut ist und die Nationalmannschaft wenig Interesse findet. Wäre dies eine allgemeine Feststellung, könnte der TV Markt schnell reagieren und es hätte sich erledigt. Aber offenbar ist Deutschland eines der wenigen Länder, die mit ihrer Truppe nichts anfangen können.

Pro Länderspiele ausschließlich in Sommer- und Winterpause!

Jörg Brettschneider
5 Monate zuvor

Meine Frage für den Community Talk hab ich ja schon gestellt, Scholle. Unter dem vorherigen Blog.

Kühne ist und bleibt eine Jahrhundertchance für den HSV. Da bleibe ich bei. Bei einem Bundesliga-Aufstieg kann er eine große finanzielle Stütze werden. So könnte man den Abstand ggü. Augsburg Mainz 05 oder auch dem SC Freiburg deutlich und schneller verringern. Das würde der sportlichen Perspektive mehr als nur zugute kommen.

Von den Beteiligten muss der gemeine HSV-Fan erwarten dürfen, dass eine vernünftige Basis der Zusammenarbeit mit Kühne gefunden wird.

Andere Clubs wären froh, einen so finanzkräftigen Fan zu haben. Der HSV braucht keinen Scheich. Er muss nur eben nur eine Ebene mit Kühne, dem norddeutschen Scheich, finden. Hoeneß hätte das längst geschafft.

Man sollte nicht jedes Kühne-Wort auf die Goldwaage legen.

Ich bleibe dabei:
Wenn man es endlich mal vernünftig angehen würde, könnte der HSV von Kühne in finanzieller Hinsicht noch deutlich mehr profitieren als bisher.

Bastrup
5 Monate zuvor

„(…) Ich merke, dass die Spieler heiß darauf sind und ein großes Interesse daran haben, zum HSV zu kommen, obwohl der Klub nur in der 2. Bundesliga spielt. (…)“

Das ist es. Der gesündeste Weg nach oben geht über organisches Wachstum in kleinen Schritten. Die Basis ist eine positive Arbeitsatmosphäre.

Im Rückblick auf die letzten beiden Jahre kann man sicher vieles an der Arbeit unserer Führungskräfte kritisieren. Das wichtigste jedoch: es entwickelt sich was! 👍

Norbert Schröder
5 Monate zuvor

Scholle, ich möchte ihren Blog ergänzen,
Im HA Interview sagte Hr. Kühne u a. auch „… Wir hatten die Probleme mit Marcell Jansen, der die Veränderungen nicht gutheißen wollte….“

Dieser Punkt war wohl nicht oportun.

Jansen bedeutet Stillstand.

Das Deutschland, das Hamburg, der HSV
immer wieder Probleme mit Kühne haben ist für mich unverständlich, weltfremd, naiv und wenig strategisch

Leistungsträger haben es in Deutschland schwer.
Mißtrauen, Missgunst werden gesäht, Investments ala Philharmonie, Oper, HSV, Hafen werden kontinuierlich torpediert,
Man könnte den Kritikern zurufen, besser machen…

Der gierige Kühne will nur Macht, Geld und sein Andenken pflegen.

Das Problem mit Kühne ist nicht Kühne sondern der schwache und inkompetente Gegenpart beim HSV als auch in Hamburg.

Ein Blogteilnehmer schreibt, Arm & Sexy wäre für ihn eine alternative Lösung.
Jedem das seine, 2te Bundesliga läßt grüßen. Mein Anspruch sieht anders aus, auch der von Pauli, übrigens.

