10 Millionen Euro Überbrückungshilfe retten HSV-Etat

von | 04.09.21 | 186 Kommentare

Der erste Reflex? Verwunderung! Warum bekommt der HSV 10 Millionen Euro Steuergelder als Überbrückungsgeld und die anderen 35 Profiklubs nicht? Eine Frage, deren Antwort sich nicht aus dem Artikel meines Kollegen Kai Schiller erschließt. Denn die Begründung, dass diese nicht den Anforderungen eines 30-prozentigen Einnahmeeinbruchs standhielten, ist vielerseits falsch. Allerdings könnte es bei den Umsatzeinbußen noch einmal Unterschiede geben, die in dem Artikel nicht genannt wurden – und die vom Bund als Vorgaben für die Bewilligung gelten.

Insofern muss man es sagen, wie es ist: Der HSV hat sich mal wieder eine Sondereinnahme im zweistelligen Millionenbereich verschafft. In diesem Fall, weil der HSV in genannter Person von Finanz-Vorstand Frank Wettstein, einfach findig war. Und so missmutig ich als Steuerzahler diese Bezuschussung auch aburteile, wäre ich Anteilseigner des Unternehmens HSV Fußball AG, ich würde den Vorstand dafür abfeiern, diesen unerwarteten Geldsegen rechtlich korrekt eingefahren zu haben. Dieser Vorstand hat im Interesse der HSV AG zu handeln, sonst nichts. Und das hat er in diesem Fall sehr gut gemacht. Aber meine Frage ist trotzdem: Wie lange noch soll man sich mit derartigen Schlupflöchern retten?

HSV bekommt 10 Millionen Euro Überbrückungshilfe

Anteilsverkäufe, Klubanleihen, Millionenverzicht von Klaus Michael Kühne, weitere Klubanleihen, Stadiongrundstücksverkauf, vorausbezahlte Werbe- und oder Cateringverträge – jetzt sogar Überbrückungsgel und der HSV macht trotzdem Jahr für Jahr ein neues Millionenminus. Der HSV-Finanz-Vorstand Frank Wettstein hat inzwischen weniger die Aufgabe vor sich, die HSV-Finanzen an sich zusammenzustreichen. Er muss zusehen, dass er dem HSV In jedem Jahr mindestens eine Sondereinnahme im zweistelligen Millionenbereich einholt. Und, die gute Nachricht: 2021 hat er dieses Ziel nun spätestens erreicht. Die schlechte Nachricht: Es wird auch ein 2022 geben.

Und das schlechteste daran: Der HSV schickt sich sportlich weiter nicht wirklich an, über den Weg der sportlichen Erfolge derartige Sondereinnahmen zu generieren. Denn dafür ist der Aufstieg unabdingbar.  Auch deshalb freue ich mich tatsächlich darüber, das der HSV gedanklich einen Schritt rückwärts gemacht hat bzw. dazu gezwungen wurde, sich gedanklich aus dem „Konzert der Großen in der Zweiten Liga“ zu verabschieden. Man geht den Weg über günstige, junge Talente. Der Gehaltsetat wird weiter runtergefahren. Und damit einhergehend auch die Wahrscheinlichkeit, wieder aufzusteigen?

Nein! Noch nicht. Der HSV hat jetzt Und auch wenn ich dieses „Wir haben es immer schon so geplant“ von HSV-Seiten für fast schon zynisch halte, es ist nun endlich so, dass alle diesen Weg als den einzig möglichen ansehen. „Wir haben zuletzt mit vielen jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs die Verträge langfristig verlängert. Zudem haben wir weitere junge, entwicklungsfähige Spieler mit Potenzial verpflichtet. Diesen Weg werden wir aus Überzeugung und mit Geduld weitergehen“, hatte Jonas Boldt zuletzt angekündigt und damit die Abkehr von teuren Säulenspielern eingestanden. 

