Diese HSV-Viererkette ist die beste der Liga! Oder nicht?

von | 15.02.22 | 173 Kommentare

Ich hatte es vor einiger Zeit schon angekündigt: Immer wieder werde ich aus meiner Sicht spannende Posts aus dem Forum zum Anlass nehmen, sie hier einmal schriftlich zu diskutieren. Heute habe ich einen Beitrag des Users „Abraeumer“ zum Anlass genommen, ihn hier einmal etwas ausführlicher zu diskutieren. Abraeumers Zeilen sind hierbei die fett gedruckten, meine Antworten die in normaler Schriftstärke. Aber lest selbst: 

Ich habe mich gefreut über den Sieg. Das Spiel selbst fand ich hingegen nicht gut. Gegen Darmstadt war es ein grandioser Sieg. Gegen Heidenheim hatten wir viel Glück. Für mich war Heidenheim ein Rückfall in alte Zeiten. 

In dieser Einschätzung liegen wir sehr weit auseinander. Denn das Spiel des HSV war nicht so dominant wie gegen Darmstadt – aber das vor allem auch, weil Heidenheim mehr machte. Darmstadt war früh geschockt und hat sich nie wirklich gewehrt. Heidenheim war genau das Gegenteil. In alten Zeiten hätte der HSV dieses Spiel nicht gewonnen, sondern sich irgendwann Mitte der zweiten Hälfte aufgegeben. Dass man dieses Spiel durchaus glücklich gewonnen hat – okay. Glück ist bei engen Spielen immer dabei. Aber es war für mich „erarbeitetes Glück“, weil diese Mannschaft eben nicht aufhört, ehe der Schiedsrichter auch wirklich abgepfiffen hat. 

Ich finde vieles sehr gut, was Walter macht. Ich schätze die Viererkette, ich mag es, wenn junge Talente eine Chance bekommen. Ich habe auch das Gefühl, dass die Mannschaft das System schätzt und sich nicht wie in der vorherigen Saison vorzeitig aufgibt. Ich schätze auch das Ballbesitzspiel, wenn es nicht horizontal TikiTaka-mäßig, sondern schnell vertikal gespielt wird. Aber ich sehe entgegen der heutigen Ausführungen von Scholle immer noch eine Beratungsresistenz bei Walter. Ich will nicht das Haar in der Suppe suchen, aber im Erfolg werden oft die meisten Fehler gemacht.

Entgegen meiner Ausführungen? Siehst Du denn keinen Unterschied zwischen den ersten 11 – 13 Partien gegenüber dem aktuellen Spiel beim HSV? Allein bei den Innenverteidigern, die zu Saisonbeginn immer wieder mit nach vorn gingen und sich rund um den gegnerischen Sechzehner einbrachten, ist für mich eine deutlich defensiver orientierte Taktik zu erkennen. Es stimmt, dass sich Vuskovic gegen den FCH ungewohnt oft offensiv eingebracht hat. Und Positionswechsel sind beim HSV auch immer noch Trumpf – aber die Verteidiger verteidigen zuallererst, das Mittelfeld ist primär Bindeglied nach vorn und Abfangjäger nach hinten – während die Offensivkräfte vorn wirbeln. Zusammenmit einem völlig frei agierenden Sonny Kittel, der so stark spielt wie noch nie.  In diesem Bereich hat Walter das eigene Spiel seinerzeit wegen der vielen Umstellungen umgestellt – und inzwischen hat er eingesehen, dass es so besser funktioniert. Ich nenne das mal diplomatisch „erzwungene Einsicht“. Aber ich stimme Dir gern zu, dass das nicht bedeutet, dass Walter seine Beratungsresistenz abgelegt hat. 

Wir haben die wenigsten Gegentore in der 2. Liga. Aber ich denke nicht, dass wir eine sehr gute Abwehr haben. Wir haben auch gegen Heidenheim einfach Glück gehabt, dass die Gegner das Klein-Klein-Spiel im eigenen Strafraum bisher nicht ausgenutzt haben. Es wird das Spiel kommen, bei dem wir 2:0 in Rückstand geraten, nur weil wir auch brenzlige Situationen im eigenen Strafraum spielerisch lösen wollen. Ducksch und Füllkrug werden diese Chancen nutzen.

Heyer auf rechts, Schonlau und Vuskovic im Zentrum und Muheim links sind für mich die beste Viererkette der Liga. Aktuell spielen sie sogar deutlich stärker als mit Leibold und Gyamerah zu Saisonbeginn. Zusammen mit Heuer Fernandes verleiht diese Viererkette der Mannschaft zumindest die Sicherheit, dass auch ein einziger Treffer vorn schon zum Sieg reichen kann. Und dieses Selbstvertrauen ist extrem viel wert. Das sollte man nicht unterschätzen. Dass der HSV aus Deiner Sicht noch immer zu waghalsig hinten spielt und bislang (übrigens auch in Dresden) dadurch immer wieder Chancen für den Gegner produziert – 100 Prozent Zustimmung! Noch immer gibt es Momente, die gezwungen wirken, nicht vernünftig. Im Ergebnis mag das Walter recht geben, aber das kann sich schnell ändern. 
 
Auch lassen wir allgemein noch zu viele Chancen zu. Insbesondere rechts hinten haben wir Probleme. Heyer ist, auch wenn ich seine Flexibilität schätze, für mich kein RV. Er hat ein Tempodefizit (nebenbei sind offensiv auch seine Flanken schlecht). Es ist mir auch unverständlich, dass Vuskovic in der Drangphase der Heidenheimer Ausflüge in die gegnerische Hälfte unternommen hat. Gleichzeitig verteidigt Kittel am eigenen Strafraum. Für mich ist das eine verkehrte Welt.
 
Heyer spielt die RV-Position stärker als alle Rechtsverteidiger der letzten zehn Jahre, behaupte ich. Er hat defensiv die Qualität, stark antizipieren zu können. Als gelernter Innenverteidiger ist die rechte Seite – zumal dann, wenn er diese mit Jatta teilt – nicht anfällig. Und offensiv ist er für mich einer der zielstrebigeren Spieler. Es gab zumindest in den letzten Jahren keinen Rechtsverteidiger, der auch nur im Ansatz so viele Torszenen (und Tore erzielt!) hat. 

