David beweist, dass es richtig ist, künftig mehr auf Eigengewächse zu setzen

von | 22.09.21 | 110 Kommentare

Als ich Jonas David vor etwas mehr als einem Jahr mal länger im Interview hatte, sprachen wir irgendwann über alles, außer über Fußball. Unter anderem auch über Schule, Ausbildung und Familie. Denn alle diese Themen spielten (und spielen) bei Jonas David eine große Rolle. Er wüsste ja nicht, wie lange seine Karriere als Fußballprofi andauern würde und wolle auf alles vorbereitet sein, sagte der damals knapp 20-Jährige, der seinerzeit einen extrem reifen Eindruck auf mich machte. Und den macht er auch heute noch, wo er endlich den Durchbruch zum Stammspieler beim HSV geschafft zu haben scheint.

Und er wird immer stärker. Im Sommer noch hieß es, dass David den Verein verlassen dürfe, bei einem passenden Angebot. „Es ist ja kein Geheimnis, dass im Sommer eine Leihe bei mir eine Möglichkeit war“, so David, ehe er einschränkt: „Aber eben auch nur, bis der Trainer zu mir kam und mir ganz klar sagte, ‚Du bleibst hier!‘. Hinter seinen Worten steckte eine Überzeugung dahinter, die mir imponierte und die mich motivierte. Der Trainer gab mir ein gutes Gefühl.“

Walters Vertrauen in David zahlt sich aus

Und das zahlt sich aus. Wie ich schon am Montag titelte („Tim Walters Geduld könnte sich jetzt bezahlt machen“) und wie ich in meinem letzten Blitzfazit gesagt habe, es wirkte nicht nur so, als sei David beim Derbysieg gegen Werder Bremen in der entscheidenden Phase ein entscheidender Stabilisationsfaktor gewesen, sondern die Statistik belegt das auch. Starke 78 Prozent seiner Duelle gewann er gegen Werder.  Mehr als alle anderen HSVer.  Bis dahin hatte David am vierten Spieltag gegen Darmstadt mit 54 Prozent gewonnener Zweikämpfe seinen Bestwert erzielt – was bis zuletzt immer wieder DAS Thema seiner Kritiker war. Denn bis zuletzt gelang es ihm noch nicht, ähnliche Werte wie der nach St. Truiden (Belgien) abgewanderte Toni Leistner (kam im Vorjahr auf 64 Prozent) zu erzielen. Wie gesagt: Aber eben nur bis jetzt.

Inzwischen stand der heute mit 21 Jahren noch immer junge Innenverteidiger für den HSV in allen sieben Ligapartien und dem DFB-Pokalspiel die komplette Spielzeit auf dem Platz. Und das sollte sich auch am kommenden Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg nicht ändern. Nicht, weil mit Sebastian Schonlau der etatmäßig gesetzte Kapitän in der Innenverteidigung ausfällt und dort den Personaldruck erhöht. Sondern vielmehr, weil David bei Trainer Tim Walter ganz hoch im Kurs steht. „Ich spüre ganz deutlich das Vertrauen und nutze den intensiven Austausch mit dem Trainer und dem Team“, so David. „Ich spüre, dass mich jede Minute, jeder Zweikampf und jede einzelne Erfahrung in jedem einzelnen Spiel hilft, mich weiterzuentwickeln. Auch die negativen Erfahrungen.“

Der große Unterschied für David gegenüber den letzten Jahren ist, dass er momentan nach jedem Spieltag ausreichend Bildmaterial hat, das es zu analysieren gilt. „In den letzten Jahren waren es maximal Testspiele und die Trainingseinheiten, aus denen wir einzelne Aktionen analysieren konnten“, erinnert sich David und freut sich über den regen Austausch mit dem Trainer und seinen Assistenten: „Jetzt haben wir nach jedem Spiel etliche Szenen, an die ich mich noch erinnern kann. Wir sprechen dann darüber, wie die Aktion außen wahrgenommen wurde und wie ich es selbst auf dem Platz wahrgenommen habe – und ziehen dann die entsprechenden Schlüsse daraus, um etwaige Fehler nicht noch einmal zu machen.“