Die Erwartungshaltung liegt nicht mehr bei „Säulenspielern“

Teure Spieler, an die man Erwartungen knüpfen und mit deren Verpflichtungen man eben selbige nach außen abtreten konnte, fallen weg. Jetzt müssen die hier Verantwortlichen härter und besser arbeiten. „Vielleicht ist unser Rahmen, dass wir einfach mit jungen Spielern mehr arbeiten müssen“, hatte Tim Walter zuletzt gesagt und damit – ich glaube nicht, dass er es so wollte, aber er tat es – das Fass aufgemacht, dass man hier bisher zu viel von der Mannschaft vorausgesetzt und zu wenig daraufhin gearbeitet hat. Aber: Walter macht eben das, was er immer macht: Er redet nicht drumherum, er spricht Klartext. Und auch das ist gut, da es diesen HSV in seiner geglaubten Größe zumindest ein Stück weiter in Richtung Realität zieht.

Und die sieht auf Vorstandsebene vor, Schlupflöcher zu finden, wie man seine Minuswirtschaft in den nächsten Jahren kaschieren kann. So kaschieren, dass dieser HSV nicht vorzeitig zahlungsunfähig wird. Die letzten Jahre hat Wettstein das geschafft. Aber für ihn wird es nicht leichter. Es sei denn, die sportliche Seite arbeitet ihm zu. Rund fünf Millionen Euro Transferüberschuss hat der HSV in diesem Sommer erwirtschaftet. Das ist schon einmal ein guter Anfang. Sollte man es jetzt noch schaffen, auf Sparflamme den Weg zurück in die Erste Liga zu schaffen, hätte das gleich zwei Vorteile, die mich optimistisch machten: 

  1. Der HSV hat automatisch Mehreinnahmen
  2. Der HSV würde den Erfolg mit vielen Spielern erreichen, deren Wert dadurch steigen würde. Sie eröffneten dem HSV dann die erneute Möglichkeit, einen Transferüberschuss zu erwirtschaften, sofern auf Seite der sportlich Verantwortlichen frühzeitig gut gearbeitet wird. Soll heißen: Die finanziell gewinnbringende Abgabe von Leistungsträgern wäre vernünftig, wenn man sich auf der anderen Seite bereits mit günstigen Spielern genau diese einzukalkulierenden Lücken qualitativ wieder auffüllt.

Klingt so leicht – ist es aber nicht. Im Gegenteil, das ist die hohe Kunst. Aber es ist auch der Weg, den vor dem HSV beispielsweise schon Klubs wie Union Berlin, SC Freiburg, FC Augsburg, Bielefeld und Co. gegangen sind. Sie haben gezeigt, dass es funktionieren kann, wenn man es gut macht. Ergo: Das „wir müssen mehr arbeiten“ von Trainer Tim Walter darf sehr wohl auf den gesamten HSV ausgeweitet werden. Nein: Es muss.

In diesem Sinne, bis morgen. Den Plan, beide Tage frei zu machen, habe ich erst einmal kassiert. Sehr zum Unfrieden meines Kleinsten, der darauf wartet, dass ich mit ihm die Brio-Bah weiterbaue. Aber so isses halt, wenn man tagesaktuell berichtet. Trotzdem hoffe ich, wirklich mit dem Essay über den zweiten, jungen Neuzugang des HSV. Zumindest wartet die Analyse von Tommy Doyle darauf…

Bis morgen!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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alwaysHSV
2 Monate zuvor

Irgendwie finde ich, der Beitrag von Scholle kommt irgendwie so rüber als würde der HSV
mit dieser Corona-Hilfe sich Geld durch die Hintertür besorgen welches ihm nicht zusteht. Jedenfalls höre ich diese Meinung aus den Formulierungen heraus. Das ist natürlich der absolute Blödsinn. Der HSV (genauer die HSV AG) ist eine Firma wie tausende andere auch und unterliegt den gleichen Regularien wie andere Firmen. Diese HSV-AG zahlt in normalen Zeiten jedes Jahr Millionenbeträge an Steuern sei es aus Ticketeinnahmen, Werbung oder was auch immer. Der Staat hat beschlossen, dass Firmen die Corona bedingt in Schwierigkeiten geraten, eine Unterstützung beantragen können. Genau dies ist es was gemacht wurde und was ganz sicher sehr viele andere Firmen auch getan haben. Natürlich jeder Steuerzahler ist irgendwie an diesen Geldern beteiligt so wie auch Scholle. Aber ist es nicht besser solche Unternehmen durch diese Hilfen zu retten als sie kaputt gehen zu lassen, dadurch die Arbeitslosigkeit zu fördern und längerfristig auch auf erneute Steuereinnahmen von diesen Firmen zu verzichten falls es diese nicht mehr gibt?