Auffällig war für mich auch die Zweikampfschwäche von Meffert, was eigentlich seine Stärke ist. Auch seine horizontalen Sicherheitspässe stören mich. Den Pass von Glatzel, bei dem viele Gegenspieler überspielt wurden (in der neuen Fußballsprache „Packing“), fand ich hingegen genial. Aber genau diese Pässe müssten eigentlich aus dem DM kommen. Ein Mittelstürmer muss sich nicht in die eigene Hälfte fallen lassen, um einen solchen Pass zu spielen, denn er soll eigentlich einen solchen Pass erhalten. Bezüglich des DM hat Hoogma nach dem Spiel gegen Heidenheim völlig richtig angemerkt, dass Reis ein 6er ist, er aber auf der 8 spielen muss. 

Hier würde ich Dir widersprechen wollen. Jonas Meffert ist für die Statik des HSV-Spiels neben den Innenverteidigern der entscheidende Mann. Bei Meffert fehlt auch mir ein wenig das Offensivspiel, also der Pass nach vorn. Aber das ist nicht seins und er beschränkt sich in aller Regel zu 100 Prozent auf seine Kernkompetenz. Und damit sortiert er das gesamte HSV-Spiel. Er bringt Ruhe rein, wenn es hektisch wird, er läuft entscheidende Räume zu, wenn seine Kollegen fehlen oder überspielt wurden. Meffert gewinnt immer wieder sehr offen entscheidende Zweikämpfe und ist aus meiner Sicht der Bauherr des aktuellen Erfolges. Zusammen mit dem stabilen Fundament der Abwehr.

Bei Glatzel bin ich bei Dir, dass es meist ein Zeichen dafür ist, dass es nicht so gut läuft, wenn sich Glatzel an der Mittellinie oder gar in der eigenen Hälfte den Ball holen muss. Aber: Das HSV-Spiel ist so aufgebaut, dass sich Glatzel zurückzieht, wenn er vorn zugestellt wird, da er so seine Gegenspieler mitzieht und den Außen Räume eröffnet. Die müssen selbige nur noch deutlich häufiger nutzen, dann wird das auch auffälliger. Und Ludovit Reis ist von allen Mittelfeldspielern derjenige, der am meisten Sechs mit am meisten Acht vereint. Denn er kann zweifellos beides. Lange Zeit hat er beim HSV nur abgeräumt und den Ball schnell weitergegeben, um sich nicht offensiv mit einbringen zu müssen. Das wiederum hat sich kurz vor der Winterpause geändert – und seitdem spielt Reis deutlich mutiger nach vorn und ist so stark und so effektiv wie nie zuvor beim HSV. Wenn Hoogma ihn auf der Sechs stärker sieht, will ich ihm gar nicht widersprechen. Aber da auf der Sechs mit Meffert ein sehr starker Spieler steht, setzt Walter auf Reis‘ andere Qualitäten, um ihn auf dem Platz zu haben. Denn eines ist klar: Auf die Bank gehört Reis nicht. Der Niederländer entwickelt zudem noch Qualitäten, die er vorher nicht so vordergründig präsentiert hat. Und vor allem: Reis ist im Ganzen immer stärker als ein offensiv ausgerichteter David Kinsombi.
 
Hinsichtlich des Aufstiegs bleibe ich skeptisch. St. Pauli wird mit Kyereh wieder besser spielen und auch der wichtige, aber unterschätzte Aremu wird zurückkehren. Bremens Kader ist aus meiner Sicht besser. Auch Schalkes Kader finde ich besser, sie scheitern nur an ihrem Trainer, der z. B. Bülter als RV aufstellt. Und Darmstadt und Heidenheim sind auch noch vorn dabei.

Skepsis würde ich es nicht nennen, aber ich bin bei Dir, dass ein Aufstieg alles andere als selbstverständlich wird, da ich St. Pauli sehr stabil sehe (insbesondere mit Kyereh), Werder einfach aktuell das aus dem Kader rausholt, was sie gegenüber dem HSV mehr haben. Und auch Schalke müsste angesichts des Kaders den Anspruch haben, vor dem HSV zu stehen, aber genau wie Du es sagst: Wenn ein Trainer aus einer defensiven Grundordnung einen Kader mit den besten Offensivspielern der Liga zusammengestellt bekommt (oder selbst zusammengestellt hat), dann passt das nicht. Ich weiß auch aus sicherer Quelle, dass auf Schalke die Diskussion um die Personalie Grammozis ununterbrochen geführt wird. Das wiederum kann am End genau die paar Prozentpunkte Fokus kosten, die den HSV vor den Schalkern landen lässt. Hoffe ich zumindest.

Insgesamt ist vieles gut, aber vieles müsste für einen Aufstieg verbessert werden. Walter hat am Anfang der Hinrunde mit nur drei Offensiven wenig Mut bewiesen und so haben wir viele Punkte liegen gelassen. Auch ist unser Kader auf einigen Positionen weiterhin nicht gut besetzt. Leider hat Boldt auch die Winterpause nicht genutzt, um einen ausgeglichenen Kader zusammenzustellen.

