HSV-Keeper Heuer Fernandes: „Diesen Spielstil wählen wir, davon sind wir überzeugt.“

von | 19.01.22 | 240 Kommentare

Auch am Tag danach muss ich zugeben, dass sich in mir ein Hauch von Optimismus breitmacht. Nicht allein, weil der HSV beim Erstligisten 1. FC Köln gewonnen hat. Die Nachwirkung der Sensation an sich ist für mich etwas, was schnell verflogen ist. Dafür sind die Tagesgeschäfte dann schlichtweg wieder zu fordernd und erdend, wenn man diese entstandene Euphorie nicht in weitere positive Ergebnisse ummünzen kann. Soll heißen: Wenn der HSV am Freitag gegen den FC St. Pauli wieder so auftritt wie letzten Freitag in Dresden, dann ist dieser Pokalsieg auch nur ein kleiner Ausriss nach oben. Nicht mehr.

Aber: Die Mannschaft hat mich gestern auf andere Art und Weise dazu veranlasst, an sie zu glauben. Zu sehen, wie ein Tim Walter am Rand abgeht, gefällt mir. Er fordert es immer wieder von seinen Spielern ein und nutzt dafür keine komplizierte, hochgestochene „Konzept-Trainer“-Sprache sondern einfaches Deutsch. Walter sagt geraderaus, was Phase ist. Vielleicht auch, weil er gar nicht anders kann – was ich in diesem Fall absolut als Vorteil empfinde. Walters einfache Art ist authentisch. Und das ist er auch am Rand. Mir zeigt so ein teilweise auch überzogen lauter Auftritt, dass der Coach so bei der Sache ist, wie er es von seinen Jungs verlangt. 

Walter macht es einfach – und das passt

Und so lässt er auch Fußball spielen. Das treibt mich immer wieder zur Weißglut, wenn ich sehe, wie sich die Mannschaft mit dem oft gezwungen wirkenden Kurzpassspiel in Schwierigkeiten bringt, klar! Dabei bleibe ich auch, denn ich bin überzeugt, dass der Walter-Fußball auch mit einer Modifizierung noch genauso spektakulär und trotzdem weniger riskant sein könnte. Aber: Die Mannschaft hat auch in Köln 30 Minuten Druckphase der Kölner (mit viel Glück!) heil überstanden und daraus dann aber wenigstens das Selbstvertrauen gezogen, dem Erstligisten über die restlichen 90 Minuten Paroli bieten zu können. Denn das haben sie getan.

Dieser HSV glaubt an das, was der Trainer will – und das wiederum ist schon tausendmal besser als alles das, was wir in den letzten Jahren im Laufe der jeweiligen Saison immer wieder feststellen mussten: Zweifel untereinander. Hannes Wolf verlor im Laufe des Wintertrainingslagers neben den Spielern, die hintendran hingen immer mehr auch den Zugriff auf die Führungsspieler. Dieter Hecking reichten seine natürliche Autorität und seine Meriten nicht mehr, um die Führungsspieler mitzunehmen und Daniel Thioune verlor den Rückhalt bei der Klubführung, da er selbst Zweifel am Erreichen der Ziele geäußert haben soll. 

Und jetzt eben Walter. Der sture Bock, der gegen alle Widerstände sein System durchzieht und dabei sicher auch viel Glück hatte. Aber Walter erzeigt viele Veränderungen im sportlichen Bereich. Über junge Spieler, die er reinwirft bis hin zum spektakulären Offensivspiel, das er immer wieder einfordert. Und das alles ohne große Umschweife und mit einfachen Worten. Walter hat sich ein Profil erarbeitet, das sicher nicht jeder mag. Aber zumindest kann jeder damit umgehen, weil er authentisch ist. Auch die Mannschaft kann das. . Kurzum: Alle wissen, was Walter meint. Und man glaubt es ihm.

Selbst Dr. Wüstefeld hüpft mit – und auch das passt

Noch wichtiger aber ist, dass die Mannschaft mitzieht. Die wenigen klaren Führungsspieler wie Daniel Heuer Fernandes, Sebastian Schonlau, Sonny Kittel, Jonas Meffert und (in großen Teilen auch) Robert Glatzel folgen Walter nicht nur, sondern verteidigen ihn und sein System auch gegen Kritik von außen. Und das nicht nur in öffentlichen Interviews, die alle lesen und die vom HSV vor deren Veröffentlichung gegengelesen werden, sondern auch in den Off-Gesprächen. Hinzu kommen Youngster wie Mario Vskovic, Jonas David, Anssi Suhonen und jetzt sogar das einstige Enfant terrible, Faride Alidou, die allesamt einwandfrei funktionieren und Leistung abliefern, wenn sie auf dem Platz stehen. Ein insgesamt sehr stimmiges Konstrukt, dem ich den überschwänglichen Jubel gestern nach Spielende zu 100 Prozent abnehme.

