Das HSV-Trainingslager ist vorbei – und jetzt?

by | 16.07.23 | 117 comments

Von Cornelius Link

Zehn Tage haben Tim Walter und seine Spieler im Trainingslager in Österreich verbracht. Gestern ging es kurz nach dem Abpfiff in Anis bei Salzburg nach München zum Flughafen und von dort aus zurück nach Hamburg. Mit einem Tag Abstand ist es nun an der Zeit, einmal die Tage in Kitzbühel Revue passieren zu lassen. Wo steht der HSV jetzt? 

Blessuren häufen sich

Die Verletzungssorgen des HSV sind groß. Jeden Tag kamen neue Ausfälle hinzu, einige Spieler konnten nur eingeschränkt am Trainingsbetrieb teilnehmen. Kapitän Sebastian Schonlau und Miro Muheim konnten aufgrund ihrer Wadenprobleme sogar gar keine ‚richtige’ Einheit mit der Mannschaft absolvieren. Vergangene Woche fehlten sogar an einem Tag ganze elf Spieler. Verletzungspech zum ungünstigsten Zeitpunkt. Dass alle zum Ligaauftakt am 28. Juli gegen Schalke 04 wieder mit dabei sein werden, erscheint nahezu ausgeschlossen. Gerade in der Defensive musste Walter bei den Testspielen kreativ werden. Immerhin empfahl sich William Mikelbrencis im Training mit guten Leistungen. Vielleicht kann er in seinem zweiten Jahr in Hamburg nun endlich einen Entwicklungsschritt hinlegen. Auch ein weiterer fast schon abgeschriebener Defensivmann spielte sich in den Fokus von Walter. Stephan Ambrosius galt zu Saisonbeginn als erster Verkaufskandidat. Walter äußerte sich jedoch lobend über den gebürtigen Hamburger und versicherte, dass er diesen als klare Option sehe. Ambrosius ist zwar auch noch nicht voll belastbar, allerdings bewies er im Training stets seine Körperlichkeit und Zweikampfstärke. Qualitäten, die wir bereits aus der Thioune-Sasion 20/21 kennen. Wie gut Ambrosius jedoch mit dem Walter-System klarkommen wird, bleibt abzuwarten – vorausgesetzt, er bleibt beim HSV. Für mich waren Mikelbrencis und Ambrosius zwei Spieler, die trotz ihrer Reservistenrolle die Zeit in Kitzbühel für sich nutzen konnten.

Youngster Oliveira Kisilowski überzeugt

Dies gilt auch für die Youngster Tom Sanne und Nicolas Oliveira Kisilowski. Sanne bewies im Training eindrucksvoll seine Kopfballstärke und Torgefahr. Oliveira Kisilowski war für mich als Dauerläufer auf der rechten Abwehrseite vielleicht die Entdeckung des Trainingslagers. Nicht nur gegen Pilsen überzeugte er – auch in den Trainingseinheiten wirkte er auf mich schon sehr weit. Ich bin sicher, dass er im nächsten Monat seine ersten Profi-Minuten sammeln wird. Auch die anderen jungen Spieler um Felix Paschke, Hannes Hermann, Luis Seifert, Omar Megeed und Valon Zumberi präsentierten sich im Training vielversprechend. Zumberi wirkte jedoch in den Testspielen verunsichert und machte einige Fehler. Daher glaube ich, dass er noch Zeit braucht. Die Zeit ist beim HSV jedoch knapp. Die Neuzugänge um Pherai, Öztunali, Ramos und Hadzikadunic können den HSV sofort weiter bringen. Immanuel Pherai zählte in beiden Testspielen zu den besten Hamburgern. Hadzikadunic deutete seine Aggressivität und seine Zweikampfstärke im Training an, agierte jedoch gegen Salzburg wie die restliche Hamburger Hintermannschaft unglücklich. 

