Das ist nicht der richtige Zeitpunkt für Diskussionen

von | 03.05.22 | 173 Kommentare

Ich bin heute in vielen Terminen verhaftet, zum Teil auch private und Arztbesuche. Heute Abend muss ich zudem zu einer Mitgliederversammlung meines Heimatvereines, der sich eine Weile anschickte, dem HSV Konkurrenz zu machen. Nur alles noch ein Stück provinzieller. Heute nun soll es endlich die Lösung im Sinne des Gesamtvereines geben – da bin ich als stimmberechtigtes Mitglied gefühlt verpflichtet, vor Ort zu sein. An einem Dienstagabend in der Innenstadt im Großen Kino. Nicht wirklich mitgliederfreundlich. Aber wenn ich sehe, dass der HSV seine MV auf einem Mittwochabend stattfinden lässt, gibt es hier doch wieder Parallelen…

Ebenfalls eine Parallele: Sehr lange Zeit hatte die HSV-Führung eine große Stärke: Integrität. Diese wird aktuell auf eine harte Probe gestellt, da sich das eine oder andere Mitglied der HSV-Führung aus Vorstand und/oder Aufsichtsrat bemüßigt sieht, seine/ihre Meinung kundzutun. „Rumoren“ nennen das die einen, „Spekulationen“ die anderen. Ich nenne es: Bullshit. Vereinsschädigender Bullshit ist das! Denn egal wie man jetzt zu den führenden Personen stehen mag, diese Meinung gehört nicht in dieser kritischen Phase diskutiert. Zusammenstehen für die letzten zwei Spiele ist alles, was die Verantwortlichen jetzt noch hinbekommen müssen. Vielleicht auch noch mal zwei Spiele danach, wenn es richtig gut läuft. Das war es dann. Und von dem Moment an kann Tacheles noch und nöcher gesprochen werden. 

Aber um der langen Rede einen kurzen Sinn zu verleihen, werde ich heute mal wieder zu einem ausgewählten Post Stellung beziehen, da sportlich nicht allzu viel Berichtenswertes da ist und ich an diesen irrwitzigen, vereinsschädigenden Diskussionen und Gerüchten nicht teilhaben will. Denn meine Infos sind: Abgerechnet wird am Schluss. Die große Analyse nach Saisonende ist in den entscheidenden Teilen sogar ergebnisoffen. Und so muss es auch formuliert sein. Und das sage ich in dem Wissen, dass sich SELBSTVERSTÄNDLICH jeder intern seine Meinung oder zumindest schon eine recht klare Tendenz gebildet hat. 

Und damit komme ich zu einem Post, der mir aufgefallen ist und auf den ich gern reagiere. Frank Müller schrieb zum letzten Blog:

KONITINUITÄTS-GEQUASSEL
-Keine Veränderung- ist NICHT der Schlüssel zum Erfolg.
Wenn etwas nicht hinhaut, sollte man etwas anderes versuchen.

Antwort: Das stimmt natürlich. Aber: Die allesentscheidende Frage ist, welchen Maßstab man da ansetzt. Haut etwas beim HSV schon dann nicht hin, wenn der HSV nicht aufsteigt? Oder gibt es da noch Unterstufen?

Ich weiß, dass der allergrößte Teil hier der Meinung war und ist, dieser HSV MUSS aufsteigen, weil man noch immer den drittgrößten Etat der Liga hat (meist schreiben die Leute sogar fälschlich, dass der HSV den höchsten Etat hätte). Wer mehr Geld bekommt, der muss auch mehr leisten, glauben viele. Kann man wirtschaftlich betrachtet auch so sehen. Aber sie vergessen, dass das Geld allein eben nicht den Erfolg bringt. Nicht, wenn eine menschliche Komponente im Spiel ist. Und die zählt immer dazu im Mannschaftssport. Das Umfeld, die Trainingsqualität sowie der Trainer samt seiner Philosophie. Sogar das Verhältnis Fans/Mannschaft ist sehr wichtig, weil Fußball am Ende eben nicht allein mit den Füßen, sondern vor allem im Kopf entschieden wird.

Oder würde mir hier einer widersprechen, wenn ich behaupte, dass Sonny Kittel fußballerisch die Fähigkeiten besitzt, ein richtig guter Erstligaspieler oder aber zumindest ein Führungsspieler beim HSV zu sein? Wahrscheinlich nicht. Und dennoch weiß ich genauso gut wie ihr, dass Kittel mental eben nicht dazu imstande ist. Jetzt kann man entscheiden, ihn auszutauschen – klar. Er bekommt viel Geld, der Maßstab ist Führungsspieler – und den hat er nicht erfüllt. Diese Debatte habe ich selbst sogar so geführt. Denn mir wären 80 Prozent von Kittel in 100 Prozent der Spiele lieber als 100 Prozent Kittel in 60 Prozent der Spiele. Soll heißen: Der personelle Austausch könnte begründet werden. Aber der birgt sehr viel Risiken, sich letztlich zu verschlechtern.

Noch viel wertvoller ist aus meiner Sicht, wenn man Kittels Kompetenzen richtig einordnet und einbringt. DAS wäre ein Qualitätsnachweis für die sportliche Leitung. Es gibt nämlich immer auch einen zweiten Ansatz: Denn niemals hat Kittel gesagt, er wolle als Führungsspieler gelten. Er wurde dazu gemacht, weil ihm viele das zutrauten. Und jetzt hat er hat enttäuscht, weil er eben das nicht kann. Dennoch hat Kittel dem HSV massiv geholfen und ist der beste Scorer der letzten Jahre. Die Frage, die ich hier also stellen würde, ist: Kann man es sich erlauben, Kittels Qualitäten maximal in seine Mannschaft einzubauen, ohne auf der anderen Seite Führung zu erwarten? Klar kann man das. Man bräuchte dafür nur jemanden, der Kittels Führungsart übernimmt. Läuft das optimal, würde man Kittel eine Last nehmen und der Mannschaft noch mehr Führung verleihen. Denn eines stimmt bei Kittel: Er fühlt sich beim HSV sehr wohl und hat viele Erfahrungen sammeln können, die er nutzen kann.

Ähnlich sehe ich es auch bei Tim Walter. Der HSV-Trainer hat nie gesagt, dass der Aufstieg das erklärte Ziel sei. Und das hat er nicht gemacht, um sich selbst das Leben einfacher und die Ziele leichter zu erreichen zu machen. Er hat es nach einer Abschätzung seines Planes und den Begebenheiten getan. Dass hier einige glauben, mehr Überblick zu haben als der Trainer (und übrigens der gesamte Vorstand) ist normal. Das ist immer so. Das heißt das aber nicht, dass es richtig ist.