Mensch Scholle. Etwas zu kurz gedacht meiner Meinung nach.

Flotti McFlott
2 Monate zuvor

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Didi
2 Monate zuvor

„… so missmutig ich als Steuerzahler diese Bezuschussung auch aburteile.. “

Mit welcher Begründung denn, Scholle? Und beurteilst du Corona-Hilfen grundsätzlich so oder nur, wenn sie den HSV betreffen?

Für mich klingt deine Bewertung hier nur populistisch. Der HSV hat sich hier schließlich kein Geld auf irgendeine krumme Art erschlichen.

Fussballtrainer
2 Monate zuvor

Die Vereine der 1. Und 2. Liga haben 20/21 1.4 Milliarden Euro an Steuern gezahlt. Sie beschäftigen direkt ca. 7.500 Mitarbeiter und nochmal ca. 12-15.000 perifere Arbeitnehmer.
Warum bekommt Daimler 1 Milliarde Kurzarbeitergeld und fährt 4 Milliarden Gewinn im 1. Quartal ein?
Mehr als 18 Vereine haben Hilfe beantragt. Schalke Bremen Wolfsburg usw.
HSV darf nicht? Weil sonst das Bild des bösen unfähigen Vorstandes nicht stimmt und der HSV überlebt?

Last edited 2 Monate zuvor by Fussballtrainer
Bramfelder
2 Monate zuvor

Ich oute mich mal: ich habe als Marketingleiter einer IT-Firma einen Antrag auf Marketingunterstützung vom Bund gestellt. 99 war das. 10.000 DM für eine CeBIT-Teilnahme. Warum? Weil unser Firmengebäude in MVP stand. Ich hatte davon gelesen und dachte „Versuch macht klug“. Im Gegenzug schufen wir damals 50 Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Gegend. Folgendes will ich mit diesem simplen Beispiel sagen: wenn der Bund/das Land/die Kommune eine solche Unterstützung anbietet und ich nutze diese nicht – dann habe ich meinen Job nicht gemacht. Wären wir auch ohne die 10.000 DM als Aussteller auf der CeBIT gewesen? Natürlich. Zusammengefasst: ja – der HSV hat 10 Mio. Zuschuss bekommen weil er Antragsberechtigt war. Sonst wäre der Antrag nicht genehmigt worden und der HSV hätte das Geld nicht bekommen. Ende der Geschichte.

ToniHH
2 Monate zuvor

Der HSV ist keine Romantik e.V. mehr.
Die AG als Kapitalgesellschaft unterliegt den Marktgesetzen.

Wenn Sie die Bedingungen erfüllt so
ist dieses Handeln legitim.

Außerdem wird es vom Finanzamt bei eine zukünftigen Prüfung detailliert geprüft.

Null Verständnis für diesen Blog. Sorry

Bramfelder
2 Monate zuvor

Moin zusammen,

nur mal so als dezenter Hinweis: die DFL-Lizenz wird nach Liquidität erteilt. Solange irgendeine Mannschaft haufenweise Verbindlichkeiten macht – jedoch immer liquide ist – wird die DFL-Lizenz vergeben. Liquidität bedeutet schlicht: ich habe genügend Cash um meine finanziellen Verpflichtungen zu bezahlen. Verbindlichkeiten wiederum sind Teil des Gesamtkapitals. Ergo: Verbindlichkeiten + Eigenkapital = Gesamtkapital. Wie man sieht – Verbindlichkeiten sind nichts schlechtes. Mann muss eben nur – siehe Liquidität – genügend Cashflow haben um die Zinsen zu bezahlten; ergo die Kapitalkosten die aus der Verbindlichkeit heraus bestehen. Ich will jetzt in einem Fußball-Blog nicht noch den Leverage-Effekt erläutern. Ich finde es halt immer anstrengend wenn alle hier ihr Halbwissen verbreiten. Just my 2 Cents. Gruß, Michael

P.S. Es gibt keine Schulden. Wenn wir schon über Finanzthemen reden, so lasst uns bitte beim korrekten Vokabular bleiben. Ergo: Verbindlichkeiten.