Apropos: Habt Ihr gesehen, wie Jonas Boldt und Michael Mitzel erst Tim Walter zurückhalten mussten nach dem Elfer in der 122. Minute, um anschließend selbst heftig zu protestieren? Oder habt Ihr gesehen, wie selbst der neue Vorstand Dr. Thomas Wüstefeld im Kreis der Mannschaft mithüpfte nach Spielschluss? Ich weiß, dass sehr viele höhere Offizielle sowas kacke finden, weil es nicht abgeklärt genug wirkt. Als Vorstand sei man immer auch ein Repräsentant und müsse offiziell wirken. Aber mich freuen solche Bilder, weil sie mir zeigen, dass dort neben Kalkül eben auch Pathos für den HSV vorhanden ist. Und genau den braucht dieser HSV auf dem langen Weg zurück, den man einschlagen will.

Und diesen Weg habe ich nicht nur ewig eingefordert – sondern diesen Weg gehe ich jetzt nur zu gern mit. Ohne den Status, aufsteigen zu müssen. Denn das kann dieser HSV nicht von sich erwarten. Aber dieser HSV kann sehr wohl aufsteigen – und dafür wiederum muss er nicht nur alles tun. Dafür macht er auch alles, wenn ich das gestrige Spiel als Grundlage nehme. Ich bin und werde auch weiterhin nicht 100prozentug einverstanden mit Walters Art, Fußball spielen zu lassen sein – aber das muss ich auch nicht. Ich habe früher als Mannschaftskapitän immer eines von meinen Mannschaftskameraden eingefordert: Wenn wir uns alle trotz Bedenken daran auf einen Weg einigen können, werden wir erfolgreicher sein, als wenn wir allesamt versuchen, unsere allerbesten Wege aufs Feld zu bekommen. Soll heißen: Ein halbrichtiger Weg gemeinsam gegangen ist erfolgversprechender als fünf verschiedene, nahezu perfekte Wege zugleich auf den Platz gebracht.

Er habe verlängert, weil er einfach richtig Bock auf die Mannschaft habe und zu 100 Prozent davon überzeugt sei, dass der HSV in dieser Form der absolut richtige Verein für ihn ist. Das sagte Daniel Heuer Fernandes heute, der sich nach einem Patzer zu Spielbeginn am Ende ein Sieggarant für die Mannschaft war. „Wir sind sehr stolz auf die Mannschaftsleistung“, freute sich der formstarke Keeper, „wir haben konsequent unser Spiel durchgezogen. Es ist unser Spielstil, dass wir so mutig spielen. Diesen Spielstil wählen wir, davon sind wir überzeugt.“ Grundsätzlich seien auch lange Bälle ein Mittel, „das wägen wir auch immer ab. Aber wie man an unseren Chancen sieht, die aus dem mutigen Spiel hinten raus entstanden sind, lohnt sich der Mut.“ Der Walter-Style hat sich in der Mannschaft ganz offenkundig durchgesetzt.

Auslosung fürs DFB-Pokal Viertelfinale ist am Sonntag

Heute Abend werden übrigens nach dem HSV, dem KSC, dem FC St. Pauli sowie dem Erstligisten VfL Bochum die übrigen Viertelfinalisten ausgespielt, ausgelost werden soll die nächste Runde dann am Sonntag im Rahmen der ARD-Sportschau (ab 19.15 Uhr). Und wenn wir schon beim Viertelfinale sind, noch ein kurzer Rückblick ins Archiv:

Denn erstmals seit gut 25 Jahren stehen der HSV und der FC St. Pauli gemeinsam im Viertelfinale des DFB-Pokals. Den Einzug in die Runde der letzten acht Mannschaften machte Zweitliga-Tabellenführer St. Pauli am Dienstagabend mit einem 2:1 über den Bundesliga-Zweiten und Pokalverteidiger Borussia Dortmund perfekt. Es ist überhaupt erst das dritte Mal, dass beide Hamburger Vereine diese Runde gemeinsam erreicht haben. 