Von daher würde es mir als Aufsichtsrat nach Saisonende zu 100 Prozent darauf ankommen, ob die Pläne des Trainers mit denen des HSV übereinstimmen. Ist dem so, bewerte ich die Wahrscheinlichkeit, diese Ziele mit diesem Trainer erreichen zu können (mit dieser Saison als Grundlage für Walters Handeln). Komme ich hier zu dem Schluss dass Walter den richtigen Weg eingeschlagen hat und diesen fortzusetzen weiß, behalte ich di Konstellation so bei wie bisher. 

 
Das Klein-Klein-Gepicker vorm eigenen Tor ist ja nicht verbessert worden, weil man es die Saison über beibehalten hat.

Nicht? Ich behaupte, dass es definitiv etwas sicherer geworden ist, weil die Mannschaft die Fehler der ersten Spiele bzw. der Hinrunde in der Rückrunde zu vermeiden versucht. Aber ich stimme Dir zu, dass hier noch immer zu stur gehandelt wird.

Hier wird behauptet, die Trainer- und Systemwechsel hätten den Verein „in die Irre geführt“. Nicht die jeweilige Veränderung war falsch sondern es waren die falschen leitenden Personen. DIE passten NICHT.

Aha. Das ist im Nachgang so zu konstatieren, okay. Aber wer genau weiß jetzt, wer den HSV wieder nach vorn bringt? Hast Du bei der Verpflichtung von Boldt und Co. wirklich „gewusst“, was passieren würde? Oder bei Hecking? Nein, sicher nicht. Wie auch. Die Frage, die man sich hier stellen muss, ist: Schafft Boldt es, aus seinen Fehlern der letzten Jahre die richtigen Schlüsse zu ziehen? Und: Schafft Walter es, sich selbst so weiterzuentwickeln, dass die Mannschaft die nächsten Schritte gehen kann? Sind Boldt/Mutzel/Walter sportlich betrachtet geeignet, den HSV zu entwickeln?

Fakt ist, dass die hiesig Verantwortlichen den HSV, sein Umfeld und alle Umstände kennen und sich nicht erst darauf einstellen müssen. Das haben sie allen Neuen voraus. Abzuwägen gilt also, ob dieser Vorteil schwerer wiegt, als das Qualitätsplus eines neuen Trainers/Vorstandes, der dagegen alles neu aufbauen müsste/will. 

Boldt ist stolz, hier etwas „kreiert zu haben. Nachwuchs, Entwicklung und den Walter-Ball. Er sagt: „Die Leute identifizieren sich damit.“ Falsch. DIE LEUTE schreien sich auf´m Platz die Seele aus dem Leib, weil sie die Bedeutungslosigkeit des HSV nicht mehr länger ertragen.

Nein, das ist nicht falsch. Und ich behaupte, das beurteilen zu können, weil ich mit sehr vielen im HSV-Umfeld direkten Kontakt habe. Von den Führungskräften bis hin zu den Fans und uns hier. Viele finden den eingeschlagenen Weg gut, einige haben sogar nichts dagegen, noch ein Jahr zweite Liga zu spielen. Weil sie glauben, so könnte der HSV sein Fundament noch viel nachhaltiger gießen. Und ganz ehrlich: Auch wenn ich die Herausforderung Erste Liga lieber sofort als beispielsweise nächstes Jahr angehen würde – ich kann diese Argumentation nicht eindeutig widerlegen. Du?

Auch die von Boldt gerühmte grandiose Einheit sehe ich nicht. Die ist bei den meisten Vereinen größer, schon weil sie jedenfalls Leader auf´n Platz schicken können.

Das ist polemisch. Ich gehe mal davon aus, dass Du bewusst übertreibst, um Deinen Standpunkt noch etwas deutlicher zu machen. Fakt ist aber, dass diese Mannschaft Zusammenhalt hat und diesen auch in jedem Spiel zeigt. So widerstandsfähig wie in diesem Jahr war der HSV die letzten Jahre nicht. Und das ist die Mannschaft, weil sie intern Zusammenhalt entwickelt hat. Und: Diese Mannschaft hat Leader: Heuer Fernandes, Schonlau, Meffert, Glatzel – selbst Vuskovic schwingt sich schnell zu einem Leader auf dem Platz auf. Ob dadurch die Qualität des HSV größer ist als bei Werder Bremen oder Schalke 04? Nein! Nominell sind diese beiden Teams die besten der Liga. Aktuell kann da nur Darmstadt mithalten – übrigens mit Zusammenhalt als Basis der eigenen Homogenität. Und egal was man auch über Walter sagen will: Die Mannschaft und er stehen eng zusammen. Und das ist anders als bei den HSV- Mannschaften der letzten Saisonendspurts.

Zur „neuen Linie“ gehört eben auch die Eindimensionalität Walters und dessen absolute Sturheit. Die führt den Verein eher in die Irre als eine Veränderung.

Ja, vieles wirkt eindimensional. Einiges sogar zu eindimensional. Und ich gebe zu, dass hier meine größte noch offene Frage in der Beurteilung Walters liegt. Denn dieser hat zwar sein Offensivspiel in der Hinrunde angepasst (als ihm wichtige Spieler wegbrachen), aber er wurde dazu von so vielen unerwarteten Umständen gezwungen, dass ich mir sicher bin, dass hier weder Einsicht noch Vernunft der Antrieb waren. Und ja: Sturheit ist nie gut, behaupte ich. Denn so lange nicht einer die 100-prozentige Wahrheit kennt, muss sich jeder für Verbesserungen öffnen. Alles andere ist in Sachen Entwicklung eher hemmend als fördernd.

Womit wir wieder beim Gespräch bzw. der großen Analyse nach Saisonende sind. Sollte der HSV aufsteigen, würde es noch mal schwerer für Walter, stur an seinem Spiel festhalten zu wollen. Es sei denn, Klaus Michael Kühne stellt dem HSV-Coach mit viel Geld die dafür nötige Mannschaft auf den Platz – was auszuschließen ist. Von daher ist Walter aus meiner Sicht gezwungen, sich und sein Spiel an verschiedenen Punkten nachzujustieren. Und das – wenn auch etwas weniger extrem – auch bei einem weiteren Zweitligajahr. Hier muss der Vorstand ganz genau prüfen, inwieweit Walter dazu imstande ist.

Aber: NACH der Saison ist dafür Zeit genug. Aktuell gilt es, den handelnden Personen maximale Unterstützung (und Ruhe!) zukommen zu lassen, damit man die Minimalchance auf den Aufstieg vielleicht doch noch zu nutzen weiß. Oder seht Ihr das anders?