Schon allein die Masse an Beispielen würde ihm helfen, sich weiterzuentwickeln. „Wenn ich in dem einen Spiel in einer bestimmten Szene beispielsweise zu spät reagiere, besprechen wir das – und es passiert beim nächsten Mal bestenfalls nicht mehr.“ Er merke jedenfalls auch selbst, wie es besser würde und würde daraus seine größte Motivation ziehen, jeden Tag aufs neue Vollgas zu gehen. „Ich bekomme das Gefühl vermittelt, dass es normal ist, dass mir auch mal Fehler unterlaufen. Wichtig ist, dass ich mutig bin und bleibe. Der Trainer geht in dieser Hinsicht sehr ehrlich und klar mit mir um. In beide Richtungen. Und das hilft. Ich merke, wie ich mich dadurch weiterentwickle.“ 

Das tut David. Erkennbar und konstant, wie ich finde. Schon nach der ersten Trainingswoche hatte uns Walter in seiner damaligen Vorstellungsrunde erzählt, wie er sich den optimalen Aufbau von jungen Talenten beim HSV vorstellen würde. Und er nannte seinerzeit Jonas David als den für ihn auffälligsten Kandidaten dafür. Aber Walter nahm ihn nie in Schutz, sondern kritisierte ihn auch im Training lautstark – Stichwort: „Zöffchen“. Und David dankt es dem Trainer mit stärker werdenden Leistungen. Und will das am Sonntag fortführen.

David nimmt jeden Schritt einzeln – und nachhaltig

Großspurige Ansagen sind nicht Davids Fall. Für den Boulevard ist er eher nicht geeignet – aber eben als jemand, der Verantwortung tragen kann. „Ich mag das“, sagt David, der sich bislang klar hinter den Führungsspielern einsortiert hat. Wie in der Abwehr neben Kapitän Sebastian „Bascho“ Schonlau. „Mit Bascho zusammen zu spielen, macht riesig Spaß. Er ist ein cooler Typ, immer ansprechbar und ein herausragender Spieler. Er ist ein unglaublich intelligenter Fußballer, an dem es leichtfällt, sich zu orientieren.“ Da dieser allerdings am Sonntag ausfallen wird, wird zunehmend auch auf David Verantwortung lasten. Er selbst steht dem positiv gegenüber. „Wir helfen uns alle gegenseitig. Schon in den letzten Minuten gegen Werder habe ich versucht noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Dass wir am Ende zu Null gespielt haben, hat uns allen mal wieder gutgetan.“

David selbst verspürt inzwischen eine andere Wahrnehmung seiner Person. Und er freut sich durchaus darüber, dass er auch von den Führungsspielern in der Kabine auf einzelne Szenen im Spiel angesprochen wird. „Früher waren es private Themen oder Szenen aus dem Training. Jetzt kommen die Jungs in der Kabine auch mal zu mir, um über die gemeinsamen Aktionen auf dem Platz im Spiel zu sprechen – das ist ein gutes Gefühl.“ Dennoch, sich selbst zu wichtig zu nehmen, davon ist David weiter entfernt als von einem Stammplatz in der A-Nationalmannschaft.

Er würde alle Entwicklungsschritte einzeln gehen, manchmal sogar etwas länger brauchen als andere – das hatte David mir schon vor mehr als einem Jahr über sich selbst gesagt. Und davon rückt er auch heute nicht ab. „Für mich muss es nicht schnell gehen, sondern nachhaltig sein. Ich weiß, dass ich noch viel lernen muss. Aber ich mag das. Ich nehme das an.“ Oder anders formuliert: Er will lieber das eine ganz lernen, als viele Dinge schnell, zugleich – aber eben nur teilweise. David: „Ich glaube, dass das der bessere Weg ist. Für mich zumindest. Denn so fühle ich mich nicht überfordert, wenn es mal darauf ankommt, Gelerntes umzusetzen.“

Systemwechsel, Heyer, oder Vuskovic’s Premiere?

Womit wir wieder beim Thema Sonntag sind. Moritz Heyer könnte Schonlau eins zu eins ersetzen. Dann würde das Hauptaugenmerk in der Innenverteidigung zweifellos auf Heyer gerichtet sein. Oder der Trainer schmeißt Zugang Mario Vuskovic neben David in die Innenverteidigung – was wiederum von David eine gewisse Führung einfordern würde. „Egal, wie wir am Ende spielen werden, bei uns hilft jeder jedem“, sagt David und ich merke, dass er es auch genau so auch meint. Es stresst ihn nicht, dass er nach gerade einmal sieben Ligaspielen schon führen soll.

