Dem HSV fehlt der unabhängige Blick von außen

von | 25.11.21 | 166 Kommentare

So schnell verselbständigen sich Diskussionen. Da sprechen einige Leute miteinander, die allesamt Vermutungen äußern. Sie haben einen Punkt, in dem sie sich einig sind – nennen wir es mal: die Abneigung gegenüber einer bestimmten Person – und sprechen sich gegenseitig in Rage. Im Laufe dieser Diskussion werden aus Thesen plötzlich Wahrheiten. Und aus ihren Überschneidungen schlussfolgern sie dann Wahrheiten, auf deren Basis sie neue Geschehnisse beurteilen. Noch immer ohne jeden einzelnen, eigenen Einblick in die wahren Geschehnisse. Aber das interessiert irgendwann niemanden mehr. Im Gegenteil: Plötzlich tauchen auch noch so genannte „Insider“ auf, die behaupten, sogar Dinge zu wissen. Aber das tun sie in den meisten Fällen nachweislich nicht.

Auch ich bin tatsächlich weit weg davon, zu behaupten, alles zu wissen beim HSV. Weder in den Themen von heute, noch in denen der Vergangenheit. Ich habe zwar das Privileg, täglich mit den Entscheidungsträgern sprechen zu können. Aber auch die erzählen mir als Journalisten naturgemäß meistens nur das, was sie gefahrlos erzählen können, ohne sich selbst in Bedrängnis zu bringen. Nur sehr selten kommen dabei „Geständnisse“ heraus, mit denen sich die Quelle selbst auch anklagt.

Von daher werde ich mir auch nie anmaßen, sicher beurteilen zu können, woran der Niedergang des HSV in den letzten zehn Jahren lag. Ich meine zwar genügend zu wissen, um Hauptverantwortliche nennen zu können. Nicht alle und alles en detail, und sicherlich übersehe ich an verschiedenen Stellen auch die eine oder andere Verfehlung derer, mit denen ich am meisten gesprochen habe. Aber wenn ich die hier im Blogform aufgestellten Thesen lese, muss ich eines loswerden: Bitte, bitte, liebe alle! Seid vorsichtiger! Verwechselt bitte nicht Eure Interpretationen von Geschehnissen mit Tatsachen.

Dass Dietmar Beiersdorfer in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender in Hamburg ab 2014 im Ergebnis schlechte Arbeit abgeliefert ist, kann selbst er nicht leugnen. Macht er auch nicht. Er sagt auch nicht, dass er gut war, er sieht seine Arbeit aber bis heute besser, als ich sie beurteile. Trotzdem macht er im Gegensatz zu seinen Vorgängern eben auch nicht, was alle in diesem Geschäft machen, um den eigenen Namen irgendwie zu retten: Er schwärzt nicht andere an, um von sich abzulenken. Klingt richtig – es führt aber nur dazu, dass er damit gegen alle anderen, die deutlich lauter sind, in der Öffentlichkeit verliert. Das hat er auch in seiner ersten Amtszeit als Sportchef schon. Auch damals wehrte er sich nicht gegen die Intrigen um ihn herum, die letztlich – so weit würde ich zurückgreifen – der Anfang vom Ende des HSV waren.

Denn seither fiel der HSV durch Machtkämpfe auf. Man arbeitete nicht zusammen, weil sich niemand vertraute. Auch Beiersdorfer verschleuderte Millionen für Spieler, die es nicht wert waren. Dass dabei immer auch ein paar Euro links und rechts runterfielen, wie auch ihr hier schreibt – alle denken es, aber es ist nicht zu beweisen. Und daher kann und werde ich sowas auch niemals schreiben, egal wie offensichtlich es zu sein scheint und egal, wie sehr ihr mich dazu auffordert. 