In diesem Sinne, bis morgen. Ich werde jetzt versuchen, dabei zu helfen, dass wir es besser machen. 

Scholle  

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Alex
4 Monate zuvor

Und ich finde, dass es „vereinsschädigender Bullshit“ ist, dass man vier Jahre lang hintereinander mit der sogenannten Saisonanalyse so lange wartet, bis es wieder zu spät ist, anstatt zu einem frühen Zeitpunkt zu entscheiden, dass der Kader verstärkt werden muss und/oder der Trainer ersetzt werden muss. Insbesondere, weil die Fehler und Defizite, die beim „Tacheles reden“ von den großen Sachverständigen dann analysiert werden, bereits zur Rückrunde an jedem Fußball-Stammtisch benannt wurden. Offensichtlich geht es nicht um den sportlichen Erfolg des Vereins, sondern darum, die handelnden Personen möglichst lange im Amt zu halten. Das wiederum erscheint mir in höchstem Maße vereinsschädigend.

HorstUweKevin
4 Monate zuvor

Mahlzeit,
ich lese den Blog bei weitem nicht mehr so regelmäßig, wie vor geraumer Zeit. Das liegt nicht am Blog-Papa sondern in erster Linie an den miesepetrigen Hatern, die in aller Regelmäßigkeit auf die handelnden Protagonisten einprügeln. Man kann sicherlich unterschiedlicher Auffassung über die „Leistungen“ von Herrn Walter, Herrn Boldt oder gar Herrn Präsi Jansen sein. Die Herrschaften gewinnen bei mir auch nicht den Sympathiepreis aber müssen sie das?
Wenn man dann noch einen Vangoman nach fiesesten Verletzungen und Trainingsrückstand ohne Ende zerreißt, weiß ich auch nicht mehr.

Fakt ist jedoch, dass wir uns tabellarisch (aktuell) im Vergleich zu den letzten Spielzeiten nicht verschlechtert haben. Und das, wie Papa Scholle schreibt, mit reduzierten Mitteln.  
Fakt ist auch, das unsere EIGENEN Nachwuchsspieler ihre Chance bekommen und teilweise sogar eindrucksvoll nutzen.

Subjektiv sehe ich unsere Spiele fast die komplette Saison positiv. Ballbesitz, Suche nach spielerischen Lösungen, offensives Pressing, Torchancen satt (hier könnte man sicher noch etwas mehr Qualität gebrauchen), Kampfgeist bis zum Abpfiff, ja, sogar Teamspirit.
Es macht als „richtiger“ HSV Fan 😉 oft wieder Laune, die Spiele zu sehen.
Wann hatten wir das denn über einen längeren Zeitraum das letzte mal unter anderen Trainern?

Ich für meinen Teil, habe mich aktuell mit unserem Verein versöhnt.
Ein möglicher Aufstieg ist zwar noch drin aber in meinen Augen nicht zwingend erforderlich. Mal ehrlich, es war und ist doch eine richtig geile Saison.
Genau die Gegner, die man braucht und alles auf Augenhöhe. Und so herrlich spannend.
Doof nur, dass Werder wohl wieder verschwindet…
Sollten wir noch die Kurve kriegen, befürchte ich eine äußerst schwierige Saison mit reichlich auf die Ohren und den Weg zurück in die Zweite Liga vor Augen.
Vielleicht wäre es gar nicht so schlimm, wenn diese Truppe noch ein Jahr reift, um dann den nächsten Schritt zu gehen und mit einem solideren Fundament und besseren Chancen nicht gleich wieder die Lachnummer in Liga 1 zu werden.
Hätte doch auch was, oder?

Und an die Hater: Holt gern die Knüppel raus – mir egal!
NUR DER HSV

Maik Lange
4 Monate zuvor

Ernstgemeinte Frage vorweg: Wer diskutiert denn konkret? Ich habe bislang lediglich einen bellenden Boldt gehört, der sich selbst lobt und auf mir nicht bekannte Kritiker einschießt. Er kennt sie offenbar selber nicht, denn die „Leute“ finden seinen Weg ja alle ganz toll.
Aber vielleicht ist mir da etwas entgangen!
Dann mal ein großes Lob, Scholle. Finde es super, dass du dich mit einem durchaus streitbaren Kommentar sachlich auseinandersetzt.
Inhaltlich stelle ich mir allerdings die Frage, was es noch braucht, um festzustellen, dass die Herren Boldt und Mutzel nach objektiven Kriterien nicht zu halten sind. Warum sind wir denn ein „normaler“ Zweitligist? Weil die beiden genannten es in 3 Jahren mit mehreren „Konzepten“ eben nicht geschafft haben, einen Erstligisten zu formen. Im Gegenteil: der vor ihnen schon heruntergewirtschaftete HSV hat sich mit Boldt und Mutzel aufgrund einiger richtiger aber mehrheitlich falscher Entscheidungen noch ein Stück mehr nach unten bewegt. Ja, wir können noch ein Jahr so weitermachen und dann wieder nicht aufsteigen und Boldt wird wieder von Entwicklung reden. Was aber passiert wirklich?
Wir erleben derzeit aufgrund der letzten Ergebnisse ein leichtes emotionales Hoch, aber das ist doch nicht der Verdienst von Boldt und Mutzel. Man muss nicht nur in der Niederlage die Ruhe und Objektivität bewahren, man darf auch nach ein paar Siegen nicht gleich durchdrehen und all das vergessen was in den letzten Jahren(!!) schief gelaufen ist!

Riesum
4 Monate zuvor

Fakt ist, dass TW mit der Mannschaft sportlich weiter ist, als es die Meisten hier vor der Saison erwartet haben. Fakt ist auch, dass der größte Kritikpunkt, das „riskante “ Aufbauspiel zur mit Abstand besten Abwehr der Liga geführt hat. Wer behauptet, man wäre diese Saison erneut gescheitert, der geht von falschen Erwartungen aus. Einerseits Mittelfeld oder gar Abstiegskampf zu prophezeien und andererseits von Scheitern zu sprechen, wenn man 2 Spieltage vor Schluss noch um den Aufstieg mit spielt, ist widersprüchlich. Man ist zum ersten Mal in Liga 2 auf einem guten Weg, weil man einen Trainer hat, der sich nicht von Presse und Umfeld verunsichern lässt sondern seinen Weg geht und die Mannschaft ihm folgt . Das Ganze jetzt wieder über den Haufen zu werfen wäre einfach nur falsch. Bleibt man nun standhaft und geht diesen guten Weg konsequent weiter, steigen wir nächste Saison auf. PUNKT.