Testspiele mit wenig Aussagekraft

Durch die Verletzungssorgen haben die Testspielergebnisse für mich wenig Aussagekraft. Sowohl das beachtliche 3:3 gegen Pilsen, als auch die 1:4-Klatsche gegen RB Salzburg. Die Defensive war notdürftig zusammengewürfelt und wird in dieser Konstellation aller Voraussicht nach nie wieder auflaufen. Egal ob David und Zumberi, oder Zumberi mit Hadzikadunic – Die Innenverteidigung bleibt eine Baustelle. Auch die Außenverteiderpositionen bleiben Schwachstellen. Gegen Pilsen sahen wir zumindest offensiv mit Pherai, Öztunali und Königsdörffer gute Ansätze. Erschreckend war daher für mich zu beobachten, dass dem HSV gegen Salzburg offensiv fast gar nichts gelang. Klar war da ein Klassenunterschied. Und der letzte Tag des Trainingslager war sicher für viele Spieler auch körperlich besonders herausfordernd. Trotzdem darf der HSV mit seinen Testspielleistungen in der Vorbereitung bisher nicht zufrieden sein. Als letzter Test steht noch des Duell im Ibrox gegen die Rangers an. Auch in Glasgow geht es dann zum dritten Mal in Folge gegen einen klar favorisierten Gegner. Prinzipiell finde ich es lobenswert, sich mit Stärkeren zu messen. Allerdings wird der HSV eine wirkliche Standortbestimmung erst beim Ligaauftakt erhalten.

Walter schweigsam – aber laut auf dem Platz

Tim Walter gab auf dem Platz alles. Anzuerkennen ist, dass das Training hart und die spielerische Intensität hoch war. Walter gab sich wie gewohnt emotional. Gefiel ihm etwas nicht, schallten gerne schonmal Schimpfwörter durch das Koasa-Stadion in St. Johann. Ansonsten wirkte Walter ruhiger als sonst, fast schon introvertiert. Öffentlich sprach er nur ein Mal im Rahmen einer kurzen Medienrunde. Sorgenfreiere Zeiten hat er bestimmt schon erlebt. Die größte Herausforderung wird es sein, in dieser kurzen Zeit die verfügbaren Spieler auf Wettkampfniveau zu bringen. Dass im Trainingslager sich auch noch ausgerechnet Anssi Suhonen erneut schwerer verletzt (Anbruch Wadenbein) hat, war aus personeller Sich der Tiefpunkt des Trainingslagers. Dass die Trainingstage aufgrund der vielen Ausfälle nicht so produktiv waren wie erhofft, muss der HSV jetzt schnell abschütteln. Die erste Erkenntnis ist: Der HSV ist Stand heute noch nicht bereit für den Ligaauftakt – immerhin gibt es noch zwei weitere Trainingswochen. Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Defensivprobleme der vergangenen Saison zwar adressiert werden, aber noch lange nicht behoben sind. Einige Spieler wie Mikelbrencis, Oliveira oder sogar Ambrosius könnten zu überraschenden Gewinnern der Vorbereitung werden. Durch die Verletztenliste wird Walter personell weiter umstellen müssen. Vielleicht ist dies auch eine Chance für eben diese Spieler, die bisher außen vor waren.

Zehn intensive Tage enden nun, doch die sportliche Arbeit geht gerade erst los. Mein persönliches Highlight des Trainingslagers waren die HSV-Fans. Die bedingungslose Unterstützung, die Leidenschaft und Liebe für diesen Verein sind besonders. Dass hunderte Anhänger:innen aus ganz Europa mit nach St. Johann gekommen sind, beeindruckt mich. Ganz liebe Grüße an euch alle! Es war mir eine Freude, euch vor Ort kennenlernen zu dürfen. Bis hoffentlich ganz bald.

Euch allen noch einen schönen Sonntag,

Cornelius

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Darmzotte
9 Monate zuvor

Und jetzt? Jetzt geht der von allen durchschaute Walterball weiter. Und in 10 Monaten gucken sich dann alle wieder dumm an und wundern sich, aber eine Woche später glauben sie wieder an den Aufstieg. Es lebe die Idiokratie.

abraeumer
9 Monate zuvor

Das Spiel gegen Salzburg hat wie schon im Hinspiel gegen Stuttgart gezeigt, dass der HSV mit Erstligisten nicht mithalten kann. Sicherlich darf man Testspiele nicht überbewerten, insbesondere können nach einem harten Konditionstraining in der Vorbereitung die Beine auch schwer sein und es gab viele Verletzte, aber letztendlich war es, wie gegen Stuttgart im Hinspiel, ein Klassenunterschied. Ob Kondition gebolzt wurde, bleibt wie jedes Jahr unklar, weil kein Journalist in der Lage ist zu berichten, was im Trainingslager gemacht wurde. Wie immer war bei der Presse aber „ordentlich Zug drin“.
 