Und damit noch mal kurz zurück zu meinem Beiersdorfer-Blog von gestern, der hier für Posts gesorgt hat, bei denen man sich um die Gesundheit des Verfassers Sorgen machen musste. Darum ging es mir nicht. Beiersdorfer ist als Person in seiner neuen Funktion zweifellos ein Thema des Spiels am Sonntag. Ich würde an dieser Stelle auch über Werner Hackmann (er möge in Frieden ruhen!), Bernd Hoffmann oder andere höchst umstrittene Persönlichkeiten schreiben, wenn diese heute noch einmal irgendwo im HSV-Umfeld auftauchen würden. Bericht zu erstatten über den HSV ist eben auch kein Wunschkonzert. Aber ich muss mich als Blogbetreiber auch darum kümmern, dass aus selbigen nicht irgendeine Bewegung entsteht, die schädlich ist, oder einfach nur falsch.

Und wenn ich lese, mit welcher Selbstverständlichkeit sich hier einige hinsetzen und Posts verfassen, in denen sie abstruse Behauptungen als Wahrheiten deklarieren, dann muss ich einschreiten. Von daher fasse ich es kurz und knapp ohne große Argumentationskette zusammen: Beiersdorfer hat in seiner Zeit als Sportchef den HSV sportlich (und daraus resultierend auch finanziell) ebenso vorangebracht, wie er den HSV als Vorstandsvorsitzender Jahre später mit Fehlentscheidungen Geld und Entwicklungsmöglichkeiten gekostet hat. Meine Begründung: Weil er nur in seiner ersten Amtszeit als HSV-Funktionär den richtigen Posten besetzt hat. Aber entscheidender noch für den Niedergang als Beiersdorfer allein waren die Personen um ihn herum. Denn sie haben ihn wissentlich falsch eingesetzt, behaupte ich. 

Der HSV hatte sich schon vorher und insbesondere mit der Ausgliederung auf wichtigen Positionen immer mehr taktisch, als strategisch gut und produktiv besetzt. Der Blick eines Unabhängigen von außen ist nie gewollt gewesen. Weil der HSV krank war. Wobei: wenn ich sehe, wie Marcell Jansen aktuell den Aufsichtsrat mit seinen Wunschkandidaten besetzt, befürchte ich völlig unabhängig von den intellektuellen Fähigkeiten selbiger, dass wir noch immer mittendrin in diesem ungesunden Prozess sind. Denn Jansen macht es den Heckenschützen im HSV-Umfeld mehr als leicht, ihm strategischen Machterhalt anzulasten. Und DAS wiederum macht mir heute sehr viel mehr Sorgen als ein Blog über Beiersdorfer.

Sorgen hatte ich heute auch kurzfristig, als Faride Alidou das Training nach nur wenigen Minuten wieder abbrach. Aber glücklicherweise nur kurz, da der Youngster selbst später via soziale Netzwerke erklärte, dass er geimpft worden sei und deshalb kürzertrat. Sein Einsatz am Sonntag gegen Ingolstadt soll nicht gefährdet sein. Daniel Heuer Fernandes trainierte heute wieder auf dem Platz und scheint langsam wieder in Fahrt zu kommen – auch wenn es für Sonntag sicher noch nicht reichen wird.

Ansonsten möchte ich an dieser Stelle eine Sache vorantreiben, um vielleicht der einen oder anderen schädlichen Entwicklungen schon zuvorzukommen: Das Q&A hier im Blog. Der Communitytalk, den ich Euch hier reinstelle, ist ein erster kleiner Schritt dahin. Aber allen, die sich gestern so maßlos über den Beiersdorfer-Blog geärgert haben, biete ich gern an, mir hier ihre Fragen zu stellen, die ich ihnen gern beantworten werde. Damit wir uns alle auch in Zukunft hier auf Augenhöhe treffen können.

In diesem Sinne, Euch allen einen schönen Abend! Bleibt gesund und bis morgen!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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MeinVerein2021
5 Monate zuvor

Aha.
Ich finde nicht, dass sich die Kommentare zum Beiersdorfer-Blog von den Kommentaren zu anderen Blogs qualitativ unterscheiden.
Es wird hier doch immer schön etwas behauptet, was durchaus auch als Meinung durchgehen kann.
Es wurde auch zwischen erster und zweiter Amtszeit unterschieden – mit unterschiedlichen Bewertungen oder auch nicht.

So what? Ist hier doch ein Fanblog und keine öffentlich-rechtliche Dokumentation.