Wobei er es eigentlich auch schon kennt. Nur anders. Unter Dieter Hecking sollte er auch unbedingt bleiben, nachdem er schon ein Leihangebot hatte. Und er sollte in Testspielen plötzlich nicht mehr nur sich selbst präsentieren, sondern auch führen. Er hatte quasi den Auftrag, zu führen. Und es funktionierte nur sehr bedingt. Nein, das ist noch geprahlt. Es funktionierte nicht. Gleiches geschah übrigens unter Daniel Thioune, der versuchte, David Vertrauen zu demonstrieren – um ihn dann doch mit Saisonbeginn hinter Heyer, Leistner und Ambrosius chancenlos auf der Bank sitzen zu lassen. Oder gar auf der Tribüne.

„Ich kann mich wirklich nicht beschweren“, lacht David. Man merkt ihm an, dass ihn die letzten Wochen haben wachsen lassen. Er ist selbstbewusst, aber nicht euphorisch. „Das sind wir alle. Es ist ein Thema bei uns, dass wir immer 110 Prozent geben müssen, um zu gewinnen. Siehe Sandhausen. Dafür trainieren wir sehr hart. Das tut manchmal weh, aber es fühlt sich gut an, weil man sich so ausreichend vorbereitet fühlt. Wir brauchen das, denn wir spielen definitiv einen sehr intensiven und attraktiven Fußball“, sagt David, dem diese spektakuläre Offensivspiel unter Walter als Abwehrspieler nur sehr bedingt gefallen dürfte.

„Unser Spielstil bringt es mit sich, dass die Gegner Chancen haben“, weiß David. „Aber das werden wir immer weiter eindämmen. Es passiert am Ende immer nur dann etwas, wenn wir es zulassen. Die Chancen für Werder sind auch entstanden, weil wir Fehler gemacht haben.“ Davids Fazit: „Es gibt doch nicht viel besseres im Fußball, als Spiele zu Null zu gewinnen und trotzdem aufgezeigt zu bekommen, was alles noch besser werden kann und muss. Das schärft die Sinne und gibt Selbstvertrauen.“

Trainer Walter sollte weiter mutig sein – und Vuskovic bringen!

Fazit: Ich würde Moritz Heyer nicht aus dem Mittelfeld abziehen, sondern die Dreier-Kombi Kinsombi, Meffert, Heyer beibehalten, da man so zumindest einen Anflug von defensiver Stabilität auf den Platz bekommen hat. Definitiv alles noch ausbaufähig, wie es auch David sagt. Aber eben schon etwas besser als noch zu Saisonbeginn. Und da ich viel von Automatismen durch personelle Kontinuität halte, würde ich möglichst wenig verändern. 

Ergo: Ich würde David am Sonntag in der Innenverteidigung mit Mario Vuskovic spielen lassen. Um wenig zu verändern – und um David den nächsten Entwicklungsschritt anzubieten. Momentan scheint das 21-jährige Eigengewächs solche Chancen nicht nur anzunehmen – sondern auch zu nutzen. Zudem würde man Vuskovic so die Chance geben, sich zu zeigen bzw. wenigstens Spielpraxis zu sammeln und neben seinen Teamkollegen auch die Liga aktiv kennenzulernen. Es wäre mutig – aber wenn Walter eines hat und von seinen Spielern einfordert, dann ist es Mut.

In diesem Sinne, bis morgen. 

Scholle

P.S.: Heute fehlten Bakery Jatta (Rückenprobleme) und und Mikkel Kaufmann (Magen-Darm).

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Kai Lorenzen
1 Monat zuvor

Was wurde der Junge ( David ) hier schon von den sogenannten Experten zerrissen. Einfach nur abartig. Ich persönlich würde mich freuen, wenn er sich als Eigengewächs dauerhaft bei uns durchsetzen könnte. Weiß man alles noch nicht, wäre aber super.

Uwe Öztunali
1 Monat zuvor

Angeblich sind wir an einem 16 jährigen Verteidiger aus Norwegen dran. Der gebürtige Trondheimer gilt als kopfballstark und ballsicher. Sein Name ist Eigen G. Wäxe

