Der HSV steht vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern München vor einer angespannten sportlichen Situation. Erstmals seit mehr als acht Jahren gastiert der Rekordmeister wieder zu einem Bundesliga-Spiel im Volksparkstadion, doch die Vorbereitung darauf wird für die Mannen von und um Merlin Polzin herum von erheblichen personellen Problemen überschattet. Vor allem in der Offensive muss der HSV-Trainer so viele Ausfälle verkraften wie noch zu keinem Zeitpunkt in dieser Saison.
Auslöser der jüngsten Entwicklung ist die Suspendierung von Jean-Luc Dompé. Der Franzose war am vergangenen Sonntag im Rahmen einer Verkehrskontrolle alkoholisiert am Steuer angetroffen worden. Nach einer Blutprobe wurde sein Führerschein beschlagnahmt, zudem leitete die Polizei ein weiteres Verfahren ein, nachdem Dompé die Wache später mit einem E-Scooter verlassen hatte. Der HSV sprach von einem erheblichen Fehlverhalten und zog die Konsequenz, den 30-Jährigen bis auf Weiteres vom Trainings- und Spielbetrieb auszuschließen. „Das hilft uns gerade auch mit Blick auf die sportliche Situation nicht“, räumte Polzin ein, betonte jedoch zugleich, dass der Verein bei solchen Verstößen konsequent handeln müsse. „Keiner ist größer als der Verein.“
KOMMENTAR
Jetzt zeigt sich, ob der HSV vorbereitet ist
Der HSV steckt spätestens seit der Sufffahrt von Jean-Luc Dompé in einer selbstverschuldeten Zwickmühle. Die logische und alternativlose Suspendierung des Franzosen ist sportlich ein herber Einschnitt – und genau darin liegt das Dilemma. Denn jeder weiß: Die Qualitäten von Dompé kann im aktuellen Kader niemand auch nur annähernd auffangen. Kein anderer Spieler bringt diese Mischung aus Tempo, Unberechenbarkeit und Eins-gegen-eins-Gefahr über die Außenbahn mit. Wer ihn aus dem Spiel nimmt, nimmt dem HSV einen entscheidenden Teil seiner Offensiv-DNA.
Dass sich der HSV mit der Suspendierung sportlich massiv schwächt, ist die Konsequenz eines notwendigen Schrittes. Daran gibt es nichts zu deuteln. Werte, Regeln und Glaubwürdigkeit standen zu Recht über allem. Aber genau hier beginnt die kritische Betrachtung: Dass man auf eine solche Sufffahrt nicht vorbereitet war, mag noch erklärbar sein. Dass man jedoch die wiederkehrende Undiszipliniertheit des Spielers über einen langen Zeitraum hinweg hingenommen hat, hätte zumindest dazu führen müssen, ein solches Szenario mitzudenken.
Jetzt zeigt sich, wie gut der HSV wirklich vorbereitet ist.
Denn schon vor der Suspendierung Dompés war völlig klar: Der Kader ist auf den Außenbahnen zu dünn, zu verletzungsanfällig und zu einseitig aufgestellt. Dompé selbst war über weite Strecken dauerverletzt, immer wieder fraglich, nie wirklich planbar. Allein daraus hätte sich zwingend ergeben müssen, dass man für den Winter Qualität über die Flügel vorbereitet – nicht reaktiv, sondern strategisch. Stattdessen steht bislang lediglich ein Neuzugang zu Buche. Der allerdings ist im zentralen Mittelfeld vorgesehen, und dazu noch angeschlagen. Dementsprechend wird der dem HSV nicht sofort helfen können.
Der Transfer an sich mag sportlich auf Sicht sinnvoll sein, löst aber kein einziges der akuten Probleme. Weder auf den Außenbahnen noch im Zentrum der Offensive. Und genau das ist der Punkt: Der HSV sucht weiterhin Außenstürmer, weiterhin einen echten Knipser – und das nicht erst seit Dompés Sufffahrt. Das sind alte Baustellen, keine neuen. Und sie gefährden den Klassenerhalt fahrlässig.
Dass man Sportdirektor Claus Costa frühzeitig langfristig gebunden hat, wurde auch damit begründet, dass der Aufsichtsrat sich dessen Transferstrategie – insbesondere für den Winter – detailliert habe aufzeigen lassen wollen. Umso spannender wird jetzt die Frage: War das alles Teil eines belastbaren Plans oder lediglich eine theoretische Skizze?
Denn faktisch hat sich durch Dompés Suspendierung personell gar nicht so viel verändert. Die Schwachstellen waren vorher da, sie sind jetzt nur unübersehbar. Wenn es dem HSV in diesem Winter wieder einmal nicht gelingt, lang bekannte Lücken zu schließen – diesmal die Außenbahn, Durchschlagskraft, Abschlussqualität –, dann darf man das Ergebnis nicht schönreden.
Mit anderen Worten: Gelingt es dem HSV wieder nicht, diese lange schon bekannten Defizite rechtzeitig zu beheben, dann hat man in der sportlichen Leitung rund um Claus Costa seinen Job schlichtweg zum wiederholten Mal verfehlt. Nicht wegen Dompé. Sondern weil man längst hätte wissen müssen, dass offensiv Handlungsbedarf besteht. Und genau daran wird sich die sportliche Führung messen lassen müssen.
Sportlich trifft die Suspendierung den HSV zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Neben Dompé fehlen in der Offensive auch Yussuf Poulsen und Alexander Røssing-Lelesiit, die langfristig verletzt sind. Fabio Baldé und Damion Downs gelten als angeschlagen, Emir Sahiti steht vor einem möglichen Winterwechsel. Hinzu kommt, dass Robert Glatzel nach einer Erkrankung nur eingeschränkt einsatzfähig ist. Polzin sprach von einer ungewöhnlichen Häufung an Ausfällen: „Ich weiß nicht, ob es das in dieser Vielzahl in dieser Saison schon mal gab.“ Jammern wolle er dennoch nicht. Entscheidend sei es, Lösungen zu finden – gerade im Volkspark, wo „schon Dinge passiert sind, die woanders vielleicht nicht möglich sind“.