Zuletzt standen beiden Mannschaften im November 1996 gemeinsam im Viertelfinale. Damals schied der FC St. Pauli durch ein 4:5 nach Elfmeterschießen bei Energie Cottbus aus, während der HSV mit einem 2:1 beim VfL Bochum ins Halbfinale vordrang. In der Vorschlussrunde scheiterte der HSV dann am späteren Pokalsieger VfB Stuttgart (1:2). Der erste gemeinsame Auftritt im Viertelfinale war beiden Teams in der Saison 1965/66 gelungen. Damals unterlag der HSV dem FC Bayern München mit 1:2, St. Pauli schied gegen den 1. FC Nürnberg (0:1) aus.

Und für alle, die es interessiert, hier noch ein kurzer Artikel zu Florian Kainz und seinen Elfmeter: 

Florian Kainz hatte nach seinem kuriosen Millionen-Fehlschuss vom Elfmeterpunkt gleich ein ungutes Gefühl. „Ich habe gemerkt, dass ich ausgerutscht bin mit dem Standfuß. Es hat komisch ausgeschaut, wie der Ball ins Tor geflogen ist“, beschrieb der Flügelspieler des 1. FC Köln die kuriose Szene nach dem letzten Schuss im Elfmeterschießen zum vermeintlichen 4:4-Ausgleich im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den HSV. Doch Schiedsrichter Daniel Schlager hatte die nicht erlaubten Doppelberührung des Schützen bemerkt, den Treffer nicht gewertet und für Jubelstürme auf der Bank des HSV gesorgt. FC-Trainer Steffen Baumgart war perplex: „Im Elfmeterschießen mit zwei Kontakten auszuscheiden, habe ich auch noch nicht erlebt.“

Nicht allen Beteiligten war die Sachlage klar. „Der Schütze darf den Ball erst wieder spielen, nachdem dieser von einem anderen Spieler berührt wurde“, heißt es im Regelwerk, und Referee Schlager erklärte die Konsequenz. „Im Spiel hätte es indirekten Freistoß gegeben, im Elfmeterschießen ist der Elfer eben verwirkt. Es war eine bittere Situation, es kommt vielleicht einmal in 500 Elfmetern vor“, erklärte der Unparteiische beim TV-Sender Sport1.

Kuriose Szenen beim Ausführen eines Elfmeters gab es natürlich schon häufiger. Immer noch legendär ist der Pokal-K.o. des FC Bayern München vor sieben Jahren gegen Borussia Dortmund, als Philipp Lahm und Xabi Alonso beim Elfmeterschießen ausrutschten und auch Mario Götze und Manuel Neuer patzten. Nur: Diesmal landete der Ball trotzdem im Tor. Sogar die HSV-Profis hatten Mitleid mit dem österreichischen Fehlschützen der Kölner. „So gewinnst du nicht alle Tage. Es tut mir leid für den Burschen, aber ich freue mich natürlich für uns“, sagte Sebastian Schonlau, der den entscheidenden Elfmeter zum 4:3 für den HSV zuvor verwandeln konnte.

Auch Trainer Tim Walter konnte sich gut die Gefühlslage der Kölner versetzen. „Das ist halt einfach Pech, das habe ich auch noch nie erlebt“, sagte der Coach. Über fehlenden Spott in den sozialen Netzwerken konnten sich die Kölner später nicht beklagen. So befand das Online Fußball-Magazin FUMS in einem Tweet: „Mal hat man Glück, mal hat man Kainz“. Aber wie heißt es so schön – und ist insbesondere dem gemeinen HSV-Fan bestens bekannt: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen…

In diesem Sinne, bis morgen. Dann wieder mit frischen Stimmen von Trainer Tim Walter zum bevorstehenden Derby am Freitag gegen den FC St. Pauli. Und natürlich mit dem MorningCall morgen frühe. Bis dahin!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Flotti McFlott
3 Monate zuvor

Die Überschrift kann man auch als Drohung verstehen. Feuer-Hernandez will also weiterhin 5 Meter Harakiri-Steilpässe an die Grenze des 16ers spielen, wo meistens ein von Gegnern umringter Zitterfuß rumstolpert? Und das obwohl Fehler und ungenaue Zuspiele in diesem Bereich des Spielfelds prompt bestraft werden, wenn die Gegner sich nicht so doof anstellen wie zuletzt Köln oder auch Schalke?