Beiersdorfer ist einer, wenn logisch auch nicht der einzige, der im Ergebnis dem HSV geschadet hat.

Das wirklich Schlimme ist, dass es IMMER NOCH an Führung mangelt, die Leistung und Erfolg zum Mittelpunkt des Handelns macht. Insoweit nehme ich Bezug auf O. Ringelbands Blogbeiträge. Wer keinen identitätsstiftenden, das Gesicht und den Kopf des HSV bildenden VV bestellt, muss sich Fragen stellen lassen. Diese Frage richtet sich an den AR und damit an den HSV e.V.

Daneben entscheidet sich die Zukunft auf dem Platz. Und da ist ja noch alles drin.
🖤🤍💙

RummsBumms
5 Monate zuvor

Ich habe unter den Blogteilnehmern noch nie so viel Einigkeit gelesen. Ein jeder sieht mehr oder weniger die Arbeit von Didi als unterirdisch an.
Abstruse Theorien, die aufgrund mangelnder Hintergrundinformationen zustande kamen, las ich nicht.
@Scholle…..Du hast eher eine abstruse Theorie:
„Es haben gewisse Personen den Didi bewusst auf den falschen Posten gesetzt….“…..damit er scheitert u damit der HSV Schaden nimmt?
Kannst du das genauer erläutern oder erklären? Das ist ja KGB verdächtig…..war Putin involviert?

Ansonsten zeigen die Reaktionen, dass Didi keiner mehr von uns ist. Auch wenn der HSV „Sein“ Verein ist.
Als Blog-inator darf Scholle einen Jeden interviewen. Was jedoch wirklich fehlt…..richtig, frag doch mal kritischer nach, wenn du selber kritisch über die Person denkst…..
Was gibt es bei Didi zu verlieren?
Der wird nie wieder beim HSV einen Job bekommen. Vorher brennen die Betonstufen vom Stadion.
Der kritische Blick von Außen fehlt……dann bringe ihn doch als Bloginator endlich hinein.
Didi hat genug Angriffsfläche geboten und er war kein Opfer. Er war einfach überfordert u schlecht. Mehr nicht. Aber schlimm genug.
Und Chapeau zu der Jansen Aussage. Richtig…er sichert sich nur ab. So lange solche Personen agieren, wird der HSV niemals die Kurve bekommen.
Würde mich freuen, wenn diese Aussage zu Jansen weiter hier thematisiert wird. Denn solche Leute brauchen wir nicht.
Ich sag nur Sackseife…..

Last edited 5 Monate zuvor by RummsBumms
Hans Lammers
5 Monate zuvor

Hallo zusammen,
ich lese den täglichen Blog über den HSV sehr gerne.
Zustimmen muss man dem geschriebenen von Herrn Scholz ja nicht immer. Die beschämenden Äußerungen von einigen Blogteilnehmern danach, finde ich persönlich nicht in Ordnung.

NUR DER HSV

Didi
5 Monate zuvor

Scholle, wenn du dich ernsthaft an Beiträgen im Kommentarbereich stört, warum lässt du dann den offensichtlich gestörten User US73 hier wiederholt so einen kranken Scheiss verbreiten?

„Die Dummen sterben nie aus; und dank Internet dürfen sie ihre grandiose Dummheit auch noch verbreiten. Als unabhängiger „Gott“ würde ich dieser Spezies das Recht auf Weiterleben entziehen…“

Alex
5 Monate zuvor

Wobei: wenn ich sehe, wie Marcell Jansen aktuell den Aufsichtsrat mit seinen Wunschkandidaten besetzt, befürchte ich völlig unabhängig von den intellektuellen Fähigkeiten selbiger, dass wir noch immer mittendrin in diesem ungesunden Prozess sind.

Aha! Wäre doch mal ein Thema für einen eigenen Blog…

Boxer
5 Monate zuvor

Welche abstruse Wahrheiten denn? Es sind doch Fakten, die belegen das D. Beiersdorfer beide male schlechte Arbeit abgeliefert hat. Beim 2.Mal sogar die historische Chance in den Sand gesetzt, den HSV wieder nach oben zu bringen. Und das sind nun mal Fakten, und nichts anderes

Ausserdem hört sich der Blog heute eher wie ein Freundschaftsdienst an, zudem tendenziös.