Den Satz „vieles ist schon sehr gut – aber sehr vieles eben auch noch nicht gut genug“ habe ich in der Hinrunde von Horst Hrubesch als Antwort darauf bekommen, wie er die Entwicklung beim HSV unter Walter sieht. Wobei ich diese Hrubesch-Aussage als pauschal immer gültig bezeichnen würde. Für alle Mannschaften. Denn die Entwicklung endet nie, die Mannschaften verändern sich ständig und dementsprechend auch die Möglichkeiten bzw. Bedürfnisse. Walter macht es aus meiner Sicht aktuell sehr gut. Er holt aus dem Kader nahezu das Maximum heraus und installiert dazu die jungen Talente des Klubs auf Profiebene. Walter hat in der kurzen Zeit, die er hier ist, mehr entwickelt als viele seiner Vorgänger zusammen. Und das hat dazu geführt, dass der HSV aus meiner Sicht sehr wohl auf allen Positionen gut besetzt ist. Vor allem aber hat Walter es geschafft, ein Team zu formen, das im Kollektiv besser funktioniert als die deutlich hochrangiger besetzten Zweitligateams des HSV zuvor. Den Umstand, dass man im Winter bis auf Giorgi Chakvetadze nicht nachgebessert hat, sehe ich auch durchaus kritisch. Aber nicht, weil der aktuelle Kader qualitativ nicht reicht, sondern weil das Risiko mitschwingt, dass Verletzungen Lücken reißen. Im Umkehrschluss sehe ich die Mannschaft auf diese (finanziell erzwungene) Weise noch ein Stück weit enger zusammengerückt, weil eben wirklich alle Spieler wichtig sind und sich schneller als Stammspieler wiederfinden könnten, als wenn man im Winter noch mal drei, vier Neue geholt hätte. Jonas Boldt, Michael Mutzel und Co. haben im Sommer einen Kader zusammengestellt, der nominell nicht so stark ist wie die der letzten Jahre. Aber dieser Kader ist derart homogen, dass Walter eine Stimmung und einen Zusammenhalt erzeugen konnte, die diese Mannschaft aktuell trägt. Auch deshalb gewinnt der HSV aktuell Spiele, die eng sind. So, wie das gegen den starken 1. FC Heidenheim. Das war in den letzten Jahren zumeist anders. Und genau das lässt mich weiter hoffen.

In diesem Sinne, lieber Abraeumer, vielen Dank für Deinen (wie eigentlich immer) sehr gehaltvollen Post, der nicht nur mich zum Diskutieren angeregt hat. Ich kann tatsächlich alle Deine Ansätze nachvollziehen. Und auch wenn ich hier und da anderer Meinung bin, sind genau solche Beiträge das, was ich mir im Kommentarbereich wünsche. Meinungen, Thesen und Prognosen, die andere zum Diskutieren anregen. Denn gerade aus solchen Diskussionen erwachsen oft die Einsichten, die einen schlauer machen. 

Danke dafür, Abrauemer!

Scholle

P.S.: Sportlich gibt’s es heute nur den vorläufigen Ausfall von Bakery Jatta, der wegen einiger blauer Zehen, die er als Blessuren aus dem Heidenheim-Spiel mitgebracht hat, geschont wurde. Oder wie es im Fußballer-Neudeutsch heißt: Belastungssteuerung. Jattas Einsatz am Sonnabend beim SV Sandhausen soll aber nicht gefährdet sein.

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
173 Kommentare
Beliebteste
Neueste Älteste
Inline Feedbacks
View all comments
Bramfelder
7 Monate zuvor

Moin Leute, das wichtigste im Leben ist die Gesundheit. Das kann ich mal wieder bestätigen, nachdem ich mit inneren Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert worden bin und mir ein aggressiver Tumor entfernt worden ist. Immerhin: alles sieht jetzt gut aus, ich habe allerbeste Perspektiven und dazu noch sieben Kilogramm abgenommen. Also: mit einem bisschen Abstand sind diese ganzen Grabenkämpfe die wir hier führen nur lächerlich. Da ich noch krank geschrieben bin, habe ich mir heute morgen Horst Hrubesch im Phrasendrescher-Podcast angehöhrt und bin jetzt ganz einfach gechillt. Wir sind mit Horst Hrubesch und Jonas Boldt top und seriös aufgestellt. Hotte als Direktor Nachwuchs ist für den HSV der größte Glücksfall. Und so wie es klingt wird ein Hrubesch beim HSV verlängern, wenn Jonas Boldt noch dableibt. Und ich weiß, jetzt heulen hier gleich wieder einige rum, aber es sagt viel aus über Jonas Boldt, dass Horst Hrubesch mit ihm zusammenarbeiten will – aber nicht mit einem Bernd Hoffmann. Und das Horst beim HSV noch viel vorhat, das hat man sehr gut raushören können. Fakt ist, wir machen derzeit eine hervorragende Jugendarbeit, haben mit Tim Walter einen Top-Trainer der ein eindeutiges System spielen lässt und auf größte Durchlässigkeit setzt. Und wir haben vier Spiele hintereinander gewonnen: Köln, St. Pauli, Darmstadt und Heidenheim. Ja, ich gestehe es: auch ich habe Bammel vor dem Spiel gegen Sandhausen. Dieses Spiel ist die typische Bananenschale auf der der HSV so gerne ausrutscht. Auf der anderen Seite: Heidenheim war viel anspruchsvoller. Mit Walter und Hrubesch im Hintergrund kann ich mir nicht vorstellen, dass die Jungs wieder die alten Fehler begehen werden. Vor Bremen und Karlsruhe habe ich keine Angst – die Spiele gewinnen wir. Also Leute, kommt mal runter. Letztendlich sind wir alle HSVer und haben ein gemeinsames Ziel: den Aufstieg. Naja, den DFB-Pokal zu gewinnen wär auch nicht schlecht. Aber denken wir von Spiel zu Spiel. Jetzt kommt Sandhausen – und in bester Transfermarkt-Tradition sage ich: wech hauen. Denn: wir sind der HSV. Gruß, Michael

abraeumer
7 Monate zuvor

Moin Scholle,

hier kommen meine Anmerkungen:

Unterschied zu den ersten 11-13 Partien:

Ich stimme dir komplett zu, dass es einen Unterschied zu den ersten 10 Spielen gibt. Der entscheidende Unterschied ist aber für mich, dass wir durch den Einbau von Alidou auf LA ab dem Paderborn-Spiel mit 4 offensiven Spielern, Alidou, Glatzel Jatta und Kittel, begonnen haben. Davor haben wir nur mit drei offensiven Spielern begonnen und zwei defensive Spieler ( Kinsombi, Heyer oder Rohr) haben dahinter auf den 8er Positionen gespielt. Fußball ist für mich keine Wissenschaft, wenn man nur mit drei Offensiven beginnt, ist es daher keine Überraschung, dass die Offensivkraft fehlt und am Ende nur Unentschieden herauskommen. Umgekehrt ist es für mich auch keine Überraschung, dass Bayern gegen Bochum hinten offen wie ein Scheunentor war, weil Nagelsmann mit 5 Offensiven begonnen hat. Das Verhältnis von offensiven zu defensiven Spielern muss stimmen und Systeme mit 4 Offensiven und 6 Defensiven haben sich über viele Jahre bewährt. Die defensive Schnapsidee von Walter in den ersten 10 Spielen hat uns leider viele Punkte gekostet.