Einige haben hier gerätselt, ob es die A- oder B-Elf von Salzburg war. Es war zum Großteil die neue A-Elf von Salzburg, Sesko und Seiwald sind zu Leipzig gegangen, Köhn zu Monaco und Adamu zu Freiburg. Ansonsten haben Bernardo, Capaldo, Koita und der verletzte Okafor gefehlt. Jedes Jahr verliert Salzburg viele Spieler, aber es kommen immer Granaten hinterher. Deutlich ist noch die Handschrift von Rangnick beim Scouting zu erkennen, alle Spieler sind schnell und technisch gut. Das Dreistufen-System Liefering, Salzburg und am Ende Leipzig klappt nach wie vor hervorragend und jeder junge Spieler erhält, seinem Entwicklungsstand entsprechend, bei den unterschiedlichen drei Vereinen seine Einsatzzeiten. Es macht einfach Spaß, diesen Jungs zuzusehen. 
 
Es wirkte, als wenn die eine Mannschaft sprintet und die andere joggt. Bis auf Pherai waren alle schlecht. Zumberi und Heyer waren so schlecht, dass man keine Note vergeben kann. Bei Zumberi sieht doch jeder, dass es für Profifußball nicht reicht. Der Rest der Truppe war nicht anwesend, immer, auch gedanklich, einen Schritt zu spät. Dieses Jahr wird der HSV mit den ersten drei Plätzen nichts zu tun haben, es wird bergab gehen. 

Unglaublich fand ich wieder, dass Oliveira Kisilowski und auch die anderen Talente bis auf Megeed und Krahn das ganze Spiel auf der Bank saßen. Ein Oliveira Kisilowski hätte auch als IV gegen die kleinen schnellen Angreifer von Salzburg mit seiner Schnelligkeit besser ausgesehen als Hadzikadunic und Zumberi zusammen. Der Neuzugang Hadzikadunic überzeugt mich bisher nicht. Aber eine abschließende Beurteilung ist erst nach einer Eingewöhnungszeit möglich.

Diese Truppe ist, wie jedes Jahr unter Boldt, schlecht zusammengestellt und unter diesem beratungsresistenten Trainer gibt es keine Veränderungen. Das Motto von Walter lautet weiter „wir bleiben bei uns“. Die Abwehrspieler verlassen ihre Positionen und gehen unnötige Wege. In der Offensive werden hingegen weiterhin starr die Positionen gehalten. So wird das nichts.

InLikeFlynn
9 Monate zuvor

Hertha. Schalke. Pauli.
Alle schaffen es, irgendwo einen halbwegs brauchbaren RV aufzutreiben.

Nur beim HSV torkelt weiter mit hochroter Birne Mo Heyer wie ein besoffener Ballermann-Tourist über den Platz.

Hinzu kommt: Hertha und Schalke hatten seit dem Abstieg erst ein paar Wochen Zeit. Beim HSV kann man seit Jahren beobachten, wie Heyer schon mit dem einfachsten Defensiv-Tasks heyerlos überfordert ist.

Das Defensivverhalten von Mikelbrencis ist zwar mitnichten besser, aber dafür kann er wenigstens halbwegs kicken. Dennoch sehen selbst Blinde (außer Boldt und Walter), dass RV seit dem frühen Perm eine Großbaustelle ist.

Auf LV sieht es nur wenig besser aus:

Muheim lassen wir mal in Ruhe, der hat andere Sorgen, die wichtiger sind als Fußball in jeder Form sein kann.

Aber dass Walter hier den hoch veranlagten, schnellen Kisilowski (für
HSV-Verhältnisse zumindest) enteiert und allen Ernstes den RV- Serientäter Heyer auch auf LV Kinder zum Weinen bringen lässt, ist selbst für TW-Verhältnisse eine Frechheit.

Für den Meffo und seine Leistung gegen Salzburg fällt mir eh nichts mehr ein, am ehesten erinnert seine Dynamik an die lebenden Statuen/Pantomimen in den Fußgängerzonen deutscher Kreisstädte.

Wenn diese Baustellen nicht behoben werden, wird es eine harte Saison.