Flotti McFlott
5 Monate zuvor

Die Legende vom Dukaten-Didi
-Ein Trauerspiel in Zahlen-

Folgende Bilanz wurde mir soeben zugespielt:

Düdü war vom Sommer 2002 bis Sommer 2009 „Sportchef“ und somit für 7 Saisons verantwortlich.

2002/03: -3,95 Mio.
2003/04: -1,80 Mio.
2004/05: -4,75 Mio.
2005/06: -6,15 Mio.
2006/07: -7,67 Mio.
2007/08: -3,34 Mio.
2008/09: +10,75 Mio.

Gesamt: -16,91 Mio.

In seiner letzten Saison wurden van der Vaart (Real), de Jong (Man City), Kompany (Man City) verkauft, daher das Plus.

Scorpion
5 Monate zuvor

„wenn ich sehe, wie Marcell Jansen aktuell den Aufsichtsrat mit seinen Wunschkandidaten besetzt, befürchte ich völlig unabhängig von den intellektuellen Fähigkeiten selbiger, dass wir noch immer mittendrin in diesem ungesunden Prozess sind“.

@Marcus Scholz.
Wenn Du die gleichen Fehler wie damals bei Beiersdorfer nicht wieder machen willst, also quasi im Chor mit den anderen Hamburger Medien, als Hofberichterstatter, diesen, zu recht von Dir genannten „ungesunden Prozess“ wohlwollend zu begleiten, dann wäre das ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Defensor
5 Monate zuvor

Warum arbeitet ihr euch permanent an der Vergangenheit des Clubs ab? Die Miesen wurden gemacht, das Geld ist für immer futsch… Die ganzen faulen Äppel hängen auch nicht mehr am Baum; Beiersdorfer ist Vergangenheit und er kommt nie wieder… Es sollte doch nur um das Hier und Jetzt und die Zukunft des HSV gehen. Beim Klimawandel brauchen wir auch nicht über die Fehler der letzten 100 Jahre diskutieren, sondern nur daraus lernen und es richtig machen; auch wenn man vieles dafür entbehren muss. Das muss für den HSV auch gelten.

Maozen
5 Monate zuvor

@Marcus Scholz :Es wäre langsam mal schön auch bei den beleidigenden Posts von Pralja einzuschreiten, Danke, ich sag nur Karzinom…

Frederix
5 Monate zuvor

Es reicht langsam, mich interessiert das Hier und Heute (und Sonntag), 2 Blogs über DB und Unzulänglichkeiten der Vergangenheit sind definitiv zuviel. Das ist maximal ne Randnotiz wert

Meaty
5 Monate zuvor

Sicherlich hat ein Beiersdorfer einen großen Anteil am Niedergang des HSV, das ist nun mal nicht von der Hand zu weisen!

Aber Herrn Beiersdorfer hier die alleinige Schuld in die Schuhe zu schieben und einen Bernd Hoffmann immer als ewiges Opfer darzustellen, ist ebenso grotesk, wie lächerlich!

Auch andere Präsidenten und Verantwortliche haben erheblichen Anteil am Niedergang des HSV. Wenn man dann hier schon die große Abrechnung startet, dann doch bitte die Herren Hoffmann, Bruchhagen, Jarchow und auch ehem. Aufsichtsräte, wie Marek Ehrhardt und Konsorten nennen!

Last edited 5 Monate zuvor by Meaty
profikommentator
5 Monate zuvor

Dafür, dass der Blogbetreiber täglich mit den HSV-Verantwortlichen sprechen kann (oha!), kommt aber wenig bei rum.