Beste Viererkette der Zweiten Liga

Ich stimme dir auch zu, dass wir die beste Viererkette der zweiten Liga haben. Meine Zustimmung beruht aber darauf, dass Schalke und Bremen Dreierkette spielen. Eine Viererkette aus Vindheim, Thiaw, Itakura und Ouwejan wäre aus meiner Sicht besser besetzt.

Spielaufbau

Was nützt uns die beste Vierkette, wenn diese sich durch ihr Klein-Klein im Strafraum immer wieder selbst in Bedrängnis bringt. Hier erwarte ich eine klare Ansage vom Trainer,
dass ein Mitspieler im Strafraum, wenn er von drei Gegnern angegriffen wird, nicht angespielt werden darf. Überhaupt ist für mich das ständige Anspielen des Torwarts nicht erforderlich. Für mich muss ein Torwart in erster Linie ein guter Torhüter sein und nicht hauptsächlich der 11. Fußballer. Neuer spielt auch mit, aber es wird nicht, wie bei uns, übertrieben. Wir waren auch auch mit Johansson erfolgreich. Alle wussten, dass er nicht so ein guter Fußballer wie Heuer Fernandes ist und er wurde daher weniger angespielt. Es hat uns viel unnötige Aufregung erspart. Mir hat es mit Johansson besser gefallen.

Beratungsresistenz

Viele Trainer haben heutzutage sehr starre Vorstellungen von dem einzig richtigen System. Ich erinnere dabei nur an Jesse Marsch von Leipzig, der immer wieder festgestellt hat, dass sein System nicht zu dem hervorragenden Kader passt. Aber anstatt das System umzustellen, hat er stur sein System gegen jede Vernunft weiter durchgezogen. So lief es auch bei unseren Trainern. Wolf hat nach sehr guten, kleinen Veränderungen an den Stellschrauben des Systems von Titz, das System in der Winterpause komplett umgestellt und gegen den Willen der Mannschaft Anlauffussball spielen lassen. Heckings Problem war schon in Gladbach, dass er stur nur ein System mit den immer gleichen Spielern durchgezogen hat. Thioune hatte schon in Osnabrück das Problem, dass er mit ständigen Systemänderungen die Mannschaft verwirrt hat und in der Rückrunde nicht erfolgreich war. Bei Walter ist der Spielaufbau die Achillesferse. Irgendwann geraten wir durch diesen Unsinn in Rückstand und verlieren die Spiele.

4,3,3 System

Das zweite Problem von Walter ist für mich, sein 4,3,3-System. Seit dem ersten Spieltag hält er an dem System mit den zwei Achtern fest. Er hat es etwas abgeändert und Kittel spielt offensiver und Reis etwas defensiver. Aber diese Umstellung ist aus meiner Sicht nur halbherzig, weil Kittel immer wieder bis zum eigenen Strafraum zurücklaufen muss. Das beste System ist für mich ein 4,2,3,1 mit Doppelsechs. Dabei wäre es wünschenswert, dass ein Sechser mit vertikalem Passspiel immer wieder das Spiel schnell macht. Diesen Spieler haben wir nicht. Dafür haben wir aber gute 6er. Ich würde daher auf konsequentes 4,2,3,1 umstellen, Reis weiter zurückziehen, um Kittel mehr von der Defensivarbeit zu entbinden.
Ich schätze, wie du, auch Reis sehr, weil er einer der wenigen 6er ist, der schnell ist.

Neuzugänge

Dass im Winter nur ein Neuzugang kam, liegt allein daran, dass wir kein Geld haben. Wir verballern jedes Jahr 19 Mio in der Verwaltung, so dass für Neuzugänge, die den Aufstieg wahrscheinlicher machen würden, kein Geld vorhanden ist.

Alex
7 Monate zuvor

Alternativ zu einer „gehaltvollen“ Diskussion kann man den ganzen Bums auch so zusammenfassen: HSV scheitert zum vierten Mal hintereinander beim Versuch, die zweite Liga zu verlassen. Gleiche Ursache, anderes Muster. Diesmal wurde die Hinrunde mit zu vielen unnötigen Unentschieden abgeschenkt, weil auch der neue Übungsleiter Tim Walter zunächst seine persönliche Agenda über den Erfolg des Vereins stellen durfte. Die von der Öffentlichkeit geforderten und von den sportlich Verantwortlichen erzwungenen Fehlerkorrekturen brachten zwar eine deutliche Steigerung in der Rückrunde, aber das Ziel des Wiederaufstiegs wurde erneut verfehlt, weil sich die Konkurrenten der „stärksten zweiten Liga aller Zeiten“ am Ende durchsetzen konnten. Der HSV geht somit in das fünfte Jahr seiner Zweitligazugehörigkeit, was die Chancen auf eine Rückkehr in die Bundesliga nochmal deutlich verringert. ENDE

Nordisch
7 Monate zuvor

Was das Heidenheim-Spiel angeht, kann ich dem @abraeumer nur zustimmen. Ich fand es ebenfalls einfach schlecht. Die kritische Fraktion, mich eingeschlossen, redet ja schon seit Jahren davon, sich vom Ergebnis zu lösen, und das hier ist wieder so ein Fall. Vergesst 2:0 oder 0:2. Es geht um den Auftritt. Und den habe ich genau wie abraeumer empfunden. Darmstadt war klasse. Heidenheim war nichts.

Und da hilft auch „Heidenheim hat sich mehr gewehrt“ nichts, warum ist den Darmstadt so unter die Räder gekommen? Weil wir sie dahin gebracht haben. Und genau so hätte auch Heidenheim bearbeitet werden müssen. Das geht. Wir haben es einfach nicht gemacht.