Okay, die üblichen User wird es nicht stören, die sind schon happy wenn das Amt den Kühlschrank für die Adelskronen genehmigt.

Aber wer zumindest ansatzweise Leistungssport mag, für den wird es erneut harter Tobak.

Boldt wird Walter nicht feuern.
Der AR wird Boldt nicht feuern.

Den Rest kann man sich denken.

Polkateddy
9 Monate zuvor

Die Defensive ist in der Summe die Nichtaufstiegsgarantie. Keiner weiß was er tun soll, trifft auf wahnsinnige Traineridee, trifft auf Verweigerung Qualität zu verpflichten.

Ich gebe es auf!

Töftinger
9 Monate zuvor

Also mein lieber Cornelius,
ich glaube Du verrennst Dich bezüglich Ambrosius ein wenig.
Wie soll sich ein Spieler hervortun der es nicht auf eine einzige Testspielminute gebracht hat?

Das wäre jetzt tatsächlich Ambrosius Chance gewesen und die hat er mangels irgendwelcher Probleme nicht mal Ansatzweise nutzen können.
Im letzten Testspiel wird er sicherlich auch nicht beginnen. Walter wird gegen Schalke maximal mit einem Neuzugang in der IV spielen lassen.
Also Hadzikadunic und mutmaßlich wohl David (falls Schonlau nicht rechtzeitig fit wird) neben ihm.
Dementsprechend und in Anbetracht der Konkurrenz die in den nächsten Wochen spielfähig sein sollte, wird Ambrosius den HSV wohl spätestens im August verlassen und das dann wohl endgültig.

Ich hätte mir heute bezüglich der gestrigen Zurückstufung von Oliveira Kisilowski auch ein wenig Aufklärung gewünscht. Wenn er wirklich gut ist, dann dürfen Heyer und Mikelbrencis keine großen Hürden für ihn sein.
O.k., spätestens wenn in Glasgow die Startelf bekannt gegeben wird werden wir sehen wie Oliveira Kisilowski tatsächlich vom Trainerteam eingestuft wird.

tobyseal
9 Monate zuvor

Die wichtigste Erkenntnis des unnützen Tiroler Ferienlagers ist die, das der notorische Faulpelz von der Kö im Bademantel aus dem Wellnessbereich heraus ganz unaufgeregt den Markt beobachtet, anstatt unterwegs zu sein, um die überlebenswichtigen Transfers abzuwickeln…was waren das noch für Zeiten, als ein Frank Arnesen ständig in Action und ohne Handy am Ohr gar nicht anzutreffen war…aber die Zeiten haben sich geändert, Erfolglosigkeit und Unprofessionalität haben sich bereitgemacht in diesem Witzverein…die sportliche Leitung lebt es vor…kein Engagement, vor allem kein Durchblick und keine Kontakte im Markt, daher können wichtige Kaderbaustellen auch nicht geschlossen werden…aber es ist allen egal…die ganze Bagage ist fein mit der 2. Liga und daher wird der Aufstieg auch wieder nur ein Traum bleiben…

Jürgen Linnenbrügger
9 Monate zuvor

Hat der HSV eigentlich das Scouting in Dänemark und gesamten skandinavischen Markt eingestellt ? Auch der Markt in Österreich wäre aus Sicht des HSV wohl interessant.
Nur ein Beispiel: Jan. 22 kauft Sturm Graz( 1. Bundesliga) den 19 Jährigen Dänen Rasmund Hojlund (Mittelstürmer) für 1 Mio. von FC Kopenhagen. Er erzielt in 18 Sp. 9 Tore. Im Aug. 22 transferiert Graz diesen Spieler für 17,2 Mio. zu Atlanta Bergamo.
Marktwert z. Zt. 45 Mio. Im Aug. 23 kauft Graz wiederum einen Spieler von FC Kopenhagen, den 20 jährigen William Böving, ebenfalls Mittelstürmer.
Warum fallen dem HSV diese Spieler nicht auf ? Fragen die man Costa mal stellen sollte.