Flotti McFlott
5 Monate zuvor

@Marcus Scholz

„ Beiersdorfer hat in seiner Zeit als Sportchef den HSV sportlich (und daraus resultierend auch finanziell) ebenso vorangebracht, wie er den HSV als Vorstandsvorsitzender Jahre später mit Fehlentscheidungen Geld und Entwicklungsmöglichkeiten gekostet hat.“

Wie kann man denn behaupten, Didi hätte den Verein in seiner ersten Amtszeit finanziell vorangebracht, wenn unter dem Strich ein fettes Transferminus steht (Abfindung nicht eingerechnet)?
Das sind keine Behauptungen, sondern Fakten die sich mit Zahlen untermauern lassen!

Uwe Öztunali
5 Monate zuvor

Dieser in der Blogüberschrift geforderte unabhängige Blick von außen um Dinge voranzutreiben: Zufällig hörte ich vor kurzem beim Schlendern durch die Stadt ein Gespräch von rosafarbenen Fanboys mit an, in dem sie sich genau über jene Einmischung von außen, da sie angeblich schwer verdaubar sei lustig machten und ihr rigoros den Kampf ansagten – während sie australische Lachsbrötchen aßen..

Last edited 5 Monate zuvor by Uwe Öztunali
fan17
5 Monate zuvor

Unfassbare und anmaßende Be- und Verurteilungen in den Kommentaren

Wenn Didi Beiersdorfer nach Jahren in neuer Funktion in den Volkspark ist es doch wohl mehr als gerechtfertigt, dass Scholle dieses hier thematisiert.

Auch wenn sich an ihm die Geister scheiden, zumindest ja seine zweite Amtszeit keine gute war, in der – ganz grob überschlagen – ähnlich viel Geld ausgegeben wurde wie bei dem Marketingprojekt RB Leipzig, letzteres in die Spitze geführt wurde und sich die von den allermeisten gefeierte HSV-Ausgliederung in den Sog einer unaufhaltbaren Abwärtsspirale zog. Dass davor und danach weiterhin viel falsch gemacht wurde, wird von manchen ja auch gerne übersehen.

Manche erinnern sich sehr gerne an seine erste Amtszeit, als es bis in die Champions-League ging mit Spielern wie van Buyten, Boulahrouz, Trochowski, Atouba, van der Vaart, Kompany, Demel, de Jong, Boateng, Olic u.a.
(Ja, jetzt kommt bei einigen wieder der Einwand, dass Bernd Legien ja für BeNeLux als Scout zuständig war und Hoffmann die Verträge gemacht hat. Nur: wer hat dann eigentlich Demel, Atouba, Trochowski, Boateng, Jarolim, Olic geholt? Und dass Scouts nie alleine entscheiden wer geholt wird, ist eigentlich auch bekannt. (Und komisch auch, dass Legien danach nicht mehr durch ähnliche Transfers auffiel).

Und selbst wenn es so wäre, dass mehr schlecht oder sogar seht schlecht als gut war: Ich finde es unfassbar, wie hier über ihn – und auch andere, wie z.B. gegenüber Spielern, anmaßend ge- und verurteilt wird. Bei aller möglichen Kritik – kann jeder noch in den Spiegel schauen, bei dem was zum Teil geäußert wird?
Dass auf jeden Fall junge Spieler das nicht kalt lässt, müsste sich eigentlich rumgesprochen haben. Sehen und kennen wir den Menschen, der hier und woanders verbal von einigen fast vernichtet wird? Wollen die, die so gerne über andere urteilen, selbst so bewertet werden?

Den Blog haben aus diesem Grund leider schon manche verlassen, die dem Niveau und dem Austausch hier gut getan haben.

Last edited 5 Monate zuvor by fan17
Grantler3006
5 Monate zuvor

Persönlich würde ich es sehr begrüßen, wenn aus diesem Blog eine Bewegung entspringt, die dazu führt, dass der Verein und natürlich die Fußball AG wieder erfolgreich sein würde.
Natürlich wird hier viel spekuliert und das auch zu Recht. Fakt ist, dass einige der Kommentatoren auf jeden Fall Punkte ansprechen, die dazu führten, dass der HSV eben nur noch zweitklassig ist.
Daran ist nicht nur DB für verantwortlich, sondern viele andere, auch aus der zweiten und dritten Reihe im Verein!