Last edited 1 Monat zuvor by Uwe Öztunali
Rotkaeppchen1966
1 Monat zuvor

Wenn David sich wirklich zur festen Größe in der Stammformation entwickelt, ist es diesem aufgrund seiner Vorgeschichte 21jährigen „Spätentwickler“ wirklich zu gönnen.
Ich bin nur gespannt, wo sich der 1,5 Mio Mann Vuskovic (wohl gemerkt Leihgebühr, kein Kaufpreis!) dann einordnet.
Die „Allzweckwaffe“ Heyer ist auch im Mittelfeld gut aufgehoben. Dies bringt meiner Ansicht nach allerdings mit Kinsombi und Meffert zu wenig Tempo und Dynamik mit. Ich hoffe, hier entwickelt sich Reis weiter und kann Druck ausüben.
Trotz der jüngsten Entwicklungen bleibe ich bei meiner Ansicht, dass der Kader noch nicht genügend ausbalanciert erscheint:
Im OM haben wir mit Hunt und Dudziak an Kreativiät verloren und Onana mit seinen großen raumgreifenden Schritten war er der „Überbrückungsspieler“ schlechthin.
Nicht auszudenken, wenn Kittel mal ausfallen sollte.
Ich hoffe, dass Glatzel mit seinem Tor in Bremen wieder Selbstvertrauen gefasst hat, die anderen Kollegen sind auch nicht gerade torgefährlich.
Auch wenn der Walter Fußball intensiv dominerend ist, fehlen einfach o.a. Köpfe, um einfach auch mal „Ball und Gegner laufen zu lassen“ und noch mehr Torgefahr auszustrahlen.
Wenn dem aktuellen Kader wie bisher in den finalen Phasen (erstes Spiel auf Schalke mal abgesehen) „die Körner ausgehen“, wird man nicht immer so viel Glück haben wie in Bremen oder mit dem finalen Tor gegen Sandhausen.
Es fehlt schlichtweg die Quanti- und Qualität im Kader, die den Walter Fußball auch entsprechend belohnt.
Falls der HSV zur Winterpause noch in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen sein sollte, muss einfach „nachgelegt“ werden.
Ansonsten -ich gehe entgegen sonstiger düsterer Befürchtungen mal von einem gesicherten Mittelfeldplatz aus- steht nach der Saison ohnehin ein weiterer Umbruch an, da mit Kittel, Leibold und Kinsombi noch Transfererlöse erzielt werden könnten, wahrscheinlich sogar müssten.

US73
29 Tage zuvor

So sehr ich mir wünschen würde, dass der Blog-Vater in der Beurteilung von J. David richtig liegen möge, so sehr habe ich meine Zweifel.
Mag sein, dass er unter verschärften Wettkampfbedingungen besser zu werden scheint – das werden wir übrigens alle – Wiederholung, Überprüfung, Fehler-Vermeidung – sind in jeder Sportart zu beobachten, auch bei Amateuren.
Aber die Grundeinstellung ist das A und O.

Und J. David ist mittlerweile 21. Und wenn er im Sommer noch verliehen werden sollte, wird das seine Gründe haben.

Nochmals: Ich wünsche J. David seinen Durchbruch, und eine permanente Leistungssteigerung. Aber ihn deshalb in jedem Blog hier abzufeiern, scheint mir arg verfrüht.

Nürnberg scheint eine echte Leistungsprüfung zu werden. Saisonübergreifend lange ungeschlagen, scheint deren Mannschaft immer mehr zusammen zu wachsen.
Wird spannend.

Spannend wird auch, wann denn die hoch gelobten Leihspieler ihre Start-Elf-Premiere geben. Wie gut sind denn Doyler und Vusovic wirklich?
Spieltag 8 steht an; fast ein Viertel der Saison ist dann gespielt.

Bremen wird sein nächstes Heimspiel übrigens mit voller Hütte spielen, berichtet der Kicker – alles unter 2G.

Ich akzeptiere übrigens jeden Impf-Skeptiker; habe auch einen im Freundeskreis. Aber 90% meiner Freunde und Bekannten sind voll geimpft. Das Virus und die Gefahren einer Covid-19-Infektion sind real. Die „Verschwörungstheorien“ dazu sind eher „theoretisch“.

Es bleibt – spannend.