Arne Petersen
9 Monate zuvor

Wir haben zu Saisonbeginn 2 6-Punkte-Spiele gegen Schalke und Hertha. Es ist seit der Rückrunde bekannt, dass unser Schwachpunkt die Defensivspieler sind. Dass jetzt mit ein bisschen Verletzungssorgen wahrscheinlich keine 2-te-Liga-taugliche Defensive auf dem Platz stehen wird, ist ein ganz schlechter Witz! Nochmal, wenn die ersten Spiele gleich verloren werden, kannst du die Saison fast wieder abhaken! Walter, liefern Sie jetzt endlich!!Die Schonfrist ist rum – schon lange!

Meaty
9 Monate zuvor

Das Fatale an der aktuellen Situation beim HSV ist, dass der Trainer glaubt, er braucht nur lange genug sein Walter-System spielen lassen und alles wird irgendwann gut . . !
Diverse Spiele gegen Erstligateams in Testspielen, Relegation oder Pokal haben gezeigt, dass dieser Walter-Ballbesitzfußball gegen gewisse Mannschaften nicht funktioniert . . . und zwei Jahre lang hielt man trotzdem daran fest!

Der eindimensionale Walterball ist eine deutliche Einbahnstraße und wenn dem aktuellen HSV bessere, clevere oder kampfeswillige Gegner gegenüberstanden, dann gab und gibt es diesen defensiveren
Plan B eben nicht!

Nach der Stuttgarter Blamage im Hinspiel der letzten Relegation erzählte ein Schonlau z.B., dass man ja nicht in sein gewohntes Ballbesitzspiel reinfand . . . ohne Worte!

An dieser Aussage eines Spielers kann man die Überheblichkeit des arroganten Trainers und die Einfälltigkeit einiger Spieler gut erkennen!
Was will man auch erwarten, wenn der eigene Übungsleiter vor der Partie noch große Töne spuckt, dass man ja nach Stuttgart fahre, um zu gewinnen . . .

Zwei Spielzeiten lang mit einem durchschaubaren Ballbesitz System mit wackeligen Aufbauspiel, dass clevere Gegner immer wieder für sich zu nutzen wussten – damit geht man nun in die dritte Walter-Saison!

Wer sich Hoffnung auf Besserung macht, ist ein Narr!

juke
9 Monate zuvor

Ich glaube, dass man kaum ein noch schlechteres Vorbereitungslager absolvieren kann.
Offenbar war es nur ein Urlaub in Österreich.
Walter und der Staff gehören an die Luft gesetzt.

Kuchi
9 Monate zuvor

Warum sollte Ambrosius mit dem Walter Fußball nicht zurecht kommen?
Wer tut das denn überhaupt?

Ambrosius wäre zumindest einer, der auf der Linie bleibt und nicht ständig in der Gegend rum turnt und hinten alles offen lässt. Solider Abwehrspieler, der uns letzte Saison – nee, bisher jede Walter Saison – gefehlt hat.

Die Saison ist noch gar nicht in Sicht und die halbe Mannschaft liegt im Lazarett. Soll mir das was sagen?

Sich mit stärkeren Mannschaften zu messen ist in soweit gut, weil die Niederlagen in den ersten 3 Wochen gegen die (vermeintlich) starken Gegner Schalke und Hertha dann nicht so verwunderlich sind 😆

Zudem wäre ein Sieg gegen Schalke völlig egal. Vor zwei Jahren hat es Schalke nicht daran gehindert, am Ende Meister zu werden. 🤪

Hamburger-Jung
9 Monate zuvor

Wieder mal ein sehr guter Blog Cornelius. Allerdings schade, dass Du auch „gendern“ mußt. Da weiß man doch gleich wessen Geistes Kind dieser Blog ist.

Last edited 9 Monate zuvor by Hamburger-Jung
MeinVerein2021
9 Monate zuvor

Cornelius beschreibt angenehm unaufgeregt seine Sicht auf die Situation im Trainingslager. Das gefällt mir grundsätzlich und nimmt ein wenig die heiße Luft aus meiner so negativ aufgeladenen Stimmung.

Das Trainingslager mit Testspielen konnte angesichts der vielen Ausfälle gar nicht gut laufen. Das ist eine schlechte Ausgangslage. Mit etwas Glück kann davon ein wenig in den verbleibenden Tagen bis zum Schalkespiel noch aufgeholt werden.

Ich konnte nur einen Teil der 2. Halbzeit des Testspiels gegen Salzburg sehen. Das war für mich gar nichts.