Meaty
5 Monate zuvor

Es scheint so, als ob einige Medien den Unternehmer K-M Kühne so sehr schätzen … oder hoffen die bei der Interviewanfrage nur darauf, dass der gute Herr Kühne im Gespräch wieder einen gegen seinen „Lieblingsverein“ raushaut?
Und dann erzählt der gute Mann den Herren Medienfuzzies im Gespräch genau den gleichen Sch… wie immer ..!
Irgendwie war die Sportabteilung des HH Abendblatts auch mal kreativer …oder sitzen da auch nur noch Totenkopf-T-Shirt-Antifa-Hipster?

abraeumer
5 Monate zuvor

„Bei van der Brempt waren wir schon relativ lange, zu seiner Jugendzeit, mit den Beratern in Kontakt.“

Costa hat am 21.08.2019 beim HSV begonnen. Van der Brempt ist am 01.07.2019 von der Brügge-Jugend in den Herrenfussball gewechselt.

abraeumer
5 Monate zuvor

Costa: „Wir haben keine klare Präferenz.“

Stimmt.

Bubu
5 Monate zuvor

Good morning @ all.

Die Sonne lacht über der schönsten Stadt Deutschlands, ein sonniges Sommerwochenende steht vor den Toren Hamburgs. 😉

Der HSV und diese verflixten Länderspielpausen, ein Kapitel für sich.
Das dann medial in anderen „Kischten“ gekruscht wird – irgendwas muss ja ans Licht – nichts Neues.

Schön dann mal wieder ein paar Worte vom machthungrigen Rentner zu lesen, der den Verein ja nun schon gefühlt seit 10 Jahren übernimmt. Warum eigentlich nicht endlich ganz und gar? 😉

„Sportlich sollten wir dem Frieden noch nicht trauen, wir haben oft erlebt, dass die Mannschaft in der Rückrunde eingebrochen ist. Hoffen wir, dass das dieses Mal nicht der Fall sein wird.“

Danke, diese Worte bringen es auf den Punkt!

Auch das Interview mit Kaderplaner und Chef (hinter Boldt) – Scout Costa….nun ja. Beim HSV ist man eben immer frühzeitig (erster Lacher) und auf Alles vorbereitet. Riiichhhtiigg!

Und überhaupt….man plant und scoutet immer und überall, und eigentlich ist alles nur noch traumhaft schön. Die eingetüteten Transfers und Leihen scheinen diese Mal ja ja richtig dolle zu sitzen – auch ein Aspekt der neuen Balance?

In den letzten Jahren war es ja nicht ganz so berauschend, aber da suchte man ja noch so die Ausgewogenheit, auf transfermarkt und so….

Egal, es ist eben wie´s ist! Das Gras ist grün, der Himmel blau und das Wasser eben nass. 😉

Über Allem lacht die Sonne…. Gähn!

Euch allen ein schönes, entspanntes Wochenende!

HSV…isch fühl für Disch!! 🙂

 

Last edited 5 Monate zuvor by Bubu
NDHSV!
5 Monate zuvor

Erster
NDHSV

Buffy
5 Monate zuvor

Klaus-Michael Kühne. Er macht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Und wie seiner Frau die Welt gefällt, natürlich.
Gottgleich verteilt er seinen Geld-Segen. Er meint es nicht böse. Er will doch nur spielen. Mich nervt der Typ allerdings nur noch. Lieber arm und sexy, als Klaus-Michael-Kühne.

Kosinus
5 Monate zuvor

Ich möchte Costas Worte ergänzen.

Es ist ebenso ein Privileg und eine Ehre, Fan von diesem mega Verein zu sein.😊

Meaty
5 Monate zuvor

Sind die Auswärts-Tickets für das morgige Damen Derby im DFB Pokal am Millerntor schon ausverkauft!?

Last edited 5 Monate zuvor by Meaty
Aradia
5 Monate zuvor

👩Guten Morgen, liebe HSV Fan’s,

zuerst einmal, ich finde unseren Michi Kühne gut.
Gut für unsere Stadt, weil er nur gutes fördert.
Die anderen Milliardäre kaufen sich lieber Riesenjachten,
um zu protzen oder fliegen wer sich traut, in die
unendliche Weiten unseres Heimatplaneten.🚀
Wer davon ist Fan vom HSV……………Niemand!
Die heilige Maria wird ihm, unseren Michi dafür belohnen.