Polzin muss wieder Mängelverwaltung betreiben
Die personellen Engpässe zwingen den Trainer dazu, bei der Startelf kreativ zu werden. Besonders auf der linken Außenbahn ist die Situation angespannt. Bekanntermaßen. Und leider konnte die sportliche Leitung noch immer keine Verstärkung präsentieren. Und so bleibt es für Polzin eine Art Mängelverwaltung in der Offensive. Als Alternativen gelten unter anderem Rayan Philippe oder Bakery Jatta, der zuletzt jedoch auf der rechten Seite eingeplant war. Auch eine defensivere Lösung, etwa mit einem vorgezogenen Außenverteidiger wie William Mikelbrencis, ist denkbar, zumal gegen die Bayern ohnehin viel Defensivarbeit gefragt sein dürfte. Was ich von Mikelbrencis‘ Qualitäten, insbesondere defensiv, halte, ist hier aber hinlänglich bekannt.
Entlastung könnte perspektivisch der nächste Winterzugang bringen. Der dänische Offensivspieler Albert Grønbæk absolvierte seinen Medizincheck im Volkspark und soll zeitnah einen Vertrag beim HSV unterschreiben. Geplant ist eine Leihe bis zum Sommer vom französischen Erstligisten Stade Rennais mit Kaufoption. Polzin zeigte sich zuversichtlich, dass der Transfer zustande kommt, mahnte aber zur Geduld. Grønbæk war in dieser Saison an den CFC Genua ausgeliehen, kam dort jedoch nur zu vier Ligaeinsätzen und fiel zuletzt mit einer Muskelverletzung aus. Entsprechend dürfte er zunächst Zeit benötigen, um sportlich eine Rolle zu spielen.
Eine positive Nachricht gibt es aus der Defensive: Warmed Omari wird nach seiner schweren Sprunggelenksverletzung erstmals wieder im Kader stehen und könnte zunächst auf der Bank Platz nehmen. Darüber hinaus schließen die Verantwortlichen weitere Transfers nicht aus. Das Winterfenster ist noch bis Montag geöffnet, und Polzin bestätigte, dass der Verein im Offensivbereich „sehr wachsam“ sei und mehrere Gespräche führe.
Insgesamt zeigt sich der HSV wenige Tage vor dem Bayern-Spiel personell stark gefordert. Die Mischung aus Verletzungen, angeschlagenen Spielern und der Suspendierung Dompés hat die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft. Gleichzeitig unterstreichen die Aussagen des Trainers und die laufenden Transferaktivitäten, dass der Verein bemüht ist, kurzfristig handlungsfähig zu bleiben und die Situation zumindest abzufedern.
In diesem Sinne, Euch allen jetzt erst einmal einen schönen Donnerstagabend!
Scholle


Grønbaek ist in meinen Augen einmal mehr einer dieser sinnlosen Costa-Transfers: ein offenkundig gescheiterter, von Rennes verliehener Spieler, der selbst auf seiner Leihstation in Genua praktisch nicht zum Zuge kam und überdies offenbar verletzungsanfällig ist. Hinzu kommt, dass Grønbaek auch kein klares Profil hat, weder Stürmer noch Mittelfeldspieler, geschweige denn torgefährlich ist. Für einen Zweitligisten käme er vielleicht infrage, eine Verstärkung für einen abstiegsgefährdeten Erstligisten ist er mit Sicherheit nicht. Wahrscheinlich plant man beim HSV schon wieder für die zweite Liga …
Also ich weiß ja nicht von welchem „ungünstigen Zeitpunkt“ hier geschrieben wird. Gegen die Bayern kann man leicht sagen das der so genannte „Unterschiedsspieler“ draußen bleibt. Diesen nach zwei Toren und null Vorlagen überhaupt so zu nennen mutet schon lustig an. Und über eine Mängelverwaltung sollte man erst recht kein Wort verlieren. Seit wie vielen Jahren wird ein Rechtsverteidiger gesucht??? Und wenn man einen hat spielt Jatta. Und das man auf eine Verletzung mit einem verletzten Spieler reagiert ist so unfassbar dämlich das es schon wieder urkomisch ist. Da kann man nur den Kopf schütteln. Es lag nach einer ordentlichen Hinrunde alles auf dem Tisch und geholt wird ein Stürmer der es schafft das man RYK für brauchbar hält. Und immer dieses gebrabbel von Spielern die man sonst nicht bekommen würde. Als ob der HSV nur für kranke, Invalide und formlose Spieler ohne Spielpraxis interessant ist. Wie machen das andere Vereine bloß? Immer mehr zeigt sich das der letzte durchaus erfolgreiche Tag der Sommertransferzeit von jemandem abgewickelt wurde der jetzt nicht nehr da ist. Machen wir uns nix vor. Es werden in der Rückrunde keine weiteren Glückssiege dazukommen und von den fast schon Pflichtsiegen sind zwei Spiele schon verschenkt worden. Willkommen ZWEITE LIGA
Der HSV macht das, was er am besten kann: Er zerlegt sich selbst!!
Timo Werner geht in die USA, Bernd Hoffmann hätte ihn zum HSV geholt mit einem stark leistungsbezogenen Vertrag. Besser als unsere Sturmgurken ist der allemal. Aber leider verfügt das Millionenunternehmen HSV über keine Führung (und niemanden stört’s) …
Wer von Costa etwas erwartet, muß schon sehr verzweifelt sein. Er hat doch nun reichlich bewiesen, dass er es nicht kann. Es ist so unnötig und traurig. Mit drei vernünftigen Transfers auf den bekannten Positionen wäre ein Nichtabstieg sicher drinnen.