Kuddel
4 Monate zuvor

„Vereinsschädigender Bullshit ist das! Denn egal wie man jetzt zu den führenden Personen stehen mag, diese Meinung gehört nicht in dieser kritischen Phase diskutiert. „
.
Und warum geht die Hamburger Presse damit an die Öffentlichkeit?
Klar, Umsatz und Klickzahlen sind wichtiger als der HSV.
So ganz viel HSV-Blut kann in den Hirnwindungen nicht laufen, weil man doch weiß was sowas in Hamburg auslöst!
Da krieg ich sooon Blutdruck !!!!

Michael
4 Monate zuvor

Diese Diskussion zur absoluten Unzeit zeigt mal wieder, dass das größte Problem des HSV nicht im sportlichen Bereich liegt.

Null Verständnis dafür.

Der nächste Umbruch wird wieder jeden Fortschritt wegwischen und nichts besser machen, sh. oben. Mehr Fußballverstand für den Vorstand und Aufsichtsrat ist nötig. Jede Wette das Horst H. abhaut, wenn sie jetzt wieder alles umstoßen.

nur der HSV.

Aleksandar
4 Monate zuvor

Die Frage ist doch, was hat der Herr Boldt nebst seiner unterstellten Personalie dem HSV in den letzten 3 Jahren gebracht und was hat es gekostet.

Welche Liga,  
Manschaftswert bzw. Entwicklung des Wertes,
Außendarstellung, 
Chancen in der nahen und fernen Zukunft
nur als Beispiel.

Das gilt es von den Verantwortlichen unaufgeregt zu bewerten.

Mich würden die jeweiligen Zielvereinbarungen interessieren.

Das wir viel den Ball wollen und den Gegner laufen lassen wollen, kann ja nun keine in die Zukunft gerichtete Philosophie sein.

Was machen wir den bei einem unwahrscheinlichen Fall des Aufstiegs, neue Grundsatzprinzipien erfinden?

Vielleicht ist der Trainer gar nicht so verkehrt und braucht einfach nur fleißige professionelle Führung und Unterstützung.

Kosinus
4 Monate zuvor

3x in Folge Top-Kommentar. Nun dürfen wieder andere übernehmen😎😉

Frank Müller
4 Monate zuvor

PERSONAL-ENTSCHEIDUNGEN
Es gibt niemanden in der Vereinsführung/AR, der mit relativ sicherer Beurteilung
neues Personal begutachten kann und ausreichend recherchiert.
Boldt war in Kusen für KEINEN einzigen Bereich zuständig – was ihn u.a.auch
veranlaßt hat, den Verein zu wechseln.
D.h. andererseits eindeutig = ein Mann ohne Erfahrung.
Bayer hat sogar Simon Rolfes zu einem UEFA-Manager-Seminar geschickt,
obwohl Boldt Sportdirektor war.
Veränderung bei Mißerfolg…damit ist natürlich das vierte Jaht 2.Liga gemeint
mit erneutem Nicht-Aufstieg (vorbehaltlich eines Wunders).
Und nicht: 3.größter Etat = selbstverständlich muß es dann klappen.
Mehr Geld = bessere Performance….oder wie es da hieß.
Was Kittel jetzt damit zu tun hat, hab´ich nicht verstanden.
Ist ein anderes Thema:
Kreativ = sensibel und unter dem Druck der alleinigen Verantwortung leidend.
Nein, ich will das nicht alles aufzählen, was der VV in den Jahren davor alles
falsch gemacht hat.
Was man ihm JETZT vorwirft, ist ein schlechter Kader, wo Führung und Kreativität fehlt.
Oder, wie es der Kicker analysiert hat, was nützt der schönste, jüngste Kader,
wenn es an Reife fehlt, ein Ziel zu erreichen.
Schonlau, Meffert, Glatzel sind relativ zuverlässig, aber KEINE führungsspieler.
Ein Führungsspieler ist Gondorf, der die Arme hochreißt und die Truppe nach vorne scheucht.
Und der einzig Kreative ist Kittel, dem vermutlich besser zumute wär´wenn er noch
´n paar mehr mit Füßchen neben sich hätte.
Das Problem Walter ist wahrscheinlich gar nicht zu lösen, weil beratungsresistent.
Wenn wir aufsteigen sollten, lachen sich die anderen schlapp, wenn wir da mit
diesem Klein-Klein-Gepicker vorm Tor ankommen.
Freiburg war bereits die Kostprobe.
Der Analyst in der ARD nannte es Dummheit.

Alex
4 Monate zuvor

Da zudem sechs weitere Profis fehlen, ist die Zahl der zu erwartenden Ausfälle exorbitant, dennoch stellt Bornemann unmissverständlich klar: „Wir versuchen jetzt nicht, noch Spieler zu finden, die wir nicht spielfähig melden könnten, um eine Verlegung beantragen zu können, sondern wir tun alles, um eine konkurrenzfähige Gruppe zusammenzukriegen. Wir wollen keine Spielchen spielen, um nicht antreten zu müssen. Wir verfallen auch nicht in Selbstmitleid.“

Quelle: https://www.kicker.de/keine-spielchen-der-kampf-um-schalke-900706/artikel

Bekanntermaßen geht mir der unbedeutende Stadtteilclub aus St. Pauli am Arsch vorbei. Dennoch ringt mir dieses Statement des Sportchefs Respekt ab, zumal es auch eine deutliche Spitze in Richtung HSV beinhaltet.

Die fragwürdige Aktion des HSV zur Spielverlegung vor dem Aue-Spiel war an Dreistigkeit kaum zu überbieten und natürlich war es Football Leaks-Darsteller Boldt vorbehalten, so eine freche Nummer zu verkünden. Aber nachdem Cheftrainer Walter letztens während der Pressekonferenz zum Zukunftstag sogar Kinder angelogen hat, mutet die damalige Aktion eher wie Peanuts in der Fail-Historie des HSV an. ENDE

Last edited 4 Monate zuvor by Alex
Jörg Brettschneider
4 Monate zuvor

Natürlich ist es immer auch eine Frage der (guten) personellen Alternativen, Scholle!
Was denn sonst?
Dafür ist doch eine seriöse Clubführung da, eben gute Leute zu holen!

Das Argument, später ist man immer schlauer, darf gerade für eine Clubführung nicht gelten.

Mit Boldt und Jansen hat man eine völlig unerfahrene „Führung“. Es wurde auch an dieser Stelle immer wieder auf Qualitätsmängel im Management hingewiesen. Man konnte wirklich schon schlauer sein, bevor man ins Rathaus ging.