Ob TW zweifelt? Ob er überlegt, mehr in die Abwehr „zu stecken“? Ob er tatsächlich auf die „Youngster“ setzt?

Jeder Trainer weiß, dass er punkten muss. Dass „Kontinuität“ kein Selbstzweck ist. Dass der Aufstieg her muss. Dass eine 3. erfolglose Saison nicht geht.

Wenn TW diese Gedanken zulässt, muss er jetzt etwas ändern. Nicht nur wg. der Ausfälle, sondern auch.

Ich weiß nicht, ob ich daran glaube. Ich möchte es gern.

Batman
9 Monate zuvor

Das war mit Abstand die schlechteste Vorbereitung seit Jahren. Jedes Jahr wird es schlimmer um das Team Walter/Boldt/Costa und AR.
Für den Saisonauftakt haben die schon jetzt die perfekten ausreden aufgrund mangels Spieler im Trainingslager und die neuen Spieler kamen nicht rechtzeitig zum HSV.

Wir werden vom Anfang an nichts mit den ersten 3 Plätzen zu tun haben, da die aktuelle Mannschaft nicht mehr als eine “ Freundsschaftstruppe“ ist. Die Mannschaft will gar kein Erfolg haben, da es ja vom TW so vorgelebt wird. Das wichtigste ist für TW und Co das sich alle gut verstehen. Das reicht für die Mannschaft, Verein und für die zahlreichen Zuschauer.

Es geht doch beim HSV nur noch darum eine Show abzuliefern und das machen die perfekt. Die spielen ohne System, ohne Ideen und ohne Kreativität Fussball. Hauptsache die 90 Minuten mit Glück zum Sieg kommen.

Viele hoffen ja das noch Verstärkung kommt aber das wird nicht passieren. Nur der Magdeburger wird kommen.
So kann TW dann seine LIeblingsspieler wie Heyer, Meffert, Jatta, David spielen lassen gegen Schalke.

Nach 5 Spieltagen wird hoffentlich eine Ära enden.

FRANZ HOELSCHER
9 Monate zuvor

…“persönliches Highlight des Trainingslagers waren die HSV-Fans. !“
woowww – wir sind mittlerweile ein „Fan-Klub“ geworden…

Bastrup
9 Monate zuvor

Danke für den heißen Draht ins Trainingslager Cornelius! 🙂👍

Aleksandar
9 Monate zuvor

Danke Cornelius für die interessante Art zu berichten.

Gerne mehr davon!

Meaty
9 Monate zuvor

Die akuten Verletzungsprobleme in der Abwehr sind natürlich schwer zu kompensieren. Ein intelligenter Trainer würde in Anbetracht der prekären Situation jetzt vermutlich zu den vorhandenen zweikampfstärksten Innenverteidigern greifen und das bis dahin gespielte System dahingehend anpassen, dass man zumindest zu Beginn der Saison eine einigermaßen stabile Abwehr aufbieten kann!

Wie ich aber unseren aktuellen Übungsleiter einschätze, wird Walter den Spielern vertrauen, die seinen unorthodoxen Walterball aus der Abwehr schon gespielt haben oder diesen ansatzweise spielen können . . ?

Jörg Brettschneider
9 Monate zuvor

Die Luft ist raus. Walter hat fertig.

Polkateddy
9 Monate zuvor

Benedict Hollerbach kommt irgendwie nicht unter, derzeit wackelt sein Wechsel zu Union deutlich.
Ein Spieler, wie gemacht für unsere Bedürfnisse. Könnte auf RA zeigen, was auf der Position an Scorern möglich ist. Statt eines aufstrebenden jungen Spielers, verpflichtet man ein Auslaufmodell und setzt den Leichtathleten erneut nicht unter Druck.
Vielleicht werde ich ja ausnahmsweise mal positiv überrascht und wir verhandeln bereits mit Hollerbach. Dann müsste ich Abbitte leisten. Muss ich aber nicht…..