Jürgen Fiedler
29 Tage zuvor

Moin, möcht einmal etwas sagen zu Forderungen von uns Fans und auch dem Blogschreiber .Ich freue mich über jedes gute Spiel ,noch mehr wenn dann auch noch gewonnen wird. Aber was berechtigt uns vom Trainer,egal welchem Trainer,zu forder er solle mutig sein den bringen oder den. Wer wird gefeuert,muß Rede und Antwort stehen wenn es nicht läuft ??? der Trainer und nicht wir Fans. Mich hat es schon sehr gewundert ,daß Ole Werner bei den Störchen hingeschmissen hat . Ein Urgestein ,wenn auch noch jung an Jahren mit klaren Konzept. Ich möchte damit zum Ausdruck bringen,daß auch die Fans etwas tzrück halten sollten mit ihren “ guten Tipps und Ratschlägen „! IMein letzter Stadionbesuch liegt lange zurück, das Heimspiel gegen 1.FCN im Jan./Februar 2020 . Gegen Bielefeld war dann schon Schicht im Schacht ,keine Zuschauer. Es war ein 4:1 HEIMSIEG !! Die meisten “ Fans “ hatten zu tun schnell Bier und Bratwurst zu holen . Schon 5 Minuten nach Anpfiff gingen die ersten los “ Nachschub zu holen „! Aber dann am nächsten Tag Trainer und Mannschaft kritisieren,runter machen. Gehört vielleicht jetzt nicht unbedingt hier her, aber es mußte mal gesagt werden .

Uwe Öztunali
1 Monat zuvor

Ich stimme Tatortreiniger zu und empfinde die Beleidigungen von Tatortreinnicker als Unding. Genau wie Tatortreinnigger hat jener im Gegensatz zu Tatortrheiniger erkannt, dass Tatortreiner die Thesen von Tatortrainer ad absurdum führt und hat somit die Argumente von Tatortrheinnigger widerlegt

Last edited 1 Monat zuvor by Uwe Öztunali
Buffy
29 Tage zuvor

Sorry, ich bin kein Fan vom Community-Talk. Aber einige Blog-Freunde scheinen von diesem Format ja geradezu besessen zu sein… 👍🏼

Last edited 29 Tage zuvor by Buffy
Tatortreiniger
1 Monat zuvor

Nur mit jungen Eigengewächsen geht es nicht. Wir bräuchten ein paar erfahrene Säulenspieler.

Last edited 1 Monat zuvor by Tatortreiniger
Hessenhrubesch
1 Monat zuvor

Ich habe momentan ein gutes Gefühl, Walter lässt tatsächlich die jungen Spieler ran und David, aber auch ein Jatta und Heuer-Fernandes als Beispiele seien genannt. Sie erhalten Vertrauen und zahlen es zurück. Ich denke, wenn Ambrosius zurück kommt, wird es sehr interessant für uns Fans und noch schwerer für Walter.

Ergänzung: sogar Kinsombi scheint er hingekriegt zu haben.

Last edited 1 Monat zuvor by Hessenhrubesch
Meaty
29 Tage zuvor

Was es ausmacht, wenn ein junger Spieler mal über eine gewisse Durststrecke im Einsatz bleiben darf und man ihm vom Verein- und Trainerseite den Rücken stärkt, sieht man jetzt an Jonas David!
Tim Walter scheint bei gewissen Spielern ein gutes Händchen zu haben und hält an ihnen auch dann fest, wenn es mal nicht so läuft und der Spieler bereits in der Kritik steht/stand!
Warum man aber einen der Topvorbereiter der letzten Saison mit Manuel Wintzheimer nicht das gleiche Vetrauen ausspricht, kann ich allerdings nicht nachvollziehen?

Auch ein Moritz Heyer hatte es unter Walter zunächst schwer und musste sich erst wieder in die Mannschaft zurück kämpfen.
Der vor der Saison schon fast aussortierte Jan Gyamerah wurde allerdings von Walter gleich für gut befunden und darf nun weiter seine Kreise auf dem Spielfeld ziehen!

Man darf schon jetzt gespannt sein, wie Walter mit dem hoffentlich bald genesenen Stephan Ambrosius umgehen wird?

Spannend wird auch, wie das Trainerteam sich aktuell in der Innenverteidigung entscheiden wird? Wird man den torgefährlichen Heyer opfern und ihn neben David auf die IV Position stellen? Oder darf der neue Vuskovic endlich unter Wettkampfbedingung mal zeigen, was in ihm steckt?

Es kommt einen so vor, als ob das Vorgehen des Trainers in Sachen Spielerauswahl häufig ebenso undursichtig ist, wie die Spielweise seiner Mannschaften!

Henning Beyer
1 Monat zuvor

Schöner Beitrag

Boxer
1 Monat zuvor

David mag ja ein feiner Kerl sein, aber bei Ihm setzt Walter auf das falsche Pferd. Sehe in Ihm einfach keinen 2.Liga Spieler. Im Verbund mit Schonlau schon unsicher, wird ohne ihn noch wackliger sein befürchte ich.

Tatortreiniger
1 Monat zuvor

Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm: wie ich eben las, hat Nürnberg in den letzten 17 Liga-Spielen nur eine einzige Niederlage kassiert. Witzigerweise beim HSV (2:5)!