Und natürlich muss sich der HSV an seinen Investitionen messen lassen. Da kam bei Fürth, Stuttgart, Bielefeld, Köln, Union usw. eben deutlich mehr raus.

Einerseits wurde immer das Missverhältnis zwischen Ausgaben und sportlichem Ertrag moniert. Andererseits will man es bei Boldt und Jansen im vierten Jahr ausgeblendet sehen. Das passt doch einfach nicht zusammen!
Wie oft dürfen die noch beweisen, dass dieser Club eine Nummer zu groß für sie ist.

Das Problem ist dieses Gesamtkonstrukt HSV. Da sitzt offensicht niemand in den Gremien, der in der Lage ist, besseres Personal zu finden, geschweige denn zu verpflichten. Und das alles auch noch rechtzeitig zu tun.

In Sammer und Tuchel (z. B.) hatte man gute Leute an der Angel. Man war aber aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage, diese Leute zu verpflichten.

Der Aufsichtsrat wird jetzt erst unruhig. Dabei hätten ihn die Sorgen um einen erneut drohenden Nichtaufstieg viel früher umtreiben müssen.

Beim HSV passiert einfach alles zu spät, alles ohne Zug. Der ganze Club hat nur Feuer, wenn es um Mitbestimmung und Posten in den Gremien geht.

Die Unruhe zum jetzigen zu späten Zeitpunkt zeigt einmal mehr, dass dieses Gesamtkonstrukt HSV reformiert werden muss. Die Ausgliederung 2014 ging lange nicht weit genug.

History
4 Monate zuvor

@Marcus Scholz

Oder würde mir hier einer widersprechen, wenn ich behaupte, dass Sonny Kittel fußballerisch die Fähigkeiten besitzt, ein richtig guter Erstligaspieler oder aber zumindest ein Führungsspieler beim HSV zu sein? Wahrscheinlich nicht. Und dennoch weiß ich genauso gut wie ihr, dass Kittel mental eben nicht dazu imstande ist. „

So, da kommen wir doch endlich mal zu den entscheidenden Themen:

Wenn du es weißt und die Community auch, wieso haben Mutzelboldt das nicht bereits erkannt ??? Wieso hat man Kittel zur besseren Entfaltung seiner eigenen Möglichkeiten nicht einen Führungsspieler an die Seite gestellt ?

Ach ja, Walter hat die Nase bei Gondorf nicht gepasst. Und Doyle mochte er ja auch nicht.

Also lassen wir lieber Kittel lieber wurschteln und bleiben ganz bei uns.

BOLDT MUTZEL WALTER RAUS !

Paulinho
4 Monate zuvor

Naja, wie fast jeden Tag kurz die Kommentare überflogen, und nix wie weg!

Jörg Meyer
4 Monate zuvor

Was wollen die Herren denn bitte analysieren? Es gab keine messbaren Vorgaben und Ziele. Nur so schwammige Aussagen mit denen eines Horoskopes vergleichbar.
Am unwahrscheinlichsten finde ich das Jonas Boldt tatsächlich die Möglichkeiten und Fähigkeiten hat den bestmöglichen Kader zusammenzustellen. Zu oft war hier vieles nach dem Motto, Versuch und Irrtum.
Ohne klare
messbare Vorgaben wird sich kein Erfolg einstellen.
Auch unser Vorstand muss mit Druck umgehen können und sich daran messen lassen.

Darmzotte
4 Monate zuvor

Daniel Düsentrieb wird dieses Jahr 70.

AlterSchwede
4 Monate zuvor

Schöner Blog, Scholle.
Ich möchte aktuell einfach nur Fan sein und an Samstag und Hannover denken!

Kosinus
4 Monate zuvor

@Lügenlachs-Gravesen
Alle anderen können einfach den Kommentar überlesen.

Zitat Lügenlachs:
„Zum Thema “Topkommentar”. Wenn ich einen Blumenstrauß binde, zeige ihm 10 Top-Floristen und die sagen “Ist scheisse”, dann ist er scheisse. Wenn ich dann ins Behindertenheim gehen, ihn zeige und die Patienten sagen ” der ist aber schon”, dann wird der Strauß nicht dadurch besser. Kapiert, du Spast? “

Mit deinem unterirdischen Rechtschreibskills ist es ja auch kein Wunder, dass dich in Hamburg nie einer ernst genommen hat.😅
Ich biete dir künftig gratis an, deine Texte Korrektur zu lesen.
Gern geschehen, Senior Hetsch.

Last edited 4 Monate zuvor by Kosinus
Optimist
4 Monate zuvor

Angenommen, man schafft ein gestecktes Ziel nicht.

Ärgerlich = bestimmt

Gescheitert = nein , wenn es knapp verfehlt wird

Hier von Scheitern oder ähnlichem Vokabular zu sprechen – unglaublich und ähnelt eher einer sinnlosen Hetzjagd oder Propaganda

Ich treffe wirklich viele Personen. Der Tenor über den HSV: es entwickelt sich und schöner Fußball

Ich kann nur hoffen, dass die Diskussion um die Leistung, dazu dient, den Fokus zu schärfen. Ansonsten echt ärgerlich. Seit 5 Jahren jedes Mal das Gleiche mit massiver Unruhe in der Rückrunde ( neuer Präsident, neuer Vorstand, neuer Trainer, neuer Sportdirektor …)

History
4 Monate zuvor

“ Die Frage, die man sich hier stellen muss, ist: Schafft Boldt es, aus seinen Fehlern der letzten Jahre die richtigen Schlüsse zu ziehen? „

Anders herum gefragt: wieso hat er nicht bereits aus seinen Fehlern gelernt (z.B. notwendige Transfers in der Winterpause … ). Wie viele Jahre dauert denn noch dieser
Lernprozess ?

Zeit, die der HSV aufgrund der finanziell schwierigen Situation nicht mehr hat. Ich wiederhole hier Aussage von Jansen vor ein paar Monaten: es ist FÜNF NACH ZWÖLF.

Boldt raus !

d0nr0n
4 Monate zuvor

Apropos richtiger Zeitpunkt – Hauptsache Schalke verpflichtet jetzt schon Cissé aus Belgien, da sieht man wie unprofessionell die sind.
Damit wartet man gefälligst bis 2 Wochen vor Saisonbeginn und dann zahlt man nicht so Peanuts – sieht man mal wie klamm die sind.
Wenn Schalke aufsteigt kann ich nächstes Jahr mein Terodde Trikot wieder auspacken – ich denke den hat die Scoutingabteilung aufm Radar.

Bubu
4 Monate zuvor

Goood mooorniing @ all.