Im übrigen gibt es für die Kritikpunkte — zu wenig durchschlagsstarke Offensive, und zu riskante Defensive — auch statistische Belege, wie dieser schöne Artikel vom NDR zeigt:

https://www.ndr.de/sport/fussball/Datencheck-So-stehen-die-Aufstiegschance-des-HSV,hsv25424.html

Besonders interessant ist die Statistik bei den „Expected Goals“ („xGoals“). Unter Wolf (1,36 zu 1,38) und Hecking (2,09 zu 2,1) schoss der HSV fast genauso viele Tore wie erwartet. Unter Thioune lag das Team zu diesem Zeitpunkt mit 2,18 Toren pro 90 Minuten deutlich über den Erwartungen von 1,87. Unter Walter haben die Hanseaten mit 2,2 „xGoals“ zwar den höchsten Wert erspielt, sie sind mit im Schnitt 1,86 erzielten Treffern aber erstmals auch deutlich schlechter, als bei den Chancen drin gewesen wäre.

Auf der anderen Seite gestattet der HSV seinen Gegnern mit 1,48 „xGoals“ auch so viele wie nie zuvor in seiner Zweitliga-Geschichte. Tatsächlich kassiert hat Walters Team bisher lediglich 20 Treffer – und profitiert bei erwarteten 32,56 Gegentoren häufig von der schlechten Chancenverwertung der Gegner. Was nicht zuletzt beim jüngsten 2:0-Erfolg gegen Heidenheim zu bestaunen war.

Genau das wird hier im Blog immer wieder angeführt und dann vielfach beiseite gewischt. Im Prinzip müssten wir ein Torverhältnis von ca. 48:33 haben. Damit könnte man sicherlich vorne mitspielen, Pauli hat 45:31. Aber da wir vorne zu wenig treffen, ist es ein unverschämter Glücksfall, dass die Gegner die Chancen, die wir ihnen bieten, nicht nutzen, und wir somit auch weniger kassieren, als wir müssten.

Wenn das aber so ist, heißt es dreierlei: Erstens, die „stabilste Abwehr der Liga“ ist genau das Trugbild, als das es hier bezeichnet wird. Die Antwort auf die Blogfrage von @Marcus Scholz ist ein klaren Nein. Insbesondere Walters — offensichtlich gewollter, da durchweg in der Saison praktizierter — Querpass-im-16-Meter-Raum-Style ist ein Risiko, und zwar ein unnötiges. Weg damit. Wenn der Ball sich dem Strafraum nähert, wird er nach vorne gekloppt. Wir haben gute Zweikämpfer im Mittelfeld, so ein Ball ist — im Gegensatz zu früheren Saisons — nicht automatisch verloren. Es ist völlig unnütz, dem Gegner diese Chancen auf leichte Tore zu geben.

Zweitens, es muss eine substanzielle Verstärkung in der Offensive her. Das wurde hier natürlich auch immer wieder diskutiert. Der Offensivfußball kann auf Dauer nur funktionieren, wenn er auch in entsprechende Tore umgemünzt wird. Wenn man Spiele so gestalten will, dann müssen eben auch die zwei bis drei Tore pro Spiel fallen, sonst geht das Konzept nicht auf.

Und deswegen, drittens, bin ich nach wie vor sehr skeptisch was den Aufstieg angeht. Natürlich kann es sein, dass wir diese Saison einfach mal Glück haben. Aber mit Glück kann man nicht planen, und wer es trotzdem tut ist schlicht nicht seriös.

.

Davon abgesehen, was mein persönliches „Gefühl“ angeht, warte ich auf Sandhausen. Gewinnen wir da, ist die Hoffnung wieder da (und die Erwartung dann der übliche Tritt in den Mors am Saisonende, wenn es wieder nicht reicht).

Houston
7 Monate zuvor

Solange wir nicht 102 Punkte und 0 Gegentore am Ende einer Saison haben, werden wir nicht aufgeben zu pesten auf Deibel komm raus ! Nicht wahr ?

Jörg Meyer
7 Monate zuvor

Ich mag diese Art des Blogs auch sehr, dafür danke Scholle.
Ich muss Abräumer auch recht geben, das er das riskante Spiel hinten raus anmahnt.
In Situationen wo HF angespielt wird und sich zwei oder drei Gegenspieler direkt gegenüber sieht sollte er definitiv den Ball lang schlagen.
Auch sollten wir es nicht so exzessiv spielen das wir zu berechenbar werden.
Aber generell finde ich den spielerischen Aufbau super wenn wir es nicht übertreiben dem System wegen.

bahrenfelder
7 Monate zuvor

Ausschnitt aus der zweiten Antwort von Scholle auf abraeumer seinen Beitrag.
während die Offensivkräfte vorn wirbeln.“
Welche Offensivkräfte wirbeln vorne? Glatzel hatte gegen Darmstadt einen guten Tag. Aber nicht zu vergessen es war ein Elfer dabei und wie ein Sky Reporter anmerkte – er hat ihn verletzungsfrei überstanden-. Der Elfer sah auch alles andere als souverän aus, meine Meinung.
Wer „wirbelt“ noch da vorne? Wintzheimer wird auf der Außenbahn verbraten und ein Meißner spielt leihweise in Rostock. Ich vermisse ehrlich gesagt noch ein oder gar zwei Stürmer, die auch Stürmer sind. Tore schießt im Moment beim HSV wer gerade vorne am besten dasteht. Funktioniert zur Zeit ganz gut aber auf Dauer hege ich meine Zweifel.

Zu TW möchte ich anmerken, dass er seine Sturheit gegenüber der Defensive geändert hat. Ich hatte dies auch des öfteren angesprochen und bin eines besseren belehrt worden. Nur die Offensivkraft lässt noch zu wünschen übrig. Zur Zeit kann der HSV froh sein, das sie eine so starke Defensivkraft haben. Wenn die Mannschaft hinten so zusammenbleibt, sehe ich Ambrosius in der nächsten Winterpause leider zu einem anderen Verein wechseln.

ToniHH
7 Monate zuvor

Wir haben die beste Viererkette…
David’s Verletzung sei Dank..

Wir haben nicht das beste OM Mittelfeld , zu Kittel abhängig….