Vielleicht sollte der HSV regelmäßig durchgehende Alkoholtests bei seinen Spielern und Verantwortlichen durchführen.
Möglicherweise ist es gerade der Alkohol, der bei einigen für die Leistungsschwankungen im Wettbewerb verantwortlich ist. 😉
Insbesondere Costa sollte überprüft werden, bei manchen Spielern die er verpflichtet frage ich mich schon lange ob er besoffen ist!
Der HSV heute mit 123,4 km gegenüber 122,89 von Bayern. 14 : 13 Torschüsse, 55% gewonnene Zweikämpfe – zeigt, dass sie wirklich alles gegeben haben.
Schade dass Peter Ariel heute kein Internet hatte. Aber er kann seine – ich denke positive – 37 Kommentare ja nachtippen.
Das ist immer so lustig. Wenn es nicht läuft kotzt er im Sekundentakt. Wenn es überraschend gut läuft dann nimmt er sich Zeit und schreibt einen braven, biederen und leicht lobenden Kommentar.
Peter, ich sagte Dir es schon so oft. Dir fehlt die Balance.
Schade, dass Du so negativ geprägt bist.
Der HSV hat andere Probleme als einen versoffenen, rücksichtslosen Franzosen, der sowieso durch seine Achillessehne kaum einsetzbar ist.
Ich würde den Spieler fristlos entlassen und durch meine Anwälte prüfen lassen, ob ich hier wegen Schadensersatz, weil er eben die schnelle bzw. Heilung der Verletzung durch Alkoholkonsum quasi verhindert hat den Spieler belangen kann?
Wer es googeln möchte, der sucht unter Achillessehnenverletzung und die Auswirkungen von Alkohol auf diese!
Middelsbrough fragt wegen Königsdörffer an, wir lehnen ab. Natürlich, denn man hat ja keine Verbesserung geholt. Hätte man die, würden wir jetzt noch eine kleine Million einsammeln für einen Spieler der keine Rolle mehr spielt.
Haben wir aber nicht, und Königsdörffer ist immer noch Bestandteil der Startelf. Und so fügt sich alles zusammen: Aufstellung, Spielweise und Transfer, jedes Teilelement ist nie so gut wie es sein könnte (und müsste, zum Klassenerhalt). Traurig.
Das komplett Irre ist, dass sich der HSV mit der rechtlich fragwürdigen Suspendierung von Dompé auch noch auf nachgerade absurde Art und Weise selbst schwächt in einer Saisonphase, wo es um das nackte Überleben geht. Eine hohe Geldstrafe oder sonstige Sanktionierung wäre im Sinne des Klubs, seines Erfolges und seiner Millionen Fans das richtige Mittel gewesen. Aber mit so einem Schuss ins eigene Knie eiert der führungslose Klub (kein CEO + kein Sportvorstand) unweigerlich dem Abgrund entgegen.
Es mögen zwar interessante arbeitsrechtliche Aspekte sein, die hier z.T. in der causa Dompe ins Feld geführt werden, aber ich denke es vereinfacht darauf runter zu brechen „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“ lässt sich dieser Vorfall auch nicht. Zumal wir alle nicht wissen, welche Klauseln das Arbeitspapier des Franzosen enthält.
Wie schon geschrieben, gegen Bayern kann man, denke ich, aufgrund seiner mangelnden Defensivarbeit, auf ihn auch gut verzichten, im Laufe der Rückserie aber wohl auch noch brauchen.
Ich würde ihn für das Spiel jetzt und für das kommende in Heidenheim suspendieren, dann weiter für den HSV spielen lassen und den Vertrag zum Saisonende kündigen.
In Heidenheim lief Dompe, meine ich auf vor drei Jahren nach der „Raser-Story“. Das Spiel war von vornherein aufgeheizt, auch weil natürlich das Publikum Dompe, der eine ganz schwache Leistung bot, „auf dem Kieker hatte“.
Von daher muss man ihn dort, wo wir auch noch durch einen umstrittenen Elfer im Oktober im Pokal gewannen, nicht unbedingt bringen.
Danach, wie geschrieben, haben wir einfach dank der exzellenten Kaderpolitik von Herrn Costa zu wenige Alternativen.
Glaubt ihr, dass sie den Dänen spielfähig bekommen, so dass er dem HSV helfen kann? Das haben sie schon mit seinem Landsmann nicht geschafft.
Und -ehrlich- es ist doch leider abzusehen, dass es mit Downs auch nichts wird.
Die Londoner Jungs und Remberg werden es irgendwie richten.
Der HSV wirkt seit Jahren wie ein Restaurant, dessen Koch jeden Monat die Speisekarte wechselt und sich wundert, warum Stammgäste ausbleiben und die Küchenbrigade nie eingespielt ist. Was fehlt, ist kein weiterer „mutiger Impuls“, sondern ein Hausrezept: eine vereinsweite Spielidee, die vom Profi bis zur Jugend-Mannschaft identisch gedacht und trainiert wird. Und wenn man ehrlich ist, passt dafür (nicjt nur beim HSV) am plausibelsten ein klares 4-3-3: mit sauberem Positionsspiel, eindeutigen Rollen, wiederholbaren Abläufen, mutigem Aufbau, konsequentem Flügelspiel und sofortigem Nachsetzen nach Ballverlust.
Ein 4-3-3-System ist nicht nur „dauer-modern“, es ist vor allem standardisierbar. Genau das braucht unser Verein, der vom Nachwuchs leben will und der nicht jedes Jahr die halbe Mannschaft austauschen darf, weil das System wieder ein anderes ist.