Um mal mit einem Missverständnis aufzuräumen: ich bin gar nicht per se gegen Kurzpassspiel und spielerischen Aufbau hinten raus, allerdings benötigt man dafür anderes Spielermaterial. Bei 9 von 10 Situationen, wo unsere Maltafüße ihr Katasteramts-Tiki-Taka aufziehen, landet der Ball noch vor der Mittellinie im Seitenaus oder beim Gegner! Wieviele Tore haben wir denn diese Saison erzielt, bei denen der Angriff aus der eigenen Abwehr durch kurzpässe eingeleitet wurden? 3? 4?

Aber selbst wenn dieses unsinnige, weil ertraglose Gedödel die Vorgabe ist, es muss doch aber auch dem Torwart mal erlaubt sein, die Pille einfach rauszuknolzen, statt wie gestern in der 21. Minute mit so einem Scheißpass um ein Haar die Kölner Führung einzuleiten!?

Ich bleibe dabei, auch wenn der gestrige Sieg gut getan hat, Waltersens Starrsinnigkeit wird den Aufstieg zu 100% verhindern. ENDE

Last edited 3 Monate zuvor by Flotti McFlott
Frank aus Köln
3 Monate zuvor

Also zunächst einmal: Super Blog von Scholle, bin ganz nah bei ihm. Und dann noch was: WAR DAS GEIL! Zur Info. ich bin Kölner und werde immer gefragt, wie ich denn HSV Fan sein kann. Das kann ich hier neuerdings ZWANGLOS vermitteln (abgesehen davon dass man als Kölner ja wohl eher Fortuna oder Viktoria Fan sein sollte). Es war übrigens eins der Spiele, weswegen ich überhaupt Fußball mag …. am Ende wäre es mir fast egal gewesen wer gewonnen hätte, wenn ich nicht gerade HSV Fan wäre. Bin ich aber! Und: DAS IST GUT SO!

Gravesen
3 Monate zuvor

Unser zeitweises riskantes Spiel treibt natürlich jeden Fan immer wieder den Blutdruck hoch, aber es ist effektiv, wie man es z.B. im Nordderby gesehen hat.
Sicherlich hatte man jetzt zweimal damit Glück gehabt bzw. man konnte es noch verteidigen. Man merkt aber, dass dieses extrem und erfolgreich trainiert wird. Dadurch und auch weil Walter auf spielerisch gute Spieler steht (z.B David anstatt Leistner) passiert halt sehr wenig oder ne wir haben ja die schlechteste Abwehr der Liga. 🙂
Ein wenig erinnert einen dieses an das Torwartspiel von Titz, auch hier hatte man ewig die Angst das es schiefgeht, ist aber nie passiert und ich wette das Leute wie Alex oder McFlott usw. es damals auch zu unrecht kritisiert haben.

Aber durch ein langen Ball nach vorne haben wir schon ein Gegentor bekommen! Dagegen hat man durch unser riskante Spiel kein Gegentreffer bekommen, auch wenn McFlotti das nicht glauben mag.

Man sollte es nur ein wenig verändern.

  1. Keine Anspiele dann, wenn der Spieler eine schlechte Position hat und dann den Ball nur unkontrolliert nach vorne spielen kann. (war gestern einmal beim Zuspiel zu Vuskovic)
  2. als taktisches Mittel zeitweise einen langen Ball einstreuen
  3. besonders bei einer Führung teilweise versuchen schneller zu kontern. Hier wäre auch mal ein langer Abwurf durch den Torwart möglich.
Last edited 3 Monate zuvor by Gravesen
Jörg Meyer
3 Monate zuvor

Diese tolle Leistung mal konstant abrufen können, dann haben wir den nächsten Schritt getan.
Auf geht’s zum Derbysieg, nur der HSV!

Fussballtrainer
3 Monate zuvor

Wenn der HSV im 16er den Ball hat, dann geht mein Puls auf 180!
Egal welcher 16er!

Diese Art zu spielen , das können nur grosse Mannschaften mit grossem Selbstvertrauen. Und zeigt, dass eine Mannschaft gewachsen ist.

Egal ob Aufstieg oder nicht. Walter muss eine weitere Saison dranhängen, nur so kann der HSV sich fangen.

horst schlau
3 Monate zuvor

Also – Freunde der Nacht – der Spieler Kaufmann hat pro Spieltag eine Auflaufgarantie über X Spielminuten !!! Kann ja nicht anders sein. Für mich ist der Spieler eine Art Phantom- wird eingewechselt- aber tritt nie in Erscheinung. Also wenn Glatzel ausgewechselt wird, warum wird dann nicht mal Meißner eingeworfen ???