Wir haben nicht die besten Aussenstürmer der Liga…..Standards und Flanken sind auch nicht der Hit…

Aber irgendwie funktioniert die Mannschaft…und das freut mich…

MeinVerein2021
7 Monate zuvor

Mir gefällt diese Art Blog gut. Da funktioniert für mich sehr gut mit solch dezidierten Beiträgen wie dem von Abräumer.

MEFFORT
7 Monate zuvor

Ich meine, Abräumer könnte auch Unzufriedener oder Neudeutsch hier „Pester“ heißen.
Genauso wurde in den Jahren 2009/2010 geredet und geschrieben, als wir unter den Top 15 in Europa waren. In Hamburg, beim HSV, findet man nie das es mal o.k. ( ich will nicht zufrieden sagen
, weil das schnell dann ins Negative läuft ) ist – mehr als jetzt geht unter den aktuellen Umständen nicht und das ist ganz schön VIEL im Moment.

Jörg Brettschneider
7 Monate zuvor

Wenn Scholles und Abraeumers Argumente sich auf einer Balkenwaage befänden, würde der Balken auf Scholles Seite meiner Meinung nach tiefer hängen.

Der HSV stellt die Mannschaft der Stunde. Trotz noch mehr Bremer Siegen in Folge. Die Gegner des HSV waren andere. Dazu kommt die englische Woche mit dem Pokalspiel in Köln.

Es kommt jetzt darauf an, aus dieser starken Phase eine Selbstverständlichkeit zu entwickeln, die sich auf die gezeigten Leistungen gegen Top-Teams gründet, aber niemals den Fokus und die Konzentration außer Acht lässt und der Leierlässigkeit die Türen öffnen würde.

Arminia Bielefeld im Aufstiegsjahr kann hier durchaus als Vorbild dienen.
Gewinnt der HSV auch in Sandhausen, kommt Bremen mit einer gehörigen Portion Respekt in den Volkspark. Der HSV seinerseits könnte mit ganz breiter Brust antreten und müsste vor Duksch und Füllkrug keine Angst haben.

Ich glaube tatsächlich, dass der HSV eine Dynamik entwickeln kann, die ihn zur Meisterschaft trägt. Vorausgesetzt, der Kader bleibt von Verletzungen verschont und richtet sich durch „unforced errors“ nicht selbst hin.

Die jetzige Phase muss genutzt werden, um so viele Dreier zu holen wie möglich.
Man muss damit rechnen, dass Schalke nach der nächsten Niederlage die Notbremse zieht und den Trainer wechselt. Bis dahin braucht der HSV einen Puffer auf Schalke. Der kann jetzt erzeugt werden.

Gelingt es dem HSV, dieses positive Selbstverständnis beizubehalten und auszubauen, darüberhinaus eine Dynamik zu entwickeln, steht er am Ende auch vor St. Pauli, Werder und Darmstadt.

Die Chance ist derzeit da. Trotz Jansen & Co.

Und das sage ich, obwohl ich weiß, wie oft der HSV in der Rückrunde eingebrochen ist. Aber dieses Mal könnte es wirklich anders sein. Man hat nicht das Gefühl, dass man zu sehr vor einem Einbruch warnen müsste. Die Vorzeichen sind jedenfalls günstig.

Nicht nur der HSV sieht sich großer Konkurrenz gegenüber. Auch die Konkurrenz sieht sich dem HSV gegenüber. Das kann man – zumindest derzeit – mit Fug und Recht behaupten, ohne arrogant oder abgehoben zu wirken. Der Sieg über Heidenheim (und sein Zustandekommen, mit allen Höhen und Tiefen) könnte einer der wichtigsten der Saison gewesen sein.

Die Fahrt nach Sandhausen kann jedenfalls mit einem anderen Selbstverständnis angetreten werden als letzte Saison. Zu diesem Zeitpunkt hätte schon einer nicht mehr Trainer sein dürfen.

Er würde sich heute so anhören:

„Die Serie zuletzt zahlt auf das Auswärtsspiel in Sandhausen ein. Die Jungs dürfen dann gerne auch ihren Fokus behalten, ihre Leistung anbieten und mit dem Spielgerät den Rahmen treffen. Das macht dann auch im Hinblick auf Werder was mit den Jungs. Unser Mindset ist durchgängig positiv.“

Michael
7 Monate zuvor

Moin,

Heidenheim Spiel gut oder schlecht…..

Das wird meiner Meinung nach immer noch der alten „HSV-Denke“ bewertet. Wir sind normaler Zweitligist und unser Kader gehört zu den 6 stärksten der Liga, aber er ist nicht überragend! Und Heidenheim ist so ziemlich die ekligste Mannschaft der Liga 2, wenn sie einen guten Tag haben. Deshalb ein gutes Spiel – imho.

Sonny Kittel hat es richtig gesagt nach dem Heidenheim-Spiel, „die rennen und kämpfen (und foulen) wie die Verrückten, aber das können wir auch“. Und das ist das was sich geändert hat. Man nimmt den Kampf an, rennt, spielt bis zum Abpfiff weiter und dadurch kommt auch der Erfolg.

Das Team kommt als echte Einheit rüber, auch Hotte, Jonas B. und das Management stänkern nicht (im Gegenteil) und deshalb habe ich mehr Hoffnung auf den Aufstieg als in den Vorjahren.

Aber erst jetzt kommt die entscheidende Phase der Saison. In dieser Zeit haben wir 3 x den Aufstieg verk……. Deshalb ist das Sandhausen Spiel wichtig, da sieht man den Spirit in der Truppe. Gegen Werder wird wohl jeder von selbst motiviert sein.

nur der HSV

abraeumer
7 Monate zuvor

Lieber Scholle, vielen Dank für diese Diskussion. Ich habe heute leider wenig Zeit und antworte dir morgen.