Erstens: Rekrutierung. Wer ein 4-3-3 als Grundordnung lebt, kann deutlich präziser scouten und einkaufen. Dann sucht man nicht „gute Fußballer“, sondern Rollen: einen Sechser, der sich im Aufbau anbietet und unter Druck den Ball behauptet; Achter, die Wege machen und das Zentrum verbinden; Außenstürmer, die eins gegen eins können und trotzdem mitarbeiten; einen Neuner, der Bälle festmacht und Tiefenläufe anbietet; Außenverteidiger, die Breite geben, ohne ständig kopflos nach vorn zu rennen. Das ist messbar und planbar.
Zweitens: Nachwuchsdurchlässigkeit. Wenn U17 und U19 dieselben Prinzipien trainieren, sind Aufrücker keine Fremdkörper. Dann kennen sie die Abläufe: Sie wissen, weil sie’s gelernt haben, wann der Außenstürmer einrückt, wann der Außenverteidiger schiebt, wie der Sechser abkippt, wie die Restverteidigung steht. Der Sprung in den Profifußball bleibt groß, aber er wird nicht unüberwindbar groß, weil plötzlich eine völlig andere Spiel-Statik verlangt wird.
Drittens: Automatismen. Ein 4-3-3 bietet klare Dreiecke und Abstände. Das ist die Grundlage für Ballkontrolle, nicht Ballbesitz als Selbstzweck. Man sieht es überall, wo es gut gemacht wird: Der Ball läuft, weil die Passwege vorher trainiert sind, nicht weil jemand „Mut“ ruft.
Viertens: Identität. Der HSV redet gern von „Spielkultur“. Dann muss das auch nach Spielkultur aussehen: mit Breite, Tempo über außen, klarer Struktur im Zentrum und dem Willen, den Ball nicht beim ersten Kontakt wieder herzuschenken.
Fünftens: Spielkontrolle. In der BL behauptet man sich nicht nur mit Leidenschaft, sondern mit Wiederholbarkeit. Wer das Zentrum stabil besetzt und nach Ballverlust sofort nachsetzt, nimmt dem Gegner die Zufallsphasen, in denen Spiele kippen.
Die Dreier- bzw. Fünferkette ist sicherlich kein Hexenwerk. Aber sie ist eine Speziallösung, die Spezialisten erfordert. Und genau daran hapert es beim HSV in der aktuellen Konstellation. Der Knackpunkt sind die Flügelverteidiger. In der Theorie sind sie die Motoren: sie müssen die ganze Seite beackern, im Aufbau Breite geben, im letzten Drittel Flankenläufe anbieten und gleichzeitig in der Rückwärtsbewegung wie Außenverteidiger verteidigen. Das ist eine Rolle für Spieler mit Endlosmotor, gutem Eins-gegen-eins in beide Richtungen und taktischer Disziplin. Weder Muheim noch Gocho/Mikel/Jatta können das auf Erstliganiveau. Folge ist das klassische Problem: Entweder steht die Truppe tief und harmlos, oder sie steht hoch und ist hinten offen.
Zweiter Punkt: der zentrale Aufbau. Eine Dreierkette wirkt auf dem Papier aufbaustark, in der Praxis braucht sie mindestens einen Innenverteidiger, der unter Druck andribbeln und Pässe durchs Zentrum spielen kann. Okay, Vuskovic kann das. Aber er ist im Mai beim FCB. Und sie braucht davor eine abgestimmte „Sechserkette“ im Sinne von: mindestens ein Sechser, der sich konsequent anbietet, plus ein Achter, die Passlinien öffnen, statt sich zu verstecken. Sonst schiebt der Gegner einfach ins Zentrum, und am Ende kommt der lange Ball. Dann kann man die Dreierkette auch weglassen.
Dritter Punkt: Absicherung und Abstände. In der Fünferkette werden die Abstände schnell falsch: zu flach, zu breit, zu weit zwischen den Linien. Sobald ein Muheim oder ein Jattagochomikel zu hoch steht und der Ball verloren geht, muss die Restverteidigung automatisch greifen. Wenn man das so „überstürzt“ einführt wie Polzin, sieht man genau das, was man dann beim HSV zu oft passiert : hektische Rückwärtsläufe, offene Halbräume, unnötige Fouls (rote Karten), und am Ende ist die vermeintliche Stabilität weg.
Vierter Punkt: Personalbedarf. Eine funktionierende Dreierkette verlangt drei passende (!) Innenverteidiger, nicht nur drei Innenverteidiger. Dazu zwei schnelle, unermüdliche Flügelverteidiger und davor ein abgestimmtes Mittelfeld. Das ist im Kaderbau teuer und fragil. Fehlt nur ein Baustein, kippt das ganze Gebilde. Vor allem: Solche Spieler sind nicht im Kader!
Schaut man nüchtern auf typische HSV-Kaderlogik der vergangenen Jahre, wirkt ein 4-3-3 schlicht plausibler, weil es vorhandene Spielertypen besser nutzt.
Im 4-3-3 kann ein klassischer Flügelstürmer seine Stärken ausspielen: Breite halten, Tempo aufnehmen, Eins-gegen-eins suchen, diagonal in den Strafraum ziehen. In der Fünferkette wird derselbe Spielertyp oft zum Flügelverteidiger umetikettiert. Ein Dompé oder Philippe ist damit überfordert, es nutzt auch nicht ihre Stärke. Dann soll due plötzlich rückwärts verteidigen wie Außenverteidiger. Das endet häufig im Entweder-oder: Entweder Offensivpower oder defensive Stabilität, beides selten.