Last edited 2 Monate zuvor by Bramfelder
Kuchi
2 Monate zuvor

Also, um dies hier mal ganz klar zu sagen:
Ich bin der Meinung, dass dieser Kader durchaus stark genug ist, in dieser Saison aufzusteigen!

Wenn es wider Erwarten dennoch nichts wird, dann sicherlich nicht, weil wir zu jung oder zu unerfahren sind. Nicht mal, weil wir die schlechteren Spieler im Vergleich zu anderen Vereinen haben. Sicherlich nicht!

Beispiel Darmstadt mit einem 18-jährigen Riedel in der Abwehr, der bis zum Spiel gegen uns erst 187 Spielminuten auf der Profibühne stand. Oder einem Tietz im Sturm, der ablösefrei aus der 3. Liga kommt und bis jetzt in 5 Spielen 5 Tore schießt.

Jeder Trainer hat die Chance, sich ein Denkmal im Verein zu setzen. Aber hat auch jeder den Ehrgeiz, das Ziel Aufstieg zu erreichen oder hat bisher nicht jeder den Eindruck hinterlassen: „Ist doch im Grunde eine erfolgreiche Saison“ ?

Wir treten an mit guten und erfahrenen Spielern, die im besten Fußballeralter sind und man erzählt mir was von Entwicklung!?

Verstehe ich nicht.

BrunosErbe
2 Monate zuvor

Es klingt ja fast so, als müsste der HSV dankbar dafür sein, dass ihm die Corona-Pandemie die Gelegenheit bietet, über ein „Schlupfloch“ 10 Mio. Euro als Sondereinnahme zu generieren. Keine Rede davon, dass der HSV einen coronabedingten Umsatzrückgang von 60 Prozent zu verkraften hat. Umso mehr wundert mich der nachfolgende Satz aus dem Blog: „…– jetzt sogar Überbrückungsgel und der HSV macht trotzdem Jahr für Jahr ein neues Millionenminus.“
Das Überbrückungsgeld dient doch nicht dazu, die HSV-Bilanzen aufzupolieren, sondern den in diesem Fall unverschuldeten wirtschaftlichen Schaden in Grenzen zu halten. Dass da am Ende immer noch ein dickes Minus steht, sollte doch allen klar sein. Ich denke, ein volles Stadion wäre allen Beteiligten auch lieber gewesen. Und eine Antwort auf die Frage, warum der HSV Überbrückungsgeld erhält und die anderen 35 Proficlubs scheinbar nicht , finde ich auch nicht.Irgendwie verstehe ich den Blog nicht.

US73
2 Monate zuvor
  1. Es haben auch andere Vereine Corona-Hilfen erhalten z.b: Schalke.
  2. Warum hat der HSV keine Kurzarbeit beantragt, wie die meisten anderen Unternehmen? Kann ja nicht so viel zu tun gegeben haben für Ticketverkauf, Gästebetreuung, etc.

Fragen über Fragen…
Im NDR-Artikel steht:
„Aktuell können die Hamburger 17.950 Fans zu ihren Heimspielen im 57.000 Zuschauer fassenden Volksparkstadion empfangen. Nach „Abendblatt“-Informationen nimmt der Club so lediglich rund 200.000 Euro statt der 1,5 Millionen Euro bei einem „normal“ ausverkauften Stadion ein.“ NDR.

Wer kann denn da nicht rechnen?

Das sind 31,5% Auslastung . 
Bei den kolportierten 1.5 Mio bei Vollauslastung sind 31,5% Euro 473.000, und nicht 200 TEUR.
Außerdem dürften gerade die günstigsten Tickets (Stehplätze) eher betroffen sein, so dass der Durchschnittswert der verkauften Tickets unter Coronabedingungen höher sein müsste.

Und wer jetzt sagt, da kommen ja zunächst die Dauerkarteninhaber, und die zahlen ja nicht erneut, der fällt auf den Bauerntrick von Wettstein rein, die Dauerkarten-Erlöse als Einmalbuchung zum Saisonbeginn zu nehmen, anstelle diese aufwandsentsprechend über die Spieltage zu verteilen…

Und 120 Mio. Umsatz in der Vorsaison hatten wir sicherlich auch nicht…

Hier wird schon wieder massiv Augenpulver verstreut, um weitere Anteilsverkäufe als unumgänglich darzustellen.