Aber zu aller erst fällt mir zur Schuld des Niedergangs ein, dass die Hauptursache des Niedergangs der Aufsichtsrat und deren Besetzung, ergo die Vereinssatzung einfällt. Nicht erst seit 2021, sondern deutlich früher!!! Seit es einen HSV Aufsichtsrat gibt war dieser weder kompetent aufgestellt, noch aus den richtigen Motiven zusammengestellt.

Wäre es rein um die fachliche, sportliche und wirtschaftliche Arbeit eines Präsidenten, danach Vorstandsvorsitzenden, samt Vorstand gegangen, dann wären Menschen, ohne das ich sie persönlich kenne, wie Berghoff, Marek Erhardt und viele mehr niemals in den Aufsichtsrat gekommen. Die vielen Aufsichtsräte, die es so gab in den letzten Jahren, haben wahnsinnig viel „durchlaufen“ lassen.

Je mehr Strahlkraft und öffentliche Wirksamkeit ein Gremium hat, desto diffuser der Aufsichtsrat und deren Machterhalt!!!

Neben den Aufsichtsrat sind dann die diversen sportlichen Führungspersonen in den vergangenen 15 Jahre für den Niedergang verantwortlich. Besonders das sportliche Konzept und deren Identifikationsmerkmal als übergeordnete Guideline eines Fußballvereins fehlte und fehlt nach meiner Auffassung immer noch.

Die Jugendarbeit und das Scouting ist davon abhängig und hat sicherlich auch hier Defizite gehabt.

Ob jetzt der oder der Vorstand Sport, oder der VV oder Trainer am meisten Bockmist fabriziert hat, ist egal. Am Ende war nur eins beständig: Der Misserfolg!!!

Ich bin davon überzeugt, dass eine fachlich kompetente Bewegung aus der Mitte des Vereins, die das Vereinswohl als oberste Priorität sieht, nicht auf Egoismus und Macht basiert und ein Fundament aus Ideen, sportlichen und wirtschaftlichen Konzept, mit einer Corporate Identity und einer Vision samt mission statement als Maßstab nimmt, dann könnte es aufwärts gehen. Kluge Köpfe, die HSV Fan sind, gibt es genug, aber solange es mehr „Schein als Sein- Entscheider“ beim HSV gibt wird das nichts.

Aus meiner Sicht sind Jansen und Boldt eher Blender und auf ihr eigenes Wohl aus, als dem HSV wieder dauerhaft im deutschen Spitzenfußball zu etablieren. Der Aufsichtsrat ist nicht kompetent genug, einen kompetenten VV zu finden, der das Ruder übernimmt.

Ich bin der Meinung, das Geld liegt auf der Straße, man muss sich nur bücken und Teamwork führt zum Erfolg. Beides sehe ich aktuell nicht, denn sonst wäre der Stadionname längst, und wenn nur für ne MIO pro Jahr verkauft! Und als Team sehe ich den Vorstand und die Führungseben darunter nicht, von der positiven Außendarstellung ganz abgesehen.

Fazit: Eine starke Bewegung mit Kompetenz aus diesem Blog, wäre doch toll Scholle!!!

Drechsler Günter
5 Monate zuvor

Zu Herrn Beiersdorfer, wenn ich eine Beurteilung vornehme, kann ich als aussen Stehender nur alle mir zur Verfügung stehenden Informationen zusammenfassen und mir mein Urteil bilden.
Diese waren im Falle Beiersdorfer überwiegend so schlecht, sodas ich zur Schlussfolgerung kam, Herr Beiersdorfer hat dem HSV nicht gut getan.

Kuchi
5 Monate zuvor

Wem soll ich denn sonst die Verantwortung für das Desaster zutragen, wenn nicht dem obersten Boss und Entscheidungsträger?
Soll ich seine Sekretärin hinterfragen, die vielleicht im Vertrag über die Ablöse oder dem Gehalt eine Null zu viel vor dem Komma getippt hat?
Auch wenn man in einzelnen Punkten nicht richtig liegt, der Adressat ist immer richtig!