Ein pressingresistenter Sechser ist im 4-3-3 alles Gold der Inkas wert (erinnert sich noch jemand an die berühmte HSV- „Raute“ mit Wicky, Jarolim oder de Jong auf der 6?), weil er der Anker im Aufbau ist: kurz anbieten, drehen, verlagern, Tempo bestimmen, reinhauen. In der Dreierkette wird der Sechser oft isoliert, weil die Abstände nicht stimmen oder weil die Achter zu hoch kleben. Dann wird aus „Anker“ ein „Feuerlöscher“. Ja, wer ist überhaupt ein Sechser im derzeitigen Team?
Ein aufbauender Innenverteidiger wie Vuskovic passt in beide Systeme, aber im 4-3-3 reicht schon einer, der sauber eröffnet, während der Partner absichert. In der Dreierkette braucht man das mehrfach, sonst wird der Aufbau berechenbar und landet wieder bei langen Bällen. Torunarigha kann das nicht, vielleicht Omari. Wird man sehen.
Aber vor allem die Rolle „Rasender Schienenspieler mit Endlosmotor“ ist der Kasus knacktus. Solche Spieler wachsen nicht auf Bäumen. Ohne diese Rolle wird die Dreierkette zur Mogelpackung: Man steht nominell mit fünf hinten, verteidigt aber trotzdem die Flügel schlecht, weil die Wege nicht geschafft werden.
Polzin sagt sinngemäß: „Die Dreierkette ist stabiler.“ Klingt logisch, ist aber oft falsch. Stabilität kommt nicht aus der Zahl der Verteidiger, sondern aus den Abständen und dem Verhalten nach Ballverlust. Eine schlecht abgestimmte Fünferkette ist instabiler als ein gut trainiertes 4-3-3, weil sie das Zentrum preisgibt oder die Halbräume öffnet.
Polzin meint sinngemäß: „Mehr Absicherung, weniger Kontergefahr.“ Auch das stimmt nur, wenn die Flügelverteidiger die Rückwärtswege schaffen und das Mittelfeld die Konter sofort unterbindet. Wenn genau diese Voraussetzungen fehlen, kassiert man Konter nicht trotz, sondern wegen der Dreierkette: weil man die Außen hoch schiebt, den Ball verliert und dann die Räume hinter den Flügelverteidigern blank sind.
Polzin ist der Meinung: „Flexibilität ist gut, aber nur auf Grundlage von Stabilität.“ Aber wer keine klare Grundordnung trainiert, hat keine Flexibilität, sondern muss improvisieren. Ein 4-3-3 kann situativ zu 4-1-4-1, 4-2-3-1 oder im Aufbau zu einer Dreierstaffelung kippen, ohne die Identität zu verlieren. Das ist der Unterschied zwischen Anpassung und Aktionismus.
Ajax und Feyenoord zeigen seit Jahrzehnten, wie man „Foetball total“ nicht als Sonntagsrede, sondern als Handwerk (!) organisiert: eine klare Grundordnung ( 4-3-3), dazu feste Prinzipien, die in der Ausbildung täglich wiederholt werden, bis sie automatisch sitzen. Bei Ajax wird das in der Nachwuchsarbeit systematisch durchgezogen, bei Feyenoord ebenso; beide Vereine produzieren deshalb immer wieder Spieler, die sofort wissen, wie sie Räume besetzen, Passdreiecke bilden, nach Ballverlust nachsetzen und im Aufbau mutig bleiben, weil sie es seit der Jugend exakt so trainieren. Der entscheidende Punkt ist nicht, ob man „Ajax-Fußball“ kopiert, sondern dass man endlich verstanden hat: Spielidee ist keine Taktiktafel, sondern Vereinsinfrastruktur. Wer wie der HSV ständig das System wechselt bzw. die Systementscheidung dem gerade aktuellen Trainer überlässt , bekommt weder Automatismen noch Durchlässigkeit, sondern nur neue Laufwege, neue Missverständnisse und neue Ausreden. Ajax und Feyenoord sind für mich, einem alten Anhänger der holländischen Cruyff-Schule das Gegenmodell: erst das Prinzip, dann das Personal, dann due Variation; beim HSV ist es zu oft umgekehrt.
Der HSV braucht nicht mehr Systeme, sondern endlich ein System im Kopf. 4-3-3 als Hausrezept, nicht als Modetrend: sonst bleibt der Verein für immer eine Baustelle.
Ich sehe das ganz entspannt. So, wie sich Dompe bislang auf der „großen Bühne Bundesliga“ präsentiert hat, ist eine Suspendierung überhaupt kein Verlust. Im Gegenteil, jetzt hätte man endlich mal die Chance, das eh schon lahmende Flügelspiel einzudampfen und zu einem traditionellen 4-4-2 mit Raute zurückzukehren. Dann wäre auch die Frage nach den richtigen Positionen für Viera und Lokonga geklärt. Stellt ihnen Remberg und Elfadli an die Seite, Muheim, Vuskovic, Torunarigha und Capaldo als Viererkette dahinter, lasst neben Glatzel im Zentrum den Philippe als zweite Spitze herumwuseln – und Bayern erlebt ein zweites Augsburg ! Sollte eigentlich ein Scherz sein – aber wenn ich mir das jetzt auf den zweiten Blick noch mal genau anschaue … hm …
Moin. Schön wie Groenbaek hier schon verrissen wird, ehe er überhaupt eine Minute für den HSV gespielt hat. Einige haben immer noch nicht kapiert, dass der HSV Aufsteiger ist und nicht unbedingt erste Wahl. Es geht einzig und allein darum, die Klasse zu halten und sich in Zukunft wieder in der 1. Liga zu etablieren.
Oder guckt euch Mainz mit Urs Fischer an, der (neben Funkel) mein Favorit für die Polzin-Nachfolge gewesen wäre.