Er – Wettstein – bleibt ein Windhund mit Taschenspielertricks, aber kein seriöser Finanzvorstand.

MeinVerein2021
2 Monate zuvor

Ich staune über die veränderte Tonlage in Scholles Blogbeiträgen. So dermaßen kritisch, fast deprimiert. Seitdem TW verpflichtet wurde. Dabei bestanden alle kritisierten Probleme ja schon vorher.

Die Kritik und Bewertung der Coronaüberbrückungshilfe versteh ich nicht. Das ist ein Anspruch, für den bestimmte Voraussetzungen vorliegen müssen. Schlimm genug, dass Corona zu diesen Umsatzeinbrüchen geführt hat. Sollte der HSV seinen Anspruch nicht geltend machen?
Sollen Vorstand und AR den HSV pleite gehen lassen?
Die finanzielle Lage vor Corona sehe ich natürlich kritisch.

Scorpion
2 Monate zuvor

Gut gemacht Herr Wettstein. Dass ich das mal sagen würde …

Übrigens, andere Profivereine haben auch Hilfen bekommen.
Ist das jetzt nur unredlich, weil sie der HSV auch bekommen hat.?

Was mich an diesem Blog stört, ist der von mir vernommene Unterton, dass durch die 10 Mio eventuell das von @Marcus Scholz geliebte Ziel des Ausbildungsvereins ad acta gelegt werden könnte …

Oder muss ich mein Hörgerät wieder nachjustieren?

bahrenfelder
2 Monate zuvor

Man man, was wäre wohl gewesen wenn der HSV das Geld nicht in Anspruch genommen hätte und ein findiger Journalist hätte es ans Tageslicht gebracht?

Kuddel
2 Monate zuvor

„Anteilsverkäufe, Klubanleihen, Millionenverzicht von Klaus Michael Kühne, weitere Klubanleihen, Stadiongrundstücksverkauf, vorausbezahlte Werbe- und oder Cateringverträge – jetzt sogar Überbrückungsgel und der HSV macht trotzdem Jahr für Jahr ein neues Millionenminus. „
.
Mensch, welch Neuigkeiten!!
Und dafür lässt du deinen Kleinsten hängen?

Christian Mönsters
2 Monate zuvor

Ich möchte hier mal wieder eine Lanze für Herrn Wettstein brechen.

Einige definieren für mich seinen Job immer falsch.

Herr Wettstein muss die finanziellen Fakten managen und nicht operativ sportlich arbeiten. Wenn Gelder da sind und generiert werden, dann gibt es andere Abteilungen im Verein, die das versuchen, in sportlichen Erfolg zu bringen. Funktioniert seit Jahren nicht.

Also wird die finanzielle Lage immer schlechter, Spieler ohne Wiederverkaufswerte, Trainerentlassungen noch und nöcher, Abstieg, wieder Trainer- Sportchef Entlassungen plus Spielerabgaben ohne Ablöse sondern auch noch Abfindungen.

Kommt der sportliche Erfolg, kommt der finanzielle Erfolg.

Kurzum: Herr Wettstein muss die Bude „am kacken halten“, weil die sportliche Führung seit Jahren versagt und versagt.

Danke Herr Wettstein.

sportjournalist schlunzi
sportjournalist schlunzi
2 Monate zuvor

So oft ich meckern, heute gut gemacht Herr scholz. Diese Einnahme sind eine Schande. Schämt euch. Andere verloren alles. Ihr widert mich an

Blogfan
2 Monate zuvor

die Corona-Unterstützung deckelt Einnahmeverluste…OK,
aber die Misswirtschaft hat nichts mit Corona zu tun.

All die Säulentransfers ob ablösefrei oder auch andere sogenannte
ablösefrei „Nieten“ haben Handgelder verursacht….dann die Abfindungen.
Beratergelder die Spieler für den HSV gesucht haben und…und…und….
Alles zusammen Gelder die Verluste wurden….
Die Transfererlöse sind doch schon lange wieder verpufft….bzw.
reichen nicht die Löcher ’22 zu stopfen….