Blumi64
7 Monate zuvor

Amorphis und Alex haben Geschmack….musikalisch 🤘🤘

Polkateddy
7 Monate zuvor

Ich habe heute einen Artikel darüber gelesen, dass Hertha aufgrund der erstaunlich hohen Anzahl an Parallelen, der neue HSV ist. Inhaltlich hat sich der Beitrag nur geringfügig mit dem HSV auseinandergesetzt und dennoch fühlte ich mich getriggert, angesichts der 4 Siege gegen vergleichsweise starke Mannschaften. Ich fragte mich, warum man den Klub der Bundesliga mit dem vielleicht aktuell größten Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag mit dem aufstrebenden HSV vergleicht, der angesichts der Jahreszeit erstaunlich stabil und ruhig ist. Lösung: Er meinte natürlich nicht den jetzigen HSV, sondern den der ihm vor 3,5 Jahren in Erinnerung blieb und bereits vor dem Abstieg jahrelang alles schuldig geblieben ist. Den jetzigen HSV wird der Journalist nur noch am Rande beobachten und seine Rehabilitierung erst frühestens im Aufstiegsfall erwähnen. Nein, wenn wir erneut das Ziel verpassen würden erstklassig zu werden und womöglich Schalke, Werder und/oder Pauli an unser statt aufstiegen, dann können wir diesen Staffelstab, als größter Dorftrottelverein als mahnendes Beispiel herhalten zu müssen, niemals weitergeben können. Nicht an Schalke, nicht an Werder und natürlich nicht an Hertha.

Last edited 7 Monate zuvor by Polkateddy
Kosinus
7 Monate zuvor

Also Schalke schätze ich mitnichten als stärker ein. Was die sich da manchmal zusammenkicken, da ist unsere Spielweise im Vgl. Champions-League. Gut sie haben Terodde, aber sonst funktioniert da oftmals nicht viel.
St. Pauli? Gut, aber nicht gut genug.
Bremen? Bleiben auf Rang 1
Darmstadt? Der nächste Bitte.

RummsBumms
7 Monate zuvor

Ganz nette Auseinandersetzung mit dem Kommentar von Abraeumer.
Ich hätte jedoch keine redaktionelle Gegendarstellung benötigt.
Abraeumer hatte es hervorragend beschrieben u deshalb auch so viel Zuspruch u Resonanz erhalten.

Scorpion
7 Monate zuvor

https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/bundesliga-lars-windhorst-haelt-hertha-investment-fuer-fehler-79169314.bild.html

Das kennen wir doch, oder? Es scheint so, als ob „alte“ und „große“ Vereine nicht sanierungsfähig sind, da zu viele „Altlasten“ insbesondere in der Mitgliedschaft und in den diversen Gremien, vorhanden sind. Und das ganz unabhängig vom Investor und seinen Zielen …

Aradia
7 Monate zuvor

 👩 Moin…..

Erstmal wünsche ich Bramfelder eine stabile Gesundheit.
Innere Blutung ist ganz schlimm.

Dann lese ich viel Unsicherheit, bezüglich des Durchhaltens
der augenblicklichen Form …..von Einigen heraus.

Nun jede Mannschaft hat eine eigene Vorgabe der sportlichen
Führung was Ziele betrifft, sowie andere…… Mentalitäten.
Darum ist auch eine Bergsiedlung durchaus in der Lage eine
Kreisstadt Elf zu schlagen.

Das ist der Reiz von Fussball.

Deswegegen finde ich die Unsicherheit berechtigt.
Je mehr es dem Ende der Saison zugeht werden die sogenannten
Kleinen zu Tigern, um weiterhin am Fressnapf satt zu werden.
Darum helfen weder Statistiken noch Wissenschaften.
Es ist einfach so!

Von daher sollten wir uns noch eine dicke Haut zu legen,
um all die Enttäuschungen zu verarbeiten.

Trainer Walter hat Recht mit seiner Meinung, dass Denken
von Spiel zu Spiel.
Freuen über Siege.
Trauern wenn verloren.
Doppelte Freude bei Siegen gegen die Zecken und der
verbotenen Stadt.

Und ja, mir gefällt der derzeitige Fussball vom HSV.
☂️ 💨 passt auf euch auf.

Blumi64
7 Monate zuvor

Bitte nichts gegen Meffert sagen ist Schulbekannter meiner Töchter aus Rösrath😄👍

Tausche DFB Pokal Sieg gegen Aufstieg

Kosinus
7 Monate zuvor

Guter Blog – gelebte, sachliche Diskussionskultur!

Grantler3006
7 Monate zuvor

Ein wirklich gelungener Schlagabtausch über Fußball und speziell über den HSV. Ich kann beiden Meinungen gut folgen und im Prinzip geht es nur mit harter Arbeit, Geschick und das Quäntchen Glück, um aufzusteigen. Denn die Versäumnisse der Sportdirektorin im Winter den Kader zu verstärken, mindestens in der Breite ist die Achillesferse.
Und ich würde gerade gegen die Bremer mit einer doppelsechs agieren

Dr.Krautsalat
7 Monate zuvor
  • In der Einzelbetrachtung der Mannschaftsteile sind andere sicher besser besetzt.
  • Wir haben gerade in der Abwehr oftmals mehr Glück als Verstand, auch wenn TW seinen Hurra-Fußball ein wenig defensiv angepasst hat.
  • Wir haben bereits gegen alle Teams aus dem oberen Drittel (außer Brähm) in der Rückrunde gespielt und gepunktet.
  • Alle anderen Aufstiegs-Favoriten müssen noch zum großen Teil gegeneinander spielen und nehmen sich gegenseitig die Punkte. Hoffen wir, dass dies eine gute Voraussetzung für den Endspurt ist….
Riesum
7 Monate zuvor

Beratungsresistent. Wer hier weiss denn, was ihm wann geraten wurde ?

OhnezuRuppen
OhnezuRuppen
7 Monate zuvor

Für mich ist auch die beste Viererkette der Liga, aber einzeln gesehen finde ich Schonlau als sehr durchschnittlich. Er mag als Kapitän funktionieren, aber er ist einfach zu langsam. Das kann er auch durch gutes Stellungsspiel nicht immer ausgleichen.
Ich hoffe, glaube aber auch, dass der HSV (abgesehen von Verletzungen und Pandemie) nicht einbrechen wird, dafür ist die Mannschaft in sich erheblich fitter u. gefestigter als in den Vorjahren.
Und die Entwicklung ist enorm und noch nicht abgeschlossen. Bei Allen.
Deshalb verstehe ich Scholle fast tägliches Bemerken, dass TW beratungsresistent ist/war und ‚diplomatisch ausgedrückt‘ erzwungende Einsicht, dass das System leicht modifiziert wurde.
Dass das erzwungen war, kann ich mir nicht denken, dann hätte er die Konsequenzen gezogen und der HSV wäre wieder auf Los. Ich traue ihm schon zu, dass er sich mit der Mannschaft weiterentwickelt hat und eben die taktischen Maßnahmen ergriffen hat.
Für den Rest der Saison sieht es doch so aus, dass die ‚anderen 5‘ fast alle noch gegeneinander spielen (Werder hat sogar noch den dicksten Brocken dazu😊), sodass Heidenheim vielleicht noch das ‚leichtere‘ Restprogramm hat.
Warten wir es ab, wird auf jeden Fall noch spannend, Sandhausen wird nicht einfach.

