Auswärts bei der TSG: Mit Kampf und Wille, das Spiel des Gegners zerstören
Am Samstag reist der HSV nach Sinsheim zur TSG Hoffenheim. Beide Teams stehen punktgleich im Tabellenkeller – Mit dieser Aufstellung und diesem Spielansatz kanns erfolgreich werden

Moin zusammen,
am Samstag geht es bekanntlich nach Sinsheim zur TSG. Dabei ist Hoffenheim selbst nicht wie erwünscht in die Saison gestartet. Aus den ersten vier Ligaspielen konnte man nur eins gewinnen, verlor zuletzt in Paderborn mit 3:1. Das letzte Heimspiel konnte man allerdings gegen Stuttgart gewinnen, und auch im ersten Heimspiel gegen Dortmund war man lange die bessere Mannschaft, ehe der BVB das Spiel am Ende noch drehen konnte.
Der HSV steht aktuell auf Platz 16 der Tabelle, hat aber genauso viele Punkte wie Hoffenheim. Man verlor die ersten drei Spiele deutlich, im letzten Heimspiel gegen Köln konnte man das erste Mal punkten.
Die Bilanz und der Gegner
Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams fand im Volkspark statt, damals gewann Hoffenheim mit 1:2, nachdem der HSV den Gästen quasi beide Tore schenkte. Das letzte Duell in Sinsheim gewann Hoffenheim ebenfalls, damals mit 4:1. In diesem Spiel wurden die Verhältnisse deutlich: Man ging früh in Führung, und der HSV hatte fast zu keinem Zeitpunkt des Spiels eine wirkliche Chance, wieder in die Partie zu finden. Zudem verschoss der HSV noch einen Elfmeter.
Hoffenheim startet unter Christian Ilzer mit einer Viererkette, davor zwei zentrale Mittelfeldspieler, auf außen jeweils zwei Flügel und ein Doppelsturm. Die voraussichtliche Aufstellung sieht wie folgt aus:
Baumann – Coufal – Kabak - Machida – Rots – Conte – Avdullahu – Burger – Daghim – Hlozek – Lemperle
Daghim und Conte werden dabei wohl auf den Außen starten, Burger und Avdullahu im Zentrum, im Doppelsturm dann Hlozek und Lemperle.
Die TSG kommt dabei wie bereits letztes Jahr über viel Laufarbeit und hohes Pressing. In dieser Saison wirkt es momentan so, als ob man vor allem durch die Dreifachbelastung etwas an Leistung einbüßt. Man verlor das erste Europa-League-Spiel auf Kreta, und auch die letzten beiden Testspiele gingen verloren. Nichtsdestotrotz hat die TSG weiterhin eine enorme Qualität, die sie nach dem misslungenen Saisonstart nun endlich wieder aufs Feld bringen wollen. Man wird den HSV sicherlich wieder sehr hoch anlaufen und früh unter Druck setzen, damit man im Heimspiel direkt Dominanz ausstrahlen kann.
Personelle Lage beim HSV
Beim HSV fehlen vor allem vorne einige Spieler. Roessing-Lelesiit ist noch immer auf dem Weg zu seiner Rückkehr, zudem fallen Groenbaek und Daka aus. Terem Moffi ist noch unsicher, bei ihm wird es sicherlich nicht für die Startelf reichen. Poulsen ist hingegen wohl auch in Sinsheim dabei; inwieweit es bei ihm für die Startelf reicht, ist unsicher. Es klang in der Pressekonferenz eher so, als ob beide eher Optionen für die Bank sind. Ich rechne mit folgender Aufstellung:
- Heuer Fernandes im Tor
- Davor Torunarigha, Bornauw und Capaldo
- Links Wolfe, rechts El-Ouahdi
- Auf der Doppel-Sechs Remberg und Lokonga
- Auf der Zehn Adeline und Vieira
- Vorne drin dann Otto Stange
El-Ouahdi war ja lange auf Länderspielreise und hat lange nicht mit der Mannschaft trainiert, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass er nicht startet. Vor allem bei den Alternativen, die der HSV hat, muss er mMn starten. Links hinten hätte man drei Optionen mit Wolfe, Lemke und Muheim; ich denke hier wird man aber beim alten System bleiben und Wolfe starten lassen. Muheim wäre ja von der Bank auch eine Option weiter vorne, einige würden ihn gerne auf der Zehn sehen. Da bin ich mal gespannt, das könnte aufgrund des personellen Engpasses vorne tatsächlich zu einer Option werden.
Der Schlüssel zum Erfolg
Den Spielplan habe ich ja bereits angesprochen: Es geht in diesem Spiel über defensive Kompaktheit und gnadenloses Kontern. Man muss aber auch unter Druck die Ruhe bewahren und darf sich von dem hohen Pressing der Hoffenheimer nicht einschüchtern lassen. Man muss da körperlich über 90 Minuten gegenhalten, auch wenn das wehtut. Aber genau das ist der Punkt, an dem man so eine Mannschaft schlagen kann: über die volle Länge konzentriert gegen den Ball arbeiten, das Spiel des Gegners kaputt machen und vorne schnell umschalten.
Nur wer sich 90+x Minuten an einen guten Plan hält und diesen umsetzt, hat die Chance, in so einem Spiel als Underdog etwas mitzunehmen. Dass der HSV hier nicht der Favorit ist, ist klar, aber das Spiel entscheidet sich eben nicht durch die Favoritenrolle.
Mit dabei werden wieder mehr als 5.000 HSV-Fans sein, die die Rothosen wie immer lautstark unterstützen werden. Anders als im letzten Jahr gilt es in diesem Spiel, über 90 Minuten alles reinzuwerfen und konzentriert bei der Sache zu sein. So einen Gegner schlägt man auswärts nur, wenn man über die eigenen Grenzen geht und füreinander einsteht. Gemeinsam mit den Fans im Rücken muss dann auch in der SAP-Arena eine Energie entstehen, die den HSV stärker macht. Das kann aber nur geschehen, wenn alle Spieler auf dem Platz brennen und 100 Prozent geben. Wenn alle gemeinsam alles reinwerfen, kann es ein enges Spiel werden – was dann passiert, sehen wir am Samstag.
Tom
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