Also – pro Meißner !!!

Aradia
3 Monate zuvor

👱‍♀️ Moin…..

Ich lese immer, dass der HSV durch diesen blöden Elfer
mit dem beidfüssigen Schuss des Kölners, gewonnen hat.
Aber:

Wir führten 0 : 1 durch den schönen Treffer von Glatzel.

Der herausgeholte Elfer des Kölners in der letzten
Spielminute war absichtlich gewollt und der Schiedsrichter
fiel darauf rein.
Das war unfair und Köln wurde bestraft.

Der Fussballgott hat den Schiri überstimmt und die Beinweiche gestellt. 😂

Von daher haben wir in Wirklichkeit
0 : 1 gewonnen.
Als kein Glück……sondern richtig gewonnen!

Didi
3 Monate zuvor

So schwach scheint die 2. Liga ja dann doch nicht zu sein, wenn ich mir die Ergebnisse im Pokal mal ansehe.

Die Zecken jetzt ordentlich vermöbeln und den Schwung mitnehmen.

hsverffm
3 Monate zuvor

Hier wird sehr viel über das Glück der Hamburger geschrieben, zu viel?
Ohne Glück gewinnst du nix!
Heyer trifft 2x den Pfosten, davon habe ich noch nix gelesen hier…..das war dann auch Glück für Köln nicht wahr. Am ende gewinnt der der die meisten Tore schießt

Polkateddy
3 Monate zuvor

Nach einem Sieg lassen sich Fehlverhalten besonders gut nachbesprechen. Das hängt damit zusammen, dass am Ende gewonnen wurde und die Psychologie sich viel besser öffnet für die Analyse des Trainerteams. Anders nach Niederlagen. Da versucht die Psyche den Konflikt mit dem Negativerlebnis zu vermeiden und der Trainer redet mit leeren Köpfen. Etwas vereinfacht dargestellt soll dies verdeutlichen, wie wichtig es ist Herrn Jatta zu erklären dass er in Minute 120 seine Seite zu machen muss und Herr Alidou darf auch gerne mal einfache Dinge machen, man erwartet nicht pausenlos gewonnene Risikodribblings von ihm. Nur um 2 Beispiele zu nennen.

Riesum
3 Monate zuvor

TW wählt eine einfache Sprache und wird hier dafür gelegentlich belächelt. Aber genau dieses Sprache spricht der von vielen hochgeschätzte Baumgart auch. Fußball ist ein einfaches Spiel, daher gefallen mir diese Trainer besser als solche die versuchen, aus Fußball eine Wissenschaft zu machen.

abraeumer
3 Monate zuvor

Das ist doch endlich einmal ein Auswahlkriterium für neue Vorstände:

Sie werden nur noch nach ihrem Hüpfvermögen, oder besser Mithüpfvermögen, ausgewählt.

MeinVerein2021
3 Monate zuvor

Der Blogtext gefällt mir.

Es ist auf jeden Fall gut, wenn alle im Team von der Spielweise überzeugt sind. Also ziehen alle an einem Strang in dieselbe Richtung. Eine gute Voraussetzung für Erfolg. Und das kriegt TW wohl gerade hin.

Das konsequente Passpiel aus der Abwehr heraus hat Vorteile gegenüber blindem weitem Herausschlagen der Bälle aus dem Strafraum.

ABER: Etwas Variabilität könnte es noch besser machen. Für mich wäre das ein Entwicklungsschritt. Wenn ein weiter Schlag aus der Abwehr beim eigenen Mann ankommt, kann das ein probates Mittel sein.

Bei Todesstrafe sollte es aber verboten werden, dass de Torwart den eigenen Mann im 16er geradeaus vor der Tormitte anspielt, wenn Gegner in dessen Nähe sind. Da bleibt einem doch das Herz stehen und es eröffnet eine direkte gegnerische Torschussmöglichkeit.

Die Ausführungen zu dem Aufstiegsanspruch, den der HSV nicht an sich stellen müsse, aber natürlich auch aufsteigen könne, sind mir zu schwurbelig. Es geht um den Aufstieg. Punkt. Um was sonst? Das Ganze ist doch kein Selbstzweck.

Genau deshalb steigt die Anspannung vor dem Spiel gegen St. Pauli. Es geht da für mich nicht um die Vorherrschaft in der Stadt, sondern um die 3 Punkte.