Es ist typisches Managerverhalten in vielen Firmen, die am Abgrund stehen, in ganz Deutschland und wohl auch anderswo. Die Umstände sind schuld, die anderen sind schuld, nur ich nicht. Berater Struth hat sich vor kurzem auch so ähnlich geäußert. Hätten alle nur auf sie gehört, wären alle jetzt steinreich.

Eigentlich haben wir als Fans nur Pech gehabt.

Kosinus
5 Monate zuvor

Tja Scholle, du musst aber anerkennen, dass wir gestern gefühlt noch nie so viel Konsens im Kommentarbereich hatten😉.
Das kommt nicht von ungefähr, aber schauen wir lieber nach vorne.

Kopite
5 Monate zuvor

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Es ist bei weitem nicht so, dass Didilein sich nicht öffentlich verteidigt. Im Gegentum: Er inszeniert sich als Opfer! Bei seinem (freiwilligen!) Abgang 2009 ließ er mehr als deutlich durchblicken, dass der böse böse Bernd Hoffmann ihm unaussprechliche Dinge angetan habe…
.
Ich sage es ganz persönlich: Dieses Opfergetue seitens Didilein ödet mich an! Hochkant!!
.
Alles keine Insiderkenntnisse, denn die habe ich nicht. Aber den Niedergang des HSV mit Loyalität, Leidensfähigkeit, Überlegung und Ausdauer verfolgt…
.
Für mich ist Didi der dritte Hauptschuldige am HSV-Niedergang, nach Jens-dem-Dino-sein-Todt und Manfred Ertl. Eine Meinung, die ich gut begründen kann, glaube ich.
.

OhnezuRuppen
5 Monate zuvor

@Marcus Scholz:
Moin, wenn Du Morningcall, hier den Blog o. CommunityTalk machst, leg‘ doch Block+Stift dabei. Dann kannst Du notieren, worauf Du später noch zurückkommen wolltest. Oder ist das rhetorischer Trick?
An das meiste erinnere ich mich gar nicht mehr, aber hier ein paar Beispiele: Punkteverteilung bei der Tipprunde, oder ‚ganz spannende Geschichte der UEFA o. Fifa?
Heute (Do) morningcall : zum Schluß noch ein ganz wichtiger Termin: Matz, ich weiß, dass Du gelegentlich mitliest, bringt aber Unglück, jetzt schon zu gratulieren. Am Samstag ist Dein Geburtstag.
(Vor Monaten hatte ‚Houston‘ Dich mal gefragt, ob Dieter vielleicht mal einen Gastbeitrag machen könnte.
Das hatte ich ihm etwas später mal berichtet und auch gefragt, ob er hier reinschaut. Das hat er ganz bestimmt verneint, und zum Gastbeitragwunsch hat er gefragt: ‚Und was hat Scholle gesagt?‘
Und heute hast Du nix, wie angekündigt, mit dem Trainer gebracht und Dich so verabschiedet, dass Du Dich dann wohl mit dem Blitzfazit wieder meldest.
Dann gute Erholung, wie war denn das Booster-Teil??

Gravesen
5 Monate zuvor

Hi Scholle, guter Blog besonders dir Richtigstellung zu Beiersdorfer.
Sehe ich genau so wie du, er ist einfach kein VV.
Ich möchte mal gerne wissen wer alle Didi vor ca. 20 Jahren sehr gelobt haben und heute davon nix mehr wissen wollen 😎.

Bin aber echt mal gespannt was er so in Ingolstadt schafft oder auch nich?

Aradia
5 Monate zuvor

Moin…..

Am Sonntag spielen wir nun gegen den Tabellenletzten.
Normal müssten wir gewinnen oder zumindest Unentschieden
spielen. Trotz Didi-Effekt der wohl den HSV nicht anders kennt
als wir auch. Von daher ist Ingolstadt nicht zu gefährlich, obwohl
die Unteren alles geben um Punkte zu sammeln die sie dringend
bräuchten.

Also sollten wir sie von Anfang an ernst nehmen.
Das betrifft das Abwehrverhalten,….. insbesondere nach einem
Tor von uns. Das innerhalb kurzer Zeit der Gegentreffer fällt
muss abgestellt werden. Wenn dies gelingt, dann sehe ich
einen Fortschritt und nicht wenn einer trickst und mit dem
Ball jonglieren kann.