Hat denn Peter Ariel sich in Bruno Michele verwandelt 🥹der geht einen ja genauso auf den Sack 😡
Ich verfolge die Diskussion um Dompé und die Forderungen nach einer Suspendierung mit Sorge – vor allem aus arbeitsrechtlicher Sicht. Bei aller verständlichen emotionalen Empörung über die Details (1,4 Promille, E-Scooter nach der Polizeikontrolle) sollten wir die Fakten nüchtern betrachten, bevor wir Forderungen aufstellen, die dem Verein rechtlich auf die Füße fallen könnten.
Noch mal, worum es mir geht, nachdem „NeilAnblomee“ und „Andreas Jensen“ wichtige Anmerkungen dazu gemacht haben:
1. Das Trennungsprinzip zwischen Privatleben und Beruf
Im deutschen Arbeitsrecht gilt der Grundsatz, dass außerdienstliches Fehlverhalten den Arbeitgeber nichts angeht, solange es die geschuldete Arbeitsleistung nicht beeinträchtigt. Da Dompé für seine Tätigkeit als Fußballprofi keinen Führerschein benötigt, ist seine Arbeitsfähigkeit durch den Entzug der Fahrerlaubnis faktisch nicht eingeschränkt. Er schuldet dem HSV Tore und Flanken, keine Fahrtätigkeit.
2. § 1 Abs. 5 DFB-Mustervertrag (Gesunderhaltungspflicht)
Man kann wie „NeilAnblomee“ argumentieren, dass die Fahrt mit 1,4 Promille auf einem E-Scooter erstens bekloppt und zweitens eine fahrlässige Gefährdung der eigenen körperlichen Unversehrtheit darstellt. Aber: Rechtlich ist dies erst dann relevant, wenn tatsächlich eine Arbeitsunfähigkeit eintritt. Solange der Spieler am nächsten Trainingstag voll einsatzfähig ist, liegt meiner Überzeugung nach kein schwerwiegender Vertragsverstoß vor, der eine Suspendierung rechtfertigen würde. Ein „potenzielles Risiko“ reicht für eine Freistellung nicht aus.
3. Keine Sanktionierung durch den Arbeitgeber als „Ersatzrichter“
Die Justiz kümmert sich um Dompés Trunkenheitsfahrt und sein Verhalten gegenüber den Behörden. Der HSV ist keine moralische Instanz, die zusätzliche Berufsverbote aussprechen darf, wenn der betriebliche Zweck nicht gestört ist. Eine Suspendierung hat im Arbeitsrecht eine hohe Hürde (ultima ratio). Da kein Bezug zum Spielbetrieb besteht, würde jedes Arbeitsgericht eine solche Maßnahme sofort kassieren.
4. Das Risiko für den HSV
Eine unberechtigte Suspendierung würde Dompé einen Anspruch auf Beschäftigung geben, den er einklagen könnte. Zudem riskiert der HSV, den Marktwert des Spielers zu beschädigen und sich schadensersatzpflichtig zu machen.
Deshalb:
Man kann, ja man muss Dompés Verhalten als „unprofessionell“ oder „unreif“ bezeichnen und es intern durch eine empfindliche Geldstrafe (im Rahmen des Erlaubten) sanktionieren. Aber eine Suspendierung ist rechtlich eine Sackgasse ohne Erfolgsaussichten. Der HSV tut gut daran, hier rational zu handeln und den Spieler dort zu lassen, wo er dem Verein nützt: auf dem Platz.
Nur der HSV! 🔵⚪️⚫️
Kann nicht verstehen das andere Clubs Transfers durchführen und beim HSV ist Stillstand angesagt, aber bei den Tränen Costa und Co. verständlich
Möchte wissen warum der HSV einen Aufsichtsrat hat der nicht einschreitet, habe das Gefühl das die Mannschaft absteigen soll sonst würden solche Nieten rausgeschmissen
Huwer sagt im BILD Interview wir brauchen keinen Sportvorstand, wir sind mit Costa Top besetzt, das wäre eine Doppelbestzung!
Ohne Worte!!!……..
Großartig, wie Hoffenheim unter Christian Ilzer auftritt. Da sieht man, was mit einem guten, erfahrenen Trainer möglich sein kann.
So hat man mit dem Abstieg nichts zu tun. Vielleicht sind die Hater jetzt auch mal etwas demütiger…
.nun freu dich doch einfach mal….wenn du ein echter HSVer bist🙏😀😁👍🙋
Grønbaek erfährt viel Kritik hier im Forum. Ob die Kritik ihm gilt, oder Costa, ist schwierig herauszustellen. Aber ganz besonders irritierend ist die Tatsache, dass nur ein Blick auf diese Transferperiode mehr als ausreicht, um zu sehen wie gut es ist, dass wir Fans nichts zu sagen haben. Es muss doch irgendwann einmal ein (Lern-)Effekt eintreten, dass man sich die Spieler bei uns unter Wettbewerbsbedingungen, über einen längeren Zeitraum, ansieht, bevor man absurde Urteile fällt.
Bei Dompe bin ich wenig überrascht, dass in diversen Foren für eine geringe Strafe plädiert wird und ein Verbleib als alternativlos dargestellt wird. Selbstverständlich sind es oft die selben Personen, die sich so unglaublich stark für das Einhalten von Vereins-Werten und Normen, sowie ein gemäßigtes Wirken der Polizei einsetzen.
Passt also alles 😏
„Dompés Suspendierung verschärft die Personallage“. Nein, seine Achillessehne und der unprofessionelle Umgang damit, und das seit Saisonstart.
Mikelbrencis, Jatta, Königsdörffer – die Achse des Grauens !😂😂😂🤦♂️🤦♂️🤦♂️🤷♂️🤷♂️🤷♂️🙈🙈🙈🤠🤠🤠
Alle holen sich einen Runter und vergessen warum man diese Leistung nicht fortwährend abruft!