Die Wutausbrüche unseres Trainers zeigen,
dass er sich nicht beherrschen kann.
Es gibt nun mal Regeln die auch ein
Gott Walter einhalten muss.
Kein gutes Vorbild.👩‍🎓

Es ist ein Zeichen der Zeit, dass ständig neue
Regeln eingeführt werden.
Man will damit zeigen, dass die dafür Zuständigen,
arbeiten. Alles muss erneuert werden und
kostet unser Geld.
Für mich sind das Zusatzsteuern, da sie unnötig sind
und erzwungen werden.(Führerschein, Ausweis usw.)

Die Krönung:
Es wird nachgedacht bei Kindern das Tore zählen
ab zu schaffen, wegen des Drucks.
Fussball ohne Tore?
Die Nullahnung springt von der N.Mannschaft auf
die Führungsetagen über.
Ja , wer ist da nun Sportdirektor? 😁 Nur d. HSV.

Im Hafen wird gefeiert.
Die Feierbiester brauchen Geld.
Riesenrad steht schon.
Es sollen grosse Pötte kommen.
Ich sehe keine!

Hoffentlich gewinnen unsere Frauen gegen
Pauli.
Wird schwer, bei der Hitze.
Ich drücke die Daumen.🍀

Ach so Basketball find ich doof.

Kosinus
5 Monate zuvor

Unfassbar, was ein bekloppte und verblendete Sichtweise:

„In der Nacht des 7. September haben wir in Hamburg Verkehrsadern der kapitalistischen Infrastruktur sabotiert. Wir wählten dafür mehrere neuralgische Punkte des Güterverkehrs und haben uns in diesem Fall dazu entschieden uns auf Streckenabschnitte zu beschränken, die nicht für den Personenverkehr genutzt werden. Einige Liter Benzin in den Kabelschächten an den Schienen sollten zu möglichst langfristigen Ausfällen oder Einschränkungen beim Transport von zum Beispiel im Zuge neokolonialer Ausbeutung und erdzerstörendem Extraktivismus beschafften Rohstoffen führen. In Hamburg werden jährlich Millionen von Tonnen Waren und Rohstoffe umgeschlagen, die den Reichtum der Ausbeuter_innen des globalen Nordens zuungunsten des sogenannten globalen Südens mehren. Wir wollten hiermit eine reale Delle in diese Maschinerie setzen. Gleichzeitig zeigen wir so unsere Solidarität mit den von der industriellen Zerstörung betroffenen Gemeinschaften weltweit und denen, die für den Kampf gegen Kapitalismus und Staat hinter Gittern sitzen. Wir schließen uns außerdem dem sich ausweitenden Kampf gegen das Infrastrukturprojekt ‘Tren Maya’ in Mexiko mit Beteiligung deutscher Unternehmen wie der Deutschen Bahn an, deren Infrastruktur wir als geeignetes Angriffsziel sehen um auch hier unserer Solidarität zu zeigen.
Sabotiert wurden die Hafenbahn im Hamburger Süden, die Schienen des DUSS-Terminals in Billwerder und die nördliche Güterumgehungsbahn. All diese stellen kritische Infrastruktur für den Umschlag von Schiff zu Schiene, Schiene zu Straße und die Weiterverteilung von Rohstoffen und Waren ins Aus- bzw. Hinterland dar.