Richtig, das ist nicht der Zeitpunkt für Diskussionen. Die Saison ist ja noch nicht ganz vorbei, noch laufen ja die „Walter – Werbewochen“!
Boldt hat vielleicht schon leichte Schwitzehändchen und Mutzel Löcher in den Taschen…. Nu ja. 😉

Vielleicht ist es dem ein oder anderen Mitgliedchen aus der Teppichetage spiritousnell zu „ruhig“?

Wenn etwas „rumort“ dann eher der Reiz – Darm, spekulativ zu betrachten wann die Dämme brechen – könnten?! Der Weg zum „stillen“ Örtchen….so weit …Oha!

Richtig Scholle, bullshit! Die letzten Spiele kann man doch vereinseitig inne halten, bevor man zum großangekündigten, vorzeigefreudigen Tabularasa kommen möchte. Was jenen vereinsschädigenden prozentigen Bullshit betrifft, verzapfte man den in gewohnter Manie schon etliche Jahre mit wechselnden Protagonisten! Nichts Neues…

Abgerechnet wird am Ende mit Schuss, ergebnissoffen aber schonungslos hochprozentig!
Statt jeden Stein mühselig zu drehen, schraubt man an der Drehzahl bei den Kurzen, da macht Boldt´s „Alles kann, nichts Muss“ absolut wieder Sinn, ein Rad greift ins andere – LÖPT! Oder lass löpen? ?! 🙂

Nein, der HSV MUSS nicht aufsteigen, er KANN oder HÄTTE KÖNNEN, trotz zweit- oder dritthögschtem Etat der Liga! Wer mehr Geld bekommt, könnte ja (kein MUSS!) auch n´büschen mehr leisten! Ganz ungezwungen….ohne sich zu stark zu belasten.

Leistungskultur fand bei den HSV – Spielern jahrelang nur auf dem Bankkonto statt, aber JETZT hat man eben Walter!

Kein Platz mehr für Mimmis, Ende der Versteckspielchen an der Eckfahne! Nur wer richtig richtig mit- und durchzieht, dem Vollgas – Guru huldigt, nie widerspricht hat Chance auf ein Plätzchen am System – Stammti… ich meine natürlich in der Stammelf. 😉

Die große Saison – Analyse seitens der geballten Führungsfachkompetenz wird es am Ende zeigen, wie der Pfad der Entwicklung und Ausblendung nun weitergehen mag.

Vorab hat man aber noch n´büschen Spielzeit zu gestalten….. ZWEIMAL ALLES!

Bleibt alle gesund….!! 

Last edited 4 Monate zuvor by Bubu
Polkateddy
4 Monate zuvor

„Der HSV-Trainer hat nie gesagt, dass der Aufstieg das erklärte Ziel sei.“

Nun gut. „Wir sind nie bereit, Vierter zu werden. Wir spielen nicht um den vierten Platz, sondern dafür, jedes Spiel zu gewinnen.“
Hier war Walter im Juli 21 einerseits gewohnt flach in der Aussage, andererseits war doch klar was das bedeutet. Oder etwa nicht? 🤔

Bastrup
4 Monate zuvor

Moin zusammen,

ich hoffe der Arztbesuch bedeutet nichts schlimmes und wünsche dem Blogautor (und allen anderen) beste Gesundheit.

Nein, Kontinuität, um der Kontinuität willen ist kein sinnvolles Grundprinzip.

Das heißt aber nicht, dass man den Status Quo nicht infrage stellen darf. Im Gegenteil. Es muss ein fundamentaler Bestandteil einer erfolgreichen Organisation sein, sich selbst, seinen Aufbau und seine Prozesse permanet infrage zu stellen und weiterzuentwickeln.

Fitness und Torausbeute sind in unserer Truppe intakt. Das war nicht immer so. Insofern: Daumen hoch. Es scheint (für Außenstehende jedenfalls nicht sichtbar) auch keine Grabenkämpfe in der Truppe zu geben. Eine gewisse Entwicklung ist also erkennbar.

Wäre ich Aufsichtsrat des HSV, dann würde ich nun das Ziel kommunizieren, die nächste Saison als Tabellenerster zu beenden. Herr Boldt bekäme eine Chance, sein Konzept vorzustellen, das aus seiner Sicht die größte mögliche Sicherheit zur Erreichung dieses Zieles darstellt. Es wären aber auch noch weitere Kandidaten willkommen, ihr Konzept aufzuzeigen, für den Fall, dass sie die Rolle des sportlich Verantwortlichen des HSV zugesprochen bekämen.

Für den Fall, dass jemand anderes ein schlüssigeres Konzept vorlegt, dann muss es erlaubt sein, diesen Kurs einzuschlagen. Das hat aus meiner Sicht NICHTS mit HSV-typischen destruktiven Tendenzen zu tun, sondern mit professionellem Management.

Ich will gerne glauben, dass genau das hinter den Kulissen passiert.

Gruß und eine gute Restwoche,
B.

Last edited 4 Monate zuvor by Bastrup
bahrenfelder
4 Monate zuvor

Man und ich hatte schon befürchtet das beim HSV alles ruhig bleibt. Endlich fangen die in der Teppichetage wieder an sich zu melden. Jeder wird wieder alles besser wissen und was meistens dabei herauskommt ist ja nun schon bekannt.
Ein Fazit der letzten Saison sollte man erst ziehen wenn die Saison vorbei ist. Am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt. (Entschuldigt bitte in dieser Zeit dieses Zitat aber auf dem HSV bezogen sollte man sich daran gewöhnen). Denn, wer weiß wie es ausgeht und die Wendehalse in der Teppichetage würden sich plötzlich einer anderen Meinung anschließen.
Bitte noch zwei Wochen Ruhe und dann kann man alles analysieren was man will. Hauptsache es machen welche die auch verstehen wovon sie dann reden.

Können wir nicht einmal wie eine normale (HSV) Familie sein

RummsBumms
4 Monate zuvor

Viele Stümper wollen sich beim HSV nur in die nächste Saison retten.
Boldt hatte nicht nur in diesem Jahr einen TOP-DREI-ETAT zur Verfügung. Das scheint vom BlogInator ausgeblendet zu werden. Ganz schwach.
Boldt Raus….Saisonausgang ist egal.

Folker Mannfrahs
4 Monate zuvor

Es ist schon ein großes Glück, dass so einer wie Klopp bei uns nicht sein Unwesen treiben kann.