Kommt raus aus euren Löchern …….
Endlich mal ein toller fight , der sogar mit einem Sieg enden hätte können.. warum nicht so gegen Gladbach und Pauli? Vuscovic und Capaldo, Heuer Fernandez herausragend, aber selbst ein Milcebrencis oder Jatta sind nicht abgefallen. Leider hat auch dieses Spiel gezeigt, dass wir im Sturm unbedingt mehr Qualität brauchen.
Ich war und bin eh nie ein Freund von Dompe gewesen.
Defensiv hilft er wenig, macht immer den gleichen Move aber viel mehr sind es die Verfehlungen, die der kleine Giftzweg ständig hat.
Bushaltestelle kaputt fahren, Sufffahrt, Training zu spät kommen etc.
Und sein ständiges Grinsen 😠
Ansonsten hoffen wir mal am Samstagabend, dass Bayern ein Herz für unseren HSV hat und uns nicht zweistellig abschließt.
1.weil Kompany HSV er war
2.weil Heuing Son seinen Kumpel Kane anruft und ihm sagt: gegen meine Hamburger bitte galama
🤣🤣
Ich fände Paris Brunner interessant.
Habe ihn im Testspiel der U20 gegen Italien gesehen und fand ihn sensationell. Abschluss, Technik, Dribbling, Übersicht. Gilt als schwierig und sensibel, mehr Scheiße als Dompé kann er aber in 10 Jahren nicht fabrizieren.
Ausleihen mit KO.
Und ja! – Vincent Kompany, das war wirklich eine geile Zeit!
https://www.bild.de/sport/fussball/vincent-kompany-kehrt-zurueck-spektakulaeres-comeback-in-hamburg-697c79daa58e5b705ac2ca60
Der HSV holt einen Dänen der Zeit braucht … dazu mit durchwachsen Vita..
In 5 Wochen könnte die erste Liga bereits verspielt sein und keiner will es sehen oder wahrhaben.
„Kein anderer Spieler bringt diese Mischung aus Tempo, Unberechenbarkeit und Eins-gegen-eins-Gefahr über die Außenbahn mit. Wer ihn aus dem Spiel nimmt, nimmt dem HSV einen entscheidenden Teil seiner Offensiv-DNA.“
Dompé, 14 Spiele, 2 Tore, 0 Vorlagen.
Wieder Jatta einzusetzen ist Vereinsschädigend, von Polzin. Ich fasse es nicht.
So – nach dem überraschenden Mainzer Sieg steht der HSV schon vor dem Bayern Spiel auf dem Relegationsplatz.
Da ist ja noch genügend Zeit vor Anpfiff für Panik-Attacken und Trainer-Raus-Geschrei.
Gegen Bayern werden wir nicht hoch gewinnen.
Ab nächste Woche gilt es dann allerdings in der Tat für den HSV und auch seinem Trainer Polzin, die Auswärtsschwäche abzulegen und auch daheim mal wieder einen Sieg einzufahren.
Mainz hat mit dem Trainerwechsel wohl alles richtig gemacht. Hier gab es mit allerdings auch eine Menge Potenzial, was es es freizulegen gab. Das gibt es beim HSV eben nicht. Sicherlich, vielleicht würde ein Top-Trainer aus den Jungs noch ein wenig mehr herauskitzeln (insbesondere Mut auf des Gegners Platz), aber ich denke, die „crux“ beim HSV liegt eher in der kognitiven Dissonanz auf dem Platz:
Du hast die drei Londoner Jungs, Remberg, Capaldo und ja – auch einen Torwart, der durchaus solide hält (Rang 9 kicker Rangliste), aber dann folgen mit Abstrichen Muheim und Elfadli und der große Rest ist z.T. zu gut für die zweite Liga, aber für die erste reicht es auf Sicht nicht – und Dompe, der sich die Bundesliga scheinbar schön trinken will. Sorry, das ist jetzt hat und sicherlich für den Menschen Dompe wo möglich ein Problem, für den HSV ist sein Verhalten einfach nur Sch….e. Aber da muss man, denke ich nicht nur die Funktionsträger beim HSV in der Verantwortung sehen, sondern auch die Eigenverantwortung des Spielers als hochbezahltem Profi. Das Sturmproblem ist schon der Wahnsinn und jetzt kommt noch ein Spieler dazu, der in den letzten Jahren mehr verletzt war als dass er gekickt hat.
Na – wo lande ich wieder?
Wir brauchen verdammt nochmal einen neuen Sportvorstand und endlich einen VV. Ich habe den Eindruck, sie meinen sogar in der aktuellen Konstellation weiter machen zu können, wenn man sich das Huwer Interview zu Gemüte führt. Sie befördern Costa nach dem Peter-Prinzip weiter.
Der Club wird durch die Bundesligazugehörigkeit noch größer und sie lassen die wichtigsten Positionen unbesetzt bzw. besetzen sie mit Personen, die ihren Teil dazu beigetragen haben, warum wir 7 verdammte Jahre in der zweiten Lage ausharren mussten.
Ich für meinen Teil würde eher Herrn Papenfuß mal kräftig durchschütteln und Herrn Costa mal fragen, ob er größenwahnsinnig geworden ist.
Dem Vernehmen noch soll er unglaublich fleißig sein. Nach meinem Vernehmen nur am Telefon: Scouting lassen sie durch Wyscout erledigen, Costa ruft Dirscherl an u.s.w. Und so kommen dann Spieler zum HSV, die wo möglich vom Profil her passen, aber, ob sie die Persönlichkeit und vor allem die Physis und mentale Reife haben, um im Abstiegskampf zu bestehen, interessiert scheinbar nicht weiter.