Die Hafenbahn der Hamburg Port Authority (HPA) stellt für verschiedene Bereiche des Hamburger Hafens die einzige Anbindung an das Schienennetz dar. Hier lässt sich zum Beispiel die Anbindung des Sandauhafens und dem anliegenden Hansaport Terminal hervorheben. An dem, für Schüttgüter konzipierten, Terminal werden jährlich mehrere Millionen Tonnen Kohle und Eisenerz umgeschlagen für den Weitertransport an verschiedene Kohlekraftwerke oder Stahlwerke wie zum Beispiel die der Salzgitter AG. 70% dieses Weitertransports wird über das Schienennetz abgewickelt. Die Herstellung von Stahl ist bekanntlich immens klimaschädlich und die Beschaffung des Erzes mit neokolonialen Ausbeutungsverhältnissen verbunden. Genauso verhält es sich mit Kohle aus zum Beispiel Kolumbien oder dem, am Petroleumhafen importierten, Erdöl. Mit dem am Hamburger Hafen importierten fossilen Brennstoffen machen unter anderem die Energiekonzerne Milliardenumsätze und profitieren von Krisen und Umweltzerstörung.
Außerdem sind über die Hafenbahn das Containerterminal Burchardkai (CHB) – größtes Containerterminal der HHLA – oder das riesige Europort Terminal angebunden. Über die Hamburger Hafenbahn werden aktuell jährlich um die 50 Millionen Tonnen Güter transportiert. Darunter befinden sich selbstverständlich auch Teile für die Rüstungsindustrie und Atomtransporte. Normalerweise rollt hier Tag und Nacht alle 10 Minuten ein Zug mit ausbeuterischen Waren entlang. Der betroffene Abschnitt wurde letzten Sommer schon passenderweise im Rahmen eines Klimacamps für ein paar Stunden blockiert und teils geschottert.

Das Umschlagterminal der DUSS (Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene – Straße) der Deutschen Bahn ist Norddeutschlands größtes Umschlagterminal. Mehrere Hunderttausend Container oder andere Ladeeinheiten werden hier jedes Jahr von Zügen auf LKWs oder umgekehrt umgeladen. Strategisch günstig gelegen mit einer guten Anbindung sowohl an die Autobahn als auch die Hamburger Güterbahn stellt das Terminal eine wichtiges Glied in der Lieferkette unterschiedlichster Export- und Importgüter dar. Alle möglichen Waren werden hier für den Weitertransport in europäische oder asiatische Staaten verladen, darunter natürlich ebenfalls Teile für die Rüstungsindustrie, Autos oder Fast-Fashion Klamotten.

Zweck der Hamburger Güterumgehungsbahn ist es den Güterverkehr über die nördliche bzw. südliche Peripherie durch Hamburg zu leiten um weniger Interferenz mit dem Personenverkehr an der Verbindungsbahn auszulösen. Wir haben uns dazu entschieden hier anzugreifen, da es sich um ein Nadelöhr im Hamburger Schienengeflecht handelt.

Hamburg ist eine kapitalistische Metropole, in der viele Handelsketten zusammenlaufen. Wenn wir den Kapitalismus abschaffen wollen, wieso nicht hier, bei der Infrastruktur, die ihn trägt, ansetzen? Mit denkbar simplen Mitteln, die manchmal überraschend große Auswirkungen haben auf ein Netz das kaum überall zu schützen ist? Wir sehen die Sabotage als realen Angriff auf das ausbeuterische System, als Experiment aber auch als Vorschlag, die lokalen Kämpfe gegen Neokolonialismus und Klimazerstörung zu intensivieren.
Der globale Kapitalismus wird diesen Planeten weiter zerstören, ob nun mit fossilen Energieträgern oder der neuen „grünen“ Erdausbeutung. Er wird die Ungerechtigkeit seiner Reichtümer weiter mit Gewehren und Stacheldraht gegen die Ausgeschlossenen verteidigen. Als Revolutionär_innen sehen wir uns hier in der Verantwortung den Reichtum des globalen Nordens anzugreifen. Wir sollten das Fortlaufen der kapitalistischen Industrie in ihrem Herzen sabotieren wo es nur geht.

Fight the system of destruction!“

Vamodrive
5 Monate zuvor

Geiles Spiel der Damen:)