Scholle hat doch vollkommen recht…..es muss auf der sportlich
verantwortlichen Seite vielmehr Leistung kommen.

profikommentator
2 Monate zuvor

Wettstein der alte Sanierer ist einfach jeden Cent wert!

Aleksandar
2 Monate zuvor

Nun ist es raus, es ist aus 🙂

Auf ARD läuft gerade Dritte Liga, starke Stimmung in Magdeburg, macht richtig Spaß. Das lesen hier eher nicht……

Ralf Gleitsmann
2 Monate zuvor

Moin. Viele Familien haben für das Coronabdedingte zu Hause hocken nichts oder nur bedingt Kurzarbeitergeld bekommen. Für mich ein Wertigkeitsbeweis für das wichtigste im Lande: einer intakten Familie. Auch wenn ich großer HSV Fan bin, aber Unvermögen in solchen Größenordnungen belohnen find ich nicht gut. Kein Wunder wenn die Neiddebatten immer unsachlich werden. Schönen Abend noch an alle.

Kuddel
2 Monate zuvor

Spannender Blog …. 🙄

Aradia
2 Monate zuvor

++ Hi….,.,

Guter Scholle,
Guter Flotti,

Zu Scholle, es ist meine Denkweise!
Zu Flotti, ich mag deinen Humor.

Lasst die Anderen doch beissen.
Es sind ja nur Worte.
Liebe Grüsse.

uwe twiehaus
2 Monate zuvor

Das Loch braucht kein Eimer, nur wo etwas fliest ist etwas abzuzweigen. Die Leiche stinkt auch noch nicht, also geht es weiter mit dem einbalsamieren, Pudern und pflegen und der Keller braucht auch noch nicht aufgeräumt zu werden? Weiter immer weiter HSV Geld stinkt nicht. Jeder Versuch den HSV ins richtige Licht zu Rücken kann nur Scheitern!

Kosinus
2 Monate zuvor

Wie viele Mitarbeiter hat der HSV derzeit eigentlich im Vergleich zur Abstiegssasion ? Sind wir hier immer noch auf Champions-League-Niveau?

alles hat seine zeit
2 Monate zuvor

Der große HSV.
Er war niemals, nicht einmal in seiner erfolgreichsten Phase, mit dem FCB zu vergleichen. Und Boldt ist kein Hoeneß. Er hat das Handwerk unter Ruuuudi erlernt. In Vizekusen. So konnte sich Boldt niemals zu einem Visionär entwickeln. Visionäre planen nicht für die Zukunft; sie gestalten die Zukunft in ihrem Sinne.
Der HSV gehört nicht zu den Top five in Europa. Er war es auch nie. Aber er hält eine führende Rolle der besten 54 Fußballvereine unserer Republik. Nach unten ist also noch viel Luft.
Wir sollten Boldt und Mutzel weiter vertrauen.

Paulinho
2 Monate zuvor

Für HSV Verhältnisse ist Kittel geradezu Weltklasse. So einen Spieler muss man pflegen und dazu bringen, immer wieder der Mannschaft zu helfen. Das ist eine Kunst, die wohl nur wenige Trainer beherrschen. TW hat also noch viel vor daran zu arbeiten. Vorbilder könnten u. a. Flick und Klopp sein, ich meine Beispiele. Also Kittel immer nur in die Tonne hauen, erzeugt nur das Gegenteil von Leistungssteigerung. Und solche hochsensiblen Spieler hat es immer gegeben.

Last edited 2 Monate zuvor by Paulinho
Frank Müller
2 Monate zuvor

ERNST GEMEINT ??
Herr Scholz freut sich, dass der HSV sich aus dem club der großen in liga2 verabschiedet hat??,
statt guter, erfahrener spieler nur noch youngster, ob mit 3.liga-niveau wie David
oder aus der B-elf von irgendwo her.
erfolgsgeheimnis soll sein: man müsse nur mehr arbeiten….ENTWICKELN
ich lach mich tot.
und dann wird einem noch vorgegaukelt, dass ALLGEMEIN KONSENS bestehe.
wo?
Walter hat man dieses d´accord zu anfang fast schriftlich abverlangt.