Rotkaeppchen1966
7 Monate zuvor

Nach all den Geschehnissen der letzten Jahre, sollte man sich mit vorschnellen Analysen zurückhalten.
Walter macht es schon ganz richtig, indem er den permanenten Entwicklungsprozess anmahnt und immer nur das nächste Spiel erwähnt.
Zumindest scheint sich das Team im Gegensatz zu den Vorjahren zu steigern.
Ob es allerdings auf der Welle des Erfolges weiter reiten kann, ist meiner Ansicht nach trotz der aktuell positiven Entwicklung nicht zu prognostizieren.
Wo möglich wird man sich irgendwann bei aller Betonung des o.a. Prozesses dem Aufstiegsziel und den damit verbundenen Hoffnungen und Erwartungen und den damit verbundenen nervlichen und mentalen Belastungen stellen müssen.
Ich hoffe, unser Kapitän, der mit Paderborn 2x aufgestiegen ist, wird den Jungs eine Hilfe sein in Bezug darauf, wie man erwähntem Druck stand hält.

Defensor
7 Monate zuvor

Die entscheidenden Spiele kommen erst noch und es ist noch ein langer Weg. Gegen Sandhausen muss gewonnen werden; eine Niederlage gegen Werder und ein anstrengendes Pokalspiel könnten noch einmal für Unruhe sorgen. Auch nach dem erhofften Sieg gegen grün-weiss darf keine Partystimmung aufkommen… die richtig schweren Spiele kommen zum Schluss. Hier muss die Mannschaft unter Beweis stellen, das sie es wirklich kann.

Ich bin skeptisch, ob Winterverpflichtungen gelungen wären. Hätte sich auch störend auf
den guten Teamspirit auswirken können. Ausfälle müssen eben durch „junge Wilde“ kompensiert werden – Krahn hat erst kürzlich bewiesen, dass er sofort reinpasst… finde ich.. Hoffe eher, dass die häufig kritisierten Herren Boldt/Mutzel… jetzt schon nach guten und bezahlbaren Neuen suchen… hoffentlich dann für Liga 1.

Aktuell sieht es ja so aus, dass Stuttgart absteigen wird… denen hat ein recht schneller Aufstieg offensichtlich auch nicht geholfen. Ich hoffe die lange Zeit Liga 2 ist ein Denkzettel für den HSV. – FERTIG

uwe twiehaus
7 Monate zuvor

Wenn T.Walter seine Arbeit erkannt und ihm die nötige Unterstützung erteilt wird, steht der HSV jetzt vor dem Durchbruch in die Erste Liga? Sollten dann noch, egal mit welcher Kette von allen Seiten, nicht zu viele überflüssige Kommentare abgegeben werden, und sich nur auf das wesentliche konzentriert werden, kann mit Recht davon gesprochen werden, dass der HSV tatsächlich reifer geworden ist! Freude pur.

Micky
7 Monate zuvor

Wird ja echt langweilig hier.
HSV so gut wie in der 1. Liga.
Kein Stolperjochen und keine Maltafüsse mehr.
Alle hängen ihre Fähnchen in den Wind.
Wie soll das alles enden?

Edit:
Ach nee, einer der beständigsten Spinner ist immer noch fleissig.(Wie konnte es anders sein)
Ein anderer ist seinen Tumor los und zelebriert es hier ausgelassen.
Super, wird ja immer intimer hier.

Die Negativspirale nimmt langsam wieder Fahrt auf. Da helfen auch keine HSV Siege.
So muss das sein.
(Möchte nicht wissen, welche Untergangsstimmung hier herrscht, wenn unser 1.Stadtverein gegen Wärda verkackt 😁

! Wir steigen auf (falls ich das noch nicht schrobte) und;
NUR der HSV !

Hühüpf

alles hat seine zeit
7 Monate zuvor

Noch immer ist nicht erkennbar, ob die User, die das Volksparkstadion als ihre Kirche betrachten, den HSV als ihre Religion sehen, hier im Blog die Mehrheit bilden.
Oder sind es jene, die, aus der Sicht der Kirchgänger, des Teufels sind ?

Last edited 7 Monate zuvor by alles hat seine zeit
Paulinho
7 Monate zuvor

An TW : ich finde das von Alex sogenannte „Hintenrum Gedaddel“ eigentlich stets verbesserungsfähig, aber im Grunde schon nicht schlecht, bleibt man doch im Ballbesitz und bestimmt das Spiel, wenn ! ja wenn, man es eben beherrschen würde. Und da hab ich doch öfter den Eindruck, dass, wer auch immer, mal ne Lösung gesucht wird und daher lieber TW, gib doch dem dann verzweifelten Spieler mit dem kurzen Blackout die Order, das „Erbe“ einfach mal den langen Hafer probieren und nach vorn zu ballern. So what?

Jovanic Hugental
7 Monate zuvor

Jonas Boldt ist jetzt 1000 Tage beim HSV und es geht langsam aber sicher Stück für Stück bergauf. Boldt erwirtschaftete in jedem Jahr ein Transferplus während die Mannschaft immer um den Aufstieg mitspielte. Sollte es ihm nun noch gelingen die Personalkosten neben dem Spielerkader um 60% einzudampfen, könnte man bei einem möglichen Aufstieg die notwendigen zwei bis drei Verstärkungen bezahlen.

Ballholer
7 Monate zuvor

Das team hat sich inzwischen eingespielt und hat Lust Spiele zu gewinnen ! Nur der HSV !