Walter Knell
3 Monate zuvor

Weiter meckern. wenn es hilft.

Jörg Meyer
3 Monate zuvor

Moin Scholle, wann darf ich meinen Tipp für unseren 3:0 Derbysieg tippen?

Rautenhopper
3 Monate zuvor

Ich finde in der aktuellen Saison liegt Freud und Leid sehr nah im Spiel des HSV. Gestern im Pokal war der Ausgang für uns sehr gut und es war ein guter Pokalfight. Das Weiterkommen ist auch nicht unverdient nachden 120 Minuten. Darum ist die Freude absolut berrechtigt. Ich finde aber auch die immer wieder aufkommende Kritik berechtigt, weil im gestrigen Spiel haben wir wieder die schwächen gesehen, welche uns in dieser Saison schon viele Punkte gekostet hat.

Gestern muss man echt festhalten Ferro war als Keeper spitze und aber auch die komplette Viererkette hat einen guten Job gemacht und hinten den Laden dicht gemacht. Auch Meffo und Reis haben sehr gut nach hinten gearbeitet. Bei Glatzel finde ich auch er ist ein sehr manschaftorientierter Spieler. Was mir besonders gut gefallen hat, dass das Team versucht hat das Spiel mal schnell zu machen und den Ball laufen liess. Ich würde mir wirklich wünschen, dass sie es auch mal in der zweiten versuchen vorallem gegen die Kleinen, weil dort finde ich wird das Spiel oft verlangsamt. Auch hatten wir sehr gute Chancen mit Glatzel, Kittel und Heyer. Einer von diesen musste eigentlich reingehen.

Was mir aber schon aufgefallen ist, dass die Gegner sich sehr gut auf den Spielstyle eingestellt haben. Die Spieler werden früh angelaufen und dadurch möchte der Gegner eine Stresssituation und dem kurz Passspiel vom HSV werden dadurch Fehler provoziert. Und das hat man vorallem gegen Schalke, Dresden und auch gestern in den ersten 30 Minuten gegen Köln gesehen. Aufgrund der Drucksituation waren oft viele Pässe zu ungenau und dadurch war die Spieleröffnung meist wieder dahin. Mit was ich mich überhaupt nicht anfreuden kann, sind diese Risikopässe. Wenn ich an die Szene vor der Chance von Uth denke. Ferro spielt Schonlau an, obwohl er eigentlich umzingelt ist von Kölner. Warum man nicht die sichere Variante wählt und den Ball lang spielt weiss ich nicht. Gestern ging es gut aber das geht nicht immer gut.

Ein weiterer Punkt sind die Standards vorallem die Eckbälle. Wir holen viel raus haben die meisten Eckbälle in der Zweitenliga aber oft sind sie zu harmlos.

Der Elfmeter war bitter und ich denke den gibt nicht jeder. Jedoch finde ich auch hier hätte es besser verteidigt werden können. Wir hatten mit Heyer, Reis und Jatta eine Überzahlsituation auf der rechten Abwehrseite, aber anstatt Jatta konsequenter in den Zweikampf geht und den Kölner auch stört, war er zu weit vom Gegner weg und der Kölner konnte problemlos flanken. Im Zentrum stand Schonlau nicht ganz richtig und Modeste nutzte es natürlich aus. Eine ganz ähnliche Situation hatten wir schon in Dresden.

Ich finde es einfach schade, weil so belohnt sich die Mannschaft nicht und bringt sich, um den verdienten Lohn.

Ich hoffe, dass die Spieler bis zum Derby wieder fit sind, weil da haben sich einge an die Aduktoren oder Oberschenkel gefasst.

Gestern flog Dortmund raus heute noch Gladbach mit einem guten Los wäre sogar das Halbfinal drin und das bedeutet einen guten batzen Geld für die leeren Kassen.

Meaty
3 Monate zuvor

Erst kürzlich hatte man doch hier über den fehlenden Plan-B des HSV gerschrieben, oder etwa nicht?
Das man sein riskantes Aufbauspiel gegen einen guten Bundesligisten nun im DFB Pokal durchgebracht hat, war in der 1. HZ pures Glück!
Der HSV hätte sich nicht beschweren können, wenn die Kölner mit 3:1 Führung in die Pause gegangen wären!