Viel Spaß jetzt weiter beim fleißigen Trainer-Raus-Schreiben. Irgendein Troll hier wünschte sich sogar eine zweistellige Niederlage, damit sich was tut beim HSV. Na dann.
So langsam frage ich mich, wie man solch ein Verhalten wie von Merlin Polzin bezeichnen soll : Genialität ? Wahnsinn ? Arroganz ? Selbstüberschätzung ? Verblendung ? Micelbrencis, Jatta, Königsdörffer – ich kann in keinster Weise mehr nachvollziehen, was ihn zu einer solchen Aufstellung treibt, über die selbst die Bayern ungläubig staunen dürften. Sollte der HSV heute Abend nicht mit einem grusligen Torverhältnis auf dem Relegationsplatz stehen, werde ich nie wieder Kritik am Trainer äußern – wenn aber doch, dann ist das ein vereinsschädigendes, voraussehbares und deshalb fahrlässiges Verhalten, das nicht ohne Konsequenzen bleiben darf … Das müsste sogar ein Herr Scholz dann erkennen und offen benennen können …
Kicker : “ ….agilen Jatta ins Rennen“ ist also doch kein Fussballspiel sondern ein Rennen !!!!
Vuskovic – bester IV Europas!
Für die taktischen Fouls von Bayern-Spielern gab’s in der 1. Halbzeit übrigens kein Gelb. Nur mal so angemerkt.
Die heutige Leistung des HSV kann man mit der Leistung die seinerzeit in München gezeigt wurde wirklich nicht vergleichen. Eine deutliche Weiterentwicklung der Mannschaft. Ich hoffe, dass sie sich heute dafür belohnen. Ein Punkt gegen Bayern wäre Spitze.
Die Hater sind heute sehr zurückhaltend. Wartet ihr wirklich erst den Rückstand ab, bis ihr aus den Löchern kommt?
Nur 1 Punkt gegen diese Kirmestruppe. 😂
2:2, viel besser als erwartet, trotz Polzin, Respekt.
Ich glaube, vor Beginn dieser Saison hätte wohl keiner einen müden Cent darauf gewettet, dass der HSV im Heimspiel gegen die Bayern punkten könnte und auch heute hätte kaum jemand dies erwartet.
Ein wirklich sensationelles Ergebnis und ich hoffe, dass das jetzt die Initialzündung ist um weiter nach vorn zu kommen. Am besten mit einem Sieg nächste Woche Heidenheim, wobei sich keiner einbilden sollte, dass das ein einfacher Gang wird. Da ist der gleiche Wille, der gleiche Einsatz, die gleiche Laufbereitschaft gefragt wie heute.
Wo ist Persil?
Der HSV darf Dompé nicht suspendieren – und er hat auch kein Recht dazu!
Warum?
• Privatsache ist Privatsache: Das deutsche Arbeitsrecht ist hier eindeutig. Ein Fehlverhalten im privaten Straßenverkehr hat keinen direkten Bezug zur Arbeitsleistung auf dem Platz. Dompé wird nicht dafür bezahlt, Auto zu fahren, sondern um auf dem Flügel für Wirbel zu sorgen.
• Keine Funktionsrelevanz: Da er für seinen Beruf als Fußballprofi keinen Führerschein benötigt (er kann sich fahren lassen oder das Rad nehmen), ist seine Arbeitsfähigkeit Null eingeschränkt.
• Recht auf Beschäftigung: Ein Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch darauf, seine Arbeit auch tatsächlich auszuüben. Eine Suspendierung ohne massive Störung des Betriebsfriedens wäre schlicht rechtswidrig und würde vor jedem Arbeitsgericht einkassiert werden. Hinzu kommt, dass sich der Arbeitgeber bzw. der HSV mit seiner Freistellung in erheblichem Maße selbst schädigt und damit auch seine Gesellschafter und Sponsoren, da es auf seiner Position keinen adäquaten Ersatz gibt.
• Keine Doppelbestrafung: Die Justiz kümmert sich um das Vergehen im Verkehr. Der Arbeitgeber ist kein Sittenwächter, der zusätzliche Berufsverbote ausspricht, wenn der Job selbst nicht betroffen ist.
Fazit: Man kann Dompés Verhalten menschlich kritisieren, aber arbeitsrechtlich gibt es keine Grundlage für eine Suspendierung. Der HSV tut gut daran, die Kirche im Dorf zu lassen und sich nicht als moralische Instanz zu inszenieren. Das ist im Profigeschäft längst unglaubwürdig.
Hauptsache die Werbung funktioniert…der Rest ist nicht so wichtig!
Ich werde nie verstehen warum der HSV die Dinge immer besser darstellen muss als sie sind.
Die offizielle Version zu Dompe:
„Hierbei hat die Polizei bei der ATEMKONTROLLE Alkohol festgestellt“
NEIN !
Das ist maximal ein Teil der Wahrheit.
Mit Atemkontrolle alleine kann man schlecht die 1,46 Promille ermitteln.
Lieber HSV, macht Butter bei die Fische, alles andere ist der billige, nächste Versuch der Täuschung der Öffentlichkeit.
Viele Grüße aus dem südlichsten Südwestfalen.
Jetzt verhindert Polzin auch noch einen Transfer von König nach Middlesborough.
Normalerweise müßte man 3 Kerzen im Michel aufstellen.
Groenland verpflichtet, damit Poulsen in der Reha so nicht alleine ist.
Man fragt sich ja auch, warum Costa nicht auf Spieler kommt, die irgendwie
auf der Hand liegen würden
Lidberg, Selke, Timo Werner, Moukoko und Bilbija RA/LA
Dompé ->nicht rausschmeißen (können wir uns nicht leisten)
2 Spiele raus/Geldstrafe