Man sollte nicht zwingend davon ausgehen, dass der aktuelle Höhenflug des Clubs nur ein Strohfeuer ist! 🤔

Frank Müller
29 Tage zuvor

David beweist gar nichts.
man kann auch nicht klar benennen, welche qualität er denn nun haben soll.
mir fällt auf, dass er oft den gegenspieler von der verkehrten seite angreift.
er hat glück gehabt, dass er in den letzten beiden spielen keinen bewährungsproben ausgesetzt war.
nun soll er auch noch führen ???…
man hat doch 1,5 mio für Vuskovic bezahlt….nun weiß man noch nicht mal, ob man ihn einsetzen kann?
Heyer wieder nach hinten?…damit ist doch im MF tote hose.
Heyer (IV)-> unser bester MF-spieler !!
Herr Jansen (AR), sie waren/sind doch fußballer. ist ihnen schon mal aufgefallen.
was das für ´ne tolle kaderplanung ist ?
immerhin hat der HSV dadurch ein alleinstellungsmerkmal: ein IV als bester MF-spieler.

Rautenhopper
1 Monat zuvor

Ich finde das system schon geil mit den vielen talenten, aber was ich hier ein wenig problematisch sehe ist, dass die jungs für die Entwicklung spielzeit brauchen.

Nur unter echten bedingungen lernt man viel wie david auch schon festgestellt hat nur im training oder testspielen da fehlt das material und wenn ich die innenverteidigung anschaue mit vuskovic, david und bald auch hoffentlich wieder mit ambrosius. Dann sind hier 3 talente aber nur 1 kann spielen und das gleiche problem sehe ich auch im sturm dort sind auch 2 talente die ihre zeit benötigen und auch für ihre persönliche entwicklung verlangen. Vielleicht hat walter einen plan keine ahnung.

kbe1
29 Tage zuvor

Da schon oft genug sogenannte Talente beim HSV hochgezogen wurden, die sich nach kurzer Zeit als Eintagsfliegen entpuppt haben, gefällt mir die Entwicklung von Jonas David besser. Dafür, dass er seine erste 2. Liga Saison bisher als Stammspieler im Kader steht, bin ich überwiegend mit seinen bisherigen Leistungen zu frieden. Es gilt jetzt zu schauen, wie er sein Niveau weiterentwickeln kann.

kbe1
29 Tage zuvor

Übrigens wurden Boldt und Mutzel hier vielfach, wegen der Verpflichtung eines weiteren Verteidigers kritisiert. Nachdem Schonlau gesperrt ist und Rohr verletzt, ist es doch gut jetzt noch Vuskovic im Kader zu haben.

Fussballtrainer
29 Tage zuvor

Mir erscheint die Talentshow des HSV, genau wie bei sehr vielen anderen Vereinen, letztlich die einzige Möglichkeit in diesen finanziell schwierigen Zeiten zu überstehen.
Nur wenn ein wirklich starker Geldgeber hinter den Vereinen steht können die sich im Einkaufsbereich austoben und mit dem Griff in die obersten Regale die Einkaufswägen füllen.
Das ist nur Wenigen vergönnt.
Selbst bei Barca hat man nun auf die Eigengewächse zurück gegriffen und bei
1,5 Milliarden Euro Schulden alles auf die eigene Jugend gesetzt, als einzig probates Mittel aus der Misere. (Koemann im Statement diese Woche).
Jugendspieler und Mannschaften mit geringem Altersdurchschnitt sind letztlich ein Zeichen, wie es dem Verein finanziell geht und dem Fußball überhaupt.
Und solange es Gehälter im dreistelligen Millionenbereich gibt und Spielerwerte, die deutlich über 100 Mio. Euro liegen, so lange wird es Vereine geben die nur aus jugendlichen Talenten schöpfen müssen, weil die Großen der Fußballbranche der Realität entflogen sind und ihr eigenes Süppchen kochen. Super-League lässt grüßen als Rettungsanker.
Wenn es denn mit der Jugend beim HSV funktioniert, dann ist alles OK.
Nur wenn nicht…..
Hoffen wir das Beste.
Nur der HSV

Last edited 29 Tage zuvor by Fussballtrainer
Walter Knell
29 Tage zuvor

Warum überlegt man nicht Meißner für Glatzel oder Jatta zu bringen?Stattdessen spielt er bei der Zweiten. auch eine Art Talentförderung.