Alex
4 Monate zuvor

Achtung! Es folgt ein Kommentar, der ausschließlich dazu dient, den User Hirnlosen zu triggern…

Furz! ENDE

Kuddel
4 Monate zuvor

Wenn ich an die letztjährigen großen, schonungslosen und knallharten medialen Analysen denke, denke ich an viel Rauch …… 🙂

Frank Furt
4 Monate zuvor

Scholle – deine Argumentation bei Kittel in allen Ehren. Aber ich glaube, dass du hier etwas vermischen tust. Dass der Junge kein Führungsspieler werden wollte ist klar. Diesen Anspruch konnte er daher nie erfüllen. Evtl. hat man sich mehr davon versprochen, ihm Verantwortung zu übertragen. Bei Kittel geht es aber auch um die Leistungen über eine ganze Saison. Und die hat er schon zu Zeiten nicht durchgehend erfüllt, als er noch gar nicht zu den Führungsspielern gehörte. Insofern hängt für mich das eine nicht mit dem anderen zusammen.

Ich sehe eine ganz klar eine Sache, welche beim HSV falsch läuft. Beim HSV gibt es ein absolutes Missverhältnis bei Spielern, die hier durchaus gutes Geld verdienen und dann nicht entsprechend performen. Da sitzen Leute auf der Bank, mit Verträgen eines Stammspielers und Leistungsträgers. Insofern ist der Maßstab mitnichten Führungsspieler, wie du es schreibst, sondern dass Kittel (und andere) mit Verträgen ausgestattet sind, welche nicht annährend ihre Leistungen widerspiegeln.

Das ist das Problem und führt dazu, dass wir ausgeben wie die Großen, um dann am Ende doch wieder mit leeren Händen dazustehen.

Last edited 4 Monate zuvor by Frank Furt
Thomas Kirste
4 Monate zuvor

Moin
Warum soll Walter sich ändern?
Wir haben in der Hinrunde oftmals eine Führung aus der Hand gegeben.
Aber in der Rückrunde haben wir eine Führung nach Hause gebracht.
Kurzpassspiel hinten raus hin oder her.

Calimero
4 Monate zuvor

Ruhig bleiben. Laut Presse, sitzt Onkel KlauMi, bei der Saisonanalyse mit am Tisch. Gute Nachrichten auch von Marcel Jansen. Laut eigener Aussage, fühlt sich der HSV Null wie Arbeit an und er hat das Fußball-Geschäft nie geliebt. Also, alles wie gehabt. Legt euch wieder hin. 😂

Last edited 4 Monate zuvor by Calimero
Fuxi
4 Monate zuvor

Moin Volkspark!

Guter Start für die deutsche U17 bei der EM in Bosnien-Herzegowina! Gegen Dänemark gewannen sie das Auftaktspiel.
Warum ich das hier schreibe? Weil alle drei HSVerinnen in der Startelf standen: Emily Wallrabenstein (U17) links in der Viererkette, Svea Stoldt und Paulina Bartz (Regionalliga) im Sturm. Schon in der 3. Minute ging Deutschland in Führung, als Paulina Platner (Eintracht Frankfurt II., 2. Bundesliga) eine Ecke von Mara Alber (TSG Hoffenheim II., 2. Bundesliga) am langen Pfosten einköpfte. An der Entstehung des Eckballs war Wallrabenstein mit beteiligt. Das 2:0 leitete Lily Reimöller (SGS Essen, Bundesliga) mit einer Flanke ein, die unsere Paulina Bartz per Kopf für unsere Svea Stoldt auflegte (10.). Stoldts drittes Tor gegen Dänemark im dritten Aufeinandertreffen. Dänemark versuchte es danach mit Druck, aber das blieb fruchtlos. Schon nach einer halben Stunde wechselten die nördlichen Nachbarn erstmals. Noch vor der Pause hatten Alber, Alara Şehitler (FV Ravensburg, männliche Jugend) und Bartz die Chance zum 3:0. Nach 55 Minuten wechselte Deutschland dann doppelt. Für Wallrabenstein und Bartz war das Auftaktspiel beendet. Auch im weiteren Verlauf schien Deutschland dem 3:0 näher als Dänemark dem Anschlusstor. In der 85. Minute durfte auch Stoldt die Beine ausruhen. Die für Bartz eingewechselte Marie Steiner (TSG Hoffenheim, Bundesliga) verpasste ebenfalls noch das dritte deutsche Tor. So blieb es beim 2:0. Am Freitag spielen sie um 20 Uhr gegen die Niederlande.

Die 3. Herren haben vor den letzten beiden Spielen in der Oberliga-Abstiegsrunde den Abstand auf Union Tornesch auf 6 Punkte und 10 Tore Differenz vergrößert. Nach dem 10:3 am Freitag gab es heute ein 4:0 in Meiendorf. Die Mannschaft von Marcus Rabenhorst ging nach 12 Minuten durch Niklas Müller-Leitloff in Führung. Das war gleichzeitig auch der Pausenstand. Im zweiten Durchgang machte Marcell Jansen alles klar. Erst ein Doppelschlag in der 65. und 68. Minute, dann vollendete er zehn Minuten später zum Hattrick und zum Endstand. Am Freitag kann der HSV den Klassenerhalt zuhause gegen Bramfeld endgültig perfekt machen, selbst wenn neben Altona 93 auch St. Paulis Zweite absteigen sollte.

Dann bis Freitag!

Rautenhopper
4 Monate zuvor

Der Titel ist vom heutigen Blog ist, dass es nicht der richtige Moment ist für Diskussionen.

Ich persönlich würde mehr sagen. Es ist zu spät für diskussionen, weil wenn es wirklich das grosse Beben am Ende der Saison gibt und die drei weg sind. Beschert sich der HSV eine Situation, dass sie in einer sehr wichtigen Phase ohne sportliche Führung da steht und zu erst auch mal neue handelnde Personen einstellt. Entweder es wird schon im Hintergrund an einem Plan B gearbeitet und die neuen Personen sind klar oder wir verlieren wertvolle Zeit für die Vorbereitung von der neuen Saison. Weil ich sehe im Aufsichtsrat keine wirkliche fussballkompetente Person, die es vorübergehend machen kann.

Es sind rein mediale Themen auf die ich mich beziehe, weil ich nicht die Insider habe wie Schole oder die Bild oder das Abendblatt. Aber so wie ich die Artikel lese ist es doch wieder der HSV, den wir kennen. Wir haben in bestimmten Gremien Querdenker, die das Gefühl haben es besser machen zu können und auch einen radikalen Neustart planen. Aber den Mut nicht besitzen es konsequent durchzuziehen, weil sie angst haben, sich selber die Finger zu verbrennen und erst dann handeln wenn man einen vetretbaren Grund haben, um es medial zu verkaufen. Kommt es gut sind die Kritiker noch da, aber halten das Maul, weil sie sich in einem Erfolgsfall bei späteren Misserfolg angreifbar machen und sich selbst schaden, da ist doch einfach das Ego zu gross und zukünftige Machtkämpfe vorprogrammiert.