Jörg Brettschneider
2 Monate zuvor

Na ja, Scholle hat den HSV ja nicht an den Pranger gestellt, weil Wettstein diese Gelder beantragt hat. Er sagt ganz klar, dass der Finanzvorstand im Interesse des HSV richtig und erwartungsgemäß gehandelt hat.
Und dass der HSV die Voraussetzungen für den Erhalt der Überbrückungsgelder erfüllt, ist unstrittig.

Scholles Kritik dürfte wohl eher damit im Zusammenhang stehen, dass mit diesem sog. Überbrückungsgeld generell sehr viel Schindluder getrieben wird. Das ist zudem auch unstrittig.

Die Frage, ob bestimmte Branchen besser nicht von dieser Regelung profitieren sollten, ist eine politische. Scholle im Blog anklingen lassen, wie diese politische Frage aus seiner Sicht zu beantworten wäre.

Die rechtliche Situation ist aber klar. Und die stellt auch Scholle nicht in Frage. Vielmehr lobt er den HSV für die Ausnutzung dieser.

Zu Wettstein insgesamt:
Er ist nicht der Kern des HSV-Problems. Er ist nur Ressort-Vorstand und hat auf den Geschäftsbereich, der den sportlichen Erfolg – und damit die Kohle – bringen muss, kaum Einfluss:
Auf die Lizenzspielerabteilung und auf die sportlichen Leistungen (Ergebnisse) auf dem Platz.

uwe twiehaus
2 Monate zuvor

Fest steht, wir brauchen mehr Experten, egal mit 2G oder 3G, ob mit oder ohne Rucksack in Hemdsärmeln für das Vorhaben Aufstieg!

Fussballtrainer
2 Monate zuvor

Off Topic.
Habe gerade gelesen, dass es in der Regionalliga bei Energie Cottbus einen Bestechungsversuch gegeben hat mit hohen Summen.
Stellt sich die Frage wie das in der ersten und zweiten Liga sichergestellt wird, dass das nicht bei den jungen Schiris und vor allem VAR s geschieht?

Last edited 2 Monate zuvor by Fussballtrainer
Viktoria HSV
2 Monate zuvor

Doppelpass auf Sport 1 hin oder her ,
Aber die Diskussion gerade im TV über die Positionen im DFB , kannst zu wirklich 1 zu 1 als Schablone über die HSV – ‚ Führung ‚ legen , das passt perfekt .

Travis Bickle
2 Monate zuvor

Wieso bekomme ich jetzt schon tagelang Emails, dass es neuen Content bei MoinVP gibt? Warum ist das so? Das möchte ich eigentlich nicht!

Horstbertl
2 Monate zuvor

Solange das HSV Konzept immer wieder „neuer Trainer heißt“, so lange muss Wettstein zaubern. Bis es irgendwann schief geht. In diesem Klima wird Erfolg niemals gedeihen. Erfolg im Business ist ohne Plan /Ziel unmöglich. Nur begreifen wollen sie es leider nicht.
Egal, die Sonne ☀ scheint und ich geh joggen.

Grantler3006
2 Monate zuvor

Viel geschrieben und ich ertappte mich dabei, abzubrechen.
Als AG bzw. Unternehmen hatten alle das Recht Corona Staatshilfen zu beantragen. Bei eingetragenen Vereinen ist es, glaube ich nicht so „einfach“! Eine Selbstverständlichkeit die Hilfsanträge auszufüllen und weg zu schicken. Das gehört zum Job dazu und ich halte das auch Steuerzahler für legitim. Das der Finanzvorstand Wettstein und sein Sportvorstand samt Marketing und externer Agentur weitere Einnahmequellen generieren müssen, ist logisch. Da es aber genau in dem Bereich des Sportmarketing der Kuchen für alle Beteiligten kleiner wird, dürfte nicht verwundern, wenn unternehmen abwägen muss, wofür man Geld ausgibt, um signifikante Umsatzpotentiale oder Imagegewinne zu erhalten. Das so glaube ich, ist auch mit dem HSV möglich, aber nicht zu den Konditionen, die Sinn ergeben. Stadionname verkaufen für einen Zweitligisten ist machbar, aber verkaufe mal , Scholle, den Volkspark für mindestens 2 mio per anno. Weniger macht wenig Sinn und mehr gibt es nicht.
Der Rest des Blogs heute eine banale Zusammenfassung aus den Kommentar Bereich. Zumindest empfinde ich das so