Jürgen Fiedler
9 Monate zuvor

Moin , nein es sind keine 2 weiteren Trainingswochen mehr.Es sind NUR noch 10 Tage. Ich denke das reicht mit so vielen angeschlagenen auf keinen Fall einen vernünftigen Saisonstart hinzulegen.Tut mir leid so sehe ich das . Bin kein Trainer oder Psycholge,nur ein einfacher und lebens erfahrener Fan unseres HSV. Klar Testergebnisse sollte man nicht so hoch hängen aber auch nicht klein reden. Die Art und Weise WIE die Mannschaft gegen RB Salzburg aufgetreten ist macht keine Hoffnung . Zumindest nicht auf die ersten Spiele bis zur Länderspielpause. Habe ein Interview von Alois Schwarz auf der Hansaseite gesehen .Dauerte 12 Minuten in denen er eine Einschätzung gab über das Trainingslager in Neuruppin. So eteas hätte ich auch vom Trainer T.Walter erwartet. Jede Mannschaft hat wohl Verletzte oder angeschlagene Spieler nach so einem Trainingslager,aber nicht in dieser Masse wie beim HSV. Apropo junge ,hoffnungsvolle Spieler also Eigengewächse. Ich finde es gut das einige in Österreich dabei waren. Aber helfen wird von denen noch keiner können. Man kann junge Spieler einbauen, heranführen ABER sie müssen in einer intakten Mannschaft herangeführt werden. Und man darf nicht zuviel am Anfang erwarten .warum sind in den letzten Jahren viele Talente unseres HSV zu Stammspielern oder besser gesagt zu Profis heran gerangereift ?? Köhn, Pfeiffer , Ronstad , Porath usw. Sie wurden herangeführt und sie mußten nicht gleich Verantwortung übernehmen,sprich man hat erstmal keine Führungsqualitäten von ihnen verlangt. Wenn es beim HSV nicht gleich geklappt hat wurden sie verliehen und verscherbelt. Ich hoffe ehrlich das Ambrosius eine ehrliche chance bei Walter bekommt.

Jürgen Linnenbrügger
9 Monate zuvor

Fazit mit Tim Walter: Die Körperlichkeit ist gegeben, die Jungs sind topfit. Das Trainingslager war „rundrum“ ein Erfolg
Hat Cornelius nur Fake news aus dem Trainigslager berichtet Schonlau, Meffert, David,Pherai, Muheim, Heyer, Ambrosius, Ramos haben alle Einheiten mitgemacht? Fehlten nicht am einem Trainingstag ganze 11 Spieler. Er weiss noch nicht wer gegen Schlacke 04 in der IV aufläuft, ist aber alles supi endgeil. Na dann lassen wir uns mal überraschen.

Osho
9 Monate zuvor

Danke für deinen Einsatz, Cornelius! Das heutige Fazit hat mir von allen Blogs am besten gefallen. Insgesamt hätte ich mir noch mehr persönliche Eindrücke gewünscht, Dinge, die man anderswo nicht lesen kann. Vielleicht im Winter-Trainingslager? 🙂

Fussballtrainer
9 Monate zuvor

Sehr gut wiedergegeben die Situation Cornelius.

Ambrosius habe ich nicht spielen sehen, deshalb kann ich dazu nichts sagen.
Testspiel RBS war halt ein Testspiel ohne die Stammbesetzung, kann man im Ergebnis nicht werten.
Die Mannschaft wurde durch die Neuzugänge sicher verstärkt, auch in der Abwehr.
Was man erkennen konnte, neu waren auch lange Bälle. Muss man sehen, ob die Walterlinie sich spezifiziert hat.

Sicherlich gehört auch diese Saison der HSV zu den Aufstiegskandidaten und das mit einer deutlich besseren Stammelf als letzte Saison.

Einzig:
Ich hätte Kittel behalten.

MeinVerein2021
9 Monate zuvor

https://youtu.be/2ia5qMmtJrE

Guter Vlog von Cornelius. Er fasst das Trainingslager nachvollziehbar aus seiner Sicht zusammen.

Ich habe seine Aussage zu den Fans nicht so verstanden als sei der HSV zu einem „Fanclub“ verkommen. So ähnlich stand es hier in einem Beitrag.

Nico
9 Monate zuvor

Mal so eine Frage am Rande:
Wieso holt man sich nicht Kingsley Schindler? Hamburger Jung, ein erfahrener, schneller Spieler, mit guten Flanken, der sowohl als Konkurrent für Jatta fungieren oder als rechter Verteidiger Spieler kann. Kennt Walter und sein System spielte bereits 1 Jahr unter ihm bei Kiel.
Dazu ist er ablösefrei.