Was ich für Unsinn halte, wenn beim Gegner ein
HSV-Exi spielt oder ein Amt inne hat, dass Sie dann noch die
Raute in sich tragen.
Das ist nur, von den Medien als Füllmaterial genutzt.
In Wirklichkeit geht ihnen der HSV am Popo vorbei.
Verständlich, neuer Arbeitgeber, neue Ziele.

Ich wünsche uns für morgen einen Sieg, damit wir
Hamburger zusammen bleiben und vielleicht ein
zweites Berlin werden.
( Für alwaysHSV ,der mein Sprech immer schwer
versteht, Union und Hertha ) :-))))

Oliver Flesch
5 Monate zuvor

Hab eben ne irre Geschichte gehört. Stand wohl auf der Deichstube und wurde von OneFootball auf YT verbreitet: Der HSV soll DT keine Freigabe für Bremen erteilt haben, zahlt lieber weiter dessen Gehalt, aus Angst, dass er Bremen den Aufstieg bringt.

Keine Ahnung, ob die Story stimmt, aber wenn, wäre das ein weiterer Skandal.

Und auf der PK kam heute doch tatsächlich mal eine interessante Sache raus: Freiwilliges Torschusstraining nach dem regulären Training. Und wer war nicht dabei? Jatta! Ausgerechnet unser Blindester. Kannste Dir ausdenken.

uwe twiehaus
5 Monate zuvor

Unfähige Politiker schließen keine unfähigen Journalisten sowie Manager und Proleten aus!

Folker Mannfrahs
5 Monate zuvor

Die sollen die Leistung gegen Regensburg nicht kompensieren sondern konservieren!

alles hat seine zeit
5 Monate zuvor

Es ist so wunderbar wieder und wieder die Vergangenheit zu betrachten.
Schließlich war früher mehr Lametta.

St.Ade
5 Monate zuvor

Ernst Otto Rieckhoff hat die Ausgliederung erreicht, indem er den Mitgliedern den sympathischen Beiersdorfer als Chef der AG präsentierte. Das war fatal, denn Beiersdorfer hatte nicht die Qualifikation ein Wirtschaftsunternehmen zu führen. Davon abgesehen: BH wusste schon, warum er Beiersdorfer loswerden wollte.

Vamodrive
5 Monate zuvor

Bei allen Gespött über Didi, er hat den Niedergang eingeleitet als VV der AG (die Zeit davor war aber nicht Ansatzweise erfolgreich) aber vollendet, obwohl er noch Anwendbar war haben ihn Andere

adalgisa
5 Monate zuvor

Beiersdorfer ist doch auch nur ein, 2014 von vielen gewollter, Baustein des Niedergangs. 2014 war doch nun wirklich nicht viel mehr zu retten als eine Vertagung des Abstiegs.
Und von außen? Von außen benötigt der HSV vor allem Geld!!!

Bastrup
5 Monate zuvor

Meine Güte! Was geht ab bei der Damen Nati?? Die nehmen die armen Türkinnen komplett auseinander!

Don Toben
5 Monate zuvor

Hallo Scholle, ich konnte die Freitag Spiele schon wieder nicht tippen, obwohl die um 18.30h beginnen und es nicht mal 18h ist!!!
Liegt das an der Zeitumstellung das hier zu früh das Tippspiel nicht mehr zu tippen ist.

Paulinho
5 Monate zuvor

Die Spieler und Trainer des HSV lesen hoffentlich nicht den Müll über vergangene Zeiten, oder noch besser, sie sollten sich hier noch nicht einmal zufällig verirren. Tempi passati, schon mal gehört?
Jetzt sind Sonntag drei Punkte zu holen, und sie werden die mit nach Hamburg bringen. Wir haben jetzt diesen Trainer und diese Spieler, und die haben den Aufstieg endlich zu richten. Punkt! Ob Tabellenletzter oder der Erste oder der Neunte der Tabelle, man muss den Schlüssel zum Knacken endlich gefunden haben, egal, wer da kommt.