Boldt als auch Walter haben Fehler gemacht und ich kann die bestimmte Punkte auch nachvollziehen. Aber ist es jetzt wirklich noch zu früh, um ein endgültiges Fazit zu ziehen. Ich meine ein Sportvorstand muss regelmässig im Aufsichtsrat rapport abliefern und auch aufzeigen wie ist der aktuelle Stand und was unternimmt man in Zukunft damit diese Fehler nicht mehr passieren. Boldt hatte genug Zeit um ein Bild abzugeben, ob die Arbeit gut ist oder nicht. Spielt der HSV in den letzten Spielen gut aber holt die Punkte nicht ist Boldt nicht der Richtige aber spielt der HSV kompletter Müll aber gewinnt glücklich und steigt auf ist die Arbeit ausreichend, um weiterzumachen? Das hier ist jetzt nicht meine Meinung sondern dieses Bild wird mir vermittelt aufgrund der unterschiedlichen Berichterstattungen.

Was mich jedoch auch ein wenig fehlt und Scholle nimm das jetzt nicht als Kritik, weil so geht es mir bei vielen so und viele haben diese Meinung. Bei einer weiterbeschäftigung von Walter kommt das Argument man sollte es mal versuchen am Trainer festzuheben. Für mich ist es wenig nachhaltig sondern mehr ein Experiment. Man weiss nicht was machen und man hat noch nie versucht den Trainer zu behalten. Wie schon gesagt Walter hat Punkte geliefert für eine Weiterbeschäftigung aber auch für eine Trennung.

Das Gleiche finde ich auch bei Boldt. Klar es ist scheisse wieder bei Null anzufangen, aber wenn man wirklich nicht mehr überzeugt ist von ihm. Darf das nicht das Argument sein, weil das ist kurzfristiges Denken und das hatten wir zu oft. Wenn Boldt nicht der Richtige ist dann ist ers auch nicht in einem Jahr oder zwei. Darum wenn wirklich erhebliche zweifel an der sportlichen Führung bestehen lieber einen sauberen Schnitt machen mit der Entscheidung leben anstatt nur zu warten bis der richtige Moment kommt für die Entlassung.

Aradia
4 Monate zuvor

👩Moin…..

Wenn man seinen Verein liebt und sich wünscht das er besser wird
dann ist das doch normal…oder?

Und wenn die eigene Meinung stärker ist, weil überzeugt, als sogenannte
Experten-Vorgaben, dann muss diese auch verteidigt werden.
Das nenn man diskutieren.

Nun, unsere sportliche Leitung schafft es seit dem Abstieg
nicht die Mannschaft so zu formen das eine Möglichkeit
zum Aufstieg besteht.
Und das schon seit Jahren.

Selbst im sogenanntem Wohnzimmer wird verloren.
Daher ist der Jetzt-Zustand nicht weiterführend zum Wohle
des Vereins.

Da Führungskräfte immer uneinsichtig sind müssen
sie gezwungen werden, ihre Sessel zu räumen.
Es muss einfach besser werden. 🙏

Spinoza
4 Monate zuvor

Ich hätte ja zu gerne mal einen Einblick hinter die Kulissen, denn mir stellen sich da ein paar Fragen:
– Hat man tatsächlich vor erst am Ende der Saison zu analysieren und wird darauf entschieden was mit der sportlichen Führung passiert?
– Oder ist diese Analyse lediglich eine Bestandsaufnahme und die tatsächliche Bewertung inklusive Entscheidung zur sportlichen Führung hat schon vor Monaten stattgefunden?
– Inwieweit sind Journalisten wirklich informiert was diesbezüglich intern stattfindet und wie viel der Berichterstattung besteht aus Spekulation um vom Verein eine Reaktion zu erzwingen die dann wiederum Teil der Berichterstattung wird?

Denn letztlich ist die Frage dann ob die Journalisten unehrlich sind und mit ihren Berichten übertreiben oder der Vereinen inkompetent ist und ihm jegliche Vision fehlt. Da ich das von außen nicht bewerten kann werde ich mich weiterhin hauptsächlich auf den Fußball konzentrieren und warte einfach ab was passiert.

Meaty
4 Monate zuvor

Von daher würde es mir als Aufsichtsrat nach Saisonende zu 100 Prozent darauf ankommen, ob die Pläne des Trainers mit denen des HSV übereinstimmen . . .

.
Dieses würde ja bedeuten, dass der HSV einen eigenen Plan hatte und vielleicht eine Zielvorgabe vor der Saison ausgegeben hat!?
Hat man denn vor der Saison den eingeschlagenen Weg nicht mit dem AR abgestimmt?
Das halte ich für fast ausgeschlossen – aber beim HSV ist ja fast alles möglich!

Frank Müller
4 Monate zuvor

QUALITÄT DES kADERS
Dass ein qualitätiv schwacher Kader zusammengestellt wurde, läßt sich eindeutig belegen.
In der Performance bis jetzt liegen wir in der Gesamtbenotung an 13. Stelle.
Bei Diskussionen hab ich immer gesagt: Mittelmaß/Durchschnitt..
Aber auch das kommt ja noch nicht mal hin.
Dabei wurden.relativ zuverlässige Spieler (einen Tick über Durchschnitt)….
wie Schonlau, Meffert, Heyer, Galtzel alle VOM TRAINER geholt – nicht vom Vorstand.
Als überdurchschnittlich seh´ich nur Kittel, Glatzel und mit Abstrichen den Torwart.
Also Spilerauswahl…–> deutlich Luft nach oben

alles hat seine zeit
4 Monate zuvor

Hier wird nicht diskutiert. BASTA
Schließlich gilt noch immer der bekannte Grundsatz: Alles wird gut

Grantler3006
4 Monate zuvor

von 172 Kommentaren sind gefühlt 90 für die Tonne. Nur Diddel Daddel, Du bist besoffener als ich!!! Herr Scholz, ich würde mich sehr freuen, wenn das die entsprechenden Kommentatoren dauerhaft verschwinden.

Standpunkte und Meinungen, wenn auch polemisch oder einfach nur vermutet, sind völlig ok. Aber dieses

„Arsch Alex“ oder andere Dinge, besonders durch einen nicht näher zu benennenden Hümorbomben- Pseudonym geht mir auf den Keks.

Gummizelle usw. ist auch nicht in Ordnung, aber im Zusammenhang mit einigen Antworten auf sehr kritische Meinungen der üblichen Kritiker ist das fast schon verständlich.

Es nervt