Also, wenn man dieses riskante Harakiri-Aufbauspiel in Liga 2. gegen die technisch besseren Teams schon nicht vernünftig spielt, vll. auch, weil man keinen Plan-B hat oder diesen aus selbsherrlichen Gründen nicht spielen lassen will, dann ist es erst recht ein absoluter Wahnsinn, wenn man das Ganze auch gegen einen guten Bundesligisten auf Teufel komm raus durchziehen will!

Der Tanz auf der Rasierklinge geht nicht immer gut!

Sicherlich werden jetzt einige sagen, aber unsere Spieler haben sich in Köln gesteigert und das Spiel mitgestaltet, was ja auch durchaus richtig ist – aber doch nur aufgrund der starken Unterstützung der Kölner in der ersten HZ!

Ein gutes Aufbauspiel aus der Abwehr heraus ist schon sehr wichtig!
Aber wenn es gegen spielstärkere Pressing Mannschaften geht, dann kann man seine Spielweise auch dahin modifizieren, dass man nicht in jedem Spiel nach dreißig Minuten schon drei mal den Fußballgott auf Knien danken muss, dass es noch null zu null steht!

Wenn man auf das erste Stadtderby mit dem HSV unter Walter blickt, dann wird man feststellen, das genau dieses riskante Aufbauspiel und eine spielerisch ausgelegte Marschroute des HSV und die daraus entstandenen Fehler, die Hauptursache für die deutliche Derbyniederlage waren!

Wenn nun das aggressive hohe Pressing der Kiezkicker erneut auf das Harakiri-Aufbauspiel des HSV prallen, dann wird man erneut viel Glück benötigen, um den Stadtnachbarn zu schlagen!

Alex
3 Monate zuvor

https://youtu.be/ZmnPQ2ALiGA

Unn-Ääh, Ähm-Äah, Unn-Ääh, Ähm-Äah, Unn-Ääh, Ähm-Äah. 🍺 ENDE

Micky
3 Monate zuvor

Die wahren Fragen an unseren Herrn Walter in der PK (die wieder nicht gefragt wurden):

Das eine Glatzel Tor, nachdem er mindestens vier Zweihundertprozentige versiebt hat, hilft uns nicht weiter. Das ist immer wieder erkennbar. 
Und wenn Herr Reis direkt am 16er hoch und runter läuft könnte man doch auch mal einen Schuss auf das Tor erwarten. Der einzige, der sich wirklich was traut und sich die Möglichkeit erarbeitet, ist Heyer und mit überschaubaren Einschränkungen der Bakery.

Und, was ist eigentlich mit Kittel? Soll der nur noch den Ball verteilen und dabei seine Schusstechnik für den Abschluss verlernen?
Wann wird sich das endlich ändern?

RummsBumms
3 Monate zuvor

Es ist ohne „always ultra“ so richtig schön hier im Blog. Eine fast schon herzzerreißende Freundlichkeit macht sich breit. 😆

alwaysHSV
3 Monate zuvor

Wenn man an Verstärkungen für den Sturm denkt fällt mir Ganvoula vom VfL Bochum ein.
Spielt dort in dieser Saison recht wenig war aber in der 2. Liga mal ein Top-Mann, ist mit 1,91 m ein großer und Kopfballstarker Stürmer der mit 25 Jahren auch noch nicht zu alt ist Laut Transfermarkt.de liegt sein Wert derzeit bei 800.000,– € (lag schon mal bei 2,5 Mio.)
und es ist für mich eigentlich nicht zu erklären warum er sein früheres Niveau nicht mehr erreicht. Ich weiß natürlich, dass wir schon etliche Mittelstürmer unter Vertrag haben aber er war mal ein Spieler der den Unterschied ausmachen konnte.

Nico
3 Monate zuvor

Dieser Sieg war sehr wichtig für die Moral der Mannschaft und hat bestimmt nochmal etwas mehr zusammengeschweißt.

Finanziell gesehen ist natürlich jeder Sieg im Pokal enorm wichtig, ich würde dennoch einen Aufstieg jeder weiteren Pokalrunde bevorzugen.

Das Spiel am Freitag wird ein richtiger Brocken. St. Pauli hat wahrscheinlich noch mal n‘ paar km/h mehr Rückenwind als der HSV nach diesem Sieg. Ich jedenfalls hab noch so gar keine Tendenz was den Ausgang des Derbys angeht.. wäre echt mal wieder Zeit für einen Sieg. Ich habe langsam keine Argumente mehr gegen die Pauli Fans aus meinem Umfeld 😭😂

Riesum
3 Monate zuvor

Da hat sich der HSV ja noch ganz gut geschlagen in Hannover…😅

ToniHH
3 Monate zuvor

Habe mich wahnsinnig gefreut über den Sieg und einige Runden Wodka Lemons gewonnen – welche ich wieder beim Pauli Spiel verloren habe..

