Weiter Zittern um Onana – und Vorfreude auf alte Freunde

von | 12.01.21

Heute wird der Blog inhaltlich ausschließlich auf das Nachrichtliche beim HSV beschränkt.  Und da gibt es eine nicht wirklich gute Nachricht. Denn für Amadou Onana wird es leider doch wieder eng für das bevorstehende Spiel am kommenden Montag gegen den VfL Osnabrück. Eigentlich hatten alle gehofft, dass er spätestens Montag wieder voll einsetzbar ist, aber heute war der defensive Mittelfeldspieler zunächst einmal mit Physio Sebastian Capel  auf dem Platz und trainierte noch individuell. Auch morgen und aller Voraussicht nach Donnerstag wird das wohl so weitergehen. Wann Onana wieder normal mittrainieren kann? „Das könnte zum Ende der Woche hin etwas werden“, hofft Trainer Daniel Thioune, „wenn er bis dahin gesund ist, ist er eine Option mehr für mich. Angesichts der Ausfälle wäre das sehr gut.“

Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Onana dann auch am Montag einsetzbar ist, noch nicht allzu euphorisch zu beurteilen. „Wenn er Sonnabend voll trainiert, schaue ich noch mal voll drauf“, sagt Thioune, der selbst noch skeptisch wirkt. Dabei hört man bei Thioune auch heraus, wie unbedingt er einen gesunden Onana wieder zur Verfügung haben will. Ob er Onana mitnehmen würde gegen Osnabrück, wenn es medizinisch grünes Licht gäbe? „Das halte ich mir noch offen. Das hängt auch an den anderen, was die anbieten“, so Thioune, der damit insbesondere Moritz Heyer, Aaron Hunt und Gideon Jung anspricht.

Noch nicht wieder dabei sein wird am Montag Jan Gyamerah. Obgleich die Nachrichten von Seiten des Rechtsverteidigers durchaus positiv zu bewerten sind. „Jan wird wieder anfangen zu laufen“, freut sich Thioune über die langsame Rückkehr Gyamerahs nach dessen Bänderriss. Klaus Gjasula hingegen fällt noch länger aus. Ebenfalls positiv: Rick van Drongelen steigert sein Trainingspensum zusehends. Thioune: „Rick bekommen wir immer mehr mit rein. Bei ihm müssen wir noch vorsichtig sein. Er muss mit der Belastung erst einmal klarkommen. Da geben wir kein Zeitfenster vor. Er soll erst einmal voll ins Training und in die Zweikämpfe einsteigen. Dann sehen wir weiter.“

Seit kurzem wieder zurück in Hamburg ist Xavier Amaechi. Der Wechsel nach England hatte nicht funktioniert – und noch immer gibt es keinen passenden Abnehmer für den Offensivspieler ohne Perspektive beim HSV. Auch bei Thioune spielte und spielt der junge Engländer offenbar noch keine Rolle. Man  müsse ihn erst wieder heranführen, zumal Amaechi aktuell in Quarantäne sei. Und die absolviert Amaechi in seiner Hamburger Wohnung, wohin ihm der HSV ein Spinningbike transportiert habe. Ergo: Fußballspezifisch trainiert hat der junge Linksfuß lange nicht mehr. „Sobald er weder voll da ist, ist er auch im Training wieder dabei“, kündigt Thioune an. Spielen allerdings wird Amaechi eine ganze Weile noch nicht können, zumal die Saison in den Regionalligen noch nicht wieder läuft.

Apropos Thioune: Der trifft am Montag das erste Mal mit dem HSV auf seinen Exklub VfL Osnabrück. Und er freut sich auf das Wiedersehen. Auch auf den neuen VfL-Coach, seinen Nachfolger Marco Grote. „Ich kennen ihn schon ein bisschen länger. Wir saßen auch in vielen Fortbildungen gemeinsam und ich habe häufiger gegen ihn gespielt.“ Als Juniorentrainer unter anderem in der U17-Bundesliga mit dem VfL Osnabrück gegen Grote, der damals bei Werder Bremen sehr erfolgreich als Jugendcoach fungierte. Aktuell ist Grote überraschend stark mit Osnabrück unterwegs.

Thioune: „Ich freue mich über die Ergebnisse. Ich bin ja nicht im Bösen gegangen.“ Aber nicht nur deshalb ist Thioune voll des Lobes über seinen Nachfolger. Was für ein Typ der EX-HSV-Amateur Marco Grote sei, wollten die Kollegen heute wissen. Thioune dazu: „Er ist sehr angenehm. Ich habe im Sommer mal mit ihm telefoniert, da hatte er mich angerufen.“ Also so, wie es so oft zwischen Vorgänger und Nachfolger gemacht wird? „Wirklich üblich ist das lange nicht“, widerspricht Thioune. Er erklärt: „Das hängt auch immer davon ab, wie lange man sich kennt. In diesem Fall war es  so eine Art kleine Übergabe.“

Zumal Thioune fast den ganzen Kader selbst zusammengestellt hat. Ob es wie zuletzt für Ex-HSV-Trainer Tobi Schweinsteiger für den 1. FC Nürnberg jetzt für ihn ein Vorteil sei,  den nächsten Gegner so gut zu kennen? Thioune relativiert: „Die Spieler in Osnabrück kenne ich im einzelnen relativ gut. Mannschaftstaktisch ist natürlich etwas verändert worden. Aber ein Merlin Polzin weiß noch viel mehr als ich. Für Geschenke am Montag sei eh kein Platz. Logisch.

Und damit komme ich am Ende noch einmal kurz zu ein paar Dingen in eigener Sache. Aktuell sind wir gerade daran, den Kommentarbereich per Authentifizierung wieder freizuschalten. Da dabei nicht alles allein in unserer Macht steht, können wir zwar noch keinen fixen Termin nennen. Aber wir gehen davon aus, dass wir Anfang der kommenden Woche wieder voll da sein werden. Aber nur, um das noch einmal klarzustellen: Wir wollen lieber ein paar hundert Kommentare weniger unter unseren Posts sehen, wenn wir im Gegenzug dazu Beleidigungen ausschließen können und vernünftige, sachliche sowie gern auch kritische Kommentare vorfinden, die zu spannenden Diskussionen führen.

Anbei eine neue Ausgabe von Michels „Halbzeitbrause“, die sich heute mit einem abseitigen, aber sehr wichtigen Thema beschäftigt. Dass ich ein Fan von seinen Ausführungen bin, hatte ich schon erwähnt, oder…? Egal, hört und schaut selbst rein.

In diesem Sinne, bis morgen!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

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