Egal war ein geiler Abend…wenn da nicht diese Herzstillstand Infarkt Pässe
im eigenen 16ner wären.

Leider haben wir keine Atubas mehr im Kader….nichts desto trotz war Muhlheim gestern top, könnte was werden sehr solides auftreten.

Problem bleibt weiterhin die LA RA
Positionen – das ist zu wenig aber ist ja nix neues.

1 Millo in der Kasse – hilft ja nicht wirklich…aber immerhin…

Nun Pauli …..bin ja gespannt spielen eine gute Kugel…Tipp 2:0

horst schlau
3 Monate zuvor

Das Kurzpassspiel in der eigenen Hälfte – der Harakiri Stil, der wird dem HSV noch einige Punkte kosten. Und mir einige Nerven !!!

Und hätte Köln sich in erster 30 Minuten nicht so blöd angestellt, der HSV hätte ……… !!!

Kosinus
3 Monate zuvor

Das Wort Sensation ist sicherlich übertrieben. Wie ich schon seit Jahren behaupte, würde sich der HSV in Liga 1 gegen mitspielende Teams viel besser behaupten. Auch daran zu erkennen, dass der HSV die Spitzenspiele in Liga 2 in der Regel gewann.

So, das Finale ist nicht unrealistisch. Bitte Losfee, alles außer Leipzig.

Aleksandar
3 Monate zuvor

Glück haben wir reichlich gehabt und das ist auch wirklich gut so.

Ich feiere diesen Sieg, man sollte die Feste feiern, wie sie fallen.

RummsBumms
3 Monate zuvor

Köln ist Geschichte…..jetzt muss Pauli durchgef…….werden….äääähm……durchgefummelt…. meine ich natürlich.

Timmi, bitte lass flexibler spielen. Nicht nur Kamikaze Aktionen vorm eigenen 16er.
Bringt keinen Ertrag…..kostet den Fans nur Lebensjahre. Und darüber freut sich am Ende nur die Rentenkasse.

Bei einem Sieg am Freitag, gehe ich vom direkten Aufstieg aus.
Bei einer Niederlage wird es Platz 8.
Bei einem Unentschieden Platz 4.

Rahmt Euch meine Prognose ein. 😎

Last edited 3 Monate zuvor by RummsBumms
Michael
3 Monate zuvor

Moin,

geiler Sieg, auch wenn es in den ersten 20-30 Min. glücklich war, danach waren wir immer gleichwertig und der 11m in der 120ten hätte nicht sein müssen – Schonlau ungeschickt.

St. Pauli ist im Moment stärker als wir (zumindest nach der BVB Leistung), morgen brauchen wir schon ein bißchen Glück damit es klappt. Die Chancen rein machen, Heuer-Fernandes in Topform, nach dem 1:0 auch mal gut kontern und ab und zu den Ball auch mal rausschlagen anstatt Schonlau in Bedrängnis anzuspielen. Gucke zusammen mit 4 Pauli Fans, wäre doch schön wenn ich nicht leiden muss.

gruß

Sprockhöveler HSV
3 Monate zuvor

Kleiner Hinweis noch für die WE- Planung:

Auslosung ist Sonntag, stimmt, aber laut kicker NICHT DIESEN Sonntag, sondern erst am 30.01.

VG aus dem südlichsten Südwestfalen

Lars K
3 Monate zuvor

Die wirklich allerlustigste Statistik dieser Saison ist, dass der HSV mit seinem ganzen Kurzpassspiel am eigenen Elfer die beste Defensive der 2. Liga ist!!! Und zwar inzwischen mit Abstand vor Paderborn und Nürnberg.

Horst Wegner
3 Monate zuvor

Ein „Hauch von Optimismus“ macht sich bei Scholle breit. Die folgenden drei Spiele, gegen St. Pauli, Darmstadt und Hoffenheim, werden uns zeigen, ob aus dem Hauch mehr wird. Ich hoffe es! Schon morgen Abend wissen wir mehr.

IvanAusKass
3 Monate zuvor

Wurde bis zum St.Pauli Spiel nicht mindestestens ein neuer Spieler von JB versprochen?

